Skip to main content

Full text of "Astronomischer Jahresbericht"

See other formats


Google 



This is a digital copy of a book that was prcscrvod for gcncrations on library shclvcs bcforc it was carcfully scannod by Google as pari of a projcct 

to make the world's books discoverablc online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 

to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 

are our gateways to the past, representing a wealth of history, cultuie and knowledge that's often difficult to discover. 

Marks, notations and other maiginalia present in the original volume will appear in this flle - a reminder of this book's long journcy from the 

publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prcvcnt abuse by commercial parties, including placing lechnical restrictions on automated querying. 
We also ask that you: 

+ Make non-commercial use ofthefiles We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain fivm automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machinc 
translation, optical character recognition or other areas where access to a laige amount of text is helpful, please contact us. We encouragc the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attributionTht GoogXt "watermark" you see on each flle is essential for informingpcoplcabout this projcct and hclping them lind 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are lesponsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can'l offer guidance on whether any speciflc use of 
any speciflc book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search mcans it can bc used in any manner 
anywhere in the world. Copyright infringement liabili^ can be quite severe. 

Äbout Google Book Search 

Google's mission is to organizc the world's Information and to make it univcrsally accessible and uscful. Google Book Search hclps rcadcrs 
discover the world's books while hclping authors and publishers rcach ncw audicnccs. You can search through the füll icxi of ihis book on the web 

at |http: //books. google .com/l 



Google 



IJber dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Realen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfugbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 
Das Buch hat das Uiheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nu tzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in Partnerschaft lieber Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nie htsdesto trotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu veihindem. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche Tür Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials fürdieseZwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google-MarkenelementenDas "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser We lt zu entdecken, und unterstützt Au toren und Verleger dabei, neue Zielgruppcn zu erreichen. 
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter |http: //books . google .coiril durchsuchen. 



. V- > 



** 



Astron. 



Obs. 






• •• 



•"■• 



•: •..■ 






• • 




■5 ^'••••^'•- * '^'-f- 



Astronomischer Jahresbericht 



begründet von 



Walter F". AVislicenus. 



Mit Unterstützung der 



Astronomischen Gesellschaft 



herausgegeben von 



A. Berl>erich. 



Vn. Band, 

Die Literatur des Jahres 1905. 



Mit einem Bilde W. F. Wislicenus'. 




Berlin. 
Druck und Verlag von Georg Reimer. 

1906. 



Am 3. Oktober 1905 ist mit Walter Friedrich 
jLJL. Wislicenus Der dahingegangen, der in jedem 
Sinne der Begründer und geistige Erhalter des 
Astronomischen Jahresberichtes war und dessen 
feine, todesnahe Hand noch ein gut Teil des vor- 
liegenden Bandes zusammengetragen und gefügt hat. 
Was der Treue und Regsamkeit seines Geistes, 
voran am Astronomischen Jahresbericht, die Wissen- 
schaft dauernd dankt, das haben berufene Vertreter 
seines Faches gewogen und gewertet; was Walter 
Wislicenus als Mensch galt und wirkte, das 
haben ernste Männer seiner Freundschaft ohne 
Überschwang vor der Öffentlichkeit ausgesprochen. 
Der Verleger aber, der den Heimgegangenen an 
dieser Stelle noch einmal grüßen möchte und dem 
Herz und Werkstatt des Verstorbenen manchmal 
offen stand, wird an Walter Wislicenus denken, 
wann immer er darüber nachsinnt, was den Beruf 
des Verlegers in mancher Beziehung so unver- 
gleichlich schön macht. 

Berlin, Pfingsten 1906. 

Dr. Walter de Gruyter. 



a 



if^o^as 



Vorwort. 

Für den siebenten Band des AJB wird hiermit eine nachsichtige 
Beurteilung seitens der Leser erbeten. Im Plane des Buches ist 
nichts geändert worden, allein die Vollständigkeit des Inhalts dürfte 
zu wünschen übrig lassen, da einzelne in nicht fachlichen Zeit- 
schriften möglicherweise erschienene astronomische Artikel oder 
Rezensionen astronomischer Werke dem jetzigen Herausgeber ent- 
gangen sein könnten. Namentlich dürften sich Lücken auf dem 
Gebiete der Instrumentenkunde finden, deren Ausfüllung durch einen 
erfahrenen Mitarbeiter für das nächste Jahr sicher in Aussicht 
gestellt werden kann. Vielleicht ist auch das eine oder andere 
Referat nicht genau an die richtige Stelle gekommen, Zweifel über 
die Einordnung sind in manchen Fällen aufgetaucht. 

Daß der neue Jahrgang gegen den vorigen an Zahl der Referate 
etwas gewachsen ist, rührt hauptsächlich von der Fülle von Artikeln 
und Nachrichten her, die sich auf die vorigjährige Augustfinsternis 
beziehen. Für die Zukunft ist für solche vielfach ganz gleichartig 
lautende und nur zum geringsten Teile wirkliche Resultate bringende 
Publikationen eine abgekürzte Registrierung geplant. 

Ermöglicht wurde die Fortfuhrung des AJB einmal durch die 
vorzügliche Ordnung, in der der Begründer dieses den Astronomen 
unentbehrlich gewordenen Werkes das Material für den angefangenen 
Band hinterlassen hat, sowie durch seine übersichtliche Buchführung 
über die bereits erledigte Literatur, dann aber auch durch die vom 
Direktor des Kgl. Astronomischen Recheninstituts, Herrn Professor 
J. Bauschinger, dem Unterzeichneten gewährten dienstlichen Er- 
leichterungen, durch die sich derselbe den Dank aller Freunde des 
AJB verdient hat. 



Vorwort. V 

Da aber der jetzige Heraasgeber seine Dienstpflichten nicht 
dauernd zurücksetzen kann — namentlich auch nicht im Interesse 
der Planetoiden, zu denen doch immer wieder höchst wertvolle 
Funde hinzukommen wie neuerdings Planet 1906 TG — , so richtet 
er an alle Astronomen die dringende Bitte um Unterstützung vor 
allem' durch freundliche Zusendung ihrer wissenschaftlichen Ver- 
öffentlichungen. 

Tempelhof bei Berlin, Schönburgstr. 2. 
Pfingsten 1906. 

A. Berberich. 



Inhaltsverzeichnis. 



Seite 

Vor Benutzung des Jahresberichts zu lesen XI 

Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften und Publikationen 

gebrauchten Abkürzungen XIII 

Verzeichnis der Mitarbeiter XXXVIIl 

Erster Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 

I.Kapitel: Allgemeines. 

§ 1. Berichte von Instituten und Gesellschaften 1 

Institute S. 1. — Gesellschaften, Vereine und Versammlungen 
S. 14. 

§ 2. Jahrbücher und Sammlungen von Ephemeriden 19 

Jahrbücher und selbständig erscheinende Kphemeridensamm- 
lungen für 1904—1908 S. 19. — Periodisch erschienene Epheme- 
ridensammlungen für 1905 — 1906 S. 30. 

§ 3. Nichtperiodische Sammelschriften, neue Ausgaben älterer Autoren 34 

§ 4. Bibliographie 35 

§ 5. Schriften allgemeinen Inhalts, Kosmogonie und Kosmognosie . . 38 

Schriften und Lehrbücher allgemeinen Inhalts S. 38. — Anfang 
und Ende von Erde und Welt S. 41. — Kosmognosie S. 51. 

§ 6. Mathematische und rechnerische Hilfsmittel 54 

Fehlerrechnung und Interpolation S. 54. — Rechentafeln und 
-Maschinen, Diagramme S. 58. 

2. Kapitel: Geschichtliches. 

§ 7. Allgemeine Geschichte der Astronomie und Geschichte einzelner 

Gebiete 63 

§ 8. Literarische und geschichtliche Notizen 69 

Astronomische Anschauungen verschiedener Volker S. 69, und 
einzelner Personen S. 72. — Geschichtliche Notizen über Vor- 
gänge im Sonnensystem S. 73, und außerhalb desselben S. 77, 
über Instrumente, Beobachtungs- und Rechnungsmethoden S. 78, 
und über Verschiedenes S. 81. 

§ 9. Biographisches und Briefwechsel 82 

Biographien historischer Persönlichkeiten S. 82. — Nekrologe 
S. 87. — Biographien lebender Astronomen S. 100. — Personal- 
notizen S. 100. — Briefwechsel S. 103. 

Zweiter Teil: Astronomie. 

3. Kapitel: Sphärische Astronomie. 

§ 10. Lehrbücher und Schriften allgemeineren Inhalts 104 

Lehrbücher S. 104. — Schriften allgemeineren Inhalts S. 108. 



Inhaltsverzeichnis. YII 

Seite 
§ 11. Koordinaten und t&gliche Bewegung 111 

§ 12. Refraktion 114 

Terrestrische Refraktion S. 114. — Jährliche Refraktion S. 119. 

§ 13. Aberration 121 

§ 14. Präzession und Nutation 122 

§ 15. ParaUaxe 122 

§ 16. Anzahl und Verteilung der Sterne (Astrognosie) 123 

§ 17. Eigenbewegung der Sterne und der Sonne 125 

§ 18. Finsternisse, Bedeckungen und Durchgänge 126 

§ 19. Bestimmung von Zeit, Länge und Polhöhe, Polhöhenvariation . . 128 
Zeit, Länge und Polhöhe S. 128. — Polhöhen Variation S. 131. 

§ 20. Zeitzählung, Kalender, Chronologie < . . . . 131 

Zeitzählung und Chronologie S. 131. — Kalender und Kalender- 
reform S. 133. 

4. Kapitel: Bahnbestimmung. 

§ 21. Lehrbücher und Schriften allgemeineren Inhalts 135 

§ 22. Methoden der Bahnbestimmung 137 

§ 23. Ausgeführte Bahnbestimmungen, Elemente, Massen 141 

Planeten und Monde S. 141. — Kometen S. 149. — Meteore 
S. 152. — Doppelsteme und Veränderliche S. 158. 

§ 24. Übersichten und Nomenklaturen 163 

Kleine Planeten S. 163. — Kometen und Meteore S. 166. — 
Satelliten S. 174. 

§ 25. Tafeln und Ephemeriden 175 

Tafeln und Planetenephemeriden S. 175. — Kometenepheme- 
riden S. 184. 

5. Kapitel: Himmlische Mechanik. 

§ 26. Lehrbücher und Schriften allgemeineren Inhalts 185 

§ 27. Anziehungsproblem 189 

§ 28. Bewegung in der Bahn, allgemeine und spezielle Störungen . . . 19'i 

Theorie der Mondbewegung S. 192. — Störungstheorie und 
-Rechnungen S. 200. 

§ 29. Achsendrehung und Konstitution der Himmelskörper 205 

■ 

6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. 

§ 30. Allgemeines über Instrumentenkunde und Einrichtung von Obser- 

Tatorien 209 

§ 31. Uhren nebst Zubehör 213 

Uhren S. 213. — Sonstige Zeitmesser S. 219. — Verschiedenes 
S. 221. 

§ 32. Instrumente für Winkelmessung nebst Zubehör 224 

Ganze Instrumente S. 224. — Optische Teile S. 229. — Messende 
Teile und Hilfsapparate S. 234. 

§ 33. Visuelle, photographische und sonstige Beobachtungsmethoden. 

(Persönliche Gleichung) 237 

Visuelle Methoden S. 237. — Photographische Methoden S. 243. — 
Verschiedenes S. 246. 



YXn Inhaltsverzeichnis. 

Seite 

T.Kapitel: Beobachtungen. 

§ 34. Hinweise auf bevorstehende Erscheinungen 247 

Finsternisse S. 247. — Planeten und Monde S. 258. — Kometen 
und Sternschnuppen S. 259. — Allgemeines S. 260. 

§ 35. Mitteilungen und selbständig erschienene Werke gemischten Inhalts 260 

§ 36. Geographische Koordinaten und Polhöhenvariation 269 

§ 37. Absolute und relative sphärische Koordinaten 

a) Sonne, große Planeten und Monde 283 

b) Kleine Planeten (tabellarische Obersicht S. 292—329) 290 

c) Kometen (tabellarische Obersicht S. 330—337) 290 

d) Meteore 291 

e) Fixsterne — Kataloge, Karten und Globen 342 

Kürzere Beobachtungsreihen S. 342. — Kataloge und Bemerkungen 
dazu S. 347. — Sternkarten S. 353. 

f) Mehrfache Sterne, Sternhaufen und Nebel 357 

Doppelsterne — Katalogisierungsarbeiten S. 357, und Messungen 
einzelner Objekte S. 361. — Sternhaufen und Nebel S. 362. 

§ 38. Achsendrehung und Figur der Sonne, Planeten und Monde . . . 365 

§ 39. Finsternisse, Vorübergänge und Bedeckungen 369 

Sonnen- und Mondfinstemisse S. 369. — Jupitermonde S. 372. — 
Stembedeckungen S. 374. 

§ 40. Parallaxen im Sonnensystem 376 

§ 41. Parallaxen und Eigenbewegungen in der Fixstern weit 378 

Parallaxenbestimmungen S. 378. — Eigenbewegungen außerhalb 

S. 381, und in der Gesichtslinie S. 383. 

Dritter Teil: Astrophysik. 

8. Kapitel: Allgemeines — Theoretisches — Ins trumenteil es. 

§ 42. Lehrbücher und Schriften allgemeineren Inhalts 387 

§ 43. Theoretische Untersuchungen über astrophysikalische Vorgänge . . 388 

Strahlung der Sonne und gasformigen Himmelskörper S. 388. — 
Atmosphären der Planeten S. 397. — Natur der Kometenschweife 
S. 397. — Verschiedenes S. 399. 

§ 44. Theoretische Photometrie und Spektralanalyse 400 

Photometrie S. 400. — Spektralanalyse S. 401. 
§ 45. Photometrische, spektroskopische und sonstige Beobachtungs- 
methoden und Instrumente 407 

Photometrisches S. 407. — Spektroskopisches S. 410. — Photo- 
graphisches S. 414. — Verschiedenes S. 417. 

9. Kapitel: Die Sonne. 

§ 46. AUgemeines und Abbildungen der Sonnenoberfläche 422 

§ 47. Chromosphäre und Korona 426 

Spektroskopisches und Allgemeines S. 426. — Die totalen Sonnen- 
finsternisse S. 429. 



Inhaltsverzeichnis. IX 

Seite 
§ 48. Flecken, Fackeln und Protuberanzen 453 

Größere Beobachtunp^sreihen von Flecken und Protuberanzen 
S. 453, — Einzelne Flecken und Protuberanzen S. 459. — Ver- 
schiedenes S. 466. 

§ 49. Photometrische und spektroskopische Beobachtungen an der Sonne 476 

§ 50. Thermische, elektrische und sonstige Wahrnehmungen an der Sonne 481 

10. Kapitel: Planeten und Monde. 

§ 51. Merkur und Venus 484 

§ 52. Erde — Polarlicht — Zodiakallicht 487 

Höhe der Atmosphäre S. 487 — Szintillation S. 488. — Dämme- 
rungsfarben S. 489. — Polarlicht und Erdmagnetismus S. 490. — 
Zodiakallicht 8.493. 

§ 53. Der Erdmond 495 

Theoretisches S.495. — Physische Beobachtungen S.498. — Karto- 
graphische Arbeiten und Photographien S. 500. 

§ 54. Mars und seine Monde 503 

Allgemeines und Theoretisches 8.503. — Physische Beobachtungen 
S. 507. 

§ 55. Die kleinen Planeten 511 

§ 56. Japiter und seine Monde 514 

Allgemeines und Theoretisches S. 514. — Physische Beobachtungen 
S. 515. — Der Rote Fleck S. 518. — Jupitermonde S. 519. 

§ 57. Saturn nebst Ring- und Mondensystem 522 

§ 58. Uranus und Neptun nebst ihren Monden 523 

11. Kapitel: Kometen und Meteore. 

§ 59. Figur der Kometen 524 

§ 60. Photometrische, spektroskopische und sonstige Beobachtungen an 

Kometen 525 

§61. Einzelne Feuerkugeln, Meteore und Meteorite 527 

Beobachtungen einzelner Feuerkugeln S. 527. — Untersuchungen 
Ton Meteorsteinen 8. 534. 

12. Kapitel: Die Fixsteruwelt. 

§ 62. Photometrische Beobachtungen von ein- und mehrfachen Sternen. 

Helligkeitskataloge 536 

§ 63. Spektroskopische und sonstige physikalische Beobachtungen Ton 

ein- und mehrfachen Sternen. Katalogisierungsarbeiten . • . 537 
§ 64. Veränderliche und neue Sterne. Lichtwechsel, spektroskopisches 

Verhalten, Kataloge 539 

Beobachtungen S. 539. — Neue Veränderliche S. 553. — Novae 
(104. 1905) Aquilae (3. 1901) Persei und (12. 1903) Geminorum 
S. 566. — Spektroskopisches und Allgemeines S. 569. — Kataloge, 
Karten und Ephemeriden S. 570. 

§ 65. Abbildungen der Milchstraße, von Sternhaufen und Nebeln . . • 578 

§ 66. Photometrische, spektroskopische und sonstige Beobachtungen der 

Milchstraße, der Sternhaufen und Nebel 575 



X Inhaltsverzeichnis. 

Seite 

Vierter Teil: Geodäsie und Nantisclie Astronomie. 

§ 67. Geodätische Lehrbücher, Tafel werke und Schriften allgemeineren 

Inhalts 577 

Lehrbacher und Tafeln S. 577. — Berichte über größere geo- 
dätische Aufnahmen und Verschiedenes S. 579. 

§ 68. Figur der Erde 587 

§ 69. Geodätische Instrumente und ihr Gebrauch 589 

Apparate für geodätische Aufnahmen S. 589, für Dichte- und 
Schweremessungen S. 593, zum Auftragen und Zeichnen S. 594. 

^ 70. Niedere Geodäsie 595 

$71. Basismessungen und Hanpttriangiilationen 596 

§ 72. Koordinaten geodätischer Punkte 598 

^ 73. Nivellements 600 

§ 74. Schweremessungen 602 

§ 75. Nautische Astronomie 

a) Lehrbücher, Tafelwerke und Schriften allgemeineren Inhalts . . . 605 

b) Die Instrumente und ihr Gebrauch 609 

c) Nautik 614 

d) Gezeiten 621 

Anliang: Yerschiedenes 627 

Namen -Register 629 

Dmelcfeliler-Verzeichnis 647 



Vor Benutzung des Jahresberichts zu lesen. 

Der „Astronomische Jahresbericht '^ (AJB) soll einerseits eine wissen- 
schaftlich gehaltene Jahresabersicht über die literarischen Erscheinungen 
auf dem Gesamtgebiete der Astronomie geben, andrerseits als biblio- 
graphisches Hilfsmittel für die wissenschaftliche Forschung dienen. Der- 
selbe will die rein wissenschaftliche Fachliteratur, also im Gebiete der 
theoretischen und praktischen astronomischen und astrophysi kaiischen 
Arbeiten, mit möglichster Vollständigkeit geben; die Arbeiten aus dem 
Gebiete der höheren Geodäsie sind tunlichst weitgehend berücksichtigt, 
meteorologische und geophysische Veröffentlichungen dagegen ganz auBer 
acht gelassen. Da auf mathematischem und physikalischem Gebiete sehr 
vollständige Literaturübersichten bereits seit langen Jahren regelmäßig 
erscheinen, so sind im AJB nur alle diejenigen mathematischen und 
physikalischen Arbeiten berücksichtigt, die inhaltlich in irgend einem, 
wenn auch ganz nebensächlichen Punkte auf Astronomie oder Astrophysik 
ganz direkt Bezug nehmen; Arbeiten, welche dies nicht tun, sind aus- 
geschlossen worden, auch wenn sie in den sich aus ihnen ergebenden 
SclüuBfolgerungen für den Astronomen und Astrophysiker von Wert und 
daher vielleicht sogar in astronomischen Fachzeitschriften erschienen sind. 
Kritik oder gar Polemik ist aus den im AJB enthaltenen Referaten 
prinzipiell femgehalten selbst da, wo es sich um gänzlich verfehlte Arbeiten 
von Laien handelt. Durch eine vollkommen objektive Berichterstattung 
soll dem Leser die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst ein ungefähres 
Urteil über die referierten Arbeiten zu bilden. Zu wissenschaftlichem Ge- 
brauch muß der Leser freilich auf die Originalarbeiten selbst zurückgreifen. 
Jeder Band soll die Literatur enthalten, die in dem auf dem Titel 
angegebenen Kalenderjahr erschienen ist. Da nun aber viele Akademien, 
Gesellschaften und Redaktionen mit der Ausgabe ihrer Publikationen und 
Zeitschriften etwas im Rückstande sind, so gelangen einzelne Hefte der- 
selben nicht in dem auf dem fertigen Bande angegebenen Jahr, sondern erst 
im folgenden Jahre zur Ausgabe, und deren Inhalt ist dann natürlich auch 
erst im wirklichen Erscheinungsjahr im AJB referiert. In ähnlicher Weise 
gelangen die ihres großen Gewichtes wegen meist auf dem Buchhändler- 
wege versandten Publikationen einzelner Sternwarten oft erst sehr spät 
in die Hände der Adressaten und werden dann auch erst verspätet im 
AJB besprochen. Andrerseits haben einzelne Verleger die Gewohnheit, 
Bücher, die gegen Ende eines Jahres erscheinen, mit der Zahl des 
folgenden Jahres zu versehen, diese würden dann also im Gegensatz zu 
den vorher angegebenen Fällen zu früh in die Öffentlichkeit treten. Die 



XII Vor Benutzung des Jahresberichts zu lesen. 

Leser des AJB werden daher beim Aufsuchen von Arbeiten, die in der 
Nähe einer Jahreswende erschienen sind, sich zuweilen der Mühe unter- 
ziehen müssen, beide die betreffende Jahreswende einschlieBenden Bände 
einzusehen. 

Die Titel der referierten Arbeiten sind genau in der Schreibweise 
des Originals wiedergegeben. Wo sich bei Zeitschriften ein Unterschied 
zwischen dem Titel im Inhaltsverzeichnis und dem im Text fand, ist 
letzterer als der maßgebende angesehen. Nach dem Titel ist der Ort 
des Erscheinens angegeben, wobei Abkürzungen gebraucht sind, über die 
das nachstehende alphabetische Verzeichnis derselben eingehende Er- 
klärungen bringt. Nach dem Ort des Erscheinens sind eventuelle Über- 
setzungen der oder Auszüge aus der Originalarbeit angegeben, sowie 
unter dem Vordruck „Ref.:" die Stelleu in Zeitschriften augeführt, wo 
sich Referate über die fragliche Arbeit finden. 

Arbeiten, deren Inhalt kein vollkommen einheitlicher ist, sind in 
demjenigen Paragraphen (bzw. der Unterabteilung eines solchen) aufgeführt, 
dem der gröBte Teil des Inhalts entspricht; in den übrigen Paragraphen, 
auf welche sich der Rest des Inhalts bezieht, ist ein Hinweis auf die 
erfolgte Besprechung gegeben. Diese Hinweise sind immer zum Schluß 
der einzelnen Paragraphen bzw. deren Unterabteilungen in der Weise 
zusammengestellt, daß die Nummern derjenigen Referate, auf welche 
verwiesen werden soll, unter dem Vordruck: 

Siehe auch die Ref. No. . . . 

aufgeführt sind. Auf diese Verweise wird der Benutzer des AJB besonders 
dann sorgfältig zu achten haben, wenn es ihm um das Sammeln einer 
bestimmten Art von Beobachtungen zu tun ist. Auch im Text der 
einzelnen Referate ist es gelegentlich notwendig, auf ein anderes Referat 
desselben Bandes oder früherer Bände des AJB zu verweisen, dabei wird 
in ersterem Falle die Nummer des Referats, in letzterem Falle Band und 
Seitenzahl angegeben. 

Die Mitarbeiter unterzeichnen die von ihnen verfaßten Referate mit 
einer bestimmten Chiffre, deren Bedeutung im Verzeichnis der Mitarbeiter 
(siehe Seite XXXVIII) angegeben ist. Die nicht unterzeichneten Referate 
rühren im vorliegenden Bande noch von Herrn Wislicenius her. 



Alphabetisches Verzeichnis 

der för die Zeitschriften und Publikationen gebrauchten 

Abküraungen. 

Im Texte ist die Nummer des Bandes oder der Jahrgang in fetten ara- 
bischen Ziffern angegeben, eine vor dieselben in Klammem gesetzte arabische 
Ziffer bzw. ein „N. F." oder ,N. S." deutet die betreffende bzw. neue Folge oder 
Serie an. Nach der Seitenangabe in arabischen Ziffern folgt die Länge der 
Arbeit, nach Anzahl der Seiten durch ein angefügtes ^S." bezeichnet. Wo diese 
letztere Angabe bei einer kleinen Arbeit fehlt, ist dieselbe kürzer als eine Seite. 

(In dem nachfolgenden Verzeichnis bedeutet: J. = Jahres band , der mit 
dem Kalenderjahr zosammenfällt; Jb* = Jahresband, der unabhängig vom 
Kalenderjahr ist; B. = Band, M. = Monatsheft; H. = Heft unabhängig vom 
Kalender; W. = Wochennummer; N. = Nummer.) 

Acta Math.: Acta Mathematica. Zeitschrift, herausgegeben von G. Mittag- 
Leffler. Stockholm, F. <fe 6. Beijer: Berlin, Mayer & Müller; Paris, 
A. Hermann. 4^. 

Acta Unv. Lund.: Acta Universitatis Lundensis. Lunds Universitets 
Aarsskrift. (Jahresschrift, der Universität Lund). 4^. Zwanglose H., die 
in 2 Abteilungen zerfallen: I. Humanistische Materien, und II. Abhand- 
lungen der physiographischen Gesellschaft (Fys. Sali. Hand, identisch 
damit). Die H. werden zu J. zusammengefaßt. 

A.F. A. d. S.: Association fran^aise pour l'avancement des sciences 
fusionnee avec l'association scientifique de France (fondee par Le Verrier 

en 1864). Reconnues d^utilite publique. Gompte rendu dela nie 

Session. Premiere Partie. Documents officiels. Proces-verbaux. Seconde 
Partie: Notes et memoires. Paris, au secretariat de 1' Association 28, nie 
Serpente. 8^. Die Gesellschaft hält jedes Jahr eine Wanderversammlung 
ab, über welche die beiden Teile in je einem B. herausgegeben werden. 

A. H.: BanHCKH no FHAporpa^lH (Annalen der Hydrographie, heraus- 
gegeben vom hydrographischen Amte). St. Petersburg. 8o. (Russisch.) 

A. J.: The Astronom ical Journal. Founded by B. A. Gould. Published 

in Boston, by S. C. Chandler. Address, Cambridge, Mass. Associate 

Editors, Asaph Hall and Lewis Boss. Press of Thos. P. Nichols, Lynn, 

Mass. 4^. Ein B. hat 24 N., die unabhängig vom B. fortlaufend nume- 

. riert sind. (1905 = 24 No. 18 bis 24, 25 No. 1 bis 4 bzw. No. 570 bis 580.) 



XIV Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

AJB: Astronomischer Jahresbericht. Beim Hinweis auf ein Referat 
eines früheren Bandes wird Band und Seitenzahl, beim Hinweis dagegen 
auf ein im gleichen Bande stehendes Referat wird die Nummer desselben 
angegeben. 

Ak. Krt.: Akademiai Ertesitö. (Akademischer Anzeiger.) Herausgeg. und 
verlegt von der Ungar. Akad. d. Wissenschaften, Red. : Koloman von Szily. 
Budapest. Druckerei Franklin. 8<). Die am 15. jedes Monats erscheinenden 
H. bilden einen J. (Magyarisch.) 
Altpr. Monatsschr.: Altpreußische Monatsschrift neue Folge. Der 
neuen Preußischen Provinzial-Blätter fünfte Folge. Heraus- 
gegeben von Rudolf Reicke. Königsberg in Fr. Verlag von Thomas <fe Opper- 
raann (Ferd. Beyers Buchhandlung). 8^. 8 H.= 1 Jb. 
Allegh. Miscel.: Miscellaneous scientific papers of the Allegheny 
Observatory. — New Serie s. Frank Schlesinger, Director. 8^. Er- 
scheint unregelmäßig in zwanglosen H., die zum Teil Separatabdrücke 
aus Zeitschriften sind. 
Amer. J. of Math. : American Journal of Mathematics. Edited by Frank 
Morley with the Cooperation of Simon Newcomb. Baltimore, Johns Hopkins 
Press. 40. 4 N.= l Jb. 
Amer. Math. Soc. Trans.: Transactions of the American Mathematical 
Society. Edited by Eliakim Hastings Moore, Emest William Brown, 
Thomas Scott Fiske, Lancaster, Pa., and New York. The Macmillan 
Company, Agents for the Society, gr. 80. 4 N.= l J. (1905=6.) 
Amer. Proc: Proceedings of the American Academy of Arts and 
Sciences. Boston Mass.: John Wilson and Son. University Press. 8^. 
Erscheint unregelmäßig in einzelnen N. , von denen etwa 27 einen Jb. 
bilden. (Juni 1904— Juni 1905 = 40.) 
A. M. G.: BpeMeHHHK-b rjiaBHoft IIa:iaTbi M-fep-b h B'fecoB'b 
[Annalen des Hauptinstituts für Maß und Gewichte]. Herausgeg. vom 
Hauptinstitut für Maß und Gewichte. St. Petersburg. 8^. Zwanglose, 
unregelmäßig erscheinende H. (Russisch.) 
Am. Geog. Soc: Bulletin of the American Geographical Society. 
Issued monthly. Published by the Society No. 15 West 81st Street New 
York. 12M. = 1J. (1905 = 87.) 
Am. Inventor: The American Inventor. Devoted to the Latest Develop- 
ments of the Arts and Sciences and to the American Inventor. The 
American Inventor Publishing Co., 114—118 Liberty St., New York City. 
24 Halb-M. = 1 J. (1905 = 13) 
Am. J. of Science: The American Journal of Science. Editor: Edward 
S. Dana. New Haven, Connecticut, 80. 12 M. = 2 Halb-J. (1905 = (4) 1» 
und 20.) 
A. N.: Astronomische Nachrichten, begründet von H. C. Schumacher. 
Unter Mitwirkung des Vorstandes der Astronomischen Gesellschaft heraus- 
gegeben von Prof. Dr. H. Kreutz. Kiel , Druckerei von C. Schaidt. 4^. 
Ein B. hat 24 N., die unabhängig vom B. fortlaufend numeriert sind. 
(1905 = 167, 33 bis 170, 132 bzw. No. 3987 bis 4064.) 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XV 

Anal. Inst. Met. Rom.: Analele Institutulu meteorologic al Romaniei. 
Bukarest, Tipografia curjii regale. F. Gobi Fii. 40. (1905: Anul 1901, 
17, II. Teil.) 

Anal. S. Fernando: Anales del Instituto 7 Observatorio de Marina 
de San Fernando, publicados por orden de la Superioridad por el 
director Don Juan Yiniegra. San Fernando, imprenta espanola de Jose 
Garcia. gr. 8^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. 

Ann. d'Ath.: Annales de l'Observatoire national d'Athenes, publiees 
par Demetrius Eginitis, directeur de PObservatoire. Athenes, imprimerie 
royale Inglessi-Papageorgion. 4^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. 

Ann. de Bord.: Annales de l'Observatoire de Bordeaux publiees par 
G. Rayet, Directeur de l'Observatoire. Paris, Gauthier- Villars. Bordeaux, 
Feret et Fils. 4^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. Der Inhalt 
zerfallt je in zwei Teile, die gesondert paginiert und als „Memoires^ (Mem.) 
und ,tObsen'ations^ (Obs.) unterschieden sind. 

Ann. de Toulouse: Annales de l'Observatoire astronomique, magne- 
tique et meteorologique de Toulouse publiees par B. Baillaud, 
Directeur de l'Observatoire. Toulouse, E. Privat; Paris, Gauthier- Villars. 
4^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen Bänden. 

Ann. d. Hydrog.: Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteoro- 
logie. Zeitschrift für Seefahrts- und Meereskunde. Herausgeg. von der 
deutschen Seewarte in Hamburg. Berlin. Mittler u. Sohn. gr. 8^. 12 M. 
= 1 J. (1905=38.) 

Ann. di Mat.: Annali di Matematica pura ed applicata. Giä diretti da 
Francesco Brioschi. Milano, Tipografia Bernardoni di C. Rebeschini e. C. 
40. 4H. = 1B. (1905 = (3) 11.) 

Ann. F. S. M.: Annales de la Faculte des Sciences de Marseille. 
Paris, G. Massen. 4^. 

Ann. Hydr.: Annales Hydrographiques. Recueil de documents et memoires 
relatifs ä l'hydrographie et a la navigation, collationne par le Service des 
instructions nautiques. 2i*n»e serie, Paris, Imprimerie Nationale. Erscheint 
unregelmäßig, gewöhnlich alle Jahre ein B. (1905 = 26.) 

Ann. Paris Obs.: ) Annales de l'Observatoire de Paris, publiees sous 
a „ Mem.:) la direction de M. Maurice Loewy, Directeur de l'Obser- 
vatoire. Observations oder Memoires. Paris, Gauthier- Villars, 4^. 
Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. (1904 = Obs. 1901.) 

Ap. J.: The Astrophysical Journal. An International Review of Spectro- 
scopy and Astronomical Physics. Edited by George E. Haie and Edwin 
B. Frost Chicago. The University of Chicago Press. 80. 10 M. (Februar 
und August fallen aus) = 2 Halb-J. (1905 = 21 u. 22.) 

Arch. Neerl.: Archives Neerlandaises des sciences exactes et na- 
turelles, publiees par la Societe Hollandaise des sciences a Harlem 
et redigees par J. Bosscha. La Haye. Martinus Nijhoff. 80. Einzelne H., 
die zu B. vereinigt werden. 

Arch. sc. phys.: Archives des Sciences physiques et naturelles. 
(Partie scientifique de la Bibliotheque Universelle.) Geneve, Bureau des 



XVI Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

Archives, Rue de la Pelisserie, 18. 80. 12 M. = 2 B. (1905 = Quatrieme 
Periode, 19 u. 20.) 

Arch. Teyler: Archives du Musee Teyler. Hauriem les Heritiers Loosjes. 
gr. 80. Erscheint' in zwanglosen H., die zu B. vereinigt werden. 

Ark. Hat. Astr. Fys.: Arkiv för Matematik, Astronomi och Fysik 
utgifvet af K. Svenska Vetenskaps- Akademien. Stockholm P. A. Norstedt 
& Soner. 8^. Erscheint in zwanglosen H., die zu Jb. vereinigt werden. 

Astr. Abh.: Astronomische Abhandlungen als Ergänzungshefte zu den 
Astronomischen Nachrichten herausgegeben von Prof. Dr. H. Kreutz. KieU 
Druck von C. Schaidt. 4^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen Heften. 
(1905=»No. SbislO.) 

Astr. Lab. Gron.: Publications of the Astronomical Laboratory at 
Groningen. Edited by Prof. J. C. Eapteyn. Groningen. — Hoitsema 
Brothers. — A^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen H. 

Astr. Mitt: Astronomische Mitteilungen gegründet von Dr. Rudolf Wolf. 
Herausgeg. von A. Wolfer. 8^. Zwanglose fortlaufend numerierte H. als 
Separatabdrücke aus der »Zürich. Vjsch.**. (1905 = 96.) 

Astrof.: L'Astrofilo. Rivista Mensile Illustrata del Cielo. Fondata 
e diretta dal Cap. Isidoro Baroni — Milano, Via Nerino, 3. gr. 8^. Seit 
Mai 1900 bis Ende 1903 sind zwölf fortlaufend paginierte Hefte dieser Zeit- 
schrift erschienen, davon kein einziges im Jahre 1902 und zwei (Januar- 
März und April-September) im Jahre 1903. Alle zwölf Nummern zusammen 
umfassen 196 Seiten. Seitdem nichts weiter erschienen. 

Astr. Pap.: Astronomical Pap er s pr epared fortheUse ofthe American 
Ephemeris and Nautical Almanac published by Authority of the 
Congress. Washington, Bureau of Equipment, Navy Department. 40. 
Erscheint unregelmäßig in zwanglosen H. und B. 

Astr. Rund.: Astronomische Rundschau herausgeg. von der Manora-Stem- 
warte in Lussinpiccolo (Oesterreich) unter der verantwortlichen Redaktion 
von Leo Brenner. Lussinpiccolo. 8^. 10 H. = 1 J. (1905=7.) 

Ath.: The Athenaeum, Journal of English and Foreign Literature, Science, 
the Fine Arts, Music and the Drama. Published by John C. Francis at 
Bream's Buildings, Chancery Lane, London E. C. gr. 8^. 52 W.=2 Halb-J. 
Die W. sind unabhängig von den J. fortlaufend numeriert und diese Nummern 
sind im Text mit angegeben. Die in einem Jahre erscheinenden beiden 
Bände sind durch I und II hinter der Jahreszahl unterschieden. (1905 
= W. No. 4028—4079.) 

Atlant.: Atlantic Monthly; a Magazine of Literature, Science, Art 
and Politics. Boston; Houghton, Mifflin and Co. 8». 12 M. = 2 B. 
(1904=98 u. 94.) 

Atti Acc. Torino: Atti della R. Accademia delle Scienze di Torino 
pubblicati dagli Accademici Secretari delle due Classi. Torino, Carlo 
Clausen. 8°. Circa 15 H. = 1 B., der von November bis Juni reicht. 

Atti Pont. Acc. N. L.: Atti della Pontificia Accademia Romana dei 
Nuovi Lincei pubblicati conforme alla decisione accademia del 22 Di- 
cembre 1850 e compilati dal Segretario. Roma« Tipografia della pace di 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. xvil 

Filippo Cuggiani. gr. 80. In den Monaten Dezember bis Juni erscheint 
je ein H., die zu einem B. zusammengefaßt werden. 
Atti R. I. Veneto.: Atti del Reale Istituto Veneto di scienze, lettere 
ed arti. Venezia, tipografia Carlo Ferarri. 8o. Jeder B. umfaßt ein 
.«anno accademico^, das mit dem Kalenderjahre nicht zusammenfällt, und ist 
in eine kurze ^Parte prima" (I) und eine lange »Parte seconda" (II) 
zerlegt, die gesondert paginiert sind. Die erstere enthält nur geschäftliche 
Mitteilungen, die zweite die dem Institut eingereichten Arbeiten. (Anno 
accademico 1904—1905 = 04.) 

Atti Soc. sc. n.: Atti della Societa Italiana di scienze naturali e 
del Museo civico di storia naturale in Milano. Milano. Tipo- 
graphia Bernardoni di C. Rebeschini e. C. 8^. 4 H. = 1 B. 

B- A.: Bulletin Astronomique fonde en 1884 par E. Mouchez et F. 
Tisserand, publie par l'Observatoire de Paris. Commission de Redaction: 
H. Poincare, President; 6. Bigourdan; H. Deslandres; P. Puiseux; R. 
Radau. Paris, Gauthier- Villars, imprimeur-libraire. 8^. 12M. ==1J. 
(1905 = 22.) 

B. A. S.: H3B"feCTia HMnepaTopcKOÄ AKa^eMiH KayRt. (Bulletin 
de l'Academie Imperiale des Sciences de St-Petersbourg.) gr, 80, 10 N. 
= 2 B. in einem Jahre. (1905 = (5) 22 u. 28.) 

Bay. Comm. Intern. Erdm.: Veröffentlichungen der Königl. Bayerischen 
Commission für die Internationale Erdmessung. München, in 
Kommission des G. Franzschen Verlags (J. Roth). 4^. Erscheint unregel- 
mäßig iu zwanglosen H. 

B. B. S.: B'bcTHHK'b h BH6;iioTeKa CaMooöpaaoBaHin (Bote und 
Bibliothek zur Selbstausbildung). Herausgegeben von Brockhaus-Ephron. 
St. Petersburg. 4^. 52 W. = 1 J. (Russisch.) 

Beil. All. Zeitg.: Beilage zur Allgemeinen Zeitung. Verantwortlicher 
Herausgeber Dr. Oskar Bulle in München. Druck und Verlag der Gesell- 
schaft mit beschränkter Haftung ., Verlag der Allgemeinen Zeitung*" in 
München, gr. 8^. Erscheint täglich. 

Belg. Ann. Astr.: Annales astronomiques de l'Observatoire royal de 
Belgique. Bruxelles, Hayez, imprimeur de l'Observatoire royale de Bel- 
gique. 4^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. (1905 ea N. S. 10.) 

Belg. Bull.: Bulletin de l'Academie royale de Belgique (Classe des 
sciences). Bruxelles, Imprimerie Hayez. 8^. In H. erscheinende J. 
ohne Band-Numerierung. 

Berl. Ber.: Sitzungsberichte der Kgl. preußischen Akademie der 
Wissenschaften zu Berlin. Berlin, Verlag der Kgl. Akad. d. Wiss. 
In Kommission bei Georg Reimer, gr. 8^. Fortlaufend numerierte Hefte 
bilden einen J. ohne Band -Numerierung. 

Ber. Deutsche Phys. Ges.: Berichte der Deutschen Physikalischen 

Gesellschaft enthaltend Verhandlungen der Deutschen Physikalischen 

Gesellschaft herausgegeben von Karl Scheel und Halbmonatliches 

Literaturverzeichnis — redigiert von Karl Scheel für reine 

AetroDom. Jftbresberfcbt 1905. b 



XVIII Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

Physik, Richard Assmann für kosmische Physik. Im Jahr 24 Nrn. 
Braunschweig, Friedr. Yieweg und Sohn. (1905 = 8.) 

Berl. Erg.: Beobachtungs-Ergebnisse der Kgl. Sternwarte zu Berlin. 
Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung, Berlin, fol. Zwanglose, fortlaufend 
numerierte H. 

Bibl. math.: Bibliotheca Mathematica. Zeitschrift für Geschichte der 
Mathematischen Wissenschaften. Herausgegeben von Gustav Eneström in 
Stockholm. III. Folge. 80. 3—4 zwanglose H. bilden einen J. (1905 = (3) 6.) 

Bibl. Warsz.: Biblioteka Warszawska (Warschauer Bibliothek). W^arschau. 
8^. In jedem Jahre erscheinen mehrere Bände, die immer von neuem 
numeriert sind; deren Nummern sind in romischen ZiiTern hinter dem 
Jahrgang angegeben. (Polnisch.) 

Bid. Känned.: Bidrag tili Kännedom af Finlands Natur och Folk. 
Ütgifna af Finska Vetenskaps-Societeten. Helsingfors. 8^. Durchschnittlich 
erscheint alle Jahre 1 B. 

Bol. Mens.: Boletim Mensal do Observatorio do Rio de Janeiro. 
Ministerio da Industria, Via^aö e Obras Publicas. Rio de Janeiro im- 
prensa national. 8<>. In M. erscheinende J. ohne Band-Numerierung. 

Bonn. Ver.: Veröffentlichungen der Königlichen Sternwarte zu 
Bonn. Herausgegeben vom Direktor Friedrich Küstner. Bonn, Friedrich 
Cohen, 4^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen N. 

Brera Pubbl.: Pubblicazioni del Reale Osservatorio di Brera in 
Milano. 4^. Unregelmäßig erscheinende zwanglose H. 

Bresl.Mitt.: Mitteilungen der Königlichen Universitäts-Stern warte zu 
Breslau herausgegeben von dem Direktor der Sternwarte Julius H. G. Franz. 
Breslau, Maruschke & Berendt. fol. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. 

B. S. A. F.: Bulletin de la Societe astronomique de France et revue 
roensuelle d'astronomie, de meteorologie et de physique du globe paraissant 
le l^r de chaque mois. Paris au siege de la societe, hotel des societes 
savantes, rue Serpente 28. Red.: G. Flammarion, avenue de TObservatoire 
40, Paris. 80. 12 M. = l J. (1905 = 19.) 

B. S. B. A.: Bulletin de la Societe Beige d'Astronomie. Comptes 
rendus des seances mensuelles de la societe et revue des sciences d'obser- 
vation astronomie, meteorologie, geodesie et physique du globe. Bruxelles: 
Societe beige d'Astronomie. 80. I2M.= 1J. (1905 = 10.) 

Canad. Proc. Trans.: Proceedings and Transactions of the Royal 
Society of Canada (Memoires et Comptes Rendiis de la Societe Royale 
du Canada). For sale by James Hope <& Son, Ottawa; the Copp-Clark Co. 
(Limited), Toronto. 8^. Erscheint in Jb., in denen die Proceediogs voran- 
stehen; die Seiten derselben sind mit römischen, die der Transactions mit 
arabischen Ziffern bezeichnet, letztere sind außerdem für jede der vier 
Sektionen der Gesellschaft besonders paginiert 

Cameg. Y. B.: Carnegie Institution of Washington, Year Book., 
No . . . 190 . . Published by the lustitution. Washington, D. C. 8o. 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XIX 

Cas: öasopis pro pestoväni mathematiky a fysiky. (Zeitachrift für 
Mathematik und Physik.) Herausgeg. vom Verein böhmischer Mathematiker. 
Red. : Prof. A. Panek. Prag. 160. 6H. = 1 J. (1905 = 86.) (Böhmisch). 

Cassell: Gassell's Magazine. London, George Newnes, 8^. 

Cent: The Century Illustrated Monthly Magazine. New York: The 
Century Company. 8^. 12 M. = 2IB. 

XIX Cent.: The Nineteenth Century and After. A monthly review. 
Edited by James Knowles. London, Sampson, Low, Marston and Co. 8<^i 
12 M. = 2 B. (1905 = 67 u. 68.) 

Cent. Opt Mech.: Central-Zeitung für Optik und Mechanik, Elektro- 
technik und verwandte Berufszweige. Erstes, reich illustriertesi 
fEUshwissenschaftliches Organ unter Mitwirkung bedeutender Fachgelehrter 
herausgegeben und redigiert von Dr. Oscar Schneider. Berlin, Druck von 
Rosenthal & Co. gr. 80. 24 No. = IJ. (1905 = 26.) 

Centr. Intern. Erdm. : Centralbureau der Internationalen Erdmessung, 
neue Folge der Veröffentlichungen. Berlin, Verlag von Georg 
Reimer. 4^. Erscheint unregelmäßig in fortlaufend numerierten H. 
(1905 = N. F. No. 11.) 

Ciel et Terre: Ciel et Terre. Revue populaire d'Astronomie, de Meteorologie 
et de Physique du Globe. Bruxelles, P. Weissenbruch, imprimeur du roi, 
nie du Poincon 45. 80. 24 halbmonatliche H. = l Jb. (1905 = 26 
No. 21—24 und 20 No. 1—20.) 

Cmcin. Publ.: Publications of the Cincinnati Observatory. Cincinnati. 
Published by Authority of the Board of Directors of the University. 4^. 
Zwanglose, fortlaufend numerierte H. 

Col. Cont: Contributions from the Observatory of Columbia Uni- 
versity, New York. John K. Rees, Director. 8o. Zwanglose, fortlaufend 
numerierte H. Die Arbeiten sind meist Sonderabdrücke aus den „N.YorkAnn.'' 

Contrib. Päd.: Contributi dell' Osservatorio astronomico della R. 
Univers ita di Padova. Diese Mitteilungen erscheinen als „Annessi^ 
zu den Atti R. I. Veneto (siehe diese). 8<>. 

Cosmopol.: TheCosmopolitan. An Illustrated Monthly Magazine. Editor: 
John Brisbane Walker. Irvington-on-Hudson , N. Y. 8^. 12 M.==l Jb. 

Cosmos: Cosmos, Revue des sciences et de leurs applications. Fonde 
en 1852. R^daction <& Administration 5, nie Bayard, Paris. 8<>. 52 W. 
= 2 Halb-J. Die W. sind unabh&ngig vom B. fortlaufend numeriert (1904 
= Nouvelle Serie 62 u. 68.) 

0. R.: Comptes rendus hebdomadaires des s^ances de TAcademie 
des sciences publi^s par MM. les secretaires perp^tuels. Paris, Gauthier- 
Vülars. 40. 52 W. = 2 Halb-J. (1905 = 140 u. 141.) 
Orelle's J.: Journal für reine und angewandte Mathematik gegründet 
von A. L. Grelle 1826. Herausgeg. von K. Hensel. Berlin, Georg Reimer. 
40. 4 H. = 1 B. (1905 -= 128, 129, 180.) 
Cur. Lit: Current Literature, a magazine of contemporary record. 
New York, The Cur. Lit. Publishing Comp. 8o. 52 W, = 2 Halb-J. 
(1905 = 88 u. 89.) 

b* 



XX Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

Darbonx Bull.: Bulletin des sciences mathematiques redige par M. H. 
G. Darboux, E. Picard et J. Tannery. Paris, Gauthier- Villars. 80. 12 M. 
= 1J. (1905 = 29.) 

Deutsche Math. Ver.: Jahresbericht der Deutschen Mathematiker- 
Vereinigung in Monatsheften herausgegeben von A. Gutzmer in Jena, 
Leipzig. Druck und Verlag von B. G. Teubner. 80. 12 M. = 1 J. (1905 
= 14.) 

Deutsche Revue: Deutsche Revue über das gesammte nationale Leben 
der Gegenwart Herausgeg. von Richard Fleischer. Deutsche Verlags- 
anstalt, Stuttgart und Leipzig. 8o. 12 M. = 4 B.= l Jahrgang. (1905 
= 90. Jahrgang.) 

De Zee: De Zee. Tijdschrift gewijd aan de belangen der Nederlandsche 
stoom- en zeilvaart onder redactie van A. £. Arkenbout Schokker en L. 
Roosenburg (Das Meer. Zeitschrift für die Niederländische Schiffahrt, 
unter Redaktion von A. £. Arkenbout Schokker und L. Roosenburg), 
Rotterdam, 8ö. 12 M.= l J. (1905 = 27.) (Hollindisch.) 

D. (i. G.: 3anHCKH HMnepaTopcKaro Feorpa^HHecKaro oö- 
mecTBa. (Denkschriften der Kaiserlichen Geographischen Gesellschaft.) 
St. Petersburg. 8o. (Russisch.) 

D. Mech. Z.: Deutsche Mechaniker-Zeitung. Beiblatt zur Zeitschrift für 
Instrumentenkunde und Organ für die gesamte Glasinstrumenten-Industrie. 
Vereinsblatt der Deutschen Gesellschaft für Mechanik und Optik. Herausgeg. 
vom Vorstande der Gesellschaft Red.: A. Blaschke. Verlag von J. Springer, 
Berlin N. gr. S^, 24 halbmonatliche H. = 1 J. ohne besondere Nummer. 

Dublin Proc: The Scientific Proceedings of the Royal Dublin Society. 

Dublin: published by the Royal Dublin Society. Williams and Norgate, 

London, Edinburgh, Oxford. 8^. Zwanglose H., die zu B. vereinigt werden. 
Dublin Trans.: The Scientific Transactions of the Royal Dublin 

Society- Dublin: published by the Royal Dublin Society. Williams 

and Norgate, London, Edinburgh, Oxford. 4^. Zwanglose H., die zu B. 

vereinigt werden. 
Duns. Obs.: Astronomical Observations and Researches made at 

Dunsink, the Observatory of Trinity College, Dublin. Printed 

by Order of the Board of Trinity College, Dublin. Dublin: Hogdes, Figgis, 

and Co. Ltd. 4^. Unregelmäßig erscheinende, zwanglose B. 
Edinb. Ann.: Annais of the Royal Observatory, Edinburgh. Edited 

by Ralph Copeland. Published by Authority of His Majesty's Government. 

Glasgow: Printed by James Hedderwick & Sons; and sold by Oliver & Boyd. 

4<>. Erscheint unregelm&ßig in zwanglosen Bänden. 
Edinb. R. S. Proc: Proceedings of the Royal Society of Edinburgh. 

Edinburgh: Printed by Neill and Comp. Ltd. 8^. Erscheint in B., die 

immer mehrere Sessionen zusammenfassen. 
Edin. Rev.: The Edinburgh Review or Critical Journal. Longmans, 

Green, and Co., London and Bombay. Leonard Scott Publication Company, 

New York. 8<>. Erscheint in Vierteljahrsheften, von denen meist zwei einen 

B. bilden. (1905 = 201 u. 202.) 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXI 

E. M.: English Mecbanic and World of Science. With which are incor> 
porated ^he Mecbanic", "Scientific Opinion" and "The British & Foreign 
Mechanic". Illustrated with numerous practical engravings. Published 
for the Strand Newspaper Co., Limited, by £. J. Kibblewbite , Managing 
Director, at the Office: GlemenVs House, Strand, London W. C. fol. 26 W 
= 1 B., die W. sind unabhängig Ton den B&nden numeriert (1905=80, 
2076—82, 2126.) 
Engin.: Engineering: An Illustrated Weekly Journal. Edited by 
W. H. Maw and J. Dredge. London : Offices for Advertisements and Publi- 
cation— 35 & 36 Bedford Street, Strand, W. C. fol. 52 W. = 2 Halb-J. 
(1905 = 79 und 80.) 

Encykl. d. math. Wiss. BsEncyklopädie der mathematischen Wissen- 
schaften mit Einschluß ihrer Anwendungen herausgegeben im Auftrag 
der Akademien der Wissenschaften zu Oöttingen, München, Leipzig, Wien 
sowie unter Mitwirkung zahlreicher Fachgenossen. Leipzig, B. G. Teubner. 
In 7 Bänden 8°. 

Füld. Köz.: Foldrajzi E5zlemenyek'(6eographische Mitteilungen, mit einem 
in deutscher oder franzosischer Sprache beigefügten kurzen Auszug). 
Herausgegeben von der ungarischen geographischen Gesellschaft. Redakteur: 
Dr. Eugen von Cholnoky. Budapest S^, 10 H. = 1 J. 

Fortnightiy Rev.: The Fortnightly Review edited by W. L. Courtney. 
London: Chapman and Hall, Ltd., New York: Leonard Scott Publicatiou 
Company. 8o. 12 M. = 2 J. (1905 = N. S. 77 und 78.) 

Fys. SälL Hand. : Kongl. Fysiografiska Sällskapets Handlingar. Lund, 
E. Malmstrom's Buchdruckerei. 4^. 

Fys. Tidskr.: FysiskTidsskrift. (Physische Zeitschrift.) Herausgegeben von 
der „Selskabet for Naturlaerens Udbredelse* (die Gesellschaft zur Ver- 
breitung der Naturlehre) unter Red. von mag. scient Kirstine Meyer geb. 
Bjerrum. Kopenhagen, in Hauptkommission der Buchhandlung Jul.Gjellerup. 
gr. 80. 6 H « 1 Jb. 

Gaea: Gaea, Natur und Leben. Gentralorgan zur Verbreitung natur- 
wissenschaftlicher und geographischer Kenntnisse sowie der Fortschritte 
auf dem Gebiete der gesammten Naturwissenschaften. Unter Mitwirkung 
hervorragender Fachmänner herausgegeben von Prof. Dr. Hermann J. Klein. 
Verlag von Eduard Heinrich Mayer in Leipzig. 80. 12M.=1J. (1905=41.) 

Gent Mag. :TheGentleman 's Magazine. Edited by Syl vanus Urban, Gentle- 
man. London, Chatto and Windus. 80. 12M. = 2Halb-J. (1904= 296 u. 297.) 

^les. D. Nat: Verhandlungen der Gesellschaft Deutscher Natur- 
forscher und Aerzte. Leipzig, Verlag von F. C. W. Vogel. 8^. Diese 
Verhandlungen werden in mehreren Abteilungen herausgegeben; der erste 
Teil umfaßt die allgemeinen Sitzungen und die Gesamtsitzungen beider 
Hauptgruppen. Der zweite Teil ^umfaßt in der I. Hälfte die naturwissen- 
schaftlichen, in der IL die medizinischen Abteilungen. Jeder Teil bezw. 
jede Hälfte eines solchen ist gesondert paginiert. 

0.0,0.: SaiiHCKH 3anajiHo-GH6HpcKaro OxÄ'fejia HMnepaTop- 
CKaro PyccKaro reorpa(J)HHecKaro OömecTBa. (Memoiren 



i 



XXII Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

der westsibirischen Abteilung der Kaiserlich-Russischen Geographischen 
Gesellschaft) Omsk. 80. (Russisch.) 

GJb.: Geographisches Jahrbuch. Begründet 1866 durch G. Behm. Her- 
ausgeg. von Hermann Wagner. Gotha, Justus Perthes. S^, 2 Halb-B. = 1 J. 
(1905 = 28.) 

Globus: Globus. Illustrierte Zeitschrift für L&nder- und Völker- 
kunde. Vereinigt mit den Zeltschriften „Das Ausland^ und „Aus allen Welt- 
teilen^. Herausgegeben von H. Singer unter besonderer Mitwirkung von 
Prof. Dr. Richard Andree. Verlag von Friedrich Vieweg <fe Sohn. Braun- 
schweig, gr. 80. 24 N. = 2 Halb-J. (1905 = 87 und 88.) 

Good Hope Ann.; Annais of the Royal Observatory, Cape of Good 
Hope. Published by Order of the Lords Commissioners of the Admira- 
lity, in Obedience to Her Majesty's Command. Edinburgh: Printed for 
His Majesty's Stationary Office by Neill & Co., Itd., Old Fishmarket Close. 
Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. von verschiedenem Format. 

Goodsell Publ.: Publications of Goodsell Observatory of Carleton 
College. Northfield, Minn., Goodsell Observatory. kl. 4^. Erscheint un- 
regelmäßig in zwanglosen Heften. 

Gott. Astron. Mitt.: Astronomische Mittheilungen der Königlichen 
Sternwarte zu Göttingen. Herausgegeben von K. Schwarzschild, 
Direktor der Sternwarte. Göttingen, Druck der Dietrich'schen Univ.-Buch- 
druckerei. kl. 4^. Dieselben sind meist Sonderabdrücke aus den Gott. 
Abhand. (siehe diese). Erscheint unregelmäßig in zwanglosen H. (1905 = 7, 
9, 10.) 

Gott. Nachr. Geschft. Mitt.: \^ Nachrichten von der Kgl. Gesellschaft 

(rött. Nachr. Math. phys. KL: f der Wissenschaften zu Göttingen. 
Göttingen, Kommissionsverlag der Dietrich'schen Universitätsbucbhandlung 
Lüder Horstmann. 8^. 1 . Geschäftliche Mitteilungen, 2. Mathematisch-physi- 
kalische Klasse. 

Gph.: SeMJieB'feji'feHie (Geophysik, herausgegeben unter Red. von D. N. 
Anutschin von der Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften). 
Moskau. 80. 4 H. = l B. (Russisch.) 

Greenw. Obs.: Astronomical and Magnetical and Meteorological Ob- 
servations made at the Royal Observatory Greenwich, in the 
year . . . Erscheint in starken B. in 40. (1905« 1902.) 

Grunerts Arch.: Archiv der Mathematik und Physik mit besonderer 
Rücksicht auf die Bedürfnisse der Lehrer an höheren Unterrichtsanstalten, 
Gegründet von J. A. Grunert Dritte Reihe. Herausgegeben von E. Lampe, 
W. Franz Meyer, E. Jahnke. Leipzig und Berlin. B. G. Teubner. 8<>. 
4 H. = l B. (1905 = (3) 9.); 

Hamb. Jahrb.: Jahrbuch der Hamburgischen Wissenschaftlichen An- 
stalten. Hamburg. Kommissions-Verlag von Lucas Gräfe <& Sillem. 8^. 
Erscheint in J. mit Beiheften. (1905 = 22.) 

Hamb. Mitt.: Mittheilungen der Hamburger Sternwarte. Hamburg. 
Kommissionsverlag von Lucas Gräfe <& Sillem. 8^. Erscheint unregelmäßig 
in zwanglosen H., als Beihefte des Hamb. Jahrb. 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXIII 

Hansa: Hansa, Deutsche Nautische Zeitschrift. Hamburg, Eckard u. 

Messtorff. 40. 52 W. = 1 J. (1905 = 42.) 
Harper: Harper's Monthly Magazine. Illustrated. New York: Franklin 

Square. 8o. 12 M. = 2 B. 
Harv. Ann.: Annais of Harvard College Observatory. Cambridge, 

U. S. A. 4<^. Unregelmäßig erscheinende, zwanglose H. u. B. (1905 

= 56 II— IX, 58 1.) 

Harv. Circ: Harvard College Observatory Circular. 4^. Unregelmäßig 
erscheinende, zwanglose N. (1905 = No. Ö2 — 106.) 

Heidlb. Astrophys. Publ.: Publikationen des Astrophysikalischen 
Instituts Königstuhl — Heidelberg (Astrophysikalische Abteilung 
der Großh. Badischen Sternwarte). Herausgegeben von Dr. Max Wolf 
Karlsruhe. Druck und Verlag der G. Braun'schen Hof buchdruckerei. 4^. 
Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. (1905 = 2 No. 2—8.) 

Heidlb. Mitt.r Mitteilungen der Großh. Sternwarte zu Heidelberg 
(Astrometrisches Institut). Herausgegeben von W. Valentiner. Karlsruhe. 
In Kommission der G. Braun'schen Hofbuch druckerei. 8^. Erscheint un- 
regelmäßig in zwanglosen fortlaufend numerierten H. (1905 = No. V, VI.) 

Heidlb. Veroff. Stemw.: Veröffentlichungen der Großherzoglichen 
Sternwarte zu Heidelberg (Astrometrisches Institut). Heraus- 
gegeben von W. Valentiner. Karlsruhe. In Kommission der G. Braun'schen 
Hofbnchdruckerei. 4^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. 

Hoch. Nach.: Ho,chschul-Nachrichten. Herausgeg. von Dr. Paul von 
Salvisberg. Akademischer Verlag München, gr. 8^. 1 1 M. (September fällt 
aus) = 1 Jb. (1904 -= 14 No. 4—11, 15 No. 1—3.) 

H. u. E.: HimmelundErde. Illustrierte naturwissenschaftliche Monatsschrift. 
Herausgeg. von der Gesellschaft Urania zu Berlin. Red.: Dr. P. Schwahn, 
Berlin, Verlag von Hermann Paetel. gr. 80. 12 M. = 1 Jb. (1905 = 17 
H. 4—12 u. 18 H. 1—3.) 

id.: Az Jdöjaras (Das Wetter) vormals Athmosphaera (so in den früheren 
Jahrgängen des A.J.B). Meteorologische Monatsschrift. Redakteur Andreas 
Hejas im astronomischen Teile Referent. Budapest, Pesti Könyonyomda. 
8<>. 12 M. » 1 J. (Magyarisch.) 

Ind.: The Independent. A Weekly Magazine. Illustrated. New York. 8^. 
52 W. = l J. (1905 = 57.) 

log.: De Ingenieur. Orgaan van bet Koninglijk Instituut van Ingenieurs 
en der Vereeniging van burgerlijke Ingenieurs (Der Ingenieur. Organ des 
Königlichen Ingenieur-Instituts und des Vereins von Zivilingenieuren), 
's Gravenhage, F. J. Bolinfante. 40. 52 W. = 1 J. 

J. B. A. A.: The Journal of the British Astronomical AssociaCtion. 
Edited by F. W. Levander, F. R. A. S. London: Printed and Published for 
the Association, by Eyre and Spottiswoode. 8^. 10 H. = 1 Jb. (1905 = 15 
No. 3—9 u. 16 No. 1 u. 2.) 

J. de Math.: Journal de Mathematiques pures et appliquees. Cin- 
quieme Serie pabliee par Gamille Jordan. Paris, Gauthier- Villars. 4^. 
4 H. = l Jb. 



XXIV Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

J. d. Savants: Journal des Savants. Paris, Imprimerie nationale. Librairie 
Hachette et Cie., Boulevard Saint-Germain, 79. gr. 80. 12 M. = 1 J. (1905 
= N. S. 8.) 

Joum. de phys. Journal de Physique theorique et appliquee, fonde 
par J. Ch. D'Almeida public par E. Bouty, A. Comu, G. Lippmann, E. Mas- 
cart, A. Potier et B. Brunhes. Paris, Au bureau du Journal de Physique, 
11, Rue Rataud, 11. 8o. 12 M. = l J., (1905 = (4) 4.) 

Joum. Ecol. Pol.: Journal de l'Ecole polytechnique publie par le Conseii 
d'Instruction de cet etablissement Paris, Gauthier- Villars. 4^. 

Kasan Mitt.: Astronomische Mitteilungen von der Kaiserlichen 
Üniversit&ts-Sternwarte zu Kasan. TpyaM AcTpoHOMHMeCKoii 
OöcepBaToplH HMnepaTopcKaro KaaaHCKaro ynKBepcuTexa. 4o. 
Erscheint in russischer, deutscher oder französischer Sprache unregelmäßig 
in zwanglosen, fortlaufend numerierten Heften. 

Kiel. Publ.: Publicationen der Sternwarte in Kiel. Herausgeg. von Paul 
Harzer, Director der Sternwarte. Leipzig, Druck von Breitkopf u. Härtel. 
4^. Unregelmäßig erscheinende, zwanglose H. 

Know.: Knowledge & Illustrated Scientific News. Conducted by 
Major B. Baden-Powell and E. S. Grew M. A. London: Knowledge Office, 27, 
Chancery Lane, W. C. gr. 8o. Unter diesem Titel erscheinen die 1903 
begründeten „Ilustrated Scientific News" in Verschmelzung mit der »Know- 
ledge« seit dem 1. Februar 1904. 12M.«1J. (1905 = N.S. 2,No. 1— 13.) 

Königsb. Beob.: Astronomische Beobachtungen auf der KönigL Uni- 
versitäts-Sternwarte zu Königsberg i. Pr., herausgeg. von Dr. 
Hermann Struve, Prof. der Astronomie und Direktor der Sternwarte. 
Königsberg in Pr., Buchdruckerei von R. Leupold, 4^. Unregelmäßig er- 
scheinende, zwanglose H. (^Abteilungen"). 

Königsb. Ges.: Schriften der physikalisch-ökonomischen Gesell- 
schaft zu Königsberg i. Pr. Königsberg i. Pr., in Kommission bei 
Wilh. Koch. 4<). Erscheint in Jahresbänden, deren Inhalt in zwei gesondert 
paginierte Abteilungen: „Abhandlungen" und ^Sitzungsberichte" zerföllt. 
Die Seitenzahlen der letzteren sind in eckige Klammem gesetzt []. 

Konk. Obs.: A m. kir. Konkoly-alapitvanyü astrophysikai Obser- 
vatorium kisebb kiadvanyai. Kleinere Veröffentlichungen des 
0-Gyallaer astrophysikalischen Observatoriums Stiftung 
Konkoly. Budapest. 8^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen H. 
gleichzeitig in ungarischer und deutscher Sprache. 

Kop.: „Kosmos." Czasopismo polskiego towarzystwa przyrodniköw 
im. Kopernika („Kosmos", Zeitschrift des Vereins polnischer Natur- 
forscher unter dem Namen Kopernikus). Red.: Prof. Radziszewski, Lemberg. 
Verlag des Vereins. 8o. 12 M. = 1 J. (Polnisch.) 

Krak. Bul.: Bulletin international de TAcademie des Sciences de 
Gracovie. Red.: Der jeweilige Generalsekretär der Akademie. Krakau, 
Universitätsdruckerei. 8^. 12 M. 

Kringsjaa: Kringsjaa (Umschau). Verlag von Olaf Norli, Kristiania. 8^. 24 
halbmonatliche H. = 2 Halb-J. (Norwegisch.) 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXV 

Kuffner Publ.: Publicationen der v. Euffner'schen Sternwarte in 
Wien. Herausgegeben von Dr. Leo de Ball, Direktor der Sternwarte. 
Wien, k. u. k. Hof buchhandln ng Wilhelm Frick. 4^.^ Erscheint unregel- 
mäßig in zwanglosen H. u. B. 

IL U. N.: yHHBepCHTexcKlH HaB-feCTia (Uni versit&ts- Nachrichten, 
heraufigeg. von der Universität Kiew). 8^. 12 N. = 1 Jb. (Russisch.) 

Laws Bull.: Laws Observatory, University of Missouri, Bulletin. 
4^, Erscheint unregelmäßig in zwanglosen N. (1904=sNo. 4 — 7.) 

Leipz. Abb.: Abhandlungen der mathematisch-physischen Classe 
der König]. Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zu 
Leipzig. Leipzig, B. G. Teubner. gr. 8^. Zwanglose H., die zu B. 
vereinigt werden. 

Leipz. Ber. m. p. G.: ) Berichte über die Verhandlungen der Kgl. 

Leipz. Ber. p. h. G.: / Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften 
zu Leipzig. 1. Mathematisch-physische Glasse, "2. Philologisch-historische 
Classe. Leipzig, B. G. Teubner. 8^. Zwanglose H., die zu Jb. vereinigt werden. 

Lick Bull.: Lick Observatory, University of California, Bulletin. 
4^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen N. (1905 «»No. 66 — 89.) 

Lick PubL: Publications of the Lick Observatory of the University 
of California. Printed by Authority of the Regents of the University. 
Sacramento : A. J. Johnston, Superintendent State Printing. 4^. Erscheint 
unregelmäßig in zwanglosen B. 

Liter. Zent: Literarisches Zentralblatt für Deutschland. Begründet 
von Friedrich Zamcke. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur 
Prof. Dr. Ed. Zamcke. Mit der halbmonatiichen Beilage ^Die schone 
Literatur**. Verlegt von Eduard Avenarius in Leipzig, Lindeustraße 18. 
gr. 80. 52 W. = 1 J. (1905 = 66.) 

Liv. Age: The Living Age: A weekly magazine of contemporary 
literature and thought Boston, Liv. Age Publishing Comp. 8^. 
52 W. = 4 B. 

L. McCormick Publ.: Publications of the Leander McCormick Obser- 
vatory of the University of Virginia. Ormond Stone, Director. 
Charlottesville University Press. 8^. Erscheint unregelmäßig in zwang- 
losen H. und B. 

Lomb. Ist. Rend.: Reale Istituto Lombardo di scienze e lottere. 
Rendiconti. Milano. 8^. J. 

Lond. R. S. Proc: Proceedings of the Royal Society. London: Harrison 
and Sons, St Martinas Lane. . 8^. Die H. sind unabhängig von den B. 
fortlaufend numeriert Seit Februar 1905 erscheinen diese Proc. in zwei 
Serien, nämlich Series A: Mathematical and physical sciences, und Series B : 
Biological Sciences, die gleiche Band- und fortlaufende Heftnummern haben. 
Das Format ist etwas größer als früher, aber immer noch S^. (1905: 75 A 
und 76 A.) 

Lotos: Sitzungsberichte des Deutschen naturwissenschaftlich- 
medicinischen Vereines für Böhmen »Lotos**. Selbstverlag des 
Vereins „Lotos**. Druck von Heinr. Mercy Sohn in Prag. 8^. 



XXVI Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

Lowell Bull.: Low eil Observatory Bulletin. 4^. Erscheint unregelmäßig 
in losen Blättern oder dünnen Heften. (1905 = No. 14 — 24.) 

Lowell Obs.: Annais of the Lowell Observatory. Percival Lowell. 
Director of the Observatory. Cambridge, the University Press. 4^. Er- 
scheint unregelmäßig in zwanglosen Bänden. 

Lunds Medd.: Meddelanden frän Lunds AstronomiskaObservatorium 
Lund, Buchdruckerei Hakan Ohlsson, oder Stockholm, F. A. Norstedt & Söner, 
S^. Zwanglose, unregelmäßig erscheinende H., die meist Sonderabdrucke 
aus i,Ark. Mat. Astr. Fys.^ sind. — Serie IL Lund, E. Malmstroms Buch- 
druckerei. A^, Zwanglose unregelmäßig erscheinende Hefte, die Sonder- 
abdrücke aus »Fys. Seil. Hand.** und „Acta Unv. Lund." sind. 

Marinebl.: Marineblad. Bijblad op de verslagen der Marinevereeniging. 
(Marineblatt. Beiblätter zu den Berichten des Marinevereins.) Helder, 
C. de Boer. 80. 8 H.= l Jb. (Holländisch.) (1905/06 = 20.) 

Mar. Rund.: Marine-Rundschau. Berlin. Verlag von £. S. Mittler und 
Sohn. 80. 12M. = 1J. (1905 = 16.) 

M. A. S.: 3anHCKH AKa;ieMiH HayK-b (Denkschriften der KaiserL Aka- 
demie der Wissenschaften. Mathematisch-Physikalische Klasse) St Peters- 
burg. 40. Unregelmäßig erscheinende, zwanglose H. 

Math. Ann. : MathematischeAnnalen. Begründet 1 866 durch Alfred Clebsch 
und Carl Neumann. Gegenwärtig herausgeg. von Felix Klein, Walther 
V. Dyck, David Hilbert. Leipzig, B. G. Teubner. 80. 4 H. = l B. (1905 
= «0.) 

Math. Phys. L.: Mathematikai es Physikai Lapok (Mathematische und 
physikalische Blätter). Herausgeg. und verlegt vom Mathematischen und 
Physikalischen Verein. Red.: Rado von Kövesligethy und Gustav Rados« 
Budapest, Druckerei Franklin. 8^. 8 M. (Juni bis September fallen aus) 
= 1 J. (Magyarisch.) 

Math. Term. Ert: Mathematikai es Termeszettudomanyi Ertesitö 
(Mathematisch-naturwissenschaftlicher Anzeiger). Zeitschrift der III. Klasse 
der ungarischen Akademie der Wissenschaften. Red.: Julius König. 
Budapest, Druckerei Franklin. 8^. 5 H. = 1 J. (Magyarisch.) Auszug 
hiervon: Mathematisch-Naturwissenschaftliche Berichte aus 
Ungarn, herausgegeben von Roland Baron Eötvös, Julius König, Karl 
von Tahn, redigiert von Josef Kürschäk und Franz Schafarzik. Leipzig, 
B. G. Teubner. 80. 

M. B. A. A.: Memoirs of the British Astronomical Association. London: 
Printed and Published for the Association, by Eyre and Spottiswoode. 8^. 
4—6 H. = 1 B. (1905 = 18 part II u. 14 part L) 

McGlure: McClure^s Magazine. New York, S. S. McClure Comp. 8^. 
12 M. = 2 B. 

Mem. Pont Acc. N. L.: Memorie della Pontificia Accademia Romana dei 
Nuovi Lincei. Roma, Tipografia della pace di Filippo Cuggiani. gr. 8<). 

Mem. R. A. S.: Memoirs of the Royal Astronomical Society. London, 
Royal Astronomical Society, Burlington House. 4<>. Zwanglose unregel- 
mäßig erscheinende B. 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXVII 

Mem. Spett. It. : Memorie della Societä degli Spettroscopisti Italiani 
raccolte e pubblicate per cura dei Prof. P. Tacchini ed A. Ricco. Catania 
Stabilimento Tipografico C. Galatola. fol. 10— 12H. = 1J. (1905 = 84.) 

M. £p. Köz.: Magyar Mernök es Epitesz-Egylet Közlonye. (Revue 
des ungarischen Ingenieur- und Architekten-Vereins) Budapest. 4P, 
(Magyarisch.) 

Mess. Math.: The Messenger of Mathematics. Edited by J. W. L. Glaisher. 
Macmillan and Co., London and Cambridge. 8^. 12 M. = 1 B. Die M. sind 
unabhängig vom B. numeriert. 

Meteor Inst.: Uitgaven van het Koninklijk Nederlandsch Meteoro* 
logisch Instituut (Publikationen des Niederländischen Meteorologischen 
Instituts). Utrecht. Kemink en Zoon. 8^. Zwanglose, unregelmäßig er- 
scheinende H. (Holländisch.) 

Meteor. Zeitsch.: Meteorologische Zeitschrift. Herausgeg. im Auftrage 
der Österr. Gesellschaft für Meteorologie und der Deutschen Meteoro- 
logischen Gesellschaft. Red.: Dr. J. Hann und Dr. G. Hellmann. Wien, 
Ed. Holzel. gr. 80. 12M.= 1 J. (1905 = 22.) 

Metropol.: The Metropolitan Magazine. An illustrated monthly. Editor: 
BlakelyHall. New York: 116 Nassau Street. 80. 12M. = 1J. (1905 = 18.) 

M. G. K.: HsB'feCTiH (|)H3HKO-MaTeMaTHHecKaro OömecTsa ripH 
HMnepaTopcKOM'b KadaHCKOMi» yHHBepcHTeT'lb (Mitteilungen 
der physiko-mathematischen Gesellschaft bei der kaiserlichen Universität 
Kasan). Kasan. 8^. 4 bis 6 H. = 1 Jb. (Russisch.) 

M. G. M.: CöopHHK'b MocKOBCKaro MaxeMaTHHecKaro o6- 
lUecTBa (Zeitschrift for Mathematik, herausgeg. von der mathematischen 
Gesellschaft in Moskau). Moskau. 8^. 4 H. = 1 B. (Russisch.) 

Milit. geog. Mitt.: Mitteilungen des k. u. k. mi-litär.-geographischen 
Institutes. Wien, in Commission der k. u. k. Hof- und Universitäts- 
Buchhandlnng R. Lechner (Wilhelm Müller) und der Hofbuchhandlung 
Carl Grill in Buda()est 80. (1905 = 24.) 

Mitt. Seewes.: Mittheilungen aus dem Gebiete des Seewesens. Heraus- 
gegeben vom k. u. k. Marine-Technischen Comite. Marine-Bibliothek. Leiter 
der Red.: Korvetten-Kapitän a. D. Eduard von Normann-Friedenfels. Pola. 
Kommissions- Verlag von Carl Gerold's Sohn in Wien. 8^. 12 M. = 1 J. 
(1905 = 88.) 

Mitt. V. A. P.: Mitteilungen der Vereinigung von Freunden der Astro- 
nomie und kosmischen Physik, redigiert von Prof. Dr. J. Plassmann 
zu Berlin. Berlin, Ferd. Dümmlers Verlagsbuchhandlung. 8^. 10 — 12 H. 
= 1 J. Die Hefte sind unabhängig vom J. fortlaufend numeriert (1905 
= 15.) 

M. N.: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society containing 
Papers, Abstracts of Papers, and Reports of the Proceedings of the Society. 
80. 9-10 H. = l Jb. (1905 = 66 No. 2--9 und «6 No. 1 und 2.) 

Mose. Ann.: Annales de l'Observatoire astronomique de Moscou 
publiees sons la redaction du Prof. Dr. W. Ceraski. Deuxieme Serie. 



XXVllI Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

Fournisseur de la Cour de Sa Majeste imperiale Societe de rimprimerie 
A. A. Levenson. Moscon. 4<>. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. 
M. P. M.: B'bCTHHK'b Oh3hkh h MaTeMaTHKH. (Mitteilungen über 
Experimentalphysik und elementare Mathematik, herausgegeben von W. 
A. Gemet unter Redaktion von W. A. Zimmermann). Odessa. 8^. 12 N. 
a: 1 Jb. (Russisch.) 

M. T. A.: SaniicKH BoeHHOTonorpa(|)HHecKaro oxji'bjia r.ia- 
BHaro lÜTaOa (Denkschriften der militär-topographischen Abteilung 
des Generalstabes). St. Petersburg. 4^. (Russisch.) 

Müuch. Abb.: Abhandlungen der EgI. Bayerischen Akademie der 
Wissenschaften IL Classe. Mönchen, Verlag der k. Akademie, in 
Kommission des G. Franz'schen Verlags (J. Roth). 4^. 

Münch. Ber.: Sitzungsberichte der konigl. bayer. Akademie der 
Wissenschaften zu München. Mathematisch -physikalische 
Classe. Mönchen, Verlag der k. Akademie. In Kommission des G. Franz- 
schen Verlags (J. Roth), 8o. 

M. Z.: MopcKOft cöopHHK'b (Marine -Zeitschrift). Herausgegeben vom 

Marine-Generalstab, St. Petersburg. S^. 12 N. = 6 B. in einem Jahre. 

(Russisch.) 
Nat: Nature a weekly illustrated Journal of science. Published by Macmillan 

and Co. Limited, St. Martin's Street, London, W. C. gr. 8o. 26 W\ = 1 B. 

Die W. sind unabhängig von den B. fortlaufend numeriert. (1905 = 71 

No. 1836 bis 78 No. 1887.) 

Nat. Rund.: Naturwissenschaftliche Rundschau. Wöchentliche Berichte 
über die Fortschritte auf dem Gesamtgebiete der Naturwissenschaften. 
Herausgeg. von Prof. Dr. W. Sklarek. Verlag von Friedr. Vieweg und Sohn 
in Braunschweig, gr..80. 52 W. = 1 J. (1905 = 20.) 

Nat. Tijd.: Natuurkundig Tijdschrift voor Nederlandsch -Indie 

(Naturwissenschaftliche Zeitschrift für Niederländisch Ost-Indien) uitge- 

geven door de koninklijke Natuurkundige Veredniging in Nederl.-Indie 

r onder redactie von Dr. W. van Bemmelen. Weltevreden, Boekhandel 

Visser d; Co., Amsterdam, P. Roem Jzn. S^. (Holländisch.) 

Nat. u. Off.: Natur und Offenbarung. Organ zur Vermittlung zwischen 
Naturforschung und Glauben für Gebildete aller Stände. Münster LW\, 
Druck und Verlag der Aschendorff 'sehen Buchhandlung. 8^. 12 M. = 1 J. 
(1905 = 51.) 

Naturen: Naturen, illustreret Maanedsskrift for populär Naturvidenskab. (Die 

Natur, illustrierte Monatsschrift für populäre Naturwissenschaft.) Herausgeg. 

von dem Museum Bergens unter Red. von Dr. J. Brunchorst. 8^. 12 M. 

= 1 J. (1905 = 29.) (Norwegisch.) 
Natuur: De natuur. Populair geillustreerd maandschrift gewijd aan de 

natuurkundige wetenschappen en hare toepassingen. (Die Natur, populäre 

illustrierte Monatsschrift för die Naturwissenschaften und ihre Anwendungen). 

Redaktion von Dr. Z. P. Bouman. Utrecht, J. G. Broese. gr. 8^. 

12 M. = 1 J. (Holländisch.) 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXIX 

NatWoch.: Naturwissenschaftliche Wochenschrift. Neue Folge. Red.: 
Dr. H. Potonie u. Dr. F. Koerber. Verlag von Gustav Fischer in Jena, 
gr. 80. 52 W. = 1 J. (1905: N.F. 4.) 

Naut Mag.: N au tical Magazin. A Technical and Critical Journal for the 
Officers of the Royal Navy and Naval Reserves and Generally for the 
Mercantile Marine and Yachtsmen. Glasgow, James Brown <& Son. S^. 
12 M. = 1 J. (1905 = 74 Enlarged Series.) 

New Age: The New Age Magazine. An Illustrated Monthly published by 
the Supreme Council of the 3do Ancient and Accepted Scottish Rite, S. J., 
ü. S. A., Washington, D. C. 80. 12 M. = 1 B. 

N. G. G.: HaB-fecTiH HMneparopcKaro PycoKaro Feorpa^H- 
HecKaro OÖmecTBa. (Nachrichten der Kaiserlichen Geographischen 
Gesellschaft.) St. Petersburg. 80. 6 H. = 1 Jb. (Russisch.) 

No. Am. Rev.: The North American Review. Editor: Georg Harvey. 
New York: Franklin Square. 80. 12 M. = 2 Halb-J. (1905 « 180 u. 181.) 

Nova Acta: Nova Acta: Abhandlungen der Kaiserlich Leopoldi- 
nisch-Carolinischen Deutschen Akademie der Naturforscher. 
Halle a. S. Druck von Ehrhardt Karras. In Kommission bei Wilhelm 
Engelmann in Leipzig. 4^. Unregelmäßig erscheinende, zwanglose H., die 
zu B. zusammengefaßt werden. 

Nv. Cim.: II Nuovo Cimento. Periodico fondato da C. Matteucci e R. Piria 
continuato da R. Felici, A. Battelli, V. Vol terra. Organo della Societa 
italiana di fisica. Pisa, dalla tipografia Pieraccini. 80. 12M. = 2B. (1905 
= (5) 9 und 10.) 

N. York Ann.: Annais of the New York Academy of Sciences. New 
York. 80. 

Obs.: The Observatory, a monthly Review of Astronomy. Edited by T. 
Lewis, F. R. A. S., H. P. HoUis, B. A., F. R. A. S. London : Printed and Published 
by Taylor and Francis. 8^. 12 M. = 1 J. Die M. sind unabhängig vom J. 
fortlaufend numeriert. (1905 = 28.) 

Obs. Bes.: Observatoire astronomique, chronometrique et meteoro- 
logique deBesan^on. Die Sternwarte gibt ^Bulletins chronometriques*' 
(Besan^on, imprimerie et lithographie Millot Freres et Gie.) und „Bulletins 
astronomiques" (Besanvon, imprimerie et lithographie de Paul Jacquin) 
neben anderen Publikationen in 4^ heraus. Dieselben erscheinen unregel- 
mäßig in zwanglosen H. (1905 = Bull, chron. No. 16.) 

Orient Litt. Z.: Orientalistische Litteratur-Zeitung. Herausgegeben 
von F. £. Peiser. Wolf Peiser, Verlag, Berlin S. 42, Brandenburgstr. 11. 
gr. 80. 12 M. « 1 J. (1905 = 8.) 

Oss. ColL Rom.: Memorie del R. Osservatorio del Oollegio Romano 
publicate per cura del Direttore £. Millosevich. Roma, tip. dell' unlone 
cooperativa editrice. fol. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. 

Outlook : TheOutIook,a weekl y illustrated Magazine. Editor : Hamilton Mabie. 
The Outlook Company, New York, 287 Fourth Avenue. 80. 52 W. = 2 B. 



XXX Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

Overland: The Oberland Monthly; anillustratedMagazineof the West. 
J. Marriott, Publisher, 320 Sansome Str., San Francisco, California. 8^. 
12 M. = 1 J. 

Penns. Publ. A. S.: Publications of the University of Pennsylvania 
Astronomical Serie s. Published by the University Philadelphia. Oinn 
<& Comp., Selling Agents, Boston, Mass. 4^. Unregelmäßig erscheinende, 
zwanglose Hefte. 

Petermanns Mitt.: Dr. A. Petermanns Mitteilungen aus Justus Perthes' 
geographischer Anstalt. Herausgegeben von Prof. Dr. A. Supan. 
Gotha, Justus Perthes, gr. 8^. Der „Literaturbericht** ist gesondert 
paginiert, Zitate daraus sind durch ein .Lit.^ vor der Seitenangabe gekenn- 
zeichnet. 12 H. = 1 J. (1905 = 61.) 

Phil. Mag.: The London, Edinburgh, and Dublin Philosophical Magazine 
and Journal of Science. Being a Continuation of Tilloch's ^'Philo- 
sophical Magazine'^ Nicolson^s ^Uoumal" and Thomson's ^^Annals of Phi- 
losophy'\ Conducted by Lord Kelvin, George Francis Fitzgerald, und 
William Francis. London: Printed by Taylor and Francis. 8°. 12 M. = 
2 Halb-J. (1905 = (6) 9 und 10.) 

Phil. Trans.: Philosophical Transactions of the Royal Society of 
London. Series A containing papers of a mathematical or physical cha- 
racter. London: Printed by Harryson and Sons, St. Martinas Lane, W. C. 40. 
(1905 « A a03 u. 204.) 

Phot. Korr.: Photographische Korrespondenz. Organ der Photographi- 
schen Gesellschaft in Wien, des Vereins zur Pflege der Photographie und 
verwandter Künste in Frankfurt a. M., des Schweizerischen Photographen- 
Vereines und des Photo-Klubs in Wien. Wien und Leipzig. Verlag der 
Photographischen Korrespondenz. Wien IL, Karmelitergasse 7. 8^. 12 M. 
= 1 J. (1905 = 42.) 

Physik. Zeitsch.: Physikalische Zeitschrift Herausgegeben von Prof. 
£. Riecke und Prof. H. Th. Simon. Verlag von S. Hirzel in Leipzig, König- 
straße 2. gr. 80. 24 H. = 1 J. (1905 = 6.) 

PoonaPubl.: Publications of the MaharajaTakhtasingji Observatory, 
Poona. Bombay: Printed at the Government Central Press, gr. 8^. Er- 
scheint unregelmäßig in zwanglosen B. 

Pop. Astr.r Populär Astronomy. A Critical Review of Astronomy 
and Allied Sciences. Piaini y worded and generally untechnical in 
language. Enlarged and amply illustrated. Published Monthly Except 
July and September. Annual Volume (10 Numbers). Editors: William 
W. Payne, H. G. Wilson. Goodsell Observatory of Carleton College, 
Northfield, Minnesota, ü. S. A. 8o. 10 M.= 1 Jt (1905 = 18.) 

Pop. Sc. Mo.: Populär Science Monthly. Edited by J. McKeen Cattell, 
New York: The Science Press. 8o. 12 M. = 2 B. 

Pots. Publ.: Publikationen des astrophysikalischen Observatoriums 
zu Potsdam. Herausgeg. vom Direktor H. C. Vogel, Potsdam. In Kom- 
mission bei Wilhelm Engelmann in Leipzig. 4^. Zwanglose, unregel- 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXXI 

mäßig erscheinende H., die zu zwanglosen B. zusammengefaßt werden. 
Unter demselben Titel erscheint in besonders numerierten B. die „Photo- 
graphische Himmelskarte. Zone-H3P bis-h40<^ Deklination'^. 

Ponlk. Publ.: Publications de rObservatoire Central Nicolas sous la 
Direction de 0. Backlund. St Petersbourg. Imprimerie de TAcademie 
imperiale des sciences. fol. Zwanglose, unregelmäßig erscheinende B. 

Pra.: Prace matematyczno-fizyczne (Math. Phys. Aufsätze). Her. von 
S. Dickstein. Warschau, Gebethner und Wolf. 8o. (1905 = 16.) (Polnisch.) 

Fr. (}eod. Inst : Veröffentlichungen des Konigl. Preußischen Geodä- 
tischen Instituts. Neue Folge. Potsdam, Druck und Verlag von 
B. G. Teubner in Leipzig. 8^ und 4^. Erscheint in einzelnen, zwang- 
losen H. (1905 = No. 18— A4.) 

Proc. A. A. A. S.: Proceedings of The American Association for the 
Advancement of Science. 8^. lieber jede ihrer alljährlich wieder- 
kehrenden Wanderversammlungen publiziert die Gesellschaft einen B. 

Proc. Nav. Inst: Proceedings of the United States Naval Institute. 
Edited by Philip R. Alger. Published quaterly by the Institute. Anna- 
polis M. D. 40. 4N. = 1J. (1905 = 81.) 

Prom.: Prometheus. Illustrierte Wochenschrift über die Fortschritte im Ge- 
werbe, Industrie und Wissenschaft, herausgegeben von Dr. Otto N. Witt. 
Verlag Ton Rudolf Hückenberger, Berlin, gr. 8^. 52 W. = 1 Jb. Die 
W. sind unabhängig von den B. fortlaufend numeriert. (1905 = 16 
No. 794 bis 17 No. 845.) 

Pnbbl. Are.: Pubblicazioni del R. Istituto di Studi superiori pratici 
e di Perfezionamento in Firenze. Sezione di Scienze fisiche 
e natural i. R. Osservatorio di Arcetri. Firenze, Tipografia G. 
Camesecchi e Figli. 8^. Unregelmäßig erscheinende, zwanglose Hefte. 
(1905 r= No. 19 und 20.) 

Pubbl. Coli.: Pubblicazioni dell' Osservatorio private di Gollurania 
(Teramo). Gollurania. gr. 8^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen H. 

Publ. A. S. P.: Publicationsof the Astron omical Society of the Pacific. 
San Francisco: Printed for the Society. 8^. 6 H. (Februar, April, Juni, 
August, Oktober, Dezember) = 1 J. Die H. sind unabhängig vom J. fort- 
laufend numeriert (1905 = 17.) 

Pabl Naval Obs.: Publications of the United States Naval Obser- 
vatory. Washington: Government Printing Office. 4^. Erscheint un- 
regelmäßig in zwanglosen B. 

Publ. Tachk.: Publications de l'Observatoire astronomique et phy- 
flique de Tachkent. Tachkent. kl. 4<>. Erscheint unregelmäßig in 
zwanglosen N. 

Palk. Hitt.: Hitteilungen der Nikolai-Hauptsternwarte zu Pulkowo. 
Herausgegeben vom Direktor 0. Backlund, Druck der Kais. Akad. d. 
Wiss. Petersburg. 4^ Erscheinen unregelmäßig. (1905 = 1 No. 1—6.) 

<)iiart Jonm.: The Quaterly Journal of pure and applied Mathe- 
matics. Edited by J« W. L. Glaisher. London: Longmans, Green and Co. 



XXXII Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

8^. Zwanglose, unregelmäßig erscheinende H. werden zu zwanglosen B. 
zusammengefaßt (1905 = 86 No. 3—87 No. 2.) 

R. A. G.; HaBtcTlH PyccKaro AcTpoHOMiiHecicaro OöntecTBa 
(Nachrichten der Russischen Astronomischen Gesellschaft). St Petersburg. 
80. 9 N. = 1 Jb. (Russisch.) 

Rend. Ist Bolog. : Rendiconto delle sessioni della R. Accademia delle 
Scienze dellMstitutodi Bologna. Tipografia Gamberini e Parmeggiani. 
80. Erscheint in einzelnen H., die zu B. zusammengefaßt werden. Jeder 
B. berichtet über die vom November bis folgenden Mai abgehaltenen 
Sitzungen. 

Rep. B. A. A. S.: Report of the Meeting of the British Asso- 
ciation for the Advancement of Science. London: John Murray, 
Albemarle Street 8^. Die Gesellschaft publiziert über jede ihrer jahrlichen 
Wanderversammlungen einen B. 

Rev. Braz.: Revista Maritima Brazileira. Sede da Direc^äo e Redaccäo 

na Bibliotheca da Marinha. Rio de Janeiro, Imprensa Nacional. 8^. 

12 M. «= 2 Halb.-J. (1905 « 46 und 47.) 
Rev. Gen. Mar. : Revista General de Marina. Publicada en el Deposito 

Hidrografico. Madrid, Imprenta del Deposito Hidrografico. 80. 12 M. »s 

2 Halb-j; (1905 = 66 und 57.) 

Rev. Mar.: Revue Maritime. Ministere de la Marine. Paris, Librairie Mili- 
taire de L. Baudoin. 80. 1 2 M. =» 4 B. 

Revue Sc: Revue Scientifique. Directeur: M. Charles Riebet, Paris, gr. SO, 
52 W. = 2 Halb-J. (1905 « (5) 8 und 4.) 

Riv. Maritt: Rivista Marittima. Roma, Tipographia ditta L. Gecchini. 8^. 
12M. = 4B. (1905 = 88» bis 88d.) 

Riv. Soc. Catt. It: Rivista di Fisica, Matematica e Scienze Naturali. 
Publicazione della Societa Cattolica Italiana per gli Studi 
scientifici (Sezione 3a). Pavia. Premiata Tipografia Fratelli Fusi. 80. 

Rom. Acc. L. Atti: Atti della Reale Accademia dei Lincei. Serie 
Quinta. Rendiconti. Classe di scienze fisiche, matematiche e naturali. 
Roma. Tipografia della R. Accademia dei Lincei. 8^. 24 H.«: 2 Halb-J. Die 
beiden B. eines Jahres führen die gleiche Nummer und werden als „l^** 
und „20 Semestre" unterschieden. (1905 = (5) 14.) 

Rom. Acc. L. Mem. : Reale Accademia dei Lincei. Memorie della Classe 
di scienze fisiche, mathematiche e naturali. Roma, tipografia della 
R. Accademia dei Lincei, 4o. 

Roz.: Rozpravy ceske akademie cisare Frantiska Josefa pro vedy, 
slovesnost a umeni. (Abhandlungen der böhmischen Kaiser Franz 
Joseph- Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst.) Red. der je- 
weilige Generalsekretär. Prag, in Komm, bei Bursik & Kohout gr. 80. 
1 J. (1905 «=18.) (Böhmisch.) 

Roz. Krak.: Rozprawy Akademii umiej^tnosci (Verhandlungen der Aka- 
demie der Wissenschaften). Krakau, Verlag der Akademie, gr. 8o. 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXXIII 

Sc. Am.: The Scientific American. A Weekly Journal of Practical Infor- 
mation, Art, Science, Mechanics, Ghemistry and Manufactures. New York: 
Munn and Co. fol. 52 W. « 2 Halb-J. 

Sc. Am. Sup.: The Scientific American Supplement. Munn and Co. 
New York. fol. Die Seiten sind unabhängig von den Bänden fortlaufend 
numeriert 52 W. ^ 2 Halb-J. 

Schi£fbau: Schiffbau, Zeitschrift für die gesamte Industrie auf schiffbau- 
technischen und verwandten Gebieten. Berlin. 4o. 24 H. ^ 1 Jb. 

Schles. Ges. f. vaterl. Cult: Jahres-Bericht der Schlesischen Gesell- 
schaft für vaterländische Cultur. Breslau, G. P. Aderholz^ Buch- 
handlung. 8^. Jährlich 1 B., dessen einzelne Abteilungen gesondert 
paginiert sind. (1905 = 82.) 

Schlömilchs Z.: Zeitschrift für Mathematik und Physik. Begründet 1856 
durch 0. Schlomilch. Gegenwärtig herausgeg. von Dr. B. Mehmke und 
Dr. C. Runge. Leipzig, B. G. Teubner. 80. 4 H. = 1 B. (1905 = 61 
No. 4 und 52.) 

Science: Science. A weekly Journal devoted to the Advancement 
of Science. Responsible Editor: Prof. J. McKeen Cattell, Garrison-on- 
Hudson, N.Y. New York, The Macmillan Company. 8o. 52 W. = 2 Halb-J. 
(1905 = New Series 21 und 22.) 

Seew. Arch.: Aus dem Archiv der Deutschen Seewarte. Herausgegeben 
von der Direktion der Seewarte. Hamburg. Gedruckt bei Hammerich & 
Lesser in Altona. 4^. 4 — 6 H. = 1 J. Die H. sind gesondert paginiert 

Select. Pap. R. A. S. C: The Royal Astronomical Society of Canada; 

Selected Papers and Proceedings Edited by C. A. Chant 

Toronto: Z. M. Collins, publisher of the Society. 80. (1905 = 1904.) 

Sir.: Sirius. Zeitschrift für populäre Astronomie. Centralorgan für Freunde 
und Förderer der Himmelskunde. Herausgeg. unter Mitwirkung hervor- 
ragender Fachmänner und astronomischer Schriftsteller von Prof. Dr. Hermann 
J. Klein in Köln a. Rh. Leipzig, Eduard Heinrich Mayer, Verlagsbuch- 
handlung. 80. 12 M. = 1 J. (1905 = 88.) 

Smiths. Miscell.: ) Smithsonian Miscellaneous Collections. City 

Smiths. Miscell. Quart.:/ of Washington, published by the Smithsonian In- 
stitution. 80. Erscheint unregelmäfiig in zwanglosen H., die zu B. zu- 
sammengefaßt werden. Seit 1904 erscheint ein ^Quarterly Issue^, dessen 
B. 1 dem Bd. 45 der ursprünglichen Reihe entspricht. 

Spec. Vat: Publieazioni della Specola Yaticana. Roma Tipografia 
vaticana. 4^. Zwanglose, unregelmäßig erscheinende B. 

St Louis Trans.: Transactions of the Academy of Science of 
St Louis. 80. 

Stockh. Astron. laktt: Astronomiska lakttagelser och Undersökningar 
anstälda pä Stockholms Observatorium utgifna af Karl Bohlin, 
Kungl. Yetenskaps .Akademiens Astronom. Stockholm, P. A. Norstedt & 
Söner. Leipzig, Rud. Hartmann. Paris, K. Nilsson. kl. 40. Erscheint 
unregelmäßig in zwanglosen H. u. B. 
Astronom. Jahresbericht 1905. q 



XXXIV Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

Straßb. Ann.: Annalen der Kaiserlichen Universitäts-Sternwarte 
in Straßbarg. Heransgeg. von dem Direktor der Sternwarte E.Becker. 
Karlsruhe. Druck und Kommissionsverlag der G. Braunschen Hof-Buch- 
druckerei. 40. Zwanglose unregelmäßig erscheinende H. u. B. 

Sunderl. Publ.: Publications of West Hendon House Observatory, 
Sunderland, by T. W. Backhouse. Sunderland: Hills <& Co. 4^. Zwang- 
lose, unregelmäßig erscheinende B. 

TeixeiraJ.: Jornal de Sciencias mathematicas e astronomicas publi- 
cado pelo Dr. F. Gomes Teixeira. Coimbra, imprensa da Universidade. 8^. 
6 H. = 1 B. (1905 = 15 No. 5.) 

Term. Köz.: TermeszettudomanyiKöslöny (Naturwissenschaftliche Mit- 
teilungen). Herausgeg. und verlegt vom Kgl. ungarischen Naturwissen- 
schaftlichen Verein. Red. unter Mitwirkung von Vincentius Wartha: Ladislaus 
Gsopey und Josef Paszlavszky. Budapest, Druckerei Pesti Lloyd, gr. S^* 
16 H. = 1 J. (Magyarisch.) 

Term. Köz. Pf.: Potf üzetek a Termeszettudomanyi Közlönyhet (Supple- 
menthefte zu den Naturwissenschaftlichen Mitteilungen). Sonst wie Term. 
Küz. gr. 8^. 4 H. «B 1 J. Die H. sind fortlaufend numeriert. (Magyarisch.) 

T. G. C: TpyÄH Tonorpa$o-reo;ie3HHecKOft KomhccIh (Arbeiten 

der topographisch-geodätischen Kommission). Herausgeg. unter Red. von 

I. A. Iweronow von der Gesellschaft von Freunden der Naturwissenschaften. 

Moskau. 8^. (Russisch.) 
T. Inst. Ing. Ned. Indie: Tijdschrift van het Koninklijk Instituut van 

Ingenieurs. Afdeeling Nederlandsch Indie (Zeitschrift des Konigl. 

Ingenieur-Instituts. Abteilung Niederländisch • Ostindien). Batavia. 4^. 

Erscheint unregelmäßig in zwanglosen H., die zu B. vereinigt werden. 

(Holländisch.) 

Tokyo Ann.: Annales de TObservatoire astronomique de Tokyo. 
Universite imperiale de Tokyo, College de sciences. Tokyo, Japan. 4^. 
Erscheint unregelmäßig in zwanglosen B. (1905 = 8 H. 3 und 4.) 

Toronto Trans.: Transactions of the Astronomical and Physical 

Society of Toronto for the year The Carswell Company: 

Toronto. 8^. Hort auf zu erscheinen, als Fortsetzung gilt Select. Pap. R. 
A. S. C. (siehe dieses). 

T. V. Kad. en Landm.: Tijdschrift voor Kadaster en Landmeetkunde 
onder redactie van C. W. Hoffmann en M. de Vos (Zeitschrift für Kataster 
und Vermessungskunde unter Redaktion von C. W. Hoffmann und M. de Vos). 
Utrecht, J. van Dniten. 8«. 6 H. = 1 J. (Holländisch.) 

Umsch.: Die Umschau. Obersicht über die Fortschritte und Bewegungen 
auf dem Gesamtgebiet der Wissenschaft, Technik, Literatur und Kunst. 
Herausgeg. von Dr. J. H. Bechhold, Frankfurt a. M. gr. 8^. 52 W. == I J. 
(1905 =» 9.) 

Ur.: Urania nepszerü tudomänyos folyöirat (Urania, populärwissen- 
schaftliche Zeitschrift). Unter Mitwirkung von Viktor von Molnär redigiert 
von Dr. Eugen v. Klupathy und Karl Szäsz jr. Herausgegeben vom un- 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXXV 

garischen wissenschaftlichen Verein Urania. Budapest, Viktor Homyänszky. 
40. 12 H. = 1 J. (Magyarisch.) 

Yerh. Akad. Amst. I.: Verhandelingen der Eoninklijke Akademie van 
Wetenschappen. Eerste Sectie (Abbandlungen der Königlichen 
Akademie der Wissenschaften. Erste Sektion.) gr. 8^. Erscheint in ein- 
zelnen gesondert paginierten H., die zu B. zusammengefaßt werden. 

Veroff. R.I.: Veröffentlichungen des Königlichen Astronomischen 
Rechen-Instituts zu Berlin. Berlin, Ferd. Dömmlers Verlagsbuch- 
handlung (Kommissionsverlag), kl. 4^. Zwanglose, unregelm&ßig er- 
scheinende Hefte. (1905 = No. 27—29.) 

Versl. Akad. Amst.: Verslag van de gewone vergaderingen der 
wis- en natuurkundige. afdeeling der Koninklijke Akademie 
van Wetenschappen te Amsterdam (Sitzungsberichte der mathe- 
matisch-naturwissenschaftlichen Sektion der K. Akademie der Wissen- 
schaften in Amsterdam.) Außer der holländischen Ausgabe erscheint auch 
eine in englischer Sprache unter dem Titel: Koninklijke Akademie 
van Wetenschappen te Amsterdam. Proceedings of the section 
of Sciences. Verlag von Johannes Muller, Amsterdam, gr. 8^. 10 H. 
= 1 Jb. Die englische Übersetzung ist zuerst 1898 — 1899 erschienen, 
welcher B. mit I bezeichnet ist, der entsprechende Band der holländischen 
Ausgabe ist VII. Die gesellschaftlichen Mitteilungen in letzterer fehlen 
in der englischen üebersetzung, daher ist deren Paginierung eine andere. 
Die zwei Halbbände, die im Laufe eines Jahres erscheinen, sind fort- 
laufend paginiert 

Versl. Mar. Ver. : Verslagen der Marinevereeniging (Berichte des Marine- 
Vereins.) Helder, C. de Boer. 8^. (Holländisch.) 

Yidsk. Selsk. Forh. : versigt over det kgl. danske Videnskabernes 
Selskabs Forhandlinger (Uebersicht der Verhandlungen der Kgl. 
Dänischen Gesellschaft der Wissenschaften). 8^. 3—6 H. « 1 Jb. Die 
eigentlichen Sitzungsberichte sind gesondert paginiert und ihre Seitenzahlen 
in Klammem () gesetzt. (Dänisch.) 

Vidsk. Selsk. Moder: Oversigt over Vitenskabs-Selskabets Moder i.. 
(Uebersicht der Sitzungen der Gesellschaft der Wissenschaften im Jahre . . .) 
Kristiania. In Kommission by Jacob Dybwad. 8^. Jährlich 1 B., der 
das verflossene Kalenderjahr betrifft. (Norwegisch.) 

V. J. S.: Vierteljahrsschrift der Astronomischen Gesellschaft. 
Herausgeg. von den Schriftführern der Gesellschaft: R. Lehmann-Filhes 
in Berlin iind G. Müller in Potsdam. Leipzig. In Kommission bei Wilhelm 
Engelmann. 80. 4 H. « 1 J. (1905 »= 89 H. 4 und 40 H. 1—3.) 

Washbum PubL: Publications of the Washburn Observatory of the 
University of Wisconsin. Madison, Wis.: Democrat Printing Com- 
pany, State Printer. 8^. Erscheint unregelmäßig in zwanglosen H., die 
zu B. zusammengefaßt werden. 

Washington Bull.: Bulletin of the Philosophical Society of Was- 
hinton. Published by the Society, Washington. 8^. Unregelmäßig 



XXXVI Alphabetisches Verzeichnis der für die Zeitschriften 

erscheinende einzelne Arbeiten, die zu Bänden zusammengefaßt werden; 

solche Bände sind gleichzeitig mehrere im Erscheinen begriffen. 
Washington Mem.: Memoirs of the National Academy of Sciences. 

Washington, Government Printing Office. 4^, 
Weltall: Das Weltall. Illustrierte Zeitschrift für Astronomie und 

verwandte Gebiete. Herausgegeben von F. S. Archenhold. Verlag von 

C. A. Schwetschke und Sohn, Berlin, gr. 80, 24 H. = 1 Jb. (1905 = 5 

H. 7-24 und 6 H. 1—6.) 
Wetter: Das Wetter. Meteorologische Monatsschrift für Gebildete aller 

Stände. Herausgeg. von Prof. Dr. R. Assmann. Verlag von Otto Salle, 

BerUn. 80. 12 M. = 1 J. (1905 = 22.) 

Wiad.: Wiadomosci matematyczne (Mathematische Berichte). Redakteur 
S. Dickstein. Warschau. 8^. (Polnisch.) 

Wied. Ann.: Annalen der Physik und Chemie. Begründet und fort- 
geführt durch F. A. C. Green, L. W. Gilbert, J. C. Poggendorf, G. und 
E. Wiedemann. Vierte Folge. Unter Mitwirkung der Deutschen Physika- 
lischen Gesellschaft und insbesondere von M.Plank herausgeg. von Paul Drude. 
Leipzig. Verlag von J. A. Barth. 80. 15H. = 8B. (1905 = (4) 16— 18.) 

Wien. Annal.: Annaleu der k. k. Sternwarte zu Wien. 4^. Erscheint 
unregelmäßig in zwanglosen B. (1905 = Band 15, 18.) 

Wien. Anz.: Anzeiger der Kaiserlichen Akademie der Wissen- 
schaften. Mathematisch-naturwissenschaftliche Glasse. Aus der Kaiserlich- 
Königlichen Hof- und Staatsdruckerei. In Kommission bei Carl Gerolds 
Sohn, Wien. 8o. Fortlaufend numerierte Blätter bilden 1 J. (1905 = 42.) 

Wien. Ber.: Sitzungsberichte der mathematisch-naturwissenschaft- 
lichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. 
Abteilung IIa: Enthält die Abhandlungen aus dem Gebiete der Mathematik, 
Astronomie, Physik, Meteorologie und der Mechanik. Wien. Aus der 
Kaiserlich-Königlichen Hof- und Staatsdruckerei. In Kommission bei Carl 
Gerolds Sohn. 80. 10 H. = l J. (1905 = 114.) 

Wien. Dksch. M. C: Denkschriften der mathematisch-naturwissen- 
schaftlichen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissen- 
schaften. Wien. Aus der Kaiserlich-Königlichen Hof- und Staatsdruckerei. 
In Kommission bei Carl Gerolds Sohn. 4^. Zwanglose B. 

W. S. K.: y^eHhiH 3anHCKH KaaaHCKaro YnKBepcHTeTa 
(Wissenschaftliche Schriften der Kaiserlichen Universität Kasan)i Kasan. 
80. 12 N.==l Jb. (Russisch.) 

Wsz.: Wszechswiat. Tygodnik popularny, poswi^cony naukom 
przyrodniczym (Das Universum, eine populäre Wochenschrift, den Natur- 
wissenschaften gewidmet). Red. Br. Znatowicz. Warschau. 8^. (Polnisch.) 

Tale Trans.: Transactions of the Astronomical Observatory ofYale 
University. New Haven: Published by the Observatory. 4^. Erscheint 
unregelmäßig in einzelnen H., die zu B. zusammengefaßt werden. (1905 
= 1 VII und VIII.) 

Yerk. Bull.: The Yerkes Observatory of the University of Chicago 
Bulletin, kl. 4^. Zwanglose, unregelmäßig erscheinende N. 



und Publikationen gebrauchten Abkürzungen. XXXVll 

Yerk. Publ.: Publications of the Terkes Observatory of the Univer- 
sity of Chicago. Chicago, The üniversity of Chicago Press. 4^. Erscheint 
unregelmii^ig in zwanglosen B. (1905 = 8.) 

Ymer: Tidskrift utgifven of svenska sällskapet for antropologi 
och geografi. (Zeitschrift herausgeg. von der schwedischen Gesellschaft 
für Anthropologie und Geographie). Stockholm, Verlag von Samson & Wallin. 
80. 4—8 H. = IJ. (Schwedisch.) 

Z.f.Instrk.: Zeitschrift für Instrumentenkunde. Organ für Mitteilungen 
aus dem gesamten Gebiete der wissenschaftlichen Technik. Red.: Dr. 
St Lindeck. Berlin, Julius Springer, gr. 8». 12 M. = 1 J. (1905 = 26.) 

Z. f. math. u. nat. Unt. : Zeitschrift für mathematischen und natur- 
wissenschaftlichen Unterricht. Ein Organ für Methodik, Bildungs- 
gehalt und Organisation der exacten Unterrichtsfächer an Gymnasien, 
Realschulen, Lehrerseminarien und gehobenen Bürgerschulen. Heraus- 
gegeben von H. Schotten. 80. 8 H. = IJ. (1905 = 86.) 

Z. f. Yermess.: Zeitschrift für Vermessungswesen. Im Auftrage und 
als Organ des Deutschen Geometervereins herausgeg. von Dr. Reinhertz 
und C. Steppes. Stuttgart, Verlag von Konrad Wittwer. 80. 24 halb- 
monatliche H. » IJ. (1905 = 34.) 

Z. S. (Zeitschrift) der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft. 
Herausgegeben von den Schriftführern in Halle: Dr. Hultsch, Dr. Prae- 
torius; in Leipzig: Dr. Fischer, Dr. Windisch unter der verantwortl. 
Redaktion von Dr. A. Fischer. Leipzig, in Komm, bei A. Brockhaus. 
(1905 = 59.) 

Z. S. (Zeitschrift) für Psychologie und Physiologie der Sinnes- 
organe, herausgegeben von H. Ebbinghaus und W. A. Nagel. Leip- 
zig, Joh. Ambr. Barth. (1905 = 40.) 

Ziv.: 2iva, casopis pfirodnicky (Ziva [Lebensgottin], eine naturwissen- 
schaftliche Zeitschrift). Red. Prof. Rayman. Prag, J. Ottos Verlag, gr. 8^. 
10 M. (Juni und August fallen aus) = 1 J. (1905 = 15.) (Böhmisch.) 

Ztsch. wiss. Phot.: Zeitschrift für wissenschaftliche Photographie, 
Photophysik und Photochemie. Unter Mitwirkung befreundeter 
Fachgenossen und insbesondere von H. Kayser herausgeg. von E. Eng- 
lisch und K. Schaum. Verlag von Johann Ambrosius Barth in Leipzig. 8^. 
12 zwanglose H. = 1 B. 

Zürich-Phys. Jahrb.: Jahresbericht der physikalischen Gesellschaft 
in Zürich. Üster-Zürich, Druck von Gebr. Frey. 8^, Jb. 

Zürich PubL: Publicationen der Sternwarte des Eidg. Polytechni- 
kums zu Zürich. Auf Kosten der „Wolfsstiftung der Eidg. Sternwarte*' 
herausgeg. von A. Wolfer, Prof. d. Astronomie und Direktor der Stern- 
warte. Zürich, Druck von Friedrich Schulthess. 4^. Zwanglose, unregel- 
mäßig erscheinende B. 

Zürich Vjsch.: Vierteljahrsschrift der Naturforschenden Gesell- 
schaft in Zürich. Druck von Züricher <fe Furrer, Zürich. 8^. Jb. 



AstroDom. Jahresbericbt 1905. 



Verzeiclmis der Mitarbeiter. 

Bu. == Dr. Carl Burrau, Kopenhagen N., Dosseringen 23. 

D. = Dr. Herman S. Davis, Dover, Delaware, ü. S. A. 

E.B. = Dr. E. F. van de Sande Bakhnyzen, Observator der 
Sternwarte in Leiden. 

W. = Dr. J. Weeder, Observator der Sternwarte in Lei<]en. 

F. = Dr. 0. Fulst, Reichsinspektor für die SeeschiflFer- und See- 
steuermannsprüfungen, Charlotten bürg, Kantstraße 71. 

Iw. = Dr. A. Iwanow, Privatdozent a. d. Universität, St. Peters- 
burgs Sabalkansky 19, Qu. 14, Hauptinstitut für Maß und 
Gewichte. 

Kö. = Prof. Dr. R. von Kövesligethy, Budapest VIII, Sandor- 
utcza 8. 

La. = Prof. Dr. W. Laska, Direktor der Sternwarte der tech- 
nischen Hochschule in Lemberg in Galizien. 



NB. Die nicht unterzeichneten Referate stammen von Herrn 
Wislicenus, die vom jetzigen Herausgeber hinzugefügten Referate 
sind im laufenden Jahrgang des AJB mit A. B. gekennzeichnet. 



Erster Teil: 

Allgemeines und descMclitliGlies. 



1. Kapitel: Allgemeines. 

§ 1. 

Berichte von Instituten und Gesellschaften. 

Institute. 
1. Jahresberichte der Sternwarten für 1904. V. J. S. 40, 90—196. 

E. Hartwig, Bamberg (90) Witterang, Gang der Hauptuhr, Be- 
obachtungen und Rechnungen über Veränderliche. — H. Struve, Berlin 
(96) Wiederaufstellung des Neunzöllers. — J. Bauschinger, Rechen- 
institut (98) Jahrbuch für 19 07, Berechnung der Planetoiden. — F. Küstner, 
Bonn (101) Fhotographische Parallaxenbestimmungen der Nova Persei und 
der Hyaden, Sternspektrographien. — P. Guthnick, Bothkamp (102) 
Instramente, Veränderliche, Photometrie der Jupitertrabanten. — J. Franz, 
Breslau (107) Verlegung der provis. Sternwarte, Vermessung Pariser 
Mondphotographien. — W. Luther, Düsseldorf (1^^) Planetoiden. — 
P. Lowell, Flagstaff (111) Marsoberfläche, Spektrographie der Haupt- 
planeten und der vier großen Jupitermonde, Radialbewegung von 
Sternen. — Th. Epstein, Frankfurt-Main (114) Sonnenfleckenbeobach- 
tungen, Tätigkeitszentra auf der Sonne. — R. Gautier, Genf (119) 
Planetoiden, Chronometerdienst. — E. Schwarzschild, Göttingen (1^^) 
Mehrere Geschenke von Dr. Schobloch, u. a. 7 zölliger Refraktor von 
Reinfelder & Hertel erhalten. Heliometrische Oriontriangulation. Auf- 
nahmen für photographische Photometrie der Sterne. — W. Valentiner, 
Beidelberg (123) Sternkatalogbeobachtnngen, Photometrie langperiodischer 
Veränderlicher, Seismographie. — M. Wolf, Heidelberg (133) Aufstellung 
eines Femgewitterschreibers und eines Seismographen, Meteorologie, 
Himmelsphotographie (Planetoiden, Nebelflecken, Veränderliche). Ref.: 
Sir. S8 200, S\ — 0. Knopf, Jena (144) Kometen, Planeten. — 
J. Fenyi, Kalosca (145) Sonnenflecken und Protuberanzen. — D. Du- 
biago, Kasan (146) Kometen, Planetoiden, Veränderliche, Nivellement 
zwischen der alten und neuen Sternwarte und dem Bahnhof. — P. Harzer, 
Kiel (150) Meridianbeobachtungen, Publikationen. — H. Kreutz, Kiel 
(151) Heransgabe der Astron. Nachrichten nebst drei Ergänzungsheften. 
— H. Batt ermann, Königsberg (151) Messungen am Satumsystem 
(H. Struve), Meridianbeobachtnngen. — H. Bruns, Leipzig (154) 

Afironom. Jabresbericbt 1905. 1 



2 I. Teil: Allgemeines uad Geschichtliches. 7, 1905. 

Heliometrische SternparallaxenmessuDgen, seien ographische Untersachungen. 

— H. Seeliger, München (155) Meridiandienst, photogr. Aufnahmen 
für die Untersuchungen über Stern Verteilung. — L. Arndt, Neuchatel 
(158) Chronometer- und Zeitdienst. — H. Jacoby, New York (Columbia 
Univ. Sternwarte, 159) Astrometrie, Astromechanik, Astrophysik und 
Finsternisse.' — N. v. Konkoly, O'-Gyalla (161) Photometrie Veränder- 
licher, Sonnenaufnahmen (Übers.: Id. 9, 234, 3 S.). — C. L. Doolittle, 
Philadelphia (164) Doppelsternmessungen, Breitendienst, definitive Be- 
stimmung der Aberrationskonstante (A = 20% 540 zt 0', 0055). — H. C. 
Vogel, Potsdam (167) Sternspektrographie, Aufnahmen des Sonnen- 
spektrums im äußersten Rot, Pianetenoberflächen, Stand der photometri- 
schen Durchmusterung, Photographie der Sonne, auch mit dem Spektro- 
heiiographen, Photographische Himmelskarte (Ref.: Sir. 38 231 — 233, 8®). 

— A. Helmert, Potsdam (Geodätisches Institut, 174) Schwerebestim- 
mungen zur See, seismische Beobachtungen, Wasserstandsbeobachtungen 
an Nord- und Ostseepegeln, Polhöhenschwankung, Veröffentlichungen (siehe 
auch Ref. Nr. 5). — E. Millosevich, Rom (178) Planetoiden. — 
K. Bohlin, Stockholm (179) Himmelsaufnahmen, photogr. Sternparallaxen- 
bestimmungen, Photometrie. — E. Becker, Straßburg (183). Mikro- 
meter- und Photometerbeobachtungen, Zonenkatalog, Reduktion von 
Nebelfleck- und Trabantenmessungen. — A. A. Nijland, Utrecht. Stern- 
schnuppen, Veränderliche. — L. de Ball, Wien (v. Kuffnersche Stern- 
warte, 190) Heliometrische Bestimmungen von Sternparallaxen, Bestimmung 
photograph. Sternhelligkeiten, Meridianbeobachtungen. — A. Wolf er, 
Zürich (192) Sonnenflecken- und Protuberanzbeobachtungen, Fleckenstatistik. 

A.B. 

2. W. Valentiner, Jahresbericht über die Tätigkeit des Instituts 
während des Kalenderjahres 1904. Heidlb. Mitt. 6, 12 S., 8o. 
Sonderabdruck aus der VJS 40, 123 ff. (10 S.). 



3. R. Schöbe, Jahresbericht der Hamburger Sternwarte für 1904. 

9 S.| 4^. (S.-A. aus Jahrb. der Hamburg, wissenschaftl. Anstalten, 22.) 

Der bauliche Zustand der alten Sternwarte ist immer schlechter 
geworden, die Verhandlungen wegen des Neubaues sind aber noch nicht 
beendet. Neu beschafft wurden ein Chronometer, ein Stereokomparator, 
ein Chronograph und elektrische Apparate. Mitteilungen über Uhrgänge, 
Bibliothek, Publikationen. Die Neureduktion der Carl Rümker sehen 
Meridianbeobachtungen 1836 — 1856 ist gut vorgeschritten. Übersicht 
über Graffs Beobachtungen von Veränderlichen am 9-Zöller. Bericht 
über die Zeitsignale nach Cuxhaven. A. B. 



4. Arthur Stentzel, Eine hervorragende wissenschaftliche Stiftung. 

Weltall 5, 337—340. Ref.: Wetter 22, 167. Meteor. Zeitschr. 22, 371. 
Mitteilung über eine von Herrn Eduard Lippe rt der Hamburger 
Sternwarte gemachte Stiftung von 50 000 Mark zur Anschaffung eines 
großen photographischen Fernrohres. — Betrachtungen über sonstige 



1. Kapitel: Allgemeines. § 1. 3 

Scbeokungen für wisseDschaftliche und speziell astronomische Zwecke in 
Deutschland und im Ausland. Geschichte der Hamburger Sternwarte. 



5. Jahresbericht des Direktors des Königlichen Geodätischen Instituts 

für die Zeit April 1904 bis April 1SK)5. Pr. Geod. Inst. N. F. No. 22, 
35 S., 80. 

Übersicht über die Ausgaben, Personalien, neue Instrumente und 
Bacher, Publikationen des Instituts und einzelner Mitglieder. Haupt- 
arbeiten: Telegraphische Längenbestimmung von Borkum gegen Potsdam, 
Messungen der Hilfsbasis des Instituts behufs Ergänzung der Basismessung 
bei Schnbin und der Eichung der Invardrähte, Schwerebestimmungen 
zur See, absolute Bestimmung der Schwere in Potsdam usw. Eingehende 
Berichte der Abteilungsvorstande über laufende Arbeiten und ihre Ver- 
öffentlichungen, wobei die numerischen Ergebnisse einzelner Untersuchungen 
(geogr. Länge von Borkum, Hilfsbasislänge bestimmt mittels Invardrähten, 
Wasserstande, Zeitdienst u. a.) kurz angeführt werden. A. B. 



6. H. G. VAN DE Sande Bakhüyzen. Verslag van den Staat der 
sterrenwacht te Leiden en van de aldaar volbrachte waar- 
nemingen van 16 September 1902 tot 19 September 1904. 
Bericht über den Zustand und die Tätigkeit der Sternwarte in 
Leiden für die Periode 1902 September 16 bis 1904 September 19, 
Leiden. E. J. Brill 1905. 31 S., 80. 
Was die angestellten Beobachtungen betrifft, so ist für den Meridian- 
kreis zu erwähnen, daß im Jahre 1903 mit einer neuen Reihe von über 
den ganzen Himmel ausgedehnten Fundamentalbestimmungen angefangen 
wurde und daß für den photographischen Refraktor von Dr. Wilterdink 
aasgedehnte Untersuchungen über seine mechanischen und speziell über 
seine optischen Eigenschaften ausgeführt sind. Weiter seien die Unter- 
suchungen von Herrn Weeder erwähnt über die beiden Hohwü sehen 
Uhren der Sternwarte speziell die, welche er anfangs 1903 anzustellen 
begann, über den Einfluß von Temperaturunterschieden oben und unten 
im Uhrkasten. Endlich sei noch aus den Mitteilungen über den Fortgang 
der Reduktionen hervorgehoben, daß sich für die Leidener Beobachter 
in den Jahren 1882 — 1898 gezeigt hat, daß auch bei längeren Beob- 
achtungsreihen keine Änderung ihrer personlichen Fehler im Laufe des 
Abends nachzuweisen ist, daß aber eine schon früher angedeutete täg- 
liche Periode in den Gängen der Hauptuhr bei ihrer damaligen Auf- 
hängung im Meridiansaale sich bestätigt hat. E. B. 



T. ÖT^erb üyjiKOBCKOtt oÖcepßaTopiii (Ottschet Pulkowskoj obser- 

watorii) [Bericht für das Jahr 1904/1905, erstattet dem Komitee 

der Nikolai-Hauptsternwarte vom Direktor]. 45 S., St. Petersburg, 
1905, 80. (Russisch.) 

Außer den gewöhnlichen Mitteilungen über die Tätigkeit der Stern- 
warte findet man im Berichte die Resultate der astronomisch-geodätischen 



4 I* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Verbindung des Eonstantinowschen magnetischen und meteorologischen 
Observatorinms zu Pawlowsk mit Pulkowo, und einen kurzen Bericht des 
Direktors über seine Fahrt zum Kongresse in Saint-Lonis. Die Verbin- 
dung von Pawlowsk mit Pulkowo wurde von den Kapitänen Ausang und 
Nikitin unter der Leitung vom Prof. Wittram ausgeführt. Die Breite 
des Observatoriums zu Pawlowsk ist + 59® 41' 8',1 d= 0',14 und der 
Längenunterschied Pawlowsk— Pulkowo -+- 37^92 ± 08,02. Iw. 



8. Öeskä soukroma observator astronomicka« (Eine böhmische 
Privatsternwarte.) iiv. 16 120, 1 S., gr. 8o. (Böhmisch). 
Unweit Prag in Ondrejov wurde von dem bekannten böhmischen 
Mechaniker Fric ein kleines Privatobservatorium errichtet. Daselbst sind 
die von Fric und Nusl konstruierten Apparate: Zirkum- und Diazenital, 
nebst einem Schröderschen Kometensucher (aus dem Nachlasse Safariks) 
und einer von Strasser und Rohde gebauten Uhr aufgestellt. La. 



9. Proceedings of Observatorien, m. N. 65, 351—381. 

Berichte über die vorwiegend im Jahre 1904 ausgeführten Arbeiten 
der Sternwarte Greenwich (S. 350), Kapstadt (S. 353, Ref.: Nat. 72, 436), 
Edinburg (S. 360), Cambridge (S. 361), Cambridge, Newalls Teleskop 
(S. 362), Dunsink (S. 363), Durham (S. 364), Glasgow (S. 364), Liver- 
pool (S. 365), Oxford-Racliflfe (S. 365), Oxford-Universität (S. 367), 
Rugby (S. 368), South Kensington (S. 368), Stonyhurst College (S. 370), 
Halifax (Crossleys Sternwarte), Wolsingham, Upper Tulse Hill (Huggins' 
Sternwarte) und Lyme Regis (S. 371), Starfield (S. 372), DaramonaObs. 
(S. 374), Hongkong (S. 374), Kodaikanal und Madras (S. 375), Mel- 
bourne (S. 376), Sydney (S. 377), Lovedale, Südafrika (S. 380), Tebbutts 
Sternwarte, Windsor N.S.W. (S. 380) (s. AJB 6 3). A. B. 

10. Observatories. Obs. 28. (Die Seitenzahlen und Längenangaben sind 
bei den einzelnen Sternwarten aufgeführt.) 

Referate über die offiziellen Berichte von meistens englischen Stern- 
warten unter Einschluß der Kolonien. Perth, West Australia (142, 
lYa S.) Bericht des Direktors W. E. Cooke selbst. Untersuchung der 
sehr beträchtlichen Teilfehler am Meridiankreis; Breitenbestimmungen; 
astrographische Aufnahmen. — Natal (144) siehe Ref. Nr. 17. — 
Yale (218) siehe Ref. No. 37. — Melbourne (219, 1 S.) siehe Ref. 
No. 16). — Oxford University (257) die Mittel zum Druck des 
astrographischen Zonenkatalogs sind flüssig gemacht. — Green- 
wich (292, 2 S.) siehe Ref. No. 11. — Harvard (294, l'/^ S.) siehe 
Ref. No. 26. — Stonyhurst (296, Ref.: Nat. 71 592; E. M. 81 262) 
Die Prismenkamera für Sternaufnahmen ist ummontiert und in regel- 
mäßigen Gebrauch genommen. — Cambridge (325, ly, S.) Reduktion 
von Erosaufnahmen; Aufnahmen für Parallaxenbestimmungen und Stern- 
spektrogramme. — Bidston, Liverpool (326) Kometenbeobachtungen. 
— Paris (Loewys Bericht für 1904, S. 425, siehe Ref. Nr. 19). 



1. Kapitel: Allgemeines. §1. 5 

11. Royal Observatory, Greenwich. E. M. 81 395, 1 S., Ath. No. 4060, 
1905 1 725; Nat 72 135, VU S. Ref.: Publ. A. S. P. 17 137—139, J. B. A. A. 
15 344, B. A. 23 76. 

Referat über den vom Direktor der Greenwicher Sternwarte bei der 
am 3. Juni 1905 stattgehabten jährlichen Visitation vorgelegten Bericht, 
den aber der Direktor wegen Krankheit nicht persönlich vorlegen konnte. 
Die Greenwicher Sternwarte wird vermutlich drei Stationen in der Tota- 
litatszone der Sonnenfinsternis vom 30. August 1905 in Labrador, Majorca 
and Tunis besetzen. Die Beobachtung der Anhaltsteme für die Green- 
wicher Zone der photographischen Himmelskarte ist in der Hauptsache 
beendet; es sollen demnächst die Beobachtungen der Anhaltsteme für 
die Oxforder Zone (■+- 24*^ bis + 32® Deklination) begonnen werden. 
Der Einfluß der Polhöhenschwankung auf die Beobachtungen wird jetzt 
regelmäßig nach den vorläufigen Albrechtschen Werten alsbald nach deren 
Publikation berücksichtigt. 

12. W. H. M. Chbistie, Report of the Astronomer royal to the 

Board of Visitors of Royal Observatory, Greenwich, read at the 
annual Visitation of the Royal Observatory, 1905 June 3, 4^. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich, siehe voriges Referat. 

A. B. 

13. Report of the Astronomer Royal to the Board of Visitors of 
the Royal Observatory, Greenwich, Read at the Annual Visi- 
tation of the Royal Observatory, 1903 June 6. Greenw. Obs. 1902 (1), 
29 S., 40. 

Über den Inhalt dieses offiziellen von Herrn W. H. M. Christie 
erstatteten Berichts siehe AJB 5 4. 



14. NoBMANN LocKYER, Roport made to the Solar Physics Com- 
mittee upon the work done in the Solar Physics Observatory, 

South Kensington, From Ist January to 31 st December, 1904. 

41 S., 80. 
Der eigentliche Bericht umfaßt nur die ersten fünfzehn Seiten und 
behandelt zunächst die Laboratoriumsarbeiten, dann die Untersuchungen 
über Sonnenfleckenspektra, die nächtlichen Beobachtungen und die Photo- 
graphien der Sonne, die in Indien, auf Mauritius und in Eensington auf- 
genommen sind, endlich noch Verschiedenes. Beigegeben sind zwei kleine 
Pläne der östlichen und westlichen Sektion des Observatoriums in South 
Kensington. In zwei Anhängen sind Berichte über und an das inter- 
nationale meteorologische Komitee beigegeben. 



15. Annaal Report of the Director, Kodaikanal and Madras Obser- 

vatories for 1904. Madras: Printed by the Superintendent, Govern- 
ment Press. 1904. 29 S., fol. Ref.: Ath. No. 4043, 1905 I 504, J.B.B.A. 15 
290. 

Dieser Bericht enthält zunächst auf 11 7, Seiten den vom 1. Fe- 

btnar 1905 datierten und von Herrn C. Michie Smith, Direktor beider 



6 I. Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Observatorien, unterzeichneieo Spezialbericht über das Eodaikanal-Obser> 
vatoriam. Dieses ist speziell for tägliche Sonnenbeobachtangen aller Art 
bestimmt, die nar an 21 Tagen des Berichtsjahres nicht ausgeführt 
werden konnten. Es wurden 239 neue Fleckengrnppen gezählt und 
durchschnittlich täglich 3,7 Gruppen beobachtet; über die wichtigsten 
derselben werden einige nähere Angaben gemacht. Dann folgt eine Liste 
über Beobachtungszeit, heliographische Lage and Höhe alle)* seit 21. Fe- 
bruar 1904 beobachteten Protuberanzen, die mindestens 60' hoch waren 
oder mindestens 5 ^ am Sonnenrande einnahmen. Auf dem Madras-Obser- 
vatorium, dessen Bericht von Herrn R. LI. Jones unterzeichnet ist, 
werden nur Zeit- und meteorologische Beobachtungen gemacht. Die Mit- 
teilung der letzteren umfaßt 14 Seiten. 



16. Thirty-eighth Report of the Board of Visitors to the Obser- 

vatory; together with the Report of the Government Astronomer 

for the Period from Ist April, 1903, to 31st March, 1904. 
Melbourne. 8 S., fol. Ref.: Ath. No. 4038, 1905 I 343, Nat 71, 449. 

Der Bericht des Board of Visitors erkennt zwar einige bauliche 
Erweiterungen und Verbesserungen auf der Melboumer Sternwarte dankbar 
an, rügt aber noch einige bestehende Uebelstände und bedauert besonders, 
daß die Stelle des ersten Assistenten noch immer nicht besetzt ist. 
Der 37, Seiten umfassende eigentliche Bericht des Direktors F. Baracchi 
erwähnt 2337 Rektaszensions- und 1685 Deklinationsbeobachtungen am 
Meridiankreis, 284 gelungene Aufnahmen am astrographischen Refraktor 
und Ausmessung von 15 in Sydney und 160 in Melbourne gemachten 
Sternaufnahmen. 

17. Colony of Natal. Report of the Government Astronomer for 

the Year 1903. Pietermaritzburg: „Times« Printing and Publishing 
Company, Ltd., 1904. 89 S., fol. Ref.: Nat. 71 282. 

Den größten Teil dieses Berichts (nämlich 84 Seiten) nehmen die 
ausführlichen Mitteilungen der erd magnetischen und meteorologischen 
Beobachtungen ein. Die astronomischen Beobachtungen — die aber nicht 
mitgeteilt werden — haben sich außer den Zeitbestimmungen auf Beob- 
achtungen des Kometen 1903 IV erstreckt. Seit dem 15. April 1903 
ist Herr R. F. Rendell von der Sterawarte in Greenwich „Senior 
Assistant" und damit stellvertretender Leiter der Sternwarte. 



18. Colony of Natal. Report of the Government Astronomer for 
the Year 1904. Pietermaritzburg (wie oben) 1905, 55 S., fol. 
Liste der astronomischen Instrumente (8 inch Grubb- und 4 inch 
Watson -Refraktor, 3 inch Transit von Troughton & Simms, Uhren 
und kleinere Instrumente). Zeitsignale, magnetische Variationen, Gezeiten. 
Meteorologische Tabellen. A. B. 



I.Kapitel: Allgemeines. §1. 7 

19. M. LoEWY, Rapport annuel sur l'etat de l'observatolre de Paris 

pour Tannee 1904, presente au conseil dans sa seance du 11 mars 1905 
conformement k Tarticle 6 du decret du 21 fevrier 1878. Paris, Imprimerie 
nationale, 1905. 33 S., kl. 4o. Ref.: Nat. 72 495, Obs. 28 425, £. M. 82, 
135. Ath. No. 4066, 441. 

Der Bericht gedenkt zuerst des am 13. Februar 1904 verstorbenen 
„astronome titulaire^ Gallandreau, des am 12. Juni 1904 dahin- 
geschiedenen Adjunkten Barre und des am 4. Januar 1905 gestorbenen 
Paul Henry. Im Oktober 1904 wurde das elfte Eroszirkular ver- 
öffentlicht, das achte Heft des photographischen Mondatlas befindet sich 
im Druck; die aus dem Studium dieser Aufnahmen gezogenen SchluB- 
folgerangen betreffen namentlich die Frage der Erstarrung einer Planeten- 
oberfläche (siehe Ref. 1758). Am Ostaquatoreal wurden nach neuer 
Methode (siehe Ref. 475) von Bigourdan Untersuchungen über Aberra- 
tion begonnen. An den allgemeinen Bericht schließen sich die speziellen 
Berichte über die Leistungen in den einzelnen Zweigen der Tätigkeit des 
Pariser Observatoriums sowie über die persönlichen Arbeiten der einzelnen 
Astronomen. A. B. 

20. New Observatory in Algier. Nat. 72 207. 

Referat über eine in „La Nature** (Nr. 1671) erschienene Beschrei- 
bung der Privatstem warte, welche sich Herr A. Ch. Jouffray in 
Mustapha-Saperienr bei Algier hat bauen lassen. Eine kleine photo- 
graphische Abbildung der Sternwarte ist auch dem vorliegenden Referat 
beigegeben (vgl. auch AJB 4 7 und B. S. A. F. 16 318). 



21. PiETBO TüNiNETTi, Appunti storici intorno alla Specola Vati- 
cana. Torino, R. Observatorio, Marzo 1905. 10 S., fol. Ref.: C. R. 141 526. 

Verf. berichtet kurz über die Begründung der vatikanischen Stern- 
warte im Jahre 1888 durch Papst Leo XIII. und deren Entwicklung bis 
auf die Gegenwart. Er zeigt, da£ das wissenschaftliche Personal der- 
selben sich aus Priestern zusammensetzte, unter denen zunächst kein 
Fachastronom sich befand. Ganz schlimm wurden die Verhältnisse aber 
erst, als einige Jahre nach dem Tode des ersten Direktors, des Paters 
Denza, der Papst Leo XIII. den jungen spanischen Augustinermönch 
Rodriguez zum Direktor ernannte, dessen Unfähigkeit und astronomische 
Unwissenheit Verf. an einer Reihe von Beispielen darlegt. Die wissen- 
schaftlichen Angriffe, die besonders von Boccardi gegen Rodriguez 
gerichtet wurden, bewirkten schließlich, daß Papst Pins X. an Stelle 
des Paters Rodriguez den Monsignore Maffi zum Direktor ernannte. 
Die ganze Mitteilung ist nicht gedruckt, sondern handschriftlich durch 
eines der modernen Kopierverfahren vervielfältigt. 

22. Jo86 CoMAS Sola, Jaicio critico de los observatorios modernos. 
Barcelona Mem. (3) 5 83, 14 S., 4«. 

Wiedergabe einer Rede, die Verf. am 27. Oktober 1904 bei der 
Eröffnungssitzung der Kgl. Akademie in Barcelona gehalten hat und die 



8 I. Teil : Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

auf dem Titel den Pablikationsvermerk : März 1905 trägt. Verf. zeigt 
darin kurz, welches die Aufgaben und Methoden der modernen beob- 
achtenden Astronomie sind und bespricht die demgemäß getroffene Aus- 
rüstung der Fabra-Sternwarte bei Barcelona mit einem photographischen 
Doppelrefraktor von 38 cm Oeffnung und einem Meridiankreis von 20 cm 
Oeffhung und einem geteilten Kreis von 80 cm Durchmesser mit zwölf 
Ablesemikroskopen, welche beiden Instrumente von der Firma Mailhat in 
Paris gebaut sind. 

23. A. R. (Ricco). II Duovo osservatorio „Fabra" a Barcelona. 
Mem. Spett. It. M 83. 

Angaben über die Gründung des Observatoriums durch Vermächtnis 
des Don Camillo Fabra, Marques de Alella, wozu noch Spenden 
der Söhne (10000 Pes.), des Provinzialausschusses von Barcelona, des 
Stadtrats (30000 Pes.) kamen. Außer dem Doppelrefraktor und Meri- 
diankreis wurden meteorologische Registrier- und seismische Apparate 
angeschafft. Die Sternwarte ist in 420 m Höhe auf dem Monte Tibidabo 
errichtet; eine Abbildung des am 7. April bei Anwesenheit König 
Alfons XIII. eröffneten Instituts und des großen Refraktors ist auf 
Tafel 406 gegeben. A. B. 

24. LüCiEN RuDAüX, L'Observatoire Fabra. Cosmos N. S. 52 627, 3 S. 

Verf. gibt an der Hand von drei photographischen Aufnahmen eine 
Beschreibung der bei Barcelona errichteten Fabra-Sternwarte und ihrer 
hauptsächlichsten Instrumente, Meridiankreis und photographischer Doppel- 
refraktor. 

25. Report of the Superintendent of the United States Naval Ob- 

servatory for the Fiscal Year ending June 30, 1905. Washington: 
Government Printing Office 1905, 17 S., 80. 

Personalien, Arbeitsplan und Arbeitsverteilung im astronomischen 
und nautischen Zweig des Instituts, Veröffentlichungen. Uebersichten über 
die Beobachtungen an den Aquatorealen (38 Planeten, 5 Kometen, 
Planetentrabanten, Doppelsterne usw.), Meridianinstrumenten (Zodiakal-, 
Fundamental-, Zonensterne, Planeten), Altazimut, Vertikalinstrument, 
Photoheliograph. Dann folgt der Bericht über die American Ephemeris, 
die untersuchten Schiffsinstrumente und Chronometer, Zeitsignale. Kurz 
wird auch über die Marinestation Tutuila auf Samoa berichtet. Einige 
Angaben über Verwaltungsangelegenheiten beschlieBen den von Admiral 
ehester gelieferten Jahresbericht. A. B. 



26. Edward C. Pickbring, Fifty-ninth Annual Report of the Director 

of the Astronomical Observatory of Harvard College for the 

Year ending September 30, 1904. Cambridge, Mass. 1904. 14 S., 
80. Ref.: Ath. No. 4044, 1905 I 535; Nat. 72 256, Sir. 88 198—200. 

Die Sternwarte hat im Berichtsjahr zwei Mitarbeiterinnen verloren, 
nämlich außer Fräalein Anna Winlock (siehe AJB 6 101) noch Fraa 



1. Kapitel: Allgemeines. §1. 9 

J. W. £ddy, welche letztere hauptsächlich mit der Reduktion von Meri- 
diankreisbeobachtungen betraut war. An neuen Instrumenten hat die 
Sternwarte den Reflektor von 60 inches Durchmesser des verstorbenen 
A. A. Common erworben. Dieser soll hauptsächlich in Verbindung mit 
dem 12-inch Meridian Photometer zur photometrischen Bestimmung ganz 
schwacher Sterne dienen. Die Arbeiten in den verschiedenen Abtei- 
loDgen des Instituts sind gefordert, doch klagt der Verf. über Geld- 
maugel. 

27. E. C. PiCKEBiNG, Sixtieth Annual Report of the Direktor of the 

AstroDomical Observatory of Harvard College. Cambridge, 
Mass. 1905. 12 S., 8o. 

Verf. nennt verschiedene wichtige Arbeiten, die mangels von Mitteln 
nicht gefordert werden können, wie auch eine feuersichere Unterbringung 
der Bibliothek dringend wünschenswert sei. Dann berichtet er über 
Wen d eil s Photometermessungen von Algolveränderlichen und Planetoiden 
(Eonomia variabel), über Meridianbeobachtungen, über seine eigenen Beob- 
achtungen (175800 Einstellungen) am 12- und am 2zöli. Meridian- 
photometer, über die photographischen Aufnahmen in Cambridge (über 
6000) und zu Arequiba (über 4000). Am Brucefernrohr sind bis jetzt 
7504 Aufnahmen erlangt (Phoebe, Ocllo). Es folgen Mitteilungen über 
Meteorologie einschlieBlich Drachen- und Sondenballonaufstiege , sowie 
über Untersuchungen über veränderliche Sterne. Nochmal kommt Verf. 
ZDui Schluß auf die pekuniären Bedürfnisse des Observatoriums zu sprechen 
und nennt dann die im Berichtsjahre erschienenen und im Druck befind- 
lichen Publikationen (Annalen, Zirkulare). A. B. 



28. W. DE FoNviELLB, L'Observatoirs d'Harvard College et ses deux 
succarsales. Cosmos N. S. 53 240, VU S. 
Verf. gibt auf Grund der von der Harvard-Sternwarte heraus- 
gegebenen Schrift (siehe AJB 6 11) eine kurze Darstellung der Entwick- 
lang dieser Sternwarte und ihrer Stationen. Auch die beiden im Ori- 
ginal gegebenen Abbildungen sind hier reproduziert. 



29. W. W. Campbell, An Electric Lighting, Power, and Pumping 
Plant for the Lick Observatory. Publ. A. S. P. 17 57, 32/3 S. 

Verf. legt kurz die Notwendigkeit dar, eine elektrische Kraftstation 
bei der Lick-Sternwarte anzulegen, um dieselbe mit Licht, Kraft zur Be- 
wegung der Kuppeln usw. und Wasser durch Pumpwerk zu versorgen. 
Die dazu notigen Mittel von 10000 Dollar sind vom Staate Kalifornien 
bewilligt 

30. W. W. Campbell, Gift from Dr. D. 0. Mills. Publ. A. S. P. 17 101. 
Herr D. 0. Mills hat die Mittel bewilligt, da£ die von der Lick-Stern- 
warte nach Chile gesandte Expedition noch weitere fünf Jahre, als ur- 
sprönglich geplant war, an Ort und Stelle verbleiben kann. Dieselbe 



10 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905 

wird noch mit einem lichtstärkeren Spektrographen ausgerüstet werden, 
um auch die schwächeren südlichen Sterne auf ihre Bewegung im Visions- 
radius hin untersuchen zu können. 



31. W. W. Campbell, The Personnel of the Crocker Eclipse Ex- 
pedition from the Lick Observatory. Publ. A. S. P. 17 102, IV2 S. 
Ref.: Sir. 38 147. 

Verf. zählt das Personal für die drei Expeditionen auf, die die Lick- 
Sternwarte zur Beobachtung der Sonnenfinsternis vom 30. August 1905 
aussendet. 

32. Georg E. Hale, The Development of a New Observatory. 
Publ. A. S. P. 17 41, IIV4 S.; Ref.: Sir. 88, 97—100. 

In Pop. Sc. Mo. war die Errichtang eines Observatoriums auf dem 
Mount Wilson so nahe bei der Lick-Sternwarte und der Entziehung eines 
Teiles des Personals der Yerkes-Stem warte getadelt worden und Verf. 
setzt daher auseinander, daB das auf dem Mount Wilson im Werden 
begriffene Observatorium keineswegs der Lick- oder der Yerkes-Stern- 
warte Konkurrenz machen sollte, sondern daß es im Gegenteil Beob- 
achtungen ausführen solle, die an jenen beiden Instituten und auch sonst 
nirgends unter so günstigen Bedingungen ausgeführt werden könnten. 
Dazu gehörten in allererster Linie Sonnenbeobachtungen, doch solle auch 
später die Sternspektroskopie und das Photographieren der Nebelfiecke 
gepfiegt werden. 

33. George E. Hale, The Solar Observatory of the Carnegie Insti- 
tution of Washington. Ap. J. 21 1.51, 22 S.; Mt. Wilson Contrib. No. 2, 
22 S., 80. Ref.: Nat. 72 19. Pop. Astr. 18 223, Know. N. S. 2 131, Nat. 78, 
67—69. Mem. Spelt. It. 84, 229—230. D. Mech. Z. 1905, 145. B. A. 28 77. 

Auf den Bericht des Verf.s hin (siehe Ref. No. 34) hat die Carnegie 
Institution in Washington die Errichtung einer Sonnenwarte auf dem 
Mount Wilson beschlossen und dafür für das Jahr 1905 die Summe von 
150 000 Dollars angewiesen, doch dürfte die erste Ausrüstung des 
Observatoriums doppelt soviel kosten. Verf. beschreibt nun an der Hand 
einer Anzahl photographischer Aufnahmen die auf dem Mount Wilson 
bisher in Angrifif genommenen bezw. geplanten Gebaulichkeiten. Zunächst 
findet das „Snow^'-Teleskop der Yerkes-Stemwarte dort Aufstellung, 
indem die einzelnen Teile desselben auf massiven Steinpfeilern montiert 
sind, während sie durch einen Ueberbau geschützt sind, der aus einem 
eisernen Gestänge besteht, das jalousieartig mit Leinwand bespannt und 
teilweise verschiebbar ist. Außerdem wird ein Wohnhaus für die Beob- 
achter errichtet, in welchem jeder ein Arbeits- und Schlafzimmer hat, 
und noch ein Maschinenhaus, das auch eine kleine Reparaturwerkstätte 
enthält. In Pasadena am Fuße des Mount Wilson ist gleichzeitig der 
Bau einer optischen und mechanischen Werkstätte unter Leitung von 
G. W. Ritchey in Angriff genommen. 



1. Kapitel : Allgemeiaes. §1. 11 

34. George E. Hale, A Study of the Conditions for Solar Research 

at Mt. Wilson, California. Carneg. Y. B. No. 8; Mt. Wilson Contrib. 
No. 1, 27 S., 80; Ap. J. 21 124, 27 S. Ref: Nat. 72 19, B. A. 23 77. 

Verf. berichtet ausführlich über Temperatur-, Luftdruck-, Wind- und 
Feuchtigkeitsverhältnisse auf dem Mount Wilson bei Los Angeles im süd- 
lichen Kalifornien, sowie über die Durchsichtigkeit der Luft und die 
Rohe und Schärfe der Bilder bei astronomischen und astrophysikalischen 
Beobachtungen, die sich speziell auf die Sonne bezogen, die Verf. dort 
während mehrerer Monate und mit verschiedenen Instrumenten angestellt 
hat. Verf. kommt zu dem Schluß, daß der Mount Wilson für Sonnen- 
beobachtungen ganz besonders geeignet ist. 



35. R. G. AiTKEN, Progress of Work at Mt. Wilson. Publ. A. S. P. 
17 158. 

Bau in gutem Fortschreiten begriffen, Barnard, der seit Januar 
oben sich aufhielt, hat seine Reihe von Milchstraßenaufnahmen beendet 
und das Brucefernrohr wieder demontiert. Die Smithsonian-Expedition 
unter Prof. Abbot ist noch mit Untersuchungen über die Sonnenstrahlung 
beschäftigt, wird aber die Arbeit in einigen Wochen vollendet haben. 

A. B. 

36. Karl Peärson, A Students Observatory. Engin. 79 484, fol. 

Verf. plädiert für die Errichtung einer Unterrichtssternwarte an der 
Universität London, welche nicht sowohl zur Ausbildung von Astronomen, 
als zur Unterweisung von Mathematikern, Physikern und Ingenieuren in 
den grundlegenden astronomischen Beobachtungen bestimmt sein soll. 
Von den notwendigen 450 Pfund Sterling sind 200 schon durch frei- 
willige Beiträge aufgebracht. 

37. Reports for the Years 1900 to 1904 presented by the Board 
of Managers of the Observatory of Yale üniversity to the 
President and Fellows. 8 S., 8o. Ref.: Nat. 71 354. 

Fünf kurze, von dem Direktor des Yale-Observatory, W. L. Eikin 
verfaßte Berichte über die fünf im Titel genannten Jahre. Besonders 
werden immer die mit dem großen Repsoldschen Heliometer erhaltenen 
Beobachtungen und die am Meteorographen gemachten Aufnahmen von 
Sternschnuppen erwähnt. 

38. Report of the Director of the Yerkes Observatory for the period 

July 1, 1902 to June 30, 1904. üniversity of Chicago Press, 8 S., 
40. Ref.: Nat. 78 18. 

Die Einzelabschnitte des Berichts des Direktors G. E. Haie betreffen 
n. a. die Subventionen des Carnegie -Instituts, zweimal 4000 Dollar für 
verschiedene Arbeiten, 10000 Dollar für die Sonnen warte auf Mount Wilson, 
fe Aufstellung des Snow-Teleskops (wofür Miß H. Snow, Chicago, 
10 000 Dollar gespendet hatte), die Vollendung des 10-inch photographi- 



12 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

sehen Bracefernrohrs von 50 inch Brennweite, sodann die Sonnen auf- 
nahmen am Spektroheliographen, Mikrometermessungen am 40-Zöller 
von Doppelstemen, Planetenmonden, Sternhaufen, Aufnahmen für Stern- 
parallaxen am 40-Zöller, Spektroskopie, Sternphotometrie, photo- 
graphische Untersuchungen. A. B. 

39. The Santiago Observatory. Obs. 28 299. 

Als das Unternehmen der photographischen Himmelskarte ins Leben 
gerufen wurde, wollte sich auch die Sternwarte in Santiago de Chile 
daran beteiligen und übernahm die Zone — 17® bis — 23®. Der Tod 
des damaligen Direktors und finanzielle Note verhinderten die Ausführung 
des Planes, der jetzt ernstlich in Angriff genommen werden soll. 



40. SiDNEY D. TowNLEY, International Latitnde Observatory, Ukiah, 
Cal. Publ. A. S. P. 17 71, 1 S. 

Verf. hat während des Jahres 1904 in Ukiah in 173 Nächten 
2434 Stempaare beobachtet. Der wahrscheinlichste Fehler einer einzigen 
Breitenbestimmung ergab sich zu =liOM09. 

41. Mabiano Gutierbez-Lauza, S. J., Apuntes historicos acerca del 

Observatorio del Colegio de Bolen. Habana, Avisador comercial. 
Ref.: Nat. 71 282. 

Verf. gibt einen historischen Überblick über dieses seit 1857 be- 
stehende Observatorium, dessen Hauptaufgabe seiner ganzen Anlage und 
Ausrüstung nach die Anstellung meteorologischer, erdmagnetischer und 
seismologischer Beobachtungen ist. Doch ist dad Institut auch mit einem 
6- zölligen Äquatorial von Gooke ausgerüstete, von dem in der vor- 
liegenden Schrift eine Abbildung gegeben wird. 



42. Siebenundzwanzigster Jahresbericht über die Tätigkeit der 

Deutschen Seewarte für das Jahr 1904. Hamburg 1904. Oedrackt 
bei Hammerich <& Lesser in Altena. IV + 53 S., gr. 8^. 

Der Bericht hält sich in den üblichen Formen. Eine wissenschaft- 
liche Hilfsarbeiterstelle ist nea begründet. In der Abteilung II wurden 
453 Sextanten und Oktanten, 1 Sextantenspiegel-Prüfungsapparat und 
325 Kompasse und Rosen geprüft, 32 Sextanten wurden von der Prüfung 
zurückgewiesen. Auf 61 Schiffen wurden Deviationsbestimmungen und 
Kompensationen ausgeführt. In der vierten Abteilung wurden außer der 
üblichen Chronometerprüfnng (siehe Ref. No. 847) 6 Prüfungen von 
Präzisionstaschenuhren abgehalten, woran sich 6 Fabrikanten mit 18 Uhren 
beteiligten, von denen 4 der groBen und 14 der kleinen Prüfung unter- 
zogen worden; eine der ersteren und drei der letzteren gingen über die 
vorgeschriebenen Schwankungsgrenzen hinaus. 



1. Kapitel: Allgemeines. § 1. 13 

43. Bericht über die Tätigkeit des Centralbureaus der Internatio- 
nalen Erdmessang im Jahre 1904 nebst dem Arbeitsplan 
für 1905. Centn Intern. Erdm. N. F. No. 11, 14 S., 4^. 
Der Beriebt zerfällt in die folgenden Spezialberichte : Berechnungen 
für das europäische Lotabweichangssystem — Krümmung des Geoids in 
den Meridianen und Parallelen — Internationaler Polhöhendienst in 
4- 39*^ 8' Breite — Vorbereitungen für die Ausdehnung des Inter- 
nationalen Polhöhendienstes auf die Südhalbkugel — Absolute Pendel- 
messangen — Relative Pendelmessungen — Bestimmung der Schwer- 
kraft auf dem Indischen und dem Stillen Ozean und an deren Küsten — 
Verschiedenes. Derselbe Bericht ist auch in französischer Sprache bei 
E. J. BriU in Leiden erschienen. 



44. naMÄTHaü KHH5KKa Me^eBoro HHCTHTyia (Pamjatnaja 
knishka Meshewogo Instituta). [Das Jahrbuch des Eonstan- 
tinowschen Feldmeßinstituts für das Jahr 1903/04. Das siebente 
Jahr der Ausgabe. Moskau 1905. 255 S., 16^. (Russisch.) 

Außer dem Berichte über die Tätigkeit des Institutes sind in diesem 
Jahrbuche unter anderem folgende Abhandlungen abgedruckt: 1. K. Zwet- 
kow, Zum Andenken an Th. A. Bredichin, 2. Ssopotzko, Metrograph- 
Planimeter von Kauzer-Tschagodar, 3. J. Iweronow, Aufnahme und 
Nivellierung von Simferopol. — Dem Jahrbuche ist die Photographie der 
Sternwarte des Konstantinowschen Feldmeßinstitutes beigefügt. Iw. 



45. Verhandlangeu der österreichischen Gradmessungs-Kommission. 

Protokoll über die am 29. Dezember 1903 abgehaltene Sitzung. 
Wien 1904. 13 S., 8^. 

Dem eigentlichen Sitzungsprotokoll sind zwei Berichte als Beilagen 
angefügt, nämlich einmal ein solcher über die Tätigkeit des k. k. Grad- 
messungsbureaus im Jahre 1^03 erstattet von Herrn £. Weiß, und ein 
aosfuhrlicherer über die vom k. und k. militär-geographischen Institute 
im Jahre 1903 ausgeführten Oradmessungsarbeiten, der von R. v. Ster- 
neck verfaßt ist. 

46. IlaMHTHaa KHHmKa MemeBoro HncTHTVTa. (Pamjatnaja 

knishka Meshewogo Instituta). [Denkbuch des Konstantinow'schen 

Feldmeßinstituts für das Jahr 1902/03.] 6ter Jahrgang. Moskau. 
135 S. 80. (Russisch.) 

Im Denk buche sind unter anderem folgende Abhandlungen gedruckt: 
1. Erassowky, Bericht über die Beschäftigungen auf der Pulkowaer 
Sternwarte in den Jahren 1902 bis 1903. 2. Ssopotzko, Vergleichung 
des Halbsashenmaßstabes von Schwabe 9 mit dem Normalmeter von 
Wanschaff, welcher im geodätischen Museum des Institutes sich befindet. 
3. J. Iweronow, Abweichungen der Vertikallinien im Gouvernement 
Moskau nach den neueren Arbeiten. Iw. 



14 1- Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

47. Report of the Superintendent of the Coast and Geodetic Survey 

showing the Progress af the Work from July 1, 1903, to 

June 30, 1904. Washington, Government Printing Office, 1904. 774 S.. 
40. Ref.: Nat. 71 519, Science N. S. 21 395, 27, S. 

Die den Bericht eröffnenden offiziellen Begleitschreiben bei üeber- 
reichung desselben an die Regierung und den Kongreß sind vom 1. Sep- 
tember 1904 datiert, in die Hände der nicht offiziellen £mpfangsberecb> 
tigten — wenigstens in Europa — ist der Bericht erst 1905 gelangt. 
Der eigentliche Bericht, der einen Überblick über die Feld- und Bureau- 
arbeiten in den einzelnen Zweigen des Instituts gibt, umfaßt 18 Seiten 
und schließt mit einer Zusammenstellung von Nekrologen für die im 
Berichtsjahr verstorbenen Beamten des Instituts. Beigegeben sind diesem 
Bericht vier Karten, welche durch verschiedene Schraffierungen und 
Zeichen die in der östlichen und westlichen Hälfte der Vereinigten Staaten 
sowie in Alaska und den in amerikanischen Besitz befindlichen Inseln 
im Stillen Ozean die im Berichtsjahre ausgeführten geodätischen und 
hydrographischen Arbeiten veranschaulichen. Von den neun beigegebenen 
Appendices behandelt der 1. die Details der Feldarbeiten, der 2. die 
Einzelheiten der Bureauarbeiten und der 3. die Ergebnisse der magne- 
tischen Beobachtungen. Ueber die sonstigen 6 Anhänge siehe die Ref. 
No. 930, 1081, 2209, 2215, 2313. 

Siehe auch Ref. No. 1056. 



Gesellschaften, Vereine und Versammlungen. 

48. Report of the Council to the Eijjthy-fifth Annual General 
Meeting of the Society, m. N. 65 323—426. 

Geschäftliche und wissenschaftliche Berichte, Verzeichnis verkäuflicher 
Kopien von Himmelsaufnahmen, Ansprache des Präsidenten H. H. Turner 
bei der Verleihung der Goldenen Medaille an Prof. Lewis Boss, über 
dessen langjährige Untersuchungen der Positionen und Eigenbewegungen 
der Fundamentalsterne, sowie bei der Verleihung der Prämie und Medaille 
aus der Hannah Jackson geb. Gwilt-Stiftung an John Tebbutt als 
Anerkennung der 40 Jahre umfassenden Beobachtungstätigkeit dieses 
australischen Astronomen. Die Wahl zum Präsidenten fiel dieses Mal 
auf Herrn W. H. Maw. A. B. 

49. Meeting of the Roval Astronomical Society. Obs. 28 41, 77, 121, 
157, 197, 233, 269, 44f. 82 S. Ref.: J.B.A.A. 15, 146, 173, 206, 248, 291, 
344,16 35,71. 

Berichterstattung über die Verhandlungen in den monatlichen 
Sitzungen der R.A.S. vom Dez. 1904 bis Juni sowie im Nov. 1905. 
Die Diskussionen knüpfen an die eingegangenen Abhandlungen an, die 
oft von den Autoren unter Vorführung von Projektion sbildem ausgelegt 
werden. Referate über diese Abhandlungen gibt der AJB an passender 



1. Kapitel: Allgemeines. §1. 15 

Stelle. (Im J. B. A. A. 1905 wird über die Sitzungen von Januar bis 
Jnni und November, Dezember 1905 kurz referiert). A. B. 



50. Meeting of the British Astronomical Association, j. B. A. A. 15, 
117, 155, 183, 219, 257, 301, 353, 16 1, 51, 85 S. Ref. Obs. 28 47, 94, 
126, 170, 203, 245, 283, 305, 450. 32 S. 

Kurze Berichte ober die Verhandlungen der B. A. A. in ihren all- 
monatiich einmal stattfindenden Versammlungen. Es werden in der Regel 
die eingegangen astronomischen Mitteilungen sowie Neuigkeiten besprochen. 

51. Report of the Branches. J. B* A. A. 15 127, 161, 195, 229, 267, 367, 
16 19, 54. 16 S. 

Mtteilungen über die Verbandlungen der Zweiggesellschaften der 
Brit. Astron. Association zu Glasgow (Westschottland), Sydney (Neusüd- 
wales), Melbourne (Victoria). 

52. The Liverpool Astronomical Society. Obs. 28 69. 

Kurzes Referat über den von dieser Amateurgesellschaft heraus- 
gegebenen Bericht über die Session 1903 — 04, der Mitteilungen von W. E. 
Plummer, S. J. Johnson und A. L. Cortie enthält. 

53. Assemblee generale annoelle de la Socicte Astronomique de 
France. B. S. A. F. 1» 201, 1973 S. Ref.: Cosmos N. S. 52 415. 

Die übliche Jahresversammlung fand diesmal am 5. April 1905 
statt Zum Präsidenten wurde Herr Ed. Caspar! gewählt. Dann 
berichtete Herr C. Flammarion über die Entwicklung der Gesellschaft, 
die jetzt 2687 Mitglieder zählt, uud teilt mit, wem diesmal der Janssen- 
preis und die Erinnerungsmedaille verliehen sind. Darauf hält Herr 
G. Lippmann wie im Vorjahre einen kurzen Vortrag über die Fortschritte 
der Astronomie im abgelaufenen Jahre und endlich sprach noch Herr 
Ferrie über drahtlose Telegraphie. 



54. The Astronomical Society of the Atlantic. Obs. 28 344, 437. 

Unter diesem Titel plaudert Herr A. R. Hinks in launiger Weise 
über die Erlebnisse einiger Astronomen und Mathematiker auf ihrer Fahrt 
zor Versammlung der British Association in Süd-Afrika. Sechs derselben 
«begründeten^ während des Aufenthaltes des Dampfers in Madeira beim 
Frühstück die im Titel genannte Gesellschaft. 

In der Fortsetzung wird die Annäherung des Dampfers an die 
Kapstadt geschildert, wobei der „grüne Strahl^ der aufgehenden Sonne 
gesehen worden sei. Die elektrische Zentraluhr, die Vorrichtung zur 
Temperaturregulierung beim großen Spektrographen, der neue Meridiankreis 
mit dem Rep so Id sehen Durchgangsmikrometer, das 7zöll. Heliometer und 
der Repsoldsche Meßapparat bilden neben der romantischen Lage der 
Kapstem warte den Gegenstand der Bewunderung für den Besucher, der 
freilich über den mancherlei Geräuschen aller möglicher automatischen 



16 I* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905 

EinrichtuDgen beim McCleanfernrohr den Ausspruch tut, die stillen 
Nachtwachen sind eine leere Redensart geworden. A. B. 



55. Laenas Gifford Weld, The American Association for the 
Advancement of Science. Section A, Mathematics and Astro- 
nomy. Science N. S. 21 174, 4V8 S. 

Bericht über die am 28., 29. und 30. Dezember 1904 abgehaltenen 
Sitzungen der Sektion und die in denselben verlesenen Arbeiten. Über 
die folgenden Vorträge astronomischen Inhalts werden ganz kurze Referate 
gegeben: J. R. Eastman „Results from Observations of the Sun, Moon 
and Planets for 26 Years**; Philip Fox „Determination of the Solar 
Rotation Period from Flocculi Positions'^ (die Rotationsperiode wächst von 
0® bis 35® heliozentrischer Breite von 24,56 bis 25,31 Tage); Ellen 
Hayes „The Path of the Shadow of a Plummet Bead^; J.F. Hayford 
„The Computation of the Deflections of the Vertical due to the Topo- 
graphy Surrounding the Station^; Frank Schlesinger „On Systematic 
Errors in Determining Variations of Latitude^; J. D. Thompson Biblio- 
graphy and Classification of Mathematical and Astronomical Literature at 
the Library of Congress"; David Todd „On an Optical Meth od of Radial 
Adjustment of the Axes of the Tracks of a Large Observatory Dome"; 
L. G. Weld „The Application of Mayer's Formula to the Determination 
of the Errors of the Equatorial". 

56. Frank B. Littell, The Astronomical and Astrophysical Society 
of America. Science N. S. 21 406. 18 S. Ref.: Nat. 72 19. 

Die sechste Versammlung dieser Gesellschaft wurde am 27. — 30. De- 
zember 1904 in Philadelphia abgehalten und es waren im ganzen 36 Mit- 
glieder der Gesellschaft — wenn auch nicht während der ganzen Dauer 
der Versammlung — anwesend. Für 1905 wurde S. Newcomb zum 
Präsidenten, G. E. Haie und W. W. Campbell zum Vizepräsidenten und 

C. L. Doolittle zum Schatzmeister gewählt. Verf. referiert aber die 
folgenden Vorträge, die gehalten, bezw. Arbeiten, die verlesen wurden, 
etwas ausfuhrlicher: C. L. Doolittle „The Constant of Aberration*; 
John F. Hayford „The Test ofa Transit Micrometer''; Eric Doolittle 
„Measurement of Hough Double Stars"; Edward S. King „A Study of 
the Driving-worms of Several Photographic Telescopes** ; C. L. Doolittle 
„The Reflex zenith Tube"; Annie J. Cannon „Variations of the Bright 
Hydrogen Lines iu Stellar Spectra"; Henrietta S. Leavitt „Variable 
Stars in Large Nebulous Regions "; Percival Lowell „Planetary Spectro- 
grams** und „The Canals of Mars. An Investigation of Their Objectivity" ; 
Frank H. Bigelow „Note on Three Solar Periods"; John A. Parkhurst 
„The Coordination of Visual and Photographie Star Magnitudes** ; Heber 

D. Curtis „The Quadruple System of Alpha Geminorum"; Harold 
Jacoby „üse of the Method of Least Squares to decide between Con- 
flicting Hypotheses"; Harold Jacoby „Tables for de Reduction of 
Astronomical Photographs" ; E. C. Pickering „Recent Researches of the 



1. Kapitel: Allgemeines. § 1. 17 

Henry Draper Memorial** und J. G. Hagen „Note on Two Variable Star 
Catalogaes**. 

57. £1 tercer aDiversario de la fundacioD de la Sociedad astrono- 
mica de Mexico por J. Galindo y Villa. Mexico 1905. 12o. 
Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



58. H. G. VAN DE Sande-Bakhuyzen, VerhandluDgen der 1903 in 
Eopenhagen abgehaltenen XIV. allgemeinen Konferenz der Inter- 
nationalen Erdmessung. Ref.: Z. f. Instrk. 25 221, 3 S. mit Abbildungen. 

üeber das Original (Berlin, Georg Reimer 1904) siehe A.J.B. 6 21. 

A. B. 

59. Jific^Toe npHcy^Kj^enie iipeMiÄ (Dessjatoje prissnshdenije 
premij). [Das zehnte Preisausschreiben vom Kaiser Nicolai 
Alexandro witsch.] R. A. G. 10 221. 9 S. 8o. (Russisch.) 

Die Preise des Kaisers Nicolai Alexandrowitsch sind N. N. Donitsch 
for seine Arbeiten über die totalen Sonnenfinsternisse am 28. Mai 1900 
und am 17./18. Mai 1901 und Fräulein E. A. Maximow für die Be- 
stimmung der absoluten Bahn des Planeten (209) Dido zugesprochen. 

60. La Fete du Soleil. B. S. A. F. 19 319, 366. 11 S. 

Wie im Vorjahre hat auch dieses Jahr die S. A. F. das Sommersolstiz 
darch ein Fest verherrlicht (siehe AJB 6 22), welches am 21. Juni 1905 
im Hotel des Societes Savantes mit einer Festrede von Laisant, die 
abgedruckt ist, und einem Bankett gefeiert wurde. 

Nachträglich wird noch die Ansprache von Lippmann gebracht. 



61. H. Stbüve, Antrittsrede. Berl. Ber. 1905 672. S»/* S. 

Der Sitte gemäß gibt Verf. in dieser seiner Antrittsrede beim Ein- 
tritt in die Berliner Akademie einen Ueberblick über seine bisherige 
wissenschaftliche Tätigkeit und gedenkt außerdem der Fürsorge, welche 
die Akademie seit ihrer Begründung der Astronomie und speziell der 
Berliner Sternwarte hat angedeihen lassen. 



62. W. W. Bryant, Note on the Publication of Astronomical 

Papers, with special reference to the International Catalogue. 
M. N. 6», 530. 

Verf. betont die wachsende Dringlichkeit der Zentralisierung speziell 
wissenschaftlicher Literatur in SpezialZeitschriften, „Standard-" oder Normal- 
zeitschriften. Was in anderen Blättern „wertvolles" erscheint, müsse dort 
abgedruckt werden, dann könnten die anderen Blätter, die oft für die 
Ausbreitung der Wissenschaft und ihrer Ergebnisse im Volk von größtem 
Nutzen seien, ganz wohl weiter bestehen. Originalbeobachtungen von 

Astronom. Jahresbericht 1905. 2 



IQ I. Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Amateuren sollten entweder einer Astron. Gesellschaft (für England der 
Roy. Astr. Soc.) oder einem Spezialisten zur Verwertung und Veröffent- 
lichung eingesandt werden. Endlich bemerkt Verf. noch, daß für 
den Internationalen wissenschaftlichen Katalog einige astronomische Publi- 
kationen im British Museum oder im Museum für Naturgeschichte gesucht 
werden müssen, weil sie der Bibliothek der Roy. Astr. Soc. nicht zu- 
gegangen sind und fragt, ob es der Mühe wert ist, solche Schriften zu 
registrieren, die so schwer „auszugraben^ sind! A. B. 



63. A. Marcüse, Über die Notwendigkeit beim Schulunterricht 

Allgemeine Astronomie and Mathematische Geographie mehr 

als bisher zu berücksichtigen. Vortrag auf d. Deutschen Geographen- 
tag zu Danzig 1905. Verh. d. XV. Deutschen Geographen tags 86 — 91, 80. 

Redner betonte die ideale und praktische Bedeutung der Astronomie, 
sie vermittelt eine klarere Weltanschauung und imponiert durch ihre 
Exaktheit, auf ihr beruht die Orts- und Zeitkenntnis und damit die gesamte 
Schiffahrt auf den Ozeanen, sowie das Kalenderwesen. Die Astronomie 
sollte daher vor allem zum Pflichtstudium der Mathematiker gemacht 
werden. A. B. 

64. Notizen über Sternwarten, Preisausschreiben, etc. 

Science N. S. 21 639: Die alte Sternwarte von Henry Draper in 
Hastings-on-Hudson ist am 31. März 1905 abgebrannt. Die Instrumente 
befi.nden sich seit 1886 auf der Harvard-Sternwarte. 

Physik. Zeitschr. 6 336: Aufgabe von der Universität Cambridge 
für den Adamspreis: „Die Ungleichheiten in der Mondbewegung, die auf 
eine unmittelbare Wirkung der Planeten zurückzuführen sind.^ Abliefe- 
rungstermin 16. Dezember 1906. 

Nat. Rund. 22 287: Die Belgische Akademie hat für 1905 folgende 
Preisaufgabe gestellt: „Es sollen die hauptsächlichsten Glieder der periodi- 
schen Lotabweichungen in Hohe und Azimut gefunden werden, unter 
Annahme der Hypothese des Nichtzusammenfallens der Gravitationszentren 
von Erdrinde und Erdkern." 

Science N. S. 21 838: Man beabsichtigt an der Villa Medici eine 
Marmortafel anzubringen zur Erinnerung daran, daß Galilei dort 1633 
Juni 24 — Juli 6 gefangen saß. 

Obs. 28 299: Die Zinsen der von dem verstorbenen Mc Glean 
der Newall Sternwarte vermachten 5000 Pfund Sterling sollen alljährlich 
zu instrumenteilen Anschaffungen für die Sternwarte verwandt werden. 

Publ. A. S. P. 17 64: Die Lick-Sternwarte hat auf der Ausstellung 
in St. Louis zwei große Preise für ihre Ausstellung daselbst erhalten. 

Science N. S. 22 31: Eine Sternwarte ist an der University of 
Leeds errichtet, welche den Namen Cecil Duncombe-Sternwarte führt. 

Publ. A. S. P. 17 108: Die Smithsonian-Institution hat die Herren 
C. G. Abbot und L. R. Ingersoll auf den Mount Wilson zur Bestimmung 
der Sonnenkonstante geschickt. 



1. Kapitel: Allgemeines. §2. 19 

Publ. A. S. P. 17 136: Die Dominion-Sternwarte in Ottawa in 
der Hauptsache vollendet. Direktor W. F. King, 15-inch Refraktor. 

J. B. A. A. 15 207: Eine neue Sternwarte wird in Neuseeland 
bei Victoria University-CoUege errichtet. 

Publ. A. S. P. 17 136: Die Universität Leeds erhält eine neue 
Sternwarte, deren Teleskop von CecilDuncombe geschenkt ist; das- 
selbe wird unter einer Aluminiumkuppel aufgestellt. 

Siehe auch Ref. No. 1060, 2169. 



§2. 

Jahrbücher und Sammlungen von Ephemeriden. 

Jahrbücher und selbständig erscheinende £phemeriden- 

Sammlungen für 1904—1908. 

65. Berliner Astronomisches Jahrbuch für 1907 mit Aogaben für 

die Oppositionen der Planeten (1) — (512) für 1905. Heraus- 
gegeben von dem Eöniglicben Astronomischen Recheninstitut unter Leitung 
von J. Bauschinger. Berlin, Ferd. Dämmlers Verlag, 1905. X-h548 S., 
80. Ref.: Ath. No. 4051, 1905 I 758. 

Der vorliegende 132. Band des Berliner Jahrbuchs unterscheidet sich 
von seinem direkten Vorgänger (siehe AJB 6 35) hauptsächlich dadurch, 
daß der Anhang, der die definitiven Verbesserungen der Oerter des Fix- 
stemverzeichnisses enthielt, in Wegfall gekommen ist, weil im vorliegenden 
Bande der neue Auwerssche Fundamentalkatalog (siehe AJB 6 318) dem 
Fixsternverzeichnis zugrunde gelegt ist. Die bisher gebrachte Ephemeride 
für Ceti ist weggelassen und die von iz Bootis durch C Bootis ersetzt. 
Den Eigenbewegungen ist von jetzt ab die Newcombsche Präzessions- 
konstante zugrunde gelegt. Auf Seite VI finden sich Berichtigungen zu 
den Jahrbüchern für 1901, 1906 und 1907. 



66. Astronomisch -nautische Ephemeriden für das Jahr 1907. 

Deutsche Ausgabe. Ober Veranlassung der Marinesektion des k. und 
k. Reichskriegsministeriums herausgegeben von dem k. k. astronomiscb- 
meteorologischen Observatorium in Triest unter Redaktion von Dr. Friedrich 
Bidschof. Jahrgang XX. Triest, Bucbdruckerei des österreichischen Lloyd. 
1905. XX 4- 253 S., 80. 

Der vorliegende Jahrgang ist im wesentlichen eine unveränderte 
Fortsetzung der früheren (siehe AJB 4 29). Die Angaben über die 
Jupiter-Trabanten sind jedoch weggelassen, und die Tafel zur Bestimmung 
der Breite aus einer Höhe des Polarsternes durch eine bequemere ersetzt. 
Der Tafel für die Hohenparallaxe der Sonne wurde der Wert von 
^'.8 für die Äquatorial-Horizontalparallaxe der Sonne zugrunde gelegt. 

F. 



20 I* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

67. Astronomisch -nautische Ephemeriden für das Jahr 1908. 
Deutsche Ausgabe. Über Veranlassung der Marine-Sektion des k. und k. 
Reichskriegsministeriums herausgegeben von dem k. k. astronomisch-meteorolo- 
gischen Observatorium in Triest unter Redaktion von Dr. F. Bidschof. 
Jahrgang XXI. Triest, Bucbdruckerei des österreichischen Lloyd 1905. 
XX-+-188S., 80. 

Eine wesentliche VeräDderung gegen den bisherigen Inhalt bedeutet 
die Weglassung der Monddistanzen gemäß einem Erlasse des k. k. Handels- 
ministeriums. Sollte aber doch einmal der Fall eintreten, daß aas 
beobachteten Monddistanzen die geographische Länge abgeleitet werden 
muß, so ist hierfür vorgesorgt durch die der Einleitung beigefugte Ab- 
handlnngvon Bidschof: ^Anleitung zur Berechnung geozentrischer 
Monddistanzen und zur Ermittelung der geographischen 
Längen auf Grund derselben.^ Die Zahl der Fixsterne, für die 
scheinbare Oerter gegeben werden, ist auf 261 vermehrt worden. Auch 
eine Uebersicht über Himmelserscheinungen 1908 ist aufgenommen. Die 
Weglassung der Monddistanzen hat auch einige Aenderungen in der 
Tafelsammlung am Schluß des Jahrbuchs zur Folge gehabt. Die An- 
gaben über Zeitsignalstationen beruhen auf den tatsächlichen Verhältnissen 
vom Jahre 1905. Der Titel der im übrigen identischen italienischen 
Ausgabe lautet: Effemeridi astronomico-nautiche per P anno 1908, publicate 
per incarico delP I. R. Governo Marittimo dalP I. R. Osservatorio astrono- 
mico-meteorologico in Trieste. Annata XXII. (Das italienische Ver- 
zeichnis der Zeitsignalstationen ist auch separat erschienen.) A. B. 

68. Nautisches Jahrbuch oder Ephemeriden und Tafeln für das 

Jahr 1908. Herausgegeben vom Reichsamt des Inneren unter Leitung 
von C. Schrader. Beriin, Cari Heymanns Verlag 1905. XXIV H- 316 S., 8o. 

Das N. J. für 1908 ist in seinem wesentlichen Inhalt die unver- 
änderte Fortsetzung des letzten Jahrgangs (siehe AJB 6 36). F. 



69. Unser Nautisches Jahrbuch. Hansa 42 318 und 330. 3 S., 4^. 

Der Aufsatz, der ^ein Seemann für viele ^ unterzeichnet ist, sucht 
den Nachweis zu liefern, daß das Nautische Jahrbuch den Bedürfnissen 
des Seemannes wenig entspreche und verbesserungsbedürftig sei. Es wird 
hauptsächlich eine Einschränkung des astronomischen Teiles und die 
Aufnahme einer ausführlichen Gezeitentafel verlangt. — In einer unter 
derselben Ueberschrift von Herrn Dr. Schrader, dem Herausgeber des 
Nautischen Jahrbachs, veröffentlichten Entgegnung (Hansa 42 389. 1 S. 4®) 
werden verschiedene Fehler des Aufsatzes festgestellt und die Unmög- 
lichkeit verschiedener vorgeschlagener Reformen dargetan. F. 



70. W. LuDOLPH, Kleines Nautisches Jahrbuch für 1906. Bremer- 
haven, L. v. Vangerow 1905. 56 S., 8^. 

Eine unveränderte Fortsetzung der früheren Jahrgänge (siehe AJB 2 27). 

F. 



1. Kapitel: Allgemeines. § 2. 21 

71. Hamburger Nautischer Kalender für das Jahr 1906. Hamburg, 
Eckardt & Meßtorff 1905. 112 S., 8». 

In seinem nantiscb-astronomlschen Teile eine unveränderte Fort- 
setzung der früheren Jahrgänge (siehe AJB 2 27). F. 



72. Deutscher Seefischerei-Almanach für 1905. Herausgegeben vom 
Deutschen Seefischerei -Verein. Hannover und Leipzig, Hahnsche 
Buchhandlung 1905. XX 4- 678 S., 8o. 

Der Almanach ist in seinem nautisch-astronomischen Teile ein un- 
veränderter Abdruck des vorigen Jahrgangs (siehe AJB 6 28). F. 



73. Astronomischer Kalender für 1905. Berechnet für den Meridian und 
die Polhobe von Wien. Herausgegeben von der k. k. Sternwarte. Der 
ganzen Reihe 67. Jahrgang, der neuen Folge 24. Jahrgang. Wien. Verlag 
von Karl Gerolds Sohn. 138 S., 8^. Ref.: Nat. Woch. N. F. 4 142, Nat. 
Rund. 20 244, Z. f. math. u. nat. Unt. 36 298, Nat u. Off. 51 445. 

Die Einrichtung dieses Kalenders, sowie die regelmäßigen, tabella- 
lischen, astronomischen Beilagen und Uebersichten sind die gleichen ge- 
blieben wie froher (siehe AJB 2 25), nur daß natürlich bei den letzteren 
die neuesten Entdeckungen uud Untersuchungen berücksichtigt sind. 
Außerdem enthält der Kalender drei astronomisch-wissenschaftliche Auf- 
sätze, die unter den No. 654, 801, 971 gesondert besprochen sind. 

74. Astronomischer Kalender für 1906. Herausgegeben von der k. k. 
Sternwarte. Der ganzen Reihe 68. Jahrgang, der neuen Folge 25. Jahr- 
gang. Wien, Karl Gerolds Sohn. 143 S., 8^. Ref.: Naturw. Rund. 21. 

Kalendarium und Tabellen sind im wesentlichen unverändert ge- 
blieben. Zwei neue Artikel siehe Ref. No. G55, 2123. 



75. J. A. D. Jensen, Nautisk Almanak (Nautischer Almanach auf 

Greenwicher Meridian berechnet für das Jahr 1906). Kopenhagen, 
Verlag v. G. A. C. Gad. 82 S., S^. (Dänisch.) 

Das Buch gibt astronomische Daten, Gezeitentabelle und dergleichen 
dem Bedürfnisse der praktischen Navigation entsprechend (siehe AJB 1 
17 und 5 32). Bu. 

76, AcTpoHOMHHecKitt KajieHAapb (Astronomitscheskij Kalendar) 
[Russischer Astronomischer Kalender für 190ö]. Herausgegeben 
vom Kreise der Liebhaber der Physik und Astronomie in Nishni-Nowgorod 
unter der Redaktion des Vorsitzenden S. Schtscherbakow. Nishni- 
Nowgorod, 1905. 90 + 26 + 58 -^ 22 S., 8». (Russisch.) 

Außer den gewohnlichen Anzeigen sind im Kalender für 1905 fol- 
gende Abhandlungen enthalten: 1. K. Pokrowsky, Fortschritte der 
Astronomie während 1903; 2. Zum Andenken an Th. Bredichin; 
3. S. Glasenapp, Zeitbestimmung mittels des Sonnenringes; 4. S. Scharbe, 
lieber die Beobachtungen der Sternschnuppen; 5. M. Iwanowsky, Wie 
kann man seine Pendeluhr verbessern? Iw. 



22 I* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

77. B. V. Vermont, Efemeridä astroDomicä pentra Bucuresti pentru 

annl 1906 (Astronomische Ephemeride für Bukarest für das 

Jahr 1906). Anal. Inst. Met. Rom. 17, 2. Teil, Jahrg. 1901. Bukarest, 
F. Göbl, 1905. B. 343—363, 4«. (Rumänisch.) 

Auf den ersten fünf Seiten werden Erklärungen zu den auf der 
Conn. des Temps beruhenden Ephemeriden gegeben, Erläuterungen über 
die verschiedenen Zeitarten und deren Verwandlungen, über die Kon- 
stellationen usw. Die Ephemeriden geben Datum, Wochentag, Jahres- 
bruchteil, Sonnenauf- und -Untergang und mittleren Mittag in Normalzeit 
(Greenwich Zeit -f- 2 ^), stundliche Aenderung der Zeitgleichung, halbe 
Dauer des Meridiandurchgangs der Sonne, Sonnenhalbmesser, Sternzeit 
im M. M., AR und Dekl. der Sonne nebst stundlicher Aenderung für 
M, M., genäherte Zeit (Normalzeit) von Mondauf-, -Untergang und Meri- 
diandurchgang, Mondalter, Mondphasen, Konstellationen. Die Mond- 
finsternis des 9. Februar 1906 wird nachträglich näher behandelt. In 
einem anschlieBenden Artikel wird die Erscheinung der totalen Sonnen- 
finsternis 1905 Aug. 30 für Bukarest, Jassi und Craiova vorausberechnet; 
dazu werden Ratschläge für die Beobachtung gegeben. A. B. 



78. The Naatical Almanac and Astronomical Ephemeris for the 

year 1908, for the Meridian of the Royal Observatory at Greenwich. 
Printed by Order of the Lords Commissioners of the Admiralty. Edin- 
burgh: Printed by Neill & Co., Limited. XIII -f 60H-42 S., 8o. 

Die im vorjährigen Bande eingeführten wesentlichen Änderungen 
und Neuerungen (siehe AJB 6 36) sind hier beibehalten; weitere Aende- 
rungen aber nicht eingeführt. Der Verlauf der Sonnenfinsternisse vom 
3. Januar, 28. Juni und 22./23. Dezember 1908 ist kartographisch dar- 
gestellt. Auf Seite XIII sind einige Verbesserungen zu den Bänden fär 
1905, 1906 und 1908 aufgeführt. 



79. Clock Star List 1905. Royal Observatory, Greenwich 1904, Dezember. 
2 S., 40. 

Mittlere Rektaszensionen von 220 Zeit- und Zirkumpolarsternen mit 
den Korrektionen für die im Nautical Almanac für 1905 aufgeführten 
Rektaszensionen derselben. 

80. Appendix to Nautical Almanac 1905. Corrections to the 
apparent places of Nautical Almanac stars visible at Greenwich, 

deduced from the Paris Conference (1896) Oonstants so as to obtain 
apparent places corresponding to the Struve-Peters Gonstants. 22 S., 8^. 

Diese Korrektion der scheinbaren Örter für 1905 sind mit der 
gleichen Genauigkeit berechnet und in der gleichen Weise publiziert wie 
früher (siehe AJB 4 24). 

81. Brown's Comprehensive Nautical Almanac, Harbour and Dock 
Guide and Advertiser and Daily Tide Tables for 1906. Compiled 



1. Kapitel: Allgemeines. §2. 23 

and edited by R. Irvine Brown. Glasgow, Printed and published by 
James Brown & Son. 373 S., 8<>. 

Dieser 2 9 sie Jahrgang ist dnrch verschiedene kleine naatische 
Hilfstafeln erweitert. Die Anordnung und der Druck der Ephemeriden 
ist geändert. Die Zahl der angegebenen Fixsternörter ist nahezu ver- 
doppelt. Die Notizen und Rechenvorschriften über die Ortsbestimmung 
auf See sind erweitert und umgearbeitet. Der Abschnitt über die Gezeiten 
ist durch vier Karten der Gezeitenströmungen in der Umgebung der 
Britischen Inseln und in der Nordsee vervollständigt. (Siehe AJB 6 31). 

_ F. 

82. PsABsoN^s Nautical Almanack and General Tide Tables 1906. 

Containing all Necessary Information for the Navigators of Steamsbips 
and Sailing Veasels. Edited by W. R. Kettle and H. D. Jenkins. London, 
Imray, Laurie, Norie & Wilson Ltd. 392 S., 8^. 

Nachdem diese Tafel in einen anderen Verlag übergegangen ist, 
hat sie gegenüber den früheren Jahrgängen (siehe AJB 4 25) eine voll- 
ständige Umarbeitung erfahren. Die Tafeln der Ephemeriden sind ganz 
bedeutend erweitert; sie enthalten außer den für die Nautik wichtigen 
Ephemeriden eine Reihe anderer, die nur für eine genaue Ortsbestimmung 
von Bedeutung sind. Von Monddistanzen sind nur die Distanzen zwischen 
Mond nnd Sonne von drei zu drei Stunden angegeben, während die 
Hondorter für jede zweite Stunde gegeben sind. Die Genauigkeit der 
angegebenen Werte ist dieselbe wie im Nautical Almanac. Einige 
nautisch-astronomische Hilfstafeln sind den Ephemeriden hinzugefügt. In 
der Gezeitentafel sind die Hochwasserzeiten für 43 europäische Hafen- 
orte angegeben. Von der Tafel ist ein Auszug zu halbem Preise im 
Handel, in dem die Ephemeriden des Mondes und der Planeten fehlen. 

F. 

83. Ainsley's Nautical Almanac and Tide Tables for 1906. 
Printed and published by Thomas L. Ainsley, South Shields 1905. 472 S., 80. 

In seinem nautisch-astronomischen Teile eine unveränderte Fort- 
setzung der früheren Jahrgänge (siehe AJB 3 27). F. 



84. Jefferson's Almanac and Tide Tables 1906. Published by 
Fargher & Co. Thornton Heath, Surrey 1905. 346 + 27 S., 8o. 

In seinem nautisch-astronomischen Teile eine unveränderte Foi*t- 
setzong des vorigen Jahrgangs (siehe AJB 6 32). F. 



85. Lloyd's Calendar 1905. Published with the approval of the Commitee 
of Lloyd's. Printed and published at Lloyd's. London X -|- 559 -h XLVIII 
+ XIV S., 80. 

Dasselbe 1906. X -i- 554 -h XLVIII -f- XI V S., so. 

Die beiden Ausgaben des Kalenders gleichen der vorjährigen sowohl 
in der Auswahl der £phemeriden, als auch in den Teilen, die sich mit der 
terrestrischen nnd astronomischen Nautik beschäftigen (siehe AJB 5 30). 

F. 



24 I. Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

86. Star Caleodar for 1906. London, E. C. Hirschfeld Bros. Ref.: J. B. 
A. A. 16 71. 

Gleiche Einrichtang dieses aus vier Sternkarten mit Anmerkungen 

bestellenden Kalenders wie im Vorjahre (siehe AJB 6 32). 

87. Connaissance des Temps ou des mouvements Celestes, pour le 

meridien de Paris, a Pusage des astronomes et des navigateurs, pour 

l'an 1907, publiee par le Bureau des Longitudes. Paris, Gauthier- 
Villars. Janvier 1905. VIII 4- 824 4- HO* S., 80. Ref.: Ath. No. 4060, 
1905 II 247. 

Der vorliegende Band zeigt keine wesentlichen Aenderungen in 

Inhalt und Anordnung gegen seine Vorgänger, die in den Bänden für 

1904 und 1905 eingeführten Neuerungen (siehe AJB 3 31, 4 31) sind 

beibehalten. Kartographische Darstellungen der Sonnenfinsternisse vom 

13. Januar und 10. Juli 1907, sowie des Merkurdurchgangs vom 13. und 

14. November 1907 sind beigegeben. Berichtigungen zu den Jahrgängen 
für 1901 bis 1906 finden sich auf den beiden letzten Seiten. 



88. Connaissance des Temps. Extrait a Tusage des ecoles d'hydrographie 

et des marins du commerce, pour 1 an 1906, publie par le Bureau des 
Longitudes. Paris, Gauthier- Villars, 1905. 116 S., 8o. 

Diese Ausgabe ist lediglich ein für nautische Zwecke bestimmter 
Auszug aus der großen Ausgabe der Connaissance des Temps, der alle 
für den Seemann nötigen Angaben meist mit etwas geringerer Genauig- 
keit als im Hauptwerk enthält (siehe auch AJB 3 30). 



89. Berichtigungen. A. N. 109 47. 

Dieselben betreffen A. N. No. 3815 und 4030 und die Bände der 
Connaissance des Temps für 1866 — 1907, in denen die Länge von 
Warschau in Tagen falsch angegeben ist. 



90. Annuaire pour Tan 1906, publie par le Bureau des Longitudes. 
Paris, Gauthier- Villars. IV -f- 712 + 229 S., kl. 80. Ref.: Nat.: 78 233. 
Rev. sc. (5) 5, 95. Nat. Woch. N. F. 5 79. Ciel et Terre 26 590. B. A. 28 80. 

Kalender, Himmelserscheinungen, Planeten-, Kometen- und Stern- 
tabellen umfassen 353 Seiten, darunter die Ephomeriden der Veränder- 
lichen wie alljährlich und die £lemententafel der Planetoiden (1) bis 
(570) nebst 33 unnummerierten Bahnen (meistens Kreisbahnen). Die 
unter „Notices" gegebenen drei Aufsätze betreffen die Sonnenfinsternis 
vom 30. Augast 1905 (siehe die Ref. Nr. 515, 1497 und 1531). 

91. C. Flammaeion, Annuaire astronomique et meteorologique 

pour 1906. Paris, Librairie E. Flam marlon, 270 S., 12o. Ref.: Ciel et 
Terre 26 534. Nat. 78 233. B. S. A. F. 19 562. 

Der 42. Jahrgang enthält wie gewöhnlich Ephemeriden, U ebersichten 
über Himmelsersciieinungen mit Monatskarten der Konstellationen, Tabellen 



1. Kapitel: Allgemeines. § 2. 25 

des SonneDsystems. In dem Rückblick aaf die Fortschritte der Astro- 
nomie werden namentlich die Sonnenfinsternis vom August und die Ober- 
Mcben von Mars, Jupiter nnd Saturn behandelt. A. B. 



92. Annnaire astronomique de Fobservatoire royal de Belgique 
publie par les soins de 0. Leconte 1906. Bnixelles, Hayez 1905. 388 S., 
120. Ref.: Rev. Sc. (5) 4 383, C. R. 140 1496. 

Einrichtung wie in den Vorjahren; die Ephemeriden sind von 
Stayvaert, Stroobant, Philippot und Bijl berechnet. Außerdem 
hat Stroobant einen populären Artikel über die Gezeiten (S. 313 bis 
379) geüefert, der sich auf das Werk von G. H. Darwin „The Tides** 
QDd den Aufsatz von Hatt im Annuaire du Bur. des Longitades 1904 
(siebe AJB 5 637) stützt. A. B. 

9 

93. Ephemerides astronomiqaes et Annuaire des marees pour 

l'annee 1906, destines aux capitaines de na vires et rediges d'apres les 
formales de M. Edmond Dubois. Trentesixi^me annee. Sain Brieux, 
Rene Prudhomme, Paris, Augustin Ghalamel. 64 + 96 S., 8^. 

Eine etwas erweiterte Fortsetzung des vorigen Jahrgangs (siehe 
AJB 6 33). F. 

94. I. DB Rey-Pailhade et A. Ch. Souffbay. Eph^merides astronomiqaes 
dt^cimales pour le meridien de Paris ä Pusage des astronomes et des 
navigateurs pour l'an 1905. Paris, Gauthier- Villars. 

Der Berichterstattung nicht zagänglich. F. 

95. MiCHELE Rajna, Nugvo caJGolo deir eifemeride del sole e dei 

crepuscoli per Torizzonte di Bologna. Memorie della R. Accademia 
delle Scienze deir Istituto di Bologna (6) 1 61, 38 S., 4^. 

Verf. teilt hier ganz ausführliche Tafeln mit, aus denen Auf- und 
ÜDtergangszeit, sowie Tagbogen der Sonne, ferner Anfang, Dauer und 
Ende der astronomischen und bürgerlichen Dämmerung für Bologna und 
jeden Tag des Jahres zu entnehmen sind. Einleitungsweise macht Verf. 
einige allgemeine und geschichtliche Bemerkungen über die mitgeteilten 
Größen und die Wege, auf denen er dieselben erlangt hat. Verf. hat sich 
<Ier im Anbang zu den Bremikerschen fünfstelligen Logarithmentafeln für 
Deklination der Sonne und Zeitgleichung gegebenen Werte bei seinen 
Rechnungen bedient. 

96. Anouario astronomico pel 1905, pubblicato dal R. Osservatorio di 

Torino (Palazzo Hadama). Torino, Vincenzo Bona. 1905. 84 S., 4^. 
Ref.: V. J. S. 40 57—64. 

In der Einleitung gedenkt Verf. älterer italienischer Jahrbücher, des 
Bologneser seit 1715, des Turiner von 1787 bis 1817 (meist Meteoro- 
logie) und von 1874 bis 1905 als Bollettino Meteorologico deir Oss. . . 
^ Torino. Das neue Annuario soll gewissermaßen eine Fortsetzung der 
Mailänder Effemeridi astronomiche sein, die von Schiaparelli mit dem 



26 I. Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Jahrgang 1874 aufgegeben wurden im Hinblick auf die Erweiterung der 
vier großen Jahrbücher (Berlin, London, Paris, Washington). Verf. meint 
aber, daß man trotzdem auch in Italien Ephemeriden drucken könne. 
Andererseits beklagt er die Zeitvergeudung bei der viermaligen ausführ- 
lichen Berechnung der ^ großen^ Ephemeriden (Sonne, Mond usw.), eine 
doppelte genügte, sie würde freilich die Einführung des Einheitsmeridians 
bedingen. — Im ersten Bande werden die Ephemeriden von 202 Sternen 
(Newcombsches System), abgekürzte Koordinaten von Jupiter und Saturn 
für StÖrungsrechnnngen und einige astronomische Aufsätze gegeben (siehe 
Ref. No. 952, 593—596). A. B. 

97. G. BoccAEDi, L'annuario astronomico dell' osservatorio di Torino 

pel 1905. Fatti e considerazioni. Auszug aus Rendiconti e Memorie 
della R. Accad. di Scienze Lettere e Arti dei Zelanti di Acireale (3) S. 
Acireale 1905, Tipogr. ,,Orario delle Ferrovie**. 15 S., 8o. 

In dem oben zitierten Ref. zu vorerwähntem ^Annuario'^ hatte 
Carnera Ausstellungen betreffs Auswahl und Verteilung der Sterne sowie 
hinsichtlich des Inhalts der beigegebenen Aufsätze (z. B. Vorzuge der 
photographischen Stemorter) gemacht. Der Verf. erklärt diese Einwürfe 
für unbegründet und führt zwei Reihen von Vergleich ungen photographi- 
scher und direkter Stemorter zugunsten seiner Ansicht (siehe Ref. 952) 
an. Die Planetoidenberechnung gibt er aber als eine zu unfruchtbare 
Arbeit wieder auf. A. B. 

98. AnDuario astronomico pel 1906, pubblicato dal R. Osservatorio di 
Torino (Palazzo Madama). Torino, Vincenzo Bona, 1906. X -I- 62 S., 80. 

Der zweite Jahrgang enthält für die obere Kulmination die schein- 
baren Oerter der Sterne des Newcombschen Fundamentalkatalogs, die in 
anderen Jahrbüchern nicht gegeben sind, darunter fünf Zirkumpolar- 
slerne. Vorangehen einige kalendarische Angaben sowie kurze Finster- 
nisdaten. Auch die abgekürzten Jupiter- und Saturnkoordinaten sind 
wieder aufgenommen. Als Anhang setzt der Herausgeber G. Boccardi 
seine Methode der Konstantenbestimmung für den Meridiankreis ausein- 
ander (S. 51 — 62, auch erschienen in Atü Acc. Torino 41, Heft 1). 

A. B. 

99. L. VoLTA, Berichtigung zu Annuario astronomico di Torino 1905. 
A. N. 169 63. 

Die Ephemeride von y Cor. bor. ist in AR. unrichtig gerechnet. 

A. B. 

100. Almanaque nautico para el ano 1906, calculado de Orden de la 
Superioridad en el Institute y Observatorio de Marina de San Fernando. 
Seccion tipografica del Observatorio. 19()4. XI -+- 614 S., gr. 80. 

Gegen die früheren Bände (siehe AJB 2 31, 5 33) ist hier inso- 
fern eine Änderung eingeführt, als die Vorausberechnung der Mond- 
distanzen von 3^ zu 3^ bei jedem Monat weggelassen sind, sodafi die 
Ephemeriden für jeden Monat jetzt nur 26 Seiten beanspruchen. In den 



1. Kapitel: Allgemeines. §2.^ 27 

ErkläraDgen (Seite 611 f.) ist ganz ausführlich an einem Beispiel aus- 
einandergesetzt, wie man mit Hilfe der noch in dem ^Almanaque^ ent- 
haltenen Angaben die Länge aus einer gemessenen Monddistanz berechnen 
kann. Die Sichtbarkeitskurven der partiellen Sonnenfinsternis vom 
19. August 1906 sind kartographisch dargestellt. 



101. The American Ephemeris and Nautical Almanac for the Year 

1908. First Edition. Published by Authority of Gongress. Washington, 
Bureau of Equipment, 1904. VIII 4- 595 S., gr. 80. Ref.: Ath. No. 4039, 
1905 I 376. 

Die Vorrede ist vom Dezember 1904 datiert und in Europa waren 

die ersten Bände im Jahre 1905 erhältlich. Wesentliche Neuerungen 

oder Änderungen gegen die vorhergehenden Bände sind nicht eingeführt. 

Seite VI enthält Druckfehlerverbesserungen für die Bände von 1905 und 

1906. Die Sichtbarkeitskurven der Sonnenfinsternisse vom 3. Januar 

und 28. Juni 1908 sind in zwei Karten dargestellt. 



102. Annario del Observatorio astronomico nacional de Tacubaya 

para ei ano de 1905 formado bajo la direccion del Ingeniero Felipe 

Yalle. Afio XXV. Mexico, oficina tip. de la Secretaria de Fomento, 
1904. 468 S., 120. 

Die Einrichtung und der Inhalt des Buches sind in der Hauptsache 
die gleichen geblieben wie früher (siehe AJB 3 26) und auch die vor- 
jährigen Vermehrungen (siehe AJB 6 29) sind beibehalten. Doch hat 
auch der vorliegende Band einen nicht unbeträchtlichen Zuwachs erhalten, 
der sich aber auf meteorologische und physikalische Angaben und Tabellen, 
sowie solche über Gewichts- und Maßeinheiten erstreckt. 



103. Annario del Observatorio astronomico nacional de Tacubaya 
para el ano de 1906 formado bajo la direccion del Ingeniero Felipe 
Valle. Ano XXVI. Mexico 1905. 496 S., 12o. 
Der Stemkatalog enthält jetzt 1192 Fuudamentalsteme nach New- 
comb. Verzeichnis von 115 Doppelstemen. Reduktionstafeln, trigono- 
metrische und logarithmische Tafeln. Tabellen zur genäherten Bestim- 
noDg der Breite eines Ortes und des Azimuts einer Richtung. Tafeln 
für Refraktion, für Reduktion auf den Meridian, für Reduktion von Mikro- 
meterbeobachtungen für Refraktion, verschiedene Umrechnungstabellen, 
Konstantentafeln. A. B. 

104. Calendrier-annuaire pour 1905 de l'Observatoire de Zi-Ka-Wei. 
Shanghai, imprimerie de la mission catholique ä Forphelinat de Tou-se-we. 
80. Ref.: Cosmos N. S. 52 389. 

Über den Inhalt dieses kalendarischen Jahrbuchs, von dem ein 
guter Teil chinesisch gedruckt ist, siehe AJB 5 28 und 32. 



28 I- l'eil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

105. Hamburgischer Normal-Kalender für das Jahr 1906. Im amt- 
lichen Auftrag herausgegeben von Professor Dr. R. Schorr, Direktor der 
Sternwarte. Hamburg 1905. 26 S., kl.40. 

Dieser Kalender erscheint erst seit 1904 separat, früher war er ein 
Teil des ^Hambnrgischen Staats-Handbucbs^. Derselbe beginnt nach 
einer kurzen Erläuterung mit Angaben über christliche nnd jüdische Fest- 
tage, Hamburger Normalzeit, Zeitdifferenz für verschiedene Länder und 
Städte u. dgl. m. Das eigentliche Kalendarium enthält Auf- und Unter- 
gangszeiten für Sonne und Mond in Hamburg, Angabe des wahren 
Mittags und der Kulminationszeit des Mondes, Eintritt von Ebbe und 
Flut für jeden Tag; auBerdem sind für jeden Monat die Mondwechsel 
und die Planetenstellungen augegeben. Dann folgen Angaben über Sonnen- 
nnd Mondfinsternisse und Planetenerscheinungen. Auch wird der Eintritt 
von Ebbe und Flut in Cuxhaven für jeden Tag im Jahre angegeben, 
sowie die ungeföhren Differenzen der Gezeitenphänomene an verschiedenen 
Punkten der Nordseeküsten gegen Cuxhaven. Ein Verzeichnis der geo- 
graphischen Lage verschiedener Punkte des hamburgischen Staatsgebietes 
sowie ein vom Herausgeber konstruierter immerwährender Kalender bilden 
den Schluß. 



106. Hermann Haack, Geographen-Kalender. In Verbindung mit vielen 

Facbgenossen herausgegeben. Dritter Jahrgang: 1905/1906. Gotha, Justus 
Perthes, 1905. Vril-f-540 S., kl. 80. Ref.: Globus 87 352, Petermanns 
Mitt 51 ,,Lit.« 80. 

Der Inhalt dieses Kalenders ist zwar in erster Linie für Geographen 
berechnet, aber es finden sich in dem Buche allenthalben Angaben, ja 
ganze Abschnitte, die für den Astronomen und Geodäten von besonderem 
Interesse sind. Das von Prof. Paul Lehmann zusammengestellte Kalen- 
darium enthält außer dem üblichen Festkalender eine Kalenderübersicbt 
für 1905 und 1906, sodann für die Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 
1906 für jeden Tag mittlere Zeit im wahren Mittag, Rektaszension und 
Deklination der Sonne, Meridiandurchgang und Rektaszension und Dekli- 
nation des Mondes für den Meridian von Green wich, ferner für jeden 
vierten Tag Sternzeit im mittleren Green wicher Mittag, Finsternisse, 
Mondphasen, astronomisches Ortsverzeichnis, Dimensionen der Erde nach 
Bessel, Umwandlung englischer und russischer Längenmaße ineinander 
und in Meter. Dann folgen zwei Abschnitte über die Weltbegebenheiten 
und geographischen Forschungsreisen im Jahre 1904, wozu 16 Kärtchen 
im Anhang des Buches gehören. Der vierte Abschnitt enthält die geo- 
graphische Literatur des Jahres 1904, worin auch eine Abteilung für 
Werke und Aufsätze über geographische Ortsbestimmung, Geodäsie, Topo- 
graphie und Nautik ist. Der fünfte und sechste Abschnitt enthalten eine 
Totenliste des Jahres 1904 und ein Verzeichnis von 8200 Adressen von 
Geographen und Gelehrten verwandter Wissenschaften. In beiden Ver- 
zeichnissen sind die Astronomen sehr vollständig berücksichtigt. Dann 
folgen Anzeigen, die auch vieles für den Astronomen Interessante ent- 
halten, und die schon oben erwähnten Kartenbeilagen. 



1. Kapitel: Allgemeines. §2. 29 

107. Die Fortschritte der Physik im Jahre 1904 dargestellt von der 
Deutschen Physikalischen Gesellschaft. Sechzigster Jahrgang, dritte Ab- 
teilung, enthaltend Kosmische Physik, redigiert von Richard Ass- 
mann. Braunschweig, Friedrich Vieweg & Sohn, 1905. LX-l-600 S., 8^. 

Die Einteilung ist im wesentlichen dieselbe wie in den Vorjahren 
(siehe AJB 2 23), die Abteilung über Astrophysik umfaßt die S. 1 bis 
131. Ueber nahezu 200 Veröffentlichungen wird eingehender berichtet, 
während von etwa 300 anderen die Titel, zum Teil mit kurzer Inhalts- 
angäbe, zusammengestellt sind. A. B. 



108. Max Wildbrmann, Jahrbuch der Naturwissenschaften 1904 

bis 1905. Zwanzigster Jahrgang. Unter Mitwirkung von Fachmännern 
herausgegeben. Mit 28 in den Text gedruckten Abbildungen. Mit einem 
Anhang: General register über die Jahrgänge 1900/01 — 19(M/05. Freiburg 
im Breisgau. Herdersche Verlagshandlung. 1905. XV +.537 S., 8^. 
Ref.: Nat. Rund. 20 593. 

Auf den Seiten 171 bis 200 (einschlieBlich) dieses Bandes wird 
über astronomische Materien von Herrn Joseph Plai^mann berichtet 
und zwar über die folgenden: Neue Satelliten — Schwierigkeiten der 
Himmelsphotographie — Veränderliche Sterne — Interplanetare Strahlen- 
brechung — Drahtlose Telegraphie bei Längenbestimmungen — Verbesse- 
rang einiger Konstanten der rechnenden Astronomie — Zur Astrospektro- 
skopie — Kalzium wölken im Weltraum — Kometen des Jahres 1904 — 
Abstoßungskraft der Sonne — Anzahl der Asteroiden. Dazu kommt auf 
der letzten Seite des Buches noch eine Notiz über den 10. Saturnsmond. 
Auf den Seiten 413 bis 434 (einschlieBlich) sind wieder die Himmels- 
erscheinungen von Herrn PI aß mann zusammengestellt, gültig für die 
Zeit 1905 Mai 1 bis 1906 Mai 1; über deren Einrichtung siebe AJB 4 22. 
Im „Totenbuch ** (S. 435 bis 456) sind auch verschiedene Astronomen 
aufgeführt, die 1903 bezw. 1904 verstorben sind. 



109. Hermann J. Klein, Jahrbuch der Astronomie und Geophysik. 

Enthaltend die wichtigsten Fortschritte auf den Gebieten der Astrophysik, 
Meteorologie und physikalischen Erdkunde. Unter Mitwirkung von Fach- 
männern herausgegeben. 15. Jahrgang 1H04. Eduard Heinrich Mayer, 
Leipzig 1905. VIII -h 344 S., 80. 

Die ersten 99 Seiten dieses Bandes enthalten Referate über 62 
astronomische und astrophysikalische Arbeiten, die im Jahre 1904 er- 
schienen sind. Dazu treten auf den Seiten 101 bis 106 noch Referate 
über zehn Arbeiten geodätischen Inhalts, während auf den Seiten 331 
his 334 noch fünf Arbeiten über Nordlichtspektrum, Refraktion und Ex- 
tinktion referiert sind. Von den beigegebenen sechs Tafeln gibt die erste 
äas allgemeine Aussehen der Sonnenkorona am 28. Mai 1900 wieder. 



110. Emile Gautier, L'annee scientifique et industrielle, fondee par 

Loais Figuier. Quarante-huitieme annee (1H04). Paris, Librairie Hachette 
et Cie., 1905. 448 S., kl. 8». 



30 I* 'I'oil* Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Die ersten 54 Seiten dieses Jahrbaches sind der Astronomie gewidmet 
und geben einen Überblick über die Fortschritte derselben im Jahre 1904. 
Dieser Oberblick gliedert sich in folgende Abschnitte: Sonne (mit vier 
Abbildungen von Sonnenflecken aus dem Jahre 1904) — Mond — Planeten 
(mit vier Japiterszeichnungen, die Herr Th. Moreux 1904 Oktober 9, 
19, und November 15 gemacht hat) — Kometen (mit zwei Abbildungen 
des Kometen 1904a) — Sternschnuppen und Meteore — Meteorite — 
Stellarastronomie — Nebel (mit Aufnahme des Orionnebel von F.Quenisset). 
Unter der den Schluß des Bandes bildenden Totenschau sind auch kurze 
Nekrologe fär Octave Callandreau (mit Bildnis) und Henry Perrotin 
enthalten. 



Periodisch erschienene Ephemeridensammlungen für 

1905—1906. 

111. Himmelserscheinungen im April usw. 1905, 1906. MittV. A. P. 
15 13—18, 41—48, 71—78, 113-121. 

Diese Angaben umfassen wie bisher Ephemeriden von Sonne, Mond, 
Planeten, Phasen und Entfernungen des Mondes, Stellungen und Finster- 
nisse der Jupitersmonde, Kulminatiouszeiten heller Sterne und besondere 
Erscheinungen. Sie reichen vom April 1905 bis März 190G. A. B. 



112. Übersicht über die Himmelserscheinungen für E. u. E. 

17 186, 331, 474, 18 41, etwa 25 S. 

Diese Übersichten haben die gleiche Einrichtung wie früher behalten 
nebst den im Vorjahre dabei eingeführten Änderungen (siehe AJBI 21, 
6 37). Es sind aber nach den Angaben über die scheinbaren Bahnen 
der großen Planeten noch solche über Schattenein- und -austritte der 
hellen Jupitersmonde eingeschoben. Die Ephemeriden reichen diesmal 
von 1905 Januar — Dezember. 

113. A. Bkrberich, Astronomische Mitteilungen. Nat. Rund. 20, 16, 28, 
40, 52, 68, 80, 92, 104, 120, 132, 144, 156, 168, 184, 196, 208, 220, 236, 
248, 260, 272, 288, 300, 312, 324, 336, 352, 364, 376, 388, 404, 416, 428, 
440, 452, 468, 480, 492, 504, 520, 532, 544, 556, 572, 584, 596, 608, 620, 
636, 648, 660, 672. 25 S. 

Kurze Notizen über bevorstehende Erscheinungen, Veränderliche, 
Jupitersmonde, Ephemeriden, Nachrichten über Neaentdeckungen. A. B. 



114. L. Beenneb, Kleine Nachrichten. Astr. Rund. 7 23, 53, 103, 135, 
184, 216, 252, 275. 

In dieser Rubrik werden Entdeckungen von Planetoiden, Kometen, 
Veränderlichen mitgeteilt, femer wird darin über neue Publikationen kurz 
berichtet. Außer Astronomie werden . auch verwandte Wissenschaften, wie 
Meteorologie, Physik, Chemie berücksichtigt. Gewöhnlich ist auch noch 
ein Abschnitt „Heiteres" beigefügt! A. B. 



1. Kapitel: Allgemeines. §2. 31 

115. F. XusL, Rozhledy astronomicke (Astron. Rundschau). 2iv. 15 
29, 62, 93, 126, 158, 190, 221, 254, 286, 317, 20 S. (Böhmisch.) 

Monatliche Berichte ober Himmelserscheinungen. Daran schließen 
sich Referate aber astronomische Neuigkeiten. La. 



116. R. VON KövESLiGETHY, Magyar tud. Akad. Almanach (Alma- 

nach der ungar. Akad. d. Wiss., mit burgerl. u. astron. Kalender 

für das Jahr 1905). Budapest, herausgeg. von d. nng. Akad. d. Wiss. 
Druckerei Franklin. 294 S., 8o. (Magyarisch.) 

Auf Seite 1 — 75 Kalender und astronomische Ephemeriden. Kö. 



117. R. VON KöVESLiGBTHY, A csillagos eg (Der gestirnte Himmel). 
Term. K5z. 87 78, 164, 240, 296, 352, 410, 466, 526, 582, 638, 694, 776. 
24 S. (Magyarisch.) 

Allmonatlich erscheinende Himmelskarte für den 1. des Monals 9 ^ 
Abends, mit Angabe der mit einfachem Opernglase sichtbaren wichtigsten 
Bimmelserscheinungen und kurzen Referaten über astronomische Neuig- 
keiten. Kö. 

118. AcTpoHOMii^ecKia SaM'fexKii (Astronomitscheskija Sametki) 

[Astronomische Notizen]. B. B. S. 8 146, 211, 275, 335, 1565. 
2-M-|-H-l-h2 S. (Russisch.) 

Diese Notizen sind von A.A. Iwanow zusammengestellt und behandeln 
die Veränderlichkeit des kleinen Planeten Iris, den neunten Mond des 
Planeten Saturn, den sechsten und siebenten Satelliten des Planeten 
Jupiter, die Eigenbewegung des Sonnensystems, die Bestimmung der 
Gegenden des Horizontes mittels einer Taschenuhr. Iw. 



119, W. AcHMATOw. HoBOCTH acTpoHOMlii (Nowosti astronomii) 

[Neuigkeiten der Astronomie]. R. a. G. 11 169, 215, 260. 5-f 4-h4 S. 
(Rossisch.) 

Verf. spricht über die Kometen 1905a, 1905b, 1905c, über die 
Bestimmung der Aberrationskonstante, über die neuen Satelliten der 
Planeten Jupiter und Saturn, über die totale Sonnenfinsternis am 
30. August 1905, über die Doppelsteme £ Scorpii und 13 Ceti. Außer- 
dem referiert er die Arbeit von Poor über die Figur der Sonne. Iw. 

120. J. Flassmann, Himmelserscheinungen im Monat Nat. 

u. Off. 51 60, 121, 182, 250, 314, 375, 443, 507, 563, 635, 699, 763. 

Tabellen der Zeitgleichnng, Mondphasen, Sternbedecknngen, Planeten- 
orter, Veränderlichen und besonderer Erscheinungen für die Monate 
Februar 1905 bis Januar 1906. A. B. 



121, Himmelserscheinungen im Nat. Woch. N. F. 4 77, 142, 

202, 283, 350, 413, 477, 559, 635, 700, 765, 830. 3 S. 



32 I.Teil: Allgemeines und Qeschichtliches. 7, 1905. 

Diese ganz kurzen monatlichen Ueberslchten sind nach Umfang und 
Inhalt die gleichen geblieben wie froher (siehe AJB 5 36); sie reichen 
von 1905 Februar bis 1906 Januar. 



122. Astronomischer Kalender für den Monat ...... Sir. 88 21, 45, 

70, 93, 117, 141, 165, 189, 213, 237, 261, 285. 45 S. 

Der „Kalender^ gibt wie bisher Ephemeriden für Sonne und Mond 
von Tag zu Tag und für die Planeten in ötägigem Intervall, Stem- 
bedeckungen für Berlin, Stellungen und Erscheinungen der Jupiters- und 
Saturnsmonde. Erläuterungen sind im Janaarheft S. 19 gegeben. A.B. 

123. F. S. Abchenhold, l)er gestirnte Himmel im Monat 

WelUll 5 152, 196, 221, 264, 297, 328, 356, 389, 422,.6 29, 62, 94. 47 S. 

Fortsetzung der letztjährigen Uebersichten (siehe AJB 6 38) über 
den Stand der Sternbilder und den Lauf der Planeten und des Mondes 
unter Beigabe je zweier Himmelskarten für jeden Monat; daran schlieBen 
sich Angaben über sonstige zu beobachtende Erscheinungen am Himmel. 
Die Uebersichten gelten für Februar 1905 bis Januar 1906. Zum April 
werden Abbildungen des Doppelnebels (M. 65 und 66) im Leo nach 
J. Herschel, H. C. Vogel und I. Roberts (Photographie) gegeben 
(6 223). Die Nebel am die Nova Persei sind beim Dezember (6 64) 
abgebildet. 

124. Annual Companion to the Observatory, a Monthly Review of 

Astronomy. Obs. 29 1905, 1—40. Ref.: Nat 78 182. Athen. No. 4078, 
870. 

Der neue „Companion^ gleicht ganz denen der Vorjahre (siehe 
AJB 8 29, 6 32); er enthält wieder eine vermehrte Anzahl von Ephe- 
meriden von Veränderlichen und bringt auch eine Ephemeride des 
VI. Jupitersmondes für Januar bis April 1906. A. B. 



125. Astronomical Occurences in Nat. 71 328, 424, 617, 72 

110, 207, 303, 436, 542, 78 17, 109. 

Diese kurzen allmonatlichen Hinweise auf besonders beachtenswerte 

Erscheinungen und Vorgänge am Himmel haben die gleiche Einrichtung 

wie früher (siehe AJB 4 34); sie reichen diesmal von Februar bis 
Dezember 1905. 

126. Astronomical Notes for . . , . . . E. M. 80 563, 81 51, 171, 257, 
349, 462, 558, 82 53, 174, 266, 379, 464, etwa 30 S. 

Anordnung und Umfang dieser Ephemeriden sind in der Hauptsache 
die gleichen geblieben wie in den Vorjahren (siehe AJB 2 35, 6 39). 
Dieselben reichen von 1905 Februar bis 1906 Januar. 



127. Astronomical Publications. J. B. a. A. 15 149, 176, 210, 251, 295. 
346, 391, 16 38, 74. 45 S. 



1. Kapitel: Allgemeines. § 2. 33 

Die Rubrik enthält kurze Berichte über die neuesten astronomischen 
Veröffentlichungen, Beobachtungen, Berechnungen» physikalische und 
spektroskopische £xperimentaluntersuchnngen, Sternfarben, Stemtempera- 
tören, femer über neue Veränderliche, Meteore (Bieliden, Leoniden), 
spektrographische Bestimmung der Sonnenrotation, Zodiakallicht, jährliche 
Refraktion der Fixsterne usw. A. B. 

128. W. Shacklbton, The Face of the Sky for Know. N. S. 

2 22, 44, 70, 94, 116, 140, 164, 214, 236, 260, 282, 310, 12 S. 

Lage der Sonnenachse, Mondphasen, Planetenlauf, Erscheinungen der 
Jopitertrabanten, Meteorschwärme, Veränderliche und gelegentliche Er- 
scheinungen werden alimonatlich im voraus angezeigt. Meistens sind auch 
Figuren beigegeben. 

129. Malcolm Mo Neill, PJanetary Phenomena for Publ. 

A. S. P. 16 241, 17 12, 52, 94, 125, 152, 183, etwa 15 S. 

Diese alle zwei Monate erscheinenden Uebersichten haben den gleichen 
Umfang und dieselbe Einrichtung wie in den letzten beiden Jahren (siehe 
AJB 5 40); sie reichen diesmal von 1905 Januar bis Februar 1906. 



130. Astronomical Phenonjena Döring 1905. Pop. Astr. 18 39—48. 
Von den 1905 zu beobachtenden Erscheinungen werden die Finster- 
nisse, Stembedeckungen, periodischen Kometen und Meteorschwärme be- 
sprochen. Femer ist der Lauf der Hauptplaneten auf kleinen Sternkarten 
dargestellt. A. B. 

131. H. C. VTiLsoN, Planet Notes for Pop. Astr. 18 94, 154, 

211, 267, 335, 401, 461, 509, 562, (je 2—4 S.) 

Monatliche Uebersichten über Stellung und Lauf der großen Planeten, 
Erscheinungen der Jupiters- und der Saturnsmonde, nebst Karten der 
Konstellationen für jeden Monatsersten. Beigefugt sind auch Tabellen 
über Stembedeckungen, sichtbar in Washington. Die Angaben gelten 
tör die Monate März 1905 bis Januar 1906 einschließlich. A. B. 



132. Ephemeris for Physical Observations of the Sun. Pop. Astr. 
IS 96. 

Tabelle für die Lage der Achse und des Aequators der Sonne für 
^ ganze Jahr 1905 in fünftägigen Zwischenzeiten nach dem „Gompanion'^ 
^es „Observatory*. A. B. 

133. Memorandum astronomique. Cid et Terra 25 518, 564, 26 18, 59, 
112, 161, 211, 265, 317, 368, 422, 472, ca. 46 S. 

Die monatlichen Uebersichten schließen sich nach Inhalt, Anordnung 
^d Umfang den Vorgängern in den letzten Jahren durchaus an (siehe 
AJB 1 22, 2 35). Dieselben reichen von 1905 Februar bis 1906 Januar. 



Astronom. Jahresbericht 1905. 



34 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

134. 6. Blüm, Le ciel da ..... au B. S. A. F. 19 54, 102, 150, 

198, 246, 298, 346, 385, 426, 466, 514, 562, ca. 33 S. 

Die im Votjahre (siehe AJB 6 39) eingeführten Verbesserungen sind 
beibehalten. Statt der bisherigen zwei halbkreisförmigen Sternkarten für 
den nördlichen und südlichen Himmel in jedem Monat ist jetzt jedesmal 
eine kreisförmige Sternkarte mit dem Zenit als Mittelpunkt gegeben, die 
die Sterne weiß auf schraffiertem Grunde zeigt. Die Ephemeriden reichen 
von 1905 Januar 16 bis 1900 Januar 15. 



135. PheDomenes (Ephemerides) astronomiques de Cosmos 

N. S. 52, 58 (monatlich). 

Die zu Ende des Vorjahres neu eingeführte Art dieser Publikationen 
(siehe AJB 6 40) unterscheidet sich nicht sehr wesentlich von den 
früheren, ist vielleicht nur etwas gedrängter. Diese monatlichen Zu- 
sammenstellungen umfassen die Zeit von 1905 Februar bis 1906 Januar. 



136. Elements astroDomiques du mois de Cosmos N. 8.52, 5S 

(monatlich). 

Diese allmonatlichen Uebersichten haben genau die gleiche Einrich- 
tung behalten wie früher (siehe AJB 3 55); sie reichen von 1905 Februar 
bis 1906 Januar. 



§3. 
Niohtperiodische Sammelsohriften, neue Ausgaben Älterer Autoren. 

137. Catalogus codicum astrologorum graecorum. y. Codicum roma- 
norum partem priorem descripsenint Franciscus Cumont et Franciscus 
Boll. Bruxellis, in aedibus H. Lamertin 1904. VIII -+- 256 S., 80. Ref.: 
J. d. Savants N. S. 3 163. 

Der vorliegende erste Teil des fünften Bandes dieses Werkes ist 
nach dem sechsten erschienen (siehe AJB 5 42) und enthält diejenigen 
griechischen astrologischen Manuskripte, die in den kleineren Bibliotheken 
in Rom aufbewahrt werden. Den größten Teil des Bandes, nämlich die 
Seiten 85 — 242 nimmt der „Appendix^ ein, der mit einer neuen Ausgabe 
eines langen Auszugs aus dem Speculum astronomiae von Albertus 
Magnus „de libris Ileitis et prohibitis^ beginnt. Dann folgen eine Anzahl 
griechischer Texte, von denen die Disputatio imperatoris Manuel Gomneni 
et Michael Glycae und Fragmente der Mysterien des Apomasar die be- 
deutendsten sind. 

138. Oeuvres de Descartes publiees par Charles Adam & Paul Tannery 

sous les auspices du Ministere de l'Instruction publique. Tome IX. 

Meditations et principes traduction fran^aise. Paris, Leopold Cerf, 1904. 
X 4- 246 4- XX -H 368 S., 40. 

Dieser Band der Neuausgabe der Werke von Descartes enthält 
den Abdruck der französischen Ausgabe der Meditations metaphysiques 
und der Principes de la philosophie. Astronomisch ist nur dieses zweite 



1. Kapitel: Allgemeines. §§ 3, 4. 35 

Werk Descartes, weil es seine berühmte Wirbeltheorie enthält. Diese 
französische Ausgabe erschien zaerst 1 647 nnd ist hier bachstablich, d. h. 
Tollkommen in der alten Orthographie abgedruckt. Auch die 20 Tafeln 
des Originals sind hier auf 1 1 Tafeln genau reproduziert. Inhaltlich zer- 
fiUlt die Schrift in vier Teile, welche die Untertitel: Des Principes de la 
connaissance humaine — Des Principes des choses materielles, — Du 
Monde Tisible und De la Terre fuhren. Der dritte Teil über die sicht- 
bare Welt enthält die Wirbeltheorie des Verf.s. 



139.^ Georg Baldauf, Keplers Nene Astronomie im Aaszuge und in 

Übersetzung der wichtigsten Abschnitte. I. Wissenschaftliche Bei- 
lage zum Jahresbericht des Gymnasium Albertinum zu Freiberg für das 
Schuljahr Ostern 1904 bis Ostern 1905. Freiberg 1905. 40 S., 40. 

Verf. bietet hier eine deutsche Uebersetzung von Keplers Werk 
„Nene Astronomie mit Beweisführung oder Physik des Himmels darge- 
stellt in Abhandlungen über die Bewegungen des Sternes Mars'^, nach 
einem ihm von der Dresdner Bibliothek zur Verfügung gestellten Exemplar 
der Originalansgabe. Doch bringt Verf. nur die wichtigsten Abschnitte 
aas Keplers Werk, diese aber in unverkürzter Form. Auslassungen 

sind — wenn ganz unbedeutend — durch Punkte angedeutet; 

bei größeren Auslassungen ist der Sinn des Ausgelassenen zwischen 
Klammern [ ] gegeben. Ein Uebergang auf eine neue Seite bezw. Ab- 
sitze sind durch || bezw. | angedeutet. Am Rande ist sowohl die 
Paginierung des Originaldmcks wie auch diejenige des Abdrucks in 
Band 111 der Editio Frisch der Opera Omnia Joannis Eepleri angegeben. 
Die reproduzierten Figuren sind auf der letzten Seite zusammengestellt. 
Der vorliegende I. Teil führt die Uebersetzung bis zum Ende des 
15. Kapitels. 

140. Hundert Kalender-Inkunabeln. Herausgegeben von Paul Heitz 
mit begleitendem Text von Eonrad Hab 1er. StraObnrg, Heitz und 
Hofindel 1905. 37 S. + 102 Tafeln, gr. fol. 

Es sind hier 100 Einblattdruckkalender des 15. Jahrhunderts in 
Faksimiledruck auf 102 Tafeln zusammengestellt (zwei Kalender mußten 
ihres großen Formats wegen auf je zwei Tafeln wiedergegeben werden). 
Der älteste dieser Kalender ist ein xylographischer Kalender aus dem 
Jahre 1439, die jüngsten beiden sind für das Jahr 1500 bestimmt. In 
dem begleitenden Text werden die Kalender zunächst im allgemeinen be- 
sprochen, dann aber macht der Verf. noch über jeden einzelnen der- 
selben spezielle genauere Angaben. 



§4- 
Bibliographie. 

141. International Catalogue of Scientific Literature. First Annual 
Issne. £. Astronomy. B. A. 22 383. 

Siehe AJB 5 45. A. B. 



3 



!♦ 



36 I* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

142. Ernest Lebon, Plao d'une bibliographie analytique des ecrits 

contemporains sur Fhistoire de Fastronomie. Atti del congresso 
intemazionale di scienze storiche (Roma 1—9 aprile 1903) 12 81^ 14 S., 
80. Ref.: B. A. 22 214. 

Offizielle Wiedergabe des vom Verf. dem internationalen Historiker- 
kongreB in Rom vorgelegten Planes einer Bibliographie der zeitgenössi- 
schen Schriftsteller über Geschichte der Astronomie. Der Plan, über 
dessen Inhalt schon früher berichtet wurde (siebe AJB 5 46), wird hier 
besonders an einer Anzahl von Beispielen für die verschiedenen Abschnitte 
des geplanten Werkes erläutert. 



143. A. TucKEBMAN, lodex to the Literature of the Spectroscope 

(1887—1900 inclusive). Smithsonian Miscellaneous Collections 41 
(1902). 373 S. Ref.: Ap. J. 22 161. 

Kurze Anzeige dieses Buches (siehe AJB 4 38), das im allgemeinen 
nützlich sein dürfte, obschon es genug Druckfehler enthalte. A. B. 



144. Maurice d'Ocagnb, Le calcul simplifie par les procedes me- 

caniques et graphiques; histoire et description sommaire des 

instruments et machines ä calculer, tables, abaques et nomo- 

gram nies. 2^ edition entierement refondue et considerablement aug- 
ment^e. Paris, Gauthier- Villars 1905. VIII -+- 228 S., 8o. Ref.: Cosmo» 
N. S. 62 473; B. S. A. F. 19 198; Revue Sc. (5) 4 127; B. A. 22416. 

Gegen die erste Auflage von 1894 ist die neue bedeutend vermehrt 
und ganz umgearbeitet. Besonders viel ist in bezug auf arithmetische 
und logarithmische Maschinen mannigfachster Typen hinzugekommen. 
Geschichte und Theorie der nomographischen Maschinen. Differenzen- 
maschine von Scheutz. Umfangreiche Bibliographie. A. B. 

145. Elia Millosevich, L'iconografia degli eclissi di sole, contenuta 
nei mirabile Canone degli eclissi di T. Oppolze, non serve per le 
ricercbe storicbe nell' accertamento delle date. La recente opera 
di F. K. Ginzel contiene an Ätlante degli eclissi di sole, totali 
e anulari per la regione della antica civilta classica, e per 
rintervallo fra — 900 e + 600. Esso risponde ai bisogni storici* 
Sarebbe opportuna una ripubblicazione del solo Atlante con 
una prefazione esplicativa, I'opera classica del Ginzel essende in 
gran parte tecnica, relativamente costosa e poco nota special- 
mente nel mondo storico. La riproduzione dovrebbe contenere 
ancora le date degli eclissi di luna visibili a Roma, Atene^ 
Memfi e Babilonia per il periodo sopraddetto e quando l'eclisse 
sia stata nella fase massima da un terzo del diametro lunafe 

■ 

in SU. Atti del congresso intemazionale di scienze storiche (Roma,. 
1-9 aprile 1903) 12 3, 3'/, S., 8o. 

Der Inhalt dieses vom Verf. auf dem genannten Kongresse gemach- 
ten und begründeten Vorschlages ist im Titel schon mit voller Genauig- 
keit angegeben. 



1. Kapitel: Allgemeines. § 4. 37 

146. Attilio Mori, Per una bibliografia geodetica italiana. Atti 
dell coDgresso intemazionale di scienze storiche (Roma, 1 — 9 aprile 1903) 
12 167, 2V4 S., 80. 

Verf. plant die Herausgabe einer ^Bibliografia geodetica italiana^, 
velche alle Werke aufführen soll, die seit der Erfindung der Bnchdrucker- 
knnst in und außerhalb Italiens erschienen sind und astronomische, geo- 
dStische und topographische Aufnahmen betreffen, die auf italienischem 
Boden zu kartographischen und geomorphischen Zwecken ausgeführt sind. 



147. Ueber die Publikationen der Sternwarte. Pulk. Mitt. No. 3» 1 39, 
1V> S., gr. 80. 

Kurzes Verzeichnis der bereits ausgegebenen, im Druck befindlichen 

und nur im Manuskript fertiggestellten Bände der Poulk. Publ. 



148. Dr. F. Lakits, Tycho Brahe müszerei ^s müvei (Die Instrumente 
und Werke Tycho Brahes). Term. Koz. 87 361, 2 S. (Magyarisch.) 

Handelt besonders von dem in Kalocsa (Ungarn) befindlichen Exemplar 
der „Astronomiae instauratae Mechanica^, welches das Bildnis des 
52jähTigen Tycho schmückt. Kö. 

149. Eugene F. McPikb, A Bibliography of Halley's Comet. Obs. 28 
141, 256, 321, 331. 

Verf. ist mit der Abfassung einer Schrift: „Halley^s Comet: its Past 
History and 1910 Retum; a Short Bibliography^ beschäftigt, die wahr- 
scheinlich noch im Jahre 1905 erscheinen wird. Verf. bittet um Ein- 
sendung von einschlSglichen bibliographischen Notizen. An der zweiten 
Stelle macht Verf. unter dem Titel „Halley's Comet and its Discoverer" 
(auch Pop. Astr. 13 415) Mitteilung von einigen daraufhin bei ihm ein- 
gelaufenen Zuschriften. Auf Seite 321 forscht Verf. nach Edmund 
Halleys Briefen aus den Jahren 1698 — 1700, die im Original in der 
„Public Record Office, Admiralty Section^ enthalten sein sollen. 



150. E. F. McPiKE, Dr. Edmond Hallet. Pop. Astr. 18 579. 

Zur Bibliographie Halleys gehörende Zitate und Schriften (10) werden 
quellenmäBig angeführt. A.B. 

151. Bibliography of Hallet. Xat 72 .%7. 

Eine Bibliographie von Halleys Veröffentlichungen findet sich in 
No. 14 des Bull, of Bibliography Pamphlets, herausgegeben von der 
Boston Book Company, Bd. IV No. 4 (Juli 1905). 



152. Bibliotheca Geografica. Herausgegeben von der Gesellschaft für Erd- 
kunde zu Berlin, bearbeitet yon Otto Baschin. Band 10. Jahrgang 1901. 
Berlin W. 8., W. H. Kühl, 1904. XVH-571 S., 8o. 

Dieses Werk bringt nur die Titel der erschienenen Arbeiten und 
xwar der vorliegende Band hauptsfichlich die im Jahre 1901 erschienenen. 



38 I- Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

doch sind auch noch eine beträchtliche Anzahl ans früheren Jahren, be- 
sonders 1900, nachgeholt. Von astronomischem bezw. geodätischem und 
nautischem Interesse sind im Abschnitt A die Abteilung V, welche mathe- 
matische und astronomische Geographie und Kartographie umfaßt, und 
aus Abteilung VI die Unterabteilungen Kosmologie, Polarlicht und Ge- 
zeiten. Obwohl der Titel die Jahreszahl 1904 trägt, ist der Band doch 
erst 1905 im Buchhandel erschienen. 



153. Meuss, Die Marineliteratur im Jahre 1904. Mar. Rund. 16 1029, 
35 S. 

Verf. gibt wie in früheren Jahren (siehe AJB 5 48) eine Uebersicht 
über die im Jahre 1904 erschienenen selbständigen Werke, soweit sie 
für den Marineoffizier von Interesse sind. Unter der Ueberschrift 
„Steuermannskunde^ sind die nautisch -astronomischen Werke aufgeführt 
und kurz besprochen. F. 

154. 6ood Books on Astronomy. Pop. Astr. 18 580. 

Als gute popaläre Bücher, die die neuesten Fortschritte und Ent- 
deckungen berücksichtigen, werden £. W. Maunder, ^Astronomy withont 
a Telescope", E. Irving, How to Know the Starry Heavens", R. S. Ball, 
„The Earth's Beginning^, H. H. Turner, „Astronomical Discovery^ und 
„Modem Astronomy^ empfohlen. A. B. 



Siehe auch Ref. No, 55, 426. 



§ 5. 

Schriften allgemeinen Inhalts, Kosmogonie und Kosmognosie. 

Schriften und Lehrbücher allgemelDen Inhalts. 

155. Newcomb- Engelmanns Populäre Astronomie. Dritte Auflage, 

herausgegeben von Dr. H. C. Vogel. Leipzig, Wilhelm Engelmann, 1905. 
XH-748 S., 80. Ref.; Nat. Woch. N. F. 4 623. 

Die vorliegende dritte Auflage (die zweite war 1892 erschienen) ist 
gegen ihre Vorgängerin in vielen Punkten verbessert, umgearbeitet und 
vermehrt worden. Wenn trotzdem die Seitenzahl des eigentlichen Buches 
die gleiche geblieben, die der Vorworte usw. sogar von XX auf X zurück- 
gegangen ist, so ist das durch Streichungen und Kurzungen nebensächlicher 
oder veralteter Stellen erzielt. Von der Umarbeitung sind besonders die 
Teile II, III und IV (Praktische Astronomie — Das Sonnensystem — 
Stellarastronomie) betroffen. Im II. Teile sind besonders die Ab- 
schnitte über Spektralanalyse, Photometrie und Photographie ganz um- 
gearbeitet. Im dritten Teile hat Herr Ch. A. Young seine Ansichten über 
die Konstitution der Sonne neu formuliert (siehe AJB 6 393), während 
im vierten Teile H. von Seeliger und J. C. Kapteyn ihre Ansichten 
über den Bau des Weltalls und ihre Methoden zur Erforschung desselben 
selbst dargelegt haben. Was die Kürzungen anbetrifft, so sind die drei 



1. Kapitel: Allgemeines. §5. 39 

älteren Vorreden sowie im II. Teile die ^Anleitung zu astronomischen 
Beobachtungen^ ganz gestrichen. Desgleichen sind im Anhang einige 
Biographien gestrichen bez. gekürzt, andere sind nea hinzugekommen; 
auch die im Anhang befindlichen Tafeln und tabellarischen Uebersichten 
sind eingeschränkt. Von den 198 im Texte enthaltenen Abbildungen 
sind 60 neu; femer sind 12 Tafeln mit Abbildungen beigegeben von 
denen 11 durch Autotypie hergestellt sind, dagegen ist das früher als 
Frontispiz dienende Bildnis von Herschel in Stahlstich weggefallen. 



156. A. A. Iwanow. Pa3HOo6pa3ie MipoB'B bo BcejieHHOÄ (Rasnoo- 

brasie mirow wo wselennoj) [Die Verschiedenheit der Welten im 

Vt^eltall]. B. B. S. 8 1040, 1075, 1096. 5-h6+9 S., 40. (Russisch.) 

Die Abhandlung enthält folgende Kapitel: 1. Die Fixsterne, 2. die 

Doppelsteme, 3. die vielfachen Sterne, 4. die Spektral-Doppelsteme, 

5. die veränderlichen Sterne, 6. die Sternhaufen, 7. unser Sonnensystem, 

8. die Nebel, 9. die neuen Sterne. Iw. 



157. RoBEBT S. Ball, A Populär Guide to the Heavens; a Series 

of 83 Plates with Explanatory Text and Index. London: George 
Philip and Son, Ltd., 1905. XlH-96 S. und 83 Tafeln. 80. Ref.: Nat. 71 
437; Atb. No. 4045, 1905 I 565; E. M. 80 536; Obs. 28 108; Know. 
N. S. 2 66; J. B. A. A. 15 145. 

Das Buch ist eigentlich eine Neuauflage des 1892 erschienenen 
•Atlas of Astronomy" desselben Verf.'s. Zunächst gibt Verf. 12 Stern- 
karten, die den Anblick des gestirnten Himmels in den 12 Monaten des 
Jahres zeigen, dann folgen zwanzig weitere Sternkarten, die mehr ins 
Eiozelne gehen. Weiter gibt Verf. photographische Aufnahmen und 
Zeichnungen von Sonne, Mond, Planeten und interessanten Objekten am 
Himmel mit den nötigen Erklärungen im Text. 



158. Camille Flammabion, Astronomy for Amateurs. Translated hy 

Frances A. Welby. London: T. Fisher Unwin, 1905. 340 S., 8o. Ref.: 
Know. N. S. 2 89; Nat. 72 29; £. M. 81 123; Ath. No. 4056, 1905 II 117. 

Der Inhalt des Buches gliedert sich in 12 Kapitel, in denen Verf. 
nach einer allgemeinen Aufforderung zum Studium der Wunder des 
Himmels zunächst die Sternbilder, dann die Sterne selbst, femer die 
Soime, Planeten, Kometen und Sternschnuppen behandelt. Dann wendet 
sich der Verf. zu einer eingehenderen Besprechung der Erde, des Mondes 
wd der Finsternisse, beschreibt dann in elementarer Weise die Methoden 
tat Bestimmung der Distanzen und Massen der Himmelskörper und be- 
spricht schieBlich noch das Leben im Weltenraum. 84 Abbildungen 
sollen das Verständnis des Textes erleichtern. 



159. Thomas Edward Heath, Our Stellar Universe, A Road-Book 

to the Stars. London: King, Seil <fe Olding, Ltd. 74 S., kl.40. Ref.: 
Ath. No. 4042, 1906 I 469; J. B. A. A. 15 246; Pop. Astr. 18 350, Know. 
N. S. 2 209, gr. 80; Nat. 72 531 ; Obs. 29 105. 



40 ^' l'eil: Allgemeines und Oeschichtliches. 7, 1905. 

Eine Datierang auf dem Titel fehlt, aber die Vorrede trägt das 
Datam des 11. Februar 1905. Der Inhalt des Buches ist allgeinein- 
verständlich und die Absicht des Verf.'s ist, durch einen geeigneten 
MaBstab der Darstellung bei seinen Lesern eine richtige Vorstellung von 
der Entfernung, gegenseitigen Stellung und wirklichen Größe der Fix- 
sterne zu erwecken. So stellt er zunächst auf einer Tafel die Sonne, 
Planeten und deren Abstände von der Sonne im richtigen GröBenver* 
hältnis dar. Dann denkt er sich alle hellen Sterne, deren Parallaxen 
ungefähr bekannt sind, auf die Stundenkreisebene 0^ — 12^ projiziert 
und bringt diese so erhaltene Sternkarte mit der Sonne als Mittelpunkt 
mit einer Karte von England so zur Deckung, daß die Sonne auf 
Greenwich föUt und 1 mile = 1 Jahr Lichtzeit ist. Diese Karte ist in 
zwei verschiedenen Maßstäben nämlich im Umfange von 60 und von 
480 miles dargestellt. (Siehe auch Ref. 500 und 501.) Weiter gibt 
Verf. zwei stereoskopische Darstellungen der helleren Sterne, indem er 
sich in die Schnittlinie der Himmelsäquatorebene mit der des 18^Stunden- 
kreises in Entfernungen von 100 und 500 Jahren Lichtzeit versetzt und 
das Universum mit Augen, die 26 und 107 Jahre Lichtzeit Augenab- 
stand haben, betrachtet denkt. Weiter sind noch zwei Darstellungen ge- 
geben, in denen die helleren Sterne nach ihrer wahren Größe erscheinen 
unter der allerdings nur in einer Anzahl von Fällen genähert richtigen 
Annahme, daß die Oberflächenintensität der Sterne gleich der der Sonne 
ist. Die uuter dieser Annahme berechneten Stemhelligkeiten bezeichnet 
Verf. als Sonnenstärken der Sterne. Endlich gibt Verf. noch eine Dar- 
stellung unseres Milchstraßen-Systems, wie er es sich denkt. Im Anhang 
stellt Verf. die astronomischen Daten zusammen, die er seinen karto- 
graphischen Darstellungen zu Grunde gelegt hat. 

IßO. Arthur James Balfoub, Unsere heutige Weltanschauung. 

Einige Bemerkungen zur modernen Theorie der Materie. Ein Vortrag 

gehalten zu Cambridge am 17. August 1904 in der Plenarversammlung der 

British Association. Autorisierte Übersetzung von Dr. M. Ernst. Zweite 

durchgesehene Auflage. Leipzig, Johann Ambrosius Barth, 1905. 38 S., 

80. Ref.: Physik. Zeitsch. 6 190. 

Der Verf. entwirft in großen Zügen ein Bild von den Umwälzungen, 

die etwa in den letzten 100 Jahren in unseren Vorstellungen von der 

Materie und dem darauf fußenden Aufbau des Weltgeb&udes vorsichge- 

gangen sind, Umwälzungen, welche nicht nur die Physik, sondern auch 

in hervorragender Weise die Astronomie berühren. Verf. bemüht sich 

dabei immer die letzten naturwissenschaftlichen Konsequenzen zu ziehen bis 

an die Grenze, wo die Naturwissenschaft ihre Kompetenz verliert und die 

philosophische Spekulation in ihre Rechte tritt. 



161. L' Astronomie. Revue Sc. (5) 4 317, 1 7* S. 

Plauderei über die Stellung der Astronomie unter den Wissen- 
schaften und in der menschlichen Kultur, über die großen Mittel, die 
dieselbe zur erfolgreichen Forschung bedarf, ohne doch direkt praktischen 
Nutzen zu bringen und über ihr Verhältnis zur Religion. 



1. Kapitel: Allgemeines. § 5. 41 

162. Edgab L. Larkin, Imaginings in a Mountain Observatory. III. 
B. H. 80 532, 81 150, 222, 838, 429, 448, 589, 82 16, 87, 205, 229, 255, 
277, 303, 407. 

Verf. setzt die Tor 2 Jahren begonnene Artikelreihe (siehe AJB 5 51) 
fort, bespricht aber aach viele andere Dinge (WeltausstellongskongreB in 
St. Louis, Alkoholfrage, Wissenschaft und Religion etc.) die entweder 
Dar losen oder garkeinen Zusammenhang mit der Astronomie haben. Auch 
vertieft sich der Verf. in religiöse Fragen und Spekulationen, worauf ge- 
legentlich der eine oder andere der sonstigen Korrespondenten der £. M. 
eingeht, z.B. um gein Mitleid mit dem Verf. auszusprechen (S2 229). 



163. William Schooling, The Story of the Golden Mist. XIX Cent. 

57 464, 7V» S. 
In der Art eines Märchens erzählt Verf. unter dem obigen Titel die 
Geschichte der Nebnlarhypothese. Dabei erscheinen Sonne, Mond, Erde, 
Natur, Wissenschaft usw. unter anderen Namen und teilweise als Personi- 
fikationen. So schreibt z. B. Selas (d. h. das Licht) die Geschichte „Linie 
far Linie*^, womit die Spektralanalyse gemeint ist, und dergl. mehr. 



164. H. PoiNCABfi, Science and Hypothesis. London, The Walter Scott 
Publishing Co. XXVII -h 244 S., 8o. Ref.: Ath. No. 4039, 1905 I 869; 
J. B. A. A. 15 289. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich; über die deutsche Ausgabe 
Ton F. und L. Lindemaun siehe AJB 6 47. A. B. 

165. Edward Irving, How to Know the Starry Heavens. London, 

Fisher ünwin. XVI -h 313 S. Ref.: Ath. No. 4055 1905 II 86, Nat. 60 196; 
Know. N. S. 2 307; J. B. A. A. 16 34. 

Siehe AJB 6, 53. 

166. H. J. Klein, Astronomische Abende. 6. Aufl. mit 13 Tafeln in 

Schwarz- und Buntdruck. Leipzig, S. H. Mayer, 1905. XIH-407 S., 80. 
Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



Anfang und Ende der Welt. 

167. E. Belot, Sar la loi de Bode et les inclinaisons des equa- 
teurs planetaires sar Tecliptique. C. R. 141 937—939. 
Unter der Annahme, ein gasförmiger Wirbel sei mit einer fremden 
Masse zusammengestoßen, schließt Verf. auf das Entstehen einer Schwingung 
in dem Wirbel mit äquidistanten ringförmigen Knoten und Bäuchen in 
der wirbelnden Gasmasse. Aus den Verdichtungsringen (Knoten) entwickeln 
sich dann die Planeten. Verf. stellt mit der Gleichung X^ = 0,28 -h 
(1,883)" /2 14.45 die Distanzen der Planeten leidlich gut dar; innerhalb 
des Merkur hat er noch 4 Glieder, zwischen Merkur und Venus eines. 
Aach für die Neigungen der Aequatorebenen der Planeten gibt er eine 



42 I* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Gleichung, die für Erde, Mars, Jupiter, Saturn ziemlich gut stimmt; sie 
würde für Uranus 108® statt 98® Schiefe gehen (für Merkur und Venus 
gegen 30®). A. B. 

168. Carl Braun, S. J., Über Kosmogonie vom Standpunkte christ- 
licher Wissenschaft aus nebst einer Theorie der Sonne und 
einigen darauf bezuglichen philosophischen Betrachtungen. 
Dritte yermehrte und verbesserte Auflage. Münster, Ascbendorffsche Buch- 
handlung, 1905. XXIII 4- 491 S., 8°. 

In der vorliegenden dritten Auflage zerfällt der Inhalt des Werkes 
außer dem Vorwort und der Einleitung in 1 1 Abschnitte und 3 Anhänge. 
Die ersteren führen folgende Spezialtitel : Allererster Anfang — Der 
Urstoff — Entstehung der Sonnen — Entstehung der Planetensysteme — 
Weitere Bestätigungen und Einwendungen — Entwicklung der einzelnen 
Körper — üeber die langen Zeiträume — Ueber die behauptete Ewigkeit 
des Urstoffes — Verhältnis der wissenschaftlichen Kosmogonie zur bibli- 
schen Schöpfungsgeschichte — Weitere kosmogonische Entwicklungen in 
der Zukunft — Schlußbetrachtungen. Der Ringbildung der Kant-Laplace- 
schen Theorie setzt Verf. die Bildung von Konzentrationszentren im 
Ursonnennebel entgegen. Der wichtigste Abschnitt ist aber der über die 
Entwicklung der einzelnen Körper, denn dieser enthält des Verf.s Theorie 
von der Sonne. In dieser legt Verf. die Ursache der ungleichmäßigen 
Rotationszeit der Sonne (und des Jupiter) dar, gibt eine Erklärung der 
Flecken und weist auf deren Zusammenhang mit den metallischen Pro- 
tuberanzen hin; auch erwähnt er seinen ersten Vorschlag des Spektro- 
heliographen (im Buche aus Versehen Photoheliograph genannt). Im 
engsten Zusammenhange mit diesem Kapitel steht der II. auch separat 
erschienene Anhang, welcher „über die Temperatur der Sonne^ handelt, 
die Verf. an der Basis der Chromosphäre zu 30 — 40000*^, an der Ober- 
fläche der Photosphäre zu 60—80000° berechnet. 



169. A. M. Clebke, Modern Cosmogonies. Know. N. 8. 2 24—26, 95—97. 
Artikel XII der Reihe (siehe AJB 6 55) handelt von unserem 
Sonnensystem, von den Schwierigkeiten, die Bahnen der Phoebe, die 
retrograden Bewegungen des Uranus- und des Neptunsystems, den Gegen- 
satz der großen und kleinen Planeten (Kometen) hinsichtlich der Exzentri- 
zität nach der Laplaceschen Theorie zu erklären. Dann wird der etwaigen 
Folgen gedacht, wenn unser Sonnensystem durch seine Eigenbewegung 
einmal in die stern dichten Milchstraßenregionen geführt wird. Die Fort- 
setzung (XIII) gehört in die Biologie. A. B. 



170. A. P. CoLEMAN, Ny teori om planeternes danneise (Neue 

Theorie der Bildung der Planeten). Kringsjaa XXVI 180, 3 S. 
(Norwegisch.) 

üebersetzung der in „Scientific American'* erschienenen Notiz. Bu. 




1. Kapitel: Allgemeines. § 5. 43 

171. J. CoBBü, Neue Theorie ober die Bildung der Sternsysteme 

und den Bau des Universums. Bistriz, G. Matheiu, 1904; ergänzt 
1905. 40h- 10 S. 80. Teilweiser wortl. Abdruck: Sir. 88 154—162. 

Die Theorie geht von den Störungen aus, die ein fremder Körper 
beim nahen Vorbeigang an einem ans zwei Gliedern, davon eines ein 
größerer Zentralkörper, bestehenden System erfährt; je näher er sich der 
Babnebene des Systems bewegte, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, 
daß er ^ eingefangen ^ wird. Daher die Anordnung der Planeten in nahe 
derselben Ebene. Wo ein Zentralkörper fehlt, entstehe beim Hinzukommen 
fremder Körper ein sich immer mehr verdichtendes Chaos mit zunehmender 
Zahl von Zusammenstößen, die zur Ausbildung eines mächtigen Zentral- 
körpers führe. Letzteres Los, Vereinigung der Massen zu einem Riesen- 
körper, stehe auch der Milchstraße bevor, ebenso etwaigen anderen 
Milchstraßensystemen. Die „zuletzt^ übrigen paar Riesenkörper müßten 
«endlich" auch zusammenstoßen, wobei sie infolge der Erhitzung sich in 
Dampf auflösen, der den ganzen Raum erfülle, worauf die Entwicklung 
von neuem beginne. A. B. 

172. 6. H. Darwin, Cosmical Evolution. Obs. 28 337—343, 361—370, 
. 401—405; Science 22 257—267; Nat. 72 439, 6V3 S.; E. M. 82 79, 2V6 S. 

Ref.: Ath. No. 4060, 1905 II 246. Obersetzungen: Nat. Rund. 20 585, 
597, 8 S. Ciel et Tcrre 26 511—522, 538—545. 

Verf. hat als Präsident der British Association bei deren Versamm- 
lung 1905 in Sud- Afrika die übliche Eröffnungsrede, aber in zwei Teilen 
gehalten und zwar den ersten am 15. August in Kapstadt, worin er sich 
mit der Entwicklungslehre im allgemeinen beschäftigte, den zweiten am 
30. August in Johannesburg; dieser zweite Teil ist es, der hier im Druck 
vorliegt. In diesem behandelt Verf. das Entwicklungsprinzip im Weltall 
und erörtert zunächst die astronomischen Entwicklungstheorien im all- 
gemeinen, bespricht dann die Kant-Laplacesche Nebelhypothese und zeigt 
deren Mängel. Er erörtert dann zuerst die stabilen Formen, die sich im 
'Weltenraum finden oder bilden können und entwickelt daraus die Bildung 
Ton Doppelstemen, Planeten und Monden. Er erörtert dann die Reibungen 
Ton Flutwellen bei der Bildung von Himmelskörpern und zeigt schließlich, 
wie überall im Räume Veränderungen vor sich gehen. Einige kritische 
Bemerkungen zu Darwins Ausführungen s. E. M. 82 135. 



173. S. B. Geneza i^wiatow (Über Weltentstehung). Wsz. 24 705, 
9 S., gr. 80. (Polnisch.) 

Uebersetzung der Rede G. H. Darwins über den gleichen Gegenstand 
siehe Chemical News Nr. 2388. La, 



114. Raymund Rapaigs, A Föld sorsa (Das Schicksal der Erde), 
ür. 6 429. 6 S., 40. (Magyarisch.) 

Unter Benutzung der Darwinschen Arbeiten über die Gezeiten und 
anderer Fachwerke, wird die Gegenwart, die Vergangenheit nnd die Zu- 
kunft der Erde in populärer Form, jedoch wissenschaftlich besprochen, 

Kö. 



44 I- 'feil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

175. Otto Falb, Weltenstäubchen. H. u. E. 17 271, 318. 14»/* S. 

Verf. geht Ton der bei Polarexpeditionen gemachten Beobachtung 
von Ablagerungen mineralischen Staubes auf dem Polareis aus und dis- 
kutiert zunächst die Frage, ob derselbe tellurischen oder kosmischen 
Ursprungs sei. Er untersucht dann weiter, wie man sich eventuell seinen 
kosmischen Ursprung zu erklären habe, wobei er die verschiedenen 
Möglichkeiten der Entstehung diskutiert und auch den eventuellen Einfluß 
solcher kosmischer Staubablagerungen auf die Erdrotation erörtert. 



176. M. D. Gage, New Theory of the Evolution of the Solar System. 
San Jose Daily Mercury vom 1. Sept. 1905. Ref.: Pop. Astr. 18 526. 

Verf. zieht kosmogonische Folgerungen aus den Zahlenverhältnissen 
in den Distanzen der Planeten von der Sonne. A. B. 



177. Maurice Gbindon, Till the Sun Grows Gold. London: Simpkin, 
Marshall, Hamilton, Kent & Co. Ltd., 1904. 113 S., 8». Ref.: Nat. 71 606. 

In Romanform werden vom Verf. neuere Errungenschaften auf den 
Gebieten der Astronomie, Physik, Chemie, Botanik usw. vorgetragen, 
wobei er dieselben vielfach mit phantastischen Ausschmückungen versieht 
oder derartige Ausblicke für die Zukunft eröffnet. 



178. A Nap multja ei jövöje (Gegenwart und Zukunft der Sonne). 
Ur. 6 462. 1 S. (Magyarisch.) 

Referiert über die bisherigen Schätzungen des Alters der Sonne, 
und zieht nach Darwin die Möglichkeit der Radiumstrahlung in Betracht. 

Kö. 

179. J. Halm, On Professor Seeliger's Theory of Temporary Stars. 

Edin. R. S. Proc. 25 513-552. 
Aus der gleichartigen Struktur der Hauptbänder im Spektrum der 
Nova Persei folgert Verf., daB chemische, Druck- und anomale Disper- 
sionswirkungen nicht in Frage kommen, sondern daB nur das Dopplersche 
Prinzip eine Erklärung der Novae geben kann. Er findet eine solche in 
der weiteren Ausarbeitung der Seelig er sehen Theorie, da£ ein Stern mit 
einem Nebel zusammentreffe. Die Erhitzung des Sterns bewirkt eine 
sehr starke Ausbreitung seiner Atmosphäre nach allen Richtungen hin, 
wobei das Spektrum tatsächlich breite helle Linien in normaler Position 
und daran gegen Violett angrenzend breite dunkle Linien zeigen müsse, 
und zwar bei beliebiger Stellung der Nova relativ zum Beobachter. Von 
den Nebelpartikeln werde ein Teil infolge der Reibung aus hyperbolischen 
in elliptische Bahnen gezwungen und liefere, weil ebenfalls zum Glühen 
erhitzt, noch einen Emissions- und einen Absorptionsstreifen zu jedem 
Spektraldoppelband hinzu. Auch die späteren Aenderungen der Nova- 
spektra, Zurücktreten des kontinuierlichen Spektrums infolge frühzeitiger 
Abkühlung der festen Partikel, Verschiebung der Hauptnebellinie nach. 
Violett (Nova Aurigae) lassen sich nach Seeligers Theorie deuten und 



1. Kapitel: Allgemeines. § 5. 45 

teilweise aach namerisch darstellen, je nach den Annahmen über die 
YerhSltnisse im speziellen Falle. A. B, 

180. J. Halm, Some Saggestions od the Nebular Hypothesis. Edin. 

R. S. Proc. 25 553—561. Ref.: Nat 78 38. 
Im Anschluß an seine Theorie der Neuen Sterne sncht Verf. die 
Entwicklang des Planetensystems frei von den Einwürfen gegen die 
Laplacesche Theorie zu erklären. Die Sonne habe, als sie bereits aaf 
den Raum innerhalb der Merkarbahn zusammengeschrumpft war, infolge 
Begegnung mit einem kosmischen Nebel sich einen Ring meteoritischer 
TeUcben angeeignet. Diesen Ring darf man als nicht homogen voraus- 
setzen. Dann werden dichtere Teile allmählich durch . Attraktion die 
zerstreuteren Partikel aufgesogen und sich zu den eigentlichen Planeten 
herangebildet haben. Andere Partikel seien fortwährend auf die Sonne 
gestürzt, sie nach und nach in langsame Rotation versetzend. Die 
Kometen erklärt Verf. als die Reste der bei dem Zusammentreffen der 
Sonne mit der kosmischen Wolke und ihrer Explosion (als ^ Neuer Stern ^) 
sehr weit weggetriebenen Gasmassen, die nach der Rückkehr von ihren 
sehr fernen Aphelien in parabel nahen Ellipsen die Sonne umlaufen. 
Gleiehes mag für einen Teil der Meteore gelten. A. B. 



181. W. HoLTz, Wie ein planetarischer Nebe] in Rotation kommen 

kann. Gott. Nachr. Math. phys. Kl. 1905, Heft 3, 236. Abdruck: Sir. 88 

253. 
Die Rotation kann nur durch äuBere Kräfte, Bewegungen anderer 
m nicht zu groBer Entfernung vorbeiziehender Körper eingeleitet werden. 
Entweder wirkt dieser fremde Körper auf den anderen durch Attraktion 
ein, mdem dessen Gestalt länglich wird, oder durch elektrische Kraft, 
wenn die Form eine Kugel bleibt. Durch Vorüberführen einer elektrisch 
geladenen Ebonitplatte an einer feuchten Glaskugel, und noch sicherer an 
einer Papierscheibe, konnte die Kugel oder Scheibe in Drehung versetzt 
werden. A. B. 

182. A. A. Iwanow. BceJiCHHan KaKt eji^imoe i^'fecioe (Wselen- 
naja kak edinoje zeloje.) [Das Weltall betrachtet als ein 6e- 

sammtorganismos]. B. B. S. 3 1543. 6 S. (Russisch.) 
Verf. zeigt, da£ die Chemie unseres Erdkörpers auch die Chemie 
des ganzen Weltalls ist und da£ das Newtonsche Gesetz für das ganze 
Weltall allgemein gültig ist. Dann spricht Verf. über die Verteilung der 
Sterne und Nebel im Weltall, über die Entdeckungen von Baily im Gebiete 
der Sternhaufen und von Wolf im Gebiete der Nebel, über die Aehn- 
lichkeit der Eigenbewegungen einiger Sterne. Zum Schluß macht er die 
Leser mit der Hypothese von Mädler über die Zentralsonne des Weltalls 
bekannt. Iw. 

183. A. A. Iwanow. HpOHCXO^^AeHie BceaeHHOfl (Proizehoshde- 

nije wselennoj). [Der Ursprung des Weltalls.] B. B. S. 8 1233, 
1261. 6 + 6 S. (Rassisch.) 



46 I* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Verf. erklärt die Nebuiarhypothese von Laplace mit den neuesten 

Modifikationen, die Grundprinzipien der Hypothese von Faye und die 

Untersuchungen von Darwin und See. Iw. 



184. J. H. Jeans, Od the Density of Algol Variables. Ap. J. 22 
93—102. Ref.: Sir. 88 277—279; Nat 72 Ö91. 

£ine Masse, bestehend aus einer nicht zusammendruckbaren Flüssig- 
keit, würde in Rotation versetzt und mit wachsender Geschwindigkeit 
rotierend von der Kugelform übergehen auf sphäroidische und ellipsoidi- 
sche Gestalt und schließlich in Bimform, die der Teilung in zwei Korper 
unmittelbar vorangeht. Man kann mit diesen verschiedenen Zwischen- 
und der Endform die verschiedenen Typen der Stern Veränderlichkeit er- 
klären. Aber die unter obiger Voraussetzung gültigen Beziehungen 
zwischen der Rotationsgeschwindigkeit und Dichte liefern für letztere so 
kleine Werte, die mit den aus den Bahnen spektroskopischer Doppel- 
Sterne berechneten gut übereinstimmen, daß die Voraussetzung fallen 
gelassen werden muß. Die Entwicklung eines Stemsystems im großen 
wie im kleinen muß also vom gasförmigen Zustand ausgehen und mit 
dem Entstehen von Verdichtungen um einzelne Kerne beginnen. Unter 
plausiblen Annahmen ergibt sich die mittlere Parallaxe benachbarter Fix- 
sterne zu 0',62. Daraus würde folgen, daß sehr viele nicht leuchtende 
Sterne existieren in dem Räume zwischen den leuchtenden Sternen. Für 
die mittlere Masse eines Sterns findet Verf. eine Zahl von der Ordnung 
der Sonnenmasse. Die Mitwirkung der Rotation bei der Entwicklung 
eines Planetensystems (Laplacesche Hypothese) erscheint bei der Nebel- 
theorie ausgeschlossen, sie wäre bei Annahme der Locky ersehen Meteo- 
ritenhypothese zulässig, aber gegen letztere sprechen alle neueren Erfah- 
rungen. A. B. 

185. E. LiECKFBLDT, Die Entstehung und Entwicklung der Welt- 
körper. Weltall 5 159—167, 188—196, 204—212. 

Im Urzustand war der Stoff, aus dem alle Weltkörper bestehen, in 
seine feinsten Teile aufgelöst und erfüllte gleichmäßig den ganzen Welt- 
raum. Die Entwicklung begann mit der Entstehung von Gravitations- 
zentren, um die der benachbarte Stoff sich verdichtete, wobei Spiral- 
bewegung eintreten mußte. Letzteren Schluß hat Verf. in einer Abhandlung 
„Von der Bewegung des Wassers", Zentralblatt der Bauverwaltung 1903, 
näher behandelt und begründet. Bei zunehmender Geschwindigkeit der 
Spiraldrehung hält zuletzt die Zentrifugalkraft der Gravitation nach dem 
Sonnenkern das Gleichgewicht, die von außen kommenden Stoffteilchen 
sammeln sich in Ringen und diese werden zu Planeten. Die Ringbildung 
kann auch unterbleiben, also braucht nicht jede Sonne Planeten zu be- 
sitzen. An den Grenzen der Sonnenbezirke bleiben Reste des Urnebels 
zurück, verdichten sich zu Nebelflecken, die Teilchen verbinden sich zu 
Meteoriten oder Eometenkernen, die in der Sonnennähe erhitzt, Koma und 
Schweife bilden. Die Entstehung und mannigfache Umgestaltung der Erd- 
und Mondoberfläche und die besonderen Verhältnisse auf dem Mars werden 



1. Kapitel: Allgemeines. §5. 47 

unter Berücksichtigang von Zag- and Drackkräften bei verschiedener Stärke 
der Schwerkraft und verschiedener Gesteinsdichte zu erklären versacht. 
Die Erscheinung eines neuen Sterns beruhe wahrscheinlich auf Explosion 
infolge eines allerdings nur äußerst selten zu erwartenden Zusammen- 
stofles zweier Sonnen. Zum Schluß werden noch die Bedingungen 'für 
die Entwicklung des organischen Lebens und die Bedeutung von Kohle 
and Eisen für die heutige Kulturstufe, aber auch eine Möglichkeit für 
die Rückkehr alles Stoffes in den Urzustand betrachtet. A. B. 



186. M. Wilhelm Meyeb, Weltschöpfung. Wie die Welt ent- 
standen ist Siebente Auflage. Stuttgart. Kosmos, Qesellschaft der 
Naturfreunde. Geschäftsstelle: Franckh'sche Verlagshandlung. 93 S., 8^. 

Die ersten 40 Seiten dieses Werkchens sind rein astronomischer 
Natur, indem Verf. in demselben das Entstehen des Milchstraßensystems 
ans einer ümebelmasse schildert und weiter die Entstehung und Ent- 
wicklaog des Sonnensystems ausmalt. Zahlreiche astronomische Abbil- 
dungen sind dieser ersten Hälfte des Buches eingefügt. Im weiteren 
Verlaufe desselben wird die geologische Entwicklung der Erde geschildert. 

187. F. R. MouLTON, On the Evolution of the Solar System. Ap. 

J. 22 165—181. Ref.: Obs. 28 474; Nat. 78 87; Publ. A. S. P. 17 199; 
Nat. Rund. 21 53—56; J. B. A. A. 16 120; Sir. 89 1—7. 

Da Verf. im Verein mit T. C. Ghamberlin bei Anwendung 
strenger Rechnung so viele Widersprüche in der Kant-Laplaceschen Hypo- 
these fand, daß diese für unhaltbar erklärt werden mußte, haben beide 
Aatoren für die Entwicklung des Sonnensystems eine neue Theorie auf- 
gestellt und zum Teil auch rechnerisch geprüft. Der nahe Voruber- 
gang eines fremden Sterns bei der Ursonne habe enorme Gezeiten und 
infolge hiervon riesige Ausbrüche hervorgerufen. Die frei gewordenen 
Massen bewegten sich alle nahe in der Ebene, in der der fremde Körper 
lief, und zwar waren ihre Bahnen erst langgestreckte Ellipsen, die der 
Rechnung nach durch allmähliche Aufnahme des ebenfalls ausgestoßenen 
feineren Staubes immer kreisähnlicher werden mußten. Größere Massen 
sogen mehr solchen Staub an, wuchsen entsprechend rascher und er- 
hielten kreisähnlichere Bahnen als die kleineren Massen. Daher die oft 
großen Exzentrizitäten der Bahnen der Planetoiden, des Merkur, Eros. 
Auch die gleiche Richtung der Planetenrotationen mit der Richtung der 
Bahnbewegnng wird durch die Stoßwirkung des interplanetarischen Staubes 
erklärt Trabanten waren beim Ausbruch aus der Ursonne schon Begleiter 
der „Planetenkerne^, aber nur ein kleiner Teil dieser damaligen Begleiter 
entging dem Schicksal des Einverleibtwerdens. Auch ihre Bahnen wurden 
niit der Zeit kreisähnlicher. Ausnahmen konnten nur bei den entferntesten 
Trabanten (Phoebe) und in den Systemen der äußersten Planeten vor- 
kommen. Femer läßt sich die Ausbildung der Planeten zu ihrem jetzigen 
Zustand erklären, und zwar als eine verschiedene, je nachdem es sich 
vm große (Jupiter) oder kleinere Planeten (Erde) handelt. A. B. 



48 1. Teil : Allgemeines und Geschichtliches. * 7, 1905. 

188. W. H. Pickering, Note on the Evolution of the Solar System. 
Ap. J. 22 354. 

189. F. R. MouLTOK, An Apology and an Explanation. Ap. J. 22 355. 

190. W. H. Pickering, Reply to Prof. F. R. Moulton. Ap. J. 22 357. 

Pickering sagt im ersten Artikel, die Theorie, die groBen Planeten 
hätten urspränglich retrograde Rotation besessen und seien durch die 
Gezeiten Wirkung der Sonne zn direkter Rotation gebracht worden, sei 
nicht von ihm, sondern schon von Ei rk wo od 1864 ausgesprochen 
worden. Sie sei auch unwahrscheinlich, aber sie wurde ohne weiteres 
die Zugehörigkeit der Phoebe zum Satumsystem erklären. Moulton 
geht hierauf auf die Mechanik der unter dem EinfluB der Gezeiten 
stehenden Rotation ein. Aus dieser Erwiderung entnimmt Pickering 
geradezu eine Bestätigung der Theorie, daB die Rotationsachse im Laufe 
der Zeit eine Drehung ausführe, so daB sie in einem Zeitpunkt in der 
Bahnebene liege, wie es nahezu beim Uranus der Fall sei. A. B. 



191. T. J. J. See, Researches on the physical Constitution of heavenly 
bodies. a. N. 109 332—363. 
Verf. erklärt es für unabweisbar, daB die Sonne und Fixsterne in 
der Hauptsache aus einatomigen Gasen bestehen müssen. Bei diesen ist 
das Verhältnis der spezifischen Wärme unter konstantem Druck zn der 
bei konstantem Raum ^ = 1,67 und mit diesem Wert müssen die Gesetze 
für den Druck, Temperatur und Dichte berechnet werden. Für die 
Oberflächenschichten ist X; kleiner zu nehmen, nahe= 1,4. Das Dichten- 
verhältnis für Sonnenmittelpunkt und eine beliebige Schicht wird als 
Funktion des Schichtenradius durch eine Reihe ausgedrückt. Hiermit 
läBt sich die Dichte im Sonnenzentrnm berechnen. Ihr Wert ergibt sich, 
die Sonne als eine Kugel aus einatomigem Gase betrachtet, gleich dem 
B fachen der mittleren Dichte der Sonne oder gleich dem 8,42 fachen der 
Dichte des Wassers. Eine Tabelle zeigt für verschiedene Abstände vom 
Sonnenmittelpunkt die GröBe der Dichte, des Druckes in Atmosphären 
und der Temperatur, letztere unter den zwei Annahmen für die Ober- 
flächentemperatur der Sonne gleich 6000^ und 12000^. Im Zentrum 
betrüge darnach der Druck 14437 Millionen Atmosphären, die Tempe- 
ratur 9,7 bezw. 90,2 Millionen Grad Celsius. Aus dieser Hitze folgert 
Verf. die Dissoziation der chemischen Elemente im Sonneninnern, sowie 
eine gute Erklärung für die Strahlung an der Sonnenoberfläche. Kon- 
vektive Strömungen zur Uebertragung der inneren Wärme an die Ober« 
fläche anzunehmen, hält Verf. für unnötig und zu Widersprüchen führend^ 
bei der intensiven Hitze des Innern und der Durchlässigkeit der Sonnen- 
gase leistet direkte Strahlung vollkommen jene Uebertragung. Der Betrag 
der im Sonnenkörper aufgespeicherten Wärmemenge ergibt sich so groß, 
daB dadurch die mittlere Temperatur entsprechender homogener Kugeln 
auf 5,15 bezw. 47,8 Millionen Grad C. gehoben würde, je nachdem die 
Oberflächendichte und -temperatur zu 0,1 bezw. 0,01 der atmosphäri- 
schen Luft und zu 6000° bezw. 12000° angenommen wird. Im ersten 



I.Kapitel: Allgemeines. §5. 49 

Fall and unter Annahme einer spezifischen Wärme von durchschnittlich 
3 oder 4 würde der Wärmevorrat der Sonne ihre Strahlung für 10 Mill. 
Jahre decken, ohne daß sie sich auch nur um 1 mm weiter zusammen- 
soziehen brauchte. Mit Rücksicht auf die in Zukunft durch Volum- 
abnahme noch erzeugbare Wärme findet Verf. die Strahlung noch für 
30 Mill. Jahre in unvermindertem Maße gesichert. Weiter berechnet 
Verf. die Verdichtungswärme der Sonne als einer Kugel aus einatomigem 
Gase als das 1,43 fache einer homogenen Kugel, und zwar für die Ver- 
dichtung aus dem ursprünglichen Zustand unendlicher Verdünnung bis 
jetzt. Für die jährliche Abnahme des Sonnendurchmessers folgert Verf. 
den Wert 70,9 m entsprechend 0',192 in 1000 Jahren. Eine Tabelle 
gibt eine Übersicht über die auf entsprechende Art berechnete Ver- 
dichtungswärme der Hauptplaneten und einiger größerer Monde. Für die 
Erde ergibt sich unter verschiedenen Hypothesen ein Betrag von 10000^ 
bis höchstens 20000^ C. Die letzten Abschnitte betreffen die Berechnung 
der Drehungsmomente der Hauptkörper des Sonnensystems und das 
mechanische Wärmeäquivalent eines m ' Sonnen- bezw. Planetenstoffes 
und die mittlere Translationsgeschwindigkeit der Moleküle, die Zustände 
im Innern der Planeten und die Wahrscheinlichkeit fortdauernder Tempe- 
raturznnahme auf der Sonne. Auf einer Tafel sind graphisch der Gang 
von Druck, Dichte und Temperatur der Sonne und der vier äußeren 
Planeten von der Oberfläche zum Mittelpunkt dargestellt. A. B. 



192. ViNZ. WiESSNKR, Das Werden der Welt und ihre Zuknnft. 
Dresden, Verlag von Hans Schultze, 1905. 166 S., 8». 

Der Inhalt des Werkes zerfällt in zwei Teile, denen aber zwei Ab- 
schnitte vorausgeschickt sind, welche die Titel führen: ^Die Lehre von 
der Natur und die Kontrolle ihrer Richtigkeit^ und ^Die Kant-Laplace- 
Bche Theorie von der Weltbildung und die Möglichkeit ihrer Erweiterung **, 
welcher Aufsatz den Inhalt eines vom Verf. auf der 76. Naturforscher- 
versammlung in Breslau gehaltenen Vortrags wiedergibt. Der erste Haupt- 
teil des Buches beschäftigt sich mit den Grundlagen der Physik, der 
zweite behandelt die Bildung der Welt. Hier legt Verf. seine Ansicht 
dar, daß ans dem Gleichgewichtszustande zwischen Materie und Kraft 
in dem unserer Weltenphase vorausgehenden stabilen Gasgemische die 
Bildung der Weltkörper durch die sich gegenseitig bedingenden, auf einen 
neuen Ruhezustand hiustrebenden Zustandsänderungen von Stoff und Kraft 
erfolgte. In der Mitte dieser Phase zwischen den beiden Ruhepunkten 
befinden wir uns heute. 

193. P. PüiSEUX, Les risqnes de collision entre corps Celestes et 

le temoignage de la Lnne sur ce sajet. B. S. B. A. 10 112—120, 
140-152. 

Nachdem Verf. gezeigt hat, wie äußerst unwahrscheinlich in der 
Welt der Zusammenstoß zweier größerer Gestirne, Kometen eingerechnet, 
ist, bespricht er die Bewegungen und physischen Eigenschaften der Meteore 
imd Meteoriten, von denen die meisten schon in der Luft aufgerieben 

AstroBOBL Jahresbericht 190&. 4 



50 I.Teil: Allgemeines und Gescbicbtliches. 7, 1905. 

werden und nur sehr selten eines einen Schaden an Personen oder Sachen 
anrichtet. Die Laplacesche Kosmogonie setzt nun freilich ein häufiges Zu- 
sammenstoßen von Weltkörpern voraus, indem die Planeten durch die 
Vereinigung der auf einen Ring um die Sonne verteilten Körperchen ent- 
standen sein sollen. AehnÜch die Monde. Bei der Erde ist von einer 
solchen Zusammensetzung nichts zu merken. Beim Mond hat man aber 
die großen und kleinen Ringgebirge als Folgen des Auftreffens großer 
Körper erklären wollen. Verf. bespricht namentlich die Versuche von 
Aisdorf, weist aber darauf hin, daß viele wesentliche Eigentümlichkeiten 
der Mondformationen nur unter ganz besonderen Bedingungen nachzu- 
ahmen wären, die also eine Menge Hilfshypothesen für den Mond nötig 
machten. Also sei auch dieser Erklärungsversuch der Mondgebilde nicht 
gelungen. A. B. 

194. J. E. Gore, A Possible Celestial Catastrophe. Know. N. S. 2 
261—263. 

Im zweiten Petrusbriefe, im großen Sanskritgedichte Mahabharata 
und in Isaiahs Prophezeiungen wird Feuer vom Himmel als Ursache für 
die Vernichtung alles irdischen Lebens angekündigt. Verf. betrachtet hier 
den Fall eines Zusammenstoßes der Sonne auf ihrem Lauf gegen Lyra 
mit einer erkalteten, dunklen Sonne und berechnet deren Helligkeit in 
reflektiertem Sonnenlicht in verschiedenen Abständen von der Sonne. Er 
fügt hinzu, daß er bei der Durchmusterung der Apexgegend keinen Stern 
gefunden habe heller als 7. Gr., der nicht in Katalogen stehe, also sei 
auch für die nächsten Jahre keine solche Kollision mit einem größeren 
Weltkörper zu befürchten. A. B. 

195. J. E. Plassmann, Welten tod. Kosmologische Betrachtungen. Frank- 
furter zeitgemäße Broschüren. Hamm i. W., Breer & Thiemann 1905, 25 [1]. 
36 S., 80. Ref.: Nat Rund. 21 35. 

Die Gefahren für das Erden leben durch Schwinden des Feuchtigkeits- 
vorrats (Erdentod), Herabsturz des Mondes (Mondestod), Erkaltung der 
Sonne (Sonnentod) oder durch eine Katastrophe analog der Erscheinung 
eines „Neuen Sterns" werden gemäß dem jetzigen Stand der Wissen- 
schaft betrachtet. Viele Angaben über die Zustände auf anderen Welt- 
körperu sind eingeflochten. A. B. 

196. J. CsEMEz, Az anyag sretsrorodasa. (Die Zerstreuung der 
Materie.) Term. Köz. Pf. 37 166. 14 S., gr. 8«. (Magyarisch.) 

Kurzer Auszug aus G. le Bon's Abhandlung in der ^Revue Scienti- 
fique'' (1904, II. No. 20—21), der auch die Quellen der Sonnenwärme 
berührt. Kö. 



197. Carüs Sterne, Werden und Vergehen. 6. Auflage von Wilh. 
Bölsche. Mit zahlreichen Abbildungen im Text, 27 Tafeln und dem 



1. Kapitel: Allgemeines. § 5. 51 

Bildnis des Verfassers. Berlin, Gebr. Bomträger 1905. XXIV H- 551 S. 
Lex. 80. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



198. J. Plassmann, Interplanetare Absorption des Lichtes. Mitt. 
V. A. P. 16 5-9, 80. 

Über Rydbergs und Johnstone Stoneys Ansichten über die 
interplanetarische Atmosphäre, über deren Einwirkung auf die Planeten- 
bahnen (Wellmanns Erklärung der Bewegung des Merknrperihels), sowie 
über deren Einfluß auf Stemparallaxen; eine um die Sonne verdichtete 
Gashülle des Planetensystems wirkt umgekehrt wie die Parallaxe auf die 
Stemorter ein (siehe auch Ref. Nr. 1719). A. B. 



199. J. Palisa, Planeter indeufer Merkurs bane. (Intramerkurielle 
Planeten). Kringsjaa XXV 654. 6 S. (Norwegisch.) 

Übersetzung der in ^Deutsche Revue" erschienenen Originalarbeit. 

Bu. 

200. D. A. N. Ghover, New principles. Part IV; The orbit of Sun; 

Part V: A simple key to the changes of the weather. Kansas 
City 120. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



201. NoRMANM LocKTER, L'Evolution inorganique etudiee par l'ana- 

lyse spectrale. Traduit de l'anglais par E. d'Hooghe. Paris, Felix 
Alcan. 1. 304 S., 80. Ref.: Cosmos N. S. 58 192. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. (Dissoziationstheorie.) A. B. 



Kosmognosie. 

202. K. Geissleb, Betrachtungen über die Unendlichkeit des Welt- 
alls. Weltall 5 335—340. 
^Das Weltall als Zusammenfassung sinnlicher Wahrnehmungen ist 
selbstverständlich etwas sinnlich Wahrnehmbares, also Endliches." „Nennen 
wir das Weltall unendlich, so sind wir hierdurch sofort hinaufgestiegen 
in eine andere Auffassung." „Geist und Körper sind verschieden und 
gehören doch höheren gemeinsamen Begriffen an." Diese Sätze durften 
die Betrachtungsweise des Verf. veranschaulichen. A. B. 



203. Alfred R. Wallacb, Des Menschen Stellung im Weltall. 
Eine Studie aber die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung in der Frage 
nach der Einzahl oder Mehrzahl der Welten. Einzig berechtigte deutsche 
Ausgabe von Felix Heinemann. Dritte Auflage. Vita, Deutsches Ver- 
lagshans, Berlin NW. VIIH-306S., lex. 8o. Ref.: Nat. Woch. N. F. 4 
350, gr. 80. 

Das vorliegende Buch ist zuerst in englischer Sprache im Herbst 
1903 erschienen (siehe AJB 5 62) und ist seinem Hauptinhalte nach 

4* 



52 !• Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

der weitere Ausbau zweier Artikel, die Verf. vorher in englischen Zeit- 
schriften hatte erscheinen lassen (siehe AJB 5 59 und 61). Der Inhalt 
ist in 16 Kapitel gegliedert, in denen Verf. sich über folgende Materien 
verbreitet: Früheste und moderne Anschauungen, die neue Astronomie, 
die Verteilung und Entfernung der Sterne, die Bewegung der Sonne durch 
den Raum, die Einheitlichkeit und Entwicklung des Sternensystems, Frage 
nach der endlichen oder unendlichen Anzahl von Sternen, unsere Be- 
ziehungen zur Milchstraße, die Gleichmäßigkeit der Materie und ihrer 
Gesetze, die charakteristischen Grundbedingungen lebender Organismen, 
die für das organische Leben notwendigen physikalischen Bedingungen, 
die Erde und die Atmosphäre in ihren Beziehungen zum Leben, die 
anderen Planeten sind nicht bewohnt, die Sterne: haben sie Planeten? 
Sind sie uns nützlich? Stabilität des Sternensystems, welche Bedeutung 
hat unsere zentrale Stellung? Zusammenfassung und Schluß. Zwei 
kartographische Darstellungen über die Verteilung der Nebel und Stern- 
haufen an der nördlichen und südlichen Hemisphäre sind beigegeben. 



204. M. MoTE, Les conditioDs de la vie dans l'univers. B. S. B. A. 
10 85—92, 120—125, 152—157, 197—205, 286-293. 

Verf. sagt in der Einleitung, daß wir über die von ihm hier be- 
handelte Frage eigentlich nichts wissen, daß dieselbe aber trotzdem wichtig 
sei. Man dürfe sie aber nur unter der Beschränkung behandeln, daß 
das Leben wie auf der Erde so überall an die Kohlenstoffverbindungen 
gebunden sei, weil sonst alles nur Spekulation wäre. Die Beschränkung 
sei erlaubt, weil die Chemie der Sternenwelt sich gleich der irdischen 
erwiesen habe. Die Frage nach dem innersten Wesen des Lebens komme 
hier nicht in Betracht; es genügt zu wissen, daß überall auf der Erde 
das Leben sich entwickelt, wo es nicht direkt gestört wird, daß das 
Leben die geringsten Existenzmöglichkeiten der Umgebung ausnützt und 
daß nach den Theorien von Darwin und Lamarck die Natur selbst die 
Gefahr der Vernichtung ihrer Geschöpfe fortwährend herabsetzt. Daher 
wird auch außerhalb der Erde das Leben noch Boden finden können, so 
daß der Normalzustand der Weltkörper das Leben sein wird, außer da^ 
wo eine völlige Unmöglichkeit seiner Entwicklung bestehe. — Das 
Leben, wie wir es kennen, bedarf zu seiner Erhaltung des Wassers, einer 
bestimmte Gase enthaltenden Atmosphäre und einer zwischen gewisse 
Grenzen eingeschlossenen Temperatur. Dazu kämen noch einige für das 
Protoplasma wichtige Salze. Sicher ist, daß das Leben auf der Erde 
ungezählte Jahrmillionen bestehen konnte. — Nachdem Verf. dann diese 
Frage der Entwicklung des Sonnensystems kurz behandelt hat, kommt 
er auf die Frage, wie das Leben entstanden sei, worauf die Antwort 
lautet, daß die Wissenschaft den Vorgang des ersten Entstehens des 
Lebens noch nie beobachtet hat, daß die Frage also nur durch Hypo- 
thesen oder durch den Glauben an einen Schöpfungsakt beantwortet 
werden könne. In beiden Fällen liege aber kein Grund vor für die 
Annahme, daß das Leben auf die Erde beschränkt sei. — Nun werden 



1. Kapitel: Allgemeines. § 5. 53 

speziell die LebensbedlugaDgen anf der Erde betrachtet und mit denen 
aaf anderen Weltkörpern verglichen. A. B. 

205. H. J. Klein, Die Bewohnbarkeit der Himmelskörper. Sir. 88 
1—6. Ungar. Oberseiz. von A. Taß: ür. 6 115, 3 S. 

Populäre Darlegung der Gründe, die für das Leben vernünftiger 
Wesen auf dem Mars sprechen, während alle anderen Planeten für 
unsere Begriffe als unbewohnbar zu betrachten sind. A. B. 



206. L. Brenner, Die Bewohnbarkeit der Welten. Hillgers illustrierte 

Volksbücher Bd. 20, Herrn. Hillgers Verlag, Berlin-Leipzig. 96 S., 8o. Ref.: 
Astr. Rund. 7 48 

Nach Beschreibung der Erscheinungen an der Sonne, der Nova Persei, 
an Kometen, Nebeln, groBen und kleinen Planeten und am Monde wird 
die Bewohnbarkeit nur für den Mars als wahrscheinlich, für Merkur und 
Venns als möglich, für alle anderen Planeten und Satelliten als unwahr- 
scheinlich hingestellt. V^erf. führt viele seiner eigenen Wahrnehmungen 
an Planeten als maßgebend au, auch die Abbildungen der Planeten rühren 
meistens von ihm selbst her. 

207. J. Hamilton, Our Own and Other Worlds. Ref.: Ath. Nr. 4052, 
1905 1 783. 

Siehe AJB 6 53. 

208. J. Fohle, Die Sternenwelten uhd ihre Bewohner. Zugleich als 
erste Einführung in die Astronomie. 4. verbesserte und vermehrte Auf- 
lage. Mit 1 Karte, 4 farbigen und 12 schwarzen Tafeln sowie 31 Abbil- 
dungen im Text. Cöln, J. P. Bachern, XVI -t- 504 S., 8°. 

Der Berichterstattung nicht zogänglich, siehe Referat No. 212. 

A. B. 

209. Liv paa maanen? (Leben auf dem Monde?) Kringsjaa XX v 

587. 3 S. (Norwegisch.) 
Populäre Notiz nach Osterreichische Rundschau. Bu. 



210. 6. FotwiiiiSKi, porach roku na ziemi i innych planetach. 

(Über die Jahreszeiten der Erde und anderer Planeten.) 66 S., 16o. 
Warschau, M. Arcts Verlag. (Polnisch.) 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. La. 



211. A. L. SzrMANSKi, Gwiazdy i ludzie. (Sterne und Menschen.) 
168 S., 80. E. Wende <fe Comp., Warschau. (Polnisch.) 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. La. 

212. L. Günther, Naturphilosophische Literatur. Nat. u. Off. 51 
493-505. 



54 I* l'eil-' Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Der erste Teil bildet eine recht nngunstige Kritik von Pohl es Werk 
^Stemenwelten nnd ihre Bewohner^ (siehe AJB 4 41), das die Beob- 
achtangstatsachen wie auch die Physiologie der Beobachtungen viel zu 
wenig berücksichtige nnd in den SchluBfolgerungen unlogisch sei. Dabei 
wird auch Lowe 11 der Vorwurf gemacht, er lese viel mehr in die Dinge 
hinein als aus ihnen heraus. Verf. führt verschiedene Beobachtungen an, 
die gegen ein Bewohntsein des Mars sprechen. Dann wird das Buch 
von Wallace („Des Menschen Stellung im Weltall", siehe Ref. No. 203) 
besprochen und in ihm die „größere Wissenschaftlichkeit und die strengere 
Logik^ gefunden. A. B. 

213. Cs. J., Nyugvo pontok a umidensegben. (Ruhende Punkte im 
All.) Term. Köz. 87 403. 3 S. (Magyarisch.) 

Nach einem in Himmel und Erde erschienenen Aufsatze werden die 
an dem Spektrum von 8 Orionis und Nova Persei beobachteten Erschei- 
nungen und besonders das Verhalten der Galciumlinie mit den hieran 
sich knüpfenden Folgerungen besprochen (siehe AJB 6 58). Kö. 



§6- 
Mathematische und rechnerische Hülfsmittel. 

Fehlerrechnung und Interpolation. 

214. F. R. Helmebt, Über die Genauigkeit der Kriterien des Zufalls 
bei Beobachtungsreihen. Berl. Ber. 1905 594, 18 S., gr. 8^. 
Bei einer Ausgleichung von Beobachtungsreihen pflegt man die übrig- 
bleibenden Fehler daraufhin zu prüfen, ob sie mit genügender Annähe- 
rung als zufällig zu betrachten sind. Verf. untersucht nun die Genauigkeit, 
welche die Kriterien, die man für die Zufälligkeit anwendet, gewähren. 
Er zeigt, daß man sich für die Angabe der Genauigkeit bei den Vor- 
zeichenprüfungen und bei den Prüfungen der mittleren Fehlergroße der 
mittleren Abweichungen bedienen kann, die nach Art des Gaußischen 
mittleren zu befürchtenden Fehlers unter Voraussetzung eines ^ geraden^ 
Gesetzes für das Vorkommen der Beobachtungsfehler gebildet werden. 
Die Herleitung dieser Genauigkeitsmaße ist cfine strenge und doch einfache. 
Verf. setzt dabei voraus, daß die zu untersuchende Fehlerreihe in aus- 
reichender Annäherung als eine Reihe wahrer Fehler aufgefaßt werden 
kahn. Dadurch wird die Ausgleichung in den übrigbleibenden Fehlem 
einen Zwang ausüben, der wie ein systematischer Fehlereinfluß wirkt. 
Man wird daher die systematischen Beobachtungsfehler auf diese Weise 
im allgemeinen nur dann erkennen, wenn die Anzahl der bestimmten 
Elemente klein ist gegen die Anzahl der Beobachtungen. 



215. L. Kbügeb, Über die Ausgleichung von bedingten Beobach- 
tungen in zwei Gruppen. Pr. Geod. Inst. N. F. No. 18 24 S., 4o. 



1. Kapitel: Allgemeines. § 6. 55 

Die BediDgaDgsgleichungen eines Dreiecksnetzes bestehen aus Winkel- 
und Seitengleichungen, wobei erstere wesentlich einfachere Gestalt haben, 
weshalb anch in der Regel die aus ihnen entspringenden Normalgleichun- 
gen in der Form einfacher sind und sich ohne große Mühe auflösen 
lassen. Man kann nun die Seitengleichungen so umformen, daß die 
Verbesserungen mit Rücksicht auf sämtliche Bedingungsgleichungen aus 
zwei Teilen bestehen, von denen der erste durch Ausgleichung mit Rück- 
sicht auf die Seitengleichungen allein erhalten wird. Für einen be- 
bestimmten Fall hat Gauß bereits ein derartiges Verfahren angegeben, 
aber wie gewöhnlich ohne Entwicklung. Indem Verf. diese gibt, zeigt 
er zugleich, wie sich dasselbe mit Vorteil verallgem einem läßt, wenn die 
zu den Winkelgleichnngen gehörenden Normalgleichungen sich leichter 
auflösen lassen, als durch den Gaußischen Algorithmus. Verf. erläutert 
sowohl das Gaußische Verfahren wie auch das Verfahren der Ausgleichung 
in zwei Teilen an einem Beispiel und gibt zum Schluß noch die Ab- 
leitung eines besonderen Näherungsverfahrens zur Ausgleichung eines 
Dreiecksnetzes nach zwei Gruppen durch Vereinfachung der Seiten- 
gleichungen. 

216. Rudolf Laemmel, Die Methoden zur Ermittlung von Wahr- 
scheinlichkeiten. Zürich, E. Speidel, 1904. 80 S., 8^. 
Diese kleine Schrift, mehr philosophisch -mathematischen Inhalts, 
zerHlllt inhaltlich in zwei Kapitel, welche die Methoden zur Ermittelung 
von numerischen Wahrscheinlichkeiten und einige spezielle Probleme be- 
handeln. In dem ersten Kapitel versucht Verf. in die Bildung von 
Wahrscheinlichkeiten Klarheit und Systematik zu bringen, insbesondere 
untersucht er den „ Hypothesenbildungsprozeß ** genau. Weiter führt 
Verf. den Mengenbegriff in die Wahrscheinlichkeitstheorie ein, an Stelle 
der gebräuchlichen „verschiedenen Fälle^. Im zweiten Kapitel behandelt 
Verf. besonders Wahrscheinlichkeitsfragen bei Kettenbruchentwicklungen 
und das Gyldensche Problem. Der obige Titel ist der der Verlagsausgabe; 
ursprünglich ist die Schrift als Inauguraldissertation gedruckt unter dem 
Titel: „Untersuchung über die Ermittlung von Wahrscheinlichkeiten". 



217. A. Abetti, Sulla trattazione coi minimi quadrati di due casi spe- 
ciali di equazioni di condizione esempio per il secondo caso e 
appendice. Mem. Spett. It. 88 235, 14 S. 
Verf. behandelt getrennt die Anwendung der Methode der kleinsten 
Quadrate auf zwei besondere Fälle, nämlich einmal auf die Bestimmung 
der Zeit mit einem schnell umlegbaren Passageninstrument und Reduktion 
der Beobachtungen nach der Mayerschen Formel, und zweitens auf die 
Bestimmung der vier Reduktionskonstanten einer photographischen Platte, 
welche sich implizite in einem System von Bedingungsgleichungen be- 
sonderer Form finden. Zu dieser letzteren Anwendung der Methode der 
kleinsten Quadrate gibt Verf. ein sehr ausführliches Beispiel. 



56 I- Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905* 

218. N. A. AwRiNSKY, TeopiH BipoHTHOCxeö (Teorija werojatnostej) 
Kursus der Wahrscheinlichkeitstheorie und ihrer Anwendang 

)ei der Untersuchung von Messungs- und Beobachtungsresultaten]. 

St. Petersburg, 1904. 128 S., 8 o. (Russisch.) 

Dieses Buch besteht aus zwei Kapiteln. Im ersten Kapitel erklärt 
Verf. die Grundprinzipien der Wahrscheinlichkeitstheorie; das zweite 
Kapitel enthält die Fehlertheorie und die Methode der kleinsten Quadrate, 
sowie die Anwendung dieser Theorie zur Lösung der geodätischen Auf- 
gaben. Iw. 

219. J. MiDzuHARA, An Analytical Determination of the Law of 
Linearly Combining a Series of Indirect Observation-Equations 
so that the Probable Errors of the Unknown Quantities Become 
Minima. a.J. 25 17—19. 

Durch Multiplikation der Bedingungsgleichungen mit unbestimmten 
Faktoren, die sich dann mit Hilfe der Determinantentheorie durch 
die Koeffizienten der Unbekannten in den Normalgleichungen bestimmen 
lassen, kann man jede Unbekannte einzeln so erhalten, daß ihr wahr* 
scheinlicher Fehler ein Minimum ist. A. B. 



220. H. L. Rice, A Differential Method generally Applicable to All 
Solutions Proceeding by Successive Approximations, and Espe- 
cially Available when these Approximations Practically Fail to 
Converge. Pop. Astr. 18 370—375. 

Für Gleichungen, die durch Annäbernngsmethoden nicht leicht zu 
lösen sind, z. B. für Bestimmung von Dreiecksstücken unter gewissen 
Umständen, empfiehlt sich meistens die differentielle Methode. Beispiele. 

A.B. 

221. Wilhelm Tinter, Die Schlußfehler der Dreiecke der Triangu- 

lierung erster Ordnung in der k. u. k. österreichisch-ungarischen 

Monarchie und ihre Beziehung zu dem Gesetze von Gauss über 

die Wahrscheinlichkeit der Fehler. Veröffentlichung der k. k. öster- 
reichischen Kommission der internationalen Erdmessung. Wien 1904 und 
1905, 42 S., 80. 

Diese Arbeit ist in zwei fortlaufend paginierten Abschnitten er- 
schienen, die in bezug auf die Anhänge etwas verschiedene Znsätze zu 
dem obigen Titel haben. Das GauBische Fehlergesetz gibt für die Wahr- 
scheinlichkeit des Eintreffens einer bestimmten Fehlergröße A den Aus- 
druck A-ö"*'*^': j/tt. Dasselbe ist vom theoretischen Standpunkte viel- 
fach angegriffen, hat sich aber in der Praxis bewährt. Eine praktische 
Prüfung läßt sich an Triangulierungen vorzüglich durchführen, da man 
in jedem Dreieck den wahren Wert der Winkelsumme kennt und der 
Unterschied der Summe der gemessenen drei Winkel dagegen direkt den 
wahren Fehler gibt, weil der Fehler der Summe der drei Winkel einem ähn- 
lichen Gesetz folgt, wie dem obigen, nämlich dem Ausdruck K^e"^^^^^^ : ^'dTt, 



1. Kapitel: Allgemeines. § 6. 57 

Verf. hat nan die SchloMehler der 1250 Dreiecke erster Ordnung in 
Österreich-Ungaro zur Prüfung des Gaußischen Fehlergesetzes benutzt 
und gefunden, daß die erwähnten Winkelschlußfehler dem Gaußischen 
Fehlergesetz in durchaus zufriedenstellender Weise folgen. Das eine der 
Dreiecke zeigt den unverhältnismäßig großen Schlußfehler von 8M59, 
der nicht als unvermeidlicher Fehler anzusehen ist, und Verf. hat daher 
seine Untersuchung unter Ausschluß dieses Fehlers erneuert und auf das 
Verhältnis zwischen dem mittleren und dem durchschnittlichen Fehler, 
auf die Bestimmung des Maßes der Präzision, auf den Maximal fehler usw. 
ausgedehnt. Er findet z. B., daß bei Berücksichtigung der 1249 Schluß- 
fehler der größte derselben um 0M55 größer ist als der von der Theorie 
geforderte. 

222. Otto Biermann, Vorlesungen über mathematische Näherungs- 

methoden. Braunschweig, Friedrich Vieweg und Sohn, 1905, IX 
H- 227 S., 80. 

Das Buch, welches hauptsächlich praktischen Rechnern als Hülfs- 
mittel dienen soll, zerfällt inhaltlich in folgende sechs Abschnitte: Das 
Rechnen mit genauen und ungenauen Zahlen — Das rechnerische Prinzip 
in der höheren Analysis — Näherungsweise Auflösung von Gleichungen 
— luterpolations- and Differenzenrechnung — Anwendung der Tnterpola- 
tionsrechnung auf die näherungs weise Quadratur und Kubatur — Einige 
mathematische Instrumente. Weitaus den größten Raum, nämlich 78 Seiten, 
nimmt der Abschnitt über luterpolations- und Differenzenrechnung ein. 
Von den mathematischen Instrumenten werden der Rechenschieber, der 
Integraph und das Amslersche Polarplanimeter sowie eine graphische 
Methode zur Flächenbestimmung besprochen. In einem Nachtrag wird 
der Grundgedanke der Ausgleichsrechnung dargelegt. 



223. Paul Mansion, Calcul des probabilites, sa portee objective et 
ses principes. Paris, Gauthier-Villars, 1905. 8o. 
Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



224. William Edward Story, A New General Theory of Errors. 

Amer. Proc. 40 167, 36 S. 

Verf. ist von der gewöhnlichen Fehlertheorie nicht befriedigt, weil 
dieselbe sich teilweise auf Voraussetzungen aufbaut, denen Verf. nicht 
zustimmen kann, teilweise von den verschiedenen Autoren nicht mit 
genügender Schärfe durchgeführt ist. Verf. baut daher seine Fehlertheorie 
auf folgenden drei Voraussetzungen auf: Die möglichen Fehler bilden 
eine praktisch als kontinuierlich anzusehende Reihe von einer gewissen 
unteren zu einer gewissen oberen Grenze; die Wahrscheinlichkeit, daB 
der Fehler einer Beobachtung zwischen x und x -^ dx liegt, ist y {x). dx, 
wo ^(x) eine nach der Taylorschen Reihe durch die ganze Folge mög- 
licher Fehler entwickelbare Funktion von x ist; die Wahrscheinlichkeit, 
dafi der Fehler zwischen gegebenen Grenzen liegt, ist unabhängig von der 
HaBeinheit. 



58 !• Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Rechentafeln und -maschinen, Diagramme. 

225. G. Witt, Zur Berechnung der elliptischen Integrale. A. N. 1^9 
385—390. 

Besondere Fälle numerischer Rechnungen, für die sich die vom Verf. 
aufgestellten Tafeln der vollständigen elliptischen Integrale erster und 
zweiter Gattung (siehe AJB 6 62) mit Vorteil verwenden lassen. Verf. 
gibt die betreifenden Formeln und da, wo es notig ist, auch die Ab- 
leitung derselben. 

226. Fbiedrich Bidschof und Arthur Vital, Fünfstellige Mathe- 
matische und Astronomische Tafeln. Zum Gebrauche für Mathe- 
matiker, Astronomen, Geographen und Seeleute zusammengestellt und mit 
Formelsammlungen versehen. Stereotyp-Ausgabe. Wien und Leipzig. 
Franz Deuticke. 1905. XV11I4-219 S., gr. 80. Ref. : A. N. 109 159. Nat 
Rund. 20 517. Ann. d. Hydrog. 33 571. B. A. 23 78. Mitt. Seewes. 38 722. 

Aus den 59 Tafeln und Täfelchen, welche diese Sammlung enthält, 
können hier nur die wichtigsten aufgeführt werden: Tafel der Briggschen 
fünfstelligen Logarithmen für die Zahlen — 10 000, wobei darch Ueber- 
Schriften usw. gleich dafür gesorgt ist, daß man diese Tafel zur Ver- 
wandlung aller Werte bis 10 000 Bogen- oder Zeitsekunden in ihre 
höheren Einheiten verwendeln kann; Additions- und Snbtraktionsloga- 
rithmen in der Albrechtschen Anordnung; Quadrate der Zahlen 0.000 
bis 3.000, fünfstellige Logarithmen für sin und tan von OM zu O'.l für 
0^ bis 6^; fünfstellige Logarithmen aller sechs trigonometrischen Funktionen 
von r zu 1'; bei dieser letzteren Tafel ist neben dem Bogen- auch das 
Zeitmaß als Argument angegeben. Weiter seien noch folgende Tafeln 
hervorgehoben: Logarithmen von sin' */, t, Koppeltafel, Besselsche Re- 
fraktionstafel, Azimuttafel, Tafeln zur Reduktion von ZirkummeridianhÖhen, 
Tafel zur Bestimmung der Breite aus der Höhe des Polarsterns, Tafel 
für die Gestalt der Erde, geographische Positionen von Sternwarten, 
Tafeln zur Berechnung der Präzession, zur genäherten Auflösung der 
Keplerschen Gleichung, zur Berechnung der wahren Anomalie in der 
parabolischen Bewegung, zur Berechnung der Differentialquotienten in der 
Parabel, barometrische Höhentafel. Die 15 letzten Seiten enthalten eine 
Formelsammlung. Es werden zusammengestellt: Goniometrische und 
trigonometrische Formeln, Reihen, Formeln aus der sphärischen, nauti- 
schen, praktischen und theoretischen Astronomie, für Störungsrechnungen, 
mechanische Differentiation und Integration u. dgl. mehr. 



227. MoÖNiK, Fünfstellige Logarithmentafeln zum Schnlgebranche. 

Wien, Tempsky; Leipzig, G. Freytag. 80 S., 8^. 
Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



228: (Holborn und Scheel), Vier- und fünfstellige Logarithmen- 
tafeln. Braunschweig, Friedr. Vieweg <fe Sohn 1904. 24 8. 8o. Ref.: 
D. Mech.-Ztg. 1905, 159. 

Siehe AJB 6 64. A, B. 



1. Kapitel: Allgemeines. § 6. 59 

229. H. Erdmann und P. Köthner, Naturkonstanten in alpha- 
betischer Anordoung. Berlin, J. Springer 1905, 192 S. Ref.: Nat 
Rund. 20 605. 

Physikalische und chemische Ronstanten, fünfstellige Logarithmen- 
tafel. A. B. 



230. S. Stampfer, Sechsstellige Logarithraisch- trigonometrische 

Tafeln, neubearbeitet von E. Dolezal. Wien 1904. Ref. (von Ham- 
mer) Z. f. Instrk. 25 328. 

Über das Original siehe AJB 6 248. A. B. 



231. A. Bemporad, Tavole ausiliare per la determinazione di archi 
piccoli dal log sin o log tang. Mem. Spett. It. M 91—95. 

Die vom Verf. mitgeteilten zwei Tafeln zur Berechnung kleiner Bögen 
liefern mit dem gegebenen log sin bezw. log tang die gewöhnlich mit 
S bezw. T bezeichneten Hilfsgrößen (siebenstellig), die von log sin bezw. 
log tang abgezogen werden müssen, um den Logarithmus des in Sekunden 
aosgedröckten Winkels zu erhalten. Derartige Rechnungen sind häufig 
bei der Umwandlung rechtwinkliger Sterukoordinaten auf photographischen 
Platten in Rektaszension und Deklination auszufuhren und Verf. gibt für 
diesen Spezialfall noch ein kleines Hilfstäfelchen. 



232. A. Sghledssinger, Parameter -Tafel zur Bestimmung von 

« = y a' 4- 0* = a -h Jt7. Dinkelsbühl, Selbstveriag. 4 Kartonblätter 
i6X 16 cm- Ref'- Z. f. Instrk. 25 212. 

Diese vom Verf. schon vor mehreren Jahren vorgeschlagene Para- 
metertafel (siehe AJB 3 56) dringt erst jetzt in die Oeffentlichkeit. Wenn 
a and o die Katheten eines rechtwinkligen Dreiecks sind, so findet man 
die dazu gehörige Hypothenuse «, indem man aus der Tafel mit a und 
als Horizontal- und Vertikalargument eine Grolle p entnimmt, die zum 
Horizontalargoment addiert s gibt. Auch andere Aufgaben ähnlicher Art 
lassen sich damit lösen. Die eigentliche Tafel hat eine GröBe von 
24 X 24 cm, doch hat sie Verf. zu bequemerem Gebrauch in vier kleine 
Täfelchen zerlegt. — Derselbe Verf. hat auch im Selbstverlag, aber ohne 
besonderen Titel, eine auf zwei Blätter von blauer gestreifter Leinwand 
(22 X 29 cm) gedruckte Mnltiplikationstafel herausgegeben. Das eine 
Blatt enthält beiderseitig bedruckt die Produkte der Zahlen 1 — 99 mit 
1—9 und 10, 20, 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90. Das zweite Blatt ent- 
halt einseitig bedruckt die Produkte dieser 18 Zahlen mit 100, 200, 
300, 400, 500, 600, 700, 800, 900, in Horizontalreihen angeordnet, 
onter deren jeder der Raum einer Zeile ausgeschnitten ist. Indem man 
dieses zweite Blatt auf das erste legt, kann man die Produkte aller drei- 
ziffrigen Zahlen mit den oben erwähnten 18 Zahlen ablesen. 



60 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

233. Fredebico Oom, Methodes de calcul graphique en usage ä l'obser- 
vatoire royal de Lisbonne (Tapada). Boletim da direc^äo geral da instruc- 
9äo publica, 4 S.-A. 25 S., 80. 

Auf der Lissabonner Sternwarte sind zur Erleichterung von Rednk- 
tions- und anderen Berechnungen teils Kurven gezeichnet, teils besondere 
Rechenschieber konstruiert worden. Aus Kurven werden z. B. die Re- 
duktionen von Meridianbeobachtnngen, die des Uhrgangs auf konstanten 
Druck und Temperatur, die Korrektion der Niveauablesnng ara Meridian- 
kreis für Temperatur, der Mikrometerrun, der Luftdruckkoeffizient der Re- 
fraktion entnommen. Ebenso wird die Reduktion der Stemörter im Heis- 
schen Atlas, ferner die Mondglieder in der Reduktion auf scheinbaren 
Ort graphisch gemacht. Rechenlineale und Rechenschieber geben z. B. 
Proportionalteile, Fadendistanzen, Verwandlung von Stern- in mittlere 
Zeit, die Quadratsumme einer Reihe gegebener Zahlen. Ferner wird ein 
einfaches Verfahren zur Ermittelung des Flächeninhalts einer (z. B. baro- 
metrischen) Kurve beschrieben. Vier Tafeln enthalten Darstellungen 
einiger der erwähnten Diagramme. A. B. 



234. M. LiTTLEHALES, Graphical Method of determining Altitndes 
and Azimuths. Monthl. Weather Rev. 28 No. 6. Ref.: Nat. 78 63. 

Mit Hilfe einer stereographischen Projektion der Uimmelskngel werden 
aus Deklination und Stundenwinkel Höhe und Azimut erhalten, wie man 
damit überhaupt Aufgaben an sphärischen Dreiecken bequem lösen kann, 
wenn nur eine Genauigkeit von ganzen Winkelminuten verlangt wird. 

A. B. 

235. J. DE Rey-Pailhade, Tables et formales pour l'emploi pratique 

des instraments decimaux avec la Connaissance des Temps. 
Paris, Gauthier -Villars, 1905. 24 S., 80. 

Da in Frankreich die Dezimal teil ung des Quadranten für die öffent- 
lichen Examina obligatorisch ist, die Ephemeriden usw. der Connaissance 
des Temps noch im Sexagesimalsystem gegeben werden, so hat Verf. hier 
Formeln, Tafeln und Beispiele für eine rasche Umrechnung der alten auf 
die neue Teilung zusammengestellt. Bei Einführung der neuen Rechnung 
in die Connaissance des Temps würde sich bei gleicher ZiflPernzahl eine 
3 bis 5mal größere Genauigkeit und eine Ersparnis an Zeit und Geld 
um ein Viertel ergeben, bei einem Etat von jährlich 150 000 Fr. ein 
erheblicher Betrag. 

236. J. Plassmann, Teilbruchreihen für Umrechnungen. MittV. A. P. 
15 26—30. 

Verf. gibt Teilbruchreihen für tu und einige Vielfache dieser Größe, 
sowie für l/ir, ferner für 1/sin 1', log^ und 1/log^, tu'; auch für die 
bequeme Umrechnung alter und fremder Maße in Metermaß und umge- 
kehrt werden solche Reihen angeführt. Andere Beispiele betreffen die 
tangcp (Polhöhe) für niedrige, mittlere und hohe Breiten. A. B. 



1. Kapitel: Allgemeines. § 6. 61 

237. Verse für die Zahl w. Nat. 72 385, 558, 631. 

Die Zahl ir wird durch Verse, und zwar zunächst französische und 
deutsche von je 31 Worten dargestellt, die der Reihe nach durch die 
Anzahl ihrer Buchstahen die Ziffern gehen, aus denen sich ic his zur 
30. Dezimale zusammensetzt. Die französischen Verse waren von der 
englischen Zeitschrift Academy veröffentlicht, die deutschen von der Frank- 
furter Zeitung. Am zweiten und dritten Ort werden auch englische 
Reimregeln für t: gegehen. 

238. F. OoM, Le symbole W pour designer l'Ouest. Rev. Sc. 1905, 
Juillet 8. 

Verf. spricht seine Mißbilligung über die Benutzung der Abkürzung 
für Westen in einem neuen französischen Werke aus; er verurteilt die 
hier sich zeigende nationale Eigenliebe, die nur Unbequemlichkeiten, in 
der Schiffahrt sogar die größten Gefahren zur Folge habe. A. B. 



239. A. Schmidt, Ein Planimeter zar Bestimmung der mittleren 

Ordinaten beliebiger Abschnitte von registrierten Kurven. Z. f. 
Instrk. 25 261—273. 

Zur möglichst ausgiebigen Verwertung der Registrierungen soll das 
Potsdamer Magnetische Observatorium eine Reihe Apparate erhalten, von 
denen ein Planimeter zur Bestimmung der Mittelwerte von Ordinaten und 
ein Pantograph von der Firma 0. Toepfer & Sohn, Potsdam, geliefert 
worden sind. Das Planimeter wird nach Einrichtung und Funktionierung 
aosfährlich heschrieben, ferner werden die Untersuchungen von Fehler- 
quellen und die der Fundamentalkonstanten mitgeteilt und als Maß der 
Genauigkeit der im praktischen Gebrauch zu erwartenden Ergebnisse ein 
mittlerer Fehler von =h 0,2 mm und bei sehr großen Ordinaten ein solcher 
von it 0,3 mm erhalten. A. B. 

240. Hermann Wilug, Der Sonnenstandsmesser. Ein Hilfsmittel für 

den Unterricht in der mathematischen Geographie. Weinheim, Fr. Acker- 
mannes Verlag, 1905. 27 S., kl. 8^ und eine Tafel in quer fol. Ref.: 
Nat Woch. N. F. 4 222, gr. 80. 

Der Apparat des Verf.s, der zur Lösung einer Anzahl von einfachen 
Aufgaben aus der sphärischen Trigonometrie, wie sie in der sphärischen 
Astronomie häufig auftreten, dient, baut sich auf der Lösung der Auf- 
gabe auf: aus den drei Seiten eines sphärischen Dreiecks die Winkel 
desselben durch eine Zeichnung in der Ebene zu finden, wie dieselbe 
zuerst von R. J. Boscovich gegeben ist. Da nun in dem Dreieck 
Pol-Zenit-Gestirn die Seite Pol-Zenit = 90-0 für einen Beobachtungsort 
konstant ist, so braucht man nur in einem mit dem Radius r geschlagenen 
and mit einer Gradteilung versehenen Halbkreis einen konzentrischen 
Halbkreis mit dem Radius r sincp zu ziehen, auf diesen die Kreisteilung 
zu übertragen und einen linearen Maßstab von der Länge 2r cos 9, auf 
den die Gradteilang eines darüber geschlagenen Halbkreises projiziert ist, 



62 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

anzufertigen und tangential an den Halbkreis anzulegen, um Aufgaben, 
wie die Höhe der Sonne für einen bestimmten Stundenwinkel, oder den 
halben Tagbogen usw. zu bestimmen, ohne Rechnung lösen zu können. 
Verf. hat nun auf dem beigegebenen ,,Meßblatt^ (65 X 50 cm) die Halb- 
kreise für die Breiten 0^ 18^ 23 7,^ 48°, 50°, 52 V/, 56°, 66 7,° 
und 75° gezeichnet und auf zwei beigegebenen Kartonstreifen die ent- 
sprechenden Maßstäbe („Zeiger"^) aufgetragen. 



241. C. V. B. (Boys), A New SJide Rule. Nat. 72 45. Ref.: Z. f. Instrk. 
25 349. 

Die Firma John Davis and Son in Derby bringt eine neue Form des 
Rechenschiebers in den Handel, die darin besteht, daß mit dem eigent- 
lichen Rechenschieber seitlich ein zweiter in genügend feste Verbindung 
gebracht werden kann, um die Benutzung eines gemeinsamen Schiebers 
für beide Stäbe zu gestatten. Auf dem zweiten angesetzten Schieber 
können Hilfsteilungen irgendwelcher speziellen Art angebracht werden, 
die so mit den eigentlichen Hauptteilungen rechnerisch in Verbindung 
gesetzt werden können. Verbesserung dazu siehe Nat. 72 102. 



242. E. Hammer, Der logarithmische Rechenschieber und sein 

Gebrauch. Eine elementare Anleitung zur Verwendung des Instruments 
für Studierende und für Praktiker. Dritte, durchgesehene Auflage. Stutt- 
gart, J. B. Metzler, 1904. VlU-hTl S., 80. 

Diese dritte Auflage des kleinen Werkchens ist gegen die zweite 
(siehe AJB 4, 60) nur ganz unbedeutend vermehrt. 



243. Der logarithmische Rechenschieber und sein Gebrauch. 
Systeme Mannheim, Rietz, Perry, Nestlers Universal, Nestlers 
Präzision. Lahr, A. Nestler 1905, 56 S., 8^. Ref. (von E. Hammer): 
Z. f. Instrk. 25 284. 

Das Referat skizziert kurz den Inhalt der vorliegenden Schrift über 
verschiedene Rechenschieber, in der manche Unrichtigkeiten und Unklar- 
heiten sich vorfinden. A. B. 

244. H. SossNA, Ergebnisse einer Zuverlässigkeitsuntersuchung eines 
aus der Fabrik von A. Nestler in Lahr hervorgegangenen 
Rechenschiebers. Z. f. Vermess. 84 6.57—662. 

Auf der einen Skala ist das Intervall zwischen Strich 85 und 8G 
um 0,4 mm zu groB, der Fehler (0,45 mm) nimmt bis 100 allmählich 
auf nahezu Null ab. Sonst waren die Fehler unmerklich, aber jener 
Fehler machte das Instrument unbrauchbar. A. B. 



245. Logarithmischer Rechenschieber. Cent. Opt. Mech. 25 199. 

An dem gewöhnlichen logarithmischen Rechenschieber sind von M. Ri e t z 
auf der Vorderseite noch zwei weitere Teilungen angebracht, nämlicli 



2. Kapitel: Geschichtliches. §7. 63 

über der sonst obersten Teilung eine aus drei gleichen Abschnitten 
bestehende logarithmische Teilung für Eubikzablen und Kubikwurzeln, 
und unter der sonst untersten Teilung noch eine gleichmäßige Teilung, 
die die Mantissen der darüberstehenden Zahlen angibt. 



246. Hammkk, Der Rechenschieber von Masera. (Nach d. Schweiz. 
Bauzeitung 4o 189, 1905). Z. f. Instrk. 25 383. 

Zwei Skalen mit logarithmischen Grundteilungen, für Multiplizieren 
und Dividieren eingerichtet, eine Skala fest, die andere auf endlosem 
Stahlband, die Teilungen durch Glasplatten verdeckt. Abbildung fehlt, 
auch Preis und Bezugsquellen seien nicht angegeben. A. B. 



247. Eduard Selling, Neue Rechenmaschine. Schlömilchs Z. 52 86, 
17 S. 

Die vom Verf. an der Hand von vier Abbildungen beschriebene 
neue Rechenmaschine ist von der Firma H. Wetzer in Pfronten her- 
gestellt und ist eine sogenannte Multiplikatiousmaschine (im Gegensatz 
zu den sogenannten Additionsmaschinen). Das Prinzip der Maschine 
beruht wiederum auf der Benutzung von einem Paar sogenannter Nürnberger 
Scheren, die hier nur in vereinfachter Form auftreten. 



Siehe auch Ref. No. 56. 



2. Kapitel: GeseUchtliehes. 

§7. 

Allgemeine Qeschichte der Astronomie und Geschichte 

der einzelnen Gebiete. 

248. Hebbebt Hall Turneb, Astronomical Dlscoveiy. London: 

Edward Arnold; New York: Longmans, Green <& Co. 1904. XI + 225 S., 
80. Ref.: Nat 71 410; Obs. 28 144, IV3 S., 8O; Ap. J. 21 383. J. B. 
A.A. 15 172. 

Das Buch ist die Wiedergabe von sechs Vorlesungen, die Verf. während 
seiner Amerikareise an der Universität Chicago gehalten hat. £r erklärt 
in der Vorrede, daß er die große Verschiedenheit astronomischer Ent- 
deckungen an einigen willkürlich herausgegriffenen Beispielen habe 
illnstrieren wollen. Das Buch zerfällt in sechs Kapitel oder Vorlesungen, 
die folgende Materien behandeln: 1. Uranus und Eros, 2. Entdeckung 
des T^eptun, 3. Bradleys Entdeckung der Aberration und Nutation, 

4. zaßllige Entdeckungen wie die von neuen Sternen und kleinen Planeten, 

5. die Periode der Sonnenflecken und 6. die Polhöhenschwankungen. 



64 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

249. A. Berry, IIcTopiH acTpoHOMiii (Istorijaastronomii) [Kurze Ge- 
schichte der Astronomie J. unter der Redaktion von Prof. R. Vogel. 
Mit 112 Abbildungen. Kiew, 1904. 606 S., 80. (Russisch.) 

Im Anfange des Baches gibt Verf. die ausführliche Begrenzung des 
Gebietes der Astronomie. Ferner teilt er mit, wie die Astronomie ent- 
standen ist, welche Stellung sie bei den Urvölkeni und bei den gebildeten 
Griechen einnahm. Das vierte und fünfte Kapitel dieses Buches sind 
Kopernikus und seiner Theorie gewidmet. In dem sechsten, siebenten 
und achten Kapitel spricht Verf. über die Arbeiten von Galilei, Kepler 
und I. Newton. Das Gesetz der allgemeinen Gravitation ist im neunten 
Kapitel erklärt. Das zehnte und elfte Kapitel sind der Astronomie des 
XVIII. Jahrhunderts, das zwölfte den Arbeiten von W. Herschel und 
das dreizehnte der Astronomie des XIX. Jahrhunderts gewidmet. Somit 
ist diese „Kurze Geschichte der Astronomie" ein ziemlich vollständiger 
und populärer Kursus der Astronomie auf historischer Grundlage. Iw. 



250. G. V. ScHiAPABELLi, Die Astronomie im Altertum. Ref. von 
F. S. Archenhold: Weltall 5 303—306, 324—828. 

Über das Original bezw. deutsche Übersetzung siehe AJB 6 71. 



2öl. Max Jacobi, Das Universum und seine Gesetze in den Lehren 

des Kardinals Nikolaus von Cusa. Ein Beitrag zur Geschichte der 
Naturphilosophie und Kosmologie in der Frührenaissance. Inaugural-Disser- 
tation der Universität Berlin. 12. Oktober 1904. 59 S., 80. 

In der Einleitung gibt Verf. ein kurzes Lebensbild des Nikolaus 
von Cusa und wendet sich dann zur Besprechung seiner „docta igno- 
rantia^, in der hauptsächlich die philosophischen und astronomischen 
Anschauungen desselben niedergelegt sind. Verf. behandelt hier in ver- 
schiedenen Abschnitten folgende Materien: Gott und Schöpfung. — Das 
Universum in der theologischen Philosophie des Cusaners — Die Ver- 
bindung von Form und Stoff im Universum gewährleistet die Bewegung — 
Das Universum in der Kosmologie des Cusaners — Die Erdbewegung 
im Weltsysteme des Cusaners — Der Cusaner in der Kalendergeschichte 
— Die Astrophysik des Cusaners — Nikolaus von Cusa als Kartograph — 
Die Erdphysik and Mathematik des Nikolaus Cusanus. 



252. Ernst Bassermann -Jordan, Die Geschichte der Räderuhr 

unter besonderer Berücksichtigung der Uhren des Bayerischen National- 
museums. Mit 36 Textillustrationen und 24 Tafeln in Lichtdruck. Frank- 
furt am Main, Heinrich Keller, 1905. 113 S. und 24 Tafeln, fol. 

Dies Prachtwerk zerfallt inhaltlich in zwei Teile, nämlich die Ge- 
schichte der Räderuhr mit vielen Textillnstrationen, die 59 Seiten umfaBt, 
und zweitens die Uhren des Bayrischen Nationalmuseums ausschließlich 
der Sonnenuhren und Sanduhren. Verf. behandelt nur Räderuhren im 
eigentlichen Sinne, d. h. nur solche, bei denen die bewegende Kraft voa 
der regulierenden getrennt und die Verwendung von Flüssigkeiten als 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 7. 65 

Regulator ausgeschlossen ist. Alle abgebildeten Uhren gehören den Be- 
standen des bayrischen Nationalmuseums an, wie denn der zweite Teil 
geradezu als Katalog für diesen Teil des genannten Museums anzusehen 
ist. Unter den auf 24 Lichtdrucktafeln abgebildeten Uhren befinden sich 
auch astronomische Standuhren aus den Jahren 1675 (Tafel XIV) und 
1680 (Tafel XV) und zwei Planetarien aus den Jahren 1720 und 1759 
(Tafel XIX und XXII). 

253. Max Engelmann, Alte Sonnenuhren und Nachtzeitmesser. 
Leipziger Uhrmacher Zeitung. 12 Jahrgang No. 1, 2, 3; Seite 3, 19, 35. 
9V4 S., fol. 

Verf. gibt zunSchst einen ganz kurzen historischen Überblick über 
die Gnomonik und bespricht danach aus der reichhaltigen Sammlung des 
mathematisch-physikalischen Salons zu Dresden an der Hand von 24 
Reproduktionen photographischer Aufnahmen die wichtigsten dort vor- 
handenen alten Sonnen- und Nachtuhren, von denen ein Teil Taschen- 
instrumente sind. 

254. The Ancient Ealendar of the University of Oxford. Edited by 
Ghristopher Wordsworth, Oxford, Clarendon Press. Ref.: Ath. No. 
4033, 1905 I 169. 

Das Buch enthSlt alte Kalender der Universität Oxford, und zwar 
zunächst einen Abdruck des einzigen noch existierenden und 1520 
gedruckten Ezemplares des „Compotus Hanualis ad Usum Oxoniensium^. 
Dieses Büchlein ist von 1486 bis 1529 nicht weniger als 30 Male 
gedruckt, doch ist jetzt nur noch das eine Exemplar vorhanden. Das- 
selbe enthält zunächst 250 Hexameter des „Magister Amanus*^, worin 
Sonnenzirkel, Mondzirkel, bewegliche und unbewegliche Feste, Jahreszeiten 
etc. beschrieben werden. Weiter enthält das Bnchlein zwei Zeichnungen 
einer offenen und zwei einer geballten menschlichen linken Hand, deren 
Gelenke mit Buchstaben oder Silben bezeichnet sind. Das Ganze stellt 
eine Anweisung dar, wie man mit Hülfe der Hand sich ein Kalendarium 
verschaffen kann, daher auch der Titel „Compotus Manualis^. Der 
Herausgeber ist der Ansicht, daB hier der Ausdruck „Handbuch'' seinen 
Ursprung habe. 

255. L. Sic, Vorgregorianische Bauernkalender. Ein Beitrag zur 
christlichen Kalenderkunde. Wissenschaftl. Beil. zum Jahresbericht 
d. Bischöfl. Gymn. Straßburg i. E. 73 S., 80, Straßburg, Buchdruckerei 
des Elsässer, 1905, 

Verf. beginnt mit einer Geschichte des Kalenders im alten Rom vor 
Julias CSsar, erklSrt dann den julianischen und den christlichen Fest- 
kalender. Letzterer führt zur Erklärung der Sonntagsbuchstaben, des 
Sonoenzirkels und der goldenen Zahl, sowie der Rechnung mit diesen 
Großen. Dann wird kurz die gregorianische Kalenderreform erwähnt 
und die mittelalterliche Tageseinteilung, speziell die kirchlichen Tagzeiten, 
angefahrt. Der zweite Abschnitt bringt die eingehende Beschreibung 

Astronom. Jahresbericht 1905. 5 



66 I. Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

eines der Herzoglichen Bibliothek zu Gotha gehörenden, aus vier Holz- 
brettchen bestehenden nordischen Hunenkalenders, dessen Buchstaben 
(Ziffern) und Heiligen- oder Festsymbole im Hinblick auf die Legende 
erklärt werden. Der Kalender ist auf einer Tafel photographisch ab- 
gebildet. Femer wird auch das ^Schwert Thomas Münzers** im 
^ Schlachtensaal ^ des Dresdner Historischen Museums erwähnt. Im dritten 
Abschnitt wird zuerst eines 1816 in Rom gefundenen altchristlichen 
Bauernkalenders gedacht. Dann werden deutsche Bauemkalender (zum 
Teil auf Holztafeln) mit ihren Zeichen und ihren Reimregeln zur Unter- 
stützung des Gedächtnisses bezuglich der Heiligentage, ihren Tagessymbolen 
und ihren Angaben günstiger und ungünstiger Tage geschildert. Den 
Schluß bilden noch einige Mitteilungen über englische und französische 
Bauernkalender und über mitteleuropäische ^Kalenderscb werter^. A. B. 



256. Joseph Schmid, Die Osterfestberechnung auf den britischen 
Inseln vom Anfang des vierten bis zum Ende des achten Jahr- 
hunderts. Eine historisch-chronologische Studie. Regensburg 1904, 
Verlagsanstalt vorm. G. J. Manz, Buch- und Kunstdruckerei A.-G., München- 
Regensburg. 95 S., 80. 

Der Verf. zeigt zunächst, daß der auf den britischen Inseln stellen- 
weise bis ins siebente und achte Jahrhundert gebräuchliche d4jährige 
Osterzykius identisch ist mit dem ursprünglichen bis 343 in Rom geltenden 
Zyklus. Er schildert dann den Widerstand, den die verschiedenen 
britischen Stämme der Einführung einer verbesserten Osterrechnung ent- 
gegensetzten; weil sie, an der alten Überlieferung zähe festhaltend, nur 
schwer und langsam zu überzeugen waren, daß es sich nur am eine 
rechnerische und keine wesentliche Änderung handelte, und weil sie zumal 
infolge der Völkerwanderung von der obersten Leitung der Kirche zu weit 
getrennt waren. So lebten diese Nationen fast nur für sich und hatten 
nur ganze vage Kenntnisse von den Zuständen in der übrigen christlichen 
Welt, wobei zugleich ein gewisser schwer zu besiegender nationaler und 
regionaler Eigensinn sich entwickelte. Auch mancherlei unechte Schriften 
spielten in diesem Osterstreit eine wesentliche Rolle. Im wesentlichen 
besitzt die vorliegende Studie einen historischen Charakter. A. B. 



257. P. Fr. SciiROBTER, De oldste breddebestemmelser i Norge. 

(Die ältesten Breitenbestimmungen in Norwegen.) Naturen 29 
234, 8 S. (Norwegisch.) 

Der Tyge-Brahe-Forscher F. R. Friis hat neuerdings die Aufmerk- 
samkeit auf ein in Wien befindliches Manuskript hingelenkt, worin die 
Resultate der Polhöhenbestimmungen des Tyge-Brahe-Schülers Peder 
Jakobsen Flemlös enthalten sind. Verf. hat die Observationen, die 
mit dem Jakobsstabe in den Jahren 1589 und 1590 ausgeführt sind, 
neuberechnet und mit neueren Observationen verglichen. Es ist bewun- 
dernswert, wie gut die Beobachtungen von Flemlös übereinstimmen, so- 
wohl unter sich als auch mit den modernen Beobachtungen. Bu. 



2. Kapitel: Geschichtliches. §7. 67 

258. Carl Büchel, Über Sternnamen. Wissenschaftliche Beilage zum 
Bericht der Realschule in Eilbeck zu Hamburg über das Schuljahr 1904 
bis 1905. Hamburg 1905. 15 S., 40. 

Verf. antersQcht die Sternbilder, soweit sie wirklich aus dem Alter- 
tarn stammen, nud beschäftigt sich speziell mit dem griechischen Ursprung 
derselben. Er sucht nachzuweisen, daB die Griechen das, was sie von 
fremden Elementen dabei aufnahmen, gleichsam assimilierten und in ihrer 
Weise deuteten. In den Namen der alten Sternbilder und den Vor- 
stellungen, welche die Griechen damit verbanden, spiegelt sich nach An- 
sicht des Verf.s altgriechische Naturdichtung wieder. In einem Anhang 
gibt Verf. ein Verzeichnis der griechischen Namen der Sternbilder, wie 
sie im siebenten und achten Buch des Almagest vorkommen, nebst den 
abweichenden Bezeichnungen des Eratosthenes und den lateinischen und 
deutschen Benennungen. 

259- Dr. f. Lakits, A csillagkepek es magyar nevök (Die Stern- 
bilder und deren ungarische Benennung). Term. K5z. 87 337. 
4 S. (Magyarisch.) 

Eine wertvolle Sammlung der in der ungarischen Literatur, bis zu 
der ungarischen Enzyklopädie von Apatzac Tsere Janos, Atrajecti 1653, 
zurückgehend, vorkommenden volkstümlichen Bezeichnungen der Stern- 
bilder. Das ungarische Volk benennt außerdem eine Anzahl einzelner 
Sterne sowohl als auch aus den üblichen Sternbildern herausgegriffene ab- 
weichende Stenigruppierungen, welche jedoch die obige Abhandlung nicht 
berührt. Kö. 



260. A. R. FoRSYTH, The South African Meeting of the British Asso- 
ciation. — Section A. — Mathematics and Physics. — Opening 

Address. Nat 72 372, ö»/, S.; Science N. S. 22 234, I2V3 S. Ref.: E. M. 
82 34, IV4 S. 

Wiedergabe der Rede, die Verf. auf der 75. Versammlung der British 
Association in Kapstadt zur Eröffnung der Sitzungen der mathematisch- 
physikalischen Sektion gehalten hat. Verf. gedenkt zunächst der Ver- 
luste, die die Sektion seit der letzten Tagung durch Todesfälle erlitten 
hat and gibt dann einen Überblick über die Entwicklung der Mathe- 
matik, Astronomie und Physik in den letzten Jahrhunderten unter spe- 
zieller Berücksichtigung der Verdienste, die sich die Engländer dabei 
erworben haben. 

261. Bellino Carara, Presentazione e sunto di una sua memoria: 

„L'unicuique suum nella scoperta delle macchie solari." Atti 
Pont Acc. N. L. 58 161, 8 8., gr. 80. 

Bei Vorlage des Manuskriptes seiner im Titel genannten Arbeit über 
die Priorität der Entdeckung der Sonneuflecken gibt Verf. eine ausführ- 
liche Inhaltsübersicht derselben. Er unterscheidet zwischen den drei 
Fragen: Wer hat die erste — wenn auch vage — Beobachtung der 



5* 



68 ^« Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

SonnenfleckeD gemacht? — Wer hat zuerst etwas über dieselben publi- 
ziert? — Wer hat ihre Natur zuerst richtig erkannt? Für die erste und 
dritte Frage lautet die Antwort: Galilei, bei der zweiten: Johannes 
Fabricius. Verf. hebt aber weiter das groBe Verdienst Christoph 
Scheiners hervor, der zuerst die Sonnenflecken systematisch beobachtete 
und das grundlegende Werk über dieselben — die Rosa ursina — 
herausgab. 

262. L. Carnera, Su alcune recehti scoperte astronomiche dovute 
aUa fotografia. Mem. Spett. It. M 156—158. 

Ober die Verwendung von photographischen Femrohren mit kurzer 
Brennweite durch M. Wolf und die damit gemachten Entdeckungen über 
den Bau des Sternsystems: GroBe Nebelansammlung beim MilchstraBen- 
pole, Stemleeren an den Grenzen von ausgedehnten Nebelmassen, und 
zwar meist nur auf der einen Seite der Nebel. Notwendigkeit der Er- 
gründung der Ursache dieser Erscheinung, über die man nur Hypothesen 
aufstellen kann. Eine Beteiligung an dieser Forschung durch ein ge- 
eignet ausgerüstetes italienisches Observatorium wird vom Verf. befür- 
wortet. A. B. 

263. Astronomical Progress. The Race Between England and 
Amerika. E. M. 81 125. 

Referat über einen von H. H. Turner Anfang März 1905 in der 
Royal Institution gehaltenen Vortrag, worin er schilderte, welche Fort- 
schritte die Astronomie seit den Zeiten der Gründang der Greenwicher 
Sternwarte gemacht habe. Der Untertitel des Referats bezieht sich darauf, 
daß Amerika neuerdings England in bezug auf die Zahl der entdeckten 
Trabanten erreicht habe, denn in jedem Lande seien 7 Monde entdeckt 
worden. 

264. P. W. F. RiGGE S. J., Betätigung und Leistungen der Jesuiten 
auf dem Gebiete der Astronomie im 19. Jahrhundert(1814 — 1904). 
Nat. u. Off. 51 193-208, 273—287. 

Über das englische Original, von dem dieser Artikel eine wörtliche 
Übersetzung ist, siehe AJB 6 73. 

265. Astronomy in 1904. E.M. 80 512. 

Übersicht über die im Jahre 1904 gemachten Fortschritte auf astro- 
nomischem Gebiete. Es wird hervorgehoben, daß 1904 kein sensationelles 
Ereignis aaf astronomischem Gebiete stattgefunden habe, wenn man nicht 
die reiche Ernte, die der Tod unter den Astronomen gehalten habe, als 
solches ansehen wolle. Die Namen der im Jahre 1904 verstorbenen 
Astronomen sind zum Schluß des Artikels aufgeführt. 

266. Notes ou some Points connected with the Progress of Astro» 
nomy during the Past Year. M. N. 65 382—406. 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 8. 69 

Die einzelnen Artikel dieses Berichts über die Fortschritte der Astro- 
nomie und Astrophysik im Jahre 1904 betreffen: Neue Planetoiden, 
IX. Satamsmond, neue Kometen, Meteorbeobachtungen (Tabelle berech- 
neter Flugbahnen, Leonidenschwarm), totale Sonnenfinsternisse, Sonnen- 
tatigkeit, neue Mondentwicklungstheorie von Shaler, Doppelsteme, Ver- 
änderliche, Stemspektroskopie (veränderliche Bewegungen längs der Ge- 
sichtsiinie), internationale Sonnenforschungs-Vereinigung, neue Sternwarte 
auf Mount Wilson, photographische Himmelskarte und Sternkatalog, Uni- 
Tersalzeit, Längenbestimmungen, Geodäsie. 



267. Anton Tass, Csillagaszati Kronika (AstroDomische Chronik), 
ür. 6 310. 2 S. (Magyarisch.) 

Referat über Langleys Aufsatz über die Smithsonian Institution- 
Expedition der Sonnenfinsternis vom 28. Mai 1900, über das neue Obser- 
vatorium auf dem Mount Wilson, die Untersuchungen über die Veränder- 
lichkeit der Sonnenstrahlung, und die Folgerungen, zu welchen W. Maunder 
durch Diskussion der auf der Greenwicher Sternwarte 1874 — 1902 auf- 
genommenen Sonnenphotographien gelangte. Kö. 



Siehe auch Ref. Nr. 76, 314, 855, 1056. 



§ 8. 

Literarische und gesohiohtliche Notizen. 
Astronomische Anschauungen verschiedener Völker. 

268. F. SiKiNG, Welches Volk hatte die erste Ahnung von der Welt- 
mitte? Weltall 5 175-177. 
Persische Weltschopfangsmythen, die das Urlicht, das Kind des Ur- 
feuers und Urwassers, als Weltmitte hinstellen. A. B. 



269. K. Manitius, Fixsternbeobachtungen des Altertums. Weltall 5 
399—407. 

Verf.' gibt nach den ausführlichen Angaben des Neuplatonikers 
Proklus Diadochus (um 450 n. Chr.) in dessen ^Eurze Darstellung der 
astronomischen Grundlehren^ eine Beschreibung eines von den damaligen 
Astronomen benätzten hölzernen Meridiankreises und eines großen Astro- 
labiums. Dann wird noch der Gebrauch des Astrolabs geschildert. Ein 
von Ptolemäus gegebenes Beispiel der Längenbestimmnng des Regulus 
fuhrt auf den Wert, den Ptolemäus aus Hipparchs Länge und der 
Präzession berechnet hat. Diese Präzession ist aber, weil die Konstante 
36' statt 50' genommen war, um 1^ zu klein, folglich auch die Beob- 
achtung des Regulus durch Ptolemäus falsch nnd vermutlich bloB 
fingiert. Bei wirklichen Beobachtungen hätte Ptolemäus den Fehler der 
Präzessionskonstante entdecken müssen. A. B. 



70 !• Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

270. S. Stuart, Ancient Observations in the Almagest. J. B. A. A. 
15 238—240. 

Eine Bestimmung der Schiefe der Ekliptik, die Ptolemaos als durch 
Beobachtung erhalten anfuhrt, ist in ihrer Ableitung mit so groBen Feh- 
lem behaftet, daß man annehmen muß, sie sei bloß errechnet, und zwar 
aus einer Angabe des Eratosthenes. Die Differenz gegen Eratosthenes 
entspricht nahe der in der Zwischenzeit wirklich erfolgten Abnahme der 
Schiefe, von der man zu Ptolemäus Zeit vielleicht schon etwas wußte 
oder wenigstens ahnte. A. B. 

271. J. ViOLLE, Sur le jour sideral. C. R. 141 342. 273 S. 

Die Alten wunderten sich keineswegs über die Tatsache, daß uns 
der Mond immer dieselbe Seite zukehrt, sondern sahen das als eine 
natürliche Eigenschaft jedes Körpers an, der um einen Mittelpunkt kreist 
Durch diese irrige Anschauung wurde Kopernikus dazu geführt, der 
Erdachse eine jährliche Bewegung entgegengesetzt der Bewegung der 
Erde in ihrer Bahn zuza schreiben, um den Parallelismns der Erdachse 
zu wahren. Verf. berechnet nun, indem er die Anschauung der Alten 
akzeptiert, den Einfluß derselben auf die Erdrotation und findet, daß die 
tägliche mittlere Variation des Sterntages 0,^04 betragen würde, positiv 
im Frühling und negativ im Herbst. Während eines Sternjahres würde 
die Rotationsachse der Erde in der Ebene der Solstiziallinie eine 
Schwankung von 7, '5 haben. Kopernikus hätte also nicht nötig ge- 
habt, zu seinem komplizierten Auskunftsmittel zu greifen. 



272. K. Th. Preuss, Der Kampf der Sonne mit den Sternen ia 

Mexiko. Globus 87 136. 4Va S. 
Verf. sucht an der Hand von alten mexikanischen Zeichnungen dar- 
zulegen, daß die vielfach widersprechenden Erscheinungen in der mexi- 
kanischen Götterwelt sich erklären, wenn man die Sonne als im Kampfe 
mit den Sternen, die alle Götter sind, auffaßt. 



273. Norman Lockyer, On the Observations of Stars made in some 

British Stone Circles. Prelirainary Note. Lond. R. S. Proc. 76 A. 
177, 3V3 S. 

Verf. teilt einige vorläufige Resultate über das Erbauungsalter zweier 
alter Steinkreise in England mit, die er gewonnen hat unter der Annahme» 
daß gewisse Visierlinien in denselben zur Beobachtung von Auf- und 
Untergängen von Sternen dienten, die zur Bestimmung der vier Haupt- 
punkte des sogenannten Maijahres gebraucht wurden. Verf. teilt die an- 
gestellten astronomischen Rechnungen in ihren Resultaten mit. 



274. Norman Lockter, Notes on Stonehenge. Nat. 71 297, 345, 367, 
391, 535, 72 32, 246, 270. 

Verf. wendet sich einer erneuten Untersuchung dieses alten Stein- 
kreises zu, mit der zugesprochenen Absicht durch genaue Untersuchung 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 8. 71 

seiner Orientierang einen AufschlaB über das Alter desselben zu ge- 
winnen. Zunächst gibt er an der Hand einer Abbildung und eines 
Planes eine Beschreibung des heutigen Zustandes dieser alten Reste und 
legt die bisherigen Ansichten über dieselben dar. Er berichtet sodann 
aber die archäologische Untersuchung und die Restaurationsarbeiten, die 
daran vorgenommen sind. Dann geht Verf. in eine detaillierte Unter- 
suchang der Orientierung ein, wobei er immer auf die früheren Unter- 
SQchangen anderer Autoren zurückgreift. Der V. Artikel auf Seite 535 
führt den speziellen Titel: On the Star Observations made in British 
Stone Circles und beruht hauptsächlich auf einer der Royal Society vor- 
gelegten 3iitteilung. Verf. diskutiert darin die Frage, ob die alten Britten 
wie die alten Ägypter und Griechen etwa auch bestimmte Sterne beob- 
achteten, deren heliakischer Aufgang an bestimmten Tagen das Aufgehen 
der Sonne und damit den Beginn der Opfer anzeigten; und indem Verf. 
diese Frage bejaht, kommt er durch Messungen zu dem Resultat, daB 
Stonehenge etwa 1300 v. Chr. erbaut sei. Auf Seite 32 und 246 des 
72. Bandes bespricht Verf. andere ähnliche Stein- oder Beobachtungsringe 
Qod Straßen in England in bezug auf die daselbst angestellten Sonnen- 
ond Stembeobachtungen. 

275. N. LocKYER, Notes on Stonehenge. IX Folklore and Tradi- 
tions. Nat. 78 153—156. 
Nachdem Verf. in den Menhirgruppen Orte der Stern beobachtung 
und Stemverehrung nachgewiesen zu haben glaubt, wobei als Hauptfest- 
tage 4. Febr., 6. Mai, 8. Aug. und 8. Nov. zu gelten hätten, sucht er 
in den Volksgebräuchen und den Überlieferungen nach Beweisen für die 
Feier dieser Tage. Er findet solche Beweise in noch teilweise erhaltenen 
uralten Gebräuchen an Aschermittwoch, Himmelfahrtstag (bezw. „Weißen 
Sonntag^), Erntefest im August und Martinstag (bezw. Allerseelentag), 
Feiertage, die von der christlichen Kirche zur leichteren Beseitigung der 
heidnischen Feste eingeführt worden seien. A. B. 



276. Le Zodiaque Japonais. B. S. A. F. 19 402—404. 

Aus historischem Interesse werden die zwölf Sternbilder des japani- 
schen Tierkreises, der von den Chinesen übernommen wurde und noch 
bei den Mandschus, Koreanern, Kalmüken und Thibetanern im Gebrauch 
ist, nach „Le Japon illustre** von A. Humbert (libr. Hachette 1870) 
reproduziert. A. B. 

277. E. W. Maunder, An Indian Mode of Indicating Time. Obs.28 
467. 

Die Indianer der Nascaupee- und Montagnais-Stämme haben, wie 
Verf. von Dr. Hind erfuhr, dem Erforscher von Assiniboia und einem 
Teil der Labradorhalbinsel, den Brauch, einen Zeitpunkt dadurch zu be- 
zeichnen, daB sie einen Stab senkrecht in die Erde stecken und einen 
zweiten in die Schattenlinie dieses Stabes auf die Erde legen. Wenn 



72 I* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

sie z. B. in mehreren Trapps wandern, so kann eine folgende Abteilung 
an dieser Sonnenuhr erkennen, wann die vorige den betreffenden Platz 
passiert hat. _ __•_ A. B. 

Siehe auch Ref. No. 530 — 532. 

Astronomische AnHchauungen einzelner Personen. 
278. Alfred Wegener, Die astronomischen Werke Alfons X. 

Bibl. math. (3) 6 129, 57 S. Ref.: V. J. S. 40 323. 

Die vorliegende Arbeit ist aus den Vorarbeiten, die Verf. für seine 
Dissertation „Die Alfonsinischen Tafeln filr den Gebrauch eines modernen 
Rechners^ (siehe Ref. No. 279) nötig hatte, entstanden. Verf. fand näm- 
lich, daB die in neueren Geschichtswerken sich findenden Angaben über 
die astronomischen Werke Alfons X. von Kastilien so vielfach der Be- 
richtigung bedurften, daB er allenthalben auf die Quellen zurückgehen 
muBte. Was er dabei über obiges Thema mit Wahrscheinlichkeit fest- 
stellen konnte, ist in diesem Aufsatze enthalten. Nach einer kurzen Vor- 
bemerkung schildert Verf. das Zeitalter Alfons X. und bespricht dann 
seine Werke und zwar der Reihe nach das Lehrbuch von den astronomi- 
schen Instrumenten, die „Tabulae Alfonsinae^, die im IV. Bande der 
Libros del saber zu Unrecht als Tafelfragmente bezeichneten Ephemeriden, 
und endlich das kastilianische Original der Alfonsinischen Tafeln, wobei 
Verf. zu dem Ergebnis kommt, daB dasselbe wahrscheinlich um 1270 
und nicht um 1252 fertig gestellt wurde. 



279. Alfred Wegener, Die Alfonsinischen Tafeln für den Gebrauch 

eines modernen Rechners. Inaugural-Dissertation der Universität 
Berlin. 4. März 1905. 63 S., 8«. Ref.: A. N. 169 239, 40. V.J. S. 40 321. 

Da es bei der großen Verbreitung, die die Alfonsinischen Tafeln im 
Mittelalter besessen haben, bei geschichtlichen Untersuchungen gelegent- 
lich wQnscl^enswcrt sein kann, nach diesen Tafeln Planetenorter berechnen 
zu können, so hat es Verf. unternommen die Tafeln in einer Weise um- 
zurechnen, daB eine Berechnung danach sich nach modernem Rechen- 
schema erledigen läBt, ohne daB der Berechner sich erst in die mittel- 
alterliche, nicht ohne weiteres verständliche Form der Tafeln hineinarbeiten 
muB. Dem Verf. haben für seine Arbeit ein Pariser Druck von 1553 
und vier Venediger Ausgaben von 1483, 1492, 1518 und 1524 vor- 
gelegen. Daneben hat er aber auch noch andere Schriften der damaligen 
Zeit zur Darlegung der Theorie, die er den 1 6 auf 1 8 Seiten zusammen- 
gestellten Tafeln vorausschickt, benutzt. 



280. Julius Höpken, Über die Entstehung der Phaenomena des 

Eudoxos-Aratos. Beilage zum Jahresbericht des Kgl. Wilhelms-Gym- 
nasiums zu Emden für das Schuljahr 1904—1905. Emden 1905. 37 S., 8o. 

Die Phaenomena des Aratos gehen bekanntlich auf das 100 Jahre 
ältere, aber uns nur in Bruchstücken erhaltene gleichnamige Werk des 



2. Kapitel : Geschichtliches. §8. 73 

Eudoxos sowie dessen Enoptron zurück, aber schon Hipparch hat in 
seinem Kommentar zu den beiden gleichnamigen Schriften des Eudoxos 
und Aratos nachgewiesen, daB die Angaben über gleichzeitige Auf- und 
Untergänge der Gestirne, wie sie in den Werken enthalten sind, mit den 
von Hipparch am Himmel beobachteten so gar nicht stimmen, daB nicht 
einmal die Angaben des Eudoxos direkt vom Himmel entnommen sein 
können. Verf. untersucht nun, gestützt auf drei mit einem Präzessions- 
globus hergestellten Himmelskarten für 2800, 1500 und 800 v. Chr., wie 
wohl die Angaben bei Eudoxos und Aratos entstanden sind. 



281. Petees' Catalogüe. Obs. 28 185, 322, VU S. 

Herr H. H. Turner veröffentlicbt einen Brief, den ihm Herr 
S. New comb daraufhin geschrieben hat, daB er im Oxford Note-Book 
in der Julinummer 1904 des Obs. eine ÄuBernng des Herrn Newcomb 
über Herrn Knobel in seinem Buch „Reminiscences of an Astronomer^ 
betreffend die Herausgabe eines Petersschen Katalogs des Almagest, als 
unrichtig und unschön zurückgewiesen hat. Herr [Newcomb erklärt 
jetzt, daB es ihm fem gelegen habe, die Leistungen des Herrn Knobel 
herabsetzen zu wollen. An der zweiten Stelle gibt Herr Newcomb noch 
weitere Erläuterungen zu seinem Brief, weil er aus einigen Zuschriften 
ersehen habe, daB der Inhalt desselben mehrfach miBverstanden sei. 



Geschichtliche Notizen über Vorgänge im Sonnensystem. 

282. A. LiNSMEiEE S. J., Die Reise des P. Hell nach Wardöehus 

zur Beobachtung des Venusdurchgangs von 1769. Nat u. Off. 
51 604—624, 669—689. 

Vorbemerkung des Verf. über die Bedeutung der Venusdurchgänge 
für die Bestimmung der Sonnenparallaxe. Darauf folgt ein etwas gekürzter 
Auszug aus dem Tagebuch P. Heils über die Reise von Wien (Abreise 
28. April 1768) über Prag, Dresden, Leipzig, Hamburg, Lübeck, Kopen- 
luigen, Uelsingborg, Christiania, Drontheim nach Wardöe (Ankunft 11. Okt.) 
Der Venusdurchgang fand am 3. Juni 1769 statt. Der Bericht enthält 
riele Bemerkungen über die besuchten Ortlichkeiten, Land und Leute, 
politische und religiöse Verhältnisse. A. B. 



3. W. T. Lynn, The Eclipse supposed to be referred to by 
Tertullian. Obs. 28 387. 
Die von Co well (Ref. 771) als eine Sonnenfinsternis aufgefaBte und 
^ das Jahr 197 verlegte Erscheinung dürfte eher ein meteorologischer 
Vorgaog gewesen sein. Der Brief von Tertullian an der Prokonsul von 
Afrika muB bald nach 212 geschrieben sein. Die in Frage kommende 
Stelle von einer wunderbaren Verdunkelung der Sonne läBt sich auf 
keine Finsternis aus den nächsten Vorjahren beziehen, die alle für Nord- 
Afrika unsichtbar oder unauffällig waren. Das Jahr 197 liegt aber zu 



74 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

weit zurück und diese Finsternis war nicht für Utica allein, sondern auch 
für Mauritania und Numidia total. A. B. 



284. W. T. Lynn, The Annular Eclipse of A. D. 1263. Obs. 28 140. 
Diese Finsternis vom 5. Augast 1263 hat zur Fixierung eines Kriegs- 
zuges der Norweger gegen Schottland gedient nnd danach müBte die 
Zone der Kingformigkeit über die Orkneyinseln gegangen sein, was nach 
dem Oppolzerschen Kanon nicht der Fall ist. Da aber danach die Zone 
nördlich von den Orkneys vorbeigegangen ist. so meint Verf., daß die 
historische Identifizierung doch richtig sei. 



285. W. T. Lynn, The Solar Eclipse of March 16, 1485. Obs. 38 186. 

Die im Titel genannte totale Sonnenfinsternis ereignete sich am 
Todestage der Königin Anna von England, Gemahlin von Richard III., der 
sie vergiftet haben soll. 

286. 6. Landwehr, Die Sonnenfinsternis im Jahre 1724. Weltall 5 
424—426. 

Verf. entnimmt einer alten, im Verlage von Thomas von Wiernigs 
Erben in Hamburg erschienenen Chronik, betitelt ^Historischer Kern oder 
Chronik des Jahres 1716 und außerdem des Jahres 1724*^ den Bericht 
über eine in Hamburg 1724 Mai 22 gegen Abend auf dem Bey ersehen 
Observatorium beobachtete Sonnenfinsternis, die beinahe total war, nebst 
einer Figur, auf der die einzelnen Phasen eingetragen sind. A. B. 



287. 6. Rayet, Les ombres mouvantes de l'eclipse totale de Soleil 
du 12 mai 1706. C. R. 140 1577. 
Abdruck einer handschriftlichen Mitteilung über eine Beobachtung 
der dem Momente der Totalitat vorausgehenden Erscheinung der Schatten- 
streifen, die Verf. zufällig zwischen den Blättern eines Buches aus damaliger 
Zeit gefunden hat. Diese Beschreibung bezieht sich vielleicht auf die 
älteste Beobachtung des Phänomens. 



288. R. H. P., Some Eighteenth-Century Observations. E. M.83 383 
Beschreibung von Finsternisbeobachtungen aus den Jahren 1715 

(Halley), 1748 (Short u. a.), 1765 (de Croy), 1793 (Herschel, 
Schröter) und von Beobachtungen des Venusdurcbgangs von 1769. 

A. B. 

289. W. T. Lynn, The Lunar Eclipse of September 12, 1829. 

Obs. 28 316, IVa S. 

Verf. erinnert anlässig der diesjährigen Finsternis-Expeditionen nach 

Labrador daran, daß auch zur Beobachtung der Finsternis von 1 860 eine 

Expedition dorthin entsandt wurde, und daß John Ross während der 

Mondfinsternis vom 12. September 1829 auch in jenen Gegenden weilte. 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 8. 75 

290. La Luae rousse. Ciel et Terre 26 97. 

Als „roten Mond^ bezeichnet man diejenige Lanation, die mit den 
in den April fallenden Neumond beginnt. 



291. W. Lehmann, Sonnenfinsternisse, Kometen und andere Phäno- 
mene in mexikanischen Annalen. Weltall 5 237—240, 260—264. 
Ref.: Nat. 72 19. 

Verf. erklärt eingangs die mexikanische Kalenderrechnang. Dann 
führt er 7 Sonnenfinsternisse aus den Jahren 1476 bis 1531 an und 
weist auf die geringe Bedeutung hin, die der Mond in der Astronomie Mexikos 
besaß im Gegensatz zur Venus, von der einige merkwürdige Erscheinungen 
berichtet werden, die sich vielleicht auf Kometen beziehen. Ausführlich 
wird eine wiederholt gegen Morgen im Osten sichtbare Lichtpyramide 
beschrieben, die kaum etwas anderes als das Tierkreislicht gewesen sein 
konnte. Endlich werden noch mehrere kometenähnliche Erscheinungen 
angeführt, die aber zum Teil Meteore gewesen sein dürften. A. B. 



292. E. B. Enobel, On the Astronomical Observations recorded in 
the „Xihongi", the ancient Chronicle of Japan, m. N. 66 67—74. 

Das von W. G. Aston übersetzte Nihongi ist eine Geschichte 
Japans von mythischen Zeiten an bis zum Jahre 697. Astronomische 
Beobachtungen sind darin verzeichnet aus der Zeit 620 bis 697. Verf. 
gibt erst eine Tabelle der Jahresben nungen des 60jährigen Zyklus sowie 
die zwölf Monatsnamen und führt dann die Beobachtungen an. Elf 
Sonnenfinsternisse und zwei Mondfinsternisse, die sämtlich mit Oppolzers 
^Kanon'^ stimmen, ausgenommen eine angebliche Sonnenfinsternis vom 
12. Februar 636. Dann folgen 3 Sternbedeckungen, eine Konjunktion 
von Mars und Jupiter, 6 Kometen aus den Jahren 634, 635, 639, 
676, 681, 684 (Halleys Komet), mehrere Meteore und einige Polar- 
lichter. 

293. W. T. Lynn, Solar Spots and their Theories. j. B. A. A. 16 
63—65. 

Über zwei Beobachtungen von Sonnenflecken mit freiem Auge, 807 
unter der Regierung Karls des Großen und 1607 durch Kepler und 
andere. Rückblick auf frühere Hypothesen über die Natur der Flecken 
and Anmerkungen über die zuweilen zweifelhafte Autorschaft dieser 
Hypothesen. A. B. 

294. W. T. Lynn, Prof. Lebon on the Ilistory of Hypotheses on 
the Nature of Solar Spots. Obs. 28 463. 

Über die eigentlichen Urheber der sechs Theorien über Sonnenflecken 
vor Wilson nach der Abhandlung von Lebon in den Comptes Rendus 
des Internationalen Kongresses für Philosophie in Genf September 1904. 

A. B. 



76 !• Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

295. W. T. Lynn, The "False Dawn", or Zodiacal Light. Obs. 28 

356, IVs S. 

Verf. zitiert eine Stelle aus den Dichtungen des Omar Khaian in 
englischer Übersetzung, wo von einer ^falschen Morgendämmerung^ die 
Rede ist, die wohl nichts weiter als das Zodiakallicht sein könne. Nach 
Ansicht des Verf.s sei Kepler der erste abendländische Astronom, der 
das Zodiakallicht erwähne, doch sei es in sudlicheren Breiten und im 
Morgenlande auch im Altertum bekannt gewesen. Den Namen „Zodiakal- 
licht^ habe Cassini im Jahre 1683 in der Form „la lumi^re repandae 
sur le zodiaque'' zuerst gebraucht. 



296. F. S. Abchemhold, Die ältesten Zeichnungen der Marsober- 
fläche aus dem 17. Jahrhundert. Weltall 5 416— 421. 

Der Artikel bringt 28 Marszeichnungen, von denen die ältesten von 
Fontana 1636 und 1638 gemacht sind, worauf solche von Mathias 
Hirzgarter (Zürich), Schyrleüs de Rheita, Hevel, Huyghens, 
D. Cassini, Campani und Serra, Hooke und Flamsteed folgen 
Zu den einzelnen Abbildungen werden historische Erläuterungen gegeben. 

A. B. 

297. Camille Flammabion, Le voile de la Verite. B. S. A. F. 19 
153, 3 S. 

Verf. gibt unter diesem Titel eine kurze Geschichte der Erforschung 

des Saturn bis zum Erkennen seiner wahren Gestalt durch Huyghens 

1659. Die Saturnzeichnung desselben sowie verschiedene ältere Dar« 
Stellungen des Saturn sind reproduziert. 



298. William Ellis, The Discovery of Neptune. Obs. 28 181, 225, 
3V4 S. 

Verf. legt aus eigener Erfahrung und Anschauung die Umstände und 
Vorkommnisse an der Greenwicher Sternwarte dar, welche dort ein Auf- 
finden des Neptun auf Grund der Adamsschen Berechnungen vereitelten. 
An der zweiten oben angegebenen Stelle findet sich eine kurze ergänzende 
Notiz von anderer Seite. 

299. W. T. Lynn, Dr. Galle and the Discovery of Neptune. 

Obs. 28 357. 
Verf. meint, daB Leverrier deshalb seine Neptunsberechnung nach 
Berlin geschickt habe, weil er kurz vorher von dort G alles Doktor- 
dissertation erhalten hatte, die Olaus Römers astronomische Beobach- 
tungen betreffe, über welche Verf. noch einige Bemerkungen macht. 



300. W. W. Payne, Recent Discoveries of Satellites by American 
Astronomers. Pop. Astr. 18, 120—122. 



2. Kapitel: Geschichtliches. §8. 77 

Enidecknog der Marsmonde 1877 darch A. Hall, des V. Jupiter- 
mondes 1892 durch Barnard, des IX. Saturnsmondes 1898 durch W. 
H. Pickering und des VI. und VII. Jupitermondes 1905 durch Perrine. 

A. B. 

301. L. CsoPEY, A Saturnus holdjairol (über die Saturnmonde). 
Term. K6z. 37 234, 2 S. (Magyarisch.) 

Kurzgefaßte Geschichte der Entdeckung der Saturnmonde, besonders 
des nennten, nach einem ähnlichen Artikel der „Gaea^. Kö. 



302. Chas. T. Vt^HiTMELL, Names for Satellites. Obs. 28 323; Publ. 
Ä. S. P. 17 162; Nat 72 388. 

Verf. bittet die Entdecker des 5.-7. Jupitermondes diese zu benennen 
and hofft auf eine nachträgliche Benennung des Neptunsmondes. 

303. M. FoüCHE, Names for Satellites. Obs. 28 468. Ref.: Nat. 78 182. 
Verf. hält „Triton^ fär einen passenden Namen des Neptunsmondes; 

derselbe sei schon 1880 von Flammarion in der „Astronomie populaire^ 
vorgeschlagen worden. A. B. 

304. W. T. Lynn, The Comets of A. D. 1264 and 1556. Obs. 28 217, 
IV. S. 

Die Idendität dieser beiden Kometen ist frühzeitig behauptet und 
besonders von Bind eifrig verfochten worden, der für 1858—1860 eine 
Wiederkehr vergeblich erwartete. Von anderer Seite ist die Identität zum 
mindesten stark bezweifelt worden. 

305. W. T. Lynn, Biela and his (.'omet. Obs. 28 423—425. 

Geschichte des Kometen Biela von der Erscheinung 1772 an, deren 
Zugehörigkeit zu diesem Kometen vom Verf. aber bezweifelt wird, bis 
zur letzten Erscheinung 1859 nebst einer kurzen biographischen Notiz 
über Wilhelm von Biela (19. März 1782—18. Februar 1856). Zum 
Schlosse folgen einige Worte über die Meteore vom 27. November 1872 
und 1885 und vom 23. November 1892. A. B. 



Siehe auch Ref. No. 1056 (zwei Stellen). 



Geschichtliche Notizen 
über Vorgänge außerhalb des Sonnensystems. 

306. W. T. Lynn, The Cluster in Cancer, obs. 28 105. 

Verf. macht darauf aufmerksam, daß die englische Bezeichnung für 
den Sternhaufen „Präsepe^ als ^Bienenkorbs eine irrtümliche Über- 
setzung von Praesepe ist, was allerdings auch Bienenkorb bedeuten 



78 I.Teil: AllgemeiDes und Geschichtliches. 7, 1905. 

könne, hier aber richtiger mit „Krippe" zu übersetzen sei, wie die 
ursprüngliche griechische Bezeichnung zweifellos laute. 



307. W. T. Lynn, The Brightest Fixed Star and its Name. Obs. 28 
289, 1 S. 

Verf. meint mit dem „hellsten Fixstern** Canopus, denn obwohl 
Sinns heller erscheine, so sei doch Canopus viel weiter von uns entfernt 
als Sirius und daher wohl mehr als 1000 mal heller als dieser. Verf. 
bespricht dann noch die von verschiedenen Gelehrten aufgestellten 
Vermutungen über den Ursprung des Namens Canopus. 



Geschichtliche Notizen über Instrumente, Beobachtungs- 
und Rechnungsmethoden. 

308. W. A. Park, The Great Gnomon at Florence. Kugw. N. S. 2, 

287-290; Ref.: Nat. 78 258. 
Historische Notizen über den von Toscanelli um 1468 in der 
Laterne der Kuppel des Domes in Florenz angebrachten und von 
Ximenes um 1757 erneuerten Gnomon, der allerdings wegen der Un- 
bestimmtheit des auf dem Flur des Domes von der Sonne erzeugten Licht- 
flecks und der Lnftbewegungen innerhalb dieses Riesenbaues für 
wissenschaftliche Zwecke seit Einführung der Meridianinstrumente keinen 
Wert mehr besitzt. Abbildungen vom Dom, dem Gnomonfenster und 
dem eine Meridianlinie und Solstitialscheiben (Ort des Sonnenstrahls zur 
Sommersonnenwende) zeigenden Fußbodenpflaster im Nordtransept sind 
dem Artikel beigegeben. A. B. 

309. A. SoucHON, Les cadrans solaires. Ciel et Terra 26 25, 12V4 S. 
Unter diesem Titel ist der erste Abschnitt des Souchonschen Buches 

über Sonnenuhren (siehe AJB 6 212), der speziell die Geschichte der 
Gnomonik behandelt, abgedruckt. Ein Referat über das ganze Souchonsche 
Werkchen findet sich Ciel et Terre 26 50, 8°. 



310. L. Weinek, Neues über Prager Tychonica. Weltall 5 185—188. 
In einem Nachtrag, den Hof- und Kammerphotograph H. Eckert 
zu seinem Prachtwerk „Tycho Brahe in Prag 1599 — 1601** (siehe 
AJB 4 99) hat erscheinen lassen, wird aus zwei bisher unbekannten 
Briefen Kaiser Rudolf IL vom 27. März 1604 der Schluß gezogen, daß 
Tychos Instrumente der Sicherheit halber von Prag fortgeschafit worden 
sind. Rudolf IL wollte für ihre Unterbringung in Wien sorgen, wo nun 
in den Archiven weiter nach dem Verbleib der Instrumente zu forschen 
wäre. Von den sieben Tafeln des Eckertschen Nachtrages gibt eine 
das Bild von Tychos fünf Sternwarten, die zweite Tychos Bildnis im 
40. Lebensjahre, vier zeigen die Tychogasse und die Ausgrabungen am 
Curtiusschen Hause (Tychos letzter Sternwarte), die letzte zeigt das 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 8. 79 

Grabmal des Schwiegersohnes Tychos, Franz Gansneb Tengnagel. 
Eines der Ausgrabungsbilder ist in einer Beilage zum Weltall verkleinert 
wiedergegeben. A. B. 

311. A. C. D. Crommelin, A Simple Jovian Orrery. J. B. A. A. 15 141. 

Als einfaches Planetarium, an dem die Bewegungen von Jupiter und 
Erde bequem versinnlieht werden können, ist eine Uhr zu gebrauchen, 
wenn Minuten- and Stundenzeiger in das Langenverbältnis 1 zu 5,2 
gebracht werden. Verf. erläutert die am Zifferblatt vorzunehmenden 
Änderungen and gibt Beispiele für die Verwendung dieser Jupiteruhr zu 
Lehrzweekea. A. B. 

312. W. T. Lynn, Orreries. j. B. A. A. 15 381. 

Die englische Bezeichnung für Planetarium stammt von jenem 
Exemplar, das von dem „astronomischen^ Mechaniker G. Graham zur 
Unterhaltung und auf Kosten des vierten Earl of Orrery, Charles Boy le, 
im Jahr 1715 hergestellt worden war. Später wurden solche von 
J. Ferguson hergestellt. Es wurde auch schon die Vermutung aus- 
gesprochen, daB bereits Posidonius und noch früher Archimedes 
mechanische Vorrichtungen zur Darstellung der Planetenbewegungen 
gebaut hätten. 

313. F. E. Harpham, Notes on Angle Measuring Instruments. Pop. 

Astr. 18 149—154. 

Einiges aus der Geschichte der WinkelmeBinstrumente des Altertums 
und des Mittelalters, wie Gnomon und Quadrant, Armillarsphäre und 
Astrolab, sowie aus der Geschichte astronomischer Beobachtung überhaupt. 



314. Jean Mascart, Clavius et Tastrolabe. B.A.22 86— 96, 166— 176, 
215-224, 494—496. 

Durch das sehr seltene Werk ^Christophe ri Clavii Bambergensis 
e Societate Jesu Astrolabium^, erschienen 1593 in Rom in der Typo- 
graphia Gabiana, wovon ein Exemplar sich in der Bibliothek der Abtei 
Citeaux befindet, wurde Verf. veranlaßt sich mit der Persönlickeit und 
den wissenschaftlichen Leistungen des Autors zu befassen. Clavius war 
1538 in Bamberg geboren, trat 1555 in den Jesuitenorden, war hervor- 
ragend an der Kalenderreform Gregors XI 11. beteiligt, die er gegen seine 
gelehrten Zeitgenossen Scaliger, Vieta, Maestlin u. a. eifrig ver- 
teidigte. Infolge dieser Kämpfe lauten die Urteile über ihn auch sehr 
Tcrschieden, er wird von der einen Seite hoch gelobt, von der anderen 
herabgesetzt. Um nun Klarheit zu gewinnen, zeigt Verf. zunächst, 
wieviel an astronomischen Kenntnissen aus dem Altertum und aus den 
alten Kulturstaaten Asiens wie aus dem Mittelalter der Zeit des Clavius 
überliefert worden ist. Namentlich werden die mit den Beobachtungen 
and speziell mit dem Astrolab in näherer Beziehung stehenden Gegen- 
stande und Personen in erster Linie berücksichtigt. A. B. 



80 L Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

315. A. Krziz, Das persisch-arabische Astrolabium des Abd-al 
Aimeh. Weltall 5 121—130, 144—152. 
Verf. beschreibt das angeblich vom Sohne Laab eines Schah 
Hnrmaz, der vor 2000 Jahren gelebt habe, erfundene Instrument, dessen 
am genauesten verfertigten Exemplare von Abdul Aimeh stammen. Es 
ist eine flache Kapsel von 4 bis 5 Zoll Durchmesser, die eine Rand- 
teilung besitzt und verschiedene Platten aufnehmen kann. Die letzteren 
enthalten Zeichnungen und Figuren, die zur Losung astronomischer 
Beobachtangsaufgaben dienen. Solcher Aufgaben werden 20 genannt 
unter vollständiger Beschreibung des Verfahrens bei der Benutzung des 
Astrolabs. Ebenso eingehend erläutert Verf. die Konstruktion der auf 
zwei der Platten eingezeichneten Kreise, Bogen, Teilungen usw. A. B. 



316. G. BoFFiTO e C. Melzi D'Eril, II trattato dell' astrolabio di Pietro 
Peregrino di Maricourt. Atti Pont. Acc. N. L. 58 225, 2V3 S. 

Die Verf. berichten über ein in der Vatikanischen Bibliothek befind- 
liches Manuskript, welches den Titel führt: Nova compositio astrolabii 
particalaris und von Pietro Peregrino verfaßt ist, der in der ersten 
Hälfte des dreizehnten Jahrhunderts in Maricourt in der Picardie geboren 
wurde. 

317. SiGiSMONDO Günther, Lo sviluppo del celebre strumeuto astro- 

nomico-geodetico nominato Jacobstab, ovvero Radius astrono- 

micus. Atti del congresso internazionale di scienze storicbe (Roma, 
1—9 aprile 1903) 12 187, 2 S., 80. 

Verf. gibt einen kurzen Überblick über die Erfindungsgeschichte des 
Jakobstabes. Zuerst wurde Regiomontanus als Erfinder angesehen, 
dann Levi ben Gerson, während man jetzt weiß, daß dieses Instrument 
schon im Altertume bekannt war. 

318. Dbmetrio DiAMiLiA-MuLLER, Errouea credenza popolare soll* 

invenzione della Bussola. Atti del congresso internazionale di scienze 
storiche (Roma, 1—9 aprile 1903) 12 267, 3 S., 80. 

Verf. legt an der Hand seines Beweismateriales dar, daß die Chinesen 
die Erfinder des Kompasses seien, und daß zwischen 840 und 1073 die 
Amalfitaner den von jenen erhaltenen Kompaß benutzten. 

319. L'observatoire d'Heliopolis. Ciel et Terre 26 220. 

Referat über eine in dem Bulletin de la Societe Khediviale de 

geographie (6. Serie Nr. 6) erschienene Mitteilung über das alte Helio- 

polis und die daselbst gelegene Sternwarte, die ein Heiligtum des 
Sonnengottes war. 

320. E. JosT, Die Sternwarte auf dem Seeberge. „Aus d, coburg- 
goth. Landen« Heft 3, 27—40. 



2. Kapitel : Geschichtliches. §8. 81 

Ausführliche Geschichte der von Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha 
and Altenburg 1787 begründeten Sternwarte, Beschreibung ihres In- 
strumenten Vorrats, Schilderung der Tätigkeit Zachs (bis 1804 bezw. 1806), 
Lindenans (1804 bezw. 1806 bis 1816), Enckes (1816 bis 1825) 
und Hansens (1825 bis 1839). Im Jahre 1839 wurde die Sternwarte 
geschlossen, Hansen zog in die Stadt Gotha. 1859 wurden die In- 
strumente entfernt und der Bau bis auf die stehen gebliebenen Fundamente 
und das frühere Stallgebäude abgebrochen, das in ein Wirtshaus verwandelt 
wurde und am 20. Februar 1901 in Feuer aufging. A. B. 



321. f RoBEBT LüTHEB, Die Düsseldorfer Sternwarte. Astr. Rund. 7 
225—237, 269—273. 

Biographische Notizen über Benzenberg, Schilderung seiner astro- 
nomischen Tätigkeit und seiner Begründung der Sternwarte zu Bilk 
(t 11. Juni 1846), Notizen über die späteren Astronomen dieser Stern- 
warte Jul. Schmidt (1845), F. Brünnow (Frühjahr 1847 bis Herbst 
1851), Roh. Luther (1851 — 1900). Bemerkungen über die Planeten- 
beobachtungen und -entdeck nngen, Mitteilungen über die weiteren Schicksale 
des Observatoriums. A, B. 

322. F. RoBBiNS, Velocity of a Planet at any Point. Obs. 28 388. 
Den Satz F' = 2w/r — 27»/2a (Van der Kolks Theorem) bat 

Verf. in Whewelis „Treatise on Dynamics^, Cambridge 1823 pg. 38 
gefunden. Er will damit entgegen einer Bemerkung von New comb 
zfflgen, dafi nicht blofi ^in Deutschland im ersten Teil des XIX. Jahr- 
hunderts zielbewußt gearbeitet worden ist^. „Nicht jeder Lehrsatz ist 
,made in GermanyM^ A. B. 

Siehe auch Ref. No. 345 , 828. 



Verschiedenes. 

323. F&AMCis Mabbe, Les peintres et l'astronomie. Oosmos N. S. 58 
35, V/2 8. 

Verf. weist darauf hin, wie oft in Gemälden die Großenverhältnisse 
von Sonne und Mond, ihre Stellung zueinander und die Stellung der 
Mondsichel zum Horizont falsch angegeben werden. 



324. The Rumfobd Fand of the American Academy of Arts and 
Sciences. Boston, published by tbe Academy 1905. 32 S., 8o, 1 TafeJ. 
Geschichte der Stiftung des Fonds 1814, der ursprünglich 5000$ 
betrage Ende des Rechnungsjahres 1904/5 auf $ 58722.16 mit jährlichem 
Ertrag von $ 2550.73 angewachsen war. Liste der mit der Rumford- 
Medaille ausgezeichneten Forscher in Amerika. Die Royal Society in 
London hatte gleichzeitig £ 1000 erhalten; auch die hieraus prämiierten 

Astronom. Jahresbericht 1905. g 



g2 I. Teil: AUgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Gelehrten werden aafgez&hlt. Sodann werden noch die aus dem amerikani- 
schen Fond gezahlten Beihilfen zu wissenschaftlichen Untersuchangen, für 
Apparate oder zu Druckkosten für wissenschaftliche Publikationen an- 
geführt. A. B. 

325. Eighteenth-Century Astronomy. E. M. 81 35. 

Kurze Notiz über das 1742 von Charles L'eadbetter yeröffent- 
lichte Werk mit dem Titel ^New Tables of the Motions of the Planets, 
the Fixed Stars and the First Satellite of Jupiter: Declinations to every 
Degree and Minute of the Ecliptic, and to Six Degrees of North and 
South Latidude. Of Right and Oblique Ascensions and Logistical 
Logarithms^. 



§9. 

Biographisolies und Briefwechsel. 

Biographien historischer Persönlichkeiten. 

326. Georg Maib, Pytheas von Massilien und die mathematische 

6eo(i;raphie. I. Teil. Jahresbericht des k. k. Staats -Gymnasiums in 
Marburg a. d. Drau. Veröffentlicht von der Direktion am Schlüsse des 
Studienjahres 1904. Verlag des k. k. Staats-Oymnasiums. Seite 5, 30 S. 

Der eigentlichen Arbeit schickt Verf. ein vom 5. Juni 1904 datiertes 
Vorwort voraus, in dem er hervorhebt, dafi er Pytheas bisher für einen 
Forschungsreisenden gehalten habe, der nebenbei auch astronomische 
Beobachtungen machte, daB er aber jetzt zu der Anschauung gelangt sei, 
dafi derselbe in erster Linie Astronom war, der seine Reisen zu astronomi- 
schen Zwecken unternahm. So untersucht der Verf. in der vorliegenden 
Schrift die Frage : Welchen Zwecken dienten die astronomischen Beobach- 
tungen, die Pytheas in Massilia und in der Nähe des Polarkreises 
anstellte, wobei Verf. zu dem Schluß kommt, daß es dem Pytheas 
bei seinem Vordringen bis zum nördlichen Polarkreis hauptsfichlich darauf 
ankam, die Schiefe der Ekliptik, den Abstand des Polarkreises vom Pol 
und ähnliche Größen zu ermitteln. 



327. Moritz Steinschneider, Arabische Mathematiker usw. X. Ar- 
tikel. Orient. Lit. Z. 8 40, 169, 213, 261. 

Fortsetzung der verjähren begonnenen Artikelreihe (siehe AJB6 93). 
Hier werden unter den Nummern 151 u. ff. weiter Mathematiker und 
Astronomen bezw. die Werke von solchen aufgezählt. 



328. BoETHKE, Coppernicus und das Siebengestirn. H. u. E. 17 168, 

12V4S. 

Verf. gibt eine deutsche Übersetzung der sieben lateinischen Gedichte, 
die unter dem Titel „Septem Sidera^ in der zweiten asklepiadeischen 
Strophenform des Horaz abgefaßt sind und dem Nikolans Kopernikus 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 9. 83 

als Verf. zugeschrieben werden. Dieselben sind zuerst 1629 im Drnck 
erschienen nnd dann wiederholt gedruckt auch ins Deutsche und Polnische 
übersetzt. Verf. gibt einen Überblick über den Streit über die Echtheit 
derselben, ohne denselben nach der einen oder anderen Richtung zu 
entscheiden. Der Inhalt der Gedichte ist religiöser Natur. 



329. M. J. Sand, Tycho Brahe und seine Sternwarten aufHven. 

H. u. E. 17 519—541. 
Vortrag über die Lebensgeschichte Tychos, über die von ihm auf 
der Insel Hven errichteten Observatorien nnd seine Beobachtungen daselbst, 
femer über die wenigen Überreste der Tychonischen Bauten (siehe 
AJB 6 94). A. B. 

330. F. R. Frus, Tyge Brahe og Mathematikeren Valentin Thaw. 

(Tyge Brahe und der Mathematiker Valentin Thaw.) im ersten 
Heft der Sammlung «Kulturhistoriske Studier* (Studien zur Kultur- 
geschichte) Seite 62. Kopenhagen, Verlag von G. E. C. Gad. 3 S., gr. S^. 
(Dänisch.) 

Der kurfürstliche Mathematiker Dr. Valentin Thaw hat zu den 
Umgangsfreunden Tyge Brahes während seines Studienaufenthaltes in 
Leipzig 1562 — 65 gehört. Die von Dreyer (Tycho Brahe, Karlsruhe 
1894 Seite 17) erhobene Frage, ob dieser Mann vielleicht mit dem 
Heraasgeber des ^Opus Palatinum de Triangulis^ Lucius Valentins 
Otbo identisch sei, wird durch die vorliegende kleine Arbeit verneinend 
beantwortet. Bu. 



331. F. R. Fbiis. Sofie Brahe Ottesdatter. (Sophie Brahe, Ottes 

Tochter. Eine biographische Schilderung.) Mit einem Bildnisse 
Sophie Brahes. Kopenhagen, Verlag von G. E. G. Gad. 75 S., 8<^. (Dänisch.) 

Auf gründliche Archiv- und Quellenstudien gebaut, wird hier eine 
Lebensschilderung der gelehrten Schwester des großen Astronomen Tyge 
Brahe gegeben. Wegen des innigen Verhältnisses Sophiens sowohl zum 
Bmder als anch zu seinen wissenschaftlichen Arbeiten bietet die Schrift 
den Tyge Brahe-Forschern viel Interessantes dar. Bu. 



331a. F. R. Fbiis, Peder Jakobsen Flemlös og hans Observationer 

i Norge. (P. J. Flemlös, Tyge Brahes erster Gehülfe und seine 

Observationen in Norwegen.) Mit Faksimile einer Manuskriptseite 
von P. J. Flemlös. Kopenhagen, Verlag von G. E. G. Gad. 14 S., 4^. 
(Dänisch.) Die Arbeit von Schroeter über denselben Gegenstand (siehe 
Ref. No. 257) ist durch diese Schrift hervorgerufen. 

Enthält biographische Krlauterungen über den er. 1554 geborenen 
und er. 1598 gestorbenen Schüler und Mitarbeiter Tyge Brahes. In der 
k. k. fiofbibliothek in Wien findet sich ein Manuskript von Flemlös, 
worin die in Norwegen angestellten Polhohenobservationen (Ref. No. 257) 
aufgezeichnet sind. 



g4 !• 'I'eil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

332. Ludwig Günther, Kepler und die Theologie. Ein Stack Reli- 

gions- und Sittengeschichte aus dem XVI. und XVII. Jahrhundert Mit 
dem Jugendbilduis Keplers, um 1597, und einem gleichzeitigen Faksimile. 
Gießen, Verlag von Alfred Töpelmann, 1905. XVI -f- 144 S., 80. Ref.: 
A. N. No. 4047, 169 239; Nat. Woch. N. F. 4 635. 

Der Verf. gibt ein Lebensbild Keplers, worin er die religiösen 
Anschauungen Keplers und seine Konflikte mit der damals herrschenden 
kirchlichen Dogmeulehre und deren Vertreter überall in den Vordergrund 
räckt, wodurch auf den Menschen ein stärkeres Licht fällt als auf den 
Astronomen. Doch ist Verf. bei den engen Wechselbeziehungen, die 
bei Kepler zwischen seinen religiösen und astronomischen Anschauungen be- 
standen, auch immer genötigt, auf Keplers astronomische Arbeiten ein- 
zugehen. Der Inhalt des Buches gliedert sich in acht Kapitel, von denen 
die ersten sieben das Leben Keplers in folgenden Zeitabschnitten be- 
handeln: Bis 1589, von 1589—1594, 1594—1600, 1600—1612, 
1612—1626, 1626—1630. Das achte Kapitel ist speziell den religiösen, 
chronologischen und poetischen Schriften Keplers gewidmet. Im Anhang 
sind acht auf Kepler bezügliche bezw. von ihm herrührende Schrift- 
stücke ganz oder teilweise abgedruckt. 



333. A. Favaro, Amici e corrispondenti di Galileo Galilei. 
Xn. Vincenzio Renieri. Atti R. L Veneto «411 Hl— 195, 8o. 

Renieri war, wenn auch nur kurze Zeit, ein Schüler Galileis und 
wurde später dessen Freund und Mitarbeiter. Als solcher tat er viel 
durch Beobachtung und Rechnung für die vier Jupitermonde. Nach 
seinem Tode ist offenbar ein großer Teil seiner Papiere verschwunden, 
doch scheint der Inhalt zweier Mappen des Galileimuseums in Florenz« 
Briefe von Galilei, Berechnungen und Beobachtungen der Jupitermonde 
aus Renieris Nachlaß zu stammen. Auch die ersten Seiten eines groß 
angelegten Werkes über diese Gestirne sind erhalten, der Rest ist verloren. 
Geboren 1606 Mai 30 in Genua, später Ordensgeistlicher im Kloster auf 
dem Monte Olivetano maggiore, war R. oft krank und starb schon 164 7 
Nov. 5 als „Pisanae Universitatis Archimathematicus^. Der Anhang 
(S. 163—195) enthält Beobachtungen Galileis von 1610— -1619 und 
zahlreiche Briefe. A. B. 

334. A. Favaro, Amici e corrispondenti di Galileo Galilei. 
Xin. Vincenzio Galilei. AttiR.1. Veneto 64 II 1329—1377, 8o. 

Illegitimer Sohn Galileis und der Marina Gamba in Padua und Erbe 
Galileis, hat sich später durch sein Wissen und seine Erfindungsgabe für 
mechanische Instrumente, zumal musikalische, ausgezeichnet, z. B. einer 
orgelähnlich klingenden Laute. Eingehend wird die Konstruktion einer 
durch ein Pendel regulierten Uhr nach Vivianis Bericht besprochen und 
dabei die unabhängige Erfindung der Pendeluhr durch Vater oder Sohn 
Galilei für sicher und Wohlwills Annahme für falsch erklärt, daß Viviani 
erst, nachdem er von Hnyghens' Erfindung gehört hatte, diese den 
Galileis zugeschrieben habe. A. B. 



2. Kapitel : Geschichtliches. § 9. 85 

335. Elem^r Endrey. Magyar csillagäszok a XVII. szazadban. 
(Ungarische Astronomen im 17. Jahrhundert). Id. 9 30, 2 S. 
(Magyarisch.) 

Verf. zählt etliche Autoren auf, welche in ungarischer Sprache über 
Astronomie schrieben, oder als Lehrer wirkten. Nennenswert sind Apatzai 
Tsere Janos, Hork^, zaerst Galileis Schäler und Freund, später dessen 
Widersacher, den auch Kepler rügte, Israel Hnbner, Arzt, Astronom und 
Astrolog, der ans Erfurt nach Nagyszeben (Hermannstadt) kam und ein 
neues Weltsystem erdachte. Die von Pazman begründete Nagyszombaser 
(Tvmaner) Universität (1635) war mit astronomischer Lehrkanzel bedacht. 

Kö. 

336. Elemi&r Endrey, Magyar csillagäszok a XVI. szazadban. 
(Ungarische Astronomen im 16. Jahrhundert), id. 9 69. (Magya- 
risch.) 

Kurze Aufzählung einiger Namen, die in der Geschichte der Astro- 
nomie in Ungarn Erwähnung finden können. Bemerkenswerter sind 
Joannes Honterus und Kristof Puhler, dessen Werk 1563 in Dillingen 
erschien. Kö. 

337. Elem^r Endrey, Magyar csillagäszok a XV. szazadban 

(Ungarische Astronomen im 15. Jahrhundert), id. 9 88, 2 S. 
(Magyarisch .) 

Einzelne Daten zu einer Geschichte der Astronomie in Ungarn. 
Bemerkenswerte Namen sind: Regiomontanus, der durch König Mathias 
berufen in Pozsony (Preßburg) bereits die Achsendrehung der Erde lehrte, 
und dessen Gehilfe Martin Ilkus, später Hofastronom Vitez Janos, Bischof 
von Nagyvarad (GroBwardein), der mit Feuerbach in regem Verkehr stand 
nnd die (Värader Tafeln) Varadi tablak herausgab. Von 1461 — 1472 
war ein Ungar, wahrscheinlich ein Mönch namens Gergely (Gregor) Pro- 
fessor der Astronomie an der Universität zu Bologna. Kö. 



338. W. T. Lynn, Francisco Bianchini. Obs. 28 57, IV4 S. 

Verf. gibt einen kurzen Abriß des Lebens nnd der astronomischen 
Tätigkeit von Francisco Bianchini oder Blanchinus, der von 1662 
bis 1729 lebte. 

339- (Euvres completes 'de (•hristiaan Huygens publiees par la Societe 

Holiandaise des Sciences. Tome sixieme. Correspondances 1691 a 

1695. La Haye. Martinius Nijhoff, 1905. 816 S., 40. Ref.: C. R. 14« 
1377; Nat. 72 362, IV4 S. 

Der Band enthält zunächst auf den ersten 722 Seiten den Schluß 
der Korrespondenz mit den Nrn. 2655 — 2894, dann folgen auf 15 Seiten 
noch eine Anzahl Nachträge zu früheren Briefen, die mit den Nummern 
der arsprnnglichen Briefe, hinter die sie einzuschalten sind, unter Zu- 
fagang des Buchstaben a bezeichnet sind. Den Schluß bilden Verzeich- 
nisse and zwar der Briefe dieses Bandes chronologisch geordnet, dann 



86 I. Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

eine alphabetische Liste der Korrespondenten, femer ein Verzeichnis der 
in den Briefen erwähnten Personen und der in denselben zitierten Werke 
sowie behandelten Materien. Znsätze und Verbesserungen bilden den 
Schluß des Bandes. 

340. W. T. Ltnn, Honore Flangergnes. Obs. 28 391. 

Kurze Lebensgeschichte des Entdeckers des großen Kometen von 
1811. Er ist sein ganzes Leben lang, 81 Jahre, in seinem Geburtsorte 
Vivier verblieben, wo er neben seinem Amte als Friedensrichter eifrig In 
Astronomie und Physik tätig war. Mehrere Akademien haben ihn durch 
Preise ausgezeichnet. A. B. 

341. A. R. FoBSYTH, An Appreciation of Halley. Obs. 28 405. 

Auf der Versammlung der Brit. Assoc. in Kapstadt sprach Forsyth 
über Halle ys Besuch in Südafrika, wo er das Fundament für die Stellar- 
astronomie der Südhalbkagel legte, hob sein Interesse an Newtons Studien 
über die Gravitation hervor, dem er die Vollendung dieser wichtigen 
Forschungen durch eifrige Mitarbeit erleichterte, wie er ihn auch zur Ver- 
fassung der „Principia^ veranlaßte. Redner erwähnte Halleys Forschungs- 
reise in die Südsee und endlich trug er die Geschichte des periodischen 
Kometen Halley vor, der nun bald wieder erscheinen muß. A. B. 



342. W. T. Lynn, Hevelio« and bis Comets. Obs. 28 253, l»/* S. 

Verf. berichtet über die vier von Hevelius entdeckten Kometen, 
sowie über die hauptsächlichsten astronomischen Leistungen desselben. 



343. J. L. E. Dreyeb, Hevelius and Cometary Orbits. Obs. 28 292. 
Verf. hebt hervor, daß Hevelius keineswegs die Vermutung aus- 
gesprochen habe, daß sich die Kometen in Parabeln bewegten, in deren 
Brennpunkt die Sonne stände, sondern er habe nur von einem parabel- 
oder hyperbelähnlichem Bogen als Form der Kometenbahn, aber ohne 
Beziehung zur Sonne, gesprochen. 



344. Edward S. Holden, A Contribution to the History of the 

Controversy of Flamsteed with Newton and Halley. Science 
N. S. 21 706. 

In dem Exemplar von Flamsteeds ^Historia Britannica Coelestis"^ 
der Bibliothek der United States Military Academy in West Point ist vorn 
ein gedrucktes Blatt eingeheftet, welches die Überschrift trägt: ^An esti- 
mate of the number of folio pages that the Historia Britannica Coelestis 
may contain when printed^. Auf diesem Blatt finden sich handschrift- 
liche Notizen von Flamsteed, die Verf. genau mitteilt und welche sich 
auf den Streit zwischen Flamsteed, I. Newton und E. Halley be- 
ziehen. 



3. Kapitel: Geschichtliches. § 9. 87 

345. John Tbbbutt, The First Director of the Sydney Observatory. 
Obs. 27 104, 1 S. 

Verf. kommt auf die im Vorjahre unter diesem Titel von W. T. Lynn 
publizierte Notiz (siehe AJB 6 99) zurück und berichtigt zunächst eine 
Angabe betreffs des alten Meridiankreises dieser Sternwarte und fügt 
weiter hinzu, daß der erste Direktor, Mr. William Scott, nicht 1889 
gestorben sei, sondern mindestens 1901 noch gelebt habe. In einer 
Nachschrift erklärt Herr Lynn, wie er zu dem Versehen in betreff des 
Instrumentes gekommen sei, auch habe er einen vom 5. Dezember 1904 
datierten Brief von Herrn William Scott bezüglich seines angeblichen 
Todes erhalten. 

346. G. W. LiTTLEHALES, WiUiam Chauvenet and the United States 
Naval Academy. Proc. Nav. Inst 31 605, 8 S. 

Nach einer kurzen Erzählung des Entwicklungsganges William 
Chanvenets werden seine Verdienste um die Gründung der Naval Aca- 
demy, sowie die Erfolge seiner Lehrtätigkeit an dieser Unterrichtsanstalt 
besprochen. F. 

Siehe auch Ref. No. 251, 305, 320, 321. 



Nekrologe. 

347. Feux Aubbbach, Ernst Abbe. Nat. Woch. N. F. 4 129, 77« S. 

Sehr eingehende, mit dem Bildnis und Namenszuge Abbes ge- 
schmückte Lebensbeschreibung, die in gleicher Weise dem Wissenschaftler 
wie dem Menschen gerecht wird. 



348. Ernst Abbe. Ap. J. 21 379, 2 s. 

Ein mit dem bekannten Bildnis Abbes geschmückter Nekrolog, zu 
dem Herr S. Gzapski das Tatsachenmaterial geliefert hat. 

349. Otto Knopf, Ernst Abbe. Deutsche Math. Ver. 14 217, ISVs S. 
Sehr ausführlicher Nekrolog Abbes, der auch viele Einzelheiten 

enthält. Zuletzt wird der Plan, Abbe in Jena ein Denkmal zu setzen, 
warm befürwortet. Auch diesem Nekrolog ist genau das gleiche Bildnis 
Abbes wie dem vorstehend referierten beigegeben, hier nur noch mit 
deai Namenszug Abbes in Faksimiledruck versehen. 



350. Otto Knopf, Ernst Abbe. v. J. S. 40,198— 213. 

Lebensgang und Tätigkeit Abbes auf wissenschaftlichem, technischem 
und sozialem Gebiete werden eingehend geschildert. Das oben erwähnte 
Bildnis ist auch hier wiedergegeben. 



gg I.Teil: Allgemeines nnd Geschichtliches. 7, 1905. 

351. WiNKBLMANN, Eiüst Abbe. Rede, gehalten bei der von der 
Universität Jena veranstalteten Gedächtnisfeier am 2. Mai 190Ö. 
Jena, G. Fischer, 1905. 23 S., 8o. Ref.: Nat Woch. N. F. 4 591. 

Verf. hebt hier neben den wissenschaftlichen Leistungen auch die 
hohen Verdienste Abbes um die Universität Jena hervor. 



352. Ernst Abbe. Cent. Opt. Mecb. 26 41, 55, 2V4 S. ' 

Dieser mit einem Bilde des Verstorbenen geschmückte Nekrolog 
gedenkt vor allen Dingen der Leistungen Abbes in der theoretischen 
und praktischen Optik und der von ihm ins rieben gerufenen Zeiß- 
Stiftung. 

353. Professor Ernst Abbe. Engin. 7» 151. 

Kurze Würdigung der Verdienste Abbes um die theoretische und 
praktische Optik. 

354. Ernst Abbe. (Obituary.) j. B. A. A. 15 207. 
Gleichfalls kurzer Nachruf für Abbe. 



355. Otto Knopf, Todes-Anzeige. A.N. 167 190, 2 S. Ref.: Ath. No. 
4034, 1905 I 213. Sir. 88 91. 

Ausfuhrlicher Nekrolog für den am 23. Januar 1840 geborenen und 
am 14. Januar 1905 verstorbenen Gelehrten E. Abbe. Verf. versucht 
aber ebensowohl dem Menschen wie dem Gelehrten gerecht zu werden. 
Ein Porträt von Abbe in Heliogravür ist Wied. Ann. (4) 16 beigegeben. 
Dasselbe ist auch auf größerem Karton (29X43) von der Verlagsbuch- 
handlung Johann Ambrosins Barth (Leipzig) einzeln zu beziehen. 



356. Ernst Abbe f. D. Mech. Z. 1905 13, 25, 1 S. 

Kurzer Nachruf für Abbe, der zum Vorstand der Deutschen Gesell- 
schaft für Mechanik und Optik gehorte. An der zweiten Stelle wird über 
die Bestattung des Verstorbenen berichtet. 



351. H. Krüss, Nachruf auf Ernst Abbe, gehalten am 4. August 

1905 auf dem Deutschen Mechanikertage zu Kiel. D. Mech. Z. 
1905, 161—164. 

Begeisterter Nachruf auf den ebenso durch Wissen und Können wie 
durch seine Selbstlosigkeit hervorragenden Gelehrten und Menschen, auf 
den Jena ebenso stolz sein könne wie auf Schiller. A. B. 



358. 0. Henker, Ernst Abbe. d. Mech. Z. 1905 53, 6Va S. 

Ausfuhrlicher, mit großem Bild und Faksimile Abbes geschmückter 
Nekrolog, der besonders ausführlich der ZeiB-Stiftung in Jena als Haopt- 
lebenswerk des Verstorbenen neben den großen wissenschaftlichen Leistungen 
gedenkt. 



2. Kapitel : Geschichtliches. § 9. 89 

359. Ernst Wandbrsleb, Ernst Abbe f. Nachruf. Nat. Rund. 20 
193, 27, S. 

Sehr aasführlicher Nachruf, der dem deutschen Professor, dem Groß- 
indQstriellen und dem sossialen Reformator gilt. 



360. Ernst Abbe. Sir. 88 44, 8o. 

Kurze Lebensbeschreibung und Übersicht über Abbes Leistungen für 
die Wissenschaft, insbesondere durch die von ihm mitgegründete Karl 
ZeiB-Stiftung. A. B. 

361. M. VON Rohr, Ernst Carl Abbe. z. f. Instrk. 25 61, 8 S. 
Dieser sehr ausführliche und mit einem Bild und Faksimile Abbes 

geschmückte Nekrolog behandelt besonders eingehend die wissenschaft- 
lichen Leistungen des Verstorbenen und ganz speziell die auf dem Gebiete 
der praktischen Optik. 

362. S. CzAPSKl, Nachruf auf Ernst Abbe. Ber. Deutsch. Pbys. 
Ges. 8 89—131. 

In der Sitzung vom 3. März 1905 betrachtet Redner den verstorbenen 
Jeoenser Gelehrten als wissenschaftlichen Forscher, wobei er hauptsächlich 
nnd sehr eingehend dessen grundlegende Arbeiten auf dem Gebiete der 
technischen Optik, deren Reformator Abbe geworden ist, hervorhebt. Im 
Eingang schildert er Abbes Lebensgang und dessen allgemein wissen- 
schaftliche und speziell astronomische Tätigkeit, den SchluB bilden einige 
Bemerkungen über den Menschen Abbe und sein sozialpolitisches 
Wirken. A. B. 

363. Ernst Abbe f. z. f. Instrk. 25 1. 

Karzer Nachruf für den am 14. Januar 1905 verstorbenen Ernst 
Abbe, der dem Redaktionskuratorium der Z. f. Instrk. angehörte. 



354. Fblix Auerbach, Ernst Abbe f- Physik. Zeitsch. 6 65, iv, S. 
Aasführlicher Nekrolog für den am 23. Januar 1840 geborenen Ge- 
lehrten und Praktiker, der als Mensch, Wissenschaftler und auch als 
Sozialpolitiker gefeiert wird. 

365. Prof. Ernst Abbe. Forty Years Progress, 1866—1905. 
Nat. 71 301, IV* S. 

Nekrolog für den am 23. Januar 1840 in Eisenach geborenen Ernst 
Abbe; besonders wird die Tätigkeit des Verstorbenen seit seinem Eintritt 
in die Firma ZeiB im Jahre 1866 besprochen. 



366. KosTiNSKY, S., HeKpoaori> Bpe^HXHHa (Nekrolog Bredichina) 
[Nekrolog für Th. A. Bredichin]. r. a. G. 10 265, 3 S. (Russisch.) 



90 I. Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Verf. gibt karze Mitteilungen über das Leben und die wissenschaft- 
liche Tätigkeit des verstorbenen Akademikers. Iw. 



367. Obituary. — Ralph Copeland. Obs. 28472. Ref.: Athen. Nr. 4071, 
615. 

Lebensgeschichte des am 27. Okt. 1905 verstorbenen Direktors der 
Sternwarte Edinborg. Geboren 3. September 1837 bei Woodplumton, 
Lancashire, erzogen in der Burgerschule zu Kirkham, wanderte er schon 
1850 nach Anstralien aus, wo er als Schäfer und dann als Goldgräber 
arbeitete. Dabei wurde er zur Himmelsknnde hingezogen, kam 1 858 in 
die Heimat zurück und errichtete, während er in einer Lokomotivbaufabrik 
lernte, zusammen mit einigen anderen Angestellten ein kleines Observa- 
torium. 1 864 ging er nach Göttingen, um Astronomie zu studieren, nahm 
dann mit Borgen an der Deutschen Nordpolexpedition teil, wurde hierauf 
Assistent bei Lord Rosse, 1874—1876 Assistent zu Dunsink, war 1874 
und 1882 Mitglied von Vennsdurchgangsexpeditionen, wurde 1876 Direktor 
der Sternwarte des Eari of Grawford in Dunecht, von wo er 1889 als 
Direktor und königlicher Astronom für Schottland nach Edinburg berufen 
wurde. Hier hat er die Errichtung einer neuen Sternwarte durchgesetzt, 
auf der neben anderen Zweigen der Astronomie besonders die Spektro> 
skopie gepflegt wird. A. B. 

368. J. Halm, Obituary Notice. A. N. 170 29—32. 

Ausführliche Beschreibung der Lebensumstände und der astronomischen 
Tätigkeit Copelands. 

369. W. E. P. (Plummer), Dr. Ralph Copeland. Nat. 78 32. 

Lebensgeschichte und Haupttätigkeit Copelands, der auch drei Jahre 
lang die Zeitschrift Gopemicus herausgegeben hat. 



370. Th. Heath, Obituary Notice of the late Ralph Copeland. 
E. M. 82 472; J. B. A. A. 16 28. 

Kurze Inhaltsangabe einer vor der 6. Versammlung der „Astronomicai 
Institution of ' Edinburgh^ am 20. Dezember gehaltenen Gedenkrede auf 
Copeland. A. B. 

371. The Late Astronomer-Royal for Scotland. Publ. A. S. P. 17 204. 

Auszug aus einem Nachruf des „Scotsman^. A. B. 



372. Neurologie. Ciel et Terre 25 570, 600, 2Va S. Ref.: Cosmos N. S.52 139. 
Nachruf für den am 29. Januar 1905 in Lüttich verstorbenen früheren 
Direktor der Brüsseler Sternwarte F. Folie. An der zweiten Stelle ist 
eine der am Grabe Folies gehaltenen Reden abgedruckt. 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 9. 91 

373. C. LE Paigb, Necrologie. A. N. 167 319. Ref.: J. B. A. A. 16 249. 
Nachruf für den am 11. Dezember 1833 in Venloo geborenen and 
am 29. Jannar 1905 in Lnttich verstorbenen früheren Direktor der 
Sternwarte in Uccle FranQOis Jacques Philippe Folie. 



374. M. Dehalu, Necrologie. 6. s. B. A. 10 171. 

Leben and Wirken von F. Folie, der als Administrator der Lütticher 
Universität die Sternwarte zn Cointe nnd später, als Direktor der Stern- 
warte zu Brüssel, die neue Sternwarte zu Uccle errichtet hat. A. B. 



375. FBANgois Jacques Philippe Folie (1833—1905). Revue des 

questions scientifiques (3) 7, 698, 2 S. 8o. 
Nekrolog für den belgischen Astronomen. 



376. Disconrs prononces aux obseques de M. Paul Henry. B. A. 22 
97, 6 8. 

Wiedergabe der Trauerreden, die bei der Leichenfeier für Paul 
Henry gehalten worden sind. Es sprach Herr P. Pulse ox an Stelle 
des leidenden Direktors der Pariser Sternwarte, Herr Laussed at als 
PrSsident des Conseils der Pariser Sternwarte und Herr B. Bai 11 au d im 
Namen der Astronomen der Sternwarte in Toulouse wie überhaupt der 
Sternwarten in der Provinz. 

377. Necrologie. Paul Henry. B. S. A. F. 19 101. 

Kurzer Nekrolog für den seinem Bruder so bald gefolgten Pariser 
Astronomen. 

378. Todes-Änzeige. A. N. 167 223. 

Ganz kurzer Nekrolog für den am 4. Jannar 1905 am Schlagfluß 
verstorbenen Astronomen Paul Henry. 



379. M. Paul Henry. Nat 71 302. 

Nachruf an den verstorbenen Paul Henry der seiner und seines 
Braders Tätigkeit an der Pariser Sternwarte seit ihrem Eintritt im Jahre 
1864 in den Verband derselben gedenkt. 



380. Paul Henbt. Cosmos N. S. 52 27. 

Karzer die wissenschaftlichen Verdienste von Paul Henry besonders 
würdigender Nekrolog. 

381. 0. Callandbbaü, HeKpojiOFB üpocnepa AnpH (Nekrolog 
Prospera Ann). [Nekrolog für Prosper Henry.] R.A.G. 10 261, 

3 S. (Russisch.) 

Der Nekrolog für Prosper Henry, welcher von 0. Callandreau 
▼«faßt ist (siehe AJB 6 115), ist von Frau Loran ins Russische über- 
«ctzt. Iw. 



92 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

382. HeKpojiorB npeÄTe^encKaro (Nekrolog Predtetschenskago) 
[Nekrolog für E. A. Predtetschensky]. R. a. G. 10 264. (Russisch.) 

Der verstorbenen Liebhaber-Astronom war als Obersetzer der Werke 
von C. Flammarion bekannt. Außerdem hat er die Biographien 
von Kepler und Laplace und das Buch „Der Lieberhaber-Astronom" 
geschrieben. Iw. 

383. L. Malis, HeKpoaorB PH^aeBCKaro (Nekrolog Rydzewskago) 
[Nekrolog für A. A. Rydzewsky]. R. a. G. 10 268, 3 S. (Russisch.) 

Der verstorbene Liebhaber-Astronom hat auBer mehreren populären Ab- 
handlungen folgende Mitteilungen veröffentlicht: 1. Über die Änderung der 
nichtkanonischen Konstanten nebst einer Anwendung zur Theorie der 
Planeten (R. A. G. 6), 2. Sur quelques applications de Thodographe de 
Hamilton (B. A. 1898), 3. How to find the day of the week, on whicb 
any day of any year falls and also how to determine easter day for 
many years (Pop. Astr. 7 416), 4. Die Osterrechnung nach dem juliani- 
schen und gregorianischen Kalender (AJB 2 129). 



384. M. Nyb6n, Todes- Anzeige. A. N. 168 78, 17* S.: in englischer Über- 
setzung: Publ. A. S. P. 17 96, 3 S. Ref.: J. B. A. A'. 15 292. Ath. No. 
4045 1905 I 566; Nat. Woch. N. F. 4 413; Sir. 88 145—147. 

Nekrolog für den am 7. Mai 1819 in Dorpat geborenen und am 
14. April 1905 in Karlsruhe verstorbenen ehemaligen Direktor der 
Nikolai-Hauptsternwarte in Pulkowa Otto Wilhelm Struve. 



385. M. Nyr6n. Otto Wilhelm Struve. V. J. S. 40 286—303. 

Als dritter unter 18 Geschwistern am 7. Mai 1819 geboren, war 
0. Struve mit 15 Jahren Gymnasialabiturient; mit 20 Jahren hatte er 
sein Universitätsstudium beendet. 1839 wurde er Gehilfe an der neuen 
Sternwarte Pulkowa. Seine erste Arbeit war die Bestimmung der Pra- 
zessionskonstante und des Sonnenapex. Weiter beschäftigte er sich mit 
der Aufsuchung neuer Doppelsterne und mit Messungen alter und neuer 
Paare, deren Resultate er auf Grund von Messungen an künstlichen 
Doppelsternen wesentlich verbesserte. Dann verfaßte er Monographien 
über einzelne Objekte und eine Schrift über Keplers Verhältnis zu 
Wallen stein und gab den nördlichen Katalog WeiBe-Bessel heraus. 
1858 wurde er Verwalter und 1862 Direktor der Sternwarte Pulkowa, 
in welcher Stellung er bis 1889 verblieb. Er setzte die Beschaffung des 
neuen großen Refraktors durch und trat eifrig für astronomische Photo- 
graphie ein. Auch die Gründung der Sternwarte Tachkent wurde von 
ihm angeregt und gefördert. Endlich war Struve auch für die Kalender- 
reform tätig. A. B. 

386. A. A. Iwanow. HeKpoJiori> CTpyBe (Nekrolog Struve) 

[Nekrolog für 0. W. Struve]. Mit einem Portrait. R. A. G. 11 222, 

4 S., 80. (Russisch.) 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 9. 93 

Verf. berührt haaptsächiich die wissenschaftliche Tätigkeit von 0. W. 
StruYe. Iw. 

387. Otto Struve. Obs. 28 251, iVa s. 

Nekrolog für den im Rnhestand verstorbenen langiährigen Direktor der 
Nikolai-Hauptsternwarte in Pulkowa, der 1848 Associate der Royal 
Astronomical Society wurde und 1850 die goldene Medaille derselben 
erhielt. 

388. Dr. Otto von Stbuve. Nat. 72 61. 

Nekrolog für den verstorbenen früheren Direktor der Pulkowaer 
Sternwarte. £s wird daran erinnert, das 0. Struve vor 55 Jahren von 
der R. Astronomical Society die goldene Medaille für seine Arbeit über 
die Präzession und Sonnenbewegnng erhielt. 



389. F. Ristenpabt, Otto Wilhelm Struve (1819—1905). h. u. E. 17 
520, 6 S. 

In diesem mit einem großen Bilde Struves geschmückten Nekrolog 
gibt Verf. auch einen kurzen Überblick über die Begründung und Ent- 
wicklung der Nikolai-Hauptsternwarte in Pulkowa. 



390. Obituary. — Pietro Tacchini. Obs. 28 190. 

Nekrolog für den am 24. März 1905 verstorbenen italienischen 
Gelehrten, der seit 1883 Associate der Royal Astronomical Society war 
und 1888 die Rumford Medaille der Royal Society erhielt. 



391. R. Meldola, The late Prof. Tacchini. Nat. 71 583. 

Persönliche Erinnerung des Verf. an Prof. Tacchini von einer 
gemeinschaftlichen Finsternisexpedition im Jahre 1875 her. 

392. 6. LoRENZONi, Pietro Tacchini nei primordi della sua carriera 

astronomica a Padova, raccomandato da Gniseppe Bianchi 

a Giovanni Santini. Atti R. I. Veneto U I 89—96, 16. April 1905, 
Veneiia 1905. 

Zuerst werden zwei von Tacchini in Padua angestellte Beobachtungen 
(1858,1859) erwähnt, sowie einige Empfehlungschreiben ßianchis an 
Santini reproduziert. In einer Bemerkung sind noch fünf Aktenstücke 
aas Modena betr. Tacchini mitgeteilt A. B. 



. Prof. PiETfiO Tacchini. Nat. 71 564. 
Nekrolog für den im Alter von 67 Jahren am 24. März 1905 ver- 
dorbenen Professor Pietro Tacchini, dessen große Verdienste um die 
Erforschung der Sonne besonders hervorgehoben werden. 



94 I. Teil: Allgemeines und GeBchichtliches. 7, 1905. 

394. A. B. (Bbrbbrigh), Pietro TacchiDi f. Nachruf. Nat Rund. 20 
285. 

Kurzer Nekrolog für den hochverdienten italienischen Gelehrten, der 
sich nicht nur auf astronomischem, sondern auch auf meteorologischem 
und geophysikalischem Gebiete eifrig betätigt hat. 



395. P. ScHWAHN, Pietro Tacchini f. H. u. E. 17 427—430. 

Der Inhalt dieses das Leben und Wirken Tacchinis ausführlich 
schildernden Nachrufs ist der von M. Rajna in der Akademie zu Bologna 
gehaltenen Gedächtnisrede entnommen. . A. ß. 

396. EuA MiLLOSBViOH, Pietro Tacchini. A. N. 168 15. 

Nekrolog für den am 21. März 1838 in Modena geborenen und 
am 24. März 1905 in Spilamberto verstorbenen früheren Direktor der 
römischen königlichen Sternwarte Pietro Tacchini. 



397. E. MiLLOSEViCH, Pietro Tacchini. V. J. S. 40, 213—214. 

Kurze Darstellung des Lebens und der Leistangen Tacchinis. A.B. 



398. A. RiCGO, Pietro Tacchini. Mem. Spett lt. 84 85—86; Ap. J. tt 
1—4; Russ. Obersetz.: B. A. G. 11, 225—227. 

Lebensgeschichte, Tätigkeit, Veröffentlichungen, Gründung und Heraus- 
gabe der „Memorie degli Spettroscopisti Italiani^. Tafel 408 der Mem. 
Spett. It. enthält ein Bildnis Tacchinis. 



399. H. Macphekson, Pietro Tacchini. Pop. Astr. 18 306—308. 
Lebensgeschicbte und Aufzählung der Hauptarbeiten Tacchinis. 

A. B. 

400. Prof. T. R. Thal6n. Nat 72 403. 

Nekrolog für den am 27. Juli 1905 in Upsala verstorbenen Pro- 
fessor Tobias Robert Thalen, der sich durch seine spektroskopischcD 
Untersuchungen speziell über das Sonnen- und Eisenspektrum einen 
großen Namen gemacht hat. 

401. N. C. Dün6e. Tobias Robert Thalen. Ap. J. 22 341— 343. 
Thalen war am 28. Dezember 1827 in Köping, Schweden, als 

Sohn des Schulvorstandes und späteren Pastors in Fläckebo, Jacob 
Thal6n, geboren, besuchte das Gymnasium zu WestQräs, von 1849 bis 
1854 die Universität Upsala, wo er nach mehrjährigem Auslandaufent- 
halt Dozent und 1861 Adjunkt für Physik und Mechanik wurde. 1869 
wurde er Professor an der technischen Schule in Stockholm, 1870 kam 
er nach Upsala zurück, wo er 1874 die durch Angströms Tod erledigte 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 9. 95 

Professor för Physik erhielt, die er 1896 niederlegte. Verf. fahrt darauf 
eine Anzahl Ehren&mter an, die Thal^n innegehabt, nennt dann seine 
Hauptarbeiten ans dem Gebiete der Spektroskopie und schildert noch 
Thalens letzte durch Unglucksfölle verschiedener Art getrübten Lebens- 
jahre. Gestorben ist derselbe am 27. Juli 1905. A. B. 



402. E. Becker, Todes- Anzeige, a. N. 169 301—304. Ref.: Pop. Astr. 18 
523; Sir. 88 283; Nat. 78 (33) 57; Publ. A. S. P. 17 204; Ath. Nr. 4071, 615; 
J. ß. A* A. Iv 28. 

Nach einer kurzen Schilderung des Lebenslaufes des am 3. Oktober 1905 
Terschiedenen Strafiburger Astronomen Prof. W. Wislicenus berichtet 
Verf. über dessen Tätigkeit als Beobachter, als Universitätslehrer, als 
Verfasser „wertvoller und durch lichtvolle Darstellung ausgezeichneter 
Publikationen^, die im einzelnen genannt werden nnd endlich als ver- 
dienstvollen und selbstlosen Begründer des Astron. Jahresberichts, eines 
Werkes, „das in systematischer Anlage und Gliederung des Stoffes, in 
prägnanter Kürze im einzelnen und Vollständigkeit im ganzen gleich 
bewnnderungswert ist*'. A. B. 

4C0. F. (Frost), W. F. Wislicenus. Ap. J. 22 345. 

Verf. gibt zuerst einen kurzen Überblick über die Tätigkeit und 
Veröffentlichungen von Wislicenus und spricht dann sein Bedauern 
ans, daß W. nicht in eine Stellung als praktischer Beobachter auf dem 
Gebiete der Astrophysik gelangt ist, wofür er stets grofies Interesse 
gehegt habe. Er erwähnt als besonders wertvoll W.s „Chronologie^, 
seine Artikel in Valentiners ^Handwörterbuch^ und als eine grofie 
Tat die Begründung des „Astron. Jahresberichts^. „Er war eine liebens- 
würdige Persönlichkeit und in seiner ruhigen Art ein schönes Bild des 
Ehrenmannes und Lehrers." A. B. 

404. Obituary. M. N. 65 333— 349. 

Nekrologe für 23 zumeist im Berichtsjahre 1904 verstorbene Mit- 
glieder der Royal Astr. Society. 1. William Anderson, eifriger 
Beobachter des Zodiakallichts (7. IL 1870—28. III. 1904). 2. John 
Mackenzie Bacon, Physiker und Aeronaut (19. VL 1846— 26.XIL 1904). 
3. Regln ald Bushell, Direktor der Liverpooler Hochbahn und der 
SeeTersicherungsgesellschaft, Turmuhrmacher etc. (18. VIII. 1842 — 11. XI. 
1904). 4. Edward CroBIey, erbaute sich eine Sternwarte zu Halifax, 
beobachtete Doppelsterne und Planeten, schenkte der Licksternwarte den 
3foB. Commonschen Reflektor („Croßley-Reflector''; 1841— 21. L 1905). 
5. R. P. Davies, Geistlicher und Privatastronom (1823—1904). 6. 
John Horsley Haslam, beredter Prediger und Privatastronom (25. XII. 
1850 — 27. VIIL 1904). 7. Andrew Henderson, Geistlicher, tat viel 
für Schulen, hielt astron. Vorträge (4. L 1825—29. X. 1904). 8. Charles 
Horsley, Techniker und Verwaltungsbeamter (30. V. 1829—9. IV. 1904). 



96 J* Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

9. Frank McGlean^ Ingenieur und Elektrotechniker, begann 1875 Unter- 
suchungen von Sternspektren und des Sonnenspektrams, die zuletzt zur 
Entdeckung von Sauerstoff bei ß Crucis führten, machte sich auch durch 
seine Freigebigkeit für wissenschaftliche Zwecke verdient (1837 — 1904). 

10. William Grant Mac Gregor, Kaufmann (1838— 21. XII. 1903). 

11. Hauptmann William Noble, erst Offizier, dann Friedensrichter etc., 
hat auf seiner Privatsternwarte sehr fleißig beobachtet, Mitglied der 
R. A. S. seit 1855, Mitbegründer der Brit. Astr. Association (1828 — 9. 
VII. 1904). 12. Admiral Sir Erasmus Ommanney, einer der Franklin- 
sucher, machte wichtige Forschungen im Polargebiete (22. V. 1814 — 21. 
XII. 1904). 13. William Montgomery Pierson in San Francisco, 
Rechtsanwalt und Amateurastronom (1842 — XI. 1904). 14. Eyre 
Burton Powell, lange in Madras tätig, beobachtete Doppelsterne, Ver- 
änderliche (ji Argus), lieferte mehrere Bahnbestimmungen von a Genta uri, 
Mitglied der R. A. S. seit I. 1854 (1819— 10. XI. 1904). 15. Isaac 
Roberts, berühmt durch seine Reflektoraufnahmen von Nebelflecken 
(27. I. 1829—17. Vil. 1904). 16. Maurice Allen Smelt, Geistlicher, 
seit 1861 Mitglied der R. A. S. (1821—6. XII. 1904). 17. John 
Steele, Kaufmann, Assessor beim Handelsgericht, Mitbegründer einer 
Marineschule (1819—19. IV. 1904). 18. Sir Henry Thompson, an- 
fänglich im Handelsgeschäft tätig, studierte später Medizin, wurde ein 
berühmter Arzt und Operateur, Prof. der Chirurgie, wissenschaftlicher und 
belletristischer Schriftsteller, Vorkämpfer für I^eichenverbrennung, errichtete 
sich eine Privatsternwarte besonders für Spektroskopie und Photographie 
(6. VIII. 1820—1904). 19. Theodor Alexandrovitch Bredichin, 
der berühmte russische Astronom (1831 — 14. V. 1904). 20. Paul 
Henry, berühmter Astronom und Konstrukteur von Fernrobren in Paris 
(21. VIII. 1848—4. I. 1905). 21. Walter John Bruce Richards, 
hervorragender kath. Geistlicher, Diüzesaninspektor, eifriger Mondbeobachter. 
Außerdem enthält die Totenliste noch die Namen Charles Evans und 
George E. Lumsden. A. B. 

405. Sir William Huggins, Nachruf auf Isaac Roberts und auf 
Maclean in der Jahresversammlung der Royal Society. Proc. 
Roy. See. A. 70 6, 7. _ _ _ 

406. Mr. William Alvord. Publ. A. S. P. 17 37. 

Nekrolog für den am 21. Dezember 1904 in San Frauzisko ver- 
storbenen Bankier W. Alvord, der von Anfang an zu den Mitgliedern 
der A. S. P. gehörte und derselben vielfach Geldmittel zuflieBen ließ. 



407. Edward Crossley. Publ. A. S. P. 17 64, 78. 

Kurze Notizen aber die astronomischen Verdienste des am 21. Januar 
1905 in Halifax, England, verstorbenen £. Crossley speziell für die 
Pflege der Astronomie in Amerika. 



2. Kapitel: Geschichtliches. §9. 97 

408. W. T. Lynn, Richard Dunthorne. 068.28 215, 17, S. 

Verf. gibt einen kurzen Lebensabriß dieses englischen Gelehrten, der 
1711 — 1775 lebte und sich durch eine ganze Reihe astronomischer 
Arbeiten bekannt machte. In Poggendorffs ^Biographisch-literarischen 
Handwörterbuch^ wird fälschlicherweise angegeben, daß er Geistlicher 
gewesen sei. 

409. Dr. Frank McClean. Publ. A. S. P. 10 272. 

Kurzer ans dem London Standard abgedruckter Nekrolog für den 
am 8. NoTember 1904 verstorbenen Amateurastronomen und astronomi- 
schen Mäcen. 

410. H. H. Tubner, Obituary. a. N. 167 63, 1 S. 

Verf. gibt ein Lebensbild des 1837 geborenen und am 8. November 
1905 verstorbenen Frank McClean, der ursprünglich Ingenienr, sich 
spater der Astronomie zuwandte und durch seine spektroskopischen Unter- 
sochongeD am Himmel sich einen Namen machte. Außerdem machte er 
erhebliche Geldschenkungen zu astronomischen Zwecken. 



411. John Dansken. F. S. L, F. R. A. S., J. P. — J. B. A. A. 16 65. 

Am 1. November 1905 starb J. Dansken, geboren 1836 in Glas- 
gow, später daselbst Geometer, Mitglied des Geometerinstituts, zuletzt 
Friedensrichter in einem Bezirk von Lanarkshire. Auf seinem Besitztum 
in Partickhill hatte er sich eine Privatstemwarte mit 13-z511. Reflektor 
und verschiedenen kleineren Instrumenten errichtet. In einem besonderen 
GebSnde ist ein für Napoleon I. konstruiertes Altazimut mit 3-zoll. Fem- 
rohr untergebracht, dessen Kreise sehr genau geteilt sind. Auch eine 
reiche astronomische Bfichersammlung besaß Dansken. Derselbe war 
zweimal Präsident des Westschottischen Zweiges der Brit. Astr. Asso- 
ciation. A. B. 

412. The Laie Captain Noble, F. R. A. S. Our Memorial Brass. 
E. M. 81 282. 

Abbildung nnd Beschreibung der von Lesern der £. M. an der 
Natley Kirche (Sussex) angebrachten metallenen Gedenktafel für den ver- 
storbenen Amatenrastronomen W. Noble. 



413. The Late Captain William Noble, j. B. A. A. 16 228. 

Kurze Selbstbiographie, die in Nobles hinterlassenen Papieren vor- 
gefunden wurde und sowohl Familienverhältnisse wie die ersten astrono- 
mischen Beobachtungen näher darlegt A. B. 



414. William Montgomery Pierson. Publ. A. S. P. 16 276, IV4 S. 
J. R A. A. 16 207. 



Astronom. JahrestMricbt 190S. 



98 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Nekrologe für den am 4. September 1904 in San Francisco ver- 
storbenen Rechtsanwalt W. M. Pierson, der ein fliitbegründer and zeit- 
weiliger Präsident der A. S. P. war and darch Geldspenden amerikanische 
Sternwarten und Finsternisexpeditionen unterstutzte. 



415. Obituary. Obs. 28 225. 

Kurzer Nekrolog für Lord Grimtborpe, früher Sir Edmund 
Beckett, der am 12. Mai 1816 geboren ist. £r schrieb mehrere Bücher 
und Schriften über astronomische Materien, besonders Uhren. 



416. Admiral Ommaoney f. Globus 87 99. 

Kurzer Nekrolog für den Verstorbenen, der diesen hauptsächlich 
wegen seiner Entdeckungsreisen feiert (siehe AJB 6 106). 



417. Obituary. Obs. 28 68, 1 S. 

Kurze Nekrologe für Admiral Erasmus Ommanney, der am 
22. Mai 1814 geboren und am 21. Dezember 1904 gestorben ist und 
sich mehrfach astronomisch betätigte, und für Reverend J. M. Bacon, 
der 1846 geboren und am Weihnachtsabend 1904 gestorben ist und sich 
besonders an Finsternisbeobachtungen beteiligte. Beide Verstorbenen 
waren Mitglieder der Royal Astronomical Society. 



418. The Late Rev. J. M. Bacon. Know. N. S. 2 31. 
Kurze Lebensbeschreibung nebst Bildnis. 



419. lo Memoriam. The Rev. J. M. Bacon. j. B. A. A. 15 128. 

Kurzer Nachruf mit biographischen Notizen und Schilderung der 
Tätigkeit des Verstorbenen. 

420. Sir Robert Ball. Obs. 28 226. 

Kurze biographische Skizze über den Professor für Geometrie und 
Astronomie in Cambridge Sir Robert Stawell Ball. 



421. Necrologie. Le R. P. Bertelli. Cosmos N. S. 52 196. 

Nekrolog mit Bildnis des 1826 in Bologna geborenen und am 
6. Februar 1905 in Florenz gestorbenen Barnabiten Timotheus Bertelli, 
der sich hauptsächlich mit meteorologischen, aber auch mit astronomischen 
Untersuchungen befaßt hat. 

422. Obituary. Obs. 28 328. 

Nekrolog für den am 29. Juni 1905 verstorbenen und besonders 
in Sternschnuppenbeobachtungen sich betätigenden Amateurastronom W. R. 
Besley (Nachruf auch J. B. A. A. 16 376). Auch ein anderer Amateur- 



2. Kapitel : Geschichtliches. § d. 99 

astronom G. C. Bompas ist im Jani 1905 gestorben. Beide Genannten 
waren Mitglieder der R. Astronomical Society. 



423. Obitaary. Obs. 88 394. 

Am 29. September 1905 starb in Kapstadt, wohin er sich zur 
Teilnahme an der Versammlong der Brit. Astr. Association begeben hatte, 
der Rear-Admiral Sir W. Wharton, geboren 2. März 1843. Er hat 
viele Vermessangsarbeiten, namentlich am Eingang zum Schwarzen Meer 
Qod an der afrikanischen Ostkaste ausgeführt, hat n. a. auch Kapitfin 
Cooks Journal von seiner ersten Weltumsegelung 1768 — 1771 heraus- 
gegeben. A. B. 

424. Obitaary. Obs. 28 428. 

Der erste Nachruf gilt dem Vikar von Melplash, Bridport, Dorset- 
shire, Samuel JenkinsJohnson, der viel beobachtete und fleißig Vor- 
SQsberechnungen ungewöhnlicher Erscheinungen ausführte (14. März 1845 
bis 9. Oktober 1905). (Nachruf auch J. B. A. A. 16 28). — Dann 
folgt die Todesnachricht und ein kurzer AbriB des Lebens und Wirkens 
von W. F. Wislicenns, dem Begründer des Astr. Jahresberichts. — 
Drittens wird der Tod von Ralph Copeland (27. Okt.) angezeigt. 

A. B 

425. Obituary. Obs. 28 110, 1»/, S. 

Drei kurze Nekrologe für die im Januar 1905 verstorbenen Astro- 
nomen Paal Henry, Edward Crossley und Ernst Abbe. 



426. H. PoiNCABä, Notice sur la vie et les Oeuvres d' Alfred Cornu. 
Journal de F^cole Polytechnique (2) 10 143, 33 S. 

Den weitaus größten Teil dieses Nekrologs — nämlich 20 Seiten 
— nimmt eine sehr ausführliche Aufzählung der Arbeiten Cornus ein. 
Dieselben sind in gesondert erschienene Werke und Arbeiten, die in Zeit- 
schriften abgedruckt wurden, gegliedert. In dieser letzteren Abteilung 
sind die Arbeiten wieder nach den verschiedenen Zeitschriften in Unter- 
abteilungen gegliedert und in diesen wieder chronologisch geordnet. 



427. Feraud. B. A. 22 103, 1 S. 

Nachruf für den ganz plötzlich verstorbenen noch jungen Astro- 
nomen an der Sternwarte in Bordeaux Adrien Feraud. 



428. Todesanzeigen nnd Nekrologe. 

Nat Rund. 20 52; Weltall 5 158. Prof. Ernst Abbe in Jena 
and der Astronom Paul Henry in Paris sind gestorben. 

Ath. No. 4031, 1906 1 116: Herr E. Crossley ist am 21. Januar 
1905 gestorben. 

7* 



100 I.Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

Nat. Rund. 20 19G: Der Direktor der Sternwarte des Collegio 
Romano Pietro Tacchini ist gestorben. 

Physik. Zeitschr. 6 296: In Karlsruhe ist Otto Struve im Alter 
von 86 Jahren gestorben. 

Ath. No. 4061 1905 H 281: Prof. T. R. Thalen ist im Alter 
von 78 Jahren in Upsala gestorben. 

Pop. Astr. 13 572. Nat. Rund. 20 596: R. Copeland, gestorben 
27. Oktober 1905. 

Nat. Rund. 20 556: W. Wislicenus, gestorben 3. Oktober 1905. 

Know. N. S. 2 37: Todesanzeige von Mr. Crossley. 

Belg. Bull. 1905 56: Todesanzeige von F. Folie. 

V. J. S. 40 1: F. Folies und P. Tacchinis Tod angezeigt. 



Siehe auch Ref, No. 74, 76, 108, 110. 



Biographien lebender Astronomen. 
429. Hector Macpherson, jun., Astronomers of To-day and their 

Work. London und Edinburgh, üall & Inglis (1905). 272 S., gr. S®. 
Ref.: E. M. 81 174; Obs. 28 326; Pop. Astr. 18 284—286; Know. N. S. 2 
232. J. B. A. A. 15 343. 

Das Buch enthält Biographien von 32 meist noch lebenden Astro- 
nomen der verschiedenen Länder nebst Angabe ihrer wissenschafüichen 
Entdeckungen ond Untersuchungen und unter Beifügung ihrer Portraits 
für 27 derselben. Die Reihenfolge ist eine chronologische. Die erwähnten 
Astronomen verteilen sich ihrer Nationalität nach wie folgt: England 10, 
Nordamerika 9, Deutschland 4, Italien 3, Frankreich und Rußland je 2, 
Schweden und Holland je 1. 



430. Personalootizen. 

Nat. Rund. 20 52: HeiT A. Auwers ist zum Ehrenmitglied der 
Petersburger Akademie ernannt; Herr Deslandres zum korrespondie- 
renden Mitglied des Boreau des Longitudes. 

Nat. Rund. 20 80: Herr Janssen ist zum korrespondierenden 
Mitgliede der Petersburger Akademie erwählt. 

Ath. No. 4033 1906 I 183: Professor Lewis Boss hat von der 
R. Astronomical Society die goldene Medaille erhalten. 

Nat. Rund. 20 132: Herr Esclangon ist zum Astronome adjoint 
der Sternwarte in Bordeaux ernannt. 

Nat. Rund. 20 168: Gebeimrat A. Auwers ist zum Kanzler der 
Friedensklasse des Ordens pour le merite ernannt. 

Science N. S. 21 357: Die R. Astronomical Society hat die bronzene 
Jackson-Gwilt-Medaille Herrn John Tebbutt verliehen. 

Science N. S. 21 357: Herr Walter E. Maunder ist aus der 
Mitarbeiterschaft d^r-'Know. smsgetreten. 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 9. 101 

Nat. RuDd. 20 184: Herr E. 0. Lovett ist als Nachfolger von 
C. A. Yoang zam Professor der Astronomie an der Princeton University 
ernannt. 

Science N. S. 21 477: Die Camegie-Institntion hat für die Einrieb- 
tong eines Sonnenobservatoriams unter der Leitung von 6. E. Haie auf 
dem Mount Wilson 1 50 000 Dollar gespendet, doch durfte die erste Ein- 
richtung etwa das Doppelte kosten. — Prof. F. L. 0. Wadsworth hat 
die Leitung der AUegheny-Sternwarte niedergelegt, weil die Mittel zur 
Weiterführung des Unternehmens fehlen. 

Science N. S. 51 556: Herr Dr. Frank Schlesinger ist zum Nach- 
folger von Prof. Wadsworth in der Direktorstelle der AUegheny-Stern- 
warte ernannt. 

Nat. Rand. 20 236: Es sind Dr. J. Riem am Berliner Recheninstitut, 
Dr. H. Ludendorff am Astrophysikalischen Observatorium in Potsdam 
zu staadigen Mitarbeitern ernannt. 

Pulk. Mitt. No. 3, 1 40: Die Petersburger Akademie hat Herrn 
G. W. Hill den Schubertpreis zuerkannt und eine russische Abteilung 
der internationalen Sonnenkommission unter Vorsitz des Herrn Belo- 
polsky ernannt. 

Science N. S. 21 666: Prof. E. B. Frost ist zum Direktor der 
Yerkes-Stemwarte an Stelle von Prof. G. E. Haie ernannt, der die Leitung 
der neu zu bauenden Sonnenwarte auf dem Mount Wilson übernimmt. 

Science N. S. 21 717: Dr. Ralph H. Curtiss ist vom 1. Juni 
1905 ab zum Assistant Astronomer an der AUegheny-Sternwarte ernannt 
worden. Prof. S. L Bailey ist von der Arequipastation der Harvard- 
Sternwarte an letztere zurückgekehrt. 

Nat. Rund. 20 312: Herr W. J. Hussey ist zum Nachfolger von 
Prof. Asaph Hall als Direktor der Detroit-Sternwarte der Universität 
Michigan ernannt (A. N. 170 31)* 

A. N. 168 354: Die Hamburger Sternwarte sendet die Herren 
R. Schorr und SchwaBmann zur Beobachtung der Sonnenfinsternis 
am 30. August 1905 nach Algerien. Herr 0. Knopf aus Jena wird sich 
der Expedition anschließen. 

Science N. S. 21 966: Herr Ch. A. Young ist von der Princeton- 
Uniyersitat zum Doktor der Rechte gemacht. 

Pub!. A. S. P. 17 55: Den Herren M. Giacobini und A. Borrelly 
ist das 48. bez. 49. Exemplar der Donohoe Kometenmedaille von der 
A. S. P. verliehen worden. 

Ath. No. 4054, 1906 II 55: Prof. G. H. Darwin hat von der 
Universität Oxford den Grad Doctor of Science honoris causae erhalten. 

Science N. S. 21 998: Prof. W. W. Campbell hat von der Tni- 
versity of Michigan den Grad eines Doctor of science erhalten. 

Science N. S. 22 29: Prof. G. E. Haie hat von der Yale-Üniversitat 
^en Grad eines Doctor of science erhalten. 

Nat. Rund. 20 404: Herr Dr. A. Westphal am geodätischen 
Institut in Potsdam ist mit dem Titel Geh. Regierungsrat in den Ruhe- 
rt*Dd getreten. 



102 I. Teil: Allgemeines und Geschichtliches. 7, 1905. 

. Nat. Rand. 20 468: Die Herren 0. H. Darwin, David Gill, 
0. Backland and J. G. Kapteyn sind von der Universität Kapstadt za 
Ehrendoktoren ernannt 

Publ. A. S. P. 17 108: Herr C. D. Perrine ist zum ^ Astronomer** 
an der Lick-Sternwarte ernannt and hat vom Santa Glara-Goilege den 
Ehrendoktortitel erhalten. 

Nat. Rund. 20 492: Prof. Fr. M. Berwerth ist zum korrespon- 
dierenden Mitglied der Wiener Akademie und Prof. Dr. K. Schwarz- 
schild zum ordentlichen Mitglied der Kgl. Gesellschaft der Wissenschaften 
in Göttingen ernannt worden. 

Nat. Rund. 20 572: Observator der Sternwarte Königsberg Dr. Fritz 
Cohn ist zum auBerordentlichen Professor ernannt worden. 

Nat. Rund. 20 596: Der Leiter der optischen Werkstätte Carl Zeiß 
in Jena Dr. Siegfried Czapski ist zum Professor ernannt worden. 

Nat. Rand. 20 608: Die Royal Society in London hat dem Prof. 
J. H. Poynting für seine Untersachungen aber die Schwerekonstante, 
Strahlung usw. eine königliche Medaille verliehen. 

Nat. Rund. 20 636: Die französische astronomische Gesellschaft hat 
ihre Janssen-Medaille Prof. P. Low eil für seine Marsforschungen zu- 
erteilt. 

£. M. 82 402: F. W. Dyson, Ghief-Assistant zu Greenwich, wurde 
zum Astronomer Royal von Schottland und Direktor der Sternwarte 
Edinbarg ernannt. (J. B. A. A. 16 73; Obs. 28 475; A. N. 170 31; Nat. 
Rand. 20 660.) 

Nat. Rand. 20 648: Prof. S. Günther, München, ist zum ordent- 
lichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften daselbst ernannt worden. 

Nat. Rand. 20 648: Privatdozent Dr. Martin Ernst ist zam auBer- 
ord. Prof. der Astronomie an der Universität Lemberg ernannt worden. 



431. PreisverteiluDg in der Pariser Akademie, c. R. 141 1071—1077. 
Ret : Nat. 73 233. 

Von der Pariser Akademie warde aus der Pierre Gazman-Stiftung 
ein Preis von 12 000Frs. Perrotin zuerteilt, weiland korrespondierendes 
Mitglied der Akademie, für die Gesamtheit seiner astronomischen Arbeiten, 
der Lalandepreis an W. H. Pickering für die Entdeckung der Phoebe, 
der Valz preis an Giacobini für seine Kometenentdeckangen, der Ponte- 
c oul an t preis an J. C. Kapteyn für seine stellarastronomischen Arbeiten, 
der D am oiseaa preis sowie ein Preis aus der Guzmanstiftung an 
Fabry und Fayet für die eingesandten Arbeiten über hyperbolische 
Kometenbahnen, endlich die Janssenmedaille an G. Mi 11 och au. 



432. IIpHcy^KAeHie npemfi (Prissushdenije premij) [Das elfte 
Preisausschreiben des Kaisers Nicolai Alexandrowitsch]. R. A. G. 11 

73, 16 S., 80. (Russisch.) 

Die Preise des Kaisers Nikolai Alexandrowitsch sind zugesprochen: 
1. Prof. W. K. Ceraski, für seine Arbeit über den Sternhaufen im Stern- 
bild Coma Berenices, 2. Fräalein M. W. Shilow für ihre Arbeiten über 



2. Kapitel: Geschichtliches. § 9. 103 

die kleineQ Planeten Doris, Protogeneia nnd Philomela and 3. K. D. Po- 
krowsky für seine Arbeit ^Entstehung der periodischen Kometen." Iw. 



Briefwechsel. 



433. 6. Cantob, Ein Brief von Carl Weierstraß über das Dreikörper- 
problem. Palermo, Gircolo matem., Rendiconti 19 305, 3S. 
Wiedergabe eines vom 26. Dezember 1891 datierten Briefes von 
C. Weierstraß, in welchem er sich mit dem Dreikörperproblem beschäftigt. 



433a. F. R. Fbiis, Tychonis Brahei et ad eum doctorum virorum 
Epistolae ex anno 1588 et sequentibus annis nunc primum collectae et 
editae. Fase. V et VI. Hauniae. Typis excudit Graebe. Seiten 129—192. 40. 
Fase. IV, Seiten 97—128, Hauniae 1903. Fase. I— III siehe AJB5, 123. 

Die Briefe der Gelehrten der Renaissance erweisen sich oft als voll- 
kommene Abhandlungen, weshalb die Ausgabe solcher Briefe nnd Brief- 
wechsel wohlbegründet ist. Schon Tyge Brahe selbst hat 1596 seinen 
Briefwechsel mit dem Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen nnd dessen 
Hofastronom Christofer Rothmann gedruckt. Verf. hat durch grundliche 
Archiv- und Quellenstudien, die sich durch mehrere Dezennien erstrecken, 
den Briefwechsel Tyge Brahes nnd einer ganzen Reihe von anderen großen 
Gelehrten so vollständig wie möglich gesammelt und nach nnd nach zum 
Drucke befordert. Die Sammlung ist noch nicht abgeschlossen. Bu. 



434. Betty Tbieb, Sayings of Gauß and Bessel. Pop. Astr. 18 
231—235. 

Obersetzung ausgewählter Stellen aus „Briefwechsel zwischen Gaufi 
and Bessel,^ Leipzig 1880, über den zweifelhaften Wert eines über- 
flüssigen Instrumenten Vorrats auf einer Sternwarte, über die Beziehungen 
zwischen Theorie und Praxis, über Bradleys Beobachtungskunst, über 
den Wert der Zirkumpolarsterne für Bestimmung astronomischen Kon- 
stanten n. a. A. B. 

435. F. S. Abchenhold, Ein unbekannter Brief von Gauß an Haupt- 
mann G. W. Muller. Weltall 23. 

Der dem „Astronomischen Museum^ der Treptowsternwarte geschenkte 
Brief ist vom 2. Dezember 1827 datiert und betrifft auBer persönlichen 
Angelegenheiten die Frage weiterer Ausdehnung von Gradmessungsarbeiten 
zur Vervollkommnung der Landesgeographie, sowie das Gerücht, Mifi 
Caroline Herschel (damals 77 Jahre alt) wolle nach Dorpat über- 
siedeln um mit dem neuen 9 zoll. Fraunhoferschen Refraktor beobachten 
M können. A. B. 

Siehe auch Ref. No. 339. 



104 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Zweiter Teil. 

Astronomie. 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. 

§ 10. 
Lehrbücher und Schriften allgemeineren Inhalts. 

Lehrbücher. 

436. Wilhelm Foersteb, Astrometrie oder die Lehre von der Orts- 
bestimmUDg im Himmelsraume zugleich als Grandlage aller Zeit- 
und Raammessang. Erstes Heft. DieSphärik und die Koordinaten- 
systeme, sowie die Bezeichnungen und die sphärischen Koordinaten- 

messangen. Berlin, Georg Reimer, 1905. 160 S., 80. Ref.: Petermanns 
Mitt.51Lit82. A.N.ie931; B.A.22304; Physik. Zeitsch. «522; Ap. J.22 283. 

Verf. teilt das Gesammtgebiet der Himmelskunde in Astrometrie^ 
Astromechanik und Astrophysik ein. Die Astrometrie als die Lehre von 
den MaBbestimmangen umfaßt ungeföhr das, was man früher als 
„sphärische Astronomie^ bezeichnete und bildet die Grundlage für die 
Astromechanik (Mecanique Celeste), welche die Theorien von den makro- 
kosmischen Bewegungserscheinungen am Himmel behandelt. Die Astro- 
physik enthält Teile der früheren „physischen^ Astronomie, dann aber 
besonders die durch die Anwendung der Physik auf die Astronomie nea 
entstandenen Forschungsgebiete und endlich die mikrokosmischen Be- 
wegungserscheinungen. Verf. will nun in einer zwanglosen Folge von 
Heften die Astrometrie als das Fundament der Lehre von der Zeit- und 
Raummessung behandeln und zwar nicht bloB allein für Astronomen, 
sondern für Vertreter aller naturwissenschaftlich-mathematischen Fächer. 
Der Inhalt des vorliegendes Heftes zerfallt in drei Abschnitte, welche die 
Sphärik (15 Seiten), die Koordinatensysteme und die Bezeichnungen 
(57) Seiten) und die sphärischen Koordinatenmessungen (120 Seiten) 
behandeln. Diese drei Abschnitte sind nicht wieder in besondere Unter- 
abteilungen gegliedert, sondern es ist durch kurze Randbemerkungen auf 
die natürlich sich ergebenden Abschnitte im fortlaufenden Texte hinge- 
wiesen. 

437. Chr. Schmehl, Die Elemente der sphärische Astronomie und 

der mathematischen Geographie. Nebst einer Sammlung gelöster 
und ungelöster Aufgaben mit den Resultaten der ungelösten Aufgaben. 
Zum Gebrauche an höheren Lehranstalten und zum Selbststudium. Gießen, 
Emil Roth, 1905. Vlll-hUO S., 8«. Ref.: Nat. Woch. N. F. 4 685. 

Verf. behandelt hier die sphärische Astronomie eigentlich nur zu 
dem Zweck, um den Unterricht in der sphärischen Trigonometrie zu be- 
leben, daher behandelt er auch im ersten Abschnitt des Buches die 
Grundlehren der sphärischen Trigonometrie, aber ohne sie abzuleiten. 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 10. 105 

Der zweite Abschnitt enthält die Erklärungen über die Himmelskugel, 
soweit sie sich auf das System des Horizonts und des Äquators beziehen, 
und der dritte Abschnitt bringt die dazu notigen Aufgaben. Der vierte 
und fünfte Abschnitt geben die Erklärungen über die Ekliptik und das 
astronomische Dreieck nebst den darauf bezüglichen Aufgaben, Der 
sechste Abschnitt umfaBt Angaben über die Stemzeit, der siebente die 
bei der Erdkugel vorkommenden Begriffe und Erklärungen und der achte 
Abschnitt die hierzu gehörigen* Aufgaben. Im ganzen enthält das Büch- 
lein 300 Aufgaben und 52 in den Text eingestreute Figuren. 



438. C. W. WiBTZ, Geographische Ortsbestimmung. Nautische 
Astronomie. Encykl. d. math. Wiss. 62, Heft 1, 80—159, 80. 
Der Verf. beginnt mit einer Literaturübersicht und den Definitionen 
der für die geographische Ortsbestimmung in Betracht kommenden Größen. 
Dann behandelt er die Methoden der Zeitbestimmung durch (einzelne, 
korrespondierende, gleiche oder ungleiche) Höhen, durch Azimute, (Meridian, 
V'^ertikal des Polarsterns u. a.). Eine groBe Anzahl von Methoden der Polhöhen- 
ermittelung wird erklärt, insbesondere die Horrebow-Talcottsche Methode 
ond die der Durchgänge durch den ersten Vertikal. Hier werden auch 
die pbotographischen Methoden der Ortsbestimmung erwähnt und einige 
dafür konstruierte Apparate beschrieben. Die Längenbestimmung mittels 
Erscheinungen am Himmel oder künstlicher Signale, durch Zeitübertragung 
mittels Chronometern oder der Telegraphie und mit Hilfe von Mondbeob- 
achtungen wird sehr ausführlich behandelt, am ausführlichsten die Methode 
der Monddistanzen. Endlich werden noch kurz die Azimutbestimmungen 
erörtert In der „Nautischen Astronomie^ werden Kimmtiefe und ihre 
Bestimmung, die Methode der Standlinien, Merkatorfunktion und die Ver- 
wendung von Tafeln überhaupt besprochen. Auch der Ortsbestimmung 
im Ballon wird gedacht. Ein Anhang enthält die sphärischen Grund- 
formeln der geographischen Ortsbestimmung. Zahlreiche Literaturnachweise 
begleiten und beschlieBen den Text. A. B. 



439. E. Gelcicu, Die astronomische Bestimmung der geographischen 
Koordinaten. Ref.: H. u. E. 17 431. 
Ober das Original (Wien 1904) siehe AJB 5 125. 



440. F. CoHN, Reduktion der astronomischen Beobachtungen. 
(Sphärische Astronomie im engeren Sinne.) Encykl. d. math. Wiss. 62, 
Heft 1, 16—79, 80. 

Der Inhalt ist nach der vom Verf. gegebenen Übersicht wie folgt 
angeordnet. 1. Die Aufgabe der sphärischen Astronomie ist die vor- 
bereitende Verarbeitung der aus den Beobachtungen direkt erhaltenen 
Daten. 2. Definition der üblichen Koordinatensysteme und der Zeit. 
3. Prinzip der Messung der äquatorealen Koordinaten und der Zeit 
(Metidiaobeobachtangen). 4. Fundamentalbeobachtungen im Meridian, 



106 H- Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Fundamentaikataloge; AnschlaBbeobacbtungeD. 5. Inderungen der Visier* 
ricbtnDg (Parallaxe, Refraktion, Aberration) ond des Koordinatensystems 
(PrSzession und Nutation), die Konstanten dieser Änderungen, Frage nacb 
der Unveränderlichkeit des Zeitmaßes. 6. Scharfe Definition der Koor- 
dinaten und der Zeit. 7. Reduktion der scheinbaren örter in mittlere 
(Formeln). 8. Herstellung von Sternkatalogen, systematische Fehler der- 
selben, astronomische Jahrbücher. 9. Bestimmungen der Entfernungen 
des Mondes, der Sonne und der Planeten, der Fixsterne. A. B. 



441. M. Chandbikow. C(|)epHHecKaH AcipoHOMifl (Spheritsches- 
kajaAstronomija) [Kursus der sphärischen Astronomie J. Kiew, 1904. 
340 S., 80. (Russisch). 

Dieses Buch enthält folgende Kapitel: 1. Die Theorie der sphäri- 
schen Koordinaten. 2. Die Zeit, Zeitmessung und verschiedene Erschei- 
nungen, welche von der scheinbaren täglichen Bewegung des Himmels- 
gewölbes abhängen. 3. Die Refraktion (Theorie von Gylden). 4. Die 
Parallaxe. 5. Berechnung der Zeiten des Auf- und Unterganges der 
Gestirne. 6. Die Aberration und jährliche Parallaxe der Sterne. 7. Die 
Präzession und Nutation. 8. Mittlere und scheinbare örter der Sterne, 
die Stenikataloge. 9. Die Finsternisse (die Sonnenfinsternisse nach 
Hansen, die Sternbedeckungen nach Bessel, die Mondfinsternisse). Iw. 



442. L. Ambronn, Geographische Oiisbestimmung auf Reisen. An- 
leitung zu wissenschaftlichen Beobaebtungen auf Reisen. Dritte Auflage. 
Band 1 1, 64 S. Ref.: Nat. Rund. 21 78. 

Diese Abhandlung zerfallt in vier Abteilungen, die sich wieder in 
31 Paragraphen gliedern. Die Abteilungen fähren die gesonderten Titel: 
I. Allgemeines, II. Instrumente, deren Gebrauch und Fehlerbestimmung, 
III. Die Bestimmung der Zeit und der geographischen Breite, IV. Be- 
stimmung der geographischen Länge und Azimutmessungen. Bei der 
notwendigen Raumbeschränkung hebt Verf. in allen Punkten nur das 
Wichtigste hervor und bringt auch nur bei den fundamentalsten Methoden 
durchgerechnete Beispiele. 

443. Adolf Mabcuse, Handbuch der geographischen Ortsbestimmung 

für Geographen und Forschungsreisende. Braunschweig, Friedrich 
Vieweg & Sohn, 1905. X 4-342 S., 8o. Ref.: A. N. 1«9 239; Nat. 72 481 : 
Nat. Rund. 20 666 \ Nat. Woch. N. F. 4 635. 

Der Inhalt dieses Buches gliedert sich in vier Teile und einen 
Anhang. Der erste Teil behandelt die Grundbegriffe der astronomischen 
Geographie, der zweite die rechnerischen Hilfsmittel und der dritte die 
instrumentellen Hilfsmittel zur geographischen Ortsbestimmung, während 
der vierte Teil die Methoden der letzteren bringt. Von Winkelmeß- 
instrumenten bespricht Verf. nur das Universalinstrument und den 
Butenschönschen Libellenquadranten und zwar besonders auf dem Stativ 
in Verbindung mit einem kleinen Azimutalkreis, in welcher Form das 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. §10. 107 

Instrament für näherangsweise auszuführende Messungen sehr empfohlen 
wird vom Verf. Der Anhang umfaßt ^besondere Probleme geographischer 
Ortsbestimmung^, voranter Berechnung genäherter geographischer Orts- 
bestimmungen mit Hilfe der Merkatorfunktion, von der auch eine ab- 
gekürzte Tafel gegeben ist, femer die Bestimmungen am Barzerschen 
Schnürengerüst und endlich die geographische Ortsbestimmung im Luft- 
ballon verstanden sind. Außer 54 in den Text eingedruckten Figuren 
sind dem Werke noch zwei Sternkarten vom nördlichen und südlichen 
Himmel beigegeben. 

444. Otto Hartmann, Astronomische Erdkunde. Stuttgart und Berlin, 

Fr. Grub, 1905. VI-h51 S., 8o. Ref.: Nat Rund. 20 641. 
Das Buch ist für den Unterricht in der Schule bestimmt und Verf. 
hat daher den einzelnen Kapiteln und Abschnitten im ganzen 100 Übungs- 
aufgaben beigegeben. Inhaltlich zerfällt das Buch in die zwei Haupt- 
abschnitte 7, die Erscheinungen^ und ^die Erklärungen^. In dem ersteren 
werden der Reihe nach behandelt: Der Sternhimmel — Die Erde — Die 
Zeit; in dem zweiten: Der Umschwung der Erde — Die Entfernung und 
GröÄe der Himmelskörper — Die Vorausberechnung der Planen örter — 
Das Planetensystem. In einem Anhang sind genauere Angaben über die 
Dimensionen im Planetensystem gemacht. 1 6 schematische Figuren sind 
in den Text eingefügt. 



445. NoRBBBT Hebz, Lehrbuch der mathematischen Geographie. 

Mit 4 Tafeln und 90 Abbildungen im Text Wien und Leipzig 1906, 
Carl Fromme. 360 S., 80. 

In der ersten Abteilung, ^die Erde als Weltkörper ^ werden zunächst 
die scheinbaren Bewegungen der Gestirne und die darauf sich beziehenden 
Eioteilangen des Sternhimmels (Parallaxe), ferner die Stellungsänderungen 
von Sonne und Mond und damit die Zeiteinteilung (Sonnenuhren) behandelt. 
Dinn werden die wahren Bewegungen der Gestirne betrachtet, die Rota- 
tion der Erde, die heliozentrische Bewegung der Planeten (Aberration) 
and die Gesetze der Planetenbewegungen (Gravitation, Präzession, Nuta- 
tion). Daran schlieft sich eine kurze Beschreibung des Planeten- und 
Fixstemsystems und eine Erklärung der Zeitrechnung und des Kalenders. 
Die zweite Abteilung führt unter dem Titel „Physik der Erde^ die Eigen- 
schaften der festen Erdrinde (Jahreszeiten, Zonen, Masse, Dichte der Erde), 
des Meeres (Temperatur, Strömungen, Gezeiten) und der Atmosphäre (Höhe, 
Refraktion, Winde, Niederschläge, Klima, Wetter, Luftelektrizität, Polar- 
lichter, Erdmagnetismus) an. Die dritte Abteilung ist der „geographischen 
OrtsbestimmnDg^ gewidmet. Nach Beschreibung der Instrumente und der 
Reduktionselemente werden die Beobachtungen selbst und deren Reduktion 
gelehrt, llöhenmessungen nach verschiedenen Methoden und zu ver- 
schiedenen Zwecken, Beobachtungen von Stundenwinkeln und Azimuten, 
Bod endlich die wichtigsten Arten der Längenbestimmung. In einem 
Anhang werden die Formeln der sphärischen Trigonometrie gegeben und 



108 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

abgeleitet. Auf den Tafeln sind die wechselnden Stellangen der Stern- 
bilder gegen den Horizont dargestellt und Karten der Temperatur und 
Luftdruckverteilung nach der ^Meteorologie'^ von Hanji gegeben. A. B. 



446. J. RüEFLi, Grundlinien der mathematischen Geographie. Für 
Mittelschulen bearbeitet Bern, A.Franke, 1905. 46 S., 8^. 

In gedrängter Form werden Gestalt, Abplattung und Rotation der 
Erde, die scheinbare tägliche und jährliche Bewegung der Sonne und die 
Bahnbewegung der £rde (Jahreszeiten), die Erscheinungen der Mond- 
bewegung nebst den Finsternissen und den Gezeiten behandelt. Dann 
wird eine kurze Beschreibung der Himmelskörper gegeben und die 
genäherten Berechnungen der Entfernungen und Größen der Gestirne 
erklärt Zum SchluB folgt eine Aufgabensammlung. Dem Text sind 
19 Figuren eingefügt. A. B. 

447. J. Capesius, Abriß der astronomischen Erdkunde, in geschicht- 
lichem Aufbau für den Schulunterricht bearbeitet Mit 24 Abbildungen. 
Nagyszeben (Hermannstadt), W. Kraft, 1904. 43 S., 80. 

Der Verf. gruppiert den Stoff nach folgenden Hauptgesichtspunkten : 
1. Erscheinungen am gestirnten Himmel im Laufe eines Tages. 2. Ver- 
änderungen am gestirnten Himmel während längerer Zeit (Monat, Jahr). 
3. Erscheinungen des gestirnten Himmels an verschiedenen Orten (Große 
der Erde). 4. Entfernungen und Große der Himmelskörper. 5. Das Welt- 
system, f). Newtons Gravitationsgesetz. A. B. 



Schriften allgemeineren Inhalts. 

448. AuREL KiEBEL, Astronomischer Unterricht im Freien. Il.Bericht 
die Schuljahre 1902/03 und 1903/04 betreffend. Programm des k. k. Staats- 
Ober-Gymnasiums in Mies, veröffentlicht am Schlüsse des Schuljahres 1903/04. 
Mies, Selbstverlag der Anstalt, 1904. Seite 9, 16 S., 8o. 

Im Anschluß an seinen früheren Bericht (siehe AJB 5 130) macht 
Verf. hier Mitteilungen über die vom Verf. und seinen Schülern mit dem 
der Schule gehörenden Reinfelderschen Femrohr angestellten Beobach- 
tungen. Diese betrafen Mond, Venus, Mars, Jupiter, Saturn und Sonne; 
an den Sonnenbeobachtungen beteiligte sich auch der Probekandidat 
Josef Heckel jun., der im Mai 1904 häufig Zeichnungen der Sonnen- 
Hecken machte, die aber wegen Raummangels nicht reproduziert sind. 



449. Max Schneidewin, Einige Grundeinsichten der Himmelskunde 
in aUgemeinverständlicher Darstellung. Jahresbericht des Städtischen 
Gymnasiums, Realprogymnasiums und der in der Entwicklung begriffenen 
Realschule zu Hameln für das Schuljahr von Ostern 1904 bis 1905. 
Hameln 1905. Auch separat im Verlag von R. Düngelmann, Berlin, 
erschienen. 33 S., 4o. Ref.: Zeitschr. f. phys. u. ehem. Unterricht !• 43—45. 

Verf. hat aus seinen langjährigen Erfahrungen beim Schulunterricht 
und im alltäglichen Leben heraus es unternommen, einige astronomische 



J 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 10. 109 

Fragen und Gebiete, auf denen er besonders hänfig unklaren oder falschen 
Ansichten begegnete, in möglichst einfacher und allgemeinverständlicher 
Form zn behandeln. Seine Auseinandersetzungen betreffen die folgenden 
12 Gebiete nnd Fragen: 1. Der Aufgang der Gestirne — 2. In welchem 
Winkel gegen den Horizont gehen Sonne, Mond und Sterne auf — 3. Ein 
schlagender Beweis für die Achsendrehung der £rde — 4. Der Beweis 
für die jährliche Bewegung der Erde — 5. Wie ist man zn^ Kenntnis 
der Grofie der Erde gekommen — 6. Wie kann man die Entfernung der 
Gestirne berechnen — 7. Woher man die Schnelligkeit des Lichtes 
kennt — 8. Die Aberration der Fixsterne als die glänzendste Bestätigung 
der jährlichen Bewegung der Erde — 9. Wie neue Planeten entdeckt 
werden — 10. Woher man die Länge des Tages der einzelnen Planeten 
wissen kann — 11. Die Erklärung der Entstehung der Jahreszeiten der 
Erde — 12. Worauf gründen sich die neuesten Behauptungen von einer 
Bewegung unseres ganzen Sonnensystems im Weltraum. — 



450. T. Kbrkhoff, Betrachtungen über Weltall und Welt sowie 

neue Anschauungsmittel für den Unterricht in der mathematischen 

Geographie in Wort und Bild. Manchen 1905. Verlag .Natur und 
Kultur**, 35 S^ 4o. 

Verf. stellt Betrachtungen fiber verschiedene Verhältnisse im Planeten- 
system an und erläutert besonders ausfuhrlich den Lauf des Mondes um die 
Erde nnd bezüglich der Sonne. Unter den neuen Anschauungsmitteln 
finden sich ein Mondphasenentwickler, ein Apparat zur Darstellung der 
Erd- nnd Ortsbelichtung, ein astronomischer Universalapparat (für Auf- 
gaben am Himmelsglobus), ein für jede Polhöhe verstellbares Tellurium. 

A. B, 

451. S. F. Whiting, üse of Graphs in Teaching Astronomy. Pop. 
Astr. 18 185—190, 80. 

Vorschriften über das Aufzeichnen des Laufes von Planeten (Mond) 
nach Jahrbuchsephemeriden auf karriertes Papier und allerlei Fragen, die 
sich an solche graphische Darstellungen knüpfen lassen. A. B. 



452. S. F. Whiting, Use of Drawings in Orthographie Projection and 
of Globes in Teaching Astronomy. Pop. Astr. 18 235—240. 

Master für die graphische Bestimmung der Tagesl&nge, Dämmerungs- 
daoer nnd Mittagshöbe der Sonne zur Zeit der Äquinoktien und Solstitien 
fiir Terschiedene Breiten mit Hilfe ebener Kreise. Übungen mit Himmels- 
globen. A. B. 

453. S. F. Whiting, The Use of Photographs in Teaching Astronomy. 

Pop. Astr. 18 430—434, 80. 

Ober die Verwendung von Himmelsaufnabmen zur Vorbereitung auf 
direkte Beobachtungen, zum Konstruieren von Karten von Sterngruppen, 
2a Stadien über Sonnenrotation usw. A. B. 



110 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

454. Mary E. Bybd, Astronomy in the High School. IV. Paths of 
Heavenly Bodies among the Stars. Pop. Astr. 18 545—549, 8o. 
Verf. empfiehlt die Beobachtung der Positionen des Mondes and der 
großen Planeten mit freiem Ange als Mittel zur Übang im Schätzen Yon 
Abständen nnd Richtungen am Sternhimmel. A.B. 



455. Ernst Massany, A Nap ei a csillagok jarasa (Lauf der Sonne 
und der Sterne). Id. 9 89. 7 S., 80. (Magyarisch.) 

Ansführliches Referat über Löskays drehbare Tagbogenkarte. S. 
AJB 5 129. Ko. 

456. Hugo Michnik, Aufgaben aus der mathematischen Erd- und 

Himmelskunde. Wissenschaftliche Beilage zum Jahresbericht des 
Königlichen Gymnasiums zu Beuthen O.-S. Ostern 1905. Beuthen 1905, 

14 S., 8«. 

Verf. untersucht zunächst die Länge der Tagbogen der Gestirne. 
Ist t der Östliche bezw. westliche Stundenwinkel eines Gestirnes mit der 
Deklination 6 bei dessen Auf- bezw. Untergang für einen Ort mit der 
geographischen Breite g>, so ist bekanntlich cos ^ = — tan ^ tan d. Setzt 
man nun den Radius des scheinbaren Himmelsgewölbes «= 1 , so ist der 
Radius der Sternbahn = cos i nnd die Länge seines halben Tagbogens 
b = t cos d. Unter Konstanthaltung von ip berechnet und konstruiert 
Verf. die Kurven für b bei verschiedenem S. Diese steigen im allgemeinen 
von bis zu einem Maximalwert, sinken dann etwas um schließlich wieder 
anzusteigen, haben also 2 Wendepunkte. Diese rücken bei wachsender 
Breite immer näher zusammen und fallen für ^= 40^ 1' 16' zusammen; 
für größere Breiten wachsen die b von bis zu einem Maximalwert. 
Weiter untersucht Verf. die Kurve, die der höchste Punkt der Ekliptik 
über dem Horizonte eines gegebenen Ortes (der sogenannte Nonagesimus) 
im Laufe eines Tages beschreibt. Diese Kurve ist im allgemeinen eine 
Raumkurve achter Ordnung, von der hier nur der über dem Horizont 
liegende Teil in Betracht kommt; der unter dem Horizont liegende wird 
vom tiefsten Punkt der Ekliptik beschrieben. Verf. zeichnet die Kurven 
für die Breiten: 0^ 23V,^ öC^ und 66*//. 



457. Hebmann V. Grabeb, Das ^jOrtbogonal-TeUurium und die kon- 
struktive Lösung von Aufgaben aus dem Gebiet der mathe- 
matischen Geographie". Petermanns Mitt. 51 121, 3V4 S. 
Verf. beschreibt an der Hand von fünf auf einer Tafel beigegeben en 
Zeichnungen sein „Orthogonal-Tellurium^ genanntes Instrument und seine 
Anwendung beim Schulunterricht. Dasselbe besteht aus einer Pappscheibe, 
welche die Ebene des Meridians in kreisförmiger Begrenzung und die 
darauf projizierten wichtigsten Kreise am Himmel darstellt. Um den 
Mittelpunkt des von 5^ zu 5^ geteilten Begrenzungskreises drehbar, ist eine 
halbkreisförmige Scheibe mit Zeiger angebracht, deren Durchmesser den 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 11. 111 

wahren Horizont des Beobachtangsortes, dessen Breite mit dem Zeiger 
eingestellt wird, darstellt. 



§11. 

Koordinaten und tägliche Bewegung. 

458. W. HoLTZ, Die Wirkung des Hintergrundes bei der Größen- 
schätzung zum Beispiel des Mondes am Horizont. Gott. Nachr. 
Math. phys. KI. 1905, 443—445. 

Ein vertikal gestelltes Scheibchen vor einer größeren Scheibe scheint 
durch eine öffnang eines Schirmes gesehen an der größeren Scheibe zu 
kleben. Wird diese nan weiter entfernt, so schätzt man die kleinere 
Scheibe größer, weil man meint, sie habe sich ebenfalls entfernt und ans 
dem zweiten Grund, weil sie sich jetzt auf die kleiner erscheinende große 
Scheibe projiziert. Femer scheint eine kleine Scheibe vor einer großen 
anzuschwellen, wenn sie dem Rand der letzteren genähert wird. Dieses 
Wachsen ist besonders aufföllig, wenn sich die kleine Scheibe der Spitze 
einer dreieckigen großen Scheibe nähert. Verf. führt noch andere ver- 
wandte Versuche an und folgert daraus, daß die scheinbare Vergrößerung 
des Mondes, wenn er sich dem Horizont nähert, von der Verkleinerung 
des Hintergrundes herkommt. A. B. 

459. Eugen Reimann« Die scheinbare Vergrößerung der Sonne und 

des Mondes am Horizont. Zeitschrift für Psychologie und Physiologie 
der Sinnesorgane 87 250, 1 1 S., 8^. 

Verf. gibt hier noch einige Zusätze zu seinen früheren Arbeiten über 
diesen Gegenstand, speziell zu der im 30. Bande der gleichen Zeitschrift 
erschienenen zusammenfassenden Darstellung (siehe AJB. 5 131). Verf. 
tragt zunächst einige ältere Meinungen und Ansichten über die Form des 
Himmelsgewölbes nach, die ihm bei seiner früheren historischen Zu- 
sammenstellung entgangen waren. Dann geht Verf. auf die Untersuchungen 
von B. Bourdon in dessen Schrift ^La perception visuelle de Pespace^ 
(Biblioth^ue de Pedagogie et de Psychologie 4 1902), von Felix Bern- 
stein in dessen Mitteilung „Das Leuchtturmphänomen und die schein- 
bare Form des Himmelsgewölbes^ (Zeitschr. f. Psychol. u. Physiologie 
der Sinnesorgane 34) und A. Guttmann „Blickrichtung und GrÖßen- 
schätznng'' (Ebenda 32) näher ein. Schließlich faßt Verf. seine Erklä- 
rung über die scheinbare Vergrößerung der Gestirne am Horizont (Pro- 
jektion auf das abgeflacht erscheinende Himmelsgewölbe) nochmals kurz 
zusammen. 

460. Alots Müller, Cber den Einfluß der Blickrichtung auf die 

Gestalt des Himmelsgewölbes. Z. f. Psychologie und Physiologie d. 
Sinnesorgane, Leipsig, J. A. Barth 40 74—101, 8^. 

Verf. kritisiert Reimanns Theorie der Form des Himmelsgewölbes 
als nicht zutreffend, erwähnt dann Deichmüllers Versuche und Ergebnisse, 



112 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

die aber anch unzulänglich seien, und erläutert dann die indirekte Methode 
der Messung der von der Blickrichtung bedingten TäuschungsgröBe, wor- 
über Versuche von Stroobant und Guttmann vorliegen. Verf. be- 
schreibt dann die von ihm selbst geleiteten Versuche, wobei im Abstand 
von 10 m zwei sternähnlich erscheinende elektrische Funkenstrecken in der 
Florizontalebene der Augen der Beobachter und in 26^ Winkelhöhe über 
dieser Ebene zwei ebensolche Lichtpunkte sich befanden. Die ersteren 
waren 200 mm voneinander entfernt, die oberen waren gegeneinander 
verschiebbar, und wurden so gestellt, daß ihr Abstand von den Beob- 
achtern gleich dem Abstand der unteren geschätzt wurde. Das war bei 
durchschnittlich 187 mm Abstand der Fall, wobei kleinere Abweichungen 
der einzelnen (13) Beobachter vorkamen. Die Hebung der Blickrichtung 
um 26® bewirkte also eine Täuschung um 6,5 7o> objektiv verkürzt sich 
der Gradbogen des Erdparallelkreises von 0® bis 26® um 10,1 7o- ^'^ 
für unsere Wahrnehmung 16,6 7o betragende Verkürzung entspricht den 
Höhen 8®,5 und 34®,5, statt 0*^ und 26®. Statt des Winkels a = 22^ 
(Reimann), dem verschiedene Beobachtungen widersprechen, geben diese 
Versuche a = 40®. Verf. macht noch einige Bemerkungen über die 
stark wechselnde scheinbare Größe der Sonne am Horizont. A. B. 



461. Max Möller, Orientierunjr nach dem Schatten. Studien über 

eine Touristenregel. Wien, A. IIGlder, 1905. 157 S., S^. Ref.: Peter- 
manns Mitt. 51 Lit. 90. Jahresber. d. Deutsch. Math. Vereinig. 14 414. 
Sir. 88 75. 

Verf. hat die folgende bekannte Touristenregel eingehend untersucht: 
Eine nach Ortszeit gehende Taschenuhr wird horizontal so gehalten, daß 
der von einer vertikalen Kante geworfene Schatten mit der Mittellinie 
des Stundenzeigers zusammenfällt, dann ist die Mittagslinie die Winkel- 
halbierende zwischen dem Stundenzeiger und der Richtung nach der 
Zififer XII. Verf. gibt zunächst eine konstruktive und dann eine alge- 
braische Lösung der Aufgabe und leitet dann die allgemeinen Resultate 
der Rechnung aus räumlicher Anschauung ab. Ferner untersucht V^erf. 
den bei dieser Methode auftretenden Fehler in der Auffindung des Nord- 
punktes; dieser Fehler ist gleich der Dififerenz zwischen dem Stunden- 
winkel und dem Azimut der Sonne und ein positiver Fehler bedeutet 
eine Abweichung vom wahren Nordpunkte nach Westen, ein negativer 
eine solche nach Osten. Zu Vormittags- und Nachmittagsstunden, die 
gleich weit vom Mittag abstehen, gehören entgegengesetzt gleiche Fehler. 
Endlich behandelt Verf. noch die Schattenumkehr. 



462. W. Schmidt, Sonnenzeiger für verschiedene Breiten und Jahres- 
zeiten. Wien, Freytag & Bernd. Ref.: Nat. Woch. 4 750. 
Papptafel, worauf ein horizontales Koordinatensystem in orthogonaler 
Projektion auf die Meridianebene; der unter dem Horizont befindliche 
Teil des Himmels ist abgesehen vom grau gehaltenen Dämmernngsbogen 
schwarz. Um den Mittelpunkt dieses Planiglobus ist ein durchsichtiger 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. §11. 113 

Zelluloidstreifen drehbar, auf dem ein von -h 23®,5 bis — 23^5 reichendes 
Koordinatensystem mit Stundenteilung markiert ist. Damit sind alle den 
Sonnenlauf betreffenden Fragen beqnem zu studieren. A. B. 



463. E. Anding, Über Koordinaten und Zeit. Encykl. d. math. Wiss. 
öa, Heft 1, 3— 15, 80. 

£s soll eine gegebene Reihe von co-Konfigurationen von je n Punkten 
mittels des Newtonschen Gesetzes durch co Werte eines Parameters t 
dargestellt werden. Das Koordinatensystem, für das diese Darstellung 
vollzogen ist, wird als Inertialsystem und t als Zeit bezeichnet. Darauf 
wird das gebräuchliche empirische System (Äquator und Kkliptik von 
1850) und das System der Fundamentalsteme besprochen, einschließlich 
der empirischen Präzessionskonstante und dann gezeigt, wie ein rein 
mechanisches System auf Grund des Newtonschen Gesetzes erhalten 
werden kann. Verf. geht dann näher auf das gemischte System der 
Planet^nastronomie ein, speziell auf das Newcombsche und korrigiert es 
so, daß die Anomalien im Venusknoten und Marsperihel fortfallen, wobei 
sich gegen die aus den Sternbewegungen ermittelte Säkularpräzession ein 
um 7' größerer Wert ergibt, dessen Ursprung wohl kaum in entsprechenden 
Stembewegnngen liegen dürfte. A. B. 

464. E. E. Hayden. The Present Status of the Use of Standard 
Time. Publ. Nav. Obs. 4, App. IV, 28 S. Ref.: Publ. A. S. P. 17 201. 

Cbersicbt über den gegenwärtigen Stand der Verwendung der Normal- 
zeit. Nach Definition der Normalzeit und Hinweis auf die internationale 
Datnmgrenze wird eingehend die Methode der von einer Zentrale ver- 
breiteten Zeitsignale erklärt. Dann wird eine Resolution des 8. Geo- 
graphenkongresses zugunsten Greenwicher Zeit, für die Verf. den Namen 
Universalzeit vorschlägt, als Grundlage der Normalzeitsysteme angeführt. 
Weiter wird erwähnt, daß in 44 von 64 Staaten eine entsprechende Zeit 
benatzt wird. Die Abhandlung enthält noch die Gesetze, Verordnungen 
and Entscheidungen hinsichtlich der Normalzeit und eine Übersicht der 
von verschiedenen Nationen verwendeten Zeitarten. A. B. 



465. A Standard Time for India. j. B. A. A. 15 389. 

Die vom 1. Juli 1905 an gültige Normalzeit in Indien geht gegen 
GreeDwich um 5^ 30°^ und gegen die bisherige Bahnzeit (Madraszeit) um 
9" vor. Für Birma wurde eine Normalzeit 6** 30™ vor Grw. eingeführt. 
Neben der Normalzeit kann Ortszeit beibehalten werden, worüber die 
lokalen Behörden za entscheiden haben. A. B. 



466. K. HüTTLy Stand der Erde in der Ekliptik. (Entstehung der 

Jahreszeiten.) Wien, G. Freytag <& Bemdt, o. J. 2 Blatt 71X88 cm. 
Die zwei Blätter sollen zu einer 140X88 cm großen Wandkarte 
zusammengesetzt werden. Diese stellt die Sonne in der Mitte von einer 

Astronom. Jahresberieht 1905. 8 



114 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Ellipse dar, die die Erdbahn vorsteHen soll und aaf der die Erde in 
zwölf verschiedenen Stellungen als Kreisscheibe von 18*/, cm Durch- 
messer eingezeichnet ist. In diese Kreisscheiben ist abwechselnd die 
Karte der östlichen und westlichen Erdhälfte eingezeichnet und außerdem 
jedesmal noch der Verlauf der Schattengrenze für den Jahrestag, dem 
die betreffende Erdstellnng entspricht und der daneben angegeben ist. 



467. H. HoMANN, Und sie bewegt sich doch. Weltall, 5 137—144, 
168—175. 

Nach einem kurzen Rückblick auf die Ansichten der Philosophen 
des Altertums über die Einrichtung des Planetensystems erläutert Verf. 
in gemeinfaBlicher Darstellung die Erdrotation, die Erdbahn um die Sonne, 
und den Sonnenlauf durch den Weltraum. Weiter erklärt er die Störungen 
der Erdbewegung und die Bewegungen der Erdachse. A. B. 



468. Wm. f. RiGGE S. J., TheTime of Moonrise. Pop. Astr. 18550—553, 
1 Tafel. Ref. : Nat 78 208. 

Um die Ermittlung der Zeiten von Mondanf- und -Untergang mög- 
lichst zu vereinfachen, hat Verf. eine graphische Methode zur Anwendung 
gebracht. Aus den Diagrammen kann die Reduktion des Meridiandurch- 
gangs des Mondes auf den Ortsmeridian, der Stundenwinkel unter Berück- 
sichtigung der Refraktion und Parallaxe und die Korrektion der Auf- und 
Untergangszeiten für die Mondbewegung entnommen werden. Die für 
Omaha geltenden Diagramme sind reproduziert. A. B. 



Siehe auch Ref. No. 1042, 1056. 



§ 12. 

Refraktion. 
Terrestrische Refraktion. 

469. E. Gbossmamn, L. Courvoisier, Untersuchungen über die §i3tro- 

nomische Refraktion. Heidlb. Veröff. Stemw. 8 236 S., 4«. (a. AJB. 
6 118. Ref.: Nat Rund. 20 527.) V. J.S. 40 241-261. 

Das eingehende Referat Großmanns umfaßt die Beschreibung des 
Instruments, das Programm und die Ausführung der Beobachtungen, wo- 
bei manche Bedenken in bezug auf Einzelheiten geäußert werden. Das 
Referat in der Nat. Rund, gibt kurz die Resultate der Untersuchungen 
Courvoisiers. A. B. 

470. A. Bemporad. Sulla teoria della refrazione astronomica. 
Mem. Spett lt. U 191—212, 217—224, 233—251. 

Kap. I beschreibt die Erscheinung der Refraktion und erwähnt ihre 
ersten Wahrnehmungen und Erklärungsversuche (Ptolemaeus, Alhazen), 



S.Kapitel: Sphärische Astronomie. §12. 115 

schildert ferner die UntersQchangen Tychos, Repplers und D. Cassinis, 
wobei die Cassinische Theorie eingehend analytisch dargestellt und unter 
zweifacher Bestimmung der Konstanten mit den Besselschen Tafeln ver- 
glichen wird. Im II. Kapitel wird nach den Grundsätzen der Refraktion 
die Differentialgleichung für die astronomische Refraktion aufgestellt. Im 
III. Kapitel leitet Verf. unter Betonung des Prinzips, daB die Formeln 
eine physikalische Bedeutung besitzen sollen, die Formeln von Bonget, 
Simpson, Bradley, Mayer ab, die alle einander nahe verwandt sind, 
Bradleys Formel kann den Refraktionen bis 85® nahe angepaBt werden, 
die Horizontalrefraktion läßt sich hier wie bei den anderen Formeln nicht 
darstellen ohne große Fehler in den mittleren Zenitdistanzen zu hinter- 
lassen. Im Kapitel IV wird das Mariotte-Gay Lussacsche Gesetz 
behandelt und der Orianische Satz bewiesen, daß für die Refraktionen 
bis 2 = 75® die Hypothesen über die Konstitution der Atmosphäre 
belanglos sind. Man kann daher Beobachtungen bis 2=75® zur Er- 
mittlung der Refraktionskonstante und die für z über 75® hinaus zur 
Erforschung der Konstitution der Erdatmosphäre verwenden. Dann wird 
noch die Theorie von Mayer (Luftdichte abnehmend proportional der 
Höhenzunahme) analytisch entwickelt und rechnerisch geprüft, und eine 
Vereinfachung des Refraktionsintegrals vorgenommen. Das V. Kapitel gibt 
eine Erläuterung und kritische Prüfung der wichtigeren Hypothesen über 
die Beziehungen zwischen Luftdichte, Temperatur, Druck und Höhe 
(Laplace, Bessel, Baeyer, Schmidt, Bauernfeind, Gylden, 
E. V. Oppolzer, Radau) und im VI. Kapitel wird gezeigt, daß mit dem 
durch Ballons und Drachen festgestellten Temperaturgradienten am besten 
die Schmidtsche Theorie übereinstimmt. A.B. 



471. H. Andoyer, Sur la theorie de la refractioo. B. A. 22 404—413. 

Verf. leitet für die Refraktion zwei Formein ab, die eine gültig für 
z bis 75® und in diesem Bereiche innerhalb von OM mit Radaus 
Tafeln stimmend, die andere für größere z. Hier mußte ein Gesetz für 
die Temperaturabnahme in der Atmosphäre aufgestellt werden, während 
die erste Formel ganz unabhängig von jeder derartigen Voraassetzang ist. 
Verf. berechnet die mittlere Refraktion für die Zenitdistanzen 80® und 86'' 
bis 91® für jeden Grad und findet gegen Radaus Tafel die Unterschiede 
-fO'.e, -f-2'.9, -h4'.7, 4-8', +14', -h 20', —10'. A.B. 



472. L. DB Ball, Eine zweite neue Form von Refraktionstafeln. 
A. N. 168 246. l'A S. 

Bei den vom Verf. im vorigen Jahr vorgeschlagenen neuen Refrak- 
tioDstafeln (siehe AJB 6 119) haben die Tafeln 1 und 11 den Dbelstand, 
dafi sie eine doppelte Interpolation erfordern, welchem Übelstande sich 
leicht abhelfen läßt, indem man die Tafeln in geeigneter Weise zerlegt. 
Es sind dann vier, vom Verf. mit a, 6, c und d bezeichnete Tafeln 
Dötig, von denen c eine Art Doppeitafel ist, die die Refraktion fast ohne 

8» 



116 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

alle Interpolation zu berechnen gestatten. Verf. gibt kleine Ausschnitte 
aus den Tafeln und ein Rechnungsbeispiel dazu. Druckfehlerverbesserung 
siehe A.N. 168 387. 

473. L. DE Ball, Über eine Tafel zur logaritbmischen Berechnung 
der Refraktion, a. N. 109 210. 

Verf. schlägt eine nach dem Radauschen Prinzip konstruierte logarith- 
mische Refraktionstafel vor, die als unabhängige Variable die Dichtigkeit (> 
und Temperatur t der Luft am Beobachtungsorte enthält. Ist Ä, die für 
^ = 1 und * = gültige Refraktion, so legt Verf. seinen Tafeln die 
Formel log R = log ü^ + log Q-hf (t, 2) -h y (^, z) zugrunde und 
gibt hier kurze Auszüge aus den Tafeln für die beiden letzten Glieder. 
Er stellt fünfstellige Tafeln für log R^, f und y in Aussicht, obwohl 
eigentlich vier Stellen genügen würden, da bereits einer Änderung von 
t um 0^05 C. eine Änderung der vierten Stelle von log q um eine Ein- 
heit entsprechen würde. 

474. LoEWY, Nouvelle metbode pour la determination directe de 
la refraction ä toutes les hauteurs. c. R. 141 157, 11 S. 

Verf. hat bereits früher vorgeschlagen durch zwei vor das Objektiv 
eines Äquatoreals unter 45® oder 60® gegenseitiger Neigung gesetzte 
spiegelnde Flächen (Flachen eines Prismas) die Refraktion in 26® 32' 
und 44® Zenitdistanz zu bestimmen. Er entwickelt jetzt eine Methode, 
wie man durch Messungsserien geeigneter Sternpaare mit einem Prisma 
von 45® Neigungswinkel der Prismenflächen die Refraktion in allen Höhen 
bestimmen kann. 

475. LoEWY, Etüde de la refraction ä toutes les hauteurs. For- 

mules relatives a la determination des coordonnees des astres. 
C. R. 141 289, 6Vj S. 

Im direkten Anschluß an seine vorstehend referierte Arbeit ent- 
wickelt Verf. hier die verschiedenen Formelsysteme, welche erlauben die 
Positionen der beiden Sternpaare zu ermitteln, die man nach des Verf.s 
Methode braucht, um die Refraktion in verschiedenen Höhen zu bestimmen. 
Verf. teilt auch die mit diesen Formeln berechneten Tafeln mit, die für 
einen Spiegelwinkel von 45® und für die Breiten von 0® bis 60® die 
Koordinaten der beiden Sterne jedes Paares geben, deren Beobachtung zu 
gewissen vorherbestimmten Zeiten die Refraktion für die Zenitdistanz 
47® 10' liefert, welche Zenitdistanz — wie Verf. früher gezeigt hat — 
zu einer strengen Lösung des Problems führt, die auf allen bestehenden 
Sternwarten anwendbar ist. 

476. 6. A. Hill, An Untried Method of Determining the CoDstant 
of Refraction. Pop. Astr. 18 417—423. Ref.: Nat. 78 110. 

Verf. erklärt es für sehr nötig, die Refraktion möglichst für jedes 
Observatorium eigens zu ermitteln, weil lokale Verhältnisse groBen £in- 



3. Kapitel: Sph&rische Astronomie. § 12. 117 

fluß auf die atmosphärische Laftbrechung haben; er zeigt dies an Bei- 
spielen. Auch sollte man zu ihrer Bestimmung verschiedene Methoden 
anwenden. Er schlägt vor, an einem möglichst stabil gebauten, dem 
modernen Zenitfemrohr ähnlichen Instrumente nacheinander die Durch- 
gänge zweier Sterne ungefähr gleicher Deklination durch den I. Vertikal 
östlich und westlich zu beobachten. Bei dem inzwischen erfolgten Um- 
legen des Instruments darf keinerlei Änderung der vertikalen Stellung 
vorkommen. Die arithmetische Summe der Stundenwinkel unterscheidet 
sich von der AR-Differenz um die doppelte Refraktion. Die AR- Differenz 
muß genau bekannt sein, etwaige Unsicherheiten lassen sich durch Beob- 
achtungen eines Systems von Sternpaaren eliminieren, die ein ganzes 
Jahr und 24^ in AR umfassen. Verf. gibt viele Detailvorschläge betr. 
Instrument und Beobachtungsprogramm. A. B. 



477. L. DE Ball, Über den Eintlaß des Dampfdrucks auf die Re- 
fraktion. A. N. 169 179, 2»/3 S. 
Obwohl Herr Radau bereits vor 16 Jahren in seiner Theorie der 
Refraktion auf den Einfluß des Dampfdruckes auf die Strahlenbrechung 
hingewiesen hat, wird derselbe heute immer noch bei Berechnung der 
Refraktion außer acht gelassen. Verf. weist nun theoretisch und an 
Beispielen nach, daß infolge der Vernachlässigung des Dampfdruckes 
systematische Fehler von jährlicher Periode in den reduzierten Zenit- 
distanzen auftreten. Er zeigt an zwei in München und Wien erhaltenen 
Beobachtungsreihen, daß die durch diese Vernachlässigung entstehenden 
Fehler schon in mittleren Zenitdistanzen merklich sind und von November 
bis April das entgegengesetzte Zeichen, wie von Mai bis Oktober haben. 
Die wegen Dampfdruck nötigen Korrektionen der Refraktion lassen sich 
durch die Formel asinO -\-y cos O darstellen, wo x und y Funktionen 
der Zenitdistanz sind. 

478. L. DE Ball, Od the Influence of Vapour Pressure on Refraction. 
M. N. 65 750—755. 

Englische Obersetzung des vorbesprochenen Artikels. A. B. 



4T9. A. A. NiJLAND, Der Einfluß der atmosphärischen Dispei'sion 

auf die photographische Messung gleichfarbiger Sterne, a. N. 
168 334. 

Verf. weist darauf hin, daß er in seiner 1897 erschienenen holländi- 
sehen Doktordissertation zuerst die Ansicht ausgesprochen habe, daß die 
atmosphärische Dispersion bei der Ausmessung photographischer Auf- 
nahmen von Sternen mit gleichartigen Spektren aber ungleicher Helligkeit 
einen Einfluß haben könne, eine Ansicht, die neuerdings Herr 0. Berg- 
strand auch geäußert hat (siehe Ref. No. 1329), allerdings unter An- 
nahme verschiedener Stundenwinkel bei den Aufnahmen. Diese letztere 
Einschränkung braucht man aber — nach Ansicht des Verf.s, die er 
näher begründet — nicht einzufuhren. 



118 IL Teil: Astronomie. 7, 1905 

480. Baeb, Merkwürdige Refraktionserscheinungen. Meteor. Zeitsch. 
22 128, IV4S. 

Verf. bildet auf einer beigegebenen Tafel acht bezw. sechs FormeD 
ab, die die Sonne bei einem Untergange bezw. Aufgange am 29. Aogust 
bezw. 7. September 1904 auf der Nordsee nach den Beobachtungen des 
Verf.s annahm, und beschreibt die näheren Umstände bei der Beobachtung 
eingehend. 

481. J. Maubeb, Zur Geschichte der terrestrischen Refraktion. 
Meteor. Zeitsch. 22 262, 874 S. 

Unter diesem Titel berichtet Verf. ausführlich über das Werk „Bei- 
träge zur Kenntnis des Phänomens der terrestrischen Refraktion^ von 
Hans Heinrich Denzler, das sich als druckfertiges Manuskript auf 
der Neuchateier Sternwarte vorgefunden hat und aus dem Jahre 1843 
stammt. Der fünfte Abschnitt desselben bebandelt die Berechnung der 
terrestrischen Refraktion aus der astronomischen, und der sechste „Desi- 
derien für terrestrische und astronomische Refraktion^. 



482. J. Maübeb, Beobachtungen über die irdische Strahlenbrechung 
bei typischen Formen der Luftdruckverteilung. Meteor. Zeitschr. 
22 49, 147, S. 

Verf. gibt zunächst einen Überblick über die historische Entwicklung 
unserer Kenntnis der terrestrischen Refraktion und zeigt dann, daB auf 
theoretischem Wege zunächst keine weitere Förderung zu erwarten ist. 
Wohl aber wird man durch Beobachtungen weitere Aufschlüsse erlangen 
können, wenn man die Beobachtungen mit den Luftdrackverhältnissen, 
also den Zyklonen und Antizyklonen, in nähere Beziehung bringt. Verf. 
teilt nun seine von der Züricher Sternwarte aus durch Beobachten geo- 
dätischer Signale auf verschiedenen Alpengipfeln angestellten Untersuchnngs- 
reihen mit, die er in der angegebenen Richtung hin sorgfaltig diskutiert. 



483. L. DE Ball, Formeln und Tafeln für die Refraktion im Positions- 
winkel und Zenitdistanz. A. N. 168 250, 4V4 S. 
Verf. formt die von ihm im vorigen Jahre abgeleitete Formel zur 
Berechnung des Einflusses der Refraktion auf die Distanz zweier Sterne 
(siehe AJB 6 119), sowie die Bansensche Formel zur Berechnung des 
Einflusses der Refraktion auf die Positionswinkelmessung in der Weise 
um, daß er die Dichte der Luft in dieselben einführt, und zeigt dann, 
wie man die Berechnung dieser Formeln durch sieben Hilfstafeln, von 
denen Verf. kleine Stücke und ein Rechnungsbeispiel gibt, ausführen 
kann. Die ersten beiden dieser Tafeln sind mit den allgemeinen Re- 
fraktionstafeln a und 6 des Verf.s (siehe Ref. No. 472) identisch. Verf. 
weist dann noch besonders darauf hin, welch großen Einfluß die Re- 
fraktion bei Heliometermessungen haben kann und daß man besonders 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 12. 119 

aach den EinfloB des Beobachtangsraumes aaf die Refraktion berücksich- 
tigen mässe. Drackfehlenrerbesserung siehe A. N. 168 387. 



Siehe auch Ref. No. 1042, 1395. 



Jährliche Refraktion. 

484. L. CoüBvoisiER, Kimuras Phänomen und die Jährliche Re- 
fraktion" der Fixsterne, a. N. 167 82, 12V4 S. 
Zar Erklärung des Kimuraschen 0-GIiedes in der Polbewegung hat 
Chan dl er eine mittlere Parallaxe der beobachteten Talcottsteme von 
0M3 berechnet. Dieser Wert erscheint aber dem Verf. nach den Kap- 
teynschen Ansichten über mittlere Fixstemparallaxen zu groB. Verf.' will 
danach die mittlere Parallaxe der Talcottsteme nur zu 0'.02 etwa an- 
nehmen, so daB ein Betrag von O'.IO restierte, den Verf. durch eine 
Brechung des Fixstemlichtes in dem die Sonne umgebenden, aber sich 
bis über die Erdbahn erstreckenden Medium erklären will. Verf. bringt 
für diese Jährliche Refraktion^ zunächst „indirekte Nachweise^ bei, 
welche sich auf die verschiedenen Polhöhenschwanknngen-Bestimmungen 
stützen, und dann „direkte Nachweise^. Letztere findet Verf. besonders 
in den bedeutenden jährlichen Variationen, die Pulkowaer Deklinations- 
bestimmungen einiger heller Sterne in den Jahren 1842 und 43 zeigen 
und in Polstembeobachtungen. Schließlich macht Verf. Vorschläge zur 
Bestimmung der Jährlichen Refraktion^ aus absoluten Deklinationsbeob- 
achtungen, ferner Beobachtungen nach der Horrebow-Talcottschen Methode 
und der Venus in oberer Konjunktion. 



485. Ant. Pannekoek, Einige Bemerkungen zur „jährlichen Re- 
fraktion". A. N. 167 390. 

Verf. wendet sich gegen die vorstehend referierte Arbeit von Cour- 
voisier. Den Eapteynschen Parailaxenwert will Verf. nicht gelten lassen, 
weil er sich auf relative Parallaxenmessungen bezöge; die jährlichen 
Variationen in den Pulkowaer Deklinationsbestimmungen zeigten nicht 
das Verhalten, das sie bei Beeinflussung durch eine ^jährliche Refraktion^ 
zeigen müBten. Nur die aus den Rektaszensionsbestimmungen von Polaris 
folgende negative Parallaxe würde ein Beweis sein, wenn sich nicht aus 
den Deklinationsbeobachtungen eine ebenso grofie positive Parallaxe 
ergäbe. 

486. L. CouEvoisiEB, Erwiderung auf Herrn Pannekoeks Bemerkung 
zur „jährlichen Refraktion". A.N. 168 51, l'^S. 

Verf. erwidert sehr eingehend auf die von Herrn A. Pannekoek 
gegen seine indirekten und direkten Beweise für das Vorhandensein einer 
jährlichen Refraktion erhobenen Einwände (siehe vorstehendes Ref.), indem 
er nachzuweisen sucht, dafi Herr A. Pannekoek die wichtigsten Punkte 



120 n. Teil: Astronomie. 7, 1905 

in der BeweisfuhruDg des Verf.s entweder übersehen oder mißverstanden 
habe. ScblieBlich weist Verf. noch darauf hin, daß die geplante £in- 
richtung von Polhöhenstationen auf der Södhalbkugel keine Entscheidung 
darüber bringen kann, ob das Kimurasche Glied von systematischen 
Neigungen der Luftschichten herrührt oder ob es die Wirkung starker 
Parallaxen der Sterne (somit indirekt der jährlichen Refraktion) darstellt. 



487. Ant. Pann£KO£K, Noch einmal die Jährliche Refraktion^. 
A. N. 168 258. 

Verf. kommt noch einmal kurz auf seine Kontroverse mit Herrn 
L. Courvoisier zu sprechen (siehe die vorstehenden Ref.) und legt dar, 
daß derselbe in dem wichtigsten Punkte den Sinn der Beschwerden des 
Verf.s nicht verstanden habe. 

488. Paul Harzer, Über die kosmische Strähleobrechuog. A. N. 
168 262, 4Vi S. 

Verf. hat für eine ^einigermaßen plausible*" Hypothese über die 
Beschaffenheit des Äthers im Bereiche des Sonnensystems die Ablenkungen 
der Strahlen soweit berechnet, daß man wenigstens für diese Hypothese 
einen Oberblick über den Verlauf der Erscheinung für die ganze Himmels- 
kugel gewinnen kann. Dabei nimmt Verf. an, daß die Flächen, auf 
denen der Brechungsexponent konstant ist, und die er als ^optische^ 
Flächen bezeichnet, mit der Sonne konzentrische und koachsiale, abge- 
plattete Rotationsellipsoide sind. Verf. berechnet auch numerische Werte 
für die kosmische Strahlenbrechung bei Fixsternen, d. h. die Ver- 
besserungen, welche an die Beobachtungen anzubringen sind, um sie von 
der kosmischen Strahlenbrechung zu befreien. Bei der kosmischen Strahlen- 
brechung für die Sonne zeigt sich, daß die optischen Ablenkungen durch 
die parallaktischen zum größten Teil ausgeglichen werden, und daß die 
als Summen der optischen und parallaktischen Ablenkungen übrigbleibenden 
Werte die Abplattung der Sonne um rund O'.Ol verringern. Beim Monde 
erzeugt die kosmische Strahlenbrechung nur Ablenkungen bis höchstens 
O'.OOOS. 

489. L. Courvoisier, Weitere Notizen zur „jährlichen Refraktion". 

A. N. 168 367. 

Verf. geht auf die beiden vorstehend referierten Arbeiten von Panne- 
koek und Harzer ein und erwidert ersterem, daß die von ihm zugrunde 
gelegte Annahme, daß die Distanzen der Fixsterne sich umgekehrt ver- 
halten, wie die Wurzeln aus ihrer Helligkeit, durch die bisherigen Paral- 
laxenbestimmungen nicht bestätigt werde, und daher nicht als Einwand 
gegen die Hypothese des Verf.s angesehen werden könne. Herrn Prof. 
Harzer erwidert Verf., daß er die optischen Flächen zwar als sphärisch 
angenommen habe, aber lediglich der Einfachheit halber und nur als erste 
Näherung, während Verf. von Anfang an der Ansicht gewesen sei, daß 
diese optischen Flächen Rotationsellipsoide seien. 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 13. 121 

§ 13. 
Aberration. 

490. C. L. DooLiTTLB, The Constant of Aberration. A. J. 24 155. Ref.: 
Nat 72 592; Publ. A. S. P. 17 115; Obs. 28 359. 

Verf. stellt die aus den verschiedenen von 1889 Dezember 1 bis 
1895 Mai 16 an der Sayre-Sternwarte und von 1896 Oktober 19 bis 
1903 Dezember 7 an der Flower-Stemwarte angestellten Beobachtungs- 
reiben nach der Horrebow-Talcottschen Methode folgenden Werte für die 
Aberrationskonstante zusammen und leitet daraus als wahrscheinlichsten 
Schlaflwert die Zahl 20'.54ü ± 0'.0055 ab. 



491. H. Renan et W. Ebert, Sur uue determination de la con- 
stante d'aberration au moyen des observatioDS de trois etoiles 
tres voisines da Pole. G. R. 140 1669, 2*/3 S. 

Die Verf. haben ihre in den Jahren 1899 — 1901 nach der Loewv- 
sehen Methode von drei polnahen Sternen angestellten Beobachtungen zur 
Breitenbestimmnng, über die sie bereits früher berichtet haben (siehe 
AJB 6 256), nunmehr auch für die Bestimmung der Aberrationskonstante 
ausgewertet. Sie haben ans ihren Beobachtungen nur die 75 vollstän- 
digen Reihen von Beobachtungen aller drei Sterne verwendet und finden 
daraus den Wert 20'.434 ± 0'.030. Die Verf. heben hervor, daß die 
Beobachtnngen nicht besonders günstig lagen und daß sich eine viel größere 
Genauigkeit durch entsprechend angeordnete und länger fortgesetzte Be- 
obachtnngsreihen erreichen lasse. 

492. R. BüCHANAN, Planetary Aberration. Pop. Astr. 18 37G--378. 
Formel für die Berechnung des Weges eines Planeten während der 

Aberrationszeit, also der Korrektion der wahren a und 8 um scheinbare 
fär einen bestimmten Zeitpunkt zu erhalten. A. B. 



493. W. MüNCH, Zur Bestimmung der absoluten oder kosmischen 
Bewegung unseres Planetensystems durch vervollständigte 
Aberrationsmessungen. Inaug.-Diss. Berlin, 1905. 67 S., 8o. 
Verf. weist zuerst auf die erheblichen Unterschiede konstanter Art 
zwischen verschiedenen Bestimmungen der Konstante der jährlichen Aber- 
ration hin und auf die vergeblichen Bemühungen, diese Differenzen ein- 
wandfrei zu erklären. Er wirft die Frage auf, ob noch eine Aberration 
infolge der räumlichen Bewegung des Sonnensystems nachweisbar sein 
könne; falls die Annahme gemeinsamer Bewegungen großer Sternsysteme 
zutreffe, wäre eine Sonnengeschwindigkeit von hohem Betrag nicht aus- 
geschlossen. Nach ausführlichster Entwicklung der Aberrationsgleichungen 
werden die Bedingungen geprüft, unter denen bei Zugrundelegung der 
Küstnerschen zyklischen Methode die höchste Genauigkeit in der Be- 
stimmung der Unbekannten zu erlangen ist, durch die die jährliche 



122 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Aberration and die Richtung und Geschwindigkeit der absoluten Sonnenbe- 
wegung ausgedruckt werden. Es müBten, findet Verf., vier Sternwarten 
(oder Sternwartengruppen) in ^-50^ ü^ —50" und +30® (oder —30") 
Breite zusammenwirken; das Programm für jeden Ort gibt Verf. an. 
Wäre die Beobachtungsgenauigkeit O'.Ol, dann wärde sich eine Sonnen- 
geschwindigkeit vom zwanzigfachen Betrag der Bahngeschwindigkeit der 
Erde schon bemerkbar machen. Es wäre also auch ein negatives Resultat 
bezüglich der kosmischen Aberration von Wert als Grenzbestimmnng für 
die absolute Bewegung des Sonnensystems. A. B. 

Siehe auch Ref. No, 56. 



§ 14. 

Prftsession und Nutation. 

494. F. KiSTENPABT, Tafel für Differential-Präzession und -Nutation 
für 190Ö. A. N. 167 39. 

Die Tafel gibt für den 1. jedes Monats und von Stunde zu Stunde 
den Wert des Gliedes — sin l'g cos (G-ha) in 0.0001 ausgedrückt 
und dient direkt zur Reduktion auf den vorhergebenden Jahresanfang, 
während zur Reduktion auf den folgenden Jahresanfang bestimmte der 
Tafel beigegebene GröBen addiert werden müssen. 

495. R. Pbager, Tafel für Differential-Präzession und -Nutation 
für 1906. A.N. 170 115. 

Fortsetzung oben beschriebener Tabelle für 1906. A. B. 



§ 15. 
Parallaxe. 

496. C. PuLFRiCH, Kritische Bemerkungen über neuere Methoden 
der Entfernungsbestimmung der Fixsterne, a N. 168 67, 3 S. 
Verf. knüpft an den unter gleichem Titel im Vorjahre von Herrn 
C. W. Wirtz publizierten Aufsatz (siehe AJB 6 123) an und setzt aus- 
einander, daß sowohl die vom Verf. vorgeschlagene Verwendung des 
monokularen Vergleichsmikroskops, als besonders das stereoskopische 
Verfahren zur Ermittlung von Sternparallaxen dem Kapteynschen Ver- 
fahren weit überlegen seien, weil bei letzterem die zu vergleichenden 
Aufnahmen unzertrennbar auf einer Platte vereinigt sind. Weiter tritt 
Verf. der Auffassung entgegen, als ob wir im Stereokomparator einen 
unmittelbaren Einblick in die Tiefengliederung der Fixsternwelt erhielten, 
ja selbst die Methode der Benutzung des von der Sonne zurückgelegten 
Weges als Standlinie habe in der Beziehung mit großen Schwierigkeiten 
zu kämpfen. 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 14, 15, 16. 123 

497. M. Pewzow, EapaJiJiaKCb jij'HH (Parallax luni) [Über die 
Bestimmung der Mondparallaxe aus Beobachtungen des Mondes 
in gleichen Höhen mit Sternen in der Nähe des ersten Vertikals]. 
R. A. G. 11 16, 19 S., 80. (Russisch.) 

Verf. zeigt, daß es beqaem ist, die Mondparallaxe aas Beobachtungen 
in gleichen Hohen mit Sternen in der Nahe des ersten Vertikals zu be- 
stimmen, falls die Beobachtungen auf Sternwarten, deren Breite nicht 
± 5® überschreiten soll, zu denjenigen Zeiten ausgeführt werden, wo die 
Deklination des Mondes der Breite des Beobachtnngsortes nahezu gleich 
ist. Um eine befriedigende Genauigkeit zu erhalten, sind drei Beobach- 
tongsstationen genügend, welche in der Nähe des Äquators beiläufig in 
je 1^ Längendifferenz voneinander liegen. Die Beobachtangen könnte 
man mit dem Zenitteleskop »machen. Zum Schlüsse der Abhandlung 
zeigt Verf., daß man auf denselben Stationen auch mikrometrische Mes- 
sangen der kleinen Differenzen zwischen den scheinbaren geraden Auf- 
steigungen des Mondes und naher Sterne mittels des Äquatorials und 
Heliometers ausfuhren könnte. Iw. 

Siehe auch Ref. No. 510, 4042, 1329, 1330. 



§ 16. 

Anzahl und Verteilung der Sterne (Astrognosie). 

498. P. Ix)WELL, Chart of Faint Stars Visible at the Low eil 
Observatory. Pop. Astr. 18 391. M. N. 66 57. Ref.: Nat 72 592. 

Bei Vergleichung der Tuck ersehen Sternkarten mit dem Himmel 
am 24z511. Refraktor der Lowellsternwarte stellte Lampland fest, daß 
dieses Instrument alle Sterne zeigte, die im 36 Zöller der Lickstern warte 
sichtbar sind. Zur näheren Prüfung haben Verf. und Lampland die 
Karte für die Region östlich d Ophiuchi neu beobachtet nnd unabhängig 
voneinander 173 Sterne verzeichnet, während die Lickkarte nur 161 
enthält (die Washingtoner Karte hat hier nur 61 Sterne). Da 15 Sterne 
der Lickkarte nicht gesehen wurden, hat die Flagstaff karte 27 neue Sterne 
geliefert. Die Karte ist in Pop. Astr. reproduziert, die zur Lickkarte 
hinzuzufügenden Sterne sind rot (14. — 15. Gr.) bzw. grün (16. — 17. Gr.) 
eingetragen. A. B. 

499. R. G. AiTKBN, On Double Stars. Publ. A. S. P. 16 235 5Vn S. 
Pop. Astr. 18 Gö, 6V4 S. Ref.: Nat 71 354. 

Wiedergabe einer Rede, die Verf. auf dem wissenschaftlichen Kongreß 
in St. Lonis gehalten hat. Verf. gibt einen kurzen historischen Überblick 
über die Entwicklung der Doppelsternastronomie und über die diesbezüg- 
lichen Beobachtungen auf der Lickstemwarte, wo eine systematische 
Darchmustemng der Sterne vorgenommen wird und durchschnittlich auf 
100 durchmusterte Sterne etwa 3 neue Doppelsterne kommen, während 



124 IL Teil : Astronomie. 7,1905. 

unter den Sternen bis 9^' Größe auf 18 bis 20 ein Doppelstem enger 
als 5' käme. Verf. schlägt vor, die systematische Suche nach Doppel- 
sternen auch auf den sudlichen Himmel auszudehnen, wozu ein 24 Zoller 
genügen wurde. 

500. T. E. Heath, A New View of the Stars. Know. N. S. 2 54—57. 
Populäre Erklärung der den Parallaxen entsprechenden wahren Ent- 
fernungen und Lichtstärken der Fixsterne. Eine Zeichnung zeigt die 
Positionen und relativen Distanzen (auf eine Ebene projiziert) der Sterne, 
deren Parallaxen gemessen sind, eine zweite soll eine Vorstellung der 
StemgroBen mittels der aus den hypothetischen Lichtstärken berechneten 
Durchmesser geben. A. B. 

501. T. E. Heath, Cur Stellar Universe. Know. N. S. 2 141—144. 
Ref.: Obs. 28 258. 

Verf. gibt nach Seeliger eine schematische Zeichnung des Stern- 
systems bis zu 3500 Lichtjahren in der Milchstraßenzone und bis 
2000 Lj. senkrecht dazu reichend. Tabellen geben das Zahlenmaterial 
über die wahren Größen und Entfernungen der Sterne im Anschluß an die 
Untersuchungen von Newcomb, Gore, Kapteyn, Easton. Er er- 
wähnt ferner seine Darstellung des Systems der näheren Fixsterne mittels 
sechs großen Stereogrammen. A. B. 

502. T. E. Heath, Our Stellar üniverse. London 1905, King, Seil, and 
Olding Ltd. Ref.: Know. N. S. 2 210. Nat. 72 531. 

Dieses kleine Buch enthält sechs Stereogramme der Sonne und 
Nachbarsteme als Ergänzung zu dem größeren Buche gleichen Titels 
(siehe Ref. 159) und als Ergebnis der in den vorbesprochenen Aufsätzen 
enthaltenen Studien über Sternverteilung und Sterngrößen. A. B. 



503. C. D. Perrine, Die Gesamtzahl der Nebelflecken. Ref.: H. u. E. 
17 376. Ober das Original (Lick Bull. No. 64) siehe AJB. 6 127. 



504. A. R. HiNKs, The Milky Way and the Clouds of Magellan. 

E. M. 82 108. 

Der Annahme, daß die Spiralnebel (zum Unterschied von den sog. 
Gasnebeln) der Milchstraße ausweichen, stimmt Verf. nur insofern bei, 
als er dieses Ausweichen als Zufall ansieht. Die Sterne sind in Scharen 
von Wolken vereinigt, die sich einer Ebene anschmiegen (Milchstraße). 
Die Sonne steht nahe in der Mitte einer solchen Wolke, die für uns die 
ziemlich gleichmäßig über den Himmel zerstreuten helleren Sterne liefert. 
Einige andere Wolken sind mäßig weit entfernt, ihnen gehört die Mehr- 
zahl der schwächeren Katalogsterne an. Die übrigen steheh wegen ihrer 
großen Entfernung scheinbar dicht beisammen und geben das Bild der 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 17. 125 

UilchstraBe. Abseits der Hauptebene steht eine Woiice, die kleine Kap- 
wölke. Ebenso dürften die Spiralnebel sich in Wolken zusammendrängen 
and diese erscheinen wenig verdichtet, weil wir nur die näheren Nebel 
sehen können; anch die zagehörenden Sterne würden uns also ziemlich 
weit zerstreut erscheinen. Diese Wolken bevorzugen eine von der Milch- 
straße verschiedene Ebene. Die große Kapwolke wäre eine hierzu 
gehörende, wenn auch etwas außerhalb stehende Wolke, in der Nebel und 
Sterne zahlreicher und dichter gedrängt sind. Irgendeine von vielen 
Wolken kann oder muß doch die reichste sein. Diese Ansichten will 
Verf. vorläufig nur als Arbeitshypothese ausgesprochen haben. A. B. 



505. W. Stbatonow, CTpoeme BceJieHHOö (Stroenije wselennoj) 
[Zur Frage über die Einrichtung des Weltalls]. R, a. G. U 107 

1 1 S., 80. (Russisch.) 

Verf. beweist, daß die Verdoppelung der Milchstraße nur eine 
scheinbare Erscheinung ist, welche durch das Vorhandensein einer 
Nebenkette von Stemwolken bedingt ist. Iw. 



Siehe auch Ref. No. 182, 258, 2.59, 306. 

§ 17. 

Eigenbewegong der Sterne iind der Sonne. 

506. A. R. HiNKS, On the Deteimination of Proper Motions without 
Reference to Meridian Piaces. M. N. 65 713—718. 

Verf. weist zuerst auf die Schwierigkeiten hin, mit denen die Be- 
stimmung von Eigenbewegung mittels Meridianbeobachtuugen behaftet ist 
and die von den systematischen Eatalogreduktionen, der Größenungleich- 
heit and von der Ungewißheit darüber stammen, ob die aus den helleren 
Sternen abgeleitete Präzessionskonstante auch für die schwächeren gilt. 
Er hält es für vorteilhafter umgekehrt vorzugehen und aus photographi- 
schen Aufnahmen, die 10 bis 20 Jahre auseinanderliegen und bis zu 
Sternen 16. bis 17. Größe geben, einen fixen Hintergrund unbewegter 
Sterne zu ermitteln und die Bewegungen der nicht genau an ihrem Ort 
gebliebenen Sterne auf diesen Hintergrund zu beziehen. Nachher kann 
man die Bewegungen auf ein anderes Eoordinatensystem reduzieren und 
^ solches empfehle sich weniger das Äquatorsystem als die Ebene der 
Milchstraßenzone. Die bereits aufgenommenen interessanteren Objekte, 
Sterngruppen, Nebel, Gegenden mit Sternen seltener Spektralordnung usw. 
lieferten bereits ziemlich gleichmäßig über den Himmel verteiltes Material, 
die noch vorhandenen Lücken wären bald auszufüllen. A. B. 



307. Paul Harzer,. Ober die Bestimmung des Apex. a. N. 1B7 
237, 6V> S. 

Verf. hat früher (A.N. 133 No. 3173) an die von H. Kobold 
getroffene Formulierung des Apexproblems anknüpfend eine kurze Notiz 



126 ^I- 'I'eii: Astronomie. 7, 1905. 

über das ganze Problem gegeben, die aber nichts über die Ermittlang 
der Fehler der unbekannten Größen enthält. Da nun die vorgeschlagene 
Methode inzwischen benutzt und auch von anderen Astronomen behandelt 
ist, so holt Verf. die Fehlerbestimmung jetzt nach. Zuvor aber gibt 
Verf. erst noch eine kurze Darstellung der einzelnen Fälle des Problems 
und geht dann erst zur eigentlichen Fehlerermittlung über. Anhangsweise 
zeigt Verf., daB die von Herrn K. Bohlin gegebene Radiantenbestimmung 
(siehe Ref. No. 563) eng mit dieser Formulierung des Apexproblems zu- 
sammenhängt, und eigentlich dreideutig ist; nur durch die Einführung 
des Näherungspunktes für den Radianten wird das Problem ein ein- 
deutiges. 

508. E. J. Gheury, Sur la rotation d'ensemble de l'univers. B. S. 
B. A. 10 62—69. 
Verf. sieht die Milchstraßenebene als einen Äquator an, ein Äquator 
(und zonale Streifungen auf Planeten) sei ein Beweis für Rotation, also 
müßte auch das Milchstraßensystem sich in Rotation befinden. Aus den 
bisherigen Beobachtungen über die Sternbewegungen sei allerdings die 
Drehung des Systems kaum zu entnehmen (siehe AJB 6 132). 

A.B. 

hielte auch Ref. No. 493. 



§18. 
Finsternisse, Bedeckungen und Durchgänge. 

509. B. ViABO, Applicazione delle formule di parallasse al calcolo 
deir eclisse solare del 30 Agosto 1905. Pubbl. Are. 19 103, 12 S., 8o. 
Mit Hilfe der Formeln zur Berechnung der Parallaxe und einer 
graphischen Konstruktion kann man die Ein- und Austrittszeiten und 
Position s Winkel sowie die Größe einer Sonnenfinsternis für einen bestimm- 
ten Erdort berechnen und Verf. führt das für die im Titel genannte 
Finsternis und die Sternwarte in Arcetri durch. 



510. S. J. Johnson, Annular Eclipses, Obs. 28 174» 2Vi S. 

Verf. spricht über die Seltenheit ringförmiger Sonnenfinsternisse im 
allgemeinen und zählt die ringförmigen Finsternisse auf, die seit Christi 
Geburt in England sichtbar waren bezw. in Zukunft sichtbar sein werden; 
letzteres wird im April 1921, Juli 2093 und September 2220 eintreten. 
Weiter hebt Verf. hervor, daß am 27. Januar 1683 und 12. Juli 1684 
in Portugal ringförmige Finsternisse sichtbar gewesen sein sollen. Auch 
weist Verf. auf das Jahr 1908 hin, in dem drei Sonnenfinsternisse aber 
keine Mondfinsternis stattfinden, was zuletzt 1535 der Fall gewesen sei. 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 18. 127 

511. C. T. Whitmell, Eclipses of the Mid-day Moon. j. B. A. ä. 
15 166. 

Ober die Bedingungen der Sichtbarkeit einer Mondfinsternis, deren 
Mitte anf Mittag fällt, besonders wenn sie um Sommer- oder Wintersonnen- 
wende eintritt (siebe AJB 6 133). A.B. 

512. Stechert, Hilfsgrößen für die Berechnung der im Jahre 1906 

stattfindeDden Sonnenfinsternisse und Sternbedeckungen. Ann. 
d. Hydrog. 88 553, 8 S. 

Wie in früheren Jahren (siehe AJB 1 90) veröffentlicht Verfasser die 
Hilfsgrößen zur Berechnung der stattfindenden Sonnenfinsternisse und der 
im nautischen Jahrbuche angegebenen Sternbedeckungen. Als Beispiel 
wird die Sonnenfinsternis vom 19. August 1906 für Fort Rae und eine 
Stern bedeckung für Hamburg berechnet. F. 



513. L. Ugveto, Metodo grafico analitico para la prediccion de las 
ocaltacion&H en vista de la determinacion de las iongitades. 

Caracas 1905, Derrera Irigoyen & Ca. 95 S., 8^. 
Der Berichterstattung nicht zugänglich. F. 



514. A. Orlow, CoJiHeHHoe saTMeme (Ssolnetschnoje satmeuije) 
[Ans Anlaß der totalen Sonnenfinsternis vom 27. Augast 19()4]. 
R. A. G. 11 33, 5 S., 80. (Russisch.) 

Die Sonnenfinsternis vom 27. August (9. September) 1904 zeichnete 
sich durch ihre sehr groBe Dauer der Totalität aus. Dies gibt dem Verf. 
Veranlassung, sich in dieser Abhandlung mit den folgenden Fragen zu 
beschäftigen: 1. Wann wird wieder eine totale Sonnenfinsternis von langer 
Dauer sein? 2. Welche Bedingungen sind für die längste Daner der 
Totalität erforderlich? 3. An welchen Orten wird man solche Sonnen- 
iiosternisse beobachten können? Iw. 



515. G. BiGODRDAN, Les eclipses de Soleil. Instructions somraaires sur 
las obserrations que Ton peut faire pendant ces eclipses, et particuliere- 
ment pendant l'eclipse totale du 30. aoät 1905. Paris, Gauthier- Villars, 
1905. 167 S., 120. Auszüge daraus: Ciel et Terre 26 197, 221, 255, 
3IV3 S. Ref.: Obs. 28 296, P/s S.; Cosmos N. S. 58 52; Revue Sc. (5) 
4 255: Teixeira J. 15 191. 

Die Schrift ist ein Sonderabdruck aus dem Annuaire du Bureau des 
Ungitodes für 1906 (siehe Ref. No. 90) und gliedert sich inhaltlich in 
in folgender Weise: Die Einleitung bringt Allgemeines über die Sonne, 
die Korona, die Sonnenfinsternisse und Spezielles aber die Sonnenfinsternis 
'om 30. August 1905. Dann folgt ein Abschnitt über Beobachtungen, 
die man während einer partiellen Sonnenfinsternis machen kann und dann 
ein solcher über Beobachtungen während der Totalität, Als solche 
werden aufgeführt: zeichnerische und photographische Abbildung der 



128 11* Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Korona, HelligkeitsbestimmungeD, spektroskopische und Polarisations- 
beobachtungen an der Korona und endlich noch verschiedene Beob- 
achtungen wie Nachsuchung nach einem intramerkuriellen Planeten usw. 
In vier Anhängen werden die Maximal- und Minimalepochen der Sonnen- 
flecke, ein Verzeichnis der Sonnenfinsternisse von 1846 — 1954, die 
Elemente der Finsternis vom 30. August 1905 und eine Klassifikation 
der Beobachtungen je nach den zur Verfugung stehenden Hilfsmitteln 
gegeben. 

516. Wilhelm Kbebs, Die scheinbare Ausdehnung des Erdschatten-s 
über den Rand des partiell verfinsterten Mondes, a. N. 167 391. 
Verf. hält das Zustandekommen des im Titel genannten Phänomens nur 
bei dunstiger Erdatmosphäre für möglich, denn wie in einer solchen der 
Lichtkegel eines elektrischen Scheinwerfers hell, so müsse der Schatten- 
kegel der Erde dunkel herausgeschnitten erscheinen. „Bei geeigneter 
Lage des Beobachtungsortes kann der obere Rand dieses Kegelstumpfes 
mit demjenigen der Kernschattenprojektion auf der partiell verfinsterten 
Mondscheibe streckenweise zur ungefähren Deckung gelangen und so die 
Erweiterung der Schattenprojektion über den Mondrand hinaus vor- 
täuschen.^ 



§19. 
Bestimmung von Zeit, Länge und Polhöhe, Polhöhenvariation. 

Zeit, Länge und Polhöhe. 

517. C. Stechebt, Zeit- und Breitenbestimmungen durch die Me- 
thoden gleicher Zenitdistanzen. Arch. deutsch. Seewarte 28 No. l, 
64 S., 6 Tafeln. Ref.: Sir. $9 44. 

In der Einleitung erklärt Verf. das Prinzip der hier behandelten 
Methoden. Das zu verwendende Instrument muß ein empfindliches 
Niveau besitzen, das während der Beobachtungsdauer starr mit dem In- 
strument verbunden bleibt. Ein derartiges Universalinstrument mit Horre- 
bow-Niveau wird von C. Bamberg (Friedenau) für die Marine geliefert 
(Abbildung auf Tafel 1). Sowohl für Zeit- wie für Breitebestimmung 
wird zuerst erklärt und an Beispielen gezeigt, wie man die geeignetsten 
Sterne auswählt und ihre Höhen und Azimute behufs leichter Auffindung 
berechnet. Es wird gezeigt, wie man sich diese Aufgabe durch Diagramme 
erleichtem kann (Tafel 2 bis 6). Dann wird die Ausfuhrung der Beob- 
achtungen selbst sowie die Ableitung der Resultate gelehrt und an Bei- 
spielen veranschaulicht. In einem besonderen Abschnitt werden die 
Beobachtungsmethoden für einen festen Ort behandelt. Drei Tabellen, 
zwei Verzeichnisse von Zeitsternpaaren nebst Hilfgrößen für die Vor- 
bereitungsrechnung bei Zeit- und bei Breitenbestimmungen beschließen 
die Abhandlung. A. B. 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 19. 129 

Öl 8. W. Ebnest Cooks, Time Determination. Simple and Accnrate. 
E. M. 81 545. 

Verf. hat in den M. N. (siehe AJB 5 153) eine Methode entwickelt, 
am aus den mit einem Theodoliten beobachteten Durchgängen von Sternen 
dorch einen und denselben Höhenkreis die Zeit zu finden. Er entwickelt 
hier eine Vereinfachung der Methode, die man anwenden kann, wenn 
man sich bei der Zeitbestimmung mit einer Genauigke t von 1 — 2 Sekunden 
begnügen will. Verf. gibt auch ein Zahlenbeispiel sowohl für die Vor» 
ausberechnnng als auch für die Zeitbestimmung selbst. 



519. G. 0. James, On the Polaris Vertical Circle Method of Ob- 
taining Time with the Sarveyors Transit. Pop. Astr. 18 499—503. 
Für den Fall, daß nur ein genäherter Wert der Chronometerkorrek- 
tion gebraucht wird, leitet Verf. für die Zeitbestimmung im Vertikal des 
Polarsterns ein Formelsystem ab, das eine kurze und einfache Reduktions- 
rechnung ermöglicht; auch ein Beispiel hat er beigefügt. A. B. 



520. F. H. Seares, The Polaris Vertical Circle Method and the 
Engineers Transit. Pop. Astr. 18 553—556. 

Verf. zeigt, daß seine eigenen Formeln im wesentlichen dieselben 
wie die von James sind und bei genäherter Rechnung noch etwas rascher 
zum Ziele führen. A. B. 

521. Fredebick H. Seabes, The Polaris Vertical Circle Method of 
Determining Time and Azimnth. Laws BulJ. No. 5, 60 S., 4^. 

Verf. geht von der nicht wegzuleugnenden Tatsache aus, daß die 
Methode der Zeitbestimmung im Vertikal des Polarsterns trotz der ein- 
gebenden und eleganten Bebandlungsweisen durch W. Dollen und 
P. Harzer (siehe AJB 1 92) nicht die Verbreitung und Anwendung 
gefanden hat, die sie infolge ihrer großen Genauigkeit eigentlich verdient. 
Verf. meint, daß daran wohl hauptsächlich der Umstand schuld sei, daß 
die genannten beiden Gelehrten direkte Auflösungen des Problems gegeben 
hätten, die die Kenntnis einer Anzahl von Hilfsgrößen zur bequemen 
Behandlungsweise verlangen, die entweder mit der Zeit oder mit der 
Breite rasch veränderlich sind. Verf. kehrt nun zu einer indirekten Lösung 
des Problems zurück, wie solche schon von W. Dollen und H. Bruns 
gegeben sind, doch waren die betreffenden Arbeiten dem Verf. nicht zu- 
gänglich. Verf. legt besonderen Wert darauf, daß bei seiner indirekten 
Auflösung des Problems der Rechenschematismus sich dem bei Zeitbe- 
stimmungen im Meridian üblichen anschließt und keine Hilfstafeln er- 
fordert. Femer zeigt Verf., daß man bei genäherten Zeitbestimmungen, 
wie man sie bei Feldoperation mit dem Universalinstrument ausführt, 
wobei es nur auf eine Genauigkeit von 0,^2 bis 0,^3 ankommt, seine 
Methode sehr beträchtlich vereinfachen und dadurch brauchbarer machen 
kann. 

Astronom. Jahresbericht 1905. {) 



130 ^^' '^^^^' Astronomie. 7, 1905. 

522. N. Pawlow, BHHHCJieme ;^o;iroTT> (Witschislenije dolgot) 
[Längen berechnang ans Chronometerexpeditionen nach vereinigten 
Formeln der Interpolation und Extrapolation]. Mit 3 Tabellen. 
St Petersburg, 1905. 21 S. 80. (Russisch.) 

Verf. zeigt, daß, wenn der wahrscheinliche Fehler der Extrapolation 
der Chronometerkorrektion anf ein Zeitintervall im voraus gleich ± a 
ist, derselbe anf t Zeitintervalle voraus dbta ist Dann leitet Verf. die 
Abhängigkeit zwischen den wahrscheinlichen Fehlern der Interpolation 
und Extrapolation ab, und gibt für die Längenberechnung die Formeln, 
welche nach seiner Meinung den Einfluß der zufölligen, ebenso wie der 
systematischen Störungen in den Chronometergängen bedeutend vermindert. 
Seine Formel benutzt Verf. zu Längenberechnungen aus der Altaischen 
Chronometerexpedition vom Jahre 1904. Iw. 



523. Pewzow, OnpeA'feJieHie z^o.iirorb (Opredelenije dolgot) [über 
die Bestimmung der geographischen Länge aus Beobachtungen 
des Mondes auf gleichen Höhen mit Sternen in der Nähe des 
ersten Vertikals]. R. A. G. 11 118 21 S. (Russisch.) 
Verf. beweist, daß bei der von ihm vorgeschlagenen Methode der 
Beobachtung viele Instrumentalfehler, ebenso wie die Ungenauigkeit der 
astronomischen Eonstanten sich eliminieren. Um ziemlich befriedigende 
Resultate zu erhalten, muß man den Mond in der Nähe des ersten Ver- 
tikals beobachten, nämlich in den westlichen Azimuten von 80^ bis 100^ 
oder in den östlichen von 260^ bis 280^ und in Hohen nicht geringer 
als 20^ über den Horizont. Verf. glaubt, daß die Länge nach dieser 
Methode mit einer Genauigkeit von 5^ bestimmt werden kann. Iw. 



524. EuBT Hessen, Die rechnerische Bearbeitung der Messungen 

von Monddistanzen. Mit einem Vorwort von W. Fo erster. Astr. 
Abb. No. 10, 27 S. 40. 

Im Vorwort wird gesagt, daß die Monddistanzen ihre Bedeutung für 
Ortsbestimmungen namentlich in der Nautik fast ganz verloren haben 
durften, daß sie dagegen, durch verfeinerte Methoden beobachtet, zur Er- 
mittelung differentieller Verbesserungen der Mondkoordinaten wie der 
geographischen Koordinaten des Beobachtungsorts dienen können. In 
diesem Falle wurden sie auch die Kenntnis der Erdgestalt fordern. In 
der eigentlichen Abhandlung wird zunächst eine strenge Formel für die 
Distanz des Mondmittelpunkts von einem andern Gestirn abgeleitet, wobei 
die Glieder erster, zweiter und dritter Ordnung schon äußerlich kenntlich 
gemacht sind, so daß man je nach der verlangten Genauigkeit die Formel 
abkürzen kann. Dann werden verschiedene Reduktionen behandelt, Paral- 
laxe, Refraktion, Korrektion des Erdhalbmessers, Korrektionen wegen des 
Mondhalbmessers. Zuletzt wird die Distanzformel differenziert, um eine 
lineare Bedingungsgleichung für die zu verbessernden Größen zu erhalten. 
Die numerischen Rechnungen werden durch die der Abhandlung ange- 
fügten Tafeln erleichtert. Die Hundertsteibogensekunde ist mitgenommen. 

A. B. 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 20. 131 

525. A vilagora (Die Weltuhr). Id. 9 128. 2 S. 8o. 

Referat über die Weltuhr Fialowskis, siehe AJB. 6 136. 



Siehe mich Ref. No. 1042. 



Polhöhen Variation. 

526. A. KuNGATSCH, über die Änderung der Polhöhen. Graz, 1904. 
30 S. 80. Ref.: Petermanns Mitt 51 Lit. 80. 

Wiedergabe eines Vortrages, den Verf. beim Antritt des Rektorats 
der Technischen Hochschale in Graz gehalten hat, und worin er in all- 
gemein verst&ndlicher Weise einen Ül^erblick über die Geschichte und die 
neoeste Entwicklung der Frage nach der Polhöhenschwankung gibt. 



527. R. Spitaler, Periodische Verschiebungen des Schwerpunktes 
der Erde. Wien. Ber. 114 695, 15 S. Ref.: Run^ 20 550. Sir. 88 187. 
Verf. hat früher bereits (siehe AJB 3 147) nachgewiesen, daß das 
jährliche Glied der Polschwankung, wie es sich aus den Beobachtungen 
ergibt, durch die jahreszeitlichen Luftmassenverschiebungen näherungsweise 
erklart werden kann. Nun hat aber Prof. Kimura aus den Beobach- 
taugen des internationalen Breitendienstes noch eine jährliche kleine 
Welle in den beobachteten Polschwankungen nachgewiesen, die unab- 
hängig ist von der geographischen Länge des Beobachtungsortes. Verf. 
versucht nun, ob sich dieses Eimurasche Glied ebenfalls durch periodisch 
wandernde Massen auf der Erde — und zwar zieht Verf. Luft- und 
Wassermassen in das Bereich der Betrachtung — erklären lassen, gelangt 
aber zu einem negativen Resultat. 



Siehe auch Ref. No. 55^ 861. 



§20. 

Zeitzahlung, Kalender, Chronologie. 
Zeitzählung und Chronologie. 

528. N. Hbrz, Über das Geburtsjahr Christi. 77. Versamml. deutsch. 
Natarf. u. Ärzte 1905. Nat. Rund. 20 570. 

Herz berechnet das Todesjahr Christi = 776 nach Erbauung Roms, 
veii da der Todestag auf einen Freitag nach dem Ostervollmond fiel. 
Dann wire als Geburtsjahr 743 statt 753 anzunehmen. Die Angaben 
im Evang. Lukas and bei Tertullian seien damit leicht in Einklang zu 
bringen. A. B. 

529. Bebthold Cohn, Der zweite Elul. Z. S. der Deutschen Morgen- 
lindischen Gesellsch. 59 622-624. 



132 U« Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Der von Abbe Memain aus einer Stelle FlaviiJosephi bell. jad. II 
cap. 37 gefolgerte Monat £lul scheni beruht auf einem Irrtum. 

A. B. 



530. E. FöRSTEMANN, Die Schlangenzahlen der Dresdener Maya- 
handschrift. Weltall 5 199—203. 
Der Verf. stellt Berechnungen an über eine Reihe groBer Zahlen 
im letzten Drittel der Mayahandschrift zu Dresden, das den Weltunter- 
gang als Enddarstellung hat, und findet überall Beziehungen jener Zahlen 
zu den synodischen Umlaufszeiten besonders von Mars und Venus. 

A. B. 



581. E. FöRSTEMANN, Zur Chronologie der Azteken. Weltall 
374-377. 

Verf. fuhrt aus der Dresdener Mayahandschrift einige Millionenzahlen 
an, die, wie eine Stelle einer handschriftlichen ^Bistoyre du Mechiqne^ 
aus dem XVI. Jahrhundert schließen lasse, auf die Zeit der Einwanderung 
der Azteken hindeuten. Nur scheinen sie etwas umgeändert, damit sie, 
arithmetisch betrachtet, „eine besondere Eigenheit und eine gewisse Heilig- 
keit darbieten^. A. B. 

532. E. FöRSTEMANN, Mayahieroglypheo als Bezeichnung für Zeit- 
räume. Weltall 6 13—23. 

Geschichtliches über die Deutung von Mayahieroglyphen. Zusammen- 
stellung der Zeichen, die zur Angabe je einer bestimmten Anzahl von 
Tagen dienten, nebst Erklärung dieser Zeichen und Quellennachweis ihres 
Vorkommens. Es handelt sich um Tagesgruppen, die bei der Einteilung 
des Jahres eine Rolle spielten oder in Beziehung zu den synodischen 
Umläufen des Merkur, der Venus stehen oder die Vielfache solcher 
Perioden ausdrücken. Die höchste Zahl, die Verf. einer Hieroglyphe bei- 
legt, ist 144 000. A. B. 

533. Standard Time in America. Science 22 315—318. 

Im Anschluß an den Jahresbericht des Naval Observatory wird hier 
eine Geschichte der Normalzeit in Nordamerika gegeben. Die ältesten 
Sternwarten gaben schon die Zeit an die Städte ab, so W. C. Bond 
(1820 — 1860) der Stadt Cambridge. In den fünfziger Jahren folgten 
andere Sternwarten; 1870 wurde durch Myer die Washingtoner Zeit für 
gewisse (meteorologische usw.) Beobachtungen eingeführt. In den siebziger 
Jahren schon trat W. F. Allen, Sekretär der allgemeinen „Zeitvereini-» 
gung^ der Eisenbahnbeamten für die Stundenzonenzeit, ausgehend von 
Greenwich ein. Aber erst im Herbst 1883 wurde für den Osten die 
Zeit des 75. Meridians eingeführt und vom 1. März 1884 an auch für 
den Fall des Zeitballs in Washington angenommen. A. B. 



3. Kapitel: Sphärische Astronomie. § 20. 133 

534. J. Plassmann, Zur Verwandlung der mittleren Zeit in Sternzeit 
und umgekehrt. Iflitt. V. A. P. 15 78-81. 
Redaktionstabelle im Intervall von 0,^1 entsprechend einer Redaktion 
von 0,'986 fortschreitend. Verf. gibt auch eine praktische Teilbracbreihe, 
in der schon das zweite Glied kleiner als 0,^1 bleibt. A. B. 



Kalender und Kalenderreform. 

535. W. FoEBSTBR und P. Lehmann, Die veränderlichen Tafeln des 

astronomischen und chronologischen Teils des preußischen 

Normalkalenders für 1906. Nebst einem allgemeinen statistischen 
Beitrage von Präsident £. Blenck. Berlin, Verlag des Königlichen 
statistichen Bureaus, 1905. Vh-158 S., 80. 

Der vorliegende Jahrgang dieser Tafeln schließt sich seinen Vor- 
gSagern durchaus an (siehe AJB 1 100). Ealendarium und die Mond- 
Auf- and Untergänge sind wieder für fünf Vierteljahre (1906 Januar 1 
bis 1907 März 31) berechnet, die übrigen Tafeln und Angaben gelten 
für das Jahr 1906. Der astronomische Teil der populären Mitteilungen 
ist wie im Vorjahre von Professor Lehmann verfaßt und enthält ein- 
gehendere Mitteilungen über die im Jahre 1906 zu erwartenden Kometen- 
erscheinungen, über den 9. Saturnsmond Phoebe und die neuesten 
Bestimmungen der Rotationszeit der Venus. 



536. K. Oertel, Das Osterdatum von 1905. Beil. AUg. Zeitg. 1Ö05 
No. 69 Seite 548, P/i S., gr. 80. 

Aus Anlaß des späten Ostertermins im Jahre 1905 setzt Verf. die 
Grandlagen für die ekklesiastische Rechnung, wie Goldene Zahl, Sonnen- 
zirke], Sonntags buchstabe, £pakte usw. in allgemeinverständlicher Weise 
auseinander und zeigt wie die zyklische Mondrechnung gelegentlich von 
dem wirklichen Mondlaufe nicht unbeträchtlich abweichen kann. 



537. W. Ebben, Zur Osterrechnung. Beil. All. Zeitg. 1905 No. 84 Seite 60, 
IV* S., gr. 80. 

Anknüpfend an den vorstehend referierten Aufsatz legt Verf. an 
einem Beispiel (Ostern 1905) dar, wie man das Osterfest mit Hilfe der 
Bedaschen Konkurrenten und Epakten viel einfacher berechnen könne als 
laf dem von Herrn Oertel angegebenen Wege. In einer Anmerkung 
weist letzterer darauf hin, daB es ihm gar nicht darauf angekommen sei, 
eine möglichst bequeme Formel für die Berechnung des Osterfestes zu 
geben, sondern lediglich die Grundlagen zur Bestimmung desselben aus- 
einanderzusetzen. 

538. A. M. W. DowNiNG, The Date of Easter in 1905. J. B. A. A. 
15 132. Publ. A. S. P. 17 80. 

Nach dem wahren Vollmond berechnet hätte Ostern 1905 vier 
lochen früher sein müssen als der Kalender angibt, der auf der zykli- 
schen Mondrechnung beruht. A. B. 



134 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

539. L. Lange, Das heurige Osterdatam. s.-A. Tübingen, 27. Jan. 1905. 
Über die ZweckmäBigkeit der Osteirecbnung nacb dem gregoriani- 
schen Kalender oder der Fixierang des Festes im Kalender. „Der klassische 
Ort fär Streitigkeiten und Erwägnngen dieser Art^, sagt Verif., ^war immer 
unser liebes. Tübingen.^ A. B. 

540. Walter F. Wislicenus, Der Kalender in gemeinverständlicher 

Darstellung. Aus Natur und Geisteswelt 69. Bändchen. Leipzig, 
B. G. Teubner, 1905. 118 S., kl. 80. Ref.: Jahresber. d. Deutsch. 
Mathem. Vereinig. 14 417. 

Nach einem kurzen einleitenden Kapitel über die Zeitmaße bespricht 
Verf. der Reihe nach die Kalender der Christen, Juden, Mohammedaner 
und der ersten französischen Republik und setzt in einem Schlußwort 
die Anwendung der Schramschen „Kalendariographischen Tafeln" aus- 
einander. In einem Anhang sind die Daten der Osterfeste in beiden 
christlichen Kalendern bis zum Jahre 2000 gegeben. Bei Besprechung 
der christlichen Kalender geht Verf. auch nSher auf die geschichtliche 
Entwicklung derselben ein und leitet eine für die Jahre 1900 — 2099 
geltende Regel zur Berechnung des Osterfestes ab. Numerische Beispiele 
sind — wo irgend angängig — in den Text eingefügt. 



541. AcHiLLE Faurb, Le calendrier universel. B. S. A. F. 19335, ö'AS. 

Verf. schlägt einen neuen Kalender vor, in dem die Jahreslänge im 
allgemeinen 365 Tage betragen soll, doch erhält jedes Jahr, dessen 
Jahreszahl mit oder mit 5 endigt, einen Schalttag, endigt die Jahres- 
zahl mit 00, 25, 50 oder 75, so werden 2, endigt sie mit 000 oder 
500, werden 3, endigt sie mit 0000 oder 5000, so werden 4 Tage 
eingeschaltet. Das Jahr beginnt mit dem Frühlingsäquinoktium und 
zerfällt in 13. Monate zu je 4 Wochen = 28 Tagen und außerdem den 
Tag des Jahresanfangs. Die Jahre werden von der Einführung dieses 
Kalenders ab gezählt. 

542. H. L. An New Twentieth-Century Calendar. E. M. 83 207. 
Verf. schlägt vor: Jeder Monat soll mit einem Sonntag anfangen 

und vier Wochen besitzen, März, Juni, September, Dezember dagegen 
5 Wochen; in jedem sechsten Jahr soll auch der Januar fünf Wochen 
haben, ausgenommen jedes 84. Jahr. Der Restfehler beträgt dann für 
84 Jahre 15^,45, macht auf 924 Jahre eine Woche. Wochentage und 
Daten sind dann fest verknüpft, die drei Hauptfeste fallen stets auf 
Sonntage, die vier Bankfeiertage (!) stets auf Montag. A. B. 

543. R. W. McFabland, Astronomical and Historical Chronology 
by Jordan. Pop. Astr. 18 112—114. 

Verf. führt mehrere Unrichtigkeiten der Jordan sehen „Streitschrift* 
(siehe AJB 6 139) an, auf alle einzugehen verbiete ihm der Mangel aa 



4. Kapitel: Babnbestimmung. § 21. 135 

Raam. Jordan habe nicht beachtet, daß die historischen Überlieferangen 
des Altertums ursprönglich nicht zahlenmäßig datiert waren, daß z. B. 
die romische Konsulsdatierang keine vollständige Reihe bildet und viele 
Widersprüche aufweist. Die Schrift sei ein Beispiel, daß viel Rauch sein 
kann, wo nur wenig Feuer ist. A. B. 



544. R. W. McFarland, Miscellany. Pop. Astr. 18 531—534. 

Verf. bemerkt betreffs der Jahresrechnung, daß bei den zyklischen 
Berechnungen die Jahreszahl stets das laufende Jahr bezeichnet. Seine 
weiteren Ausfuhrungen behandeln einige Kalenderregeln, die wechselnde 
Länge des Monats und des tropischen Jahres, die Julianische Periode und 
die Wochentagsbestimmung. A. B. 

Siehe auch Ref. Ao. 254, 255, 266, 279. 



4. Kapitel: Bahnbestinimnng:. 

§ 21. 
Lehrbücher und Sohrüten allgemeineren Inhalts. 

545. J. Bacschinqeb, Die Bahnbestimmung der Himmelskörper. 

Leipzig, W. Engelmann, 1906. XV-H653 S. gr. 80. Ref.: A. N. 170 31. 
Nat. Rund. 21, 164—166. 

Das vorliegende Werk behandelt hauptsächlich die Aufgabe der Er- 
mittlung der strengen Bahnelemente von Planeten und Kometen. Der 
erste Teil betrifiFt die mit den Beobachtungen zusammenhängenden 
Zahlenwerte, Zeit und Koordinaten und die verschiedenen Reduktionen, 
die der Rechner an diese GröBen anzubringen hat. Auch die Gesetze 
der Mechanik werden abgeleitet, soweit sie in der Bahnbewegung und 
Rotation (Präzession usw.) in Betracht kommen. Der zweite Teil lehrt 
die far die Rechnung geeigneten Sätze und die darauf gegründeten 
Formeln aus der Geometrie der Kegelschnitte, sowie die Gesetze der 
Bewegung um die Sonne. Im dritten Teil wird die aus der heliozentri- 
schen Stellung und Bewegung eines Planeten folgende geozentrische 
Stellung und Bewegung betrachtet. Der vierte Teil stellt die Methoden 
erster Bahnberechnung aus drei und vier Beobachtungen und die auf den 
Lambertscheu Satz von der Krümmung des geozentrischen Laufs gegründeten 
Methoden dar. Ferner wird die Berechnung von Parabeln und Kreis- 
bahnen gezeigt. Die Bahnverbesserung wird nach Erläuterung der Grund- 
satze der Wahrscheinlichkeitsrechnung (Methode der kleinsten Quadrate) 
im fünften Teil behandelt, sowohl die direkte Verbesserung der Elemente 
wie die Variation der Distanzen. Der sechste Teil ist der Theorie der 
speziellen Störungen gewidmet nach den drei Berechnungsmethoden der 
Variation der Konstanten, der Störungen in Polar- und in rechtwinkligen 
Koordinaten. Auch Umformungen der Methoden für Kometenstörungen 
werden gegeben. Im siebenten Teil finden sich die wichtigsten Methoden 
der Babnberechnnng der Meteore (scheinbare und wahre Bahnen), der 



136 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Satelliten und der (visuellen und spektroskopischen) Doppelsteme. (P. 
Harzer, Bemerkung zu Bauschingers „Bahnbestimmung^ A. N. 170 31). 

A. B. 



546. F. S , 6. BoccARDi, Guide du Caiculateur. Ap. J. 22 161. 

Besprechung und Empfehlung des im AJB 4 154 erwähnten Werkes 

von Boccardi. A. B. 

547. The Riddle of the Radiant. E. M. 81 501. 

Unter diesem Titel setzt zunächst Herr W. H. Wood die Natur 
eines Stemschnuppenradianten auseinander, indem er zur Erklärung einige 
Figuren und Erscheinungen aus dem täglichen Leben heranzieht. 



548. J. F. Lanneaü, Physics on Shooting Stars. Pop. Astr. 18 434—445. 
Populäre Darstellung der Flugbahnen und des Prinzips der Berechnung 
ihrer Lage im Raum und folgender Punkte: ungleiche Geschwindigkeit der 
Abend- und Morgensternschnuppen, Glanz und Masse, Umsetzung der 
lebendigen Kraft der Meteore in Wärme, tägliche Variation, Herkunft 
(Auflösung von Kometen), Wirkung (Massenzunahme der Erde). A. B. 



549. Agnes M. Clerke, Castor as a Quadruple System. Obs. 28 209, 
3S. 

Die Verfasserin meint, daB man Castor nicht als • vierfachen Stern 
bezeichnen könne, da zwei seiner Komponenten nicht leuchten, sondern 
nur als vierfaches System, und sie gibt einen historischen Oberblick über 
die Entwicklung unserer Kenntnis dieses Systems bis auf die allerneneste 
Zeit. 

550. G. HüBEB, Die Doppel- und mehrfachen Sterne. Beilage zum 
Jahresbericht des städtischen Gymnasiums in Bern, 1905. Bern, 11K)5. 
58 S., 80. 

Allgemeinverständliche Darstellung unseres Wissens von den doppelten 
und mehrfachen Sternen, die in folgende Abschnitte zerfallt: Die opti- 
schen und physischen Doppelsteme — Die Doppelsterne Sirius und 
Prokyon — Anwendung der Spektralanalyse und Photographie auf die 
Aufsuchung und Beobachtung der Doppelsterne — Die Doppelsterne vom 
Algoltypus — Die Doppelsteme vom Typus ß Lyrae — Die eigentlichen 
spektroskopischen Doppelsterne — Bahnbestimmung der Doppelsteme — 
Bestimmung der Parallaxe und Masse eines Doppelsterns durch Rechnuno- 
— Planeten der Doppel- und mehrfachen Sterne. 



551. Oliver Lodge, Recentlv Observed Satellites. Nat 71 295. Ref • 

Cosmos N. S. 52 111; Obs. 28 113. " :- 

Verf. wirft nur die Frage auf, ob der 9. Satums- und der 6. Jupiters^ " : 
mond nicht vielleicht Kometen oder dichte Meteorschwärme sein könnten ^ 

' 1 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 22. 137 

die von den betreffenden Planeten aus ihrer ursprünglichen Bahn gezogen 
nnd dauernd festgehalten wären. 



552. William H. Pickebing, Recently Observed Satellites. Nat. 71 
390. 

Verf. meint zu der von Sir Oliver Lodge aufgeworfenen Frage 
(siehe Ref. Nr. 551), daß es nicht wahrscheinlich sei, daB die neuerdings 
entdeckten Monde von den Hauptplaneten eingefangene Kometen seien, 
dagegen sei ihre Zusammensetzung aus Meteoren sehr wahrscheinlich, 
wenn sich auch gegenwärtig nicht sagen lasse, ob sie in der Auflösung 
begriffen seien. 

Siehe auch Ref. No. 1057. 



§22. 
Methoden der Bahnbestimmung. 

553. J. Frischauf, Die Gauß-Gibbs'sche Methode der Bahn- 
bestimmung eines Himmelskörpers aus drei Beobachtungen. 
Leipzig, Wilhelm Engelmann, 1905. 47 S., 8^. Ref. A. N. 109 191 ; Nat. 
Woch. N. F. 5 127. 

Verf. fuhrt zuerst die Gibbsschen Näherungsformeln für die Dreiecks- 
verhältnisse an, hierauf die GröBen, die zur Bestimmung der Planeten- 
distanzen dienen, erklärt dann das Verfahren bei mehreren Annäberungs- 
reehnuDgen und stellt schließlich die Formeln dieser Bahnbestimmungsmethode 
ZQsamaien, die nur bei sehr kleinen Zwischenzeiten (unter 20 Tagen) 
sehr unsichere Resultate liefert. In einem Anhang finden sich verschiedene 
Ergänzungen zum „Grundriß der theoretischen Astronomie^ desselben 
Verfassers; sie sind teils theoretischer, teüs historischer Natur. A.B. 



554. A. Obbecht, Calculo de las orbital de los astros nuevos, 
planetas y cometas. Aplicacion al cometa 1901a. Auuario de 
Santiago de Chile 8 137—184, 8^. (Siebe Ref. No. 1052). 

Verf. entwickelt eine Methode, aus den beobachteten a und 8 und 
deren ÄDderungen nach der Zeit eine Bahn zu bestimmen. Kap. I gibt 
die analytischen Beziehungen zwischen den Ableitungen der geozentrischen 
Koordioaten und den Keplerschen Gesetzen, II behandelt die Redoktion 
der Beobachtungen und die Berechnung der Elemente und III die Ver- 
^ieichnng der berechneten Bahn mit den Beobachtungen. Das gewählte 
Beispiel (Komet 1901 I) ist auf zehn Beobachtungen aus Mai 8 bis 15 
«od die 1-9 2« und 3. Differenzen der Positionen gegründet. Das Ergebnis 
äebe AJß 3 190. 



138 H- Teil: Astronomie. 7, 1905. 

555. E. Lb Grand Roy, Simplification du calcul du rayon vecteur 
et de l'eqaation da centre. Arch. sc. phys. (4) 19 493, 4V3 S. 
Bekanntlich haben schon Laplace und Poisson den Radiusvektor 
und die Mittelpunktsgleichung bei einer Planetenbahn in Potenzreihen der 
Exzentrizität entwickelt, und Verf. zeigt nun, daß man die ersten Glieder 
dieser Reihen, die einzig für die Praxis in Frage kommen, durch ganz 
elementare Rechnungen erhalten kann. 



556. A. Hall, EUiptic iMotion. Pop. Astr. 18 287-296. 

Verfasser drückt die Mittelpunktsgleichung v — M und das Verhältnis 

des Radiusvektor zur halben großen Bahnachse durch Reihen nach 

Potenzen der Exzentrizität e aus und berechnet sie numerisch bis zu den 
Gliedern mit e ^ Diese Rechnungen sind vollständig angeführt. A. B. 



557. A. Hall, The determination of Orbits. Pop. Astr. 18 353— 3(U. 
Prinzip und Hauptformeln der Bahnbestimmung aus 3 Orten nach 

Gauß. Zum Schluß einige historische Notizen. A. B. 

558. A. 0. Leüschneb, Note on the orbit of Comet e 1904. Publ. 

A. S. P. 17 60. 
Verf. hatte in seinem Vortrage auf dem Kongreß in St. Louis ein 
Kriterium mitgeteilt, welches es möglich machen sollte, bei einem neu 
entdeckten Planeten oder Kometen zu entscheiden, zwischen welchen 
Grenzen seine Elemente lägen. Eine Anwendung dieses Kriteriums auf 
die ersten drei Beobachtungen des Kometen 1905 II ließen die Umlaufs- 
zeit desselben vollstäudig unbestimmt. 

559. A. 0. Leuschner, On the General Applicability of the 'Short 

Method of Determining Orbits from Three Observations'. Pop. 
Astr. 18 296—305. 

Verf. will mit seiner „kurzen Methode^ rascher als es mit anderen 
Methoden bisher möglich war, die Elemente eines Kometen oder Planeten 
bestimmen, durch welche die zugrunde gelegten Beobachtungen scharf dar- 
gestellt werden. In dem (hier vollständig abgedruckten) Vortrag zu St. Louis 
(September 1904) und San Francisco (Februar 1905) erwähnt er von 
den nach seiner Methode berechneten Kometen einen, bei dem das Resultat 
(eine kurze Umlaufszeit) später anderwärts bestätigt worden ist, den 
Kometen 1900 III. Dann bespricht er die Fälle, bei denen auch seine 
Methode eine Schar von Bahnen liefern kann. Ein solcher Fall lag bei 
K. 1904a vor, dessen ersten Beobachtungen jede beliebige Umlaufszeit 
Genüge leistete. Dann geht er noch auf die Elementenverbesserung ein, 
die bei der „kurzen Methode" sehr bequem auszufuhren sei. A. B. 



4. Kapitel: Bikhnbestimmung. § 22. 139 

560. A. Orloff, Sur la determination des corrections des elements 
d'nne orbite. B. A. 22 291, 2V4 S. 
Verf. formt die gewöhnlich zur Losung dieser Aufgabe benutzten 
Gleichungen so um, daB die erste nur fünf, die zweite nur vier Unbe- 
kannte enthält; in dieser neuen Form erfordern die Gleichungen die An- 
wendung von Additions- und Subtraktionslogarithmen. 



561. J. Weeder, Nauwkeurige benaderings formules voor de ver- 

hoadingeD der driehoeken bij de berekening eener elliptische 

baan uit 3 waamemingeD; I en II. — Approximate formulae 

of a high degree of accuracy for the relations of the triangles 

in the termination of an elliptic orbit from three observations; 

I and IL — Versl. Akad. Amst. 18 811, 9 S. und 14 160, 7 S. Proc. 
Acad. Amst 7 752, 8 S. und 8 104, 7 S. (Holländisch und englisch.) 

Die erste Mitteilung enthält zunächst eine einfache Ableitung der 
Gibbsscben Nähernngsformel für die Dreiecksverhältnisse bei der Berech- 
nang einer elliptischen Bahn aus drei Beobachtungen und deren Fehier- 
glieder von der vierten Ordnung der Zwischenzeiten. £s zeigt sich dabei, 
daß man auf dem Wege der Elimination unbekannter Entwicklnngskoeffi- 
zienten einen Schritt weiter gehen und für die Dreiecksverhältnisse Aus- 
drucke erhalten kann, welche die Glieder vierter Ordnung einschlieBen. 
Sodann leitet Verf. diese Ausdrucke und deren Fehlerglieder fünfter Ord- 
nung ab. In der zweiten Mitteilung ist das Problem, die Verhältnisse 
der Dreiecksflächen zu drei heliozentrischen Entfernungen und Zeiten in 
einer elliptischen Bahn zu berechnen bis auf Größen fünfter und sechster 
Ordnung der Zwischenzeiten gelöst worden. Verf. entwickelt das Ver- 
hältnis von Dreieck und Sector nach den positiven geraden Potenzen der 
Zwischenzeit in Gliedern, welche außer den drei Entfernungen nur noch 
den Halbparameter und die große Halbachse enthalten, für deren Berech- 
nung aus den gegebenen Größen des Problems er anfangs Näherungs- 
formeln von hinreichender Genauigkeit ableitet. W. 



562. V. Cbrllli, Sulla correzione delle orbite dei pianetini. Mem. 
Spett. lt. U 175—190. 

Verf. vereinfacht die Formeln für die Bahnverbesserung erheblich, 
indem er die Differentialquotieuten für die Zeit ableitet, zu der der Planet 
in bezog auf die Ebene seiner Bahn in Opposition zur Sonne steht, oder 
auch fär die Zeit eines Enotendurchgangs des Planeten. Die Differenz 
B — R läßt sich fast immer auf solche Zeitpunkte reduzieren, auch wenn 
die Beobachtungen nicht genau damit zusammenfallen. Verf. gibt auch 
eine Anwendung seiner Formeln auf den Planeten (521), Beobachtung 
1905 März 29. In einem Anbang weist Verf. auf einen bei Benutzung 
zweier Vergleichsterne für eine Planetenbeobachtung sich ergebenden 
Vorteil bin, indem man durch eine ganz kurze Rechnung den wahren 
Ort des Planeten für Jahresanfang erhält, wenn die mittleren Sternörter 
für Jahresanfang genommen werden. Bei Vergieichung mit einer Ephe- 
meride muß die Fixsternaberration an den Planetenort resp. den Normalort 



140 U. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

angebracht werden; die Ephemeride muß sich ebenfalls auf den Jahres- 
anfang beziehen, andernfalls ist der Normalort noch entsprechend zu 
ändern. A. B. 

563. K. BoHLiN. Über die Bestimmung des Radianten eines Stern- 
schnnppenfalles nebst Anwendung auf die Bieliden 1904. a. N. 
167 210, IVa S. Ref.: Nat. 71 469. 

Verf. entwickelt eine einfache Methode zur rechnerischen Ermittelang 
des Hadiationspunktes einer Anzahl in eine gnomonische Sternkarte ein- 
gezeichneter Sternschnuppenbahnen und erläutert dieselbe als Beispiel an 
den in Upsala am 21. November 1904 beobachteten und in solche Karten 
eingetragenen 28 Bieliden, deren Radiationspunkt sich zu a = -h26^ 2', 
8 = 4-43M0' für 1900.0 ergibt. 



564. S. A. Saundeb, The most Probable Position of a Point deter- 

mined from the Intersections of Three Straight Lines. H. N. 65 
854—855. 

Verf. hat bei seiner Arbeit über den Mond oft die Aufgabe za lösen 
gehabt, den Ort eines Punktes aus Messungen der Positionswinkel von 
drei anderen Punkten aus zu bestimmen, deren Lagen genau bekannt 
waren. Er gibt die Lösung, analytisch und graphisch, daß die Senk- 
rechten von dem gesuchten Punkt auf die drei Linien gleich sein sollen, 
vorausgesetzt, daß den Linien gleiches Gewicht zukommt, oder auch, daß 
die Summe der Quadrate der drei Senkrechten ein Minimum werden soll. 
Die Aufgabe könnte auch Anwendung auf die 'Bestimmung eines Radianten 
aas drei Meteorbahnen finden. 

565. H. W. Chapman, On the Validity of Meteor Radiants deduced 
from Three Tracks. M. N. 66 238—253. 

Verf. berechnet die Wahrscheinlichkeit dafür, daß drei beliebige größte 
Kreise auf einer Kugel sich so schneiden, daß der Radius des in das von 
ihnen gebildete Dreieck eingeschriebenen Kreises eine gewisse Größe nicht 
überschreitet. Da auch die Bedingungen noch erfüllt werden müssen, 
daß der Anfangspunkt der Flugbahn eines Meteors nicht weiter als 90^ 
vom Radianten abliegen darf und die Bewegungsrichtung vom Radianten 
weggeht, so wird die Wahrscheinlichkeit, daß drei beliebige Flugbahnen 
ein Dreieck von 4° bezw. 1® Innenradius bilden können, gleich Vioi 
bezw. Yjg,, umgekehrt werden also fast stets drei bei der Rückwärts- 
verlängerung so nahe zusammenkommende Flugbahnen wirklich dem näm- 
lichen Strom angehören. A. B. 

566. W. F. Dbnn]ng, Value of Meteoric Radiants based on Three 
Paths. M. N. 65 592—593. Ref. : Nat. 72 158. 

Drei Meteore werden nur selten einen guten Radiantenort liefern; 
der Radiant müßte dann schon ziemlich tief stehen, damit die Flug- 
bahnen recht lang ausfallen, die Beobachter müßten erfahrene Leute sein. 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 23. 141 

Bei der großen Menge gleichzeitig tStiger Radianten gehen kurze Flag- 
bahnen rückwärts Yerlfingert oft durch ein Dutzend Radianten; Nebennm- 
stände müssen dann entscheiden helfen, wober das Meteor kam. Verf. 
fahrt aber doch zwei aus nur zwei bezw. drei von ihm beobachteten 
Meteoren bestimmte Radianten an. A. B. 



567. Hans Rosenberg, Tiber eine Methode zur Bestimmung von 
Meteorbahnen, a. N. 167 50, 273 S. 
Verf. wei&t darauf hin, daß häufig bei der Einzeichnung von Meteor- 
bahnen in eine Karte diese Bahnen ziemlich genau, Anfangs- und End- 
punkt aber sehr unsicher bestimmbar sind. Daher ist es besser, um 
derartige Beobachtungen nach ihrem vollen Werte auszunutzen, den durch 
die Beobachtung gelieferten Schnitt an der Sphäre und die Meteorbabn 
selbst als die Schnittlinie zweier oder mehrerer beobachteter Ebenen dar- 
ZQstellen. Verf. tut das rein analytisch für den Fall, daß ein Meteor 
auf zwei Stationen beobachtet ist, und legt die Brauchbarkeit der Formeln 
weiter an einem Rechenbeispiel dar. 



568. E. Weiss, Höhenberechnung der Sternschnuppen. Wien. Dksch. 

M. C. 76 255, 102 S. Ref.: Nat. Rund. 20 473. Nat. Woch. N. F. 4 670. 
Sir. 88 211. 

Der Inhalt dieser umfangreichen Arbeit, in welcher die numerischen 
Beispiele einen breiten Raum einnehmen, ist gelegentlich der im Vorjahre 
im Wien. Anz. publizierten Voranzeige schon angegeben (siehe AJB 6 147). 



§23. 
Ausgeführte Bahnbestümnungen, Elemente, Massen. 

Planeten und Monde. 

569. C. T. Whitmell, Lunar Angles. Obs. 28 60. 

Verf. stellt die bekannten Werte der Neigungen von Mondbahn und 
'äqaator gegen Erdbahn und -äquator sowie gegeneinander zusammen. 
Dabei machen die Herausgeber des Obs. darauf aufmerksam, daß der 
Hartwigsche Wert der Neigung der Mondachse gegen die Ekliptik einer 
Korrektion bedarf. 

570. A. Hall, Note on the Masses of Mercury, Venus and the 
Earth, and on the Solar Parallax. a. J. 24 164. 

Leverrier hat bei seiner Untersuchung der Bewegungen der vier 
inneren Planeten für die Massen der Planeten den Ausdruck ?n (1 + v) 
^genommen. Indem Verf. nun für v die Werte — '/i? — V»? — V5 
(uui annimmt, berechnet er je 4 Werte für die Massen von Merkur, 
Venös und Erde. Da nun weiter die Sonnenparallaxe 609',50 mal der 
dritten Worzel aus der Erdmasse ist, so findet Verf." auch vier Werte 
ßr die Sonnenparallaxe, die zwischen 8',758 und 8',? 70 liegen. 



142 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

571. L. Matkbwitsch, cnyTHHKax'b lOnirrepa. (0 sputnikach 

Jupitera) [Eine einfache Methode der angenäherten Bestimmung 

der scheinbaren Konfiguration der Jupiterstrabanten]. R. A. 6.10 

233, 16 Sm 80. (Russisch.) 

Verf. hat neun Tabellen zasammengestellt, welche die Möglichkeit 

geben, einfach und schnell die Konfiguration der vier hellen Japiter- 

trabanten zu bestimmen, wobei Verf. die Bahnen der Satelliten als Kreise 

annimmt and den Einfluß der Störungen vernachlässigt. Iw. 



572. E. E. Barnard, Miss Dobbin's Determination of the Orbit 
of the Fifth Satellite of Jupiter. Publ. A. S. P. 17 35, IVs S. 

Verf. wendet sich gegen den Vorwurf, den Herr S. D. Townley 
in seiner Besprechung der im Titel genannten Bahnbestimmung durch 
MiB E. E. Dobbin im Publ. A. S. P. gegen diese erhoben hat (siehe 
AJB 6 148), indem derselbe bemängelt, daß Miß Dobbin lediglich die 
Bamardschen Beobachtungen ihrer Berechnung zugrunde gelegt habe. Verf. 
sagt, daß das auf seinen Antrieb geschehen sei, und setzt die Grunde 
dafür auseinander. 

573. S. D. T. (Townley), The Fifth Satellite of Jupiter. Publ. A.S.P. 
17 116. 3V3 S. 

Verf. kommt auf seine Kritik der Dobbinschen Babnbestimmung des 
5. Jupitermondes zurück und hält gegenüber der Barnardschen Abwehr 
(siehe Ref. No. 572) seine Erklärung, daß die Grunde, welche Miß 
Dobbin dafür angibt, daß sie nur die Barnardschen Beobachtungen 
benutzt habe, unzureichend oder falsch seien, voll und ganz aufrecht. 
Er meint. Miß Dobbin hätte offen aussprechen sollen, daß die Bamard- 
schen Beobachtungen weitaus die besten und deshalb von ihr ausschließ- 
lich benutzt seien, was Verf. durchaus als berechtigt anerkennt. 



574. C. D. Pbrbine, Discovery, Observations and Approximate Orbits 
of Two New Satellites of Jupiter. Lick Bull. No. 78, 5 S. 
Der VI. Mond fand sich zuerst auf Platten vom 3., 8., 9., 10. De- 
zember als Objekt 14. Größe, das nach weiteren Aufnahmen vom 
2., 3. und 4. Januar kein Planetoid sein konnte. Letztere zeigten noch 
ein Objekt 16. Größe, das sich später auch als Trabant des Jupiter 
erwies. Die Aufnahmen vom 2. und 4. Januar enthalten auch die langen 
Wegspuren des scheinbar nahe an Jupiter vorbeigelaufenen Planeten (149) 
Medusa. Die Satellitenpositionen hat Verf. im Anschluß an je mindestens 
drei Vergleichsterne gemessen. Es sind 58 Positionen des VI. Mondes 
an 36 Abenden zwischen 1904 Dezember 3 und 1905 März 22 sowie 
24 Positionen des VIl. Mondes an 20 Abenden von 1905 Januar 2 bis 
März 9; sämtliche örter sind ausführlich mitgeteilt. Die Berechnung ge- 
näherter Bahnelemente wurde von Dr. Roß übernommen. Für den VIL Mond 
werden ein retrogrades und ein direktes System gegeben, von denen 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. §23. 143 

ersteres besser stimmte, im Durchscbnitt aber bei den acht benutzten 
Örtem noch 30' Fehler übrig ließ. Ebenso wurden für den VI. Mond 
zwei Bahnen gerechnet, die Märzbeobachtungen entschieden hier zugunsten 
der retrograden Bewegung. A. B. 

575. W. FoBRSTER, Die Bahnen des sechsten und siebenten Jupiter- 
trabanten. Mitt V. A. P. 15 64, 90. 
Verf. weist auf die Wichtigkeit dieser zwei Trabanten für die Be- 
stimmung der Jupitermasse hin. Über die wahrscheinlichen Bewegungs- 
richtangen, die großen Bahnneigungen und den vermutlichen j.upiter- 
fremden Ursprung der zwei neuen Monde. A. B. 



576. F. E. Ross, Elements and Ephemeris of Jupiter's Sixth Sa- 
tellite. Lick Bull. No. 78, 2 S. 
Das kurze Intervall der Beobachtungen gestattet trotz der Genauig- 
keit derselben noch keine sichere Bahnbereehnung. Doch hält Verf. die 
TOD ihm aus acht Positionen abgeleiteten Elemente, abgesehen von der 
Periode, für eine gute erste Annäherung. Er fand P = 242,4 Tage, 
^ = 0,1564, a = 2970', f = 28»56' (y = 28^44'). Die größten Ab- 
weichungen betragen in AR 7'.2, in Dekl. r.3. Nach Delaunays 
Theorie erhielt er als Sonnenstörungen für die jährliche Bewegung des 
Knotens auf der Jupiterbahn — IM 6, auf dem Erdäquator — 4^75 und 
für die Bewegung des Perijoviums -+- 1 °.25. Die Koeffizienten der jähr- 
lichen Gleichung, Evektion und Variation sind 0°.34, 2M4 und 0°.61. 
In Breite kommen drei Störungsglieder mit Koeffizienten über 0^.6 vor. 
Ein Ephemeride des Satelliten reicht bei fünftägigem Intervall von 1905 
Joli 1 bis Oktober 29. Sie gibt Positionswinkel und Distanzen sowie 
Differenzen in AR und Dekl. gegen den Jupiter. A. B. 



577. F. E. Ross, Elements and Ephemeris of Jupiter's Sixth Sa- 
tellite. A. N. 109 158. Ref.: Obs. 28 359, 393. 
Die vom Verf. früher berechneten Bahnelemente für den 6. Jupiters- 
mood (siehe Ref. No. 576) bedürfen nach neueren Beobachtungen an der 
Lick-Stemwarte einer Verbesserung, die Verf. durchgeführt hat Er findet 
danach die Umlaufszeit zu 251 Tagen, die Exzentrizität zu 0.156, die 
halbe große Achse (im mittleren Abstand des Jupiter) zu 50'.6 usw. Auch 
eine von 5 zu 5 Tagen fortschreitende Ephemeride für die Zeit yon 1905 
August 30 bis 1906 März 28 ist beigegeben. 



578. A. C. D. Crommeun, Provisional Elements of Jupiter's Sa- 

tellite VI. M. N. 65 524-527. Ref.: Nat. 72 66; Astr. Rund. 7 136. 

Aus den ersten rohen Angaben über Ort und Bewegung des 

VI. Jopitermondes versucht Verf. sich ein Bild von der Form und der 

Lage der Bahn zu machen. Noch läßt sich nicht sicher zwischen direkter 



144 n* Teil: Astronomie. 7, 1905. 

and retrograder Bewegung entscheiden, erstere ist aber wahrscheinlicher, 
auf alle Fälle ist die Neigung der Bahn gegen Jnpiteräqaator und Bahn- 
ebene des Jupiter größer als 20^. Beim IX. Satumsmond ist die Neigung 
gegen den Äquator des Planeten zwar auch groß, aber gegen die Bahn- 
ebene (und Ekliptik) klein. A. B. 

579. C. D. Pebrine, The Sixth Satellite of Jupiter. Publ. A. S. P. 
17 62; A.N. 168 110. Ref.: Ath. No. 4048, 1905 I, 663; Nat 72 135. 

Bemerkung über die Beobachtungen des VI. Mondes, deren letzte 
am 22. März (photographisch) erlangt worden ist, und über die vorläufige 
Bahnbestimmung. A. B. 

580. C. D. Pebrine, Orbits of the Sixth and Seventh Satellites of 

Jupiter. Publ. A. S. P. 17 109: A. N. 169 43. Ref.: Ath. No. 4058 
1905 II 184; Nat. 72 352; Know. N. S. 2 157; J. B. A. A. 15 385; E. M. 
82 38; Nat. Woch. N. F. 4 606. 

Herr F. E. RoB hat auf Grund der Beobachtungen des Verf.s eine 
Bahnbestimmung des sechsten Jnpitermondes ausgeführt. Danach bewegt 
sich derselbe in der gleichen Richtung wie die fünf schon bekannten 
Monde und umkreist den Jupiter in 242 Tagen. Die Bahnexzentrizitat 
beträgt 0. 1 G und die Bahnebene ist gegen den Äquator des Jupiter etwa 
30° geneigt. Nach einer ersten und ziemlich rohen Bahnbestimmung des 
7. Jupitermondes, die Verf. selbst ausgeführt hat, sind die entsprechenden 
Größen für diesen Mond 200 Tage, 0.36 und 30^ doch scheint sich 
derselbe in entgegengesetzter Richtung wie die übrigen Jupitermonde zu 
bewegen. 



581. A. (\ D. Crommelin, The two New Jovian Satellites. Obs. 28 
308, 2Vs S. Ref. B, S. A. F. Ä) 52. 

Verf. bespricht die vorstehend referierte Mitteilung von Perrine 
und stellt die Bahnen des IV., VI. und VII. Jupitermondes danach 
graphisch dar, wobei die des VII. teils innerhalb teils außerhalb der des 
VI. verläuft. Für letzteren gibt Verf. auch eine rohe Ephemeride für 
1905 Juli 19 bis September 27. Verf. schlägt vor, statt der Numerierang, 
die die Reihenfolge V, 1, II, III, IV, VII, VI ergeben würde, für I— IV 
die alten Namen Jo, Europa, Ganymed und Callisto anzunehmen und für 
V — VII neue Eigennamen einzuführen. 



582. C. A. YouNG, The Skth Satellite of Jupiter. Nat. 71 365. 

Verf. weist darauf hin, daß die dem neuentdeckten 6. Jupitennond 
zugeschriebene retrograde Bewegung sich auf die Bewegung in seiner 
Bahn und nicht etwa am Himmel bezieht, und macht ferner darauf auf- 
merksam, daß dieser 6. Mond seiner Bewegung nach sehr wohl ein kleiner 
Planet sein könne. 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 23. 145 

583. F. E. Ross, Elements and Ephemeris of Jupiter's Seventh Sa- 

tellite. Lick Bull. No. 82, 2 S. Ref.: Nat. 72 352; Ath. No. 4060 1905 II 
247; Pop. Astr. 13 413; Sir. 88 228; Know. N. S. 2 253. 

Zwischen 1905 Jannar 3 und März 6 sind Perrine acht Aufnahmen 
des VII. Jupitermondes gelungen, aus denen sich gute Positionen dieses 
Gestirns durch Messung herleiten üeBen. Aus Januar 3, Februar 8 und 
März 6 hat Verf. Bahnelemente berechnet, die aber in den zwischen- 
liegenden Trabantenörtern Fehler bis 11' in AR und 28' in Dekl. übrig 
lassen. Verf. weist auf die großen Störungen hin, die der Trabant von 
der Sonne erleiden muß und die jene Differenzen erklären könnten. Die 
Bewegung ist direkt, eine retrograde Bahn läßt sich durch die Beob- 
achtungen nicht hindurchlegen. Die Ephemeride gibt mit fünftägigen 
Zwischenzeiten Pos.-Winkel auf ganze Grade und Distanzen auf ganze 
Minuten für die Zeiten vom 1. Juli bis 13. November. A.B. 



584. C. D. Perrine, The Seventh Satellite of Jupiter. Publ. A. S. P. 
17 62; A.N. 168 110. Ref.: Ath. No. 4048, 19051, 663; Nat. 72 135. 

Kurze Mitteilung über die Beobachtungen des bis zum 9. März ver- 
folgten VII. Mondes und über die vorläufig ermittelten Bahnelemente. 

A.B. 

585. A. C. D. CßOMMELiN, The Two New Satellites of Jupiter. 
Know. N. S. 2 237—239. 

Entdeckungsgeschichte der zwei neuen Perrine sehen Jupitermonde, 
Bahnelemente nach Ross, Unwahrscheinlichkeit der Annahme, daB diese 
Trabanten vom Jupiter festgehaltene fremde Weltkörper gewesen seien, 
Lage der Bahnpole im Vergleich zur Lage der Pole der Jupiterbahn, des 
Jupiteräqnators, der Ekliptik und der Erdachse. Scheinbare Bewegung 
des VI. und VIL Mondes 1904/5. A. B. 



586. P. Stroobant, Les uouveaux satellites de Jupiter et de Sa- 
turne. Ciel et Terre 26 455—469. 
Nach einem kurzen Überblick über die bisher bekannten Planeten- 
monde wird die Entdeckungsgeschichte des VI. und VII. Jupitermondes 
und des IX. und X. Satummondes erzählt. Femer werden die Bahn- 
berechnnngen von F. £. Ross und A. C. D. Grommelin angeführt. 
Eingeschaltet sind Bemerkungen über das Crossley-Teleskop und dessen 
neue Montierung (siehe Ref. No. 885, 1450). A. B. 



.t87. Walter Hassenstbin, Neue Bearbeitung von William Herschels 

Beobachtungen der inneren Saturnmonde (1789). Inaugural- Disser- 
tation der Universität Königsberg i. Pr. Königsberg i. Pr., 1905. 
36 S., 40. 

Die von W. Herschel im Jahre 1789 angestellte Beobachtungsreihe 
der Satamsmonde, die zur Entdeckung von Mimas und Enceladus führte, 
ist von Beer und Mädler zur Ableitung der Längen dieser beiden 

AstroDom. Jahresbericht 1905. 10 



146 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

Monde benutzt worden, wobei es den Bearbeitern weniger auf die Ab- 
leitung genauer Babnelemente als auf den Nachweis der Existenz der 
genannten beiden Monde ankam; zudem wurden die abgeleiteten Längen 
durch eine irrtümlich dem Mimas zugeschriebene Beobachtung erheblich 
verfälscht. Neuerdings hat H. Struve die Längen von Rhea, Dione, 
Tethys und Enceladus aus den Herschelschen Beobachtungen abgeleitet 
(siehe AJB 1 118) und dabei auch eine Korrektion der Länge von 
Mimas von fast 7* hergeleitet. So hat denn Verf. eine Neubearbeitung 
der Herschelschen Beobachtungen unternommen, und zwar setzt er nach 
einer kurzen Einleitung zunächst die theoretischen Grundlagen in An- 
lehnung an die erwähnte Struvesche Arbeit auseinander, reduziert dann 
die Herschelschen Distanzbeobachtungen und leitet dann die Längen von 
Rhea, Dione, Tethys und Enceladus ab. In einem besonderen Abschnitt 
beschäftigt er sich mit der Bestimmung der Länge von Mimas und gibt 
schließlich eine neue Bestimmung der Librationskonstanten dieses Mondes. 



588. F. E. Ross, Investigations on the orbit of Phoebe. Harv. Annais 
58 No. 6, 101—142, 40. 

Verf. nennt erst die für die Rückläufigkeit der Phoebe entscheidenden 
Momente. Dann gibt er die Formeln für die Berechnung des geozentri- 
schen Trabantenorts aus den gestörten Elementen (§ 1, 2). Die Sonnen- 
slörungen werden nach Delaunays Theorie (th. de la Lune) berechnet; 
die Koeffizienten der merkbar werdenden Glieder sind in Tab. II, III und 
Zusätzen dazu gegeben, die Tabellen IV bis VIII geben die Störungen 
(bis 1910) selbst. Die Säkularstörung in der mittleren Bewegung ist 
etwa — 5'.7 (§ 3 — 5). Weiter werden die Wirkungen des Rings und 
der Abplattung des Saturn und die des Jupiter (unter 1' geoz.) berechnet 
(§ 6 — 8). Dann folgen die Differentialformeln für die Bahnverbesserung 
(§ 10). Der zweite Teil der Abhandlung enthält die Reduktion der 
Beobachtungen und ihre Vergleichung mit der Ephemeride. Letztere ist 
in Tab. XII mitgeteilt, die reduzierten Beobachtungen aus Arequiba von 
1898 bis 1904 in Tab. XIII, zwei von der Yerkes-Stem warte in XIV, 
fünf von der Lick-Sternwarte in XV, während XVI die Vergleichung und 
XVII die Obersicht über die Normalörter (12) gibt. Nach ausgeführter 
Verbesserung wurden folgende Elemente (III) erhalten: 
Lo = 343M5 ± 0^37) f* trop. = 0^.65398 ifc 0^00029 

TTo = 291^03 ± 0°.60l ,qnn Tan ftO loga= 8.93747 ± 0.00013 
Ä, = 222^60 ± 1M2( ^^"" •**"• "•" ^ = 0^ 1659 ± 0*.OO32 

i^ = 174^46 ± 0^ 1 2J C/, sid. = 550.44 Tage 

ferner Ä, t, bezügl. der Saturnsbahn 196M6 und 174®.75 und ^, y 
bezügl. des Saturnsäquators 176^5 und 148^3. Die tropischen Be- 
wegungen (im jul. Jahr) sind: J;r= — 0°.2680, Jß = -f- 0^4347 und 
J*= — 0°.020. Tabelle XIX enthält Korrektionen der früheren Ephe- 
meride und XX die Vergleichung der Beobachtungen mit der neuen 
Ephemeride. Zum Schluß folgen noch Hilfstafeln (XXI, XXII) und eine 
Ephemeride für 1905 (XXIII). A. B. 



4. Kapitel: Bahnbestimraung. § 23. 147 

589. W. H. PicEERiNG, The Ninth and Tenth Satellites of Saturn. 

Hanr. Annais 58 Nr. 9, 173—185, 40. Pop. Astr. 14 17—27 (gekürzter 
Abdruck). Ref.: Nat 78 87. 

Schon 1904 wurden auf den Satumaufnahmen verdächtige Objekte 
l>eoierkt, die sich auf einen oder zwei neue Trabanten zu beziehen 
schienen. Als später die Platten genauer untersucht wurden, fiel bald 
die Yeränderliche Helligkeit der Phoebe auf, die vom Verf. als 16.5. Gr. 
im Maximum und 18.0. Gr. im Minimum geschätzt wird. Die Ver- 
änderlichkeit verläuft in gleicher Periode wie ein Umlauf um Saturn. 
Schließlich wurden auf neun Aufnahmen Spuren eines 10. Trabanten mit 
Sicherheit nachgewiesen. Er mag etwa 17.5. Gr. sein ohne wesentliche 
Schwankung. Die Bahn wurde vom Verf. graphisch bestimmt: 7= 1904 
April 11,5 Grw., o) = 301M, ß = 164«.7, t = 39M (bezogen auf 
Ekliptik), ^ = 0.23, a = 201'.4 (fürr=10), 17=20.85 Tage. Das 
Perisatamium liegt innerhalb der Bahn des Titan, dem der neue Trabant, 
Themis genannt, außerordentlich nahe kommen kann, und von dem er 
vermutlich erst in neuerer Zeit in die stark geneigte Bahn gelenkt worden 
ist, das Aposatumium fällt dagegen weit außerhalb der Hyperionbahn. 
Bei gleicher Albedo wie Titan hätte Phoebe einen Durchmesser von 
68 km, Themis 61 km. Tabellarische Obersichten über die Platten, 
Positionen der Themis und Zeichnungen der Bahn sind dem Text ein- 
gefügt. A. B. 

590. F. W. Dyson and D. J. R. Edney, Discussion of the Obser- 

vations of the Satellite of Neptnne made at the Royal Obsor- 

vatory, Greenwich in the years 1902 — 3 — 4. M.N. 05 570—583, 
850—851. 

Die Positionen des Neptonsmondes sind in Greenwich in den letzten 
Jahren photographisch aus Aufnahmen am 26 zoll. Refraktor abgeleitet 
worden. Die Differenzen gegen die H. Struve sehen Elemente liefern 
in Positionswinkeln und Distanzen je 24 Bedingungsgleichungen für 1902, 
je 35 für 1902—3, und je 28 für 1903—4 mit 6 Unbekannten. Die 
für jede der drei Erscheinungen getrennt durchgeführte Auflösung der 
Gleichungen zeigt zunächst, daß die Exzentrizität kleiner als 0,001 sein 
muß. Indem sie vernachlässigt wird, ergibt die Zusammenfassung aller 
drei Erscheinungen den Bahnradius a= 16'.202 (für log A= 1.47814) 
und die Masse des Planeten 1 : 19474 (H. Struve 1 : 19396). Aus den 
Veränderungen der Bahnlage seit 1849 berechnen die Verf. die Neigung 
der Trabantenbahn gegen den Neptunsäquator zu 22^ (graphisch 16^), 
Knot^änge und Neigung des letzteren gegen den Erdäquator = 207° 
bezw. 134*^ (graphisch 198° bezw. 130°). Ein Umlauf des Pols der 
Trabantenbahn um den Neptunspol würde bei 22° Neigung 600 Jahre 
erfordern. In dem Nachtrag wird die Bewegung der Bahnebene des 
Trabanten aus der Differenz der Green wicher Elemente gegen H. Struves 
Beobachtungen 1890 statt gegen dessen Interpolationswerte berechnet und 
sehr gute Obereinstimmung mit H. Struves Resultaten betr. dieselbe Be- 
wegung vor 1890 erlangt. A. B. 

10* 



148 II. Teil ; Astronomie. 7,1905. 

591. G. Witt, UntersuchuDg über die Bewegung des Planeten (433) 

Eros. Berlin 1905, Druck der Norddeutschen Buchdruckerei. 42 S., 4o. 
Ref.: Mem. Spett. It. 34 231. 

Außer den direkten Parallaxenbestimmungen bei seinen Erdnähen 
gestattet der Planet Eros infolge der in solchen Zeiten erheblichen 
ErdstÖrnngen eine Bestimmung der Erdmasse und damit indirekt die Er- 
mittlung der Sonnenparallaxe. Um eine für spätere Vorausberechnungen 
völlig ausreichende Grundlagen zu schaffen, hat Verf. unter Berechnung 
der Störungen durch Saturn, Jupiter, Mars, Erde und Venus von 1893 
bis 1903 aus 16 Normalörtern eine verbesserte Bahn berechnet, wobei 
er die Erdmasse (Erde -f- Mond) gleich 1 : (328882 ± 982) bestimmte. 
Letzterer Zahl wurde die Sonnenparallaxe 7r= 8'.794 ± 0'.0088 ent- 
sprechen. Eine Überwachung des Eros hält Verf. auch mit Bezug auf 
diese ganz unabhängige Methode der Ermittlung der Sonnenparallaxe für 
sehr wünschenswert. A. B. 

592. SiDNEY Dean Townley, Orbit of Psyche. San Fancisco, C. A 
Murdock & Co. 1905, 12 S., 40. 

Geschichte der Entdeckung und Berechnung des Planeten, Ergänzungen 
einiger Ephemeriden, Bildung von Normalörtern für die Oppositionen 
1879, 1880, 1882, 1883 und 1885 und Bestimmung der Verbesse- 
rungen der Schub ertschen Elemente. Eine Berechnung der Jupiter- 
störungen von 1870 bis 1876 gibt merkliche Unterschiede gegen Schuberts 
Störungswerte, die Verf. trotz eingehender Untersuchung nicht aufzuklären 
imstande ist. Indem er seine neuen Elemente mit den Schubertschen 
Störungen auf 1900 Januar bringt, setzt er die Störungsrechnung mit 
40tägigem Intervall bis 1906 März fort. (Vgl. Elemententabelle). A. B. 



593. G. BoccARDi, SuUe orbite dei pianeti (347) e (416). Ann. Tor. 

1 56-59, 80. 
Die neueste Beobachtung von (347) Rom 1904 Oktober 16 bestätigt 
das eine der zwei vom Verf. aus den älteren Erscheinungen abgeleiteten 
Elementensysteme. Das System für 1904 siehe Elemententafel, desgl. die 
Elemente von (416), die 1902 genau stimmten. Von (416) wird eine 
ausfuhrlich gerechnete Ephemeride von 1905 März 1 bis April 4 beigefugt. 

A. B. 

594. V. Fontana, Elementi delP orbita ed effemeride del pianeta 
(516) [1903 MG] Amherstia. Ann. Tor. 1 60—69. S«. 

Aus 7 Beobachtungen im September 1903 bildet Verf. einen Normalort, 
nimmt dazu noch drei vereinzelte Beobachtungen vom 21. und 26. Oktober 
und 14. November und bestimmt nun durch Variation der äußeren 
Distanzen eine neue Bahn (siehe Elemententafel) und daraus eine strenge 
Ephemeride für 1904 November 27 bis 1905 Januar 6. A. B. 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 23. 149 

595. B. Ferrero, Soll' orbita del pianeta (509) Jolanda. Ann. Tor. 
1 70—74, 80. 

Ans den einzigen existierenden vier Positionen dieses Planeten 1903 
April 28, Mai 20, 24, 28 berechnet Verf. Elemente (siehe Tabelle) und 
eine £phemeride far 1905 September 1 bis Oktober 11. A. B. 



596. V. Balbi, SuU' orbita del pianeta (512) Taurinensis. Ann. Tor. 
1 75—80, 80. 

Sieben Beobachtungen, mit Weglassung der ersten und Kombination 
zweier anderer zu einem Orte auf fünf Positionen reduziert, geben nach 
der Methode der Distanzenvariation das in die £lementabelle aufgenommene 
System und eine Ephemeride für 1905 Januar 26 bis März 3. A. B. 



Kometen. 



597. F. E. Ross, Definitive Orbit of Comet 1844 II (Mauvais). Astr. 

Abb. No. 9, 28 S., 40. Ref.: Obs. 28 427. 
Die vom 7. Juli 1844 bis 10. März 1845 reichenden Beobachtungen 
von 21 Sternwarten (598a, 586rf) hat Verf. unter Verwendung neuer 
Vergleichsternörter neu reduziert und auf neun NormalÖrter verteilt. Die 
Störungen durch Jupiter, Saturn, Erde und Venus wurden berücksichtigt. 
Nach der Methode der kleinsten Quadrate werden dann die (geringfügigen) 
Korrektionen der Plan tamo urschen Elemente abgeleitet, durch die die 
Summe der Fehlerquadrate auf ein Drittel herabgesetzt ist. Die defini- 
tiven Elemente siehe Elemententafel. Eine Ergänzung zur Tabelle der 
NormalÖrter siehe A. N. 170 99. A. B. 



598. A. Hnatek, Definitive Bahnbestimmung des Kometen 1826 V 

und Berechnung seines Vorübergangs vor der Sonnenscheibe. 
Wien. Dksch. M. C. 77 213—254, 40. 

Über den wesentlichen Inhalt ist AJB 6 151, 169 nach dem Auszug 
im Wien. Anz. 41 58 schon berichtet worden. Für den 18. November 1826 
gibt Verf. eine Ephemeride des Kometenlaufs in halbstündlichem Intervall ; 
die Zeiten des Ein- und Austritts am Rand der Sonnenscheibe findet er 
gleich 5^ 5™ 33» und 8^ 22™ 5« Grw. und den kleinsten Abstand 
vom Zentrum der Scheibe gleich 207'. 7. A. B. 



599. J. Fr. ScHROBTER, Bestimmung der Bahn des Kometen 1864 III. 
Videnskabs-Selskabets Skrifter. [. Mathematisk-naturvidenskabelig Klasse. 
1905. No. 1, 32 S., 80. 

Dieser Komet ist von 1864 Juli 27 bis 1865 Februar 24 beobachtet 
worden, doch sind die Beobachtungen wenig zahlreich. Verf. vergleicht 
dieselben mit einer von ihm aus den Astenschen parabolischen Elementen 
berechneten Ephemeride und leitet dann 7 NormalÖrter ab. Das aus 
diesen unter Berücksichtigung der Störungen von Venus, Erde, Jupiter 
und Saturn abgeleitete Elementensystem befriedigt Verf. nicht, und er 



150 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

leitet scblieBllch unter Weglassung des etwas ansicheren IL Nonnalortes 
ein elliptisches Elementensystem (siehe tabellarische Obersicht in § 24) 
ab, das eine Umlaufszeit von 55242 ±6712 Jahren liefert. 

600. A. SvEDSTBUP, Untersuchangen über die Bahn des Kometen 

1886 I. Herausgegeben Yon T.N.Thiele. [Kopenhagen, Bianco Luno.] 

40 S., 80. 

Der am 13. Oktober 1893 verstorbene Eopenhagener Astronom 
A. Svedstrnp hatte die definitive Bahnbestimmung des Kometen 1886 1 
übernommen, aber nicht ganz zu Ende geführt. Letzteres hat . S. K. 
Win t her besorgt. Die Darstellung der von Anfang Dezember 1885 bis 
Ende Juli 1886 reichenden Beobachtungen durch ein einheitliches 
Elementensystem unter Berücksichtigung der Störungen durch Jupiter, 
Erde und Venus war nicht möglich. Es mußte eine Abstoßung des 
Kometen, eine verringerte Attraktion durch die Sonne ^ (1 — 0.0000415) 
angenommen werden. Die Trennung der Beobachtungen in zwei Reiben 
vor und nach der Erdnähe machte die Auflösungen zu unbestimmt. In 
die Elemententabelle (siehe § 24) wurde das letzte Svedstrupsche System 
aufgenommen, zu dem als siebentes Element obiger Wert der verminderten 
Gaußschen Konstante gehört. Störungstafel, Ephemeride und Tabelle der 
B — R sind in Anlagen mitgeteilt. A. B. 



601. T. N. Thielb, Auszug aus einem Schreiben an den Heraus- 
geber betr. die Berechnung der Bahn des Kometen 1886 I durch 
A. Svedstrup. A. N. 170 95 

Mitteilung über die Ordnung der Svedstrupschen Rechnungen und 
Ergänzung derselben durch S. K. Winther und Angabe des Schlußergeb- 
nisses der Bahnbestimmung des Kometen 1886 1. A. B. 



602. Erik Fagerholm, Definitive Bestimmung der Elemente des 
Kometen 1886 VIII. a. N. 169 226, 27^ S. Ref.: Nat. 72 567. 

Verf. stellt s&mtliche von 1887 Januar 24 bis Mai 22 reichende 
Beobachtungen dieses Kometen zusammen und leitet daraus unter Berück- 
sichtigung der Störungen durch Merkur bis Saturn (einschlieBlich) sechs 
Normalörter ab, aus denen er definitive parabolische Bahnelemente be- 
rechnet hat (siehe tabellarische Obersicht der Elemente), die zwar in den 
Normalortern nicht ganz unbeträchtliche Fehler übrig lassen, die aber 
nicht verringert werden, wenn man statt dessen elliptische Elemente 
einführt. 

603. Erik Fagebholm^ Komet 1886 VIII (Definitive Bahnbestimmung 

des Kometen 1886 VIII [Barnard]). Ark. Mat Astr. Fys. 2 No. 19, 
22 S., 80. 

Der Komet wurde 1887 Jan. 23 entdeckt und in den ersten Wochen 
ziemlich häufig, später aber, da es ein schwieriges Objekt wurde, spärlich 



4. Kapitel: Bahnbestimmimg. § 23. 151 

beobachtet. Zum letzten Male wurde er Mai 22 von Palisa in Wien 
gesehen. Den Rechnungen liegt das filementensystem von Egbert, aus 
Observationen Jan. 24, Februar 18 und März 20 abgeleitet, zugrunde. 
Der Komet kam nicht in die Nfihe eines großen Planeten, weshalb die 
Störungen klein ausfallen, jedoch größer als erwartet, weil die Neigung 
beträchtlich ist. Die Orter der Vergleichssteme sind ausschließlich ans 
den A. G.-Katalogen entnommen, und die nicht in diesen Katalogen ent- 
haltenen Vergleichssteme sind mikrometrisch mittels des großen Upsala- 
Refraktors an A. G. C.-Steme angeschlossen. Die 86 Beobachtungen 
werden in sechs Normalörter vereinigt, welche ebensogut durch die 
definitive Parabel (siehe tabellarische Übersicht), als durch eine Ellipse 
befriedigt werden. Die mittleren Fehler der definitiven Elemente sind 
für r± 0.00267, für * it 3'.84, für co d= 18'.25, für Ä ± 4'.43 
und für log q it 0,0000214. Bu. 

604. Henry A. Pbck, Definitive Orbit of Comet 1903 III. A. J. 24 
175, 2»/* S. 

Dieser Komet wurde 1903 April 17 von Grigg entdeckt und ist 
nur in Windsor (N. S. Wales) und am Kap der guten Hoffnung von 
April 26 bis Mai 28 beobachtet; die Ortsbestimmungen haben bei der 
Lichtschwäche des Kometen und dem Mangel eines scharfen Kernes keinen 
hohen Grad von Genauigkeit. So ist auch eine scharfe Bahnbestimmung 
überhaupt nicht möglich und Verf. bleibt bei einer mehr näherungsweise 
bestimmten Parabel stehen (siehe tabellarische Übersicht der Elemente in 
§ 24). 

605. Charlbs Lane Poob, The periodic comet Brooks (1889 V, 

1896 VI, 1903 V). A. N. 168 113—124; Pop. Astr. 18 178-185. Ref.: 
Nat 72 19; Obs. 28 146; Sir. 88 140, 149. 

Auszöge aus der im Voijahre in den Gol. Cont. erschienenen Ori- 
ginalabhandlung des Verf.s (siehe AJB 6 152, 153). In A. N. sind 
ausführlich die numerischen Resultate, in Pop. Astr. mehr graphische Dar- 
stellungen der veränderlichen Bahnellipse des Kometen Brooks gegeben. 



606. 6. Fayet, Sur le caractere elliptique de la nouvelle comete 

Borrelly (e 1904). C. R. 140 259, 27, S. Ref.: Nat. 71 353; Ciel et 
Terre 26 63; Weltall 5 213; Publ. A. S. P. 17 70; B. S. B. A. 10 136. 

Gleich bei den ersten parabolischen Bahnbestimmungen dieses Kometen 
fiel die Kleinheit der Neigung und der Wert von co insofern auf, als sie 
Werte zeigten, wie sie sonst meist bei kurzperiodischen Kometen auftreten. 
Verf. hat daher aus Beobachtungen 1905 Januar 2 — 10 mehrere ellip- 
tische Elementensysteme berechnet und ist schlieBlich bei einem in fünfter 
Rechnung erlangten stehen geblieben (siehe tabellarische Übersicht der 
Elemente in § 24), welches eine ungeföhre Umlaufszeit von acht Jahren 
ergibt. Die Elemente zeigen eine gewisse Ähnlichkeit mit denen des 
Kometen von 1783; sie sind in den A. N. 167 142 abgedruckt. 



152 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

607. R. T. Cbawfobd and J. D. Maddbill, Comet a 1905 Giacobini. 
Publ. A. S. P. 17 103-107. 

Die Verf. hatten erst Parabeln gerechnet und als diese die Beob- 
achtungen nicht befriedigend darstellten, eine £llipse mit 231 Jähret 
Umlaufszeit nach A. 0. Leuschners „Kurzen Methode^. Elemente sieke 
Tabelle. A. B. 

608. T. Banachiewicz, Nowa Kometa 1905 A (Neuer Komet 1905 a). 
Wsz. U 330, 360. 2 S., gr. 8o. (Polnisch.) 

Bericht über einen Versuch, die parabolischen Elemente dieses 
Kometen zu berechnen. Die zweite Mitteilung macht eine elliptische Bahn 
wahrscheinlich. Die Elemente sind nicht angegeben. La. 



609. R. T. Cbawfobd, A. J. Champbeux, Elements and Ephemeris 

of Comet b 1905 (Schaer). Lick Bull. No. 86 2 S.; Publ. A. S. P. 
17 194. Ref.: Pop. Astr. li 53. 

Nachdem ein Rechnungsversuch aus Nov. 18, 19, 22 ein unbefrie- 
digendes Resultat geliefert hatte, haben die Verf. aus Nov. 18, 21, 25 
erst eine Parabel und dann, da jene nicht genügte, eine Ellipse mit 
160,6526 Jahren Umlaufszeit (siehe Elemententabelle) nach Leuschners 
Methode gerechnet. A. B. 



Meteore. 

610. 6. V. NiESSL, Über die Frage gemeinsamer kosmischer Abkunft 

der Meteoriteu von Stannem, Jonzac und Juvenas. Wien. Ber. 
118 1361, 59 S. Auszug: Sir. 89 35—43. Ref.; Nat. Woch. N. F. 4 621. 

Abdruck der ausfuhrlichen Arbeit, deren Inhalt im Vorjahre im 
Wien. Anz. bereits mitgeteilt war (siehe AJB 6 154). 



611. B. L. Newkibk, Stationary Meteor Radiants. Publ. A. S. P. 17 
141—149. 

Verf. weist zuerst auf die Bedeutung des Vorkommens stark exzen- 
trischer Bahnen wie die der Kometen und Meteore für kosmogonische 
Theorien hin und erwähnt dann die langjährigen Beobachtungen Den- 
nings und dessen Angaben über stationäre Radianten. Die von Turner 
zur Erklärung der letzteren aufgestellte Hypothese findet Verf. unhaltbar, 
die von A. S. Herschel scheint ihm beachtenswert; dieselbe setzt die 
Begegnung des Sonnennebels vor Ausbildung des Erdballs mit einem 
Schwärm von Meteoren voraus, deren Geschwindigkeit mehrere hundert 
Miles betragen hätten. — Auf Grund von Tisserands Kriterium beweist 
Verf., daß die Bahnen von Meteoren desselben Schwarms nicht durch 
Erdstörungen so verändert werden können, daß der Radiant monatelang 
derselbe bleibt. A. B. 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 23. 153 

612. W. F. Denning, Fireballs of 1904 Dezember 18 und 22. Obs. 

28 98, Viz S. 
Verf. teilt fünf bezw. sechs Beobachtungen von Feuerkugeln, die 
am 18. bezw. 22. Dezember 1904 an verschiedenen Orten in England 
gesehen wurden, mit, ans denen er für den Radiationspunkt und die 
flöhen beim Aufleuchten und Erlöschen die folgenden Werte gefunden 
hat: 18. Dez.: 337^ -4- 60*, 81 und 30 miles; 22. Dez.: 330^ +36°, 
83 und 28 miles. 

613. W. F. Denning, January Fireballs. Obs. 28 114, 139, 1«/« S. Ref.: 
Nat. 71 469. 

Im Januar 1905 wurden in England Feucrkugelu am 9., 14., 27. 
(zwei) nnd 29. beobachtet, nnd zwar konnte Verf. für die am 14. und 
am 27. Januar 11^ b^^ beobachteten Meteore die Radiationspunkte und 
Anfangs- nnd Eudhöhen berechnen. Diese ergaben sich für das erstere 
zu 119® + 3° sowie 60 und 29 miles und für das zweite war der 
Radiationspunkt der gleiche, die Höhen des Erscheinens und Verlöschens 
aber 66 und 33 miles. 

614. W. F. Denning, The Quandrantids of January. J. B. A. A. 
15 170. 

Über Beobachtungen von Quadrantiden 1903, 1905 (eine Feuerkugel 
Januar 9) und 1877. Die Tage Januar 9 bis 13 waren in den letzten 
Jahren reich an Feuerkugeln, von denen wohl manche zum Quadrantiden- 
schwarm gehören. A. B. 

615. W. F. Denning, Winter Fireballs of 1905. Obs. 28 212, 2 S. 
Verf. stellt ein Verzeichnis von 18 hellen Meteoren zusammen, die 

von 1905 Januar 9 bis März 18 in England beobachtet sind. Von zehn 
derselben hat Verf. Beobachtungen aus mehreren Orten erhalten und so 
die Höhen beim Aufleuchten und Erlöschen, Länge des Weges und Ge- 
schwindigkeit pro Sekunde für diese berechnen können, welche Größen 
er mitteilt. 

616. A. S. Hebschel, The Bright Meteors of Feb. 11. E. M. 81 109- 

Ausführliche Mitteilung und Bahnbestimmung (in der Erdatmosphäre) 
des am 11. Februar 1905 11^30°° hauptsächlich in England beobachteten 
heilen Meteors. 

617. W. F. Denning, Fireballs of February 11, 1905. E. M. 81 132. 

Verf. hat aus den vorhandenen Beobachtungen für die zwei hellen, 
an dem genannten Tage um 10*^22°* und 11*^45™ gesehenen Feuer- 
kugeln den Radiationspunkt, die Höhen beim Aufleuchten und Erlöschen, 
die Länge der Bahn und die Geschwindigkeit in derselben berechnet. 



154 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

618. W. F. Denning, Real Paths of Meteors observed during the 
Lyrid Epoch, April 14—23, 1889—1903. Obs. 28 311, 3'/, S. 
Ref.: Nat. 72 465. 
Verf. teilt die wirklichen Bahnen von 40 Meteoren mit, die er auf 
Grand seiner eigenen Beobachtungen, sowie derer von sieben anderen 
Beobachtern berechnet hat. Er gibt außer Zeit und Helligkeit die wahren 
Höhen beim Aufleuchten und Erlöschen, Länge der Bahn und Geschwin- 
digkeit sowie Radiationspunkt an. Verf. gibt ferner auf Grund seiner 
Beobachtungen eine Ephemeride des Lyridenradiauten für April 15 — 25, 
wonach die Rektaszension desselben von 263^5 bis 276° zunimmt, 
während die Deklination unverändert -1-33° bleibt. 



619. A. S. Herschel, The Bright Meteor of May 10. E. M. 81 520. 

Verf. berechnet aus Beobachtungen dieses Meteors, die in Slough 
und Bristol gemacht sind, dessen Höhen beim Aufleuchten und Erlöschen 
sowie die Länge des dazwischen zurückgelegten Weges. 



620. Ernst Massäny, A junius 11-chi Pusgolyo (Die Feuerkugel 
vom 11. Juni), id. 9 184, 10 S. u. 212, 1 S.,8o. 

Sechzehn ausführliche Beschreibungen dieser großen Feuerkugel, 
darunter auch von Pater J. Fenyi S. J. aus Kalocsa. Die Beobachtungen 
werden tabellarisch zusammengestellt. Als Höhe des Meteors berechnet 
der Verf. 110 — 120 km, S. Fejes, Adjunkt der Sternwarte in 0-Gyalla, 
der die Erscheinung im Eomitäte Bacs-Bodrog sah, 95 — 100 km. Das 
Meteor wurde auch in Serbien gesehen, und erschien nach des letzteren 
Beobachters Vermutung über Bosnien, zog gegen das südwestliche Ungarn 
und verbrannte noch in der Atmosphäre, ohne die Erdoberfläche zu er- 
reichen. Eine beigefugte Illustration gibt die Gestalt des hellen Wolken- 
streifens an. 

621. W. F. Denning, Real Paths of Leonids. Obs. 28 54, IV2 S. Ref.: 

Nat. 71 306. 
Verf. leitet für zwei am 14. und eine am 16. November 1904 
gleichzeitig an mehreren Orten in England heobachtete helle Leoniden die 
Höhen beim Aufleuchten und Erlöschen und die Längen der scheinbaren 
Flugbahnen ab. 

622. W. F. Denning, A Very Low Perseid. j. b. a. A. 15 143. 

Dem Verf. kommt die geringe Höhe des von Götz 1904 August 12 
photographierten Meteors (siehe AJB 6 155) nicht mit der Durchschnitts- 
höhe der Perseiden vereinbar vor, die er zu 129 km für den Anfangs- 
und 87 km für den Endpunkt (42 Meteore) bestimmt hat. Sein nie- 
drigstes Meteor erlosch in 65 km Höhe (siehe Ref. 625). A. B. 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 23. 155 

623. Thobvald Kohl, Stjerneskud (Meteore und Sternschnuppen 
über Dänemark und nächsten Umgebungen im Zeiträume 1875 
bis 1903 inkl). Vidsk. Selsk. Forh. 1905 No. 3, 235, 23 S., 80. 

Aus korrespondierenden Beobachtungen von verschiedenen Orten — 
der Abstand 10 bis 20 Meilen zwischen den korrespondierenden Orten 
hat sich als der beste erwiesen — hat Verf. versucht, die Lage der 
Meteorenbahnen in der Atmosphäre zu bestimmen. Im ganzen sind 3374 
scheinbare Bahnen wahrgenommen und Verf. hat versucht, daraus Radia- 
tionspunkte abzuleiten. Für etwa 70 Meteore sind korrespondierende Be- 
obachtungen gelungen, wodurch die Berechnung der wahren Flugbahnen 
ermöglicht wird. Die Resultate der Berechnungen werden gegeben, so- 
wohl in Ziffern als auch durch zwei Zeichnungen, wovon die erste die 
Meteorbahnprojektionen auf die Erdoberfläche gibt, und die zweite eine 
Profilzeichnung der Schichten der Atmosphäre ist, in denen die Meteore 
aufleuchteten. Bn. 

624. 6. y. NiESSL, Bahnbestimmung des Meteors vom 2. Novem- 
ber 1903. Wien. Ber. 114 505, 39 S.; Auszug daraus vom Verf. selbst: 
Wien. Anz. 42 86. Ref.: Nat. Rund. 20 287; Sir. 88 115. 

Verf. gibt zunächst eine Zusammenstellung der Beobachtungen des 
iD Österreich und PreuBisch-Schlesien in den Morgenstunden des 2. No- 
vember 1903 gesehenen sehr hellen Meteors und leitet dann die einzel- 
nen Angaben für die Bahn des Meteors in der Erdatmosphäre und dann 
die kosmische Bewegung desselben ab. Die heliozentrische Geschwindig- 
keit ergibt sich zu 67.2 km, die Bahn war also eine Hyperbel mit der 
Halbaxe — 0.32; die Bahnneigung betrug 46^ und die Bewegung war 
rechtläufig. Der scheinbare Radiant lag bei a=48^8, rf = — 5^2. 
Biese etwas ungewöhnliche Lage des Radianten veranlaßt den Verf. die 
bisher nicht genauer untersuchte Bahn des Meteors vom 19. November 
1661, das in England gesehen wurde, näher zu bestimmen, was er in 
einem Anhang zu der eigentlichen Arbeit tut. Der scheinbare Radiant 
dieses Meteors ergibt sich danach zu 49°, — 11° und Verf. kommt zu 
dem SchluB, daß die Zusammengehörigkeit der beiden Meteore sehr wahr- 
scheinlich ist. 



625. P. Götz, Höhenbestimmnng einer Sternschnuppe aus photo- 

graphischen Aufnahmen und Berichtigung zu A. N. 3975. a. N. 
16» 219. Ref.: Astr. Rund. 7 237—239. 

Am 14. März 1904 waren beide photographische Refraktoren der 
Heidelberger Sternwarte auf / Virginis gerichtet und zeichneten eine diese 
Gegend passierende Sternschnuppe auf. Die aus der gegenseitigen Stellung 
der beiden Refraktoren sich ergebende Parallaxe stimmt mit der durch 
Äosmessung der Platten gefundenen gut überein. Verf. bestimmt für 
einen Punkt der Bahn die Seehöhe zu 91.0 km und die Koordinaten des 
Erdortes, über welchem diese Höhe gemessen ist. Im Vorjahre hat Verf. 
eine ähnliche Bestimmung für eine Sternschnuppe ausgeführt, die von 



156 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

beiden Objektiven des sechszölligen photographischen Refraktors aufge- 
zeichnet war (siehe AJB 6 155). Es ergab sich dabei eine auBerordent- 
lich groBe Annäherung an die £rde, die sogar zu einem stereoskopischen 
Effekt im Stereokomparator führte. Es hat sich nun herausgestellt, daß 
das eine Objektiv gegen Ende der Exposition gerutscht ist, so daB jeder 
Stern einen schwachen Begleiter erhielt. Bezieht man die Sternschnuppen- 
bahn auf diese Begleiter, so verschwindet der stereoskopische Effekt und 
die außerordentliche Annäherung. 



626. H. Rosenberg, Helles Meteor von 1904 März 21. A. N. 167 

368, 2V3 S. Ref.: Nat. 71 569; Ath. No. 4041, 1905 I 439; Nat Rund. 30 
236; E. M. 81 243. 

Am 21. März 1904 ist im südwestlichen Deutschland, der Schweiz 
und dem östlichen Frankreich ein helles Meteor beobachtet worden. Verf. 
hat nun auf Grund der auf den Sternwarten von Straßburg und Heidel- 
berg gesammelten Beobachtungen nach der von ihm selbst vorgeschlagenen 
Methode (siehe Ref. No. 567) eine Bahnbestimmung des Meteors ver- 
sucht und gefunden, daß die sichtbare Bahn von 385 km Länge in 9^ 
durchflogen wurde, woraus sich die Geschwindigkeit des Meteors relativ 
zur Erde zu 41.4 km ergibt. Der Anfangspunkt hat eine Höhe von 
57 km, der Endpunkt von 126 km, das Meteor ist demnach gestiegen. 
Die Unsicherheit der absoluten Höhe der Bahngeraden schätzt Verf. auf 
30 km. Das Meteor leuchtete über Keplers Geburtsort, Weil der Stadt, 
auf und platzte nördlich von Rheims. Auch über die Raumbahn des 
Meteors macht Verf. nähere Angaben. 



627. Paul Moschik, Bemerkung zu dem Artikel „Helles Meteor 

von 1904 März 21" in Astr. Nachr. 4008. a. N. 168 39. Ref.: 
Nat. Rund. 20 259. 

Verf. hat auf Grund desselben Beobachtungsmaterials wie Herr 
Rosenberg (siehe vorstehendes Ref.) aber nach anderen Methoden eine 
Bahn des Meteors vom 21. März 1904 berechnet, die demnächst in den 
Heidlb. Mitt. veröffentlicht werden soll. Verf. hat auch zwar ein Auf- 
steigen des Meteors gefunden, aber nicht so stark wie Herr Rosenberg, 
dessen Bahn Verf. für unmöglich hält, da sie rückwärts verlängert die 
Erdoberfläche schneiden würde. 



628. H. Rosenberg, Helles Meteor von 1904 März 21. Zusatz eh 

Astr. Nachr. No. 4008. A. N. 169 106, IV3 S. 
Verf. hat aus Anlaß der gegen seine Bahnbestimmung dieses Meteors 
wegen ihres ansteigenden Charakters erhobenen Bedenken genauer unter- 
sucht, wie die Beobachtungen durch dieselbe dargestellt werden, flndet 
aber einen durchaus befriedigenden Zeichen Wechsel. Obwohl sich kein 
Grund für das Ausscheiden irgend einer Beobachtung ergibt, hat doch 
Verf. unter Weglassung der Beobachtungen, die Abweichungen größer als 
=b 10° ergaben, eine neue Bahnbestimmung ausgeführt, die auch eine 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 23. 157 

wenn auch in geringerem Grade ansteigende Bahn ergibt; doch hält Verf. 
seine erste Bahnbestimmnng für die bessere. Die Einwendungen des 
Herrn Mose hie k (siehe vorstehendes Ref.) gegen die Bahn des Verf.s 
weist der letztere als unhaltbar nach. 

629. P. MoscHiK, Eine neue Methode zur Bahnbestimmung von 
Meteoren. Die Bahn des am 21. März 1904 in Süddeutschland 
sichtbaren Meteors. Heidlb. Mitt. V, 36 S. Ref.: Nat. Rund. 21 22. 

Darlegung einer eigenen Methode der Berechnung wahrer Meteor- 
flagbahnen aus gegebenen Azimuten und Höhen. Ausfuhrliche Mitteilungen 
der Beobachtungen des Meteors vom 21. März und der Berechnungsergeb- 
nisse nach der Galleschen und der eigenen Methode (Auszug daraus vgl. 
ReL No. 627). A. B. 

630. P. MoscHiK, Helles Meteor von 1905 August 3. a. N. 170 

1—6. Ref.: Nat. 78 161; Sir. 38 251; J. B. A. A. 1« 122. 
Das abends 8^55™.8 M.E.Z. in der Schweiz, Süd- und Mitteldeutsch- 
land beobachtete Meteor leuchtete nach den wahrscheinlichsten Rechnungs- 
ergebnissen 135 km über Berchtesgaden auf und erlosch 59 km über 
Hanau. Von weit über 200 Berichten waren nur wenige für die Bahn- 
bestimmung und noch weniger für die Ermittlung der Geschwindigkeit 
ZQ gebrauchen, die auf alle Fälle eine hyperbolische (44 + 7 km relativ 
zar Erde ohne Rücksicht auf Luftwiderstand und über 50 km in der 
Bahn um die Sonne) war. Der Radiant lag nahe in der Ekliptik, AR = 
311^9, D = — 18^3. A.B. 

631. P. MoscHiK, Helles Meteor von 1905 September 28. A. N. 170 

5—9. Ref.: Nat. 78 161. J. B. A. A. 16 122. 

Obschon nur wenige Beobachtungen dieses Meteors vorlagen, 
war für die Bahnbestimmung der Umstand sehr günstig, daß Verf. 
dasselbe zufallig während seiner Beobachtung am Meridiankreis be- 
merkte nnd feststellen konnte, daß der Endpunkt für ihn genau im 
Söden, also im Meridian lag. Der wahre Ort des Endpunktes befand 
sich 49 km über Eßlingen am Kraienbach bei Tuttlingen. Radiant AR = 
354^.9 2) = -+- 22*^.7, übereinstimmend mit Dennings Septemberpega- 
siden (353^3 + 25^6). Der Anfangspunkt lag 65.4 km hoch über 
einem Ort 1 km südlich von Immendingen. Bahnlänge 11.0 km nach 
einer Freiburger, 18.3 km nach des Verf.s Beobachtung. Das gesehene 
Stück war wohl nur der letzte Teil der Bahn. Da Verf. die Dauer auf 
{ bis 1 Sekunde schätzte, bleibt die Geschwindigkeit (geoz.) sehr unsicher. 
Das Erloschen war mit einer weithin vernommenen Detonation verbunden, 
obwohl niemand eine Explosion beobachtet hat. Unter Annahme der 
geoz. Geschwindigkeit 24.5 km findet Verf. als wahre Bahn eine Ellipse 
mit 2.8 Jahren Umlaufszeit. A. B. 

Siehe auch die lief. No. 563, 1146, 1152, 1160, 1947. 



158 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Doppelsterne und Veränderliche. 
632. R. G. AiTKBN, A Catalogue of the Orbits of Visual Binary 

Stars. Lick Bull. No. 84, 8 S. Ref.: Nat. 78 136. Publ. A. S. P. 17 
187 (vom Verf. selbst). 

Die berechneten Doppeistembabnen worden auf zwei Listen verieilt; 
die erste gibt von 53 zuverlässigeren Bahnen die Elemente vollständig, 
einschiieBlich der Elemente der scheinbaren Ellipse, der Bewegungs- 
komponente längs der Gesichtslinie, sowie Eigenbewegnng, Größe und 
Position des Sternpaars, die zweite Liste führt dagegen von 38 un- 
sicheren Bahnen nur die Umlaufszeiten an, dazu noch Größen und Örter 
der Sterne. Berechner und Quellen sind in beiden Tabellen genannt. 
Die Übereinstimmung der Bahnen mit den neuesten Beobachtungen ge- 
währte einen Anhalt für die Beurteilung der Bahnen. Anmerkungen ent- 
halten näheres über jeden einzelnen Doppelstern. A. B. 



633. 6. YAN BiESBROECK, Verzeichnis von Doppelsternbahnen. A. N. 
167 75. 

Verf. teilt brieflich an den Herausgeber der A. N. die elliptischen 
Bahnelemente für die Doppelsterne 2 186, 1785, 1879, 1888, 2026 
und 02 285 mit, die er berechnet und in den Belg. Ann. (siehe AJB 
6 160) publiziert hat. 

634. R. G. AiTKEN, The Motion of 13 Ceti = Ho 212. Publ.A. S. P. 
17 159. Ref.: Sir. 88 116. 

Drei neue Messungen zeigen in Verbindung mit den froheren, daß 
die Umlaufszeit von 13 Ceti etwa 7,1 Jahre beträgt. A. B. 



635. W. DoBEBCK, On the Orbit of tf Coronae borealis. A. N. 169 
289—297. Ref.: Sir. 88 282; Nat. 78 39. 

Die Genauigkeit der Bahn hängt ganz von W. Herschels Winkel- 
messungen 1781 und 1804 ab. Für jeden Grad Änderung des P.W. 
von 1781 ändert sich die Periode um ein halbes Jahrhundert. Nach 
Vergleichung der Beobachtungen mit 4 aus 3 Normalörtern berechneten 
Bahnen, bei denen die Umlaufszeiten gleich 500, 700, 900 und 1100 
Jahren vorausgesetzt waren, findet Verf. folgendes Elementensystem als 
das beste: T= 1828.71, co = 276^03, Ä=177°.80, * = 29^05, 
^ = 0.8480, a=9'.018, P= 1679.2 Jahre. Tabellen der Restfehler 
(B — R) und der wahrscheinlichen Fehler der Jahresmittel für die einzelnen 
Beobachter, Ephemeride mit 4 jährigem Intervall bis 1924, die Bewegnngs- 
komponente längs der Gesichtslinie enthaltend, die für Spektroskopiker 
von Wert ist. A. B. 

636. R. G. AiTKEN, The Orbit of ? Scorpii = 2 1998. Lick Bull. 

80. Publ. A. 8. P. 17 111. Ref.: Pop. Astr. 18 472. 
Die Messungen von 1782 bis jetzt liefern die Elemente: P=44.5 
Jahre, r= 1905.4, <?== 0.767, a = 0'.701, Ä = 20% * = ifc 29M, 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 23. 159 

0) = 352^6. Die Voraasberechnang von See, dessen Bahnberechnung 
P= 104.0 Jahre geliefert hatte, war 1905 in PW um 101° falsch, 
Distanz beobachtet 0'.23 statt 0'.56. A. B. 



637. R. G. AiTKBN, The Orbit of ß 395 = Ceti 82. Lick Bull. No. 71 

88, 2S; Pop. Astr. 18 190—194; Auszug daraus vom Verf. selbst: Publ. 
A. S. P. 17 26. Ref.: Nat. 71 519. 

Verf. hat für diesen Doppelstern folgende Elemente berechnet: 
?= 24.0 Jahre, T= 1899.7, e = 0.15, a = 0'.66, Ä = IIO^.S, 
(0=159^4, i= dz 76^65, jm = 15^00, welche die vom Verf. ge- 
sammelten und mitgeteilten Beobachtungen gut darstellen. Verf. ver- 
wendet dabei die von Herrn W. W. Campbell vorgeschlagene 
Bezeichnangsweise der Elemente (siehe Ref. No. 1345). Das doppelte 
Vorzeichen bei der Neigung i der Bahnebene gegen die zur Visierlinie 
seDkrechte Ebene ist solange beizu halten, bis die Bestimmung der Ge- 
schwindigkeit im Visionsradius eine Entscheidung über dasselbe herbeiführt. 



638. W. DoBERCK, On tbe orbit of y Coronae borealis. A. N. 169 
134, 2V4 S. Ref.: Nat. 72 424. 

Ba die beiden Komponenten dieses Doppelsterns eine Helligkeits- 
differenz von 3 Größenklassen aufweisen, so sind die Messungen mit 
konstanten Fehlern behaftet, ja die bei kleinerer Distanz als 0'.3 gemachten 
können überhaupt nicht zur Bahnbestimmung verwendet werden. Verf. 
hat ans allen verwendbaren Beobachtungen sechs Normalörter abgeleitet 
QDd durch drei derselben die folgende Bahn genau gelegt: Si = 113^30', 
i = 254°55', y = 80°8', ^=0.3589, P= 79.63 Jahre, r=1839.60, 
a = 0'.598. Verf. stellt alle seit 1826 gemachten Beobachtungen dieses 
Boppelstems zusammen und gibt auch eine bis 1919 reichende zweijährige 
Ephemeride. 

639. N. E. NöBLUND, Determination de Torbite de ^ Ursae majoris 
= J? 1523. A. N. 170 117—131. Ref.: Nat. 78 255. 

Im Anschluß an die zahlreichen Messungen dieses Doppelsterns von 
1781 bis 1905 hat Verf. nach der Methode von T. N. Thiele die Elemente 
wie folgt erhalten: 7=1815.957, co= 129^213, Ä = 100°.698, 
t= 53^392, ^ = 0.4108, a = 2'.5128 J7= 59.8096 ± 0.06 Jahre, 
Bewegung rückläufig. Eine Vergleichung sämtlicher Messungen ist bei- 
geftgt. A. B. 

640. W. DoBEBCK, On the Orbit of t Ophiuchi. a. N. 170 101—107. 
Ref.: Nat 78 305. 

Von den älteren Beobachtungen dieses 1783 von W. Herschel 
entdeckten Doppelsterns lassen sich die Herschelschen von 1802 und 
1804 sowie die W. Struveschen von 1825 bis 1837 nicht mit den 
«päteren zu einer Bahn vereinigen. Von vier Bahnen, die Verf. aus den 



160 ^I- Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Messungen bis 1904 gerechnet hat, scheint am besten folgende zu stimmen: 
T= 1820.15, a) = 25°35', Si = 7^^2Q\ t = 68^52', ^=0.5052, 
f7= 216.37 Jahre, a= r.349. Eine Vorausberechnung des Laufs des 
Begleiters reicht bis 1926.5. A. B. 

G41. W. DoBERCK, On the Orbit of y Centauri. A. N. 170 107— loy. 

Ref.: Nat. 78 305. 
Von zwei Bahnen aus den Messungen von 1835 bis 1905 scheint 
folgende die bessere zu sein: 7=1851.63, co == 285^2', Ä = 3^21', 
i = 81^47', ö = 0.2958, a= 1'.924, C7= 211.93 Jahre. Die andere 
Bahn mit C7= 152 Jahre stellt die Messungen ,nahe", aber weniger 
gut als die obige dar. Ephemeride bis 1916. A. B. 

642. J. Ellard Gore, The Satellite of Sirius. Obs. 28 55, 2 S. 

Verf. berechnet, daß die Sonne in der Entfernung des Sirius als 
Stern 2.23. Größe leuchten würde, während der Siriusbegleiter als Stern 
IQter Größe erscheint, bei seiner Masse gleich dem 1.137 fachen der 
Sonnenmasse. Bei gleicher Oberflächenintensität wurde sich danach die 
Dichtigkeit des Begleiters gleich 44.28 (Wasser = 1) ergeben, während 
— wenn wir seine Oberflächenintensität gleich 0.0015 von der der 
Sonne annehmen — seine Dichte zu 2.57 der Dichte des Wassers sich 
ergibt. Spektroskopische Beobachtungen dieses Begleiters könnten allein 
bessere Aufschlüsse über seine Beschaffenheit geben. 



643. S. M. Hadley, Relative Masses of Binary Stars. Pop. Asir. IZ 
260—267, 323—332. 

Wenn der Hauptstern eines Doppelstemsystems an einen dritten 
Stern durch Mikrometermessungen oft genug angeschlossen ist, läßt sich 
seine Bahn um den geradlinig fortschreitenden Schwerpunkt des Systems 
und damit auch das Massenverhältnis der Komponenten leicht berechnen. 
Verf. hat die dazu nötigen Formein aufgestellt und wendet sie auf die 
Systeme tf Coronae, ß Delphini, S Equulei, r Cygni und x Pegasi an. 
Nur im ersten Beispiel ergibt sich eine hinreichend sichere Lösung — 
der Schwerpunkt teilt die Distanz der Komponenten im Verhältnis wie 
0.52 zu 0.48, entsprechend verhalten sich die Massen wie 1:1.08. Znm 
Schlüsse zeigt Verf. noch, wie aus den Beobachtungen absoluter Örter 
nach der Methode von Peters und Auwers die Masse bestimmt werden 
kann. A. B. 

644. W. W. Campbell and IL D. Curtis, First Catalogue of Spec- 

troscopic Binaries. Liok Bull. 79, 11 S. Ref.: Nat. 78 352; Sir. 39 
14—18, 33—35. Publ. A. S. P. 18 62—64. 

Seit 1889 sind 140 spektroskopische Doppelsterne entdeckt worden, 
davon 58 auf der Lick- Stern warte und 14 auf deren chilenischer Station, 
41 auf der Yerkes- Sternwarte usw. Da die Literatur über diese Objekte 



4. Kapitel : Bahnbestimmung. § 23. 1 61 

sehr zerstreut ist, haben die Verf. den vorliegenden Katalog aufgestellt. 
Darin sind' für jeden Stern Name, Position fär 1900, optische und 
photographiscbe GröBe, beide nach den Barvardbeobachtongen (Annalen 
Bd. 45 und 48, 3), Spektraltypus (nach dem Draperkatalog, der neueren 
HarvardklassÜikation und nach Vogels System), die Bahnelemente, soweit 
solche ermittelt sind, und endlich die Quellen angeführt. Der Katalog 
omfaBt die Entdeckungen bis Ende 1904; vier später gemeldete Objekte 
sind am Schlüsse des Bull, noch genannt. Sechs optische Doppelsteme 
sind mit aufgenommen, weil sie auch spektrographisch untersucht sind, 
wenngleich bisher die Änderung ihrer radialen Geschwindigkeit unmerklich 
geblieben ist. Hervorgehoben wird die Häufigkeit veränderlicher Bewegung 
bei den Sternen vom Oriontypus. Veränderlichkeit unter und bis zu der 
von Polaris, 6 km, der kleinsten bisher bekannten, mag noch oft vor- 
kommen, ist aber zu schwer nachweisbar. Als Grenze für die Erkenn- 
barkeit variabler Radialbewegung wird die achte HelligkeitsgröBe der 
Sterne bei günstigsten Umständen genannt. Relativ sind die spektro- 
skopischen Doppelsterne viel häufiger als die optischen. Bis jetzt hat 
noch kein spektroskopisches Stempaar visuell getrennt werden können, 
die Distanz dürfte meistens kleiner als O'.Ol sein. A. B. 



645. A. W. RoBEBTS, Further Note on the Density and Prolateness 
of close Binary Stars, m. N. 65 706—710. 

Die Glieder enger Doppelsterne (Algoltypus) müssen eiförmig ver- 
längert sein und, wenn sie in Ellipsen laufen, ihre Gestalt fortwährend 
ändern und damit auch ihren Oberflächendruck und ihr Licht. Änderungen 
der Lichtkurven werden durch die Drehung der Apsidenlinie erzeugt. Die 
Anwendung der vom Verf. früher (siehe AJB5 177) aufgestellten Formeln 
anf den neuesten Stern dieser Art, auf V Vulpeculae führt auf ein 
System zweier Sterne mit nahe gleichen Massen, von denen einer 2.5 mal 
so hell ist als der andere, die Elliptizität der Figur ist 0.39, größerer 
Halbmesser beider Sterne 0.38, Zwischenraum zwischen den Oberflächen 
0.24 (Mittelpunktsabstand 1.00). — Bei RR Centauri berühren sich die 
Komponenten, bei ß Lyrae findet nahezu Berührung statt, entsprechend 
liefert die Rechnung eine Elliptizität der Figur in diesen zwei Systemen 
von 0.78 bezw. 0.57 der Mittelpunktsentfernungen. Die mittlere Dichte 
von V Vulpeculae wäre = 0.00001, die von ß Lyrae 0.0006. Auf 
die Frage, wie es möglich sei, dafi so dünne Körper zusammenhalten, 
wenn sie so rasch umeinander laufen, sei an dieser Stelle, sagt Verf., 
kein Anlaß näher einzugehen. Der Zweck sei gewesen, zu zeigen, daB 
je näher sich die Komponenten eines System ständen, desto verlängerter 
ihre Figur sei, was durch die Form der Lichtkurven der erwähnten 
3 Veränderlichen dargetan sei. A. B. 

646. A. W. RoBBBTS, Apioidal Binary Stars. Obs. 28 407—409. 

In seinem Vortrag vor der Brit. Assoc. in Kapstadt behandelt Redner 
die physischen Verhältnisse in Doppelsternsystemen in ihren Beziehungen 

AstroDom. Jahresbericht 1905. 1 1 



162 II* l'eil: Astronomie. 7, 1905. 

2u den Größen und Formen der Bahnen. Bei den engeren und ganz 
engen Systemen kann mit Hilfe der Spektrographie und oft auch aus den 
Lichtschwankungen, die von Bedeckungen der Komponenten oder durch 
die Rotation eiförmig verlängerter Körper bewirkt werden, Kenntnis über 
die Gestalt und die Dichte dieser Gestirne erlangt werden. Ä. B. 



647. W. W. Campbell, Castor a Quadruple Star. Publ. A. S. P. 1« 
260, 3 S.: Pop. Astr. 18 87, S'A S. Ref.: Nat. 71 375; Cosmos N. S. 52 
167; H. u. E. 17 377; Obs. 28 209—212; Sir. 88 110. 

Verf. teilt mit, daß Herr H. D. Curtis mit dem Millsspektrographen 
der Licksternwarte entdeckt habe, daß die hellere Komponente des Doppel- 
sterns Gastor eine veränderliche Bewegung im Visionsradius, also einen 
dunkeln Begleiter habe. Da eine ähnliche Entdeckung für die schwächere 
Komponente früher schon von Belopolsky gemacht ist, so wurde danach 
Castor ein vierfaches System sein, von dessen ungeföhren Bahnverhält- 
nissen Verf. eine graphische Darstellung gibt. 



648. W. S. Adams, The Orbit of the Spectroscopic Binary C Tauri. 
Ap. J. 22 115—118. Ref.: Sir. 88 259; Nat. 72 592. 

Von ^ Tauri liegen aus der Zeit 1902 Februar bis 1905 März 
25 Spektralaufnahmen der Yerkessternwarte vor, aus denen Verf. die 
Bahnelemente mittels der Linienschwankungen berechnet hat. Geschwin- 
digkeit des Systems V= -+- 16.4 km, a) = 9^8, e = 0.180, a sin t 
== 27.9 Mill. km, T= 1902 Januar 19.9, Periode = 138 Tage. Größter 
Fehler —3.1 km. A. B. 

649. H. J. VAN LuMMEL, De spectroskopische dubbelster t) Aquila« 
benevens eenige algemeene opmerkiDgeii over radiale snelhedeii 
[Der spektroskopische Doppelstern t) Aquilae nebst einigen all- 
gemeinen Bemerkungen über radiale Geschwindigkeiten]. Rotter- 
dam, Terneden 1903 72 S. m. 2 Taf., S^. 

In einem ersten Abschnitt werden die verschiedenen Methoden be- 
sprochen, welche vorgeschlagen sind zur Bahnbestimmung von spektro- 
skopischen Doppelstemen. Dann werden die Methoden von Lehmann- 
Filhes und von H. N. Russell auf tj Aquilae angewandt und die 
erhaltenen Resultate auch mit denen von anderen Rechnern verglichen. 
SchlieBlich folgen noch einige allgemeine Betrachtungen über die ver- 
schiedenen Typen der Radialgeschwindigkeitskurven. E. B. 



650. R. H. CüBTiss, On the Light- and Velocity-curves of W Sa- 
gittarii. Lick Bull. No. 88, 2 S.; Ap. J. 22 274—275; Know. N. S. 8 380. 
Aus zehn Bestimmungen des Lichtmaximums in den Harvard Ann. 46 
II (siehe AJB 6 483) folgert Verf. die Zwischenzeit zwischen Lichtmaxi- 
mum und Apastrum des von ihm berechneten spektroskopischen Doppel- 
sterns W Sagittarii (siehe AJB 6 388) gleich 0.99 Tagen und Koinzi- 
denz des Maximums mit der Zeit der langsamsten Radialbewegnng. Die 



1. Kapitel: Bahnbestimmung. § 24. 163 

derselben Pablikation entnommene Lichtknrve dieses Sterns yerlänft fast 
genau parallel der Kurve der radialen Geschwindigkeit. DaB vor 30 Jahren 
die Lichtknrve nach Schmidt eine andere Form besaB, deutet auf eine 
in der Zwischenzeit erfolgte Änderung der Bahnbewegung in diesem 
Stemsystem. A. B. 

Stehe auch Ref. No. 56, 1255. 



§ 24. 

Übersichten und Benennungen. 

Kleine Planeten. 

651. A. Chablois, Petites planetes decouvertes ä l'observatoire de 
Nice et calculs d'orbites. Annales de Nice 8 G 1—87. 

Tabelle der in Nizza entdeckten Planetoiden: Nummer, Name, Ent- 
deckungsdatum. Die ersten 27 Planeten (267 bis 331) sind von 1888 
Mai 27 bis 1892 April 1 durch direkte Beobachtung, die folgenden 77 
(336 bis 498) (2. Dezember 1902) mit Hilfe der Photographie entdeckt 
worden. Nicht genügend verfolgt und darum nicht numeriert wurden 
1892 S, 1893 2), und ü, 1896 DD und DE [letztere beide nach 
späterer Neuentdeckung zu Heidelberg als 462 und 507 numeriert; A. B.]. 
Die Planeten 291, 292, 417 und 433 waren von Charlois unabhängig 
entdeckt worden. Bahnelemente (jetzt veraltet) teilt Charlois nach eigener 
Berechnung mit von 175, 416, 453; meist hat er sich zur Weiterver- 
folgung neuer Planeten Kreisbahnen berechnet, die er aber nicht mit ver- 
öffentlicht. A. B. 

6ö2. P. Lehmann, Zusammenstellung der Planetenentdeckungen im 

Jahre 1904. V. J. S. 40 74—81. Ref. von A. Taß (magyarisch): ür. 
6 182. 

£ntdeckungsdaten der Planetoiden 517 und 520 bis 553, Nume- 
rierungen und Benennungen älterer Planetoiden, Hauptbahnelemente der 
neuen Planetoiden, bemerkenswerte Eigentümlichkeiten einiger Bahnen, 
Stand der Beobachtungen der Planetoiden Oberhaupt. A. B. 



653. A. Berbebich, Neue Planetoiden des Jahres 1904. Nat Rund. 
90 138, 3 S. 

Terf. gibt eine Übersicht über die 58 im Jahre 1904 neu ent- 
deckten Planeten, von denen 33 durch elliptische Bahnbestimmungen ge- 
sichert sind (größte bisher erreichte Zahl in einem Jahre), für 5 können 
wenigstens Kreisbahnen abgeleitet werden, 12 sind als verloren anzusehen 
und 8 waren mit schon bekannten kleinen Planeten identisch. Verf. 
bespricht die Bahnverhältnisse der 33 gesicherten Planeten — soweit sie 

11» 



164 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

von besonderem Interesse sind — näher and weist auf die Ähnlichkeiten 
hin, die zwischen einigen Bahnen dieser neuen Planeten and einigen der 
alten Planeten bestehen. 

654. E. Weiss, Neue Planeten und Kometen. Astron. Kalender für 
1905, 131, 8S., 80. Siehe Ref. No. 73. 

Verf. legt dar, daB durch die so zahlreichen Neuentdeckungen 
von kleinen Planeten die Beobachtungen, Bahnbestimmungen und eventuelle 
Identifizierungen mit früheren sehr schwierig werden, was wiederum auf 
die Berichterstattung sehr erschwerend einwirkt. Von den 64 seit Anfang 
1904 bis einschlieBlich 16. November 1904 entdeckten kleinen Planeten 
sind fünf sicher mit froheren identisch; wieviele von den übrigen hin- 
reichend lange beobachtet sind, um eine Bahnbestimmung zu ermöglichen, 
ist noch ungewiß. Die Kometenentdeckungen im Jahre 1904 erwähnen 
noch nicht die Kometen 1904 d und e, weil diese erst entdeckt wurden, 
als der Bericht schon gedruckt war. Dagegen bespricht Verf. auch die 
Entdeckung des 9. Satumsmondes eingehend. 



655. E. Weiss, Neue Planeten, Kometen und Satelliten. Astron. 
Kalender für 1906, 133—143, 80. Siehe Ref. No. 74. 
Tabelle der als neu angezeigten Planeten PN bis /SD, Bemerkungen 
über Bahnberechnungen, Identitäten mit früheren Planeten, neue Nume- 
rierungen und Benennungen, Tabelle von 46 interessanteren Bahnen, 
geordnet nach den Umlaufszeiten (Eros-Thule). Hinsichtlich der Kometen 
wird die lange Sichtbarkeit des Kometen 1904 / (bis August 1905), die 
Helligkeit des Enckeschen Kometen 1905 / und das Wichtigste über die 
Erscheinungen und Bahnen der Kometen 1904 II und /// (zweiter Tem- 
pelscher) und 1905 //, 777, 7F besprochen. Dann wird die Entdeckung 
der zwei neuen Jupitermonde durch Perrine und des X. Saturnsmonds 
durch W. H. Pickering eingehend behandelt. A. B. 



656. J. Bauschinger, Numerierung neu entdeckter Planeten, a. N. 

167 175. Ref.: Nat. 71 401; Sir 88 90. 

Die im Jahre 1904 entdeckten kleinen Planeten iVC, ND, NN, 
NO, NQ, NR, NS, NT, NV, NW, NY, NZ, OA. 0C\ OF, OG, 
OK, OL, ON, 00, OQ, OT, Oü, OY, PA, PB, PC haben die 
Nummer 522—548 erhalten und Planet 532 = 1904 NY außerdem den 
Namen Herculina. Außerdem sind die 1904 gefundenen Planeten NH^ 
NP, OM und PE der Reihe nach identisch mit (200) Dynamene, (255) 
Oppavia, (236) Honoria und (178) Belisana, während die Identität der 
Planeten OH, OJ, OP und OR mit (353), (411), (398) und (465) 
noch durchaus fraglich ist. 

657. J. Bauschinger, Numerierung neu entdeckter Planeten, a. N. 

167 267. Ref.: Ath. No. 4037, 1905 1 312. Ref.: Sir. 88 114. 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 24. 165 

Die Planeten 1904 PK, PL, PM, PO, PP haben die Nummern 
(549) bis (553) erhalten. Für 1904 PG, PJ, PN lassen sich keine 
Bahnen ableiten; 1904 PH ist wahrscheinlich identisch mit 157 Dejanira. 



658. J. Bauschingbb, Numerierung neu entdeckter kleiner Planeten. 

A. N. 109 285. Ref.: Sir. 88 280. 

Den Planeten 1905 PS, PT, PW, PY, QB, QD, QF, QG, 
QH, QKy QM, QN, QO, QP, QS, QT wurden die Nummern 554 
bis 569 zuerteilt. Identitäten mit älteren Planeten lagen vor bei PV 
= (149), PX=(517), QC=(427), QE = (SU), QÄ=(216), 
Qf7=(406), QF=(263), Q7=(167) und vielleicht bei Pü'=(489), 
QJ = (480). Die Planeten PQ, PÄ, PZ, QA, QL, QQ, Q W bleiben 
ganz unbestimmt. 1904 QW wslt irrtümlich für (475) gehalten worden. 
(554) wurde „Peraga", (569) ^Misa'* genannt. 



659. A. Bebberich, Planet (568) Cheruskia. a. N. 109 363. 

Der Planet ist identisch mit Planet Wolf ^No. 4^^ in A. N. 129 
341 bezw. ,,k" im Berl. Jahrb. für 1898 S. 479, aufgenommen 1891 
Dezember 1, wie namentlich durch die Übereinstimmung der großen 
Deklinationsbewegung bewiesen wird. A. B. 



660. H. Kbeutz, Planet (522) Helga, a. N. 1«9 399. 

Verf. teilt die Identität von Helga mit Planet 1902 KN (Wolf 
1902 November 20) mit. A. B. 

661. Benennung von kleinen Planeten. A. N. 169 95, 4o. 

Folgende kleine Planeten haben Namen erhalten: (489) = Gomacina, 
(.304) = Cora, (505)== Cava, (51 1) = Davida. 



662. Benennung von kleinen Planeten. A. N. 109 363.: 

Benannt wurden (406) = Erna, (520) = Franziska, (522) = Helga, 
(542) = Susanna, (544) = Jetta, (565) = Marbachia, (566) = Stereo- 
scopia, (568) = Cheruskia. A. B. 

663. Benennung von kleinen Planeten. 167 46, 223, 239, 16S 307. 
Planet (532) [1904 NY] hat von E. Millosevich den Namen 

Hercolina erhalten. — Planet (496) [1902 KH] wurde Gryphia benannt. 
— Planet (512) [1903 LV] hat den Namen Taurinensis erhalten. — 
Die Planeten (485), (486) und (494) wurden Genua, Cremona und Virtus 
benannt. A. B. 

664. A. C. D. C, Minor Planet Notes. Obs. 28 HO, 148, 190, 224, 260, 
• 327, 359, 393, 427. 471. 

Diese Zusammenstellungen schon anderweitig publizierter Nachrichten 
über kleine Planeten haben denselben Charakter wie früher (siehe 
AJB 2 157). 



166 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

665. Minor Planet Notes. J. B. A. A. 15 174, 208, 250, 294, 345, 390, 
16 37, 73. 

Gleiche Cbersichten wie die vorgenannten, hauptsächlich gegründet 
auf die Veröffentlichungen in den A. N. 



666. Comet and Asteroid Notes. Pop. Astr. 18 58, 97, 164, 213, 269, 
336, 351, 404, 463, 566. 

Nachrichten über Nenentdecknngen und Berechnungen von Kometen 
und Planetoiden, Auszüge aus £phemeriden. Graphische Darstellung der 
Bahn des Kometen 1904(2 (S. 164} und der des Kometen 1904 /auf 
Tafel III (Märzheft) nach den Elementen von Aitken. Die Bahn des 
Kometen 1905a relativ zur £rdbahn ist S. 271 abgebildet (Ref. Nat. 
72 66). 

667. Tabelle der Elemente. 

(Siehe Seite 168—172.) 

Siehe auch Ref. No. 90. 



Kometen und Meteore. 

668. H. Kbeutz, Zusammenstellung der Eometenerscheinungen des 
Jahres 1904. v. J. S. 40 81—88. 

Besprechung und Nachweis von Beobachtungen der Kometen 1903 F 
(Brooks), 1904 7 (1904 a), 1904 7/(1904 d), 1904 777 (1904 c, zweiter 
periodischer K. Tempel), 1905 7(1904 6, Enckescher Komet) und 1905 7/ 
(1904^). Bei 1903 F werden Helligkeitsschwankungen hervorgehoben, 
bei 1904/ die ungewöhnlich groBe Periheldistanz 2.71, beim Tempel- 
sehen Kometen die relativ größere Helligkeit nach gegen die vor dem 
Perihel. Enckes Komet war wieder ähnlich der gleichartig verlaufenen 
Erscheinung von 1828 recht hell geworden. Zum vorjährigen Berichte 
(AJB 6 163) werden noch einige Nachträge betr. die Kometen 1902 III 
1 903 /, // und IV gegeben. Bahnelemente sind angeführt von den 
Kometen 1904/, //, ///, 1905 /und //; letztere zeigen eine entfernte 
Ähnlichkeit mit denen des Kometen Pigott, dessen Umlaufszeit zu 
5.9 Jahren berechnet worden ist, während man für die von 1905 // 
vorläufig etwa sieben Jahre gefunden hat. A. B. 



669. R. 6. Aitken, The Comets of the Year 1904. Publ. A. S. P. 
17 25. 

Verf. gibt eine kurze Übersicht über die im Jahre 1904 entdeckten 
Kometen und teilt auch die von ihm für Komet 1904 II berechneten 
Elemente (siehe tabellarische Übersicht der Elemente) hier nochmals mit 



670. A. C. D. C, Comet Notes. Obs. 28 67, 109, 146, 189, 224, 261, 
327, 392, 427, 470. 



4. Kapitel: Babnbestimmung. § 24. 167 

Diese Zusammenstellungen von Kometennachrichten haben den gleichen 
Charakter wie im Vorjahre (AJB 6 166). 



671. Comet Notes. J. B. A. A. 15 174, 207, 249, 293, 345, 390, 16 36, 71. 
Übersichten ähnlich den vorgenannten. Ausführlich wird besprochen 

L. Poors Bearbeitung des Kometen Brooks 1889 V (ß. 174—176). 
Elemente nud Ephemeriden neuer Kometen aus verschiedenen Quellen. 

672. La comete d'Encke. Ciel et Terre 26 56, 3 S. 

Darstellung der Bahnverhältnisse dieses Kometen anlässig seiner 
erneuten Auffindung am 11. September 1904, sowie seiner äußeren Er- 
scheinungsform. 

673. Enckescher Komet. Sir. 88 18. 

Beobachtungen und Aufnahmen vom Ende Oktober 1904. A.B. 



674. R. 6. AiTKEN, Comet a 1905. Publ. A. S. P. 17 63. 

Entdeckungsnachricht und erste auf der Lickstemwarte angestellte 
Beobachtung des Kometen Giacobini 1905 a= 1905 IIL A. B. 



675. M. Ebell, Neuer Komet 1905 a. a. N. 167 383. Ref.: Know N. S. 
2 108. B. S. B. A. 10 136. Weltall 5 250. 

Erste Nachricht über den am 26. März von Giacobini in Nizza 
entdeckten Kometen nebst Positions- und Bewegungsangahe. A. B. 



676. W. Maclachlan, Suspected Comet in Cygnus. E. M. 82 321. 

Auf einer photographischen Aufnahme von 1905 Oktober 15, 10**.7 
bis 12^.7 hat sich bei a Cygni (2°.5 ostl.) ein kometenartiger Nebel 
abgebildet; Kopf etwa 7' Durchmesser, Schweif 55' lang. A. B. 

677. H. Kbeutz, Eotdecküng eines Kometen 1905 6. A.N. 169 399. 

Ref.: Sir. 88 282; E. M. 82 364; B. S. A. F. 19 556; Ciel et Terre 26 475; 
Nat 78 87; Pop. Astr. 18 566; A. J. 25 34; Athen. No. 4074, 728. 

Ans der Helligkeit und raschen Bewegung schlieft Prof. Kreutz auf 
geringe Entfernung des Kometen, die, einen scharfen Kern desselben 
vorausgesetzt, gute Parallaxenbestimmungen gestatten würde. A. B. 



678. F. S. Abchenhold, Entdeckung eines neuen Kometen. Schaer 
1905 b. Weltall 80. 

Nähere Angaben über die Entdeckung, den scheinbaren Lauf und 
die Bahn des Kometen nehst kleiner Sternkarte mit den Positionen vom 
24. November bis 16. Dezember 1905. A. B. 



(Fortsetzung siehe Seite 173.) 



168 



II. Teil : Astronomie. 



7, 1905. 



5 

S 



'S 

Eh 



CO 

o 





00 Lf5«><Ä«ßO"<*'O'M00C0»O — <0 — CO»OC«» — OOC^OCO«OI^<M 




5$ CO CO CO iO CO »ft CO <M C^ <M S^^CO't "^ «^O-^CO -^ CO »^ 


•vrt 


oo"^'^oO'^»oo>a>"^cO'^»ftaor*'«i^oO'— 'ooooic^cococoo^o^co 

C^ 1* -^O"^ »M O «^ »C G«« -^ -^ -^ —« CO-^ O<l00(N(MO^ 




Ssco — ^•^o»Ocoo»or-oO'>ico^-^oococ^o>c^— oo"^cr><o^o 

•-4 ^^f-H«M«-^0^i*^«-4 «1^^.4 00^^^^ 




-^•<i^»ftcO'^Oooo»-i050>i*'co»ocor-ooa50»ooo-^'^<o<MeoO 

i-i"i«t< iOCO ^1-1-^ -^COO^N 1-iOJ iO.-«COCOG^»OCOOO« 


G 


00 — — r-"^oo-^eooo^Or*Or-»ftco^Ooo— f'^oO'^eO'^'^Oi 

— COOCO COCO-^ C0"^»O — "^ O O -^ "^ "^ ^ ^ ,-H CO 


1 


2-Q*««ßt^00C0"*»0(MQ0C5Q0a0Ä(>jr-»0t^O-^OOt^Q0a0O 
O«Ä00 — — tOOCOi-iCO — OCO — — C£»(>«(?*COO«UO«OCOOiOOQO 
CO ^^ CO CO CO O« '— 1— ' <N -^ CO -^ "^ 0<» CO 1-I -^ -^ .-< ^ ^* ^^ ,^ 




!?I »o — co»«c^«0'^oc^ooc*"^co-^cot-04a>c<j<3ia>«oo« — — 




^«H^OOO-^ — t^OOcCXNiOh-Ci'^O — COO^OOiO-^©«'^ — OJCO 
gQ^^ CO'-'— «^C<«<MC^CO"^CO .— lOOiC^C^ — -^©«COiÖ 


3 


o^co — ■^— 'aaoÄ'<*<oo^tr^*r5r-Ocoeoor- — Ocooooi — '^cs''* 

O« CO — CO — COCOCO CO CO -^ C^ — -^ ÖQ »O -^ -^ CO »-• iO oco 




S^OCOO-^^Ot^OC^r-l^-t^OillXMOCD- iftOÄt^?O00C0CO<>iQO 
CO- 00(MCOO»t-'^r^ — P'^»r5'^'^OOt>-00»«OacOCOOO»OC*t>-kr5 
Q^ — — <MC^ ^<N(M Ofl ^ (MC0»-iCOCO — 




? "^(M C^ r-OOkOCO t^ ^«O Ci OS 00 ^ O 0005 ^-M t-^ r- O — CO 




COOS00'«!t<<X>W»— 50C0|>0iOr- — COCSJCOOJCNO^OSOOCOOQ'^C^ 


S 


r-^-coooiCo»"^osr-Ocooi-^0050— <5^io«ocoococDiri«cr*- 

(M 1-I ©^ CO ^ iC O* CO ^^ »-• 1— 1 O O O» O 1— 1 -^ »-I »O »O »O 




r-G^<N«o<3^Q»o — »oooO'^Oicor-r-»fto^«coocooooooa»ftoo»o 

iOCOO»ft^QOOOt^'MiOO(?^«>»C5<MOCO"i«t<uO»OCO«OG<»C<l — CO 
COCO(?400COCO<?^ OIC^i— •CO'^CO 1-« (M^^^^OJCO 00 


Mittl. 
Aqu. 


oooooooooooooooooooooooocoo 

^OOiO^OOQ^QOCOCOCO^"^'^"«^"^'^-^'^^"^'^"^'«*'^ 

OOOOO— 'OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO 
O) Od Od OS Od O) O« Od Od Od Od Od Cd Od Od Od Od Od Od Od Od Od Cd Od Od Cd Cd 


a 
o 


a3CQMOQp:SpQna^'o2pQttSQttpcp3Q3cqpqffipQ(2Qp:>ffi 


"St 

03 O) 

OSJ 




und 
ttlere 


^ c •*-* :r: ^ b ^-rs :s ^* •-< 'd a. ci d ö ^ ^^ ^ 2 C £ T T 'S .- — 


Epoche 
Mi 


•«t»<Q'^i«»n«000"^<NOCOCOCO'«*'^"^"^'^<^"^-^'^"«!f<'**«'<!<'<1«"^ 
OOOOOOOdOOOOOOOOOOQOOOÖOOOOO 
CdOdOdOiOdOdOOOdOdOdCdCdOdOdOdOdCdOdOdOdOdCdOdOdadCt Od 




OB r~~l 


1 .flcP-iWW?>'&3H>' < i>-d H •< CB K . iZlr — '.Hi—ii ii_-i^u_iffi 53 uZj 

/-xt> '■^CDC0C000^-'M0d'>»O(MC^C0'^J*»O^r«-000dQ»-^C<»C^CO 
O'^OO'-'C0r-00OO^^'>'>^'>»G^G^C<»ö^'2^0'C0C0C0C0CO 





II 

■ 

9 






:3 



o 

a 

6 
'S 






4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 24. 



169 



t 



1 

1 


a. *i 




^1 _ CO c*3 








1 l-g - 1 




1-4 00 ^ •>» ' ir 




^ ^, O* CO 


^^, 


. .^ »ft K 


teS 


Okt 

Jan 
, 190i 

Mär 

Juli 
Aug. 


• •N 




Im 


1 o 


Oi O ••' Oä O O 


-«^ 


^- -^ QO ^^ -^ OS 


' 3 


©«CO.. CO -^ .S m<o-^ . .^ 


<J 








1 
1 


^^ o o5:;«o o o«o^^ o o o<ß^r^r*t^t^t^i>r-i>-f*o^*'^c* 




G^'^^O^O^^*'^^ CO ^ ^ ^ -^ CO C^ (M <>» (N (M G^ CN (M O» CO O» (N 




1 








^3^^ZZ^x:Za5Z5^-c^52;z;2!;ZZ5z;ÄÄZZZZZZ 


1 


..2.2 • ..2.2 •« «.2.2.2 




'ö -, 'Ö 


b 


. 5^ d «g d 


S 






o^feSfei: CQja^S S5<DJ3J32 SJ=3g.£!g 2 


o 


2o^et2<0 Od4}.^e9o}0}oofi4 oSoeäeSuä eS 


im 








* . . . . . .« . . . . ..a^OO«««««}«)«; .« 


, 


-<CßO-»<JOOafali:w>>HHaQPQZÄZPQZZD3»-iCHZ 


* 

1 


00 90 lA CO r— 




(M G^COiftCO QO <0aa'^Q0O^O00»0 00i-i<0'*^OC0O«0 

o ÄcocoQO oo« »ocß-rhiOtOQoai.-^asOooir-r-Oo»^ 
CO icot^ot* icokA ^io^^'^öco'>»r-tooo(MOÄOO'^cir*-^ 
^ h-aj»«»o 03 CD <N o r- o O c«^ c<» CO '«j* iO — oi 00 r- <M (M CO 
•^ »^«o^o^ ' r- «y» 00 •<* G<i o» CO r- <M ©^ C5 CO CO r- O "^ '«f'^ t^ 


c3 


i 

fc 


bc 


o 


^^ 






o oooo oo ooooooooooooooooo 




CO — r- t- 




O— «oo-^co— ö<«r^ CO 




«CaQ<Nt^00»O<OC0iOOiOC^COC^C0C0(Mr-'MOS'rt<O"*f»ÄC000 




<NCOQ05'MQr-G<l»000'-<'^0»«00^-(>J'^»OQOOCO'7«r-^^'-<0 
f-'^C0"^r-ÄC^O<N(M05C0tOCOC*^H(>lC000»O'^0«O»"^»O00^^ 


dL 




x^.ocioooot^coioas'-t»— -^©«»'«j'o-^G^r-coco»— cooooo»o 

0J-^00O^^C0^^t^»^C0C0Oa-^C0-^05<M00"^00CDr-^-^»OC0CO00 














»o 00 O o c«« »o c* <M r^ <?< 00 eo 05 o 00 CO "^ O c* <?« 00 CO -^ 00 00 
t^ooOc^co<M"^cocO'^<Mh-coooc^r-(M'M'-<coio^r*"^co.-^r- 

O «-< -^ »O "^ C^ -^ ^ »O CO Iß CO "^ '-^ "^ »O "^ 1— • ^ -ii^ CO o 

^».-r-'*Oco<5QooosoO'^r*o>coi>oO'^co^-ooooi.Oh-"^cocoiO 
csr-OiOO<>>0«'^'^OOÄ'<l<iOOO>oco-^oooo».HioooOOco 



a 

CS 



Ca 

O 



c3 

a 



05 w tj 



c3 

d 



d 

es 
CS c) 

d -*-' 



oo 

o 



ü 

S. o) CO 

dO 



o 



es 

d 
-«S-S2 d 



oo 
s; es 



" 'I II 11 — II — ii — ,< — i'"~^tfc 
OZOO'Cs5c«H> > e« 
>5ZZZZZZZZ.S 



.9 « 



>&gH>Zi»^H 



.0 tjßboOoOOOOOOO H 
B'oJ'SösoiasoiCiOsoÄOiOi a> 

^ iIC m3 ■! r " " ■ 1 n ri t*-^ 




S 



W 



4< 

o 



o 
Ui 

Im 

o 





2. es 

Ol ^.^^-^ ^^^,.^ ^^ ^^. ^^^. .^ ^^ ^^ ^ ^^^^. -.^^^ 

^-sf^CO CO Co O^Q0"f--"c^c^$^CO^©^'(T^ W^rjTio'cO^f--^ ^09 b^c^ 

C0-^OO^COI>0000^^'-C^'M'>»'><'><<N'^»'>»'>»COCOCOCOCO 

».«cO'^'*"^'^'^"^iOOO*ß»o»o»ft^oo^^»Oiioo»Ä»oiir5»ft 



l 



170 



IL Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



s 
S 



9 



t- 
O 
O 



•.i^ 


^ ••••••••••••■•••••■••••• • • 

(N <>J (N <N -^ <N ^ »O CO -i^CO'^'^'-i C^ — (N -^t "^ -^ <N 

O5«öcot^cot^ö^coo>aj»o<£>ift»ß^co<ör-cc5o<öooo0'^^<^-^ 

«JO»«OCOir5iOC^OOOO-^-^«OCOOOOOC*»OC^<NO«<MO«»004'3^QO 


a 


J^^^Or-<MOOCOl>OOi-H5C<00'^COOOOO©»CO^t-'-'05t«00 
-^ "^ CO CO (M C<» <?« »O <N UO-^ .-1 1-i 1-1 1-nO O« ,-i -i:t* CC ^ 

Ihooco^io — ot^ooff5'^»ooO'>*oioOÄcococO'^QO^— *o 

COi-i^CO%ft(NCOCO'^'^»C<N^O» kO-^»O©0"^'^»CtOfcSC>«C^'— • 

W — OliiT^^OOCOCOQO'^ — COt^C^ — 0000i-«»O»OiOQO»CC0C0^ 
OÄ C^ "^ t^ O «O iO OS 05 CO 'M Oj O «5> r* CO t« 0»0 «00 CO 00 Ä o> "^ 


3 


?i»0»-C*iOOO*'^<OCO«-^0>C^O©<'^'^^'^COi--*-«'^iO^-»^0 

C^^CC — C*Äa>O^^I>-^«©0»05COCOQOiOOOO>inCOCS«03^0«ö 
»O-^ — CO-^<MCO uO— «-^ — CO C^iO-^ CO<N-^^ ^CO^ 

Ö05<s<ioo«oc^«o«-"?ooÄOOco»o^«oooQ"^»ooa(M»0'^a> — o 

»O »r? C««<M»0 C<»-^0O »OCO -^lÄ-^CM^kOiO "^ "* 

^i-H©ii-^'^aÄC<»»ococr>cocopcocO'<*«OÄt^r-'^<<i*<0'-«iOöaO'* 

•^aO<N5SCO'^^OCO<MOO^^^O'^5ß'5^^0<3^©'0<»»OOr-QOOi^- 
CO ^^ C^ CO CO <M —< CO CO ^^ »^ CO «-^ CO CO ^^ ^H 1-H CO CO 1-H — ^^ CO 


ai 


5^ —••<!< 00»0'^«N<M<N'^C000Ot>-OOt^«000C0»0O©«r^'^"^^ 

rMh-!X>-^OOooiOh-^oO'^oor-cooooa>*oQ<?*ot*oi<N'* 

CO"^CO «^COC^ <N "^ ^ «V^ »O '«*< CO "^ CO lO *^ »O "^ — -^ uoco 

Öc*co^C5<NO>«o-^«^Qa»o^O«D<NO»co»ÄO"^a>O^Oo»r- 

^^ (M CO CO <M ■«* Ol ■^ Ä ^ 1-1 »O ^- ^^ (M »— Cv| ^ »« CO CO -^ "^ ^1 

(>» lO ^«NCO^D-* -^00«) l>-^ -^»OO ^O — eO'^'Tj« ^^ -^ 
— «COCOCO«^ COCO 04 coco«^ c^ 


Mittl. 
Äqu. 


qqqqqoqqqoqpooqqqqqqqpqqqpo 

0> Oi a 0> O>oioi Gi Oi 0> d ^ Qi OiCi &i Oi Oi Oi a ^ 0> Gi Oi Oi Ci Oi 


Epoche und Oskulation. 
Mittlere Zeit^) 


l'^'-^iiiUiiiiU § § § g i s § §1 §1 i| 

OOQOOOOOOOOOOÖOOOOOOOQOOOOO 






<3 b fa^ '^ z o o-h'^ P^ <3 Ö o fc<i IjS^o ft. 'h V s? >^^^ 

OoOCOCOOCOCHpLHCHffUCHO^ft-PH CU P-i Pm Ol £ o* 


■«*t*QOc?sO-^<Mco'^ocor-ooc50»-^c^co^^<^kOkft«ö^-r-x> 
cocococO"^"^"^'Tt*"^'**<"^'^'^'^»OtO»o»ftiO»o»r5»rÄiO»ft»o»o»0 



n 

« 

o 
.o 

9 
P 

a 

"o 

o 
«o 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 24. 



171 



188 

O 



a 

« 



coeocococo<ococo(Dc&cot0cococ0Ccc0<pc>O)aooo^oOQaooo 



4 cS 



9 



ja ja ja 

o O V 



A k ^ 

^ .0 -O jö Ä JÖ 'C 'C "C 

^9S309ui.U 

oq ;z; 2s sz: z z; 03 pQ CQ 



• <i^ mm4 m^^ ajM av^ «Ji« »mm .iM «J* ^T 

PQPCPQPQPQOQCCPCOQO 









a 



J3 J3 



Im 



A k M 



o 



CO A «^ 
>o -^ o> 

Oi t« (5ä 

kO 00 O) 

^f ^Jl ^^ 

• • • 

000 



00000 
^ eo«o 

^1» CQ ^^ 



CO tO 00 

^4 iO "^ 

i^ oaoo 

(N»O00 
<O00 — 
^^ ^^ ^t 



t> Oo> 

00(NCO 
CO <0<N 
Of-*-^ 



cor-oo«o«o»— lOQcoQi— 'cooioo^ 

OC^»O00C*-^<OC*C^^CS|-^COCj0«O 

SCiC0^O>COe0iOiOC0C0<N0000€0 
<>j<— >t*öi'^c*r-r-000>oooO«o 



000000000 



CO ^ ^^ ^ ^ CO CO CO CO ^ *0 CO CO CO ^* 

• «•••••• * ■ • 9 • • • 

000000000000000 



•c 

a 

Cs3 



» 



0? 
o 

.0 

a 

a 

US 



CO 



• ^ 



«A lO <o 

_^ • • 



c<* t-ooo ooco 

©40 



OS 



5O"^»O0»O»OC0O^'^0>l>00i0'^00^- 
ioi'^<M»oa*o-^coco«o^"^0'^0<ooo 
coco«o»ot^o^«0"^"^"^coo^<N<>»ooooooa'^ 

^w-— .o«'^-^r-'>io^<MC««o»<M»oOkft»-^eocfi»oa5'»**'^kr5co«£'»o 
^•'^Äoor-o — «o^oj-^co — 0»oaicot^h-^c£»<M<M^w<M'r»-^ 

S?^«or-Or-c*«ootooor-ooooocc)«ooa5«a5co«£>05CiO>r- 




co'>*Ocoeococ<*t^»rjoo<cooooo<c»cc--r-'^coO'^w"^*0'^ 

^ G««0« eO •-• CO (N »O "^ "^ »C CO (M «M iO »O »O 1« •^ CO CO ^ 

oeooxMkOC^oooooocoeoo^C^c^'^vooooooooootOkOt^oi 

^^ MiM M^ ^^ ^^ ^>^ ^^ 



00 



00 



000 



(3 
OS 



O C O CLt Oh P-i pH Pm Ol ^ P-i Ol O4 0<i O4 C^ O* 

ff rt rt 




172 



IT. Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



5 

s 



'S 



CD 

CD 





^G'iiO^'^'^OOi^O»« 






«-4 


oocooooO'^co-^ös-^t* 

r- 1 1-H CO <M « »ft »C<Ni-H 








5^000'— cooacoooO'-'O 




(M -H <M CO «i^ ^^ Ol O» CO 


c 


CO — oi^-^^coosoo^or-cN 

<M-^00C0»O'-»'^«M 




§«fiOO— "^-^»0'-"0>OC0 
^ ^ ^ (?« (jqcO 




r^COOiQO^O«0»OQO©«000 
CO COO ^ ^^i£iOi 


3 


COi-ii-i<MCOO^ — <?<»OCOCO 




»CCOG<ll>CO^^OCOO>Ot^ 
(MCOO^^CO'-^OQ'^t-CO 
•-I CO C<» CO C^ O« CO 1-H .-1 -* 




O "^ CO «-1 (M CO -^ ^^ lÄ ^-< 


S 


öiaci^caco^^^cooDcoos 

— (MCOiTii-i-i^CO'^'^fC^ 




2-(Mr- — cooiojc«»"^ — O 
^NCMtO'^O'ricoeocoasQO 

CO (N — CO (M Ofl (X 




ooooooooooo 


"2 ^ 


OOOOOOOOOOQ 


o 


CQ p3 od P3 tt cQ pQ cq od P3 P3 


PJS, 


< :g a <! a a s H? ^ < M 


■ga 

o 


lO »f5 lO iC *0 kO »O ^ ^O »O O 

ooooooooooo 

O O Od O^ Od 03 Od Od Od Od Cd 


Cx3 






r— 1! — II — i" — >' . 't II t u II — h — 1 

O* O* O* O* O* O» O* O* O* O' o* 




%« »O »Q iC »O »ft »O ift »O ^ »O 

OOQOOoOOOOo 
OdCdOdOdOdOdOdOdOdOdOd 


OiO— 'f?!»cO-ffiOcoh-oood 

OOOCß<Xi-^«£>^0'^C0€0 
»Ti »O »O »O O O »O lO »O »^ »O 

V_^ S.>»N.^ S.-* V— <»• ■S_-»>^-' S.-* >»-^ V_-' x»X 



* 


t 


• 




■♦* 




ICS 




•«^ 




•v^ 




Im 




o 




♦* 




Ö 




< 






lOtOkÖiO^^kÖ^^^kO 




QO0OQOO0QOX>QO0OO0QO0O 




<Ne^<>»©«e^c^(N©<c^c^<N 




sssssssssss 








;252;25s5z:^;^zäs555 




^<j^^<j-<-<-<-.s5<K 


o 






..-^ 'm* «^ •£- «j^ •rt »J^ •-• «i^ «r* «r* 


fca 


a> 


a>Q>4>Q)d}4>®Q?a>49Q) 


PQ 


.OjO.O^.O^^.O^jO^ 




b.bu»«»-(-l»i«tl«^^>-l 




9Q>Q9Q)949Q>Q79Q>9 




0QQ3CQCQPQPQ0Q0Q0QCCCQ 




tr5i>odeot>-io«0"^^o>^ 


ts 


i-«oO"^t^O"^oO'-<r«oood 




(MOJO-^ — oooir^o-^c^ 


t« 


coodcood-^odr-ioioodco 


o 


COCOQt^COCOOO<?«OdiOO^ 


•"^ 




ööooöoooooo 




^<MI>'^-^'^'N-«!f<COt*-r- 




«)i-iC0C0O«00<»C00dt^C0 


d. 




=: OD "<*< r- <M CD -^ r- ^^ li^ in 




'^r*<Mt^Odl>COI>'"^<N<M 


• 


Odt^^cot^r-Odkccoi^oo 




l> 




*^^-ooo(M'y>Ot-t-cooo 




<MOd.-i^t^C£)05000C- 




l-H 00 1— 1 "^ »-^ "^ »-^ C^ '— ' «-i 


&- 


uo»ftc^»o^ooo»ooo<?* 




■^^ -^ (M 40 iC — »« lO ^ ^^ 




Mr-ooocOiOr^^'^CdO 




f-l ^^ »-4 




Cif^o = »da;zoa- CO h" 




O'O'O'O'O'O'O'O'CyO'O» 


a> 


vO lO »O O »tf5 ift lO iO O »ft »o 


s 


ooooooooooo 


^ 


OdOdOdOdCdOdOdOdOaodO) 


A^ 






OdO-^C^JCO-^^^t^-OOOd 




tf^COC£>CCCOCr)COCOCDCOCO 


I 


V_X N_X N_^ »w^ »^^ Nw^N— ^ V—*' >wX V—» V_>» 



■4-» 

o 



o 



60 

O 



vJi 



Cd 5^ OS« 
(N^<NC« 

09 9 9 9 

• • • ■ 



•M ff © 



© y V 

b 
c o « 

^ u O 9 



»O — «Qt- 

•-•CO Odkft 
Od CO oo 

OOOO 



CO CO 

f- »0 5« 

• • • • 

Cd ^- «-« 80 
CO 



<Neo--0 






(3 

O 



'S 2 

o 



CO C>< «Ä»^ 

• • » * 

Sooc*co 

COO-^Ä 



4ft lor- 

t* Cd »o«o 

• • • • 

OO O CCO 
r» r« oc ^ 



oooq 

• • • • 

CO ȧ ^^ 

OOOO 

Od 00 Cd Od 



a> 

CS 



I 



PQCCP2 3Q 

• •? ^ 

eo-i^^S 
OOOO 

Od Cd Od 03 



zcoc 

CO -^^Ü 
OOOG 
Od Od ^o 



4. Kapitel : Bahnbestimmung. §24.' 173 

(Fortsetzung von Seite 167.) 

679. F. S. Archenhold, Über das Aussehen des Kometen 1905 6. 

WeitaU 98. 

Verf. stellt Angaben von Hartwig, Wolf and Meyermann über 
die Helligkeit und schweifartige Ausströmungen von November 21 bis 25 
ZQsammen. A. B. 

680. H. Kreutz, Entdeckung eines neuen Kometen 1905c*. a. N. 170 
27. Ref.: Nat 78 160; Ciel et Terre 26 505; A. J. 25 34; Athen. No. 4078, 
S71; Obs. 2» 71; B. S. A. F. 20 50. 

Die Entdeckungsnachricht mit der ersten Nizzaer Beobachtung des 
^. Gr. geschätzten Kometen traf am 7. Dezember mittags in Kiel ein. 

A. B. 

681. F. S. Archenhold, Ein neuer Komet Giacobini 190b c. 

Weltall B 85. 

Entdeckungsnachricht, Bemerkungen über den Lauf des Kometen, 
oebst graphischer Darstellung auf der Planetenkarte für Januar 1906 (ibid. 
S. 96), und über die zu erwartende Lichtzunahme. A. B. 



682. New Comet. E. M. 81 220. 

Unter diesem Titel machen einzelne Leser der E. M. Mitteilungen 
über den Kometen 1905 a (Giacobini). 



3. New Comet. E. M. 82 365, 406. 
Mitteilungen von Beobachtungen (Helligkeit, Aussehen) des Kometen 
1905 6. 

684. Comet 1905 c. e. M. 82 448, 472. 

Bemerkungen über die Bahnlage (mit Skizze) und die Sichtbarkeits- 
Terhiltnisse. 



68o, H. Kreutz, Neuer Komet 1905 d. a. N. 170 99. Ref.: Nat. 78 
182; Ciel et Terre 28 507; Pop. Astr. 14 57; Weltall 8 114; Athen. No. 
4079, 902. 

E. C. Pickering überlieferte am 15. Dezember die Lowellsche 
Meldung, daß Slipher auf einer Photographie vom 29. November einen 
lometen gefunden habe. Die Bewegung wurde auf Anfrage mitgeteilt, 
ist aber hinsichtlich des Vorzeichens unbestimmt. Wolf und Kopff 
luiben in Heidelberg photograpbisch, Hartwig in Bamberg direkt ver- 
geblich nach dem Kometen gesucht. 



686. H. Kbeutz, Über die Kometen 1905 d und 1905 e. A. N. 170 

131. Ref.: Weltall 8 114; Nat 78 232; E. M. 82 514; Obs. 29 71; B.S.A.F. 
28 50: Sir. 88 16; B. S. B. A. 10 24. 



174 IL Teil: Astronomie. 7,1905. 

Briefliche Nachricht von E.C. Pickering über den Kometen 1905d; 
Bemerkung, daB der Komet unter beiden Annahmen für die Bewegangs- 
richtung, nordwestlich and südöstlich in Heidelberg and Bamberg ver- 
geblich gesucht worden ist. Femer wird noch eine genäherte Position 
eines „zweiten Kometen Lowell^ mit Bewegung nach Nordost oder 
Südwest vom 29. November 1905, also wohl auf derselben Platte wie 
1905d, mitgeteilt. A, B. 

687. Tabelle der Elemente. 

(Siehe Seite 176—179.) 

Siehe auch Ref. No, 291, 292, 654, 655, 666. 



Satelliten. 

688. H. Struve, Zur Darstellung der Beobachtungen von Phoebe. 
Beri. Ber. 1905, 1058—1061. 

Verf. schildert die Schwierigkeiten, die sich ihm und Dr. Hessen 
bei dem Versuch entgegenstellten, die in Harv. Ann. 53 III und im 
Harv. Circ. No. 87 veröffentlichten Beobachtungen der Phoebe durch ein 
einheitliches Elementensystem darzustellen. Die Ursache dieses Mißlingens 
lag daran, dafi in den früheren Veröffentlichungen die Distanzen mit der 
X-Koordinate verwechselt sind und daß bezüglich zahlreicher Positionen 
offenbare Verwechslungen oder Reduktionsfehler vorgekommen waren. 
Die Existenz der Phoebe kann also nun als gesichert gelten. A. B. 



689. Le neuvieme Satellite de Saturne. Ciel et Terre 25 603, l»/* S. 

Kurze Zusammenfassung der bisher über den nennten Satnmsmond 
Phoebe bekannt gewordenen Einzelheiten, nebst kurzen Rückblick auf die 
Entdeckungsgeschichte der übrigen Satumsmonde. 



690. Der zehnte Saturnsmond hat den Namen Themis erhalten. 
Obs. 28 433. 

691. Otto Hoffmann, „Rundschau". Prom. 16 397—398. 

Über die Entdeckung der Marsmonde, des V. Jupitersmondes, des 
IX. Saturusmondes und des VI. und VII. Jupitersmondes. Phoebe und der 
VI. Jupitersmond werden hinsichtlich ihrer Bahnverhältnisse näher besprochen. 

A. B. 

692. Satums „Föbe* (Die Phoebe des Saturns). Kringsjaa XXY 6, 2 S. 
(Norwegisch.) 

Populäre Notiz betreffend die Entdeckung des IX. Saturnsmondes. 
gSpectator^ als Quelle angegeben. Bu. 



4. Kapitel : Babnbestimmung. §25. 175 

§25. 
Tafeln und Ephemeriden. 

Tafeln und PlanetenephemerideD. 

693. W. DE Sitter, Od a remarkable Error in Damoiseau's Tables 
of Jupiter's Satellites and in the „Mecanique Celeste''. Ob. 28 

61, IV4S. 
Verf. macht darauf aufmerksam, dafi Laplace und Damoiseau 
die auf die aufsteigenden Knoten bezuglichen Winkel A für den II. und 
IIL Jupitersmond um 180*^ verschieden angeben, was Verf. so erklärt, 
daß die Winkel aus Finsternisbeobachtungen abgeleitet seien, bei denen 
man zwischen auf- und absteigenden Knoten nicht unterscheiden könne, 
was nur bei Beobachtungen der Breite möglich sei. 



694. R. A. Sampson, On Dr. de Sitter's „Remarkable Error in Da- 
moiseau's Tables^. Obs. 28 107. 

Verf. macht im Anschluß an die vorstehend referierte Notiz darauf 
aafmerksam, daB die von Herrn de Sitter gegebene Erklärung unrichtig 
sei, sondern der Unterschied sich dadurch erkläre, daß Laplace den 
betreffenden Winkel nicht mit A sondern mit — A bezeichne. Auch 
sei es nicht richtig, daß man bei Finsternisbeobachtungen nicht zwischen 
anf- und absteigenden Knoten unterscheiden könne. 



695. P. V. NEroBBAUER, Abgekürzte Tafeln des Mondes nebst Tafeln 

zur Berechnung der täglichen Auf- und Untergänge der Gestirne. 
Veröff. R. I. No. 27, 25 S., kl. 40. 

Die hier veröffentlichten Tafeln sollen chronologischen Zwecken 
dienen und bilden eine ganz direkte Fortsetzung oder Ergänzung zu den 
im Vorjahre vom Verf. publizierten Sonnen- und Planetentafeln (siehe 
AJB 6 167). Seinen ursprunglichen Plan — lediglich eine Abkürzung 
der Hansenschen Mondtafeln zu geben — hat Verf. als zu kompliziert 
aQ^geben und die Form dieser Mondtafeln den oben erwähnten Planeten- 
tafeln angepaßt und auch die gleiche Genauigkeit (0.^1 im geozentrischen 
Ort) beibehalten. Neigung und Exzentrizität der Mondbahn hat Verf. aus 
Oppolzers Syzygientafeln entnommen. Die eigentlichen Tafeln gestatten 
eine Ruckwärtsberechnnng bis — 3000, die im Anhang aber bis — 4000 
aasgedehnt ist. Verf. gibt auch 2 Tafeln, welche in einfacher W^eise die 
Mondphasen bis auf d= 0.2 Tage genau zu berechnen gestatten und 
endlich sind im Anhang noch Tafeln zur Berechnung der Auf- und 
Untetgänge des Mondes bis auf dz 5°^ genau, und zur Bestimmung der 
astronomischen und bürgerlichen Dämmerung für Breiten von -|- 30® bis 
4-44* gegeben. 

(Fortsetzung siebe Seite 180.) 



176 



II. Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



687. Tabelle der 



Komet 


T 
Mittlere Zeit*) 


Mitü. 
Äqu. 


tt> 


Q 


1844 II 
1864 III 
1886 I 
1886 VIII 

1903 III 

1904 II 
= 1904d 


1844 Okt. 17.38009 
1864 Okt. 11.429272 
1886 April 5.991516 
1886 Nov. 28.44284 

1903 März 25.42031 

1904 Dez. 20.0340 
1904 Okt 25.5019 


B. 
B. 
B. 
B. 
G. 
P. 
P. 


1845.0 
1864.0 
1886.0 
1887.0 
1903.0 
1905.0 
1905.0 


211014'58'.35 
232 26 51.30 
126 34 83.74 
31 55 34.53 
184 57 1 
66 32 
35 31 38 


31^39' 3'.45 
31 45 47.11 
36 22 17.59 
258 13 1.35 
213 8 3 
223 4 54 
217 35 29 




1904 Okt 19.10 


G. 


1904.0 


31 30 


217 1 




1904 Nov. 4.220 


B. 


1904.0 


41 15.6 


218 32.0 




1904 Nov. 3.2272 


G. 


1905.0 


40 42 34.8 


218 28 4.5 


1905 II 


1905 Jan. 1.2710 


B. 


1905.0 


341 23.22 


69 54.82 


»1904e 


1904 Dez. 24.35 


G. 


1905.0 


336 20 


68 21 




1905 Jan. 13.47 


G. 


1905.0 


349 59 


72 57 




1905 Jan. 1.0805 


P. 


1905.0 


341 18 45 


69 43 51 




1905 Jan. 15.77425 
1905 Jan. 16.65370 


P. 
P. 


1905.0 
1905.0 


351 35 27.11 

352 13 58.98 


76 6 43.97 
76 41 34.49 




1905 Jan. 11.80672 


P. 


1905.0 


348 41 17 


72 24 26 




1905 Jan. 16.53 


G. 


1905.0 


352 8 34.0 


76 35 10.1 




1905 Jan. 16.50010 
1905 Jan. 16.66087 


B. 
B. 


1905.0 
1905.0 


352 5 40.0 
352 12 49.6 


76 30 22.8 
76 38 4.7 


1905 III 


1905 April 3.57 


G. 


1905.0 


357 13 


154 8 


= 190öa 


1905 April 3.2098 


B. 


1905.0 


357 9.49 


156 7.94 




1905 April 4.141 


P. 


1905.0 


358 18.0 

• 


157 7.1 




1905 April 3.80238 


P. 


1905.0 


357 53 32 


156 51 45 




1905 April 3.7312 


G. 


1905.0 


357 49.6 


156 45.5 




1905 April 4.0092 


B. 


1905.0 


358 6 52 


157 2 29 




1905 April 4.04783 
1905 April 4.08096 


G. 
B. 


1905.0 
1905.0 


358 12 25.6 
358 12 17.40 


157 7 9.9 
157 27 41.75 



•) In dieser Kolumne bedeutet: B. ss Berlin, G. = Green wich, P. = PäHs 



4. Kapitel: Bahnbestimmong. § 24. 



177 



Elemente. 



log q 




Berechner 



Autorität*) 



131«24' 2'.77 
109 41 54.26 
82 36 58.89 
S.) 35 17.33 
66 29 36 
J02 10 26 
99 10 47 

98 55 

99 39.1 

99 36 41.2 

3:> 30.70 
37 4 

32 47 

35 40 41 

30 55 21.25 
30 31 58.75 

33 12 18 
30 35 48.6 



30 38 35.4 
30 33 52.9 

42 59 

41 37.48 

40 24.8 

40 43 6 

40 51.4 



40 30 24 

40 23 51.9 
40 11 20.76 



9.9321631 

9.9690485 

9.8077909 

0.1704712 

9.698466 

0.283742 

0.265996 

0.25746 

0.27536 

0.274540 

0.19344 
0.20126 
0.17316 

0.194508 

0.149236 
0.145175 

0.17742 

0.14594 



0.146536 
0.145606 

0.06097 
0.05232 

0.04836 

0.04944 

0.04981 



0.04870 

0.048380 
0.0470173 



0.9995976 

0.999358 

1.0004566 



0.657953 
0.619734 



0,6282 



0.634861 
0.625110 



09674836 



{ 



F. E. Ross 
J.Fr.Schroeter 
A. Svedatrup 
E. Fagerholm 
H. A. Peck 

G. Fayet 
E. Maubant 

r Morgan 
\Lam8on 
M. Eben 

R. 6. Aitken 

{E. Stromgrenl 
M. Eben j 
R. 6. Aitken 

{Morgan 
Lamson 
G. Fayet 
E. Maubant 
G. Fayet 
G. Fayet 

E. Maubant 

R. G. Aitken 



{ 



{ 



A.Wedemeyer 

A. Wedemeyer 

H. R. Morganl 

E. A. Lamsonj 

£. Strömgren 



Giacobini 



£. Maubant 



R.T.Crawford 
J. D. Maddrill 



T.Banacbiewicz 
M. Ebeli 
E. A. Lamson 
T.Banacbiewicz 



} 



*) In dieser Kolomne bedeutet E. =: Ephemeride. 
Astronom. Jahresbericht 1905. 



Siehe Ref. No. 597. 

Siebe Ref. No. 599. 

Siehe Ref. No. 600. 

Siehe Ref. No. 602. 

Siehe Ref. No. 604. 

A. N. 167, 43; E. Jan. 
1-21. 

A. J. 24 161. 

A. N. 167 45; E. Jan. 

—Febr. 5. 
Lick Bull No. 67 u. 69. 

E. Jan. 21— April 3. 
A. N. 167 58; Nat. 71 

256; E. Jan. 0—20. 

A. N. 167 59; A. J. 24 
161; E. Jan. 5—17. 

A.N. 167 59; CR. 140 

105; E. Jan. 5— 19. 
Siehe Ref. No. 606. 
C. R. 140 296; A. N. 

167 171; Nat. 71 400. 
A. N. 167 142; E. Jan. 

28— März 1. 
A. N. 167 203; Lick 

Bull. No. 60 77; A. J. 

24 174; E. Febr. 11 

—März 31. 
A. N. 167 205. 
A. N. 168 140. 
A. N. 168 14; A. J. 24 

174; E. April 1—13. 
A. N. 168 14; Nat. 71 

544, 569; E. März 30 

—April 23. 
C. R. 140 924; A. N. 

168 27; Nat 71 617; 
E. April 6—30. 

C. R. 140 926; A. N. 

168 27; E. April 1 

-15. 
A. N. 168 27; Publ. 

A.S.P. 17 104; Lick 

Bull. No. 78; E. April 
3 j5^ 

A.N.168 46; E.April 30 

— Juni 5. 
A. N. KW 63. 
A. N. 168 307; Nat 72 

207. 



12 



/ 



1 



178 



II. Teil : Astronomie. 



7, 1905. 

687. Tabelle der 



Komet 



1905 IV 
= 1905 b 



1906 
= 1905 c 



Mittlere Zeit*) 



1905 Okt 18.896 



G. 



1905 Okt 27.4926 B. 

1905 Okt 25.7163 B. 

1905 Okt 25.80124 B. 

1905 Okt 25.734508 G. 

1906 Jan. 16.20 G. 

1906 Jan. 18.247 B. 

1906 Jan. 31.620 P. 

1906 Jan. 25.90 B. 

1906 Jan. 21.2773 P. 

1906 Jan. 22.666 B. 



1906 Jan. 24.7140 G. 
1906 Jan. 22.41845 G. 



Miitl. 
Äqn. 



1905.0 

1905.0 

1905.0 

1905.0 

1905.0 

1905.0 

1905.0 

1905.0 

1905.0 
1905.0 

1905.0 



1905.0 
1905.0 




120^6' 

135 38.7 

132 34.9 

132 42 41.9 

132 39 47.1 

213 56.1 

209 10.7 

171 23.7 

190 28.3 
201 54 31 

198 21.67 



193 25.5 
199 1 28.1 



Q 



2 190 50' . 
223 45.4 
222 55.0 
222 56 3.1 
222 55 37.7 

93 20.65 

93 5.0 

89 42.0 

91 9.2 

92 7 14 

91 55.27 

91 36.0 

92 1 10.8 



Komet 


Epoche u. Oskulation 
Mittlere Zeit*) 


Mitü. 
Äqu. 


tii 


Q 


1905 II 
— 1904e 


1905 Jan. 16.50010 B. 
1905 Jan. 16.66087 B. 


1905.0 
1905.0 


3520 5'40.*0 
352 12 49.6 


760 30' 22'.8 
76 38 4.7 


1905 111 = 
1905a(Giaco- 
bini). 


1905 April 4.04387 G. 
1905 April 4.0991 B. 


1905.0 
1905.0 


358 12 16.9 
358 13 20.3 


157 25 27.3 
157 23 27.8 


1905 IV 
= 1905 b. 


1905 Okt 25.02430 G. 


1905.0 


132 7 26.8 


223 4 8.3 



•) In dieser Kolumne bedentet: B. = Berlin, G. = Greeuwicb, P.«=» Paris. 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 24. 



179 



Elemente. 










• 

1 


log q e 


Berechner 


Autorität*) 


145032' • 


9.99973 


— 


Morgan 


A.N.ie9413;Pop.Astr. 
18 566 E. 


138 54.6 


0.02626 


— 


M. Ebell 


A.N. 109 415; E. Nov. 
20— Dez. 10. 


140 37.1 


0.02188 


— 


M. Ebell 


A. N. 170 13; E. Nov. 1 
—Dez. 30. 


140 34 51.6 


0.022111 


— 


A.Wedemeyer 


A. N. 170 97; E. Dez. 22 
—Jan. 27. 


140 36 10.5 


0.022003 


— 


Miss Lamson 


A.N. 170 112; A. J. 25 
34; E. Dez. 3—31. 


44 22.72 


8.96732 




Morgan 


A.N. 170 27;Pop. Astr. 
1456; E.Dez. 10 22. 


44 9.1 


9.10578 


*— 


£. Strömgren 


A.N. 170 67; E. Dez. 8 
— Jan. 5. 


42 44.3 


9.72728 




Giacobini 


A. N. 170 68; C. R. 141 
998; E. Dez. 6—26. 


43 17.1 


9.48727 


— 


H. Thiele 


A. N. 170 82. 


43 43 21 


9.2817 


— 


Maubant 


A. N. 17084; E. Dez. 16 

32 
A. N. 170 100; E. Dez. 


43 37.08 


9.34978 


— 


E. Strömgren 










24— Jan. 13. 


43 26.2 


9.43826 


— 


fCrawford 1 
\Champreux J 


LickBull. No.87; A. N. 
170 67; E. Dez. 11 
—23. 


43 38 36.8 


9.337669 


— - 


R.T. Crawford 


Lick Bull. No. 88; E. 
Dez. 23— Jan. 30. 



30838' 35'.4 
30 33 52.9 

«13 2.0 



«14 38^ 



*Ö 27 14.0 



9 



39^24' 35M 
38 41 24.9 

76 1 46 



76 52 34 



74 41 13.0 



471'.9436 
492.5537 

15.3376 



22.0861 



log a 



0.584078 
0.571702 

1.576167 



1.630354 
1.470592 



'; In dieser Kolumne bedeutet F. = Ephemeride. 



Berechner 



{ 



A.Wedemeyer 
A.Wedemeyer 

R.T. Crawford 
J. D. Maddrill 

A.Wedemeyer 



{Crawford 1 
Champreux / 



Autorit&t*) 



A. N. 167 203. 
A. N. 168 139. 
Publ. A.S.P. 17 106: Lick 

Bull. No. 76; E. Mai 2 

— Juni 3. 

A. N. 168 243; E. Juni 5 

—Juli 11. 
Siehe Ref. No. 609; E. 

Dez. 3—29. 



12 



*)• 



180 II* Teil: Astronomie. 7, 1905. 

(Fortsetzung von Seite 175.) 

696. R. BucHANAN, Elongations of Mercury in 1905. Pop. Astr. 
18 281. 

Winkelabstände des Merkar von der Sonne um die Zeiten der sieben 
im Jahre 1905 stattfindenden größten Elongationen. Darnach sollen die 
sehr ungleichen Sichtbarkeitsverhältnisse des Planeten beurteilt werden. 
Die Deklinationen des Merkur, die hierbei von wesentlicher Bedeutung 
sind, sind nicht angegeben. A. B. 

697. Conference astrophotograpbique internationale de 1900. Termes 

correctifs pour ramener a une meme valeur de Tobliquite les 

ephemerides de la pianete Eros publiees dans ia Circulaire No. 9. 
B. A. 22 104, 27, S. 

In dem genannten Zirkular finden sich zwei sehr ausführliche Ephe- 
meriden für Eros, deren erste geozentrische, die zweite heliozentrische 
Orter enthält und von denen die erstere auf der Pariser Sternwarte, die 
zweite im Bureau des Longitudes berechnet ist. Dabei ist für die erste 
die Le Verriersche, für die zweite die Newcombsche Schiefe der Ekliptik 
zugrunde gelegt. Es werden nun hier die Korrektionen angegeben, die 
man an die erste Ephemeride anbringen muß, um sie auf den Newcomb- 
schen Wert für die Schiefe der Ekliptik zu beziehen. 



698. J. Bauschingeb, Genäherte Oppositions-Ephemeriden von 43 
kleinen Planeten für 1905 August bis 1906 Januar. Unter Mit- 
wirkung mehrerer Astronomen, insbesondere der Herren A. Berberich 
und P. V. Neugebauer herausgegeben. VeröflF. R. I. No. 28, 15S., kl. 4^. 

Während Herr Berberich wie gewohnlich die Bahnverbesserungen 
und Störungsrechnungen beigetragen hat, hat Herr P. V. Neugebauer 
38 der mitgeteilten 43 Ephemeriden berechnet. Diese betrefl^en folgende 
kleinen Planeten: 211, 212, 217, 22», 260, 273, 291, 299, 305,312, 
322, 331, 341, 344, 347, 351, 356, 358, 372, 373, 380, 401, 404^ 
405, 418, 419, 424, 425, 440, 445, 447, 453, 455, 460, 462, 482, 
483, 502, 508, 509, 511, 535, 537. 



699. J. Bauschinger, Genäherte Oppositions-Ephemeriden • von 43 

kleinen Planeten für 1906 Januar bis 1906 August. Veröff. R. I. 
No. 29, 15 S., kl. 40. 

Dieses Heft bringt die Ephemeriden von 86, 256, 278, 289, 324, 
332, 333, 335, 339, 342, 350, 359, 364, 369,374, 378, 381, 382, 
386, 393, 399, 407, 417, 427, 432, 434, 436, 443,484, 485, 504, 
505, 513, 514, 539, 542, 543, 544, 546, 550, 551, 552, 554, die 
mit Ausnahme von 86, 504, 505, 554 sämtlich von P. V. Neugebauer 
berechnet sind. A.B. 



4. Kapitel : Bahnbestimmung. § 25. 181 

700. J. RiEM, Effemeride di Iris. Pubbl. Are. 19 89, 8o. 

Eine vom Verf. der Sternwarte in Arcetri bandschriftlich mitgeteilte, 
von 1904 Februar 7 — 29 reichende Ephemeride der Iris ist in deren 
Publikationen abgedruckt. 

701. WiLHEM Luther, Ephemeride des Planeten (58) Concordia. 
A. N. 168 143. 

Zweitägige Ephemeride von 1905 Mai 22 bis Juli 3. 



702. Fredrik Anderson, Oppositions-Ephemeride des Planeten (92) 
Undina. a, N. 167 186. 

Tägliche von 1905 Februar 27 bis April 4 reichende Ephemeride 
dieses Planeten. 

703. M. Ebell, Ephemeride des Planeten (156) Xanthippe. A. N. 

168 371. 

Ephemeride für die Zeit von 1905 Juli 9 bis August 14 von zwei 
zu zwei Tagen. 

704. A. Berberich, Ephemeride des Planeten (167) Urda. a. N. 

169 238. 

Verf. teilt eine von vier zu vier Tagen fortschreitende von 1905 
September 8 bis Oktober 10 reichende Ephemeride mit. 



705. Ephemeride des Planeten (250) Bettina. A. N. 168 62. 

Mitteilung einer von Herrn F. V. Neugebauer für 1905 April 4 
bis Mai 30 berechneten Ephemeride, damit dieser Planet, dessen Hellig- 
keit von Herrn J. Palisa sehr abweichend von der Rechnung am 8. und 
9. April 1905 geschätzt ist, weiter verfolgt werden könne. 



706. J. Hackexbebg, Ephemeride des Planeten (276) Adelheid. 
A.N. 168 111. 

Ephemeride von vier zu vier Tagen für die Zeit 1905 Mai 9 bis Juni 26. 



707. A. Berberich, Ephemeride des Planeten (311) Claudia. A. N. 
168 27. 

Ephemeride von 1905 April 13 bis Mai 15 von zwei zu zwei Tagen. 



708. A. Berbbrich, Ephemeride des Planeten (319) Leona. a. N. 
167 43. 

Eine von vier zu vier Tagen fortschreitende Ephemeride von 1904 
Dezember 25 bis 1905 Januar 18. 



182 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

709. P. V. Neugebauer, Ephemeride des Planeten (365) Corduba. 

A. N. 170 83. 
Mit den Elementen des B. J. für 1907 hat Verf. nach Korrektion 
von M um — 1^ eine Ephemeride in zweitägigem Intervall von 1905 
Dezember 15 bis 1906 Januar 24 gerechnet. 



710. A. Berbebich, Ephemeride des Planeten (427) [1897 DJ]. 
A. N. 167 255. 

Verf. hat eine von vier zu vier Tagen fortschreitende Ephemeride 
dieses Planeten für die Zeit 1905 Februar 15 bis März 19 berechnet, 
aus der hervorgeht, daß dieser Planet mit dem nenentdeckten [1905 QC] 
identisch ist. 

711. Gustav Witt, Ephemeride des Planeten (433) Eros. a. N. 168355. 
Eine von 1905 Juni 29 bis Juli 17 reichende tägliche Ephemeride. 



712. Louis Fabry, Ephemeride de la planete (444) Gyptis. B. A. 
22 335, ] Vs S. 

Eine von zwei zu zwei Tagen fortschreitende und von 1905 August 29 
bis November 1 reichende Ephemeride. 



713. H. Kreutz, Ephemeride des Planeten (470) Kilia. A. N. 168 259. 

Eine von zwei zu zwei Tagen fortschreitende Ephemeride für 1905 
Mai 26 bis Juli 9. 

714. H. Kreutz, Planet (475) Cello, a. N. 167 350. 

Da die in Heidelberg im Januar und Februar 1903 gefundenen 
Planetenspuren in der Nähe des Ortes von OcUo sich nicht mit den Be- 
obachtungen von 1901 zu einer Bahn vereinigen lassen, so hat Verf. 
durch Herrn E. Strömgren eine von 1905 Mai 1 bis Juni 10 reichende 
Ephemeride von OcUo berechnen lassen, die er hier mitteilt. 



715. H. Osten, Ephemeride des Planeten (481) [1902 HPl. a N 

170 29. 

Ephemeride von 1905 Dezember 4 bis 1906 Januar 5, gerechnet 
mit zweitägigem Intervall aus provisorisch in jit korrigierten Elementen. 

A. B. 

716. P. V. Neugebauer, Ephemeride des Planeten (498) Tokio. 

A. N. 108 43. 
Ephemeride für 1905 April 20 bis Mai 30 von vier zu vier Tagen. 



4. Kapitel: Bahnbestimmung. § 25. 183 

717. E. BiANCHi, Effemeride dl [1904 NB] =(521) Brixia. Mem. Spett 

It. 88 229, IV, S. 
Verf. hat mit den von E. Millosevich berechneten Elementen 
(siehe AJB 6 164, 165) dieses Planeten, der auf seinen Wunsch den 
Namen Brixia erhalten hat, eine von 1905 März 9 bis April 18 reichende 
Ephemeride berechnet. 

718. E. BiANCHi, Eflfemeride di (532) Herculina. A. N. 168 371. 

Verf. hat mit den Hammondschen Elementen (siehe tabellarische 
Übersicht der Elemente in § 24) eine von 1905 Jnli 10 bis August 31 
reichende Ephemeride berechnet, weil die den Hammondschen Elementen 
beigefügte Ephemeride durch ein Versehen bei der Verwandlung der 
Längen und Breiten in Rektaszensionen und Deklinationen falsch ist 
(siehe A. N. 168 354 und 169 47). 



719. P. Götz, Effemeride di (532) Herculina. Pubbl. Are. 19 99, P/j S. 

Eine vom Verf. der Sternwarte in Arcetri handschriftlich mitgeteilte 
und von 1904 April 21 bis August 17 reichende Ephemeride der Her- 
culina ist in den Publikationen dieser Sternwarte abgedruckt. 



720. Eus Strömgben, Ephemeride des Planeten (536) [1904 OF], 
A. N. 168 195. 

Zweitägige von 1905 Juli 20 bis September 9 reichende Ephe- 
meride. 

721. G. Abetti, (554) Peraga. A. N. 169 405. 

Verf. hat mit den Elementen Berberich und den eigenen (siehe 
Elemententabelle § 24) den Ort des Planeten (554) für 1 900 September 30 
nachgerechnet und mit der Heidelberger photograpbischen Position ver- 
glichen; damit sind alle Zweifel betr. die Identität behoben. 



722. Korrektionen von Epheraeriden kleiner Planeten. 

A. N. 167 63 PL (71), (78), (516); 167 205 PI. (374), (382); 

167 239 PI. (383); 167 287 PI. (487); 167 319 PI. (28), (42); 167 
367 PI. (122); 168 11 PI. (92); 168 15 PL (300); 168 47 PL (163), 
(505); 168 63 PL (311), (334); 168 79 PL (26); 168 111 PL (276), 
(471); 168 159 PL (48); 168 243 PL (286), (435); 168 291 PL 
(58), (345), (470); 168 353 PL (423), (478); 168 371 PL (403); 

168 387 PL (454), (500); 169 45 PL (500), (19), (156); 169 95 PL 
(153), (456); 169 143 PL (248), (108), (274), (358); 169 207 PL 
(113), (444); 169 303 PL (341), 455), (511); 170 15 PL (322), 
(419); 170 97 PL (95), (372); 170 113 PL (365). — Vergebens ge- 
sucht PL (496) Oktober 7: A. N. 169 287; PL (469) Oktober 26, 



184 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

November 1, 3: A. N. 169 320; PI. (488) November 25, Dezember 17: 
A.N. 170, 81, 131. 

Siehe auch Ref. No. 226, 576, 577, 583, 593—596. 



Kometenephemeriden. 
723. A. A. NiJLAND, J. V. D. BiLT, Ephemeride des Kometen 1904 I. 

A. N. 168 47. Ref. : Know. N. S. 2 205. 
Fortsetzung der im Vorjahre von Herrn A. A. Nijland publizierten 
Ephemeride (siehe AJB 6 174) von 1905 Mai 2 bis September 3. 



724. Maktin Ebbll, Ephemeride des Kometen 1904d. A. N. 167 Ul. 

Ref.: Nat 71 353; Know. N. S. 2 63, 132. 
Tftgliche Ephemeride für die Zeit 1905 Februar 5 bis März 17. 



725. Martin Ebell, Ephemeride des Kometen 1904 11 (1904 d\ 

A. N. 167 318, 168 62. Ref.: Nat. 72 89. 

Verf. teilt eine von 1905. März 17 bis Juli 11 reichende Ephemeride 
mit, die er mit den von R. G. Aitken abgeleiteten Bahnelementen 
(siehe die tabellarische Übersicht der Elemente in § 24) berechnet hat. 



726. GiACOBiNi, Kpheraeride de la comete 1904d. a. N. 167 46. 

Kurze viertägige Ephemeride für die Zeit 1904 Dezember 27 bis 
1905 Januar 8. 

727. Ephemeride des Kometen 1904 e. ä. N. 167 142. Ref. Nat 71 353. 
Mit den von 6. Fayet berechneten elliptischen Elementen (siehe 

Ref. No. 606 und tabellarische übersieht der Elemente) hat Herr 
E. Strömgren eine tägliche Ephemeride für die Zeit 1905 Januar 28 
bis Februar 17 berechnet. 

728. E. Strömgren, Ephemeride des Kometen 1905 II (1904 e). 
A. N. 167 174, 335, 168 46. Ref.: Nat 71 400, 518, 72 43. 

Verf. hat mit dem zweiten von 6. Fayet abgeleiteten elliptischen 
Elementensystem (siehe die tabellarische Übersicht der Elemente in § 24) 
eine von 1905 Februar 17 bis Juni 1 reichende Ephemeride berechnet. 



729. Martin Ebell, Ephemeride des Kometen 1904 e. a. N. 167 7ii. 

Ref. : Nat. 71 329. 
Tägliche Ephemeride für die Zeit von 1905 Januar 20 bis Februar 5. 



5. Kapitel: Himmiische Mechanik. § 26. 185 

730. Eamensky et Ocoulitsch, Ephemeride de la comete d^Encke. 

Pulk. Mitt No. 2, 1 29, 1 V, S. 
Die Ver£f. haben als Fortsetzung ihrer vorjährigen Publikationen 
(siehe AJB 6 174, 175) eine von 1905 Januar 15 bis März 16 laufende 
tagliche Ephemeride des Enckeschen Kometen berechnet. 



731. R. Gäutier, Ephemeride pour la recherche de la V^ comete 

periodique de Tempel (1867 II) ä son retour en 1905. A. N. 167 
395, IViS.; Auszug daraus: C. R. 140 844, 27« S. Ref.: Nat 71 545; 
Ciel et Terre 26 99; Know. N. S. 2 108. 

Der im Titel genannte Komet ist seit 1879 nicht wieder gesehen 
^'orden und seine Wiederauffindung im Jahre 1905 ist sehr zweifelhaft. 
Verf. hat seine 1898 publizierten Elemente (siehe A. N. 146 177) auf 
1905 reduziert und damit eine zweitägig fortschreitende Ephemeride für 
die Zeit 1905 März 31 bis Juli 13 berechnet. Er hat weiter die 
Perihelzeit um ± 12 Tage variiert und dann zwei weitere entsprechende 
Ephemeriden gerechnet, die alle drei hier mitgeteilt sind. Die den- 
selben entsprechenden Oppositionszeiten würden der 1., 6. oder 12. Juni 
1905 sein. 



732. J. CoNiEL, Ephemeride pour la comete 1892 V (Barnard) en 
1905 et 1906. A. N. 170 113. 

Für die Zeit 1905 Dezember 25 bis 1906 Januar 14 gibt Verf. 
die Projektion der Bahn von vier zu vier Tagen durch je neun bezw. 
sieben Punkte am Himmel an; die Differenz der Bahnpunkte in wahrer 
Anomalie ist je 5^ A. B. 

733. H. J. ZwiERs, Ephemeride des Holmesschen Kometen. A.N.170113. 
Ref. : Nat. 73 255. 

Ephemeride von 1906 Januar 1 bis 29 für die Aufsuchung des 
Kometen vor seiner Konjunktion mit der Sonne. A. B. 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. 

§26. 
Lehrbücher und Schriften allgemeineren Inhalts. 

734. Garl Ludwig Charlier, Die Mechanik des Himmels. Zweiter 

Band. Erste Abteilung. Leipzig, Verlag von Veit <fe Comp., 1905. 320 S., 8o. 
Der vorliegende Halbband schließt sich direkt an den im Jahre 1902 
erschienenen ersten Band (siehe AJB 4 197) an. Er umfaßt den 8., 
9. nnd einen Teil des 10. Abschnitts. Der 8. Abschnitt umfaßt die 
mechanische Quadratur und bringt in 5 Paragraphen die Eulersche Sum- 
mationsformel, Anwendungen der Eulerschen Reihe, Relationen zwischen 



186 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Differentialqaotienten und Differenzen, die Formeln für mechanische Qua- 
dratur und numerische Beispiele. Der 9. Abschnitt behandelt die perio- 
dischen Lösungen und zerföllt in folgende 13 Paragraphen: Strenge 
Lösungen des Problems der drei Körper — Periodische Lösungen in der 
Nähe der Librationszentra — Die Hillsche Grenzkurve — Periodische 
Lösungen in der Nähe der Librationszentra. Fortsetzung — Periodische 
Lösungen in der Umgebung der Massen — Das Cauchysche Existenz- 
theorem. Erweiterung von Poincare — Methode von Poincare, die 
periodischen Lösungen aufzusuchen und Fortsetzung dazu — Die Form 
der Entwicklung der Störungsfunktion — Periodische Lösungen der ersten, 
zweiten und dritten Gattung — Andere Gattungen periodischer Lösungen. 
Von dem 10. Abschnitt, der die Konvergenz der Reihen in der Mechanik 
des Himmels enthält, sind hier nur die ersten fünf Paragraphen abge- 
druckt, welche die Konvergenz der Reihen im Problem der zwei Körper, 
die Hillsche Grenzkurve, die Konvergenz der Entwicklungen nach Potenzen 
der störenden Massen und die Konvergenz der Reihen in der Störungs- 
theorie behandeln. 

735. H. Poincar6, Lepons de Mecanique Celeste professees a la Sor- 
bonne. Tome I. Theorie generale des perturbations planetaires. 
Paris, Gauthier-Villars, 1905. VI-h365 S., 80. Ref.: CR. 140 26: Cosmos 
N. S. 58 79 ; B. A. 22 436. 

Verf. hat in seinen früheren Werken die Himmelsmechanik mehr 
vom rein wissenschaftlichen Standpunkt aus behandelt, d. h. er hat die 
Bekanntschaft mit den alten klassischen Methoden der Himmelsmechanik 
vorausgesetzt und nun auf diesen Neues aufgebaut. In vorliegendem 
Werk jedoch will Verf. den Anfönger in das ganze Gebiet der Himmels- 
mechanik einführen und er beschränkt daher die neueren Methoden auf 
das für die praktische Anwendung direkt Brauchbare. Ein Hauptgewicht 
ist auch darauf gelegt, diese neueren Methoden in möglichst engen Zu- 
sammenhang mit der klassischen Methode der Variation der Konstanten 
zu bringen. Inhaltlich gliedert sich der Stoff des vorliegenden ersten 
Bandes in folgende 13 Kapitel: Die Prinzipien der Mechanik — Das 
Problem der drei Körper — Die elliptische Bewegung — Die Prinzipien 
der Lagrangescben Methode — Anwendung derselben — Transformationen 
verschiedener Entwicklungen — Das eingeschränkte Problem — Elemen- 
tare Theorie der säkularen Störungen — Vollständige Theorie der säku- 
laren Störungen — Allgemeiner Fall des Dreikörperproblems — Das 
Püissonsche Theorem — Symmetrie der Entwicklungen. Periodische 
Lösungen — Prinzip der Delauuayschen Methode. 



736. F. J. B. CoRDEiRO, Gravitation. Pop. Astr. 18 8—15. 

Als Analogiefall zur Schwerewirkung erwähnt Verf. die gegenseitige 
Anziehung zweier in der Luft nahe einander aufgehängter tönender Stimm- 
gabeln. Diese Anziehung ist auf die Druckdifferenz zurückzuführen, die 
zwischen Stirn- und Rückseite der unsymmetrischen Schallwellen in der 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 26. 187 

Luft entsteht. Je nach der Dichte des Mediums könne auch AbstoBnng 
erfolgen. Vielleicht verhalte es sich mit der Gravitation ähnlich und 
bilde der Äther das übertragende Medium. A. B. 



737. A. Kleiner, La gravitation se transmet-elle par le milieu? 
Arcb. sc. phys. 20 420—423. 

Durch sorgfaltig angestellte Versuche wurde festgestellt, daB die 
zwischen den anziehenden Bleikugeln und den kleinen Kugeln der Torsions- 
ivage befindlichen Stoffe, das „Milieu*', keinen oder nur einen geringen 
EinfiuJB auf die Anziehungswirkung ausgeübt haben. Dieses Resultat 
wurde bestätigt beim Wiegen einer Silberkugel von 1.5 g Gewicht, die 
sich abwechselnd im Innern und außerhalb einer hohlen Bleikugel mit 
dicken Wänden befand. Mit einer Empfindlichkeit entsprechend einer 
Ablenkung um 10 Teilstriche für 1 mg lieB sich keinerlei EinfiuB der Blei- 
kugel auf das Gewicht der Silberkugel bemerken. A. B. 



738. J. CsEMEz, A gravitaczio ei Kohezio okairol^ (Über die Ur- 
sachen der Gravitation und Kohäsion). Term. Koz. Pf. 37 32, 7 S. 
(Magyarisch.) 

Nach mehreren von A. Despaux in der „Revue Scientifique" (1903 
bis 1904) veröffentlichten Abhandlungen verfertigtes Referat (siehe AJB 
6 178). Kö. 

739. G. H. Darwin, The Analogy between Lesage's Theory of Gravi- 
tation and the Repulsion of Light. Lond. R. S. Proc. A. 76 387, 
23V4 S. 

Verf. untersucht theoretisch die Haltbarkeit der Lesageschen Gravi- 
tationstheorie, indem er die Elemente der Materie als Kugeln annimmt 
mit verschiedenen Eigenschaften. Verf. zeigt im Laufe dieser Unter- 
suchung, daß der Fall der totalen Energieabsorption ein Analogen dar- 
stellt zur Stoßkraft des Lichtes; danach stoßen sich zwei strahlende und 
vollständig absorbierende Kugeln mit einer Kraft ab, die genau umgekehrt 
proportional dem Quadrat des Abstandes ihrer Zentren ist. Dieser Rück- 
stoß der Lichtemission kann auch bei der Sonnenphysik von Wichtigkeit 
werden. Nach Pointing ist der Impuls der Sonnenstrahlung auf einen 
Quadratzentimeter der Erdoberfläche 5.8 X 10~^ dynes. Da nun der Ab- 
stand der Erde von der Sonne 214.4 Sonnenradien beträgt, so ist der 
Rückstoß des Lichts auf der Sonnenoberfläche pro Quadratzentimeter 
5.8 X 1^~^ X (214.4)2 = 2|- dynes, ^in Druck, der allerdings sehr 
klein ist gegenüber dem Druck von einer Atmosphäre, der pro Quadrat- 
zentimeter 10^ dynes beträgt. 

740. H. C. Plummer, On the Possible Effects of Radiation on the 
Motion of Comets, with special reference to Encke's Comet. 
M. N. 65 229—237. Ref.: Pop. Astr. 18 282. 

Der Einfluß des Lichtdrucks auf die Bahnbewegung von Kometen, 
diese als Schwärme kugelförmiger Meteoriten gedacht, besteht zunächst 



188 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

darin, daß die große Achse der Bahn außer von der Umlaafszeit auch 
vom Durchmesser und der Dichte der Meteoriten bestimmt wird und um- 
gekehrt!, Wenn die Meteoriten bei Zusammenstößen zu größeren Körpern 
verschmelzen oder wenn sie in kleinere Stücke zerfallen, so ist damit 
eine Änderung der Umlaufszeit verbunden. Im übrigen wirkt der Licht- 
druck wie ein widerstehendes Medium. Die Anwendung der vom Verf. 
aufgestellten Formeln auf die beim Enckeschen Kometen nachgewiesene 
Beschleunigung führt auf einen Durchmesser der Einzelteilchen von 
O.Ol mm bei einer Dichte von 5.5 (wie die der Erde). Die Anziehungs- 
kraft der Sonne wäre für diese Teilchen um ^/^^ verringert. Damit 
kommt aber ein unlösbarer Widerspruch zwischen die für den Enckeschen 
Kometen ermittelten Werte der großen Bahnachse und der Umlaufszeit. 
Der Versuch, die Beschleunigung dieses Kometen durch den Lichtdruck 
zu erklären, „muß daher als eine interessante aber unhaltbare Spekulation 
angesehen werden". A. B. 

741. Henry Bourget, Sur les nombres de Cauchy. B. A. 22 225, 3 S. 

Die Cauchyschen Zahlen erweisen sich bei einer großen Anzahl von 
Entwicklungen in der Himmelsmechanik sehr nützlich. Verf. weist nun 
nach, daß sich diese Zahlen in allen Fällen durch hypergeometrische 
Polynome darstellen lassen. Verf. leitet auf diese Weise alle bekannten 
Beziehungen zwischen den Cauchyschen Zahlen ab und erhält gleichzeitig 
eine große Anzahl weiterer, die den zahlreichen Beziehungen der hyper- 
geometrischen Reihe entsprechen. 



742. H. Poincar6, Une image de l'Univers. B. S. A. F. 19 30, 1 '/a S. 
Auzug aus einer vom Verf. auf dem Kongreß in St. Louis gehaltenen 

Rede. Verf. legt dar, daß man den Weltenraum mit seinen gegenüber 
den ungeheueren Entfernungen geringen Massen als ein Bild der Ver- 
teilung der Atome auffassen könne; die zwischen den Atomen wirkenden 
Kräfte werden nur nicht mehr umgekehrt proportional der zweiten, sondern 
umgekehrt proportional irgend einer anderen Potenz der Entfernungen sein. 
Überhaupt komme es bei den meisten Naturgesetzen lediglich darauf an, 
diese negativen Exponenten, mit welchen die Entfernung in dieselbe ein- 
geht, zu bestimmen. 

743. Hugo Fritscii, Die Newtonschen Zentralkräfte abgeleitet aus 

Bewegungen undurchdringlicher Massen. Bericht über das städtische 
Realgymnasium zu Königsberg i. Pr. für das Schuljahr von Ostern 1904 
bis Ostern 1905. Königsberg 1905. 9 S., kl. 4». 

Verf. sucht nachzuweisen, daß alle Eigenschaften und Wirkungen an 
und von den von uns wahrnehmbaren Körpern sich ausnahmslos aus der 
Undurchdringlichkeit und Trägheit bewegter Massen erklären lassen, die 
wir in der Form von Äther und aus Atomen zusammengesetzten Molekeln 
in der uns umgebenden Welt erkennen. Verf. meint aber, daß der 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 27. 189 

Rechner auch in Zukunft die Verwendung von Zentralkräften aus Bequem- 
lichkeitsgrunden nicht werde entbehren können. 



744. A. FöPPL, Über absolute und relative Bewegung. Müncb. Ber. 
U 383, 12 S., 80. 

Verf. ist durch die Kochsche Beobachtung über eine zeitliche Ände- 
rung der Größe der Schwerkraft (siehe AJB 6 556) von neuem auf die 
Idee geführt, ob man nicht zu einer befriedigenden Lösung der mit dem 
Trägheitsgesetze zusammenhängenden Fragen kommen könne, wenn man 
sieb Kräfte zwischen den Himmelskörpern wirkend denkt, die von den 
Geschwindigkeiten der Himmelskörper gegen ein festes, ursprüngliches 
Koordinatensystem abhängen. Verf. hat solche Geschwindigkeitskräfte 
durch seine Kreiselexperimente (siehe AJB 6 198) vergeblich nachzuweisen 
versucht, hält es aber wohl für möglich, daß Fallversuche den Einfluß 
derselben verraten können. Der von astronomischer Seite gegen die 
Existenz solcher Kräfte zu erhebenden schweren Einwände ist sich Verf. 
voll bewußt, doch hält Verf. das Vorhandensein solcher Kräfte, die für 
sich genommen ganz ähnliche Wirkungen wie die Gravitationskräfte her- 
vorbringen könnten, nicht für unwahrscheinlich. 



Stehe auch Ref. No. 1383. 



§ 27. 

Ansiehungsproblem. 

745. B. CooKSON, The Effect of the Lunar Deflection of the VerticaJ 
on Latitude Observations. Nat 78 191. 

Die Mondanziehung würde, die Erde als starrer Körper angenommen, 
die Lotrichtung um 0'.02 ablenken. Die Beobachtungen der Polhöhen- 
schwankungen und zur Bestimmung der Aberrationskonstante nach 
Küstners Methode müßten eigentlich diese Ablenkung erkennen lassen. 
Für die Beobachtungen zu Philadelphia trifft diese Annahme aber nicht 
zu, wohl aber zeigen sie eine Schwankung mit der Periode eines halben 
synodischen Mondumlaufs, vermutlich eine Wirkung der Anziehung der 
Ozeangezeiten. A. B. 

746. J. B. Wood, Velocity of Comets. Pop. Astr. 13 140—143. 
Elementare Darstellung der Beziehung zwischen Geschwindigkeit 

eines Planeten, Kometen und seiner Entfernung von der Sonne nebst 
Ausrechnung einiger Beispiele. A. B. 

747. H. PoiNCARÄ, Sur la methode horistique de Gylden. Acta Math. 
29 235, 37 S. 

Verf. wendet sich hier in einer sehr umfassenden Arbeit gegen die 
horistische Methode Gyldens. Er habe geglaubt, daß die Gylden sehen 



190 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Untersuchungen nach dem Tode ihres Verf.s allmählich in Vergessenheit 
sinken würden, da das aher nicht der Fall sei, so habe er sich entschlossen 
die „Nouvelles recherches . . .^ von Gylden bis ins einzelne zu analy- 
sieren und die Schlußfolgerungen zu diskutieren. Seinen ursprünglichen 
Plan, die Nomenklatur Gyldens zu benutzen, habe er aufgegeben, da 
dieselbe zu kompliziert und wechselnd sei, er habe aber überall auf die- 
selbe hingewiesen. Verf. kommt zu dem Schluß: Einige Resultate Gyldens 
sind offenbar richtig, aber man kann zu denselben auf schnellerem Wege 
gelangen; eine größere Zahl der Resultate ist offenbar falsch; die meisten 
sind in einer so wenig durchsichtigen Form vorgetragen, daß man nicht 
entscheiden kann, ob sie richtig oder falsch sind. 



748. Elis Strömgren, Ein asymptotischer Fall im Dreikörperproblem. 
A. N. 168 106, IV* S. 

Verf. wendet sich gegen den von J. N. Stock well im Vorjahre 
publizierten Aufsatz: Theory of the Mutual Perturbations etc. (siehe 
AJB 6 181). Stockwell war zu dem Schluß gekommen, daß zwei im 
gleichen mittleren Abstand von der Sonne in derselben Ebene sich be- 
wegende Körper eine heliozentrische Längendifferenz von 60^ einzunehmen 
bestrebt seien, in der sie dann frei von gegenseitigen Störungen ver- 
blieben. Verf. zeigt nun, daß die Stock wellsche Integration nur dann 
richtige Resultate geben wurde, wenn man sich mit den Störungen erster 
Ordnung in bezug auf die Massen begnügen dürfte. Bei einer exakten 
Lösung ist aber das Stockwellsche Resultat unrichtig. Indem Verf. von 
der Lagrangeschen partikulären Lösung des Dreikörperproblems ausgeht, 
wo eine Masse gleich Null ist und die drei Körper sich immer in den 
Endpunkten eines gleichseitigen, sich mit konstanter Geschwindigkeit 
drehenden Dreiecks befinden, zeigt Verf., daß der Körper mit der ver- 
schwindend kleinen Masse sich mit wachsender Zelt dem Dreieckspunkt 
nur unter ganz besonderen Umständen unbeschränkt nähert, in allen 
anderen Fällen wird der Körper, wenn er einmal dem Dreieckspnnkt 
sehr nahe war, entweder in einer periodischen Bahn um diesen Punkt 
laufen oder sich wieder davon entfernen. 



749. Alexandre Nicolaewitch Panoff, L'attraction newtonienne 
consideree comrae une fonction du temps. A. N. 167 274, 7 S. 

Verf. baut seine mathematischen Entwicklungen auf folgenden Thesen 
auf: 1. Die Ursache der Gravitation ist in einer kosmischen Substanz 
zu suchen; 2. die Gravitation breitet sich mit endlicher Geschwindigkeit 
aus; 3. die Bewegung ist eine Eigenschaft der Materie, daher hat es im 
Weltall niemals absolute Ruhe gegeben und wird sie nie geben; 4. die 
zur Anziehung geeigneten materiellen Teilchen haben sich in irgend einem 
Zeitpunkt der Vergangenheit gebildet. Hiervon ausgehend untersucht 
Verf. zunächst die Anziehung der materiellen Punkte und dann die eines 
Punktes m durch einen materiellen Körper M, wobei Verf. den Satz 
aufstellt, die Gesamtheit der Spuren aller Punkte von AI, auf denen 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 27. 191 

m zur Epoche T angezogen wird, bilde einen fiktiven oder dynamischen 
Körper wie eine Spur des Körpers M im Räume. Verf. diskutiert dann 
die Eigenschaften dieses fiktiven Körpers, die Lage seines Gravitations- 
zentrums, sein Potential auf m zur Epoche T näher. Darauf behandelt 
Verf. die Anziehung der materiellen Körper durch die Erde und die 
Änderungen der Anziehung und ferner das dynamische System zweier 
materiellen Punkte. Einige kurze Bemerkungen über die Bewegung der 
Planeten schließen die Arbeit ab. 



750. Alexander Wilkens, Untersuchungen über Poincaresche pe- 
riodische Lösungen des Problems der drei Körper. Astr. Abb. 
No. 8, 29 S., 40. 

Verf. will einen Beitrag liefern zur Verarbeitung der Poincareschen 
periodischen Lösungen des Dreikörperproblems und zur Nutzbarmachung 
derselben fär die praktische Astronomie, indem er die Konstruktions- 
methoden darlegt und eine Prüfung der Fundamente periodischer Lösungen 
im Falle kommensurabler Bahnen gibt. Die Arbeit ist außer der Ein- 
leitung in fünf Kapitel gegliedert, deren erstes die Differentialgleichungen 
des Problems enthält, während das zweite die Entwicklung der Störungs- 
funktion und das dritte den IntegrationsprozeB behandelt. Im vierten 
Kapitel diskutiert Verf. die Fundamente periodischer Bahnen und zwar 
zunächst vom Hecuba- und dann vom Hestiatypus, und untersucht im 
fünften Kapitel 'schließlich die periodischen Lösungen erster Sorte vom 
Hestiatypus. Dabei gibt Verf. zunächst die analytischen Ausdrücke der 
Störungen der Harzer-Poincareschen Elemente, führt dann die Störungs- 
rechnung numerisch durch für eine Jupitermasse gleich 0.02 der Sonnen- 
masse und konstruiert darauf die Bahn aus einer Reihe von Punkten 
äquidistanter Werte der Zeit. 

751. De Sparbe, Au sujet de la deviation des corps dans la chute 
libre. c. R. 140 33, l'/a S. 

Verf. untersucht die Abweichung der Körper beim freien Fall so- 
wohl bei Annahme der Kugelgestalt der Erde, als auch unter Berück- 
sichtigung der Abplattung und findet, daB dieselbe zu klein ist um sie 
durch das Experiment feststellen zu können, nämlich kaum 0.1 mm bei 
1000 m Fall. 

752. Maurice Foucut":, Sur la deviation des graves vers le sud et 
sur la courbure des lignes de force. c. R. 140 226, 3 S. 

Verf. kommt auf die vorstehend referierte Mitteilung von de Sparre 
zurück, weil er sich früher mit der gleichen Materie beschäftigt hat, 
dabei aber zu etwas anderen Formeln als Herr de Sparre gekommen 
ist, die er hier ableitet. 

753. De Sparre^ Sur la deviation des corps dans la chute libre. 
C. R. 140 363, 1 V, S. 



192 II. Teil: Astronomie. 7, 15)05. 

Verf. legt dar, daß der Unterschied, den Herr Fouch^ gegen die 
Formeln des Verf.s über den freien Fall unter Annahme einer kugel- 
förmigen homogenen Erde gefunden hat (siehe Ref. No. 753), sich aus 
Vernachlässigungen erklärt, die Herr Fou che gemacht hat, die aber nicht 
zulässig seien. 

754. V. Cri&mieu, Recberches sur la gravitatioo. G. R. 141 653—656, 
713—715. 

Verf. beschreibt Versuche mit der in Wasser eingetauchten Dreh- 
wage und findet das Experiment von Cavendish ebensowohl aus- 
führbar wie in der Luft. A. B. 

755. L. Mattuie8SEN, Das Potential eines Ringes auf den Mittel- 
punkt eines Querschnitts. — Bedingungen des Gleichgewichts 
eines rotierenden flüssigen Ringes. — Kosmische Ringnebel. — 

Saturnringe. Publikationen des astron.-meteoronom. Observ. Rostock. 
III. Jahrg. Rostock, Carl Boldscbe Hofbucbdruckerei 1905. 15 S., 4^. 

Verf. kommt hier auf mehr elementarem Wege zu seinen schon 
früher gefundenen Formeln für die Anziehung eines homogenen Ringes 
auf den Mittelpunkt eines Querschnitts und für das Rotationsmoment; 
die Formeln sind im wesentlichen identisch mit denen von Sophie Kowa- 
lewsky und Poincare. Er gibt auch numerische Werte für das Rota- 
tionsmoment in gegebenen Entfernungen (Radienvektoren) sowie für die 
GröBe der Abplattung für zunehmende Werte der Rotationsgeschwindigkeit. 

A. B. 



§28. 
Bewegung in der Bahn, allgemeine und spezielle Störungen. 

Theorie der Mondbewegung. 

756. M. Brendel, Theorie des Mondes. Gott. Astr. Mitt. N. F. 3 No. 4, 

97, 40. 
Der Verf. wendet die Prinzipien der Gylden sehen Störungstheorie 
auf die Mondbewegung an, wobei er die Mondkoordinaten mit Vorteil 
auf den Schwerpunkt des Systems Erde-Mond bezieht. Da in analytischer 
Beziehung noch viele Aufgaben im Störungsproblem ungelöst sind, führt 
Verf. seine Theorie mehr auf numerischer Basis durch. Es fehlen noch 
von der Zeit abhängige Restglieder der angewandten Reihen, über die noch 
weitere Untersuchungen geplant sind. Die Abhandlung zerfällt in fünf 
Kapitel: I. Die Differentialgleichungen der Mondbewegung. IL Entwicklung 
der Störungsfunktion. 111. und IV. Einführung und Berechnung der 
periodischen Lösung nullten Grades. V. Die Glieder ersten Grades. Die 
Formeln für gewisse Koeffizientengruppen sind im Anhang zusammen- 
gestellt. Die Fortsetzung, die zum großen Teile schon berechneten Glieder 
zweiten Grades enthaltend, soll später erfolgen. A. B. 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 28. 193 

757. Albert v. Brunn, Die SäkalarbeschleuDigung des Mondes. 

102 S., 80. Gottingen, Vandenhoeck & Ruprecht 1905. 
Die Einleitung enthält eine kurze Geschichte der Entdeckung und 
der Untersuchungen über die säkulare Beschleunigung der Mondbewegung. 
Der Unterschied der theoretischen Werte von Delaunay und Brown 
(GMl und 5'.91) waren der AnlaB zur vorliegenden Arbeit, die sich 
eng an Brendels Mondtheorie (siehe Ref. No. 756) anschließt, der Verf. 
auch die numerischen Werte der Glieder nullten and ersten Grades der 
Exzentrizitäten entnimmt. Kapitel l gibt die Differentialgleichungen für 
die Bewegung des Mondes, II die Entwicklung der Störungsfunktion und 
davon abgeleiteter Funktionen, III Allgemeines über die Integration und 
die Störungen nullten Grades, IV die Störungen ersten Grades, V die 
zweiten Grades und speziell die Säkularbeschleunigung. In VI werden 
die numerischen Rechnungen mitgeteilt; der Wert der Beschleunigung ist 
5'.9768. A. B. 

758. A. Hall, Relation of the Trne Anomalies in a Parabola and 
a Very EcceDtric Ellipse having the Same Perihelion Distance. 
A. J. 26 22—23. 

Verf. leitet eine Gleichung zwischen der wahren Anomalie einer 

Parabel und der einer parabelähnlichen Ellipse ab, wobei die Ergänzungs- 

1 g 

glieder der parabolischen Anomalie Funktionen von sind. Für 

Halleys Komet und ^ = 200 Tage macht das dritte Glied r.37 aus. 

A. B. 



759. P. H. CowELL, On the Secular Acceleration of the Earth's 
Orbital Motion. M. N. 66 3—4. 
Da seine für die Beschleunigung der Verschiebung des Mondknotens 
erhaltenen Zahlen der Gravitationstheorie widersprechen, führt Verf. eine 
Beschleunigung der mittleren Bewegung der Erde (+ 4M T") ein, die 
als Wirkung des widerstehenden Mediums anzusehen sei. Bei einer 
V^ergleichung dieser Theorie mit den Beobachtungen der Merkurdurch- 
gänge ergibt sich die Beschleunigung für Merkur = O'.O, für die Erde 
= -f- 3'.0. Die obige Annahme für die Erde würde nahe bestätigt, das 
Resultat für Merkur zeigt aber, daß der Widerstand des „Äthers'* nicht 
die Ursache der Beschleunigung sein kann. A. B. 



760. P. H. CowELL, On the Ptolemaic Eclipses of the Moon recorded 
in the Almagest. M. N. 66 5—7. 

Verf. berechnet unter Einführung gewisser Änderungen von New- 
combs Korrektionen der Hau senschen Mondtafeln die Mondfinsternisse 
des Ptolemäus und meint, die Beobachtungen sprächen zugunsten seiner 
Änderung der Knoten Verschiebung. A. B. 



Astronom. Jahresbericht 1905. 13 



194 IL Teil : Astronomie. 7,1905. 

761. P. H. CowKLL, A Lunar Theory from Observation. Nat. 78 80—81. 
Verf. setzt hier sein Verfahren auseinander, aas den Mondbeobach- 

tungen alle Ungleichheiten der Mondbewegungen zahlenmäßig zu ermitteln 
und führt als Hauptergebnis die Auffindung einer Beschleunigung der 
Erdbewegung an (siehe Ref. No. 773). A. B. 

762. E. \V. Brown, Od the Completion of the Solutioo of the Main 
Problem in the New Lunar Theory. M. N. 65 104—108. 

Nachdem Verf., unterstützt von Herrn J. J. Stern er, rechnerisch 
die „Hauptaufgabe" beendet hat, die Theorie der Bewegung „der als 
Massenpunkte betrachteten Körper, von denen zwei einander in festen, 
elliptischen Bahnen umlaufen*', gibt er hier einen kurzen Überblick über 
die bisherige Arbeit. Den Grundgedanken seiner Methode hat er Eulers 
„Reflexions sur la Variation de la Luue'' (Hist. Mem. Acad. Sc. Berlin 
1766 p. 334 — 353) entnommen. Die Methode gewährt eine ziemlich 
rasche Konvergenz und eine gute Schätzung der Fehlergrenzen der End- 
resultate. Alle Koeffizienten in Länge, Breite, Parallaxe, die O'.Ol er- 
reichen können, sind unter Anwendung aller Vorsichtsmaßregeln gegen 
Irrtümer und Auslassungen berechnet und hinsichtlich ihrer Zuverlässig- 
keit auf O'jOl gesichert. Sie sind in eine zu Vergleich ungen mit 
Hansens und Delaunays Theorie passende Form gebracht; die gefun- 
denen Unterschiede dürften sich unschwer erklären lassen. Die Verglei- 
chung mit Beobachtungen ist vorläufig nur in beschränktem Grade mög- 
lich; die Theorie scheint aber z. B. für die Sonnenparallaxe ein recht 
befriedigendes Resultat zu versprechen. Verf. erwähnt, daß 1 3 000 Multi- 
plikationen von Reihen mit etwa 400 000 Einzelprodukten auszuführen 
und 4 — b Millionen Ziffern und Vorzeichen zu schreiben waren. Nach- 
zutragen, ehe Tafeln gerechnet werden können, sind nun noch die Wir- 
kungen der Planetenstörungen, eine sehr umständliche Arbeit, wenn kein 
merkbares Glied vergessen werden soll. A. B. 



763. E. W. Brown, The Final Values of the Coefficients in the 
New Lunar Theory. M. N. 65 276-296. 
Verf. stellt die von ihm berechneten Koeffizienten der Störungsglieder 
in Länge, Breite und Parallaxe zusammen, die zwei ersteren auf O'.Ol, 
die für Parallaxe auf O'.OOl; er fügt jedesmal den Hansenschen Wert 
nebst dessen Reduktion auf die vom Verf. eingeführten Konstanten bei. 
Dann bildet er die Differenzen seiner gegen die reduzierten Hansenschen 
Zahlen. Die absolute Summe dieser Differenzen, also der Maximalbetrag 
der Unterschiede beider Theorien, beläuft sich in der Länge auf 3'.()1, 
in der Breite auf r.90 und in der Parallaxe auf 0".242. Verf. bespricht 
noch des näheren einige größere Differenzen. Eine Anzahl solcher die 
Breitenglieder betreffenden Unterschiede würde verschwinden, ohne daß 
die anderen Glieder merklich beeinflußt würden, wenn man annähme, 
daß das Hauptglied in Breite in Hansens Theorie nahe 18461'. 5 statt 
des angegebenen W^ertes 18 463'. 3 gewesen war. A. B. 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 28. 195 

764. E. W. Brown, Theory of the Motion of the Moon; containing 

a New CalculatioD of the Expressions ior the Coordinates ofthe 

Moon in Terms of the Time. Part IV. Mem. R. A. S.57 part II 51—145. 
Ref.: Nat. 78 272. 

Verf. veröffentlicht hier die drei letzten Abschnitte seiner Mondtheorie 
(siehe AJB 1 157, 4 208), enthaltend die Glieder fünfter und sechster 
Ordnung (Kap. VII und VIII) und die Resultate in Polarkoordinaten 
Länge, Breite, Parallaxe. Über den erreichten Genauigkeitsgrad, die Rech- 
nungskontrollen, die noch restierenden Ungleichheiten — direkte und 
indirekte Planetenstörungen, Einwirkung der Gestalt der Erde und des 
Mondes — sagt Verf. in der Einleitung dasselbe, was er in den Artikeln 
in M. N. angeführt hat (siehe Ref. No. 762, 763). A. B. 



765. P. H. CowELL, Analysis of 145 Terms in the Moon's Longitude, 
1750—1901. M. N. 65 108—151. 

Für jedes einzelne der zu untersuchenden 145 Störungsglieder der 
Mondlänge werden die beobachteten Längenfehler, die zu entsprechenden 
Tagen der Periode des betreffenden Gliedes bezw. einer passend gewählten 
einfacheren Hilfsperiode gehören, zusammengestellt und für eine Reihe 
solcher Perioden in Mittel vereinigt. Auf diesem Wege (siehe AJB 6 
185 ff.) sucht Verf. die Fehler der Koeffizienten der einzelnen Störungs- 
glieder zu ermitteln. Benutzt werden die Greenwicher Meridianbeobach- 
tiingen von 1847 bis 1901, für die Glieder mit Perioden über zwei 
Monaten und solche, deren Perioden nahe gleich einem anomalistischen 
Monat oder einem ganzzahligen Bruchteil desselben sind, werden die 
Beobachtungen von 1750 bis 1851 hinzugezogen. Ausfuhrliche Tabellen 
zeigen den Verlauf dieser Fehler sowie die an die theoretischen Koeffi- 
zienten anzubringenden Korrektionen. Bei einigen Gliedern mit sehr 
wenig verschiedenen Perioden genügt der 150 jährige Beobachtungszeit- 
raum allerdings noch nicht, um die Fehlerkurven voneinander zu scheiden. 
Korrektionen von 0'.2 in den kurzperiodischen Gliedern müssen nach 
Ansicht des Verf. als reell angesehen werden, ob es dafür eine Erklärung 
gibt durch die Theorie oder nicht. Zu einer Reihe merklich zu korri- 
gierender Koeffizienten, namentlich zum Hauptglied der elliptischen Un- 
gleichheit, gibt Verf. nähere Erläuterungen. A. B. 



766. P. H. Co WELL, The Longitude of the Moon's Perigee. m. N. 
65 268—275. 

Verf. gibt hier eine Darstellung seiner Untersuchungen über die 
Koeffizienten der Störungsglieder mit sin^ und cos^ und bespricht ver- 
schiedene von ihm eingeführte Korrektionen mit langen Perioden. Die 
beobachtete siderische Bewegung des Perigäums findet er gleich 14643 538', 
gültig für 1850, um 15' gröi^er als sie Prof. Brown ansetzt. A. B. 

13* 



196 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

767. P. H. CowELL, Od the Discordant Values of the Principal 
Elliptic Coefficient in the Moon's Longitude. M. N. 65 745—749. 
Verf. führt sechs Werte des Koeffizienten des Haoptgliedes der 
Mittelpunktsgleichang in der Mondbewegung nach Airy, Newcomb, 
Nevill und Cowell an, die um 0'.7() differieren. Er sucht nun die 
Ursache der Unterschiede zu ermitteln. Airy habe seine Rechnungen 
nicht weit genug geführt und deshalb mehrere Glieder mit kurzer Periode 
unbeachtet gelassen, sein Resultat besitze also geringes Gewicht. Airys 
und Newcombs Zahlen erfahren kleine Änderungen durch Berücksichtigung 
des Einflusses gewisser Glieder der Sonnenstörungen auf die Mondexzen- 
trizität, Nevills Wert läBt sich etwas ändern durch andere Bewertung 
der Beobachtungen, dann haben drei früher unbekannte von Radau und 
Newcomb entdeckte Glieder in den Planetenstörungen kleine Korrektionen 
zur Folge. Die so verbesserten Werte des Hauptgliedes der elliptischen 
Mondbeweguug stimmen nun auf 0'.4], oder wenn Airys Wert fortge- 
lassen wird, auf 0'.28 unter sich überein. A. B. 



768. P. H. Cowell, The Coefficient of the Principal Term in the 
Moon'd Latitude. m. N. 85 564. 
Für den Hansenschen Koeffizienten des Hauptgliedes im Ausdruck 
für die Mondbreite (18461'.65) findet Verf. zwei Korrektionen, zusam- 
men — 0'.30 dz 0'.03 ausmachend. Die der Reduktion auf die Pulko- 
waer Refraktionstafel entsprechende Korrektion findet Verf. gleich Null, 
ebenso den EinfluB der planetarischen Glieder von einer dem Breiten- 
argument ähnlichen Periode, diese Glieder könnten innerhalb von 54 Jahren 
höchstens eine Änderung von O'.IO bewirken. A.B. 



769. P. H. Cowell, The Moon's observed Latitude, 1847—1901. 
M. N. 65 721—745. 

Ahnlich wie Verf. die Green wicher Beobachtungen der Mondlänge 
analysiert, d. h. die Fehler der aus den Mondtafeln abgeleiteten Längen 
in Reiben verschiedener Perioden gruppiert hat, für die er dann die 
Koeffizienten ermittelte und als Korrektionen an die Koeffizienten der 
Störungsglieder mit gleicher Periode anbrachte, so behandelt er hier die 
Greenwicher Breitenbeobachtungen. Die Anzahl der Perioden ist 101. 
In der Tafel VII sind die Korrektionen der Hansenschen Koeffizienten, 
die neuen „empirischen" Koeffizienten und ihre von E. Brown theoretisch 
abgeleiteten Werte zusammengestellt. A. B. 



770. P. H. Cowell, Oo the Secular Accelerations of the Moon's 

Longitude and Kode. M. N. «5 861— 867. 

Zur Berechnung der Beschleunigung der mittleren Bewegung und 

des Knotens der Mondbahn benutzt Verf. fünf Sonnenfinsternisse aus den 

Jahren — 1062 (Inschrift in Babylon), — 762 (Inschrift in Niniveh), 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 28. 197 

—647 (Archilochos, 74), —430 (Thukydides 11,28) und -h 197 (Ter- 
tullian, ad Scapalam, c. 3). Er fährt die Elemente und die in der 
Rechnung berücksichtigten Storangsglieder an, wobei die säkularen Ände- 
rungen der Länge und des Knotens so angesetzt sind, wie sie sich aus 
dieser Rechnung schließlich ergeben haben, nämlich um r.44 kleiner 
bezw. um -h 3'.05 größer als nach Hansen-Newcomb. Die Säkular- 
änderung des Perigäums ist um 0M66 verkleinert. Die Restfehler sind 
klein, dagegen bleibt ein großer Fehler bei der mitberechneten Finsternis 
von — 1069 Juni 20, aus dem daher folgt, daß dieselbe für Babylon 
nicht total gewesen sein kann. A. B. 



771. P. H. CowELL, On the Value of Ancient Solar Eclipses. 
M. N. 65 867—869. 

Im Gegensatz zu Newcomb äußert Verf. seine Ansicht, daß man die 
Sonnenfinsternisse des Altertums notwendig brauche zur genaueren Be- 
stimmung der aus modernen Beobachtungen nicht sicher zu erhaltenden 
säkularen Änderungen der Mondbahnelemente. Dann gibt er zu, daß 
Berichte von Herodot über lang vor seiner Zeit liegende Ereignisse wenig 
glaubwürdig seien, aber sowohl auf die Angaben des Thukydides, der 
seine Aufzeichnungen unmittelbar nach dem Eintritt einer Tatsache machte, 
als auf die wohl auch auf direkter Beobachtung beruhenden Inschriften 
in Babylon und Niniveh könne man sich verlassen. Andernfalls wäre es 
wunderbar, daß fünf Finsternisse durch dieselben Korrektionen der Mond- 
bewegung dargestellt wurden. A. B. 

772. P. H. ('owELL,'An ElemeDtary Explanation of Recent Researches 
on Ancient Solar Eclipses. Obs. 28 420—422. 

Verf. führt die Bedingungen für den Eintritt einer totalen Sonnen- 
finsternis an, dann bespricht er die Bemühungen der Astronomen, die 
Acceleration der mittleren Mondbewegung aus älteren Finsternissen zu 
bestimmen und erwähnt schließlich seine eigenen Ergebnisse in dieser 
Beziehung (siehe Ref. 771), wobei er die Beschleunigung nahe gleich 
dem theoretischen Wert gefunden hat. A. B. 



773. P. H. CowELL, On the Secular Acceleration of the Earth's 
Orbital Motion. Obs. 28 454—456. 
Verf. stellt in populärer Form den Einfluß dar, den eine Änderung 
der Mondlänge oder des Mondabstandes vom Knoten auf den Sichtbarkeits- 
verlauf einer Mond- oder Sonnenfinsternis ausübt. Die Finsternisberichte 
des Altertums als zuverlässig vorausgesetzt, folgt ein Fehler der theoreti- 
schen Knotenlänge im Betrag von 2500' vor 25 Jahrhunderten. Teils 
aus der Theorie, teils aus den Finsternisdaten ergibt sich eine Ungleich- 
förmigkeit der Erdbewegung, eine Beschleunigung um 4' im Jahrhundert. 

A.B. 



198 IL Teil : Astronomie. 7,1905. 

774. S. Newcomb, On the Eclipse of Agathokles. M. N. 65 181 bis 

183, 80. Pop. Astr. 13 199—201. 

Über die Verwendbarkeit von Finsternisbericbten aus dem Altertum 
zwecks Verbesserung der Mondbabnelemente batte Verf. im Gegensatz zu 
anderen Theoretikern nie eine gute Meinung gebabt. Auch mit der 
Finsternis des Agathokles schien wenig anzufangen zu sein, weil man 
den Ort der in der Totalitätszone befindlichen Flotte dieses Feldberrn nicht 
sicher kennt. Die Identifizierung dieser Finsternis mit einer von Kieo- 
medes gemeldeten für den Hellespont totalen, für Alexandria 7» ^^^ 
Sonnendurchmessers freilassenden Finsternis erhöht den Wert dieser Er- 
scheinung für die Theorie in hohem MaiSe. Den Beobachtungen ist nur 
zu genügen, wenn der von Newcomb früher ermittelte Betrag der Mond- 
beschleunigung um — r.5 geändert, also nahe auf den aus dem Schwere- 
gesetz folgenden Wert 6 '.5 herabgesetzt wird. 



775. W. T. Lynn, The Eclipse of Agathokles. j. B. A. A. 15 162—164; 
Pop. Astr. 18 201—203. 

Historisches über die Finsternis des Agathokles. Die Finsternis des 
Kleomedes fiel nach Ansicht des Verf. vermutlich zu Lebzeiten dieses 
Schriftstellers vor und nicht 300 Jahre früher, wo Alexandria noch keine 
Pfiegstätte der Wissenschaften war. Dann läßt sich die Finsternis mit 
der vom 24. Nov. 29 n. Chr. identifizieren, die für den Hellespont sehr 
wahrscheinlich total war. A. B. 

776. S. Newcomb, Note on the Astronomical Value of Ancient 
Statements of Solar Eclipses. M. N. 66 34. 

Verf. erkennt von den alten Finsternisberichten keinen als präzis 
genug an und hält sie daher für ungeeignet zu einer Korrektion der 
Mondtheorie verwertet zu werden. A. B. 



777. P. H. CowELL, Reply to Professor Newcomb's Note. M. N. 66 35. 
Im Gegensatz zu Newcomb liest Verf. aus sechs Berichten zwischen 

— 1062 und -1-197 heraus, daiS die betreffenden Erscheinungen nur 
totale oder fast totale Sonnenfinsternisse gewesen seien, zumal da die 
vielen stattgehabten partiellen Finsternisse nicht er^^ähnt werden. Seine 
Hypothese, daß die Erdbewegung eine Beschleunigung erfahre, wider- 
spreche nicht der Schweretheorie, stelle aber jene sechs Finsternisse gut 
dar. Im Mondbahnknoten sei für jene älteste Zeit eine Unsicherheit von 
500' zuzugeben. A. B. 

778. P. H. CowELL, On the Transits of Mercury. M. N. 66 36— 41. 
Verf. lehnt sich an Newcombs Untersuchungen über die Merkur- 
durchgänge von 1G77 bis 1881 an und bestimmt, indem er Erdperihel 
sowie die Exzentrizitäten der Erd- und Merkursbahn als bekannt annimmt, 
die übrigen Elementenkorrektionen, einschließlich der Beschleunigungen 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 28. 199 



der Erde und des Merkur. Diese werden -t- 2*.53 und — 0'.50 oder 
-h 3M7 und für Merkur Null. Die alten Sonnenfinsternisse wurden 
durch eine Beschleunigung von etwa 4' dargestellt. A. B. 



779. E. Nevill, On the Terms of Long Period in the Complet 
Expression for the Moon's Longitude. M. N. 65 266—268. 

Verf. fuhrt 16 Glieder des Ausdrucks an, den er für die Korrektion 
der Hansenschen Mondtafeln aufgestellt hat. Er nennt auch noch einige 
Argumente von gleicher Periode wie die der langperiodischen, von Cowell 
empirisch gefundenen Störungsglieder (siehe AJB 6 187.) A. B. 



780. E. Neviix, On Hansen's Coefficients for the Inequalities in 
the Moon's Longitude. m. N. 65 658—662. 

Verf. hat bei seinen Untersuchungen über die Mondbewegung die 
Hansenschen Werte der Störungskoeffizienten meistens auf O'.Ol bis 0'.02 
bestätigt gefunden, ebenso Prof. E. Brown. Die Hansenschen Mondtafeln 
geben keine wesentlichen Unterschiede gegen die Theorie selbst, die 
durch die Beobachtungen nachgewiesenen Fehler der Tafel müssen also 
ihren Grund in Planetenstörungen und in Wirkungen der dynamischen Erd- 
abplattung haben. Tabelle der vom Verf. berechneten Koeffizienten und 
deren Unterschiede gegen Hansens Theorie, Hansens Tafeln und Browns 
Theorie. In 11 Fällen größerer Differenzen wird Hansen durch Brown, 
in 6 Fällen Nevill durch Brown bestätigt. A.B. 



781. R. H. CrRTiss, On the Computation of the Moon's Spectro- 

graphic Velocity near Füll Moon. Lick Bull. No. 75 112, IV4S.; 
Ap. J. 21 376, 3 S. 

Verf. knüpft an die vor fünf Jahren von W. W. Campbell publi- 
zierte Mitteilung über die Berechnung der radialen Geschwindigkeit des 
Mondes (siehe AJB 2 114) an und zeigt, daß die dort vorgeschlagene 
Methode insofern auf Schwierigkeiten stößt, als cos E und sin E dE : dt 
für 7 bis 8 Tage um Vollmond herum nicht im Nautical Almanac tabu- 
liert sind; dabei bedeutet E den im Erdzentrum gemessenen Winkel 
zwischen den Richtungen nach Sonne und Mond.. Verf. zeigt nun, wie 
man die betreffenden Größen und die dieselben enthaltenden Glieder in 
verschiedener Weise berechnen kann. 



782- Prokop Knothb, Einfache • elementar-mathematische Unter- 
suchung der Krümmung der Mondbahn gegen die Sonne. 
Jahresbericht des k. k. Staats-Gymnasiums mit deutscher Unterrichtssprache 
in Prag -Neustadt, Gruben über das Schuljahr 1903—1904. Prag, 1904. 
Selbstverlag. Seite 3, 13 S., 80. 

Verf. will, um den noch vielfach in elementaren Lehrbüchern vor- 
kommenden falschen Darstellungen der Mondbahn zu begegnen, in elementar- 
mathematischer Weise die Bedingungen aufstellen, unter denen eine 



200 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Satellitenbahn, also auch unsere Mondbahn, die ihr eigentümliche Form 
erhält, und zeigt dann, wie sich aus den vorliegenden Bedingungen die 
bestimmte Bahnform ergibt. 

783. J. PosTHUMüS, De maansbaan ten opzichte der zon (Die Mond- 
bahn, von der Sonne aus gesehen.) De Zee 27 363, 6 S., 80. 
(Holländisch.) 

Verf. beweist, daB die Mondbahn überall ihre hohle Seite der Sonne 
zukehrt. Der Beweis eines bei dieser Ableitung benutzten (nicht be- 
wiesenen) Hilfssatzes wird (in De Zee 27 421, IS. 8°) nachgeholt. In 
einer Erwiderung (De Zee 27 487, 2 S.) weist Herr Noorduyn den Vor- 
wurf zurück, man könne die Mondbahn nicht ein Kykloide nennen. Dies 
wird dann (De Zee 27 537, 2 S. 8°) vom Verf. zugegeben und die 
Elemente dieser Kurve angegeben. F. 



StöruDgtheorie und Rechnungen. 

784. G. W. Hill, Integrals of Planetary Motion suitable for an 
Indefinite Length of Time. A. J. 25 1—12. 

Bei der Ableitung der für beliebig lange Zeit giltigen Ausdrücke 
und Konstanten der Bewegungen der Planeten Jupiter und Saturn werden 
zunächst deren Bahnebenen als identisch, die Massen und vier andere 
Konstanten als bekannte Zahlengrößen vorausgesetzt. Blieben letztere 
sechs Größen unbestimmt in den Koeffizienten, so könnten diese über- 
haupt nicht analytisch ausgedrückt werden. Verf. benutzt dann die Aus- 
drücke für lebendige Kraft und die Potentialfunktion, um nach gehöriger 
Umformung für die Rechnung geeignete Formeln zu erhalten. Als einzige 
unabhängige Veränderliche wird die relative Elongation der hypothetischen 
Planeten eingeführt. Die anderen Variabein lassen sich dann durch 
Tafeln auf diese zurückführen. Verf. führt einen Teil der Rechnung 
numerisch durch. A. B. 

785. A. WiLKENS. Untersuchungen über eine neue Klasse periodischer 

Lösungen des Problems der drei Körper. Wien. Ber. 114 1071 bis 
1113. Ref.: Wien. Anz. 1905 XII. 

■ 

Verf. behandelt die asymmetrischen periodischen Lösungen für den 
allgemeinen Fall, daß die mittleren Bewegungen beider Planeten sich wie 
relative Primzahlen verhalten und die Differenz der Perihellängen beliebig 
groß ist. Darauf werden die Bedingungsgleichungen auf den Hekubatypus 
angewandt. Dann wird die Frage der Stabilität und deren Bedingungen 
ermittelt für hochzahlige Kommensurabilität wie für die periodischen 
Bahnen vom Hekubatypus. Diese können tatsachlich als stabil bezeichnet 
werden. A. B. 

786. A. WiLKEXS, Zur Erweiterung eines Problems der Säkular- 
störungen. Berl. Ber. 1905, 1062—1076. 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 28. 201 

Wenn die Entwicklang der Störungsfunktion aaf Glieder 2. Grades 
in e ond i beschränkt wird, können auch im Falle nahe kommensarabler 
Bewegungen die Diiferentialgleichangen in geschlossener Form mittels 
trigonometrischer Funktionen integriert werden. Die in jenen Gleichungen 
vorkommenden mit der Zeit periodischen Koeffizienten können, wie Verf. 
zeigt, auf konstante Koeffizienten reduziert werden, indem ein gewissen 
Bedingungen entsprechendes bewegliches Koordinatensystem eingeführt 
wird. Betrachtet werden die Fälle von Kommensurabilitäten, in denen 
ixjlt! entweder (w-4-l)/77i oder (m'^T)lm ist, wobei kritische Glieder 
1. bezw. 2. Grades entstehen (w=l, 2, 3. .). Damit werden die 
Störungen für die Bahnen vom Hekuba-, Hilda-, Thule- und Hestiatypus 
erhalten. A.B. 

787. Eric Doolittle, The Secalar Parturbations of the Barth, a. J. 
24 189, IVj S. 

Verf. hat bereits früher die von ihm berechneten säkularen Störun- 
gen der Erde durch die großen Planeten mit Ausnahme von Neptun mit- 
geteilt (siehe AJB 1 163, 3 210, 211, 4 217, 6 195). Hier teilt nun 
Verf. zunächst noch die durch Neptun verursachten säkularen Störungen 
der Erde mit und leitet dann unter Einführung von Korrektionen für die 
angenommenen Planetenmassen die säkularen Störungen der Erde durch 
alle großen Planeten ab und vergleicht die erhaltenen Werte mit den 
Le Verrierschen, Newcombschen und Hillschen. 



788. Eric Doouttle, The Secular Perturbations of Mars Arising 
from ihe Action of Saturn, a. J. 24 187, l S. 
Verf. teilt die von ihm neu berechneten säkularen Störungen des 
Mars durch Saturn bis auf 7 Dezimalen mit und vergleicht sie mit den 
Le Verrierschen und Newcombschen Werten. 



789. E. Doolittle, The Secular Perturbations of Mars from the 
Action of Mercury. A. J. 25 21. 

Analoge Rechnung wie die vorige, unter Annahme der Merkursmasse 
= 1:7500 000. A.B. 

790. Simonin, Perturbations seculaires de la longitude moyeDne: 
Gas particulier d'IIecube. B. A. 22 228, 27* S. 

Man pflegt bei Berechnung der Störungen eines kleinen Planeten die 
durch Jupiter erzeugten besonders zu berechnen und dann die der übrigen 
Planeten indem man Merkur bis Mars einerseits und Saturn bis Neptun 
andrerseits zusammenfaßt. Erstere erzeugen in der mittleren Länge des 
kleinen Planeten eine positive, letztere eine negative säkulare Störung. 
Verf. zeigt nun, daß die Summe dieser Störungen der mittleren Länge 
durch die genannten sieben Planeten positiv für diejenigen kleinen Planeten 



202 II. Teil: Astronomie. 7,190 

ist, die der Sonne am nächsten sind, negativ für die von der Sonne ent- 
ferntesten und Null für solche kleinen Planeten sind, die der I^ücke, 
welche einer mittleren Bewegung doppelt so groß als die des Jupiter ent- 
spricht, am nächsten stehen. 

791. Hugo Büchholz, Fortgesetzte Untersuchung der Bewegung vom 
Typus Vs im Problem der drei Körper auf Grund der Gyldenschen 
Störungstheorie. Zweiter Teil. Wien. Denkschr. M. C. 77 1, 129 S. 
Diese Arbeit bildet die direkte Fortsetzung zu der vor drei Jahren 
vom Verf. an gleicher Stelle publizierten (siehe AJB 4 215), und zwar 
schließt sie sich derselben so volllcommen an, daß sogar die Numerierung 
der Kapitel (6 — 8) fortgeführt ist. Der Inhalt derselben ist bei Be- 
sprechung der Voranzeige schon näher angegeben (siehe AJB 6 192), 
doch sei hier noch darauf hingewiesen, daß in der Einleitung der Verf. 
auf den Streit zwischen H. Poincare und 0. Backlund über den 
Wert von Gyldens horistischer Methode zu sprechen kommt, wobei er 
die Angriffe Poincares als nicht zutreffend zurückweist (s. Ref. N. 747). 



792. H. V. Zeipel, K. Bohlin, Formeln und Tafeln zur gruppen- 
weisen Berechnung der allgemeinen Störungen benachbarter 
Planeten, Novaactareg.soc.sc.Upsalensis,[3]17. Upsala 1896. 226S.,40. 
K. Bohlin, Sur le developpement des perturbations planetaires. 

Application aux petites planetes. Stockh. Astron. Jaktt. I, 262 S., 4o. 
1903. V. J. S. 40 210-240. 

Das Referat über diese beiden Arbeiten Bohlins zeigt ausführlich, 
wie die Formeln für den Übergang von den Störungsausdrücken für einen 
kleinen Planeten auf die Ausdrücke für einen anderen mit ähnlicher Bahn 
(Gruppe fi nahe 900') erhalten worden sind und weist auf die Zeit- 
ersparnis hin, mit der sich auf dem von Bohlin beschrittenen Wege 
Störungstafeln für eine größere Anzahl von Planetoiden aufstellen lassen 
(siehe AJB 5 214). A. B. 

793. A. WiLKENs, Über die Störungen der Planetoiden und Kometen 

durch die Anziehung des Planetoidenringes. A. N. 169 50, 6V4 S. 
Ref.: Ath. No. 4058, 1905 II 184. 

Verf. untersucht die durch die Gesamtmasse der kleinen Planeten 
hervorgebrachten Ungleichheiten in der Bewegung dieser selbst, sowie der 
periodischen und parabolischen Kometen. Da nun Herr Harzer bereits 
1895 aus der bisher unerklärten Abweichung der Marsbahn von der 
theoretisch bestimmten unter der Annahme, daß hier eine störende 
Wirkung des Planetoidenringes vorliegt, die Gesamtmasse der Plane- 
toiden zu 1 : 2 000 000 der Sonnenmasse bestimmt hat, so nimmt Verf. 
zunächst diesen Wert an wie auch die weitere Harzersche Hypothese, 
daß die Gesamtmasse der kleinen Planeten als homogen über einen Kreis- 
ring verteilt angenommen werden kann, dessen halbe große Achse einer 
mittleren Bewegung von 800" entspricht. Verf. findet, daß für die 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 28. 203 

großen Planeten mit Ausnahme des Mars die durch diesen Ring ausge- 
übten Störungen sehr klein bleiben, für die kleinen Planeten selbst aber, 
sowie für die parabolischen und periodischen Kometen beträchtliche Werte 
erreichen können. 



794. W. DE Sitter, Over de libratie der drie binnenste groote 
satellieten van Jupiter en eene nieuwe methode ter bepalin^ 
van de massa van satelliet I (Ober die Libration der drei 
inneren großen Jupitersatelliten und eine neue Methode zur 
Bestimmuni; der Masse von Satellit I. Handelingen van hot 
tiende Nederlandsche Natuur- en Genee.skundig congres. Haarlem 
J. L. E. J. Kleynenberg 1905, 124, 4 S., 80. (Holländisch.) 

Verf. macht hier eine kurze vorläufige Mitteilung über seine dies- 
bezüglichen Untersuchungen, die noch nicht abgeschlossen sind. Bekannt- 
lich muß die Größe /, — 3/, -h 2/, =1 180® = ^ periodisch um Null 
herum schwanken und muß das Hauptglied dieser von La place als 
Libration bezeichneten Bewegung die Form k sin (a -h- ßt) haben, wo f 
von den Massen, Abständen und mittleren Bewegungen der Satelliten ab- 
hängt, während k und a Integrationskonstanten sind, die aus den Beob- 
achtungen bestimmt werden sollen. Während es Delambre nicht ge- 
lungen war einen meßbaren Wert von k nachzuweisen, lassen die in der 
letzten Zeit an der Kap-Sternwarte ausgeführten Heliometermessungen 
"Werte von ^ erkennen, die viele Male größer sind als ihre m, F. Eine 
nähere Betrachtung zeigte dann, daß der aus den vorhandenen Massen- 
bestimmungen abgeleitete Wert von ß noch sehr unsicher ist, und daß 
diese Größe als weitere Unbekannte in dem Problem aufgenommen werden 
muß. Die Kapbeobachtungen allein genügen dann nicht zur Lösung der 
Frage, doch ist eine solche möglich mit Hilfe der in Helsingfors und 
Pulkowa erhaltenen und von Renz gemessenen Photographien. Verf. hat 
vorläufig erst einen kleinen Teil dieses Materials bearbeitet und findet 

dann in erster Annäherung r= —== 7°.7, i = 0'M 5, w^elchen Werten 

ß 
aber ans verschiedenen Ursachen noch eine bedeutende Unsicherheit an- 
haften kann. Der so bestimmte Wert von ß kann schließlich einen 
wertvollen Beitrag liefern zur Bestimmung der Masse von Satellit L 

E. B. 



795. H. V. Zeh'el, Sur Tinstabilite du mouvement des cometes. 
B. A. 22 449—490. 

Durch den Lexell sehen und verschiedene neuere Kometen wurde 
der Beweis geliefert, daß manche Kometenbahnen durch die Störungen 
total umgestaltet worden sind. Andere sind dagegen offenbar stabil, wie 
man an einer großen Zahl von Kometen sieht. Verf. untersucht die 
Stabilitätsfrage mit Hilfe der von Poincare eingeführten Varianten und 
findet, daß ein eingefangener Komet im allgemeinen schließlich wieder 
in unendliche Entfernung getrieben wird, wenn die Bahn des störenden 



204 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

Planeten ein Kreis ist. Ist sie eine Ellipse, so ergibt sich nar, daß im 
allgemeinen die Bahn eines eingefangenen Kometen unstabil ist. 

A. B. 



796. Elis Strömgeex, Analytische Störungsausdrücke für para- 
bolische Bahnen, a. N. 169 2, 13V4 S. 

Verf. knüpft an seine früheren Arbeiten über Kometenbahnexzen- 
trizitäten (siehe AJB 1 110, 111) direkt an. Er hat damals schon darauf 
aufmerksam gemacht, daß bei parabelnahen Kometenbahnen, wenn der 
Komet sehr weit von der Sonne entfernt ist, eine Reduktion auf den 
Schwerpunkt des Systems nicht nur eine Bequemlichkeit der Rechnung, 
sondern eine fundamentale Änderung des Problems darstellt. Nun hat 
Verf. seinerzeit (siehe oben) die Bahn der Kometen 1890 7/ durch 
numerische Integration der Störungsausdrücke zurückzuverfolgen sich be- 
müht, aber man kann auf diese Weise nicht mit Sicherheit den Grenzwert 
angeben, gegen den ein Bahnelement schUeßlich konvergiert. Um das 
zu ermöglichen, muß man allgemeine Störungen parabelnaher Bahnen 
entwickeln. Hierzu unternimmt Verf. in der vorliegenden Arbeit den 
ersten Schritt, indem er sich der Behandlung des Falles zuwendet, daß 
der störende Körper in einer elliptischen Bahn, der gestörte in einer 
parabelnahen läuft, und Verf. entwickelt analytisch die Störungen erster 
Ordnung in bezug auf die Masse. Aber auch in dieser Form ist die Be- 
handlung des Problems einer späteren Arbeit vorbehalten, hier beschränkt 
sich Verf. zunächst darauf, die störende Bahn kreisförmig, die gestörte 
rein parabolisch anzunehmen und macht weiter die Annahme, daß der 
gestörte Körper die ganze Zeit weit außerhalb der störenden Bahn sich 
befindet. 

797. E. Stbömgren, Ein Satz über Kometenstörungen, a. N. 70 17— 26. 

Verf. entwickelt eine genäherte Methode für die Berechnung der 
Störungen der großen Bahnachse eines Kometen während eines längeren 
Zeitraumes vor (oder nach) dem Periheldurchgang. Er wendet sein Ver- 
fahren auf den Kometen 189011 an und findet, daß der Wert 1 :a = 
-H 0.000 0786.5, den er früher für die Oskulationsepoche 1884 Januar 8 
berechnet hatte, infolge der Störungen durch Jupiter und Saturn um 
etwa 70 Einheiten der 7. Stelle größer war als anfangs 1878 bzw. 1875 
(für Jupiter bezw. Saturn). Wenn es nur darauf ankommt einen Grenz- 
wert der Änderung von 1 : a infolge der Störungen angeben zu können, 
läßt sich die Rechnung bequem mittels einer Reihenformel ausführen. 
Diese Formel zeigt, daß die Jupiterstörungen vor 1878 höchstens + 142 
und die Saturnstörungen vor 1875 höchstens -f- 109 Einheiten der 
7. Stelle in 1 : a geliefert haben konnten, daß der Komet 1890 II also 
ursprünglich eine elliptische Bahn um das Massensystem Sonne- Jupiter- 
Saturn beschrieben hat. A. B. 

798. A. M. W. DowNiNG, The Perturbations of the Bielid Meteors. 
Lond. U. S. Proc. 76 A 266, 5 S. Ref. : E. M. 81 564. 



5. Kapitel: Himmlische Mechanik. §29. 205 

ünterstiitzt von Herrn P. V. Neugebauer hat Verf. die durch 
Japiter und Saturn verursachten Störungen untersucht, die der im No- 
vember 1885 beobachtete Teil des Bielidenschwarms erfahren hat. Verf. 
findet die Länge des absteigenden Knotens des Schwarmes zu 55^ 55'.8, 
welche Länge die Erde am 18. November 1905 10*^ mittl. Grw. Zeit 
erreicht. Der Schwärm passiert diesen absteigenden Knoten aber bereits 
am 16. Oktober 1905 und in einer Entfernung von der Sonne 1 100000 
miles größer als der Abstand der Erde von der Sonne. 



Siehe auch Ref. No. 645, 646, loO. 



§ 29. 

Achsendrehung und Konstitution der Himmelskörper. 

799. F. Hayn, Selenographische Koordinaten I und IL Ref. (von 
Radau): B. A. 22 445—448. 

Über das Original siehe AJB 4 219, 6 197. A.B. 



800. A. Denizot, Zur Theorie der relativen Bewegung und des 
Foucaultschen Pendelversuches. Physik. Zeitsch. 6 342, 3 S. 

Verf. gibt zunächst eine allgemeine Theorie der relativen Bewegung 
and zeigt im Anschluß daran, daß das Foucaultsche Gesetz auf gewisse 
bei der allgemeinen und strengen Behandlung der Differentialgleichungen 
der relativen Bewegung auftretende Glieder zurückzuführen ist, w^elche 
eine gewisse Zentrifugalkraft repräsentieren, die jedoch von der Zentrifugal- 
kraft, welche zusammen mit der Erdattraktion die Schwere bildet, zu 
unterscheiden ist. 

801. Adalbert Frey, Die Figur der Planeten auf Grund der 
Theorien über das Gleichgewicht rotierender Flüssigkeitsmassen. 
Astron. Kalender für 1905, 114, U'/s S. Siehe Ref. No. 73. 

Verf. gibt eine allgemeinverständliche Darstellung der geschichtlichen 
Entwicklung, welche unsere mathematische Kenntnis von den Gleich- 
gewichtsiiguren rotierender Flüssigkeitsmassen durchgemacht hat. Er zeigt 
dann, in welcher Weise man diese mathematischen Untersuchungen zum 
Studium der Figuren der Körper im Sonnensystem und zum modernen 
Ausbau der Kant-Laplaceschen Theorie verwenden kann. 



802. William H. Pickering, A little known Property of the Gyro- 
scope. Nat. 71 608. 
Verf. macht darauf aufmerksam, daß ein Gyroskop seine Rotations- 
ebene und -richtung ändert, wenn man es auf einer horizontalen Unter- 
lage laufen läßt, die um eine vertikale Achse rotiert oder eine mit ihrer 



•J0() 11. Teil : Astronomie. 7,1905. 

Kbene zusammenfallende Kreisbahn beschreibt. Verf. wendet diese Er- 
sohoinung auf die Rotation von Neptun und Uranus sowie der Saturns- 
monde an. In Nat. 72 8 macht Herr E. W. Rowntree darauf auf- 
merksam, daß die von Herrn Pickering besprochene Eigenschaft des 
Gyroskops in dem Perryschen Buch über Drehkreisei (siebe AJB 6 198) 
Itesprochen sei. 

803. T. J. J. See, Researches on the internal densities, pressures 
and moments of inertia of the principal bodies of the planetary 
System. A. N. 167 114, 14 S. Ref.: Nat. 71 424; Ath. No. 4037, 1905 1 312. 
Gestützt auf die Angaben von Lord Kelvin und G. H. Darwin 
über die Elastizität der Erdkugel, die etwa zwischen den Elastizitäts- 
werten liegt, die gleich große Kugeln von Glas und Stahl haben, und 
unter Anwendung von Analogieschlüssen, die Verf. aus dem Laplaceschen 
Oichtigkeitsgesetz bei seiner Anwendung auf andere Planeten zieht, leitet 
derselbe genäherte Werte für die Starrheit der hauptsächlichsten Körper 
im Sonnensystem ab. Dazu ist es natürlich nötig, daß die Sonnen- 
parallaxe und der Erdäquatorradius mit größtmöglicher Schärfe bekannt 
sind und Verf. nimmt für erstere den Wert 8'. 796 für letzteren 
(io 7 8.000 km an. Ferner müssen die Massen der Planeten und Monde 
sowie deren scheinbare Durchmesser frei vom Einfluß der Irradiation 
bekannt sein, und Verf. berücksichtigt, indem er die erforderlichen Werte 
zusammenstellt, besonders seine eigenen Messungen und Untersuchungen 
auf diesem Gebiete. Für die acht großen Planeten gibt Verf. getrennte 
graphische Darstellungen des jedesmaligen Verlaufes der Kurven der 
Dichtigkeit und des Druckes und vergleichweise auch für die Sonne 
diese Kurven, und zwar nach dem Laplaceschen Gesetz und nach der 
kinetischen Gastheorie. 

vS04. Wilhelm Rüpp, Wechselbeziehungen zwischen Erde und Mond. 
Wissenschaftliche Beilage zum Programm des K. Gymnasiums in Reut- 
lingen. Schuljahr lii04. 45 S., kl. 4<>. 

Verf. will an der Hand der neueren wissenschaftlichen Untersuchungen 
die im Titel gestellte Aufgabe behandeln,* wobei das Gezeitenphänomen 
den breitesten Raum einnimmt. Nachdem Verf. Entfernung, Größe und 
Schwerkraft des Mondes und die Mondbewegung besprochen hat, wendet 
er sich zum Einfluß des Mondes auf die Erde, wie er im Gezeiten- 
phänomen zum Ausdruck gelaugt, und bespricht dann die historische 
Entwicklung der Gezeitentheorie, die fluterzeugende Kraft, Gleichgewichts- 
theorie der Gezeiten, dynamische Theorie der Flutwelle, Gezeiten im 
Atlantischen Ozean, harmonische Analyse der Gezeiten, Wirkungen der 
Gezeitenreibung und die technische Ausnützung der Gezeiten. Einer 
meteorologischen Wirkung des Mondes steht Verf. sehr skeptisch gegenüber. 



805. W. Jewreixow, Boapacrb JiyHH (0 wosraste luni) [Über 
das Alter des Mondes]. R. a. G. 10 249, 4 S., S». (Russisch.) 



2. Kapitel: Himmlische Mechanik. § 29. 207 

Auf Grand von drei Thesen, nämlich: 1. daß die Rotation der 
Erde sich verzögert, 2. daß die £rde ehemals feaerflussig war, 3. daß 
die Länge des Tages in 1000 Jahren um eine Sekunde zugenommen hat, 
berechnet Verf. auf elementarem Wege, daß das Alter des Mondes beinahe 
812 066 200 Jahre beträgt. Iw. 

806. A. Obrbcht, Libracion de la Lana. Anuario de Santiago 8 31 
bis 136, 80. Siehe Ref. 1052. 

Die Abhandlung ist größtenteils theoretischer Natur; zugleich bringt 
sie eine Diskussion von 121 am Pariser Coude vom Februar 1886 bis 
September 1887 angestellten Positionsmessungen des Mondkraters Cassini. 
Das Verhältnis (C—B)/A wird gleich + 0.00026 it 0.00013 gefunden. 

A. B. 

807. F. Hayn, Abweichungen des Mondrandes von der Kreisform. 
A. N. 168 2, 5 S. 

Die vorliegende Arbeit bildet einen vorläufigen Auszug aus einer 
vom Verf. beabsichtigen III. Abhandlung über „Selenographische Koordi- 
naten'', welche eine Fortführung der großen vom Verf. darüber unter- 
nommenen Arbeit bilden wird (siehe AJB 4 219, 6 197). Verf. hat 
seine eigenen 267 und die Hartwigschen 288 Librationsbeobachtungen 
dazu benutzt, um eine möglichst vollständige Berechnung der Abweichungen 
des Mondrandes von der Kreisform zu erlangen und teilt die Ergebnisse 
in Tabellenform ausführlich mit. Die Fehler werden in Zehntel Bogen- 
sekunden für jeden Grad des Positionswinkels und bis ±6° Abstand 
vom mittleren Mondrand von 2^ zu 2® gegeben. Um die Tafel anwenden 
zu können ist die Kenntnis der genäherten scheinbaren Rektaszension 
und Deklination des Mondes und des Positionswinkels des betreffenden 
Randpunktes notwendig und Verf. gibt die genauen Formeln an, um die 
fabulierten Größen bei der Reduktion von Mondbeobachtungen verwenden 
zu können. 

HOS. R. A- Saunder, Tbe Determination of Selenographic Positions 

and the Measurements of Lunar Photographs. IV. First Attempt to 
Determine the Figure of the Moon. M. N. 6o 458 — 473. 

Verf. leitet aus den absoluten Höhen von 38 Mondobjekten, die alle 
anf vier Mondphotographien ausgemessen worden sind und sämtlich nahe 
dem Mittelmeridian liegen, den Überschuß des auf die Erde zugerichteten 
Mondradins über den mittleren Radius des Scheibenrandes zu + 0.00052 
± 0.00027 (in Teilen dieses Radius) ab. Er gibt zuerst eine kurze 
Übersicht ober die bisherigen Bestimmungen dieser Verlängerung der 
Figur des Mondes gegen die Erde, stellt dann die Formeln auf, nach 
denen er seine Messungen berechnet hat, und vereinigt dann in einer 
Tabelle die Koordinaten und gemessenen Höhen der 38 Objekte, von denen 
14 auch von J. Franz gemessen sind. Die bei der Ermittelung der 
Mondfigur in Frage kommenden Werte sind von der Größenordnung der 
Stemparallaxen, die Objekte selbst sind aber bei weitem weniger scharf 



208 II- Teil: Astronomie. 7, 1905. 

aufzufassen als Sternscheibchen. Daher die dem Resultat anhaftende 
ziemlich grolle Unsicherheit, die besonders dentlich aus einer Wiederholnng 
der Rechnung hervorgeht, bei der zwei Objekte ausgeschlossen wurden und 
die den Wert der Verlängerung des Radius gleich + 0.001 23 ±0.00029, 
also mehr als doppelt so groß wie oben lieferte. £in sicheres Ergebnis 
ist somit nur bei Verwendung von Messungen einer viel größeren Zahl 
von Mondformationen zu erwarten. A. B. 



809. P. GuTHNiCK, Über die Konvexität des Schattens des Planeten 

Saturn auf seinem Ring im Oktober und November 1904. Mit- 
teilung der Sternwarte des Herrn v. Bulow zu Bothkamp. Kiel, C. Schaidt» 
1905. 8 S., 40. Ref.: Sir. 88 102-104; Nat. Woch. N. F. 4 236; B. u. E. 
17 375, IV4S. 

Verf. hat im Oktober 1904 zuföilig eine Konvexität des Schattens 
der Saturnskugel auf dem Ring bemerkt und im folgenden Monat noch 
mehrfach beobachtet. Unter der Annahme, daß diese wiederholt beob- 
achtete aber doch vielfach bezweifelte Erscheinung reell sei, untersucht 
Verf. theoretisch, welche Konsequenzen sich daraus für das Ringsystem, 
speziell die beiden hellen Ringe A und B ergeben. Aus seinen vom 
6. bis 15. November 1904 gemachten Schätzungen der Schattenkrümmungen 
berechnet Verf. die Abweichungen der Ringfläche von einer Ebene und 
findet dafür Werte, die zwischen 0'.36 und 0'.53 liegen. Aus ähnlichen 
Beobachtungen, die Asaph Hall in den Jahren 1879 — 1881 angestellt 
hat, findet Verf. Werte von 0M5 bis 0'.52. Verf. hofft, daß man mit 
Hilfe der Photographie entweder jetzt schon oder später definitiven Auf- 
schluß über das ganze Phänomen erhalten werde. Eine am 20. Oktober 
1904 gefertigte Zeichnung des Saturn ist auf einer Tafel beigegeben. 



810. Wilhelm Meinecke, Ringförmige Gleichgewichtsfiguren rotie- 
render Flüssigkeitsmassen bei Anziehung durch einen Zentral- 
körper. Inaugural - Dissertation der vereinigten Friedrichs -Universität 
Halle- Wittenberg. Halle a. S., 1905. 36 S. 

Nach einem kurzen historischen Überblick über die bisherigen Be- 
arbeitungen des Problems formuliert Verf. seine Spezialaufgabe so: 
Welchen Meridianquerschnitt hat die Rotationsfläche, die eine ringförmige 
im Gleichgewicht befindliche Flüssigkeitsmasse begrenzt, wenn die Flüssig- 
keit 1. der Anziehung der Ringmasse selbst, 2. der Anziehung eines 
Rotationsellipsoides im Zentrum und 3. der Zentrifugalkraft unterworfen ist. 
Astronomisch besonders interessant sind die Anwendungen, die Verf. in 
bezug auf den Saturnring macht. Nimmt Verf. den Saturn als Kugel 
an, so findet er für die Querschnittfigur des Ringes das Achsenverhältnis 
der Grundellipse a = 0.22, die Abweichung von der Ellipse y=-|- 0.851, 
die Umdrehungszeit in Stunden T= 10.535. Nimmt Verf. für die Form 
des Saturns ein Rotationsellipsoid an, so werden die entsprechenden 
Werte a = 0.238, y=-|- 11.23 und 7=10.433; y hat sich also 
seiner Unendlichkeitsstelle, die zwischen a = 0.238 und a = 0.24 liegt, 
genähert. £ine genauer durchgeführte Untersuchung zeigt, daß nach der 



6. Kapitel: Instramente und Beobachtungsmethoden. § 30. 209 

m 

entwickelten Theorie eine Gleichgewichtsfigar von den Dimensionen des 
Saturnringes wahrscheinlich nicht bestehen könne, d. h. die Voraas- 
setzungen, von denen die Analysis aasgehen mu£, entsprechen nicht den 
wirklichen Verhältnissen des Saturnringes. Dieser zerfällt wahrscheinlich 
in verschiedene Teile. 

811. SiBGFR. GuoGENHEiMER, Über die Anwendung der Theorie 
der universellen Schwingungen auf das Gleichgewichtsproblein 
des Saturns und seiner Ringe. Physik. Zeitsch. 6 207. 

Verf. hat die von A. Korn in die mathematische Physik eingeführte 
Theorie der universellen Schwingungen auf ein System angewendet, das 
ans einer Kugel und einem sie umgebenden Ring besteht, also dem 
System des Saturn gleicht. Verf. hat dabei gefunden, daß man durch 
die Theorie der universellen Schwingungen das Gleichgewicht dieses 
Systems erklären kann, ohne daß es nötig ist, die Rotation der Ringe 
um den Planeten zu Hilfe nehmen. Verf. stellt eine ausfuhrlichere Mit- 
teilung über seine Untersuchung in Aussicht. 



Siehe auch Ref. No. 1479. 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtnngsmethoden. 

§30. 

Allgemeines über Instnimentenkunde und Einrichtung von 

Observatorien. 

812. A. E. CoNBADY, The Optical Sine-Condition. m. N. 65 501—509. 

Auf dem Pariser Kongreß (1885) wurde durch Steinheil die Er- 
füllung der Sinusbedingung durch die Objektive für die photographische 
Himmelsaufhahme beantragt und durchgesetzt, um die Erzeugung symme- 
trischer Bilder in den äußeren Teilen des ziemlich großen Gesichtsfeldes 
zu sichern. Der Verf. bringt zunächst einige historische Notizen und 
liefert dann einen Beweis für die Sinusbedingung, die auch eine nützliche 
Kontrolle für Objektivberechnungen sei. Er macht zum Schluß noch 
einige Bemerkungen über die Notwendigkeit strenger Berechnungen der 
Objektive. A. B. 

813. A. E. CoNBADY, On the Spherical Correction of Object-glasses. 
M. N. «5 594—608. 

Mathematische Untersuchungen über die Entstehung und die mög- 
lichste Vermeidung der sphärischen Aberration der Femrohrobjektive. 

A. B. 

814. M. A. AiNSUB, Speculum-Grinding. A cheap Nine-Inch Re- 

flector I. K M. 80 498, 570, 596, 81 35, 180, 154, 245, 265, 837, 358, 
381, 480, 567. 

Astronom. JahreBbericht 1905. 14 



210 IL Teil: Astronomie. 7,1905. 

Verf. teilt seine Methode, die er bei der Anfertigung zweier neun- 
zölliger Spiegel angewandt hat, und die Erfahrungen, die er dabei ge- 
sammelt hat, mit. An der ersten Stelle ist auch eine photographische 
Abbildung des vom Verf. selbst konstruierten neunzölligen Reflektors 
gegeben. Durch ein postalisches Versehen ist der auf Seite 337 abge- 
druckte Abschnitt in der ersten Fassung verloren gegangen, daher ist die 
zweite Fassung eigentlich vor dem auf Seite 245 begonnenen Abschnitt 
einzuschieben. 

815. Mirror-Making-Testing. E. M. 80 528, 546, 571, 594, 81 11, 3G, 
65, 66. 110, 111, 131, 153, 176, 199, 200, 222, 245, 266, 290, 310, 337, 
338, 357, 358, 380, 404, 429, 449, 476, 494, 521, 545, 568, 592, 82 17, 
88, 159, 161, 183, 204, 227, 255, 277, 300, 321, 322, 344, 345, 365, 368, 
369, 384, 403, 405, 428, 429, 451, 473, 474. 

Verschiedene Leser teilen nnter diesem oder ähnlichen Titeln ihre 
Erfahrungen beim Schleifen und Prüfen von Hohlspiegeln mit, wobei es 
zaweilen za längeren Diskussionen zwischen den einzelnen Verf.n kommt. 



816. Aberration of Parabolic Mirror. E.M. 82 113, 138, 160, 163,204, 

226, 227, 276, 277, 345, 429, 475, 476. Mirror Curves. E. M. 82 277, 
296, 344, 404, 452, 475. 

Über einzelne Eigenschaften parabolisch geformter Hohlspiegel hat 
sich eine weitläufige Diskussion zwischen Lesern des E. M. entsponnen. 

A. B. 

817. C. Faülhabeb, Constroction of Large Teiescope Lenses. Smiths. 

Rep. 1904. Pop. Astr. 18 534—542. 
Übersetzung nach Prom. 15 529 (siehe AJB 6 205). 



818. Der Dom des Bruceteleskops des Astrophysikalischen Instituts 
Königstuhl-Heidelberg. Sir. 88 73. 1 Tafel. 

Beschreibung und Abbildung der Kuppel, unter der das von Mifi 
G. W. Bruce gestiftete photographische Doppelfernrohr aufgestellt ist. 

A. B. 

819. L. Bbenneb, Die Leistungen eines DreizöIIers. Astr. Rund. 7 
264—269. 

Das von der Firma G. & S. Merz (Inhaber Zschokke) in München 
gelieferte Fernrohr von 76 mm ÖfTnung und 74 cm Brennweite wurde 
vom Verf. an der Sonne, Mond, Planeten (Mars) erprobt. A. B. 



820. 6. Whittlb (Liverpool), The Lens-Mirror Teiescope. Know. 
N. S. 2 131. 

Referat über ein kleines Buch, das ein Teleskop beschreibt, dessen 
reflektierende Fläche von der Rückseite einer Linse gebildet wird. Diese 



6. Kapitel: Instrumente und Beobacbtungsmethoden. §30. 211 

Seite ist versilbert and dann gefirnißt. Gleichzeitig sei die Länge des 
Fernrohrs erheblich verkürzt. Für diesen Hauptspiegel ist eine Konkav- 
konvexlinse genommen, den kleinen Spiegel bildet ein kleiner Meniskus 
nahe beim Fokus des ersteren (Gregorianische Form). A. B. 



821. L. Matthiessen, Mathematische Theorie der Spiegelung in 
abwickelbaren Flächen. Schlomilchs Z. 52 138—150. 

Verf. liefert durch seine Entwicklungen den Beweis dafür, daß es 
für den Ereiskegel und Kreiszylinder, nicht aber für andere abwickelbare 
Flächen möglich ist, „für einen gegebenen leuchtenden Punkt P die 
Richtung des Strahls x^ zu finden, der in einem noch unbekannten 
Spiegel Pq nach einem festen Augenpunkte gebrochen oder gespiegelt 
wird«. A. B. 

822. 6. Halle, Ein neues parallaktiscbes Fernrohrstativ. Weltall 6 (jQ. 

Pfarrer v. V eisen in Unna hat ein Fernrohrstativ erdacht, das in 
der Werkstatt des Verf. in vier Größen im Preis von 30 bis 100 M. 
hergestellt wird und als einfache Form der englischen Aufstellung be- 
zeichnet werden kann. Das untere Ende der Polarachse ist längs der 
Oberkante des südlichen Trägers verschiebbar, diese Kante ist ein Kreis- 
bogen von solcher Länge, daß das Fernrohr für alle Breiten zwischen 
Madrid und Nordschweden parallaktisch eingestellt werden kann. Zu 
diesem Zweck ist eine Einteilung in hal))e Grade von 40^ bis 65^ an 
dem Bogen angebracht. A. B. 

823. (D. Pakkbr), San Miguel Mountain as a Site for an Observatory. 
Pop. Astr. 18 529. 

Der Verf., ein Amateur, lenkt die Aufmerksamkeit der Astronomen 
auf den S. Miguelberg in Kalifornien unter 36° Breite als günstigen Platz 
für eine Sternwarte. Der Berg ist 950 m hoch, 25 km östlich von 
San Diego, besitzt einen allseitig freien Horizont, die Umgebung ist frei 
von Schluchten, Nebel sind selten, man kann auf 300 wolkenfreie Nächte 
im Jahr rechnen, Rauch der Stadt San Diego wird nachts durch den 
sanften Landwind westwärts getrieben. Die Bausteine kann man an Ort 
und Stelle selbst gewinnen. Von den zwei etwa 400 m weit voneinander 
entfernten Gipfeln des Berges könnte einer eine Sternwarte, der andere 
ein magnetisches Observatorium tragen. A. B. 



824. Gustav Heyde. Mathemat-mechanisches Institut und optische 

Präzisionswerkstätten Dresden- A., Friedrichstraße 18. Preisliste I: 

Astronomische Instrumente. 51 S., gr. 8^. 

Die von Herrn Gustav Heyde unterzeichneten „Vorbemerkungen* zu 

dieser reich illustrierten Preisliste sind vom März 1 905 datiert. Zunächst 

wird an der Hand mehrerer Abbildungen die von der Firma konstruierte 

neue selbsttätige Kreisteilmaschine besprochen, bei der die wesentliche 

14* 



212 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Neuerung darin besteht, daB statt der Tangentenschraabe eine Hohl- 
schraube zur Anwendung kommt. Dann werden immer unter Beifügung 
von Abbildungen (mit Ausnahme der Meridiankreise) die von der Firma 
gebauten Universalinstrumente, Höhenkreise, Durchgangsinstrumente, Meri- 
diankreise, parallak tischen Refraktoren und photographischen Äquatoreale, 
Kometensucher, einfachen Fernrohre, astronomischen und terrestrischen 
Okulare usw. aufgeführt. Besonders reich illustriert ist der Abschnitt über 
Stern wartenkuppeln, worin die meisten der von der Firma gelieferten und 
aufgestellten Kuppeln nach photographischen Aufnahmen dargestellt sind. 



825. Karl Exneb and W. Villigeb, The „Optical Power" of the 
Atmosphere and its Measurements. Ap. J. Sl 368, 2V2 S. 
Die Verf. heben gegenüber der Lowellschen „Standard Scale for 
Telescopic Observation^ (siehe AJB 5 223) hervor, daB bereits 1887 
Herr Exner gezeigt habe, wie man die Güte des Luftzustandes nicht 
nur durch Schätzung, sondern auch durch Messung festlegen könne. Die 
Verf. erläutern dann den von ihnen schon früher aufgestellten Begriff 
des „optischen Vermögens^ (siehe AJB 6 426). 



826. E. Franken, Optisches Glas. Die Gartenlaube 1905 876, 3V4 S. 
Verf. gibt einen kurzen historischen Überblick über den Aufschwung, 

den die Herstellung optischer Gläser in der Neuzeit genommen hat, und 
bespricht dann speziell die ZeiBwerke, beziehentlich die Herstellung der 
Glasflüsse und das Schleifen der Linsen in denselben. Vier photographi- 
sche Aufnahmen aus den optischen Werkstätten dieser Firma sind repro- 
duziert. 

827. Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik. 
D. Mecb. Zt 1905, 185. Gaea 1905 293. Die astronomische Abteilung 
des Museums von Meisterwerken der Naturwissenschaft und 
Technik in München. Sir. 88 113. 

Für Geodäsie und Astronomie sind zu Referenten ernannt Prof. 
Max Schmidt in München und Prof. H. G. Vogel in Potsdam. Das 
von letzterem aufgestellte Verzeichnis im Museum zu vereinigender astro- 
nomischer Instrumente und Bücher ist im Sir. mitgeteilt. Es umfaßt 
Kalender, Sternkarten und Globen, alte Originalinstrumente, eine über- 
sichtliche Darstellung der wichtigsten astronomischen Gesetze und Hypo- 
thesen, die Entwicklung der Femrohre und Spiegelteleskope (Originale, 
Modelle), Stemwartenbauten, Modelle von Femrohrmontierungen, Modelle 
und Abbildungen modemer Femrohre und von Hilfs- und Spezialinstru- 
menten, besonders Uhren, femer solche von astrophysikalischen Instra- 
menten, endlich eine Sammlung von Himmelsaufnahmen. A. B. 



Siehe auch Ref. No. 55, 887, 1746. 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethöden. §81. 213 

§31. 

Uhren nebst Zubehör. 

UhrcD. 

828. P. FiNTAN Kindleb, Die Uhren. Ein Abriß der Geschichte der 
Zeitmessung. Benzigers Naturwissenschaft). Bibliothek, Einsiedeln 1905, 
189 S., 80, mit 65 Abbildungen. 

Volkstümlich geschriebenes Bach, das mit den Zeitmessern der alten 
Völker beginnt, dann die primitiven Hilfsmittel nennt, die das Mittelalter 
bis zum 12. Jahrhundert benutzte, worauf die Geschichte der Räderuhren 
geschildert wird. Hierbei werden zahlreiche „Kunstuhren^ beschrieben 
und abgebildet. Die zweite Hälfte des Buches behandelt die Erfindung 
der Pendeluhr und ihre fortgesetzte Verbesserung, die Zeitübertraguug 
durch Elektrizität and Drackiuft, and ferner die Taschenuhren und 
Chronometer. Der Schiafiabschnitt schildert die Uhrenindustrie in der 
Schweiz, im Schwarzwald und zusammenfassend in den äbrigen Ländern. 

A. B. 

829. Measuring Time: Ancient and Modern Methods. E. M. 80 495, 
518, IVs S. 

Inhaltsangabe der sechs Weihnachtsvorlesungen, die Herr H. Gunyn- 
ghame Ende Dezember 1904 und Anfang Januar 1905 in der Royal 
Institution in London gehalten hat. Die erste derselben gab einen histori- 
schen Oberblick über die Methoden der Zeitmessung im Altertom, in der 
zweiten behandelte Verf. die Entdeckungen des Galilei, während die 
dritte dem Pendel gewidmet war. In der nerton Vorlesung besprach 
der Redner hauptsächlich die Konstruktion der Uhren, in der fünften ver- 
breitete er sich weiter über das Pendel, in der sechsten endlich berichtete 
er über die Chronometer und ihren Gebrauch zur Längenbestimmung 
sowie über die Apparate zur Messung sehr kleiner Zeitabschnitte. 



830. J. 6. Carlieb, Les methodes et appareils de mesure du temps, 

des distances, des vitesses et des accelerations. Tome L Methodes 
et appareils de mesure du temps, des distances et des vitesses des liquides ; 
des fluides et des gaz; des vitesses angulaires et des vitesse Untres des 
v^hicnles et des navires: bicyclettes, automobiles et tramways. Bruxelles, 
Ramlot Frires & Soeurs; Paris, Gh. Beranger. III H- 274 H- VI S., 8o. 

Die Vorrede ist vom 1. Februar 1905 datiert and das Ganze ist 
ein Abdruck aas dem „Bulletin de la Soci^tä beige d'Electriciens^ von 
1904. Dieses Buch, dessen Inhalt im Titel ja schon recht genau ange- 
geben ist, dient in der Hauptsache praktischen Zwecken, es findet aber 
hier doch Erwähnung wegen der ziemlich ausführlichen und mit zahl- 
reichen Abbildungen versehenen Beschreibung von Chronographen, und 
zwar nicht bloB solcher für praktische Zwecke, sondern auch für Präzi- 
sionsmessungen. Bei den Distanzmessungen finden auch die Tacheometer 
Erwähnung, von denen auch ein franzosisches Instrument abgebildet ist. 



214 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

831. C. E. Caspabi, Theorie der Uhren. Encykl. d. math. Wiss. 0,, 

1. Heft, 163—193. 

Nach einigen allgemeinen theoretischen Betrachtangen werden die 
Gleichungen für das freie Pendel diskutiert und die wichtigsten Kompen- 
sationspendel beschrieben. Dann wird die Theorie isochroner Schwingung 
bei Chronometerspiralen und das Prinzip der Kompensationsnnrnhen be- 
handelt. Weiter führt Verf. verschiedene störende Einflösse bei Pendel- 
uhren und Chronometern an und gibt für deren Wirkungen auf die 
Schwingungsdaner die analytischen Ausdrücke. Auch die elektrische 
Zeitübertragung in ihren besten Formen wird kurz erwähnt. Der letzte 
Abschnitt gibt Beschreibungen und theoretische Betrachtungen über ver- 
schiedene Regulatoren drehender Bewegungen (Fernrohruhrwerke). 

A. B. 

832. W. Stämmlbb, Das Schiflfschronometer. Weltall 6 86— 89, 110—113. 
Allgemein verständliche Erklärung der Zeitbestimmung aus Sonnen- 
oder Stemhöhen, Beschreibung der Einrichtung des Schiffschronometers, 
Verwendung desselben zu Längenbestimmungen, Kontrolle der letzteren 
durch Beobachtungen gewisser Himmelserscheinungen oder von Mond- 
distanzen. A. B. 

833. E. M., Die Behandlung des Chronometers in der nautischen 

Praxis. Bansa 42 509, 521, 533, 546, 7 S. 
Nach einer Aufzählung der Umstände, die eine Gangänderung des 
Chronometers hervorrufen, und nach einer kurzen Beschreibung der 
wichtigsten Kompensationsmittel wird die Hartnupsche Formel zur Be- 
stimmung des Chronometerganges entwickelt, die der Verf. für die see- 
männische Praxis für besonders geeignet hält. Es werden darauf die 
Gangänderungen durch Feuchtigkeitsgehalt der Luft und durch andere 
Ursachen besprochen und daraus eine Anleitung zur Behandlung des 
Chronometers an Bord hergeleitet. F. 



834. F. B., Eenige opmerkingen omtrent tjjdmeters en het tijdmeter- 
journaal (Einige Bemerkungen über Chronometer und Chrono- 
meterjournal). De Zee 27 372. (Holländisch.) 

Die Beschaffenheit und die Behandlung der Chronometer an Bord 
lassen im allgemeinen viel zu wünschen übrig. Die Bestimmung des 
Ganges ist bei vielen ^Observatorien** ganz unzuverlässig, die Temperatür- 
koeffizienten sind meist nicht bekannt. An Beispielen wird erörtert, wie 
wichtig die Kenntnis der Temperaturkoeffizienten und die Führung eines 
Chronometerjournals ist. F. 

835. William Hall, Temperature-Rate of Chronometers and a note 
on Equal Altitudes. Naut. Mag. 74 720, 9 S. 



6. Kapitel: Instnunente und Beobacbtungsmethoden. § 81. 215 

In dem ersten Teile, der von der Gangberechnang des Chronometers 
bandelt, wird die Hartnupscbe Metbode zur Berechnung des Chronometer- 
ganges behandelt, an Beispielen erläutert und ihre Bedeutung für die 
praktische Seefahrt hervorgehoben. Der zweite hiermit nicht zusammen- 
hängende Teil behandelt die Zeitbestimmung aus korrespondierenden 
Sonnenhöhen für den Fall, daß die erste Höhe nachmittags, die zweite 
vormittags beobachtet worden ist. F. 



836. S. Mars, De toepassing van den invloed der temperatuur op 

den gang van tijdmeters (Die Bcracksichtigung dea Temperatur- 

einflasses auf den Chronometergang). De Zee 27 481, 5 S. (Hol- 
ländisch). 

Verf. hebt den Nutzen der Gangformel hervor und gibt Anweisungen, 
die Temperaturkoefflzienten zu bestimmen und mit ihrer Hilfe den Gang 
zu berechnen. F. 

837. S. Mars, Eenige opmerkingen betreffende de tijdmeterformule 

en het tijdmeterjournaal van de Stoomvaart-Maatschappij „Neder- 

land*' (Einige Bemerkungen betreffend die Gangformel in dem 

Chronometerjournal der üampfschiffahrtsgesellschaft^Nederland^). 
De Zee 27 66, 7 S. (Holländisch.) 

Bei einer Neuauflage des Chronometerjoumals für die Schiffe der 
Dampfschiffahrtsgeselischaft „Nederland^ sind in den Anweisungen für 
die Führung desselben Änderungen gegen früher gegeben. Verf. führt 
dieselben an und begründet sie ausführlich. F. 



838. L. RoosENBURG, De compensatio van de secondaire fout der 
tijdmeters (Die Kompensation des sekundären Chronometerfehlers). 
De Zee 27 527; 11 S. (Holländisch.) 

Verf. erklärt die Notwendigkeit einer sekundären Kompensation des 
Gangfehlers und beschreibt verschiedene zu diesem Zwecke angebrachte 
Hilfskompensationen, wobei er sich eingehender über die günstigen Er- 
folge äußert, die man in der Chronometrie mit Nickelstahl Unruhen ge- 
macht hat. F. 

839. RoTTOK, Haben Stöße, Erschütterungen, welche dsts Schiff er- 
leidet, oder starke Schiffsbewegungeu Einfluß auf den Chrono- 
metergang? Ann. d. Hydrog. 88 212, 5 S. 

Gangstorungen von Chronometern werden häufig auf Stöße, Er- 
schütterungen Qud starke Bewegungen zurückgeführt, obwohl namhafte 
Gelehrte und Institute mit sehr geringen Ausnahmen jeden bemerkbaren 
EinfluB von Stößen auf den Gang in Abrede gestellt haben. Um diese 
Frage nochmals zu prüfen, hat Verf. die Chronometerjournale der Kaiser- 
lichen Marine einer kritischen Durchsicht nach dieser Seite unterzogen. 
Er gelangt dabei zu folgendem Endurteil: 1. Stöße, Erschütterungen, 



216 IT. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

welche das Schiff erleidet, oder Schiffsbewegungen haben in den meisten 
Fällen keine Störungen der Chronometer zur Folge. 2. In den Fällen, 
wo eine Störung der Chronometer mit den genannten Erscheinungen zu- 
sammenfallt, läfit sich nicht nachweisen, daB diese die Ursache der 
Störungen gewesen sind. F. 

840. Patent Clock Escapement. E. M. 82 42, 67. 

Herr Adam Preston demonstriert an zwei Zeichnungen ein von ihm 
erfundenes möglichst einfaches Echappement für Pendeluhren. An 
zweiter Stelle wird von anderer Seite auf eine frühere Publikation des- 
selben Echappements hingewiesen und wieder von anderer Seite der 
Vorschlag des Herrn Preston bemängelt. 



841. B. Wanach, Über die Ausgleichung von Uhrgängen, ä. N. 
167 66, 3 S. 

Verf. weist darauf hin, daß es bei der Untersuchung des Einflusses 
von Luftdruck und Temperatur auf das Verhalten einer Uhr unrichtig ist, 
die Uhrstände auszugleichen, ja er zeigt, daß die Ausgleichung der Uhr- 
korrektionen die am wenigsten zuverlässigen Werte des Temperatur- und 
Barometerkoefflzienten ergibt. Bessere Werte fär diese beiden Größen 
erhält man durch Ausgleichung der Gänge, d. h. der ersten Differential- 
quotienten der Korrektionen nach der Zeit, doch liefert die Ausgleichung 
der Gangänderungen, d. h. der zweiten Differentialquotienten die sichersten 
Werte für Temperatur- und Barometerkoeffizienten. 



842. E. Anding, Zur Ausgleichung von Uhrgängen. A. N. 168 358 2VsS. 

Verf. geht auf die vorstehend referierte Arbeit von B. Wanach 
näher ein, weil dieser speziell an eine frühere Untersuchung des Verf.s 
angeknüpft hat. Verf. zeigt, daß der Einwand des Herrn Wanach formell 
richtig ist, wenn mau annimmt, daß die übrigbleibenden Fehler nur 
durch die Ungenauigkeit der Zeitbestimmungen verursacht seien. Sach- 
lich gestalten sich aber gerade die nach dem Prinzip des Herrn Wanach 
aufgestellten Gleichungen ungünstiger und Verf. weist die innere Ursache 
dieses Verhaltens nach. 

843. Ch. F£ry, Sur risochronisme du pendule des horloges astro- 
nomiques. C..B. 140 106, IVj S. 

Verf. hat die Gänge einer Pendeluhr untersucht, indem er syste- 
matisch die Schwingungsamplitude änderte. Die Gänge änderten sich 
dabei in anderer Weise, als sie es theoretisch tun müßten, wenn das 
Pendel sich wie ein freies Pendel verhalten hätte. Verf. schlägt nun 
vor unter der Bezeichnung „Amplitude der Beglage^ eines Uhrpendels 
diejenige zu verstehen, die dem Minimum der Schwingungszeit entspricht 
und bei welcher eine Änderung der Amplitude die geringste Änderung 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. §31. 217 

im Uhrgange hervorbn'Dgt Fär die untersuchte Pendeluhr war diese 
Amplitude der Reglage 2M3\ 

844. Rates of Chronometers on Trial for Purchase by the Board 
of Admiralty, at the Royal Observatory, Greenwich, From 1902 
July 5 to 1903 January 24. Greenw. Obs. 1902 1, 7 S. 

Die wöchentlichen Gänge der zur Prüfung eingelieferten Chronometer 
während der im Titel genannten Zeit sind hier in der seit Jahren dafür 
üblichen Form zusammengestellt (siehe AJB 2 196), auch das MaB für 
die Ungleichmäfiigkeit im Gange ist in der gleichen Weise berechnet 
wie früher. 

845. R. Gautier, Rapport sur le coDcoars de reglage de chrono- 

metres de l'aDneo 1904. Presente ä la Classe d' Industrie et de Com- 
merce de la Soci^te des Ärts de Gen^ve, le 16 janvier 1905. 20 S., 8^. 

Nach neuerer Bestimmung müssen die Chronometer spätestens am 
] 5. November auf der Sternwarte eingereicht sein, damit bei 44 Tage 
dauernder Prüfung diese am Jahresschluß beendet sein kann. Im Jahre 
1904 waren für Prüfungen 1., 2. und 3. Klasse 149, 28 und 58 Chrono- 
meter eingereicht, wovon 124, 17 und 47 Zeugnisse erhalten haben. 
Hinsichtlich der ersten Klasse ist 1904 mit 83,2 7o das günstigste Jahr 
nach 1900 mit 84,1 7o Zeugnissen. Preise wurden verteilt an Uhren: 
1 erster, 2 zweite, 10 dritte, 6 vierte, dazu 14 ehrenhafte und 11 ein- 
fache Erwähnungen. Ein Fabrikant erhielt einen ersten Preis und einer 
wurde mit ehrenvoller Erwähnung bedacht. Von den Regleuren erhielt 
einer einen ersten, einer einen zweiten Preis, ein dritter eine ehrenvolle 
Erwähnung. A. B. 

846. Observatoire national, astroDomique, chronomctrique et meteo- 
rologiqae de Besan^on: 16® Bulletin chronometrique, annee 1903 
a 1904, publie par M. A. Lebeuf. Besannen 1905. 4o. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



847. Stbchebt, Bericht über die achtundzwanzigste auf der Deutschen 
Seewarte abgehaltene Wettbewerb-Prüfung von Marine-Chrono- 
metern. (Winter 1904—1905) Ann. d. Hydrog. 88 346, 9 S. 
Zur Prüfung hatten 14 deutsche Uhrmacher 74 Chronometer ein- 
geliefert, von denen aher nur 69 die Prüfung vollständig durchgemacht 
haben. Von diesen waren 32 rein deutschen Ursprungs. Die Unter- 
suchungen wurden in gewohnter Weise von Herrn Kuno Heuer ausgeführt. 
Von den Chronometern wurden 39 der ersten Klasse, 17 der zweiten 
Klasse, 8 der dritten Klasse und 4 der vierten Klasse zugeordnet. Die 
Temperatur koeffizienten sämtlicher Chronometer sind angegeben. Die 
Gesamtleistung der Chronometerprufung ist eine außerordentlich gute, 



218 II. Teil : Astronomie. 7,1905. 

was wahrscheinlich der größeren Verwendung von l^ickelstahlunrahen 

zuzuschreiben ist. Von den 6 Prämien erhielt 4 die Firma A. Lange 

& Söhne, je eine L. Jensen und A. Kittel. F. 



848. William Godden, A Cheap but üseful Sidereal-Time Clock. 

£. M. 80 499, 524. 
Verf. hat eine einfache Schwarzwälder Uhr durch längeres Pendel 
und schwereres Gewicht so umgebaut, daß der Stundenzeiger in 24 Stunden 
einen Umlauf macht. Auf der Achse desselben hat Verf. eine Karte 
des nördlichen Sternhimmels in stereographischer Projektion mit dem 
Nordpol als Mittelpunkt befestigt, die sich nun also in 24 Stunden ein- 
mal umdreht und damit anzeigt, welche Sternbilder über dem Horizont 
sind. An der zweiten Stelle wird statt der Sternkarte ein kleiner Stern- 
globus für den gleichen Zweck empfohlen. 



849. R. Etzold, Präzisionsahren. d. Mech.-Zt. 1905, 186. 

Verf. beschreibt eine Pendeluhr mit Rieflerschem Nickelstahlpendel 
von £. Strobl in Regensburg (Preis 120 M.) und eine Taschenuhr von 
Weiße in Dresden (Preis 80 M.). Zum Vergleich führt er einige Preise 
anderer Uhren (Chronometer) an. A. B. 



850. W. D. Walden, House Clocks. E. M. 81 570. 

Verf. hat einen gewöhnlichen Wiener Regulator mit einem Pendel 
aus Nickelstahl versehen und teilt die wöchentlichen Korrektionen dieser 
Uhr von Januar 4 bis Juli 19 mit, in welcher Zeit die Uhr im ganzen 
24 Sekunden vorging. 

851. M. Engelmann, Webers Kunstuhr mit selbsttätiger Darstellung 
des scheinbaren Gestirnlaufes und aller Angaben für den grego- 
rianischen Zeit- und Eirchenkalender. Leipziger Uhrmacher-Zeitung, 
11. Jahrgang No. 17 u. 18, 6 S. Ref. : E. M. 81 398. 

Nach einigen historischen Bemerkungen aber ältere astronomische 
und kalendarische Knnstuhren gibt Verf. an der Hand von fünf Ab- 
bildungen eine Beschreibung des von dem Uhrmacher Ernst Weber in 
den Jahren 1882—1901 gebauten Kunstwerkes, das ganz neuerdings 
von dem mathematisch-physikalischen Salon in Dresden angekauft ist. 
Die Uhr hat eine Gesamthöhe von 127 cm und besteht aus einem wnrfel- 
artigen Unterbau, welcher das eigentliche Werk nebst Zifferblatt und die 
meist auch in Zifferblattform gehaltenen kalendarischen und ekklesiastischen 
Angaben enthält. Ober diesem Unterbau erhebt sich der speziell astro- 
nomische Teil des Werkes, welcher die scheinbaren Stellungen und Be- 
wegungen der Gestirne veranschaulicht. Dieser Teil besteht in der Haupt- 
sache aus einer hohlen Glaskugel von 16.7 cm Durchmesser, an deren 
Innenseite die Sterne und Sternbilder, an deren Außenseite die wichtigsten 



G.Kapitel: Instrumente und Beobacbtungsmethoden. §31. 219 

Grundkreiäe des Himmeis (Äquator, Ekliptik usw.) durch Messingreifen 
markiert sind. Diese Kugel dreht sich in 24^ einmal um die senkrecht 
angeordnete Himmelsachse, während sich gleichzeitig au^en um die Kugel 
die an Metallbögen befestigten Sinnbilder von Sonne, Mond und großen 
Planeten bewegen. Außen um dieses Ganze sind zwei Metallkreise senk- 
recht zueinander so justiert, daß sie Meridian und Horizont eines be- 
liebig einzustellenden Erdortes darstellen. 



852. Perpetual Planetary Hour-Dial. E.M. 81490. 

Abbildung und kurze Beschreibung einer aus mehreren konzentrischen 
Kreisscheiben und einem im Mittelpunkt befestigten Zeiger bestehenden 
zifferblattartigen Vorrichtung welche zum Anzeigen von Sonnenauf- und Unter- 
gängen, Sonnen-, Mond- und Planetenstellungen dienen soll. Ein Ameri- 
kaner Walter H. Lewis hat sich dieselbe patentieren lassen. 



Siehe auch Ref. No. 55, 76. 



Sonstige Zeitmesser. 

853. L. Weinek Einfache Betrachtang über Sonnenuhren. Weltall 
e 53-55. 

In einer ausführlichen Zeichnung wird die Lage der Schattenebene 
des parallel der Erdachse gerichteten Sonnenuhrzeigers dargestellt, sowie 
ihre Schnittlinien mit der Äquator- und Horizontebene. Dann wird die 
Konstruktion des Zifferblattes einer Äquatorealuhr, einer Horizontalnhr 
and einer Mittagsuhr trigonometrisch an der Hand entsprechender Figuren 
gezeigt. A. B. 

854. L. Weinek, Zur Theorie der Sonnenuhren. Wien. Ber. 114 
831, IOV4 S. 

Verf. leitet die drei Formen der Äquatoreal-, Horizontal- und Vertikal- 
sonnenuhren mit einem der Erdachse parallelen Zeiger aus einer einzigen 
Figur ab. 

855. Hans Löschnek, Über Sonnenuhren. Beiträge zu ihrer Geschiebte 
und Konstruktion nebst Aufstellung einer Fehlertheorie. Graz, Leuschner 
(& Lubensky's Universifäts-Buchhandlung, 1905. 154 S. Ref.: Mitt. 
V. A. P. 15 51. 

Nach einer kurzen Einleitung stellt Verf. die von ihm für den 
historischen Teil seiner Schrift benutzte Literatur zusammen, dann folgt 
der erste, sehr umfangreiche Abschnitt (80 Seiten), der den Titel führt: 
Zur Geschichte der Zeitbestimmung mittels des Schattens. 41 zum Teil 
nach besonderen photographischen Aufnahmen angefertigte Abbildungen 
sind dem Texte desselben eingefugt. Der zweite Abschnitt enthält eine 
sehr eingehende hier wohl zum ersten Male in umfassender Weise ge- 
botene Fehleruntersuchung bei Sonnenuhren. In einem dritten ganz 



220 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

kurzen Abschnitt behandelt Verf. die Herstellang des Zifferblattes bei 
abweichenden (deklinierenden) Morgen- and Abendohren. Der vierte 
Abschnitt ist der Einrichtang einer Vertikalsonnenuhr in Graz gewidmet, 
dem noch ein besonderer Abschnitt zur Meridianbestimmang angehängt ist. 



856. Malwina Lampadius, Peter Hamiltons berühmte Sonnenuhr in 
Baltimore. Weltall 5 392. 
Der Erfinder und Erbauer der ^genau^ die Zeit von 15 weit von- 
einander entfernten Orten der Erde anzeigenden Sonnenuhr hat dieses 
„Sonnendenkmal" der Stadt Baltimore geschenkt, wo es im Druid Hill 
Park aufgestellt und mit einer Inschrift versehen worden ist. Hamilton 
hatte von der 300 Jahre alten Sonnenuhr auf SchloB Glamis in Schottland 
gelesen und war dadurch zur Anfertigung seiner Ühr angeregt worden. 
Das Weltall bringt eine Abbildung der Uhr. A. B. 



857. Improved Sundial. £. H. 81 404. 

Unter diesem und ähnlichen Titeln werden Versuche in der Her- 
stellung von Sonnenuhren — gelegentlich unter Beifügung roher Skizzen 
mitgeteilt. 

858. Electric Clocks: A Paradox, e. M. 82 42, 67, 210, 255, 279, 303, 
369, 386. 

Beschreibungen und Diskussionen über elektrisch betriebene und von 
einer Hauptuhr regulierte Zifferblätter, die auBerdem mit einem Läute- 
werk verbunden sind, das in Tätigkeit tritt, wenn die Batterie anfängt 
schwach zu werden. 

859. Gh. F^bt, Pendale electrique ä echappement libre. o. R. 140 
263, 2 S. Ref.: Z. f. Instrk. 25 208, 1 S. 

Durch ein Steigrad wird jede Sekunde ein Strom geschlossen, der 
durch eine Spule läuft, in welche der eine Schenkel eines an der Pendel- 
spitze horizontal angebrachten Hufeisenmagneten eintaucht. Durch diesen 
die Spule durchlaufenden Strom bekommt also das Pendel alle Sekunde 
einen neuen Impuls. 

860. Astro. Instrument. £. m. 80 599, 81 10. 

An der ersten Stelle beschreibt ein Anonymus ein in seinem Besitz 
befindliches Instrument englischen Ursprungs, das aus zwei zu einander 
senkrechten geteilten Kreisen besteht, dessen Zweck dem Besitzer unklar 
ist. An der zweiten Stelle wird das Instrument als „Universal-Ring- 
sonnenuhr^ bezeichnet und seine Verwendung zur Zeit- und Breiten- 
bestimmung kurz auseinandergesetzt. 



861. Die Weltuhr nebst Datumdifferenz. Entworfen von Prof. Dr. Lud- 
wig Fialowski, konstruiert ?on Carl Kogutowicz. Verlag des Ung. 



6. Kapitel: Instramente und Beobachtungsmethoden. §31. 221 

Geographischen Institutes Akt.-Oes. in Budapest. Kommissionsverlag für 
Deutschland und Österreich: Leipziger Lehrmittel-Anstalt von Dr. Oskar 
Schneider, Leipzig. Kreisscheibe von 26 cm Durchmesser; Erläuterungen 
dazu 15 S., gr. 80. 

Dieser von Herrn L. Fialowski entworfene und für Unterrichts- 
zwecke bestimmte aus zwei umeinander drehbaren Pappscheiben bestehende 
Apparat ist von Herrn C. Kogutowicz ausgeführt und derselbe hat auch 
die eingehenden mit mehreren Figuren versehenen Erläuterungen verfaßt. 
Die hier vorliegende deutsche Ausgabe schließt sich genau der im Vor- 
jahre erschienenen ungarischen Ausgabe an. Über Einrichtung und Ge- 
brauch des ganzen Apparates siehe AJB 6 136. 



862. J. Plassmänn, Ein sinniges Lehrmittel. Mitt. Y. A. P. 15 102. 

Verf. gibt eine Beschreibung der von der Deutschen Lehrmittelanstalt 
(Fr. H. Klodt) in Frankfurt a. M. gelieferten astronomischen Lehruhr. 
Ein Uhrwerk treibt einen für jeden Tag auf die AR der mittleren Sonne 
einzustellenden Zeiger in 24^ herum. Ein zweiter Zeiger führt in der 
gleichen 2^it einen Messingknopf herum, der die mittlere oder wahre 
Sonne vorstellt und längs des Zeigers je nach der Sonnendeklination 
verschoben werden kann. Das Zeigerwerk kann mit einer Sternkarte mit 
drehbarem Horizont verbunden werden, so daß beide Zeiger ihren 
Drehnugspunkt im Nordpol des Himmels haben. Dann gestattet der 
Apparat die Erläuterung vieler Grundbegriffe. A. B. 



Siehe auch Ref. No. 923. 



Verschiedenes. 

863. L. CouRvoisiEB, Über die Anwendung einer SelenzeUe zur 

HersteUung eines Sekundenkontaktes bei Pendeluhren, a. N. 167 
218, IV« S. 

Verf. hat mit einer Ruhmerschen Selenzelle, auf die er das Licht 
einer Petroleumlampe fallen ließ, das nun durch das schwingende 
Seknndenpendel intermittierend durchgelassen und abgeblendet wurde, ein 
empfindliches Relais zum Klopfen gebracht. Die an zwei Tagen angestellten 
provisorischen Versuche sind vielversprechend ausgefallen. 



864. LuciEN FouRNiBR, La transmission de Pheure sur les chemins 
de fer prusso-hessois. Gosmos N. S. 58 119, P/, S. 

Anknüpfend an die Vorschläge von Bigourdan und E. Guyou 
über die Verteilung der Zeit auf weitere Strecken bespricht Verf. an der 
Hand dreier Abbildungen das System der antomatischen Zeitsignale, das 
auf dem preußisch-hessischen Eisenbahnnetz eingeführt ist und sich treff- 
lich bewährt hat. 



222 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

865. E. GuYOti, Transmission precise de l'heure par le telephone. 

C. R. 140 1429, IV4 S.; Cosmos N. S. 62 675. Ref.: E. M. 81 427; Z. f. 
Instrk. 25 382. 

Das Bureau des Longitudes in Paris bat auf Wunsch eine tele- 
phonische Vermittlung von Zeitsignalen in Paris und nach verschiedenen 
französischen Städten, besonders Seehäfen, eingerichtet, indem die 
Sekundenschläge der Normaluhr direkt durch ein Mikrophon übertragen 
werden. 

866. M., Über die Verwendung des Telephons zur Zeitubertragung. 

Ann. d. Hydrog. 83 428. 
Verf. berichtet kurz über die vom Bureau des Longitudes in Paris 
angestellten Versuche zur Zeitübertragung mittels des Telephons. Er ver- 
spricht sich hieraus für die Schiffahrt wenig Nutzen. F. 



867. A. 0. Lbuschner, Time-Signals from Washington. Publ. A. S. P. 
17 114. 

Das am 3. Mai 1905 in Washington um Mitternacht abgegebene Zeit- 
signal wurde auf der Berkely-Ünterrichtssternwarte um 8^ 59'"59'.92 P.S.T. 
beobachtet, wobei die Länge von Berkeley zu 8^ 9™ 2^.72 westlich von 
Green wich angenommen wurde. 



868. Time at Royal Observatory, Cape of Good Hope. Pop. Astr. 

18 576. 

Nach Gills Jahresbericht wird das Verhalten der neuen Stemzeituhr 
und die Einrichtung behufs Wahrung konstanter Temperatur im Uhrraum 
geschildert. Ferner wird die Verbindung und Eontrollierung der Hafen- 
uhr und der Mittlerenzeituhr der Sternwarte erwähnt. A. B. 



869. E. Delporte, Installation des pendules ä Pobservatoire royal 

de Belgique a ÜCcle. Bruxelles, Hayez, 1905. 68 S., 80, 24 Fig., 
4 Tafeln. 

Auf der Sternwarte zu üccle ist jetzt die Neuaufstellung der vier 
Normaluhren In luftdichten Gehäusen und geschützt gegen Temperatnr- 
schwankungen beendet und wird hier ausführlich beschrieben, nachdem 
kurz die frühere Verteilung der Uhren in den verschiedenen Räumen 
geschildert ist. Ein Kellerraum mit Doppelmauem, die gut gegen das 
Durchdringen der Feuchtigkeit gesichert sind, wird automatisch auf kon- 
stanter Temperatur gehalten; er wird höchstens einmal behufs Regulierung 
des Luftdrucks in den Uhrgehäusen betreten, die Ablesungen geschehen 
mittels Femrohrs durch die Türe. Die Einrichtungen der vier Normal- 
uhren 1. Ordnung (3 Rief 1er nnd Hohwü 39) im Keller werden näher 
beschrieben. Durch je zwei dieser Uhren können die zwei Normaluhren 
2. Ordnung im Uhrzimmer elektrisch reguliert werden und durch diese 
wieder die übrigen Uhren und Chronographen der Sternwarte, im ganzen 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. § 31. 223 

19 mit allen Normaluhren. Davon sind zwei vorgesehen in Grofibrässel 
aufgestellt zu werden und den öffentlichen Zeitdienst in der Stadt und 
für die Eisenbahn zu vermitteln. Die Abbildungen stellen Teile der 
Uhren, Chronographen, Kontakt Vorrichtungen usw. dar, auf zwei Tafeln 
sind die elektrischen Leitungsanlagen schematisch gezeichnet, die zwei 
anderen enthalten den Grundriß und Querschnitt des Uhrkellers. Die 
ganze Einrichtung ist von Rief 1er ausgeführt. A. B. 



870. F. H. Seabes, Special Time Signals irom the ü. S. Naval 
Observatory. Laws Bull. No. 4 21. 

Verf. hat am 8. September und 31. Dezember 1904 die von der 
Naval-Stemwarte in Washington ausgegebenen Zeitsignale mit den Angaben 
der Normaluhr der Laws-Stemwarte verglichen und teilt die erhaltenen 
Resultate kurz mit. 

871. C. M. Chesteb, Notice of a Special Series of Midnight Tele- 
graphic Time Signals to be sent out by the U. 8. Naval 
Observatory on May 3, 1905. Loses Blatt, 2 S., 4o. 

Aus Anlaß des Internationalen Eisenbahnkongresses, der am 4. Mai 
1905 in Washington zusammentritt, sollen in der Nacht vom 3. zum 
4. Mai um Mitternacht besondere Zeitsignale von dem Naval-Observatory 
aus versandt werden; die Sternwarten werden aufgefordert sich zu be- 
teiligen und die nötigen Vereinbarungen mit den Telegraphenämtern zu 
treffen. 

872. F. Boquet, Les chronographes imprimants de l'Observatoire 
de Paris. B. A. 22 257, 26 S. 

Verf. gibt einleitnngsweise einen Oberblick über die Entwicklung der 
Dmckchronographen, die zuerst in Amerika aufgekommen sind, wo Hil- 
gard, 0. A. Young und G. W. Hongh auf die Idee gekommen zu sein 
scheinen, und Verf. beschreibt den Youngscheu und Houghschen Apparat 
kurz. Dann bante Herr Radiguer einen Druckchronographen für die 
Abbadia-Stemwarte, der sich aber nicht bewährte und daher beiseite 
gesetzt warde. Hier fand ihn der Abbe Verschaffel, der ihn umbaute 
und dabei so verbesserte, daB er sehr brauchbar wurde, nachdem auf 
der Pariser Sternwarte noch einige kleine Änderungen daran vorgenommen 
waren. Verf. beschreibt diesen Verschaffeischen Apparat eingehend, der- 
selbe druckt die Zehntel und geraden Hundertstel der Sekunde, also 00, 
02, 04 bis 98, zwischen denen die ungeraden Hunderstel leicht inter- 
poliert werden können. Ganz neuerdings hat nun Herr P. Gautier für 
die Pariser Sternwarte einen Druckchronographen konstruiert, den Verf. 
an der Hand von vier Zeichnungen von Teilen des Werkes eingehend 
beschreibt. Derselbe druckt nur die Zehntel der Sekunde. Die Be- 
schreibang des Gautierschen Apparates ist aus dem 25. Bande der Ann. 
Paris Mem. entnommen. 



224 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

873. F. BoQiJBT et J. Chatelu, Sar la precision des observations au 
chronographe imprimant. B. A. 22 283, 5 S. 

Die beiden Beobachter haben den Druckchronographen Verschaffel 
der Pariser Sternwarte (siehe vorstehendes Ref.) in der Weise geprüft, 
daO sie jeden zehnten Sekundenschlag einer mittleren Zeitahr auf dem 
Chronographen während sechs Minuten registrierten. Fär beide Beob- 
achter ergab sich der mittlere Fehler einer Bestimmung zu dz 0^.028 
und der mittlere Fehler der ermittelten Korrektion des Chronographen zu 
dt 0^.005. Diese Korrektion aber ergab sich für beide Beobachter um 
0^.11 verschieden, wodurch die personliche Gleichung derselben bestimmt 
ist. Der Gautiersche Druckchronograph der Pariser Sternwarte (siehe 
vorstehendes Ref.) soll erst so umgebaut werden, daB er auch die 
Hundertstel der Sekunde druckt. 

874. L. Reverchon, Les enre^isireurs de terops de haute precision. 

Cosmos N. S. 52 179, 203. ö'/s S. 

Verf. beschreibt verschiedene moderne Vorrichtungen zur genauen 
Registrierung der Zeit, und zwar zunächst an der Hand von acht Ab- 
bildungen den Druckchronographen von F. Gautier, der auf der Pariser 
Sternwarte in Gebrauch ist und die Zeitangaben bis auf 0^.1 genau druckt. 
An zweiter Stelle sind der tragbare Chronograph mit Chronometer von 
P. Ditisheim sowie die auf der Neuchateller Sternwarte von Ch. Rozat 
aufgestellte Registrieruhr an der Hand von Abbildungen beschrieben. 



875. L. Reverchon, Le nouveau chronographe imprimeur de 
M. Gautier. Cosmos N. S. 52 366. 
Anknüpfend an eine frühere Notiz im Cosmos (siehe vorstehendes 
Ref.) teilt Verf. mit, daß für die Sternwarte in Besannen ein Chrono- 
graph von Gautier im Bau ist, der das Hundertstel der Zeitsekunde druckt. 



876. CoNSTAKT üuTOiT, Un pendule de Foucault. Arch. sc. phys. (4) 
1» 390. 

Verf. beschreibt einen von ihm in der Kathedrale von Genf aufge- 
stellten Foucaultschen Pendelapparat kurz. 



§32. 
Instrumente für Winkelmessung nebst Zubehör. 

Ganze Instrumente. 

877. Der große Refraktor in Potsdam. Photographische Rundschau und 
Photographisches Zentialblatt 19 150. 

Kurze Notiz über den großen Potsdamer Refraktor, dessen Objektiv 
in 17, -jähriger Arbeitszeit durch die Firma C. A. Steinheil Sohne in 
München mit bestem Erfolge retouchiert sei. 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. § 32. 225 

878. Eid Meisterwerk der Münchener optischen Industrie. Cent. Opt. 
Mech. 26 151. 

Bericht über die in München aasgeführte und gelungene Retoache 
des groBen 81 cm-Objektivs des Potsdamer Refraktors. 



879. A. AusAN, Das große Zenitteleskop der Nikolai-Hauptstern- 
warte. Pulk. Mitt. No. 4, 1 50 9 S. Ref.: Publ. A. S. P. 17 134. 
An der Hand von 16 auf 5 Tafeln beigegebenen Abbildungen, die 
bis auf drei photographische Aufnahmen verkleinerte Werkzeichnungen 
sind, wird das vom Mechaniker der Pulkowaer Sternwarte Herrn H. Frei- 
berg konstruierte Zenitfernrohr, welches ein Steinheilsches Objektiv von 
135 mm Öffnung und 1760 mm Brennweite besitzt, eingehend beschrieben 
und die Resultate der Untersuchung desselben werden kurz mitgeteilt. 
Ober das Beobachtungsprogramm für dieses seit September 1904 in regel- 
mäßige Benutzung genommenen Instrumentes siehe Ref. No. 932. 



880. E. E. Babnard, The Bruce Photographie Telescope of the 
Yerkes Observatory. Ap. J. 21 35, 14 S. Ref.: Z. f. Instrk. 25 177, 

27, S.; Publ. A. S. P. 17 32. 

Miß Catherine W. Bruce hatte im Sommer 1897 der Universität 
von Chicago die Summe von 7000 Dollar überwiesen zur Beschaffung 
eines nach den Plänen des Verf.s zu erbauenden photographischen Fern- 
rohres für die Yerkes-Sternwarte, das im Jahre 1904 beendet und auf- 
gestellt ist. Es hat ein Leitfernrohr von 5-inches Öffnung und etwa 
130 cm Brennweite, dieses ist mit zwei photographischen Kameras mit 
Portraitlinsen von 10- und 674-inches Öffnung und 128 bezw. 79 cm 
Brennweite fest verbunden; die Plattengrößen sind 12X12 bezw. 
8 X 10-inches. Das Instrument ist in einem besonderen, kleinen Ge- 
bäude mit Kuppel auf dem Terrain der Yerkes-Sternwarte aufgestellt. 
Photographische Abbildungen des Instruments und des Gebäudes, sowie 
zwei Reproduktionen von Aufnahmen aus der Milchstraße, die mit beiden 
Objektiven erhalten wurden, sind beigegeben. 



881. 6. BiGOURDAN, Description d'un equatorial horizontal a reflexion, 
et a latitude variable. B. A. 22 80, G S. 
Das vom Verf. vorgeschlagene und an der Hand einer schematischen 
Zeichnung beschriebene Instrument besteht ans zwei Hanptteilen, nämlich 
erstens einem Planspiegel, der durch ein Uhrwerk um eine in seiner 
Oberfläche liegende Achse gedreht wird, welche Achse der Erdachse 
parallel gestellt werden muß, und zweitens aus dem horizontal gelagerten 
Femrohr, dessen optische Achse durch die Glitte des Spiegels geht, und 
das um eine ebenfalls durch die Spiegelmitte gehende vertikale Achse 
drehbar ist. Mit dem Instrument lassen sich die Zirkumpolarsteme des 
Aufstellungsortes und die nahe dem südlichen Horizont (bei nördlichen 

AAtronom. Jahretbericht 1905. • 15 



226 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Breiten) gelegenen Sterne nicht beobachten. Femer fallen die Licht- 
strahlen unter wechselndem Winkel aaf den Spiegel, aach läBt sich das 
Instrument nur in Breiten, die gröBer als 30^ sind, gebrauchen. Dagegen 
ist das Instrument einfach und stabil gebaut, bedarf keines kostspieligen 
Schutzdaches und es lassen sich an seiner Polachse allerlei Hilfsapparate 
anbringen. 

882. 6. Whittle, The Lens-Mirror Telescope. E. Iff. 81 288. 

Verf. beschreibt an der Hand einer Abbildung ein von ihm kon- 
struiertes Spiegelteleskop, dessen groBer Spiegel durch eine auf ihrer 
konvexen Seite versilberte, konkav-konvexe Linse gebildet wird, während 
der kleine Spiegel aus einer auf der konvexen Seite versilberten, plan- 
konvexen Linse besteht. Der groBe Spiegel ist in der Mitte durchbohrt 
zur Aufnahme des Okulars. 

883. J. HiLDEBSLBT, Attic Astronomy. E. M. 81 10. 

Verf. beschreibt an der Hand einer Abbildung eine einfache äquatoriale 
Montierung für ein 273-inch Fernrohr, die er sich in einem Fenster- 
rahmen angebracht hat. 

884. Cheap Stand for Reflectors. E.M. 80 571. 

An der Hand einer rohen Skizze beschreibt Herr J. Hildersley 
eine einfache, horizontale und vertikale Drehung gestattende Montierung 
für einen Reflektor. 

885. C. D. Pebrine, A New Mounting for the Crossley Three-Foot 
Mirror. Publ. A. S. P. 16 266. 

Kurze Notiz über die neue Montierung des Spiegels von 3-feet 
Öffnung der Lickstemwarte, die sich als sehr stabil bei den ersten photo- 
graphischen Aufnahmen Anfang November 1904 bewiesen habe, doch 
seien noch kleine Änderungen nötig. Eine baldige Publikation einer aus- 
führlichen Beschreibung wird in Aussicht gestellt. 

886. E. Hammer, Der Heydesche Zahnkreis-Theodolit in neuer Aus- 
führung. Z. f. Instrk. 25 2, P/j S. 

Der von der Firma 6. Heyde in Dresden schon früher hergestellte 
Zahnkreis Theodolit hat die Eigentümlichkeit, daB die Unterabteilungen 
der in ganze Grade geteilten Kreise an einer Peripherieschraube mit ge- 
teiltem Kopf abgelesen werden, bei der eine Umdrehung gerade einem 
Grad entspricht. Die neuerdings an diesen Instrumenten von der Firma 
angebrachten Verbesserungen beschreibt Verf. an der Hand von drei Ab- 
bildungen. 

887. Paul Harzer, Beschreibung der neuen Meridiankreisanlage. 
Hit sechs Abbildungen. Kiel. Beob. 1, 39 S. Ref.: Publ. A. S. P. 17 203. 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. § 32. 227 

Verf. beschreibt an der Hand von fünf großen photograpbischen Auf- 
nahmen und einem Lageplan die neue Heridiankreisanlage der Kieler 
Sternwarte, die viele Neuerungen aufweist. Der von der Firma Repsold 
gebaute Meridiankreis hat 217 mm Öffnung und 3000 mm Brennweite 
nnd besitzt zwei gußeiserne Kreise mit Teilungen von 10' zu 10' bezw. 
4' zu 4' auf Nickel, letzterer Kreis hat zwei 5° lange Hilfsteilungen, zu 
deren Benutzung die Mikroskopträger um 5° drehbar gemacht sind. Das 
Instrument besitzt Quecksilberhorizont und Nadirspiegel, zwei Nahmiren 
und eine Fernmire, sowie einen gebrochenen Kollimator von 8 Zoll 
Öffnung und 350 cm Brennweite, einen Nivellier- und Achsenbiegungs- 
apparat. Das Meridianhaus hat eine mit der Drehungsachse des Instru- 
mentes koaxiale zylindrische Bedachung von Eisen, die einen 3 m breiten 
Spalt freizulegen gestattet. Das Mauerwerk, auf dem das eiserne Dach 
ruht, ist durch Erdanschüttung gegen Sonnenstrahlung geschützt. 



888. J. Delvosal, Description de la lunette meridienne de Gambey. 

Bruxelles, Hayez, 1905, 28 S., 80. 
Eingehend werden die einzelnen Teile des 1835 von Gambey für 
die Brüsseler Sternwarte unter A. Quetelet gelieferten Meridianfemrohres 
beschrieben: Rohr, Objektiv, Okulare, Fadennetz, der geteilte Kreis und 
zwei Einstellungskreise am Rohr, Feinbewegung in Deklination, Rotations- 
achse, Aufstellung nebst Gegengewichten, Beleuchtung, Niveaus, Umlege- 
vorrichtung, Kollimator. Neuerungen, besonders eine vollige Umarbeitung 
1901, Hippscher Chronograph, werden ebenfalls beschrieben. Zwei ent- 
fernte Miren sollen jetzt noch aufgestellt werden. A. B. 



889. H. Philippot, Le cercle meridien de Kepsold. Bru elles, Hayez, 
1905 49 S., 80. 

Das den bekannten Repsoldschen Meridiankreisen anderer Sternwarten 
gleichende Instrument mit 6-zölligem Objektiv und Kreisen von G5 cm 
Durchmesser, von denen der eine von 2' zu 2' geteilt ist (der andere 
bloß von Grad zu Grad) und an vier Mikroskopen abgelesen wird, ist 
hier in allen seinen Teilen ausführlich beschrieben. Zahlreiche nach 
photographischen Aufnahmen hergestellte Abbildungen des Instruments, 
seiner Teile und der Hilfsinstrumonte sind beigegeben, ebenso auch ein 
Plan der Fnndamentierung des Meridianbaues, in dem dieser Meridian- 
kreis, das Mittagsfernrohr von Gambey nebst zugehorenden Kollimatoren 
aafgestellt sind. A. B. 

890. A. DE QuESVAiN, Ein Spezialtheodolit für Zwecke der wissen- 
schaftHchen Luftschiffahrt, z. f. Instrk. 25 135—137. 

Die Ablesungen des Theodoliten, zeitlich kombiniert mit den baro- 
metrischen Höhenregistrierungen des Balloninstruments, geben von einem 
Pankt ans Richtung und Geschwindigkeit aller Luftströmungen bis 16 km 

lö* 



228 II. Teil : Astronomie. 7,1905. 

Höhe und mehr. Gebrochenes Fernrohr von 42 mm öfFhang, 1^.5 Ge- 
sichtsfeld, 25facher Vergrößerung, Kreise in Zehntelgrade geteilt, Höhen- 
kreis bequem vom Okular aus abzulesen, ein zweiter Beobachter liest 
Azimntkreis ab und notiert die Zeit. Die Beobachtung erfordert also 
nur wenige Augenblicke. A. B. 

891. G. GuGLiELMO, Intorno ad alcuni sempHci strumenti per l'esatta 

verificazione dell'ora. Nota 1 e 2. Rom. Acc. Line. Rendic. (5) 18 
20sem. 603—611, 14 1» sem. 10—17. 

Ausgehend von der Methode der Zeitbestimmung mitteis korrespon- 
dierender Höhenmessungen an einem Sextanten hat Verf. ein paar kleine 
Spiegel (bezw. ein Prisma) vor einem Fernrohr fest angebracht. Er 
zeigt, wie man bei bekanntem Winkel des Spiegelpaares (Prismas) die 
Zeit bestimmen oder bei Beobachtung von zwei Sternen in gleicher Höhe 
verschiedene Aufgaben lösen kann. In der zweiten Mitteilung erwähnt 
er die ihm inzwischen bekannt gewordenen, auf ähnlichen Prinzipien be- 
ruhenden Methoden von Loewy, Claude und Nusl und Fric. 

A. B. 

892. G. BiGOUBDAN, über einige Verbesserungen an Durchgangs- 
instmmenteD und Meridiankreisen, besonders an kleinen trag* 
baren Instrumenten. Ref. von Hammer: Z. f. Instrk. 25 318. 

Über das Original (B. A. 21 449) siehe AJB. 6 217. A. B. 



893. A. A. Iwanow, Cojme^HHe nacH (Ssolnetschnie Tschassi) 
[Die Taschensonuenuhr]. B. B. S. 8 113, 4 S. (Russisch.) 
Die Taschensonnenuhr stellt eine Armiliarsphäre in Miniatur vor. 

Iw. 



894. S. Glasenapp, Co.iiHeHHoe KOJibij[0 (Ssolnetschoje kolzo) [Der 
Sonnenring als ein Instrument für die Zeit- und Breitenbestim- 
mung]. R. A. G. 11 88, 18 S. (Russisch.) 
Verf. zeigt, daB der Sonnenring auch für die Bestimmung der Breite 
dienen kann, wenn die Zenitdistanz, welche dem Nullpunkt der Skala 
entspricht, und der Wert eines Skalenteils genau bestimmt sind. Die 
Breite erhält man mit einer Genauigkeit von einigen Zehnteln Bogen- 
minute. Iw. 



895. Jean Mascakt et W. Ebert, Lunette meridienne photographique 

pour determiner les ascensions droites. G. R. 140 1314, 4 S. Ref.: 
Z. f. Instrk. 25 344. 

Die Verf. haben die Konstruktion eines Instrumentes überwacht uud 
seine Wirkungsweise untersucht, welches Herr M. Loewy nach dem Vor- 
schlag von Herrn G. Lippmann (siehe AJB 3 233, 4 251) für die 



6. Kapitel : Instrumente und Beobachtungsmethoden. § 32. 229 

Pariser Sternwarte hat bauen lassen. Das Instrument soll zur photo- 
grapbischen Bestimmung von Rektaszensionen von Sternen dienen. Es 
besteht in einem äquatorial montierten Femrohr von 16 cm Objektivdurch- 
messer, welches ein Gesichtsfeld von 273 Quadratgrad hat und gestattet 
bei einer Expositionszeit von zwölf Minuten Sterne neunter GröBe zu 
photographieren. Dazu kommt nun ein in der Meridianebene montierter 
Kollimator, der in seiner Brennebene einen ebenfalls in die Meridianebene 
fallenden Spalt hat. Dieser wirft sein Licht auf einen senkrecht zur 
Meridianebene gelagerten Zylinderspiegel, der eine in die Meridianebene 
fallende Lichtlinie erzeugt, die durch einen ebenen Spiegel in das photo- 
graphische Rohr reflektiert wird. Alle Minuten wird automatisch der 
Kollimatorspalt beleuchtet und so jedesmal auf der Platte eine die Meri- 
dianebene angebende Lichtlinie erzeugt. 



896. Small Telescopes and Binoculars. Engin. 79 768. 

Referat über einen von Herrn C. V. Drysdale in den Sitzungen 
der ,,Optical Convention** gehaltenen Vortrag über die allgemeine Theorie 
kleiner Fernrohre und Binocles sowie die von der Firma Aitchison <& Co. 
angewendeten Methoden zur Prüfung und Justierung der letzteren. 



Siehe auch Ref. No. 1057. 



Optische Teile. 

897. Methode d'essai des objectifs astronomiques. B. S. A. F. 19 408 bis 
414, 500—510, 542—556. 

Übersetzungen von M. Farman aus dem von der Firma Cooke 
<& Son in York herausgegebenen Buch „On the adjustement and testing 
of telescopic objectives^. Die gewählten Gegenstände sind: Zentrierung 
von Objektiven, Achromatismus, Astigmatismus, sphärische und zonale 
Aberration, Normales Bild eines Sterns, Verzerrungen infolge mechanischer 
Fehler, Biegungen des Objektivs. Auf einer Tafel zu S. 410 sind die 
fehlerhaften Bilder von Sternen, wie man sie etwas außerhalb des Fokus 
bei starker Vergrößerung sieht, dargestellt. A. B. 



898. Martin Linnbmann, Über nicht-sphärische Objektive. Inaugural- 

Dissertation der Universität Gottingen. Göttingen 1905, 41 S., kl. 4^. 
Verf. behandelt die Aufgabe beliebige Rotationsflächen als Begren- 
znngsflächen eines Linsensystems derart zu bestimmen^ daß gegebene 
Bedingungen der Abbildung erfüllt werden. Als Bedingungen erscheinen 
lediglich Achromasie und Aplanasie, wobei letztere im Abbeschen Sinne 
definiert wird als Vorhandensein eines von Aberration freien Achsen- 
punktes, in dem gleichzeitig die Sinusbedingung erfüllt ist. Um die 
entstehenden Aasdrucke nicht zu kompliziert werden zu lassen, fuhrt 
Verf. eine besondere Art geknickter Polarkoordinaten ein, wie sich diese 



230 n. Teil : Astronomie. 7, 1905. 

als Weg eines Lichtstrahls durch ein zentriertes Linsensystem gleichsam 
von selbst darbieten; Koordinatenanfangspunkt ist der Brennpunkt, die 
X-Achse gleich der optischen Achse, positiv in der dem einfallenden Licht 
entgegengesetzten Richtung. Verf. errechnet nun auf Grund seiner For- 
meln ein aplanatisches (nicht achromatisches) Objektiv vom Öffnungsver- 
hältnis 1 : 2.4, indem er die dasselbe bestimmende Differentialgleichung 
teils durch Potenzreihenentwicklung, teils durch numerische Quadratur 
integriert. Verf. stellt auch die Formeln für trigonometrische Durchrech- 
nung deformierter Linsensysteme auf und prüft an diesen das brauchbare 
Gesichtsfeld des Objektivs, das sich zu nahezu 2° Durchmesser ergibt. 
Darin erblickt Verf. den Vorzug seines Objektivs gegenüber einem para- 
bolischen Hohlspiegel vom gleichen Öffnungsverhältnis. . 



899. C. A. Chaut, Seme New Detenninations of the Reflecting 
Powers ofGlass and silvered Glass Mirrors. Ap. J. 21211, IP/jS. 

Veranlassung zur Untersuchung des Verf. gab das von den Ge- 
brüdern CoUins konstruierte Femrohr, welches nach Art der Schupmann- 
schen ^Brachy mediale^ gebaut war (siehe AJB 2 205, 206), und eine 
als Hohlspiegel wirkende auf der konvexen Seite versilberte konkav- 
konvexe Linse enthielt. Verf. hat nun verschiedene auf der Vorderseite 
und auf der Rückseite des Glases versilberte Spiegel bei Inzidenzwinkeln 
von 5^—80^ untersucht und gefunden, daß erstere rund 6 bis 12®^ 
mehr Licht reflektieren als letztere, aber nur solange sie frisch versilbert 
sind. Ein auf der Vorderseite versilberter Glasspiegel reflektierte nach 
drei Monaten rund 107o "^^i^ig^^ Licht als ein auf der Rückseite ver- 
silberter; letzterer hatte nach drei Monaten etwa 1 bis 2^^ seiner ur- 
sprünglichen, lichtreflektierenden Kraft eingebüßt. 



900. Karl Strehl, Ideales Fernrohr. Zent. Opt. Mech. 26 82. 

Verf. stellt die Aufgabe ein billiges, bequemes, lichtstarkes Fern- 
rohr zu berechnen, das die Oberfläche des Mondes frei von sämtlichen 
optischen Fehlern abbildet, und beantwortet dieselbe selbst dahin, daß 
ein solches Fernrohr aus einem versilberten sphärischen Hohlspiegel von 
27 cm Durchmesser und 329 cm Brennweite usw. bestehen müsse. 



901. Karl Strehl, Im Bann der geometrischen Optik. Zent Opt 

Mech. 25 85, 1 'A S. 
Verf. sucht an der Hand der Arbeit von J. Hartmann über Ob- 
jektivuntersuchungen (siehe AJB 6 221) nachzuweisen, daß die geome- 
trische Optik keine richtige Vorstellung von dem reellen Zustand in 
einem optischen System gibt, und daß man nur auf beugungstheoretischem 
Wege bei genaueren optischen Untersuchungen zum Ziele gelangt. 



6. Kapitel: Instramente und Beobachtungsmethoden. §32. 231 

902. Karl SiRSHii, Widersprach von Beugangstheorie und geo- 
metrischer Optik in wirklichen Fällen von Fernrohr« und 
Mikroskop-Objektiven. Zent. Opt. Mech. 25 265. 

Verf. führt die Ergebnisse von zwei Objektivnntersnchungen an, 
welche Widersprüche zwischen Bengangstheorie und geometrischer Optik 
zeigen, wobei die bengnngstheoretischen Resultate der Wirklichkeit ent- 
sprechen. 

903. Kabl Stbehl, Größo der Welt und Beagungstheorie. Zent. Opt 
Mech. 26 15. 

Verf. berechnet aus der in Prozenten aasgedrückten Bildgüte und 
den Verhältnissen der Objektivflächen die absoluten Leistungen von Fern- 
rohren von 5 bis 100 cm freier Öffnung und findet, daß für 50 — 60 cm 
freier Öffnung die absolute Leistung am größten ist, und daß man damit 
noch Sterne 13.2ter Große sehen könnte, wenn man mit einem Fernrohr 
von 5 cm Öffnung noch Sterne 9.5 ter Größe sehen kann; alles auf beugungs- 
theoretischer Grundlage aufgebaut. 



904. K. ScHWABZSGHiLD, Untoi-suchungen zur geometrischen Optik. 
I. Einleitung in die Fehlertheorie optischer Instrumente auf 
Grund des Eikonalbegriffs. IL Theorie der Spiegelteleskope. 
Gott. Astron. Mitt 9 u. 10. Teil, Gott. Abh. N. F. 4 No. 1 u. 2, 31 4- 28 S., 
kl. 40. 

Zwei getrennte Abhandlungen, die aber innerlich im engsten Zu- 
sammenhang stehen. In der ersten Abhandlung will Verf. dem Leser 
einen gedrängten Überblick über die Fehlertheorie optischer Systeme 
geben und für sich zugleich eine Unterlage für weitere Untersuchungen 
schaffen. Verf. gibt also hier bis auf einen Punkt nichts Neues; neu 
ist nur die Form der Darlegungen, denn Verf. bedient sich bei denselben 
der Hamiltonschen ^charakteristischen Funktion^, die bekannter unter 
der Bezeichnung des Brunsschen „Eikonals^ ist. Verf. zeigt, daß man 
von dem Eikonal aus sehr bequem gerade zu den praktisch wichtigsten 
Sätzen, besonders den Seideischen Formeln, gelangen kann. Bei Ab- 
leitung der allgemeinen Rechenformeln aus dem Eikonal kann eventuell 
die Elimination der Zwischenvariabein Schwierigkeiten bieten, die Verf. 
aber durch Einführung der Seideischen Variabein und des Seideischen 
Eikonals einfach überwindet. Der Vorteil der Anwendung des Eikonais 
tritt besonders auch bei der Untersuchung der Fehler fünfter Ordnung 
eines optischen Systems zutage, über die Verf. hier zum ersten Male 
eine allgemeine Übersicht gibt. Dabei ergibt sich die Anzahl der un- 
abhängigen Bildfehler fünfter Ordnung zu 9 und nicht wie die Petzval- 
schen Rechnungen lieferten — zu 12. — In der zweiten Abhandlung 
entwickelt Verf. zunächst die allgemeine Theorie der Fehler dritter Ord- 
nung eines Spiegelsystems als ein vereinfachtes Analogen zur Seideischen 
Theorie der Fehler von Linsensystemen und wendet dieselbe zunächst 
auf einen einzelnen parabolischen Spiegel an und gibt dann weiter eine 



232 *'• Teil: Astronomie. 7, 1905. 

volIstaDdige Obersicht ober die praktische VerweDdbarkeit von Systemen, 
die ans zwei Spiegeln zusammengesetzt sind, wobei ein besonders günstiges 
System dieser Art heransgehoben wird. Verf. geht dann noch zur Be- 
handlung der Aufgabe über ein System aus zwei Spiegeln von geeignet 
berechneter Form anzugeben, welches nicht nur einen scharfen Brenn- 
punkt hat, sondern in demselben auch strenge die Sinusbedingung erfüllt, 
d. h. also ein aplanatisches System nach Abbescher Bezeichnungsweise 
ist frei von sphärischer Aberration und Koma. Die Spiegelmeridiane 
ergeben sich aus Differentialgleichungen, die sich merkwürdigerweise 
algebraisch integrieren lassen. Für das oben erhaltene besonders günstige 
System berechnet Verf. die genauen Spiegelformen aus diesen Integralen 
und vergleicht sie mit den Krümmungskugeln und den sich ihnen an- 
schmiegenden Rotationsflächen zweiten Grades. Er findet, daß die Spiegel- 
flächen bis zu einem Öffnnngsverhältnis 1:3 praktisch durch EUipsoide 
bzw. Hyperboloide ersetzt werden können, ja selbst bei dem Verhältnis 
1: 1,4 bleibt die Abweichung auf wenige Hundertstel Millimeter beschränkt 



905. Siegfried Czapski, Grundzüge der Theorie der optischen In- 
strumente nach Abbe. Zweite Auflage unter Mitwirkung des Verfassers 
und mit Beiträgen von M. v. Rohr herausgegeben von Dr. 0. Eppenstein. 
Leipzig, J. A. Barth, 1904, XVI -f- 480 S., gr. 80. Ref.: Phil. Mag. (6) 9 
386; Phys. Zeitsch. 222, IV4 S.; Nat. 71 217; B. A. 22 162. 

Die auf dem Verf. lastenden Berufspflichten verboten es ihm, die 
vorliegende zweite Auflage seines Werkes selbst zu besorgen und er hat 
sich auf die Durchsicht einiger Kapitel und auf die Neuabfassung des 
die Femrohre behandelnden Abschnitts beschränken müssen. Von dem 
eigentlichen Herausgeber der zweiten Auflage, 0. Eppenstein, sind 
besonders drei Kapitel neu beigesteuert, worin „Die Blende als Mittel 
zur flächenhaften Darstellung eines Raumes^, „Die vergrößernden Pro- 
jektionssysteme'^ sowie ^Die Beleuchtungssysteme '^ behandelt werden und 
zwar auf Grund der Ergebnisse der neueren Arbeiten von M. von Rohr. 
Dieser letztere selbst hat drei Kapitel neu beigesteuert, nämlich „Das 
Sehen ^, „Das photographiscbe Objektiv" und „Die Brillen^, worin er 
zum Teil zum ersten Male die Ergebnisse seiner eigenen jüngsten Unter- 
suchungen veröffentlicht hat. Sonst ist die äußere Form des Buches und 
die Gruppierung des Inhalts die gleiche geblieben wie in der ersten 
Auflage. Auch jetzt bildet das Werk einen Teil des großen Handbuches 
der Physik von A. Winkelmann in seiner zweiten Auflage. 



906. LoEWY, Precautions a prendre dans le mode d'execution de 
certaines recherches de haute precision. C. R. 140 553, 5 S. 

Die vorliegende Mitteilung zerfällt in zwei getrennte Abschnitte. 
Im ersten derselben teilt Verf. mit, daß der im Garten der Pariser Stern- 
warte aufgestellte Meridiankreis zwei geteilte Kreise hat, von denen jeder 
durch sechs Mikroskope abgelesen werden kann. Gleichzeitige Ab- 
lesungen beider Kreise haben Unterschiede bis zu 0'.5 ergeben. Eine 



6. Kapitel : Instnimente and Beobachtungsmethoden. § 32. 233 

sehr sorgföltige Untersuchang dieser eigentämlichen Differenz hat ergeben, 
daß dieselbe durch die verschiedene Güte der Objektive der Abiesungs- 
mikroskope bedingt war. Nachdem die Ablesemikroskope mit besseren, 
d. h. größeren und langbrennweitigeren Objektiven versehen waren und 
die Kreisbeleuchtung genau zentriert war, verschwand der oben erwähnte 
Unterschied; gleichzeitig gewannen die Bestimmungen der Teilfehler der 
Kreise erheblich an Genauigkeit. — In dem zweiten Abschnitt weist 
Verf. darauf hin, daß bei den in Paris angestellten Beobachtungen zur 
Bestimmung der Aberrationskonstante nach der vom Verf. vorgeschlagenen 
Methode, die darin besteht, daß ein Glasblock, an dem zwei unter 45^ 
gegeneinander geneigte Spiegelflächen angeschliffen sind, vor dem Objektiv 
eines Refraktors montiert wird, sich die Bilder der in das Fernrohr 
reflektierten Sterne länglich zeigten. Das rührte daher, daß die kreis- 
förmigen Spiegelflächen sich auf das Objektiv elliptisch projizierten. 
Eine geeignete Abbiendung der Spiegelflächen beseitigte den Übelstand. 



907. Shebard Cüwpeb-Coles, Elektrolytisches Verfahren zur Her- 

stellODg parabolischer Spiegel, ins Deutsche übertragen von Emil 
Abel. Halle a. S., Wilhelm Knapp, 1904, 17 S., 8o. Ref.: Nat. Woch. 
N. F. 4 142. 

Das vom Verf. angewendete Verfahren besteht in folgendem: Auf 
eine konkave Metallform wird eine Glasplatte gelegt, die sich bei ge- 
eigneter Erwärmung der Metallfläche anschmiegt ohne zu schmelzen. 
Diese so entstandene konkave Glasform wird sorgfältig korrigiert und 
poliert und dann chemisch versilbert. Der so erhaltene dünne Glas- 
spiegel wird durch elektrolytisch niedergeschlagenes Kupfer versteift, und 
schließlich wird die spiegelnde Oberfläche um sie dauerhafter zu machen 
mit einer ganz dännen Schicht Palladium überzogen. Diese Spiegel 
sollen aber weniger für astronomische als hauptsächlich für technische 
Zwecke dienen. 

908. Untersuchung des Spiegels von Reflexionsfernrohren. Zent. Opt. 
Mech. 25 14, 2 S. 

Deutsche Übersetzung eines Artikels aus dem Sc. Am., in welchem 
dargelegt wird, daß die Draperschen Ableitungen zur Prüfung großer 
Hohlspiegel nicht genau sind und daher auch keine genauen Resultate 
liefern können. 

909. F. BiSKE, EorrektioDSspiegel za parabolischen Reflektoren. 
ScblömUcbs Z. 52 191, US. 

Nachdem Verf. die Aberration parabolischer Spiegel kurz theoretisch 
untersucht hat, stellt er die Difi^erentialgleichungen für einen planen 
Korrektionsspiegel auf und löst dieselben. Dieser Planspiegel ist in der 
Richtung der optischen Achse des Hauptspiegels verschiebbar gedacht 
und Verf. diskutiert schließlich die Wirkungsweise desselben sowie die 
zur Beobachtung nötigen Anordnungen. 



234 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Messende Teile und Hilfsapparate. 

910. R. H. TüCKEB, The Graduation Errors of the 10' Divisions of 
the Repsold Meridian Circle. Lick Bull. No. S5, 8 S. 

Die Beobachtungen zur Bestimmung der Zehnminntenfehler sind vom 
Oktober 1903 bis April 1905 durchgeführt worden und umfassen mit 
den 1 ^-Messungen nahe 33 000 Kreisablesungen. Der mittlere Teilungs- 
fehler am festen Kreis ist 0'.24 (Mittel von 4 Strichen), der rein zu- 
fällige Teil hiervon etwa die Hälfte. Der wirklich periodische Fehler ist 
klein. Die für Teilungsfehler nicht korrigierten Beobachtungen würden 
mit einem wahrscheinlichen Fehler von 0'.2 behaftet sein, bei Anschluß 
an Fundamentalsteme von wenig verschiedener Deklination mit noch klei- 
nerem Fehler. Tabellen der Teilungsfehler sind zum Schlüsse beigefügt. 

A. B. 

» 

911. P. Götz, Untersuchung von Mikrometerschrauben. Heidlb. Astro- 

phys. Publ. 2 85—87. 

Da die Mikrometerschraube des parallaktischen MeBapparates frisch 
abgedreht worden war, muBte die früher von Seh waB mann ausgeführte 
Untersuchung nochmal wiederholt werden. Sie geschah mit Hilfe des 
rechtwinkligen Repsoldschen Meßapparates durch Messen von Zehntel- 
umdrehungen. Zunächst wurde so die Schraube des Repsoldapparates 
mit dem parallaktischen Apparat untersucht. Die periodischen Fehler 
erreichen für Platten des 16-Zöllers höchstens 0'.047, die fortschreitenden 
Fehler höchstens 0'.087. Die an die Messungen anzubringenden Kor- 
rektionen sind in eine Tabelle zusammengefaBt. Die entsprechende Unter- 
suchung der Schraube des parallaktischen Apparates ergab im Maximum 
Ungleichheiten von 0M6 und 0M9. Bei dem beschränkten Genauigkeits- 
grad, der für die Messungen an diesem Apparat bezweckt wird, können 
diese Fehler vernachlässigt werden. A. B. 



912. E. Hammer, Die selbsttätige Kreisteilmaschine von Heyde. 

Z. f. Instrk. 25 69, ^U S. 
Verf. beschreibt an der Hand von zwei Abbildungen diese auf der 
Anwendung der Hohlschraube beruhende, von G. Heyde in Dresden er- 
fundene und konstruierte Kreisteilmaschine, die keinerlei Korrektionsein- 
richtungen bedarf und nach der Ansicht des Erfinders durch das Inein- 
andereinarbeiten der einzelnen Teile mit der Zeit noch besser werden wird. 



913. V. Knobre, Über die Drehung von Achsen unter alleiniger 
Einwirkung eines Kräftepaares, z. f. Instrk. 25 242, 473 S. 

Verf. ist auf diese Aufgabe beim Umbau des Berliner Äquatoreals 
gestoBen, als dasselbe mit einer Drehvorrichtung zum Umlegen des Fem- 
rohres versehen wurde. Verf. unterscheidet dabei die Lagerung von 
Drehungsachsen in zylindrischen oder schwach konischen Flächen und die 



6. Kapitel : Instramente und Beobachtungsmethoden. § 32. 235 

Kogellagerang, welcher Verf. den Vorzag gibt, weil sie zwar nicht frei 
von allen und jeden Schlotternngen sei, aber doch größere Stabilität ver- 
bärge. 

914. 0. AsMussBN, Über die Anwendbarkeit des Positionsmikro- 
meters znm Ausmessen photographischer Platten. Weltall 41— 45. 

Um Himmelsaufhahmen ohne eigenen großen Meßapparat ansmessen 
ZQ können, hat sich Verf. unter Beihilfe von H. Eigtved selbst einen 
solchen konstruiert, indem er ein Positionsmikrometer durch Hinzufugung 
eines Objektivs (eines Carl Z ei ß sehen Protars) in ein Mikroskop ver- 
wandelte. Die Platte kommt auf einen Schlitten zu liegen, über den 
eine Bracke hinwegfnhrt mit einem zweiten das Mikroskop tragenden 
Schlitten. Die Bewegung des letzteren erfolgt senkrecht znm ersteren. 
Verf. beschreibt den Apparat, der sehr stabil aus Metall gefertigt ist, 
sehr ausführlich und erwähnt die zur Bestimmung der Bildverzeichnung 
durch das Objektiv geeignetsten Mittel. Eine Abbildung ist beigegeben. 

A. B. 

915. Jean Masgart, Sar la determination de la Verticale. B. S. A. F. 
19 268. Ref.: Cosmos N. S. 52 671. 

Referat über eine mündliche Mitteilung, die Verf. in einer Sitzung 
der S. A. F. dahingehend gemacht hat, daß die Oberfläche der Queck- 
silberhorizonte, besonders der in Frankreich gebräuchlichen, die nur aus 
ganz dünner Quecksilberhaut bestehen, nicht glatt sondern von konzen- 
trischen Kreis wellen gekräuselt sei. Weiter meint Verf., daß sich auf 
den Quecksilberhorizonten eine lunisolare Flutwelle ganz entsprechend der 
auf den Meeren bemerkbar mache, die allerdings nur durch die feinsten 
Beobachtungsmittel bemerkbar werde. 

916. Salet, Sar une application du diaphragme-iris en Astronomie. 
C. R. 140 561. Ref.: Nat 71 545. Z. f.Instrk. 25 281. 

Verf. bringt eine Irisblende in der Fokalebene eines Refraktors an, 
um das Gesichtsfeld beliebig beschränken und dadurch Blendungen ver- 
meiden zu können. Verf. meint auch auf diese Weise den durch Astig- 
matismus bei der Beobachtung von Doppelsternen hervorgerufenen Fehler 
untersuchen zu können. 

917. R. Mailhat, Application du diaphragme-iris en astronomie. 

B. S. A. F. 19 340. 
Verf. beschreibt an der Hand einer Abbildung das nach den An- 
gaben des Herrn P. Salet (siehe vorstehendes Ref.) konstruierte Okular 
mit Irisblende. 

918. Cu. Andre, Appareil ä eclipses artificielles de Soleil. c. R. 140 

168, P/a S. 

Verf. bringt in der Fokalebene eines Refraktors eine geschwärzte 
Messingscheibe von der Größe des vom Objektiv entworfenen Sonnenbildes 



236 II. Teil: Astronomie. 7, 1S>05. 

etwas exzentrisch zur optischen Achse and in Positionswinkel verstellbar 
an und reguliert das Uhrwerk des Refraktors nach der stündlichen Be- 
wegung des Mondes, dann wird er im Okular alle Phasen einer partiellen 
oder totalen Sonnenfinsternis in bezug auf die Kontakte beobachten 
können. 

919. H. BoiTRGET, Reprodaction photographique des reseaax astro- 
photographiques. M. N. 66 49—51. 

Da die Originalnetze sich mit der Zeit verschlechtern und die An- 
schaffung und Fehleruntersuchung neuer Netze Geld und Zeit kostet, hat 
Verf. photographische Kopien mit Erfolg hergestellt. Er verwendet Rapid- 
platten, exponiert sie 10^ lang in einem Kopierrahmen fest auf die Netz- 
platte gepreßt, entwickelt sie in einem starken Bad als Positiv infolge der 
Solarisation. Eine nähere Untersuchung solcher photographisch gewonnener 
Netze zeigte keine Unterschiede der Intervalle gegen das Original. 

A. B. 

920. Walter, Sonnenphotographie. Nat. Woch. N. F. 4 349. 

Verf. referiert kurz über den im Jahre 1903 von ElihuTompson 
gemachten Vorschlag zu Heliostatenspiegeln, sowie zur Anfertigung der 
Spiegel groBer für Sonnenaufnahmen bestimmter Spiegelteleskope statt Glas 
vielmehr Quarz zu verwenden, weil dessen Ausdehnungskoeffizient nur 
0.1 von dem des Glases ist Die Carnegie-Stiftung hat die Mittel her- 
gegeben um darauf bezügliche Versuche in großem Maßstäbe in Pasadena 
anzustellen. 

921. Henbt Bourget et J. Carrere, Sur un obtarateur automatique. 

B. A. 22 76, 373 S. 
Die Verf. beschreiben an der Hand dreier schematischer Zeichnungen 
einen kleinen an einem Femrohrokular anzubringenden Apparat, der eine 
photographische Platte von 7 X 7 cm automatisch weiterbewegt, dabei 
in bestimmten Intervallen eine vor der Platte liegende Öffnung von 5 mm 
Durchmesser freilegt, durch welche hindurch die Aufnahme geschieht, und 
der zugleich eine rote Lampe entzündet, die während des Freiliegens der 
Öffnung brennt. 

922. C. V. Raper, An Aatomatic Lens-Polishing Machine. E. H. 80 

561, 274 S. 

Verf. beschreibt an der Hand von acht Werkzeichnungen die von 
Gautier in Paris konstruierte erste Maschine zum Polieren von groBen 
Linsen, w^as früher lediglich von Hand geschah, und hebt ihre Vorzüge 
und Nachteile hervor. 

923. F. Schwab, Der Vogtherr'sche Fixsternzeiger. Zeitschrift für den 
physikalischen und chemischen Unterricht 17 285, 2 S.; D. Mech. Z. 1905 
14, 1 S. 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. § 33. 237 

Das Instrnment besteht aas einem hohen hölzernen DreifuB, der als 
Stützpunkt fnr eine für jede Polhöhe einstellbare Polarachse dient, die 
an ihrem oberen Ende eine Ereisscheibe und an ihrem unteren Ende ein 
Gegengewicht trägt. Auf dieser bei richtiger Einstellung der Polarachse 
mit der Ebene des Himmelsäquators zusammenfallenden Scheibe ist eine 
Sternkarte montiert, die an ihrem Rande vier verschiedene Teilungen 
trägt. Um die Polachse und zugleich um den Rand der Kreisscheibe ist 
ein Träger fär ein kleines Fernrohr drehbar, das sich außerdem noch 
um eine zur Polachse senkrechte Achse drehen läßt. Diese letztere 
Drehung wird durch Zahnrad und -Stange auf einen Zeiger übertragen, 
der auf den Stern auf der Karte weist, auf den das Femrohr gerichtet 
ist. Außer zu diesem Hauptzweck kann der Apparat auch zur Bestim- 
mung der wahren, mittleren und mitteleuropäischen Zeit, zur Verwandlung 
der Sternzeit in mittlere Zeit und umgekehrt sowie zur Lösung einiger 
ähnlicher Aufgaben dienen. 

924. P. Spies, Elektromagnetische Vorrichtung für den Foucault- 
schen Pendel versuch. Physik. Zeitsch. « 345, IV4 S. 

Verf. hat ein System von sehr empfindlichen Kontakten bei einer 
Darchführang des Foncaultschen Pendelversuches in Posen zur Anwendung 
gebracht, die er hier an der Hand einer schematischen Abbildung be- 
schreibt. 

925. W. Rosenberg, MaaTHiiKi» OyKO (Majatnik Fuko) [Das 
Foucault'sche Pendel]. B. B. S. 8 1624, 7 S. (Russisch.) 

Verf. gibt eine allgemeinverständliche Theorie des Foncaultschen 
Pendels. Iw. 

Siehe auch Ref. Nr. 56, 930. 



§33. 

Visuelle» photographisohe iind sonstige Beobachtungsmethoden. 

(Persönliche Gleichung.) 

Visuelle Methoden. 

926. A. Marguse, Die Schwierigkeiten der wissenschaftlichen Be- 
obachtungen. „Weltall und Menschheit*' 5 365—392, 40. 
Verf. bespricht zuerst die Zeitdauer zwischen Reiz und Empfindung, 
dann erwähnt er eine Reihe von Sinnestäuschungen, so die VeigröBerung 
des Erdschattens bei Finsternissen, den „schwarzen Tropfen^ bei Planeten- 
durchgängen, die Scheinlinien auf Planetenoberflächen, er führt weiter die 
personlichen Fehler bei Stemdurchgängen durch ein Fadennetz, bei Mikro- 
metermessangen unter wechselnder Kopfhaltung und andere Fehlerquellen 



238 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

an. Dann wird Einrichtang und Funktion des Auges und Ohres, wie 
des Tastsinnes beschrieben und endlich „das Bewußtsein und der Ver- 
lauf der Vorstellungen^ behandelt. A. B. 



927. G. A. Hill, The Requisites of a Transit Observer. Pop. Astr. IS 

3(J2— 369. 

Erfordernisse körperlicher und geistiger Art, die ein Meridianbeob- 
achter zu erfüllen hat. Praktischste Beobachtungsmethoden nach allge- 
meinen und nach eigenen Erfahrungen des Verf., physiologische Erschei- 
nungen beim Verfolgen eines Sterns durch das Gesichtsfeld, konstante 
oder persönliche Fehler — Helligkeitsgleichung und Methoden zur Be- 
stimmung dieser Fehler. A. B. 

928. J. 6. Porter, ('OnstaDt Error in Meridian Observation. Pop. 

Astr. 18 117—120. Ref.: Nat. 71 495. 

Verf. erwähnt als konstanten Fehler in AR. die Helligkeitsgleichung 
und in Dekl. die Refraktionsfehler. Die zur Ermittelung oder Umgehung 
des ersteren Fehlers getroffenen Einrichtungen und Methoden scheinen 
ihm entweder nicht genügend oder zu umständlich, als daß sie überall 
anzuwenden wären; er schlägt deshalb vor, den Fundamentalkatalog auf 
Sterne bis 9. Große auszudehnen. Die von der Unsicherheit in der Be- 
rücksichtigung der Refraktion stammenden Fehler in Deklination wird 
man durch Beobachtung der Fundamentalsterne auf Observatorien un- 
schädlich machen können, die möglichst gleichmäßig über alle Breiten 
der Erde verteilt sind. A. B. 

929. (W. H. M. Christie), Note on Diurnal Variations of the Nadir 
and Level of the Transit Circle at the Royal Observatory, 
Greenwich. M. N. 65 749. 

Fortsetzung früherer Untersuchungen über die Schwankungen der 
Niveau- und Nadirbestimmungen am Greenwicher Meridiankreis (siehe 
AJB 1 200) für die Jahre 1897 bis 1904. Die Durchschnittswerte der 
Neigung sind für diese acht Jahre: 0^ : -f-0'.25; 6*^ : O'.OO; 12^»: 4-0'.22; 
18»»:-|-0'.37 und für Nadir: 0^:-+-0'.13; 6»> : O'.OO; 12»^:-|-0M3; 
18'»:-+-0M2. A.B. 

930. John F. Hayford, A Tent of a Transit Micrometer. Rep. of 

Sup. of Coast and Geodetie Survey for 1904, Appendix 8, 451, 37 S., 49. 
Siehe Ref. No. 47. Ref.: Obs. 28 221, 2 S. 

Verf. versteht unter einem „Transit Micrometer ^ ein sogenanntes 
unpersönliches Mikrometer. Das von ihm untersuchte ist von £. G. 
Fischer in der Instrumentenabteilung der Coast and Geodetie Survey 
entworfen und ausgeführt und paßt an die in diesem Institut benutzten 
ungebrochenen Durchgangsinstrumente. Dasselbe wird an der Hand zweier 
photographischer Abbildungen beschrieben; es besitzt kein Uhrwerk. Aus 
den Prüfungen leitet Verf. folgende Ergebnisse ab: Der wahrscheinliche 



6. Kapitel: Instrumente und Beobaehtungsmethoden. § 33. 239 

Fehler fSr den Durchgang eines Sternes, beobachtet mit dem Transit- 
mikrometer von einem geübten Beobachter, ist 507o gröBer als der wahr- 
scheinliche Fehler eines geübten Beobachters mit Handregistrierung. Bei 
den verschiedenen Beobachtern zeigten sich bei Gebrauch des Registrier- 
mikrometers die wahrscheinlichen Fehler ungefähr gleich für Sterne ver- 
schiedener Deklination, nur beim Verf. waren sie für Polsteme viel 
großer als für Äquatorsterne. Die relative personliche Gleichung zweier 
Beobachter ist bei Benutzung des Registriermikrometers so klein, daß 
sie durch die zufälligen Beobachtungsfehler verdeckt wird. 



931. JoEL Stebbins, Personal Scale. Publ. A. S. P. 17 73, 2V2 S. 

Verf. hat etwa 3000 Ablesungen an einem in ganze Grade geteilten 
Kreis eines Photometers, femer Durchgangsbeobachtungen von 352 Zeit- 
sternen und endlich 246 Uhrvergleichungen gemacht und untersucht bei 
diesen drei verschiedenen Reihen getrennt, welche Zehntel er bevorzugt. 
Er findet, daß sich die drei Reihen nicht sehr erheblich voneinander 
unterscheiden, und daß er am häufigsten 0, also keine Zehntel geschätzt 
hat. Im übrigen tritt eine Bevorzugung der Zehntel 2, 5 und 8 zu Tage. 



932. Th. Wittbam, Das Beobachtnngsprogramm für das neue Zenit- 
teleskop der Nikolai-Hauptsternwarte. Pulk. Mitt. No. 4, 1 41, 8 S. 

Für die Sternwarte in Pulkowa ist von dem Mechaniker derselben 
ein neues Zenitfernrohr gebaut worden, das besonders zu Beobachtungen 
von Polhöhenändernngen dienen soll, und wegen der hellen Sommernächte 
sehr lichtstark gewählt ist. Das Steinheiische Objektiv hat eine Öffnung 
von 135 mm und eine Brennweite von 1760 mm. Bei Auswahl der 
74 Stempaare, die Verf. mit ihren Positionen für 1905.0 mitteilt, mußte 
einmal auf die kurzen Sommernächte und dann auf das oft Wochen lang 
trübe Wetter in den Monaten November bis Februar Rücksicht genommen 
werden. Aus letzterem Grunde sind die beiden ersten der 9 Gruppen 
mit 11 bezw. 12 Paaren über je 3 Stunden, die übrigen sieben Gruppen 
mit je 7 — 8 Paaren über je zwei Stunden ausgedehnt. 

r 

933. Henri Renan, Etüde de rinfluence de la dcviation instrumen- 
tale d'un cercle meridien sar les mesures de latitude. B. A. 22 
129, 14 S. 

Verf. zeigt auf Grund einer geometrischen Betrachtungsweise, daß die 
verschiedenen Einflüsse der Instrumentalfehler auf eine Breitenbestimmung 
am Meridiankreise sich auf die Einflüsse der Fehler zurückführen lassen, 
die man bei der Nadirbestimmung begeht. Nun weist aber Verf. nach, 
daß man zu einer vollkommen strengen Nadirbestimmung nur gelangt, 
wenn man über ein vollkommen justiertes Instrument verfügt, und unter- 
sucht die Fehlergrenzen, in denen sich — unter den gewöhnlichen Be- 
dingungen — die Bestimmung bewegt. 



240 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

934. Lewis Boss, Investigation of the Pivots of the Oleott Meridian 
Circle of the Dudley Observatory. a. J. 24 167, 67» S. 

Das im Titel genannte Instrument ist 185G von Pistor uud Martins 
erbaut und da die 1897 — 98 damit gemachten Beobachtungen Abweichun- 
gen gegen die besten neueren Bestimmungen zeigten, so lag der Verdacht 
nahe, daß die Zapfen durch Abnutzung gelitten hätten. Dieselben wurden 
daher mit einem besonders dazu konstruierten Instrument, während der 
Meridiankreis in seiner normalen Lage blieb, poliert und dann mit Hilfe 
eines Achsen kollimators untersucht. Diese Methode war insofern modi- 
fiziert, als kein Objektiv in dem einen Zapfen angebracht war, sondern ein 
vertikal gestellter Planspiegel, welcher das erleuchtete Fadenkreuz des Be- 
obachtungskollimators reflektierte. Diese Methode erwies sich als sehr 
empfindlich gegen Temperatureinflüsse, so daß es nur bei ziemlich 
konstant bleibender Außentemperatur gelang, brauchbare Messungsreihen 
zu erhalten. 

935. U. H. TucKER, The Magnitude Equation in the Kight Ascen- 

sions of the Eros Stars. Lick Bull. No. 72, 2V3 S. Ref.: Nat. 71 617; 
Obs. 28 261. 

Verf. bat die von ihm im 11. Pariser Eroszirkular (siehe AJB 6 252) 
publizierten definitiven Örter der Erossterne hier einer genaueren Unter- 
suchung in bezug auf die Helligkeitsgleichung unterzogen, wobei er die- 
selbe für die beiden Stemlisten getrennt und außerdem für jede der an 
den Beobachtungen beteiligten Sternwarten gesondert aufstellt. Er teilt 
dabei die Sterne in fünf Helligkeitsklassen, nämlich solche heller als 
7. Größe, zwischen den Größen 7 und 8, zwischen 8 und 8^, zwischen 
8^ und 9 und Sterne schwächer als 9. Verf. hat außerdem an der 
Licksternwarte besondere Beobachtungen zur Bestimmung der Helligkeits- 
gleichung angestellt und vergleicht die daraus berechneten Werte mit den 
hier für die Lickbeobachtungen gefundenen, die für die erste Sternliste 
recht gut, für die zweite gar nicht stimmen. Ähnlich verhält es sich mit 
den Königsberger Beobachtungen im Vergleich mit den mit dem unpersön- 
lichen Mikrometer angestellten. 

936. 0. Backlind, Über die Deklinationsbeobachtungen in Odessa 
im Jahre 1901. Pulk. Mitt 1 No. 5, 59—68. 

Vom Herbst 1901 bis Herbst 1902 wurden in Odessa von Kudr- 
jawzew die Deklinationen von 410 Sternen, meist zwischen 0^ und 
— 30°, durch je 8 Beobachtungen am Vertikalkreis bestimmt. Die 
Rektaszensionen beobachtete Orbinsky am Passageninstrument. Aus 
284 dieser Sterne, die in mehr als 60° Zenitdistanz kulminieren, wurde 
versucht, die Horizontalbiegung des Instruments, den Ausdehnungs- 
koeffizienten der Luft und periodische Schwankungen der Refraktion zu 
ermitteln. Ohne diese periodischen Glieder erhält man einen ganz un- 
wahrscbeinlichen Wert (^^ zu klein) für jenen Koeffizienten. Zur Be- 
stimmung der Poihöhe und der Refraktionskonstante ist das Material, 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. § 33. 241 

Beobachtangen von 48 Zirkampolarsternen, nicht ausreichend. Man kann 
nur schlieBeDy daB letztere zwischen 60'.26d und 60'. 181 liegen muB. 
Die Korrektion der provisorischen Polhöhe (46^ 28' 37'.28) wird -h 0'.645, 
aus Polaris allein -h 0'.612, also definitiv y = 46° 28' 37'.91. Der 
Biegungskoeffizient ist 0'.040, Ausdehnungskoeffizient der Luft 0.003 770 
and die Refraktionsformel (T = Stundenwinkel der Sonne, a = AR des 
Sterns): q' = q\ (1 -f- 0.0028 sin 7-1-0.0044 cos T— 0.0012 sina 
+ 0.0028 cos a), wo q\ die nach der gewöhnlichen Formel berechnete 
Refraktion ist. Die Vergleichung mit Newcomb ergab nach Berück- 
sichtigung eines konstanten Fehlers von 0'.18, um den Kudrjawzew die 
Zenitdistanzen zu klein beobachtet hat, noch einen systematischen Unter- 
schied, der von d = -f- 90° bis d = — 30° erst langsamer, dann rascher 
bis auf r.02 steigt und nicht beseitigt werden kann, ohne die Dar- 
stellung der Beobachtungen in U.O. wesentlich zu verschlechtem. Den 
w. F. einer Odessaer Deklination gibt diese Vergleichung zu 0'.09 in 
Übereinstimmung mit der Fehlerformel aus den Beobachtungen selbst. 

A.B. 



937. L. CovBYOisiSB, Über einige Registrier versuche nach dem 
Koinzidenzverfahren. A.N. 167 211 2V4S. 
Verf. hat mit dem von ihm früher vorgeschlagenen Beobachtnngs- 
verfahren an einem Registriermikrometer mit Uhrwerk (siehe AJB 4 256) 
nunmehr am kleinen Meridiankreis der Heidelberger Sternwarte, der in- 
zwischen mit einem solchen Mikrometer versehen ist, Versuche angestellt, 
die zunächst dargetan haben, daß die Ausführung der Beobachtungen 
keinerlei Schwierigkeiten bietet Der mittlere Fehler eines Fadendurch- 
ganges ergibt sich bei den VergröBerungen 80 und 120 gleichmäßig zu 
zb 0^.026. Das theoretisch sich ergebende Fortschreiten der Genauigkeit 
mit der Vergrößerung wird praktisch durch Nebenumstände aufgehoben, 
welche in den fortschreitenden Fehlern der Schraube und besonders in 
den Ablesefehlern zu suchen sind. 



938. Driencourt, Sur la precision de positions geographiques ob- 

teoues en cours de voyage avec l'astrolabe ä prisme. c. R. 140 
302, 3 S. 

Verf. teilt seine in Madagaskar auf verschiedenen Stationen erlangten 
Breitenbestimmungen mit, die er mit dem Ciaudeschen Prismenastrolabium 
angestellt hat, mit welchem Instrument der Durchgang von Sternen durch 
den 60. Höhenalmukantar beobachtet wird. Die Berechnung der Breite 
geschieht dann nach der Gaußischen Methode der gleichen Sternhöhen. 
Die Zahl der vom Verf. an einem Abend beobachteten Sterne schwankt 
zwischen 13 und 28. Verf. vergleicht die erhaltenen Breitenbestimmungen 
mit solchen, die mit einem „Meridiankreis^ ausgeführt wurden, denen sie 
sich überlegen zeigen. Ober diesen „Meridiankreis^ ist nichts Näheres 
angegeben. 

Astronom. JahiMberlcbt 190S. 16 



242 11- Teil : Astronomie. 7, 1905- 

939. H. H. TuBNEB, Farther Note on iDStramental Errors affecting 
ObservatioDS of the Mood: in reply to Mr. Cowells Paper of 
1904 June. M. N. 65 559—562. 

Verf. bleibt bei seiner Ansicht (siehe AJB 6 230, 231), daB die 
hauptsächlich von der verschiedenartigen Auffassung der zwei MondrSnder 
und dem Einfluß der Dämmerung verursachten Beobachtungsfehler durch 
entsprechende Fehiergleichungen eliminiert werden sollten und könnten. 

A.B. 

940. P. H. CowELL, Reply to Prof. Turners further Note. M. N. 
65 5G2— 564. 

Verf. kürzt die Turnersche Form der Gleichungen für die von den 
wechselnden Beobachtungsverhältnissen während einer Lunation abhängigen 
Fehler ab, indem er die von Turner neu eingefühlten Glieder für über- 
flüssig erklärt. A.B. 

941. F. BiSKE, Über eine Vorrichtung zur HorizontallegUDg der 
Zielachse eines Fernrohrs. Ref. (von Hammer): Z. f. Instrk. 25 319. 

Über das Original (B. A. 21 457) siehe AJB 6 234. A. B. 



942. Francesco Moramo, Tavole maiematiche pei calcoli di ridu- 
zione delle fotografie stellari per la Zona Vaticana (55* — 64®). 
Atti Pont. Acc. N. L. o8 35, 99, 135, 173, 27 S., gr. 80. 

Fortsetzung und Schluß der im Vorjahre vom Verf. begonnenen 
Arbeit (siehe AJB 6 237), welche die bisher noch fehlenden Tafeln 2 bis 
5 umfassen. Der Name des Verf. ist diesmal Morano gedruckt, statt wie 
im Vorjahre Morano. 

943. A. Bemporad, Nuove tavole per la trasformazione delle coor- 
dinate eqaatoriali (AR. e Decl.) in coordinate eqaatoriali retti- 
linee della fotografia Celeste. Mem. Spett. It. M 166—174. 

Verf. vereinfacht die Umrechnung der Plattenkoordinaten nach 
C er Ullis Methode (siehe AJB 6 236) durch Annahme eines engeren 
Intervalls einer Tafel, wodurch zwei andere wegfallen, und eines doppel- 
ten Eingangs für eine andere Tabelle, und gibt solche Tafeln für den 
51. Deklinationsgrad. Rechenbeispiele. A. B. 



944. W. S. Eichelberger, Reduction Tables for Transit Circle Ob- 

servations. Publ. Naval Obs. (2) 4 Appendix II, 54 S., 4o. Ref.: Nat 
72 110. 

Die unter Leitung des Verf.s entworfenen Tafeln, von denen Herr 
H. L. Rice eine ganze Anzahl konstruiert hat, sind schon seit einer Reihe 
von Jahren an der Naval-Stemwarte handschriftlich in Gebrauch. Die 
Tafeln dienen zur Reduktion unvollständiger Durchgänge von Sonne, 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. § 33. 243 

Planeten und Mond und nnsymmetriscber Deklinationseinstellnngen dieser 
Körper, femer zur Reduktion auf den Meridian, von Beobachtungen von 
Mond, Sonne und Planeten wegen Parallaxe, von Beobachtungen des 
Mondes in Rektaszension und Deklination sowie von Planeten wegen un- 
vollständiger Erleuchtung. Alle diese Tafeln und Täfelchen — 25 im 
ganzen — sind nur für den Gebrauch auf der Naval-Sternwarte berechnet. 
Dagegen sind die die letzten 24 Seiten der Arbeit einnehmenden 9 Refrak- 
tionstafeln auch auf anderen Sternwarten zu gebrauchen. Dieselben haben 
die gleiche Form wie die 1887 von der Naval-Stem warte publizierten Refrak- 
tionstafeln, sind aber zum Unterschiede von diesen auf den Pulkowaer 
Refraktionstafeln aufgebaut. 

945. Reduction Tables for Equatorial Observations. Publ. Naval Obs. 
4 App. 111, F. 1-101, 40. Ref.: Nat 78 18. 

Die Tafeln sind von C. W. Frederick für die Breite von Washing- 
ton aufgestellt. Die Einleitung enthält die zu Grunde liegenden Formeln 
fär die Differentialrefraktion in Mikrometerbeobachtungen an Äquatorealen, 
sowie eine Erklärung der Bestimmung der Instrumentalkonstanten. 

A.B. 

Siehe auch Ref. No. 55, 76, 98, 217, 233, 562. 



Photographische Methoden. 

946. E. B. H. Wade, On a New Method of Determining the Mood's 
Position photographically. M. N. «6 46—49. Ref.: Nat. 7« 352. 

Nach kurzer Beschreibung dreier bereits vorher vorgeschlagener oder 
angewandter Methoden und ihrer Vor- und Nachteile stellt Verf. folgenden 
Plan auf, der auf Bestimmung von Monddistanzen hinausläuft. An einem 
Gölostaten wird der Spiegel durch ein Prisma mit dem Kantenwinkel 
7^5 ersetzt und zwei Felder, der Mond und eine 15® entfernte Stern- 
region zugleich aufgenommen. Letztere ist dann nicht durch Mondlicht 
erhellt und die Platte wird nicht verschleiert, wie bei Aufnahmen des 
Mondes und seiner Umgebung. Verf. beschreibt seine bisherigen Versuche. 

A. B. 

947. A. F^BAUD, Etade de ciuelques-nnes des erreurs qui entachent 
les mesnres faites sar les images photographiees des astres. 
B. A. 22 5, 32 S. 

Verf. setzt seine im Vorjahr begonnene Untersuchung (siehe AJB 6 
238) fort und bringt sie zu einem vorläufigen Abschluß. Er findet, daB 
die auf einer Platte sich befindenden Bilder eines und desselben Sternes, 
die dorch verschiedene Expositionen entstanden sind, Abweichungen 
zeigen, die möglicherweise durch eine inzwischen eingetretene Änderung 
der Orientierung hervorgerufen sind, aber wahrscheinlich einer anderen 

' 16» 



244 ^' Teil : Astronomie. 7, 1905. 

noch nicht ergründeten Ursache ihre Entstehung verdanken. £s maß 
einer weiteren Untersuchung vorbehalten bleiben, festzustellen, ob diese 
Fehlerquelle die Abszissen und Ordinaten unterschiedslos beeinflußt und 
in welcher Weise sich ihre Wirkung von Platte zu Platte ändert. Verf. 
stellt eine eingehende Untersuchung einer ganzen Anzahl von Platten, 
die in Bordeaux für die photographische Himmelskarte aufgenommen 
sind, in Aussicht, um Aufschluß über die erwähnte Fehlerquelle zu 
erhalten. 

948. Bükt L. Nbwkirk, Measurement of Photographic Plates at the 
Students Observatory. — Tables for the Reduction of Photo- 
graphic Plates Made with Lenses of Wide Angle. Publ. A. S. P. 
17 65, IV* S. 
Die Unterrichtssternwarte in Berkeley hat einen Repsoldschen Apparat 
zur Ausmessung photographischer Platten erhalten und untersucht. Auch 
wurden Tafeln zur Reduktion der Messungen entworfen, die für Platten 
mit 10^ Deklinations- und 20^ Rektaszensionsdi£ferenz ausreichen. Die 
Tafeln sind auf den Turnerschen Formeln aufgebaut, aber die Refraktions- 
tafel gibt auch alles für die Differeutialrefraktion, so daß sie auch für 
die Jacobische Methode angewandt werden kann. 



949. B. L. Newkibk: W. Zurhellen, Darlegung und Kritik zur 
Reduction photographischer Himmelsaufnahmen. Pub). A. S. P. 17 
128—130. 

Der Referent findet u. a. die absprechende Kritik der Turnerschen 
Meßmethode nicht gerechtfertigt. Sonst urteilt er * günstig über diese 
Dissertation (siehe AJB 6 235). A. B. 



950. Friedrich Schilling, Über die Anwendungen der darstellenden 
Geometrie insbesondere über die Photogrammetrie. Mit einem An- 
hang: Welche Vorteile gewährt die Benutzung des Projektionsapparates 
im mathematischen Unterricht? Vorträge, gehalten bei Gelegenheit des 
Ferienkurses für Oberlehrer der Mathematik und Physik, Göttingen, Ostern 
1904. Leipzig und Berlin, B. G. Teubner, 1904. VI -+- 198 S., 80. Ref.: 
Z. f. matfa. u. nat. Unt. 86 76; Physik. Zeitsch. 6 521. 

Die vorliegende Arbeit bildet den zweiten Teil und zugleich das 
dritte Heft der von F. Klein und E. Riecke unter dem Titel ^Neue 
Beiträge zur Frage des mathematischen und physikalischen Unterrichts 
an den höheren Schulen^ gesammelten Vorträge. Inhaltlich zerföllt das 
Buch in drei ^Vorlesungen^ nnd einen Anhang, der schon im Titel 
genügend gekennzeichnet ist. Während die erste Vorlesung Aligemeines 
über darstellende Geometrie und ihre Anwendung in der Stereometrie 
bringt, enthält die zweite Vorlesung weitere Anwendungen auf verschie- 
denen Gebieten darunter auch auf Geodäsie und Astronomie, wo bei 
letzterer die Gnomonik behandelt ist. Die dritte Vorlesung behandelt 



6. Kapitel: Instrumente und Beobachtungsmethoden. § 33. 245 

speziell die Photogrammetrie, und zwar die Entwicklung der photo- 
grammetrischen Metboden bei einer und dann bei zwei oder mehreren 
gegebenen Perspektiven und scblieBiich die Anwendungen der Pboto- 
grammetrie auf den verscbiedensten Gebieten, worunter auch wieder 
GeodSsie und Astronomie sind. 151 Figuren im Text und fünf Doppel- 
tafeln mit Abbildungen erhöben die Verständlichkeit des Vorgetragenen. 



951. H. H. Turner, Further Note on the Origin of Magnitude- 
Equation in Photographic Measures. M. N. 65 228—229. 
Der EinfluB der verschiedenen Sterngrößen auf die Messungen 
photographischer Positionen (siehe AJB 6 238) stammt weniger von un- 
genauer Zentrierung der ObjekÜvlinsen, wie Herr Christie durch Ver- 
suche am Green wicher 28 Zöller festgestellt hat, als von einer Neigung 
der einen gegen die andere Linse, mag sie auch minimal sein. Beim 
Objektiv zu Algier, bei dem die Helligkeitsgleichung in ausgeprägtem 
MaBe auftrat, waren die Linsen zu stark aneinander gepreBt. Ein solcher 
Druck wird meist unsymmetrisch sein und dann entsteht die relative 
Schiefstellung der Linsen. Diese könnte vielleicht auch durch das Eigen- 
gewicht sehr schwerer Objektive erzeugt werden. A. B. 



952. 6. BoccARDi, Sulla precisione delle posizioni degli astri ottenute 
col metodo fotografico. Ann. Tor. 1 51—56, 8°. Siehe Ref. No. 97. 

Im AnschluB an vorangehende Aufsätze (siehe AJB 6 239) betoiTl 
Verf. die Überlegenheit der photographischen Methode: Das Beobachtungs- 
material werde leichter zusammengebracht, leichter ausgenützt, man kann 
genaue Positionen von Sternen bis 12. und 13. GröBe erlangen, die 
Genauigkeit der Örter kann durch Benutzung zahlreicher Anschlußsterne 
beliebig gesteigert werden usw. Dazu einige Beispiele, u. a. aus d6i| 
Erosaufnahmen von 1900. A. B. 

953. S. HiRAYAMA, Preliminary Experiments on the Photographie 
Transit. Annales de Tokyo 8, 4. Heft, 26 S. 2 Tafeln. 

Am Okularende eines Repsoldschen Durchgangsinstruments mit 
13.5 cm Objektiv wurde statt des Mikrometers ein Rohr eingefugt, 4aa 
eine Glasplatte mit 7 eingeritzten Vertikal- und zwei HorizontaLQiäen 
tragt; dicht dahinter kommt die photographische Platte (0.2 mm Abstand) 
zu stehen. Längs des Raumes zwischen den Horizontalfäden wird ^ie 
Platte durch einen schmalen Blechstreifen verdeckt, der von der Zeitubr 
auf elektrischem Wege periodisch hochgezogen wird. Der Strom wird 
eingeschaltet, wenn der Beobachter den Eintritt eines Sterns in Gesichts- 
feld gesehen und den Stern zwischen die Horizontalfaden eingestellt hat. 
Vorher wird durch kurze Erhellung des Gesichtsfeldes das Fadennetz auf 
die Platte kopiert. Verf. teilt Aufnahmen von 10 Abenden (je 32 Sterne 
mit Umiegung in der Mitte) aus der Zeit vom 1. November bis 8. De- 
zember mit. Der mittlere Fehler der Uhrkorrektion aus einem Stern 



246 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

wird dz 0^.043 (die Sterobildchen sind wenig scharf). Eine nähere 
Untersuchung läBt systematische Fehler der AR abhängig von den Dekli- 
nationen erkennen, deren Ursache noch zu ergründen ist. A.B. 



954. Celestial Photography for Amateurs. Obs. 28 300. 

Zwei kurze Auszüge aus der Zeitschrift ^Amateur Photographer^, 
in denen Ratschläge an Amateure für Stern- und Sonnenaufnahmen 
gemacht werden. 

955. Habold Jacoby, Tables for the Redaction of Astronomical 
Photographs. Col. Cont. No. 28, 24 S. 

Verf. teilt hier eine Anzahl von kleinen Tafeln, sowie deren mathe- 
matische Grundlagen mit, die dazu dienen sollen, die auf einer Stern- 
aufhahme gemessenen rechtwinkligen Koordinaten der Sterne in Rektas- 
zension und Deklination zu verwandeln und zur Lösung der umgekehrten 
Aufgabe. Dabei wird angenommen, daß das benutzte photographische 
Objektiv frei von optischer Distorsion ist, daB die im Zentrum der Platte 
sich schneidenden Achsen genau rechtwinklig aufeinanderstehen, und daB 
die y-Achse nach dem Nordpol des Himmels gerichtet ist, so daB die 
wachsenden x bezw. y mit den wachsenden Rektaszensionen und Dekli- 
nationen zusammenfallen. Die Tafeln reichen aus bis 15° Poldistanz. 



Siehe auch Ref. No. 56, 217, 231. 



Verschiedenes. 

956. G. Blüm, Moyen pratique pour observer les phases de Venus. 
B. S. A. F. 19 98. 

Verf. rät, wenn der helle Glanz der Venus stört, das Okular etwas 
anzuhauchen. Der bei kaltem Wetter sich dann auf dem Okular bildende 
Überzug schwächt das Licht und erleichtert die Beobachtung. 



957. W. HoLTz, Weshalb die Sterne als Sterne erscheinen. Gott. 

Nachr. math. phys. Kl. 1905, S. 238. Abdruck: Sir. 88 234. 
Die von den Sternpunkten bei Betrachtung mit freiem Auge aus- 
gehenden Strahlen haben nach Versuchen des Verf.s ihren Grund darin, 
daß die Mitte der Netzhaut nicht ganz homogen empfindlich ist. Nur 
bei schwachem Licht kommt die Unhomogenität zur Wahrnehmung. 

^__ A.B. 

958. F. Krügeb, Das Aussehen der Sterne. Mitt V. A. P. 15 125—127. 

Verf. äußert die Ansicht, daß schon die unvollkommenen optischen 
Flächen und die schalige Struktur der Linse die Veranlassung zur £nt- 



t 



7. Kapitel: Beobachtungen. § M. 247 

stehang von Strahlen und Zacken an den Sternfigoren bilden nnd nicht 
erst die Unhomogenitat der Netzhaut. A. B. 



959. W. HoLTZ, Bemerkung zu meinem Aufsatz über die stern- 
förmige Erscheinung der Sterne. Gott. Nachr. math. phys. El. 1905, 
439-441. 

Der Verf. entschaldigt sich, daß er die einschlägige, allerdings nur 
in physiologischen Büchern und unter Astigmatismus zu findende Literatur 
nicht berücksichtigt nnd eine falsche Erklärung gegeben habe. Über die 
strahligen Stemfiguren haben Young (Phil. Trans. 1 43), Hassenfratz, 
Fliedner, Donders und Helmholtz geschrieben. Die Erklärung ergibt 
sich aus der Struktur der Linse, am Star operierte Personen sollen die 
Strahlen nicht sehen. A. B. 



7. Kapitel: Beobachtangen. 

§34. 

Hinweise auf bevorstehende Erscheinungen. 

Finsternisse. 

960. K. GrafF) Sternkarte der Umgebung der Sonne bei der totalen 
Sonnenfinsternis 1905 August 29—30 für das Äquinoktium 

1855.0 im Maßstäbe photographischer Aufnahmen mit Objektiven von 
4 m Brennweite, enthaltend lüle Sterne der Bonner Durchmusterung und 
einige Ergänzungen. Herausgegeben Ton der Hamburger Sternwarte. 
95 X 122 cm. 

Die eigentliche Karte selbst hat eine GröBe von 79.5 X 106.5 cm 
und umfaßt eine Stunde in Rektaszension (10^ — 11^) und reicht in 
Deklination von + 3^.5 bis + 14^5. Das Koordinatennetz ist nicht 
eingezeichnet, sondern nur am Rande angegeben. Außer der Sonne ist 
auch noch der Merkur in die Karte eingezeichnet. 



961. Die Sonnenfinsternis am 29. und 30. August 1905. Monats- 
karte für den nordatlant. Ozean Äugast 1905. 

Große Karte des Verlaufs der Finsternis von Labrador bis Algier, 
Randbemerkungen über die Erscheinungen bei Finsternissen, Aufgaben 
und Beobachtungen und über die astronomischen Expeditionen zur Beob- 
achtung der totalen Finsternis. (Herausgegeben von der Deutschen Seewarte 
Hamburg.) 

962. J. Palisa, Zur totalen Sonnenfinsternis vom 30. August 1905. 
Deutsche Rerue 30. Jahrgang 8 151, 6 S. 

Populärer Aufsatz über die bevorstehende Finsternis und die inter- 
essanten Beobachtungen, die während derselben anzustellen sind. 



248 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

963. A. DE Quervain, Über FiDSternismeteorologie und die künftige 

Sonnenfinsteniis vom 30. August 190ö. Illust. Aeronaat. Mitt. 9, 
172—180. 

Über die Wirkungen der Finsternis auf die meteorologischen Zustände 
der Erde, über verschiedene diesbezügliche Theorien und Hypothesen 
und über die von der internationalen Kommission für wissenschaftliche 
Luftschi£fahrt für 29. bis 31. August geplanten Ballonaufstiege. A.B. 



964. — Teljes napfogyatkozäs (Totale Sonnenfinsternis). Ur. 6 364, 

2 S. (Magyarisch.) 
Kurze Beschreibung und Illustration der Sichtbarkeitsgrenzen der 
Finsternis vom 30. August 1905, und Darstellung der Instrumente der 
hamburgischen Expedition. Ko. 

965. Anton R]!:thly, Az aagosztus 30-iki teljes napfogyatkozäs ei 
a meteorologia (Die totale Sonnenfinsternis vom 30ten Angust 
und die Meteorologie), id. 9 266, 7 S. (Magyarisch.) 

Es werden die Sichtbarkeitsgrenzen der Finsternis vom 30. August, 
sowie die bemerkenswerteren Expeditionen beschrieben, und ausführlicher 
die bisher während Sonnenfinsternissen gesammelten meteorologischen 
Beobachtungen besprochen. K5. 

966. Dr. D. Hang^ Az auguzatus 30-iki teljes napfogyatkozäs (Die 

totale Sonnenfinsternis vom 30. August). Term. Köz. 87 517, 3 S. 
(Magyarisch.) 

Eine nach Nature gegebene Obersicht der näheren Umstände der 
Finsternis mit Angabe der zu deren Beobachtung entsendeten Expeditionen 
und deren Aufgaben. Kö. 

967. Die totale Sonnenfinsternis am 30. August 1905. h. u. E. 17 526, 

2V* S. 

Nähere Angaben über die Sichtbarkeitsverhältnisse dieser Finsternis 
mit spezieller Berücksichtigung von Deutschland. 



968. A. Berbekich, Tabelle der Sonnenfinsternis für Deutschland. 
Nat. Rund. 20 428. 

Angaben über Anfang und Ende der Finsternis vom 30. August 1905 
für 42 deutsche und 4 österreichische Städte in mitteleuropäischer Zeit. 



969. Die große Sonnenfinsternis am 30. August 1905. Sir. 38 74. 

Dauer der totalen Verfinsterung an verschiedenen Orten in der 
Totalitätszone, Tabelle über die näheren Umstände der Finsternis im 
mittleren Europa. A. B. 



7. Kapitel: Beobachtungen § 34. 249 

970. J. Plassmann, Sonnenfinsternis am 30. August 1905. Mitt. V. 
A. P. 15 65-67. 

Allgemeines über den Verlauf der Finsternis, Sichtbarkeitsverbält- 
nisse in Deutschland. Über einige Karten mit Darstellung des Weges 
des Mondschattens über die Erdoberfläche. A. B. 

971. J. HoLETSGHEK, Die Sonnenfinsternis am 30. August 1905. 
Astron. Kalender f. 1905, 126, 4Vs S. Siehe Ref. No. 73. 

Verf. gibt einen Überblick über Verlauf und Sichtbarkeitsbereich 
dieser Finsternis, und zwar zunächst in bezng auf die Lage der Totali- 
t&tszone und dann auch in bezug auf die Sichtbarkeitsverhältnisse in 
Österreich-Ungarn und Deutschland. 



972. E. W. Maukdeb, Eclipse Suggestions. j. B. A. A. 15 317—332. 

Die Besprechung der Aufgaben und Methoden der Finsternisbeob- 
achtung betrifft folgende Einzelfragen: Kleine Femrohre (2 bis 4 Zoll) 
für Corona- und Protuberanzstudien, Operngläser zum Aufsuchen der 
Sterne, Spektroskop-Operngläser zur Beobachtung des Coroniumlichtes, Be- 
obachtungen mit freiem Auge (Corona, Schattenstreifen, Sterne, Färbungen, 
Tiere), Meteorologie, Photographie, Kamera mit Objektivgitter, partielle 
Phase, Helligkeit der Corona, Landschaftsaufnahmen, Dämmerungserschei- 
nnngen. Zum Schluß wird eine Tabelle der Kontaktzeiten, Daner, Sonnen- 
höhe usw. für fünf Orte gegeben. A. B. 



973. A. Büeton-Brown, Notes on Stations for viewing the Total 
Eclipse of the Sun, 29—30. August 1905. j. b. A. A. 15 333—334. 

Verf. gibt eine tabellarische Übersicht über die normalen klimati- 
schen Verhältnisse, die Sonnenhöhe zur Zeit der Totalität, diese Zeit 
selbst und die Dauer der Totalität für 22 Orte (2 in Nordwest- und 
4 in Südostspanien, 6 auf den Balearen, 10 in Nordafrika). A. B. 



974. A. M. Clebke, Tasks for Totalities. j. B. A. A. 15 273—276. 
Von den Protuberanzen verdienen nur die ^weiBen^, die nur oder 

fast nur im Caiciumlicht leuchten und vielleicht eine Art heftiger Staub- 
emptionen sind, eine sorgfältige direkte und spektroskopische Unter- 
suchung während der Totalität, da sie außer bei Finsternissen nicht 
sichtbar sind. Auch dunkle Streifen oder Linien (Ausbrüche?) sind etliche 
Mal in totalen Finsternissen gesehen worden. Die Formen und Rotations- 
spuren der Corona müßten wieder den Hauptgegenstand des Finsternis- 
programms bilden. A. B. 

975. S. A. Mitchell, Purposes and Plans of the Solar Eclipse Ex- 
pedition of August 1905. Science N. S. 21 918. 

Kurzes Referat über einen Vortrag, den Verf. in der New York 
Academy of Sciences am 17. April 1905 gehalten hat und worin er über 



250 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

die Finsternis vom 30. Angast 1905 berichtet, über die zu ihrer Beob- 
achtang geplanten Expeditionen und die von denselben anzustellenden 
Beobachtungen. 

976. David Todd and Robert H. Baker, The Solar Eclipse of 1905 
in Spain. Obs. 28 180, l'A S. 

Die Verf. haben für 15 Orte in Spanien, die in der Totalitatszone 
liegen, die näheren Umstände des V^erlaufs der Fintemis berechnet und 
drucken auch einige Angaben aus dem Nautical Almanac Circular No. 19 
(siehe AJB 6 243) mit ab. 

977. D. Todd and R. H. Baker, Predictions for the Total Eclipse 
of the Sun, 30^ August 1905. Pop. Astr. 18 240—244. 

Bemerkungen über einige frühere Finsternisse, die dem nämlichen 
Zyklus angehören (1797, 1851, 1869, 1887), und Tabellen für Beginn 
und Ende der Finsternis und der Totalität für einen Ort in Labrador, 
12 auf dem Atlantischen Ozean, 14 in Spanien und 20 in Nordafrika. 

A.B. 

978. Mary Proctor, The Total Eclipse of August 30, 1905. e. M. 
81 258. 

Abdruck eines Artikels aus der ,,New-York World**, in welchem die 
Verf.in in populärer Weise über die bevorstehende Finsternis plaudert und 
einige historische Anekdoten über die Vorausbestimmung von Finsternissen 
erzählt. 

979. W. F. RiGGE, The Solar Eclipse of August 30, 1905, as Visible 
in the United States. Pop. Astr. 18 134—136. 

Karte Nordamerikas mit eingezeichneten Kurven gleicher GröBe der 
Finsternis bei Sonnenaufgang. Figuren des unbedeckten Teils der Sonne 
bei einer Verfinsterung von 1 bis 9 Zehnteln des Sonnendurchmessers. 

A. B. 

980. C. M. Chester, The Total Solar Eclipse. Circular of the ü. S. 
Naval Observatory; Science N. S. 21 635, 3 S.; Pop. Astr. 18 527—528. 

Verf. beschreibt den Verlauf der Totalitätszone dieser Finsternis und 
bespricht die möglichen Beobachtungsstationen, die hauptsächlich anzu- 
stellenden Beobachtungen und die geplanten Expeditionen zur Beobachtung 
derselben, sowie die zu verwendenden Instrumente. 



981. A. Reichwein, Stereoscopic Photographs of the Corona, j. b. 

A. A. 15 242—244. 

In der Zwischenzeit zwischen der Totalität in Labrador und in 
Afrika rotiert die Sonne um 1^.5, was einer Berechnung des Verf. zufolge 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 34. 251 

genngend wäre um einen sieoroskopischen £ffekt hervorzabringen. Etwaige 
Veränderangen in diesem Zeitraam würden dann im Stereoskop deatlich 
hervortreten. Stimmen dagegen beide Bilder genan äberein nnd bleibt 
der stereoskopische Effekt aas, dann ist bewiesen, daB die Corona nicht 
mit der Sonne rotiert. A. B. 

982. G. Johnstone Stoney, Proposed Observation of Mercury during 

tbe Solar Eclipse. Nat. 72 244. Ref.: Cosmos N. S. 58 111; Know. 
N. S. 2 205. 

Verf. macht darauf aufmerksam, daB Merkur bei der Sonnenfinsternis 
vom 30. August 1905 eine schmale Sichel zeigen und daher Gelegenheit 
hieten werde, zu studieren, ob eine durch EinfluB einer Merkursatmosphäre 
erzeugte Verlängerung der Hömerspitzen stattfinde. 



983. A. Lawrence Rotch, Eclipse Shadow Bands. Blue Hill Obser- 

vatory Circular. Pop. Ästr. 18 414; Nat. 72 307. Ref.: Nat. Rund. 20 428. 
Verf. fordert zur sorgfältigen Beobachtung der bei einer Sonnenfinster- 
nis unmittelbar vor und nach der Totalität auftretenden Schattenstreifen 
und ihrer Bewegung auf und gibt eine einfache Methode an, wie man 
derartige Beobachtungen ausführen kann. Fünf Fragen seien zu beachten', 
die Lage der Bänder, ihre Bewegungsrichtung, Geschwindigkeit, ihre Breite 
und ihre gegenseitigen Abstände. 

984. The Approaching Total Solar Eclipse. e. M. 81 583, 82 39. 
Abdruck eines von E. W. Maunder im ^Daily Graphic'^ veröffent- 
lichten Artikels, worin er den Verlauf der Totalitätszone der Finsternis 
vom 30. August 1905 schildert und die zur Beobachtung derselben aus- 
geschickten englischen Expeditionen aufzählt. An der zweiten Stelle 
macht Herr W. Godden einige Vorschläge über photographische Auf- 
nahmen während der partiellen Finsternis. 

985. Observation of the Total Eclipse. Know. N. S. 2 233. 

Tabellarische Übersicht über die Stationen in der Totalitätszone, die 
daselbst tätigen Beobachter und vertretenen Sternwarten (fast nur eng- 
lische und amerikanische Expeditionen sind erwähnt) und deren Beob- 
achtongsprogramme. A. B. 

986. E. W. Maunder, The Total Solar Eclipse of August 30, 1905. 
J. B. A. A. 15 240—242. 

Nähere Angaben über Labrador, die Nordkuste Spaniens, Burgos, 
Ostküste Spaniens, die Balearen und Algier, nebst Angaben der Reise- 
gelegenheiten nach diesen örtlichkeiten. — Auf S. 308 ¥drd Gijön an 
der Nordküste Spaniens als günstige Station wegen guten Hafens em- 
pfohlen. A. B. 



252 . n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

987. William J. S. Logkyer, The Approaching Total Solar Eclipse 
of August 30. Nat. 71 393, 2V4 S. 

Verf. macht Mitteilungen über den Verlauf der Totalitätszone der 
Sonnenfinsternis vom 30. August 1905 und über die Witterungsverhält- 
in den verschiedenen von dieser nberstrichenen Ländern. £r zählt femer 
die Expeditionen auf, die wohl sicher zur Beobachtung der Finsternis 
ausgesandt werden. 

988. A. C. D. Crommelin, The Coming Spanish Eclipse. Probable 
Weather Conditions. J. B. A. A. 15 138—141. 

Tabellen über Bewölkung, Lufttemperatur, monatlichen Regenfall an 
sechs Orten Spaniens in der Totalitätszone nach den Beobachtungen von 
1880 bis 1887; danach wäre Burgos der gunstigste Ort als Finsternis- 
station. A. B. 

989. G. F. Chambers, The Coming Total Eclipse of the Sun. j. b. 
A. A. 15 164. 

Verf. hat meteorologische Daten für vier spanische Orte einschließ- 
lich Palma aus den Jahren 1895 bis 1898 zusammengestellt; er empfiehlt 
den Engländern besonders Palma. Dann verbreitet er sich noch über 
die Verhältnisse (auch Dampferverbindung) von Philippeville (Nordafrika). 

A. B. 

990. The Forthcoming Total Solar Eclipse. Nat 72 399, 457. 

Zusammenstellung einer Reihe weiterer Nachrichten über Sonnen- 
finsternisexpeditionen. Angeschlossen ist ein Brief des Herrn W. J. S. 
Lockyer aus Palma vom 18. August 1905, der über die von seinem 
Vater geleitete Expedition, die Reise und die Einrichtung der Station 
berichtet. An der zweiten Stelle ist ein zweiter Brief von Dr. Lockyer 
abgedruckt, der vom 26. August aus Palma datiert ist und weitere Nach- 
richten über Einrichtung der Station unter Beigabe von fünf photographi- 
schen Abbildungen enthält. 

991. W. Shackleton, The Coming Total Eclipse. Know. N. S. 2 45 bis 
47, 71—73. 

Verlauf der Totalitätszone (Karte), Sichtbarkeitsverhältnisse, Dauer 
und Erdgegend der nächsten zehn totalen Finsternisse von 1907 bis 1916, 
Verhältnisse der jetzigen Finsternis in Nordspanien (Karte), Koronaform 
zur Zeit des Fleckenmaximnms, Sternkarte der Umgebung der verfinster- 
ten Sonne, englische Expeditionen nach Spanien und Nordafrika. 

_^ A. B. 

992. The Coming Solar Eclipse. E. M. 81 566. ^ 

Ein Anonymus fordert auf, an Orten, wo die Finsternis vom 
30. August 1905 nur partiell zu sehen ist, aber bis zu einer beträcht- 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 34. 253 

liehen Phase gelangt, darauf zu achten, ob der Mondrand nicht auch 
außerhalb der Sonne sichtbar sei. 



093. The French Eclipse Expeditions. Nat. 72 279. Ref.: Revue Sc. 
(5) 4 190; Ath. No. 4057, 190511 152; Nat. Rund. 20 428. 

Aufzählung der von Frankreich teils auf Staatskosten teils aus 
privaten Mitteln ausgerüsteten Finstemisexpeditionen. 



994. Instruction poar l'observation de l'eclipse totale de Soleil du 

30 aoüt 1905, redigee par les astronomes de rObsenratoire de l'Ebre 
(S. J.) a Tortosa. Ref.: Cosmos N. S. 52 472. 

Diese Instruktion ist einmal für die anderen Ordensanstalten berechnet, 
die in oder nahe der Totalitätszone liegen, dann aber überhaupt für 
Amateurastronomen, die den Wunsch haben, wissenschaftlich nützliche 
Beobachtungen während der Finsternis zu machen. 



995. Instructions pour l'observation du soleil par la Commission 
solaire. B. S. A. F. 19 180. Ref.: Nat. 71 592. 

Der in den Vorjahren begonnene Abdruck der von der Kommission 
der S. A. F. ausgearbeiteten Instruktion für die Sonnenbeobachtungen 
(siehe AJB 4 414, 5 422, 6 393) wird hier zunächst mit dem fünften 
Kapitel fortgesetzt, welches die täglichen Beobachtungen der Chromosphäre 
und der Protuberanzen behandelt und von H. Deslandres verfaßt ist. 
Demselben ist als Beispiel der Pnblikationsform von Protuberanzenbeob- 
achtungen eine Tafel beigegeben, welche bisher unpublizierte Beob- 
achtungen des Sonnenrandes von E. Trouvelot von 1884 Mai 28 bis 
Juni 27 enthält. 

996. Carte de i'eclipse totale de Soleil des 29 et 30 aoüt 1905; 
liea des points d'oii Ton peut en observer les phases. Carte 

dressee sous la direction du Bureau des Longitudes. Paris, Gauthier- 
Villars, 1905. 102 X 1 10 cm. Ref. : Gosmos N. S. 58 53; Pop. Astr. 18 224. 

Karte von Europa, Nordafrika und Vorderasien, in welche die Sicht- 
barkeitskurven gleicher Maximalphase der im Titel genannten Finsternis 
in schwarzer, die Kurven gleicher Anfangs- und Endzeiten der Finsternis 
in roter Farbe eingezeichnet sind. 



997. Th. Moreux, Renseignements pratiques sor I'eclipse du 30 aout 
1905. Gosmos N. S. 58 6, IV, S. 

Verf. fugt seiner früheren Mitteilung über diese Finsternis noch 
einige nähere Angaben über den Verlauf der Totalitätszone in Spanien 
(mit Karte) sowie über die günstigsten Beobachtungsorte daselbst bei. 



254 11- Teil: Astronomie. 7, 1905. 

998. Janssen, Sur Teclipse solaire totale da 30 aoat 1905. G. R. 

141 233, 1 «A S. 

Verf. macht einige allgemeine Bemerkangen über totale SonnenfiDster* 
nisse and spricht dann speziell über die Finsternis vom 30. Angust 1 905 
and seine geplante Beobachtung derselben. 



999. Th. Moreux, Les coDditions de Teclipse da 30 aofit en Algerie 
et ea Tunisie. Cosmos N. S. 58 59, IVa S. 
Verf. erörtert an der Hand einer Kartenskizze die Sichtbarkeitsver- 
h&ltnisse dieser Finsternis in Algier und Tunis. 



1000. W. DE FoNViELLB, L'observatioü de Teclipse da 30 aout en 
Algerie. Cosmos N. S. 52 615. 

Karze Mitteilangen über die Ton der Sternwarte in Algier getroffenen 
Vorbereitungen zur Beobachtung der genannten Finsternis; der Pariser 
Luftschifferklub will in Konstantine eine Auffahrt zur Beobachtung der 
Finsternis veranstalten. 

1001. Ueclipse de Soleil du 30 aoüt. Cosmos N. S. 58 30. 

Kurze Mitteilungen über zwei von P. Janssen und dem Abbe Moreux 
geleitete Sonnenfinsternis-Expeditionen . 



1002. L'eclipse totale de Soleil du 30 aoüt 1905. B. S. A. F. 19 330, 
368—371. 

Mitteilung einer Karte — 54 X 4:3 cm groß — , welche den Ver- 
lauf der Zentralitätskurve dieser Finsternis in Spanien und Nordafrika 
darstellt und ein Ausschnitt aus der großen vom Bureau des Longitudes 
yeröffentlichten Karte ist (siehe Ref. No. 996). Zweiter Artikel mit einer 
Karte des Sternhimmels für Spanien während der Totalität, mit Rat- 
schlägen über die Beobachtung der Schattenbänder und einem Schema 
dazu, nebst Bemerkungen über die französischen Expeditionen und einige 
Instrumente derselben. 

1003. L'eclipse du 30 aoüt. Ciel et Terre 26 273—284. 

Über die geplanten Expeditionen aus Belgien, Frankreich, Amerika, 
England, sowie über beabsichtigte Ballonfahrten. Gegenstände der Finsternis- 
forschung. A. B. 

1004. L'eclipse totale du Soleil du 30 aout. B. S. B. A. 10 164, 165. 
Aufforderung zur Teilnahme an einer belgischen Expedition zur Beob- 
achtung der Finsternis; Sichtbarkeitsverhältnisse in Burgos, Reisever- 
günstigung auf französischen und spanischen Bahnen. A. B. 



7. Kapitel: Beobachtungen. §34. 255 

1005. Damrt, L'edipse totale de Soleil du 30 aout 1905. B.S.B. A. 
10 1—14. 

Von den totalen Sonnenfinsternissen des XX. Jahrhunderts fallen nur 
sechs teilweise auf europäischen Boden und nur die von 1905 kann in 
jeder Hinsicht als günstig verlaufend angesehen werden. Speziell ist die 
nächste 1912 April 7 fast nur ringförmig und bloß im mittleren Teil 
ihres Verlauf auf einige Sekunden total. Verf. stellt verschiedene Ergeb- 
nisse aus früheren Sonnenfinsternissen zusammen und beschreibt die für 
Beobachtungen und Aufnahmen von Finsternissen besonders geeigneten 
Instrumente. Dann werden die Sichtbarkeitsverhältnisse der August- 
finstemis dargelegt unter Beifügung zweier Karten des Verlaufs der 
Totalitätszone, deren eine von J. Iniguez (Madrid) zur Verfügung gestellt 
worden ist, und einer Tafel mit Abbildungen der Maximalphasen an 
19 Orten. A. B. 

1006. F. J. (Jacobs), L'eclipse totale de Soleil du 30 aout 1905. 
B. S. B. A. 10 205-208. 

Über die zwei belgischen Expeditionen unter Dehalu nach Sfax 
und Damry nach Burgos. Typische Coronaformen, Sternhimmel in der 
Umgebung der verfinsterten Sonne. Finsternisdaten für Belgien. 

A. B. 

1007. Th. Morbux, Ueclipse du 30 aout visible en France comme 
eclipse partielle. Cosmos N. S. 58 227, IV^S. 

In drei Kärtchen von Frankreich, die in kurzen Text eingedruckt 
sind, hat Verf. die Kurven gleicher Zeiten für Anfang und Ende der 
Finsternis sowie für Zeit und Betrag der gröBten Phase eingezeichnet. 



1008. B. Latour, L'eclipse de soleil du 30 aout en dehors de la 

Zone de totalite. Cosmos N. S. 58 216, 2'/, S. 

Verf. macht ziffernmäßige Angaben und gibt graphische Darstellungen 

der größten Phase der Finsternis vom 30. August 1905 für eine Anzahl 

groBerer Städte außerhalb der Totalitätszone von New-Orleans bis Omsk. 



1009. D, Smabt, The Solar Eclipse of August 30. J. B. A. A. 15 286. 

Verf. gibt eine Figur über die Positionen des Mondrandes auf der 
Sonnenscheibe für eine Reihe von Zeitpunkten, und zwar für die Sicht- 
barkeit der Finsternis in Greenwich. A. B. 



1010. L'observation de Teclipse du Soleil d'aout prochaln. Cosmos 
N. S. 52 167. 

Kurze Notiz über die französischen Expeditionen, die zur Beobachtung 
dieser Finstemis ausgeschickt werden sollen. 



256 II. Teil : Astronomie. 7,1905. 

1011. L'eclipse du Soleil du 30 aout 1905. Cosmos N. S. 52 367. 
Kurze Mitteilungen fiber die vom Kommandeur der spanischen, 

militärischen Luftschifferabteilong geplanten Ballonanfstiege am 30. August 
1905 in Burgos zur Beobachtung der genannten Finsternis. 

1012. Th. Mobeux, Les formes de la couronne solaire. Cosmos N. S. 

52 479, 47, S. 
Verf. beschreibt unter Reproduktion von drei schon anderwärts 
publizierten, älteren Abbildungen der Sonnenkorona deren Formen und 
demonstriert deren Zusammenhang mit der Periode der Sonnenflecken. 
£r legt dar, daB wir bei der Finsternis vom 30. August 1905 die polare 
Form der Sonnenkorona zu erwarten haben. 

1013. Eclipses de Soleil. B. S. A. F. 19 61, 195, 263, 292. 

Unter diesem Titel machen verschiedene Mitglieder der S. A. F. 
Vorschläge über einige bei Sonnenfinsternissen anzustellende Beobach- 
tungen, speziell bei der totalen Sonnenfinsternis vom 30. August 1905. 
Auch werden über diese letztere und die dazu geplanten Expeditionen 
Mitteilungen gemacht. 

1014. Em. Touchet, L'eclipse totale de Soleil du 30 aout 1905. 
Revue Sc. (5) 4 234, 3V4 S. 

Populär gehaltener Aufsatz über die im Titel genannte Finsternis, 
ihre Sichtbarkeitsverhältnisse und die Instrumente zur Beobachtung der- 
selben. 

1015. Francesco Faccin, L'eclisse solare del 30 agosto 1905: Ri- 
sultati del calcolo per la citta di Schio e per le principali cittä 
del Veneto. Schio, L. Marin, 1905. 8o. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



1016. M. Rajna, Circostanze deir eclisse solare del 30 agosto 1905 

calcolate per tutta Italia e regioni circonvicine. Mem. Spett It. 
84 78-82. 

Die für ganz Italien und angrenzende Gebiete mit Hilfe der Ele- 
mente des Oppolz ersehen Kanon der Finsternisse aufgestellten Tabellen 
geben für jeden Breitegrad von 35° bis 47^ und für die Längen 20°^, 
30", 40"», 50°», 60°», 70°», 80°» östlich Greenw. die Zeiten von Anfang, 
Mitte und Ende, Größe und die Positionswinkel des ersten und letzten 
Kontaktes. A. B. 

1017. M. Rajna, SulF eclisse solare del 30 agosto 1905. Rend. Ist. 

Belog. 12. Febbr. 1905, 3 S. 
Allgemeine Übersicht über den Verlauf der Finsternis in Europa 
und Afrika und spezielle Angaben für Bologna. A. B. 



7. Kapitel : Beobachtungen. § 34. 257 

1018. 6. Gbablovitz, Formole per Teclisse solare del 30 agosto 1905. 
Mem. Spett. It. U 151—155. 

Fonneln für die Berübrnngszeiten, Zeit der größten Pbase, Betrag 
der letzteren in Tausendsteln des Sonnendurchmessers, sowie für die 
Positionswinkel der Eontakte, alle Größen als Funktionen der Länge und 
Breite der Beobachtnngsorte ausgedrückt. Beispiele, Tabellen für Italien 
und Spanien. A. B. 

1019. Observatorio Astronömico de Madrid, InstrnccioDes para ob* 

servar el eclipse total de Sol del dia 30 de agosto de 1905. 
Madrid 1905. 51 S., 8». 

Diese Instruktion zählt mehr in allgemeinverständlicher Weise die 
Beobachtungen auf, die man während einer totalen Sonnenfinsternis an- 
stellen kann und gibt in einigen Fällen Winke zur Ausführung derselben. 
Eine Abbildung der Sonnenkorona bei der Finsternis vom Jahre 1900 
und ein Beispiel zur Berechnung der näheren Umstände einer Finsternis 
für einen bestimmten Erdort sind beigegeben. 



1020. H. Bentob AL y Ubeta, Preparacion e instracciones para ob- 

servar con aprovechamiento el eclipse total de Sol de 30 de 

Agosto de 1905 estableciendo la existencia y condiciones de la 

atmosfera lunar y explicando el origen de todos los fenomenos 

que suelen preseotar los eclipses de Sol. Madrid 1905. 8o. Ref.: 
A. N. No. 4041, 169 143, 4». 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



1021. Coordeoadas geograficas de pantos comprendidos en la zona 

de la totalidad del eclipse de sol de 30 de agosto de 1905. 
Madrid, imprenta de la Direccion general del Instituto geographico y esta- 
distico, 1905, 40. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



1022. Observatorio Astronomico de Madrid, Memoria sobre el 

eclipse total de Sol del dia 30 de agosto de 1905. Madrid, 1904. 
125 S., gr. 80. Ref.: Cosmos N. S. 52 529; Nat. 72 77; Ath. No. 4049, 
1905 I 695; Arch. sc. phys. (4) 20 87. 

Das Vorwort ist vom Direktor der Sternwarte in Madrid Francisco 
Iniguez, die eigentliche Arbeit aber von Antonio Tarazona verfaßt, 
letztere zerfallt in zwei Teile, deren erster die numerischen Angaben und 
Tabellen über die Vorausberechnung der Finsternis enthält, während der 
zweite die graphische Darstellung der Phasen der Finsternis bebandelt. 
Fünf Karten teilweise in Buntdruck sind der Abhandlung beigefügt, 
nämlich 1. eine Erdkarte mit den Hauptsichtbarkeitskurven des Finsternis, 
2. eine Karte von Spanien mit der eingetragenen Totalitätszone, 3. eine 

Astronom. Jahresbericht 1905. 17 



258 IL Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Karte der letzteren in sehr großem Maßstäbe, 4. eine Sternkarte der 
näheren Umgebung der Sonne während der Totalität und 5. eine Karte 
des nördlichen Sternenhimmels, in der die Stellung der Sonne ange- 
geben ist. 

1023. J. Plassmann, Die partielle Mondfinsternis vom 14 August 
1905. Mitt V. A. P. 16 62. 

Verhältnisse der Sichtbarkeit der Finsternis, Bemerkungen über die 
Beobachtung derselben. A. B. 

1024. Die teilweise Mondfinsternis vom 14. August 1905. Sir. 88 162. 
Angaben über die Sichtbarkeitsverhältnisse. A. B. 



1025. Ph. Fauth, Zur totalen Mondfinsternis am 9. Februar 1906. 

Mitt V. A. P. 15 121—124. 
Diese für Deutschland in den Morgenstunden des 9. Februar (bürg.) 
beginnende Finsternis könnte Gelegenheit geben die Grenze des Erd- 
schattens auch außerhalb der Mondscheibe am Himmelsgrunde zu er- 
kennen, wie dies zuerst von Klein von der Augustfinsternis 1887 be- 
richtet worden ist. Durch die vom Verf. angestellten Betrachtungen wird 
eine Erklärung zu geben versucht, warum diese Gelegenheit sich nur bei 
abends oder morgens eintretenden Mondfinsternissen bietet. A. B. 



Siehe auch Ref. No. 77^ 515. 



Planeten und Monde. 
1026. W. F. Denning, Telescopic Work for Observers of Planets. 

Nat 72 208. 

Verf. gibt einige Winke, welche der großen Planeten gerade zu 
beobachten sind, und was auf ihnen besonders zu beachten ist. In 
einem Postskriptum teilt Verf. eine von ihm am 24. Juni 1905 gemachte 
Längenbestimmung des roten Flecks auf Jupiter mit. 



1027. Retour de la planete Mars. B. S. A. F. 19 31, 2»/» S. 

Hinweis auf die am 8. Mai 1905 bevorstehende Opposition des Mars 
und Darstellung des an diesem Tage vom Mars aus zu beobachtenden 
Vorüberganges der Erde vor der Sonnenscheibe in zwei schematischen 
Figuren. 

1028. R. BucHANAN, The Approaching Oppositions of Mars. Pop. Astr. 
13 137. Ref.: Nat. 71 494. 

Ober die Entfernungen und Helligkeit des Mars bei den nächsten 
Oppositionen Mai 1905, Juli 1907 und September 1909 im Vergleich mit 
den zwei vorangehenden von 1901 und 1903. A. B. 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 34. 259 

1029. W. F. Denning, The Planet Uranus. Nat. 72 244. 

Verf. macht darauf aufmerksam, daß Uranus einen Tag nach seiner 
am 16. Juli 1905 stattfindenden Konjunktion dicht bei dem Stern 
1 Sagittarii stehen werde und daher leicht für Amateure aufzufinden sei. 



Kometen und Sternschnuppen. 

1030. W. T. Lynn, Periodical Comets due in 1905. Obs. 28 59. 

Ref.: Nat. 71 306. 
Verf. weist darauf hin, daB der Enckesche Komet erst am 4. Januar 
1905 durchs Perihel gehe, daher dem Jahre 1905 zuzurechnen sei. 
Aufierdem sei im Jahre 1905 nur die Wiederkehr des Kometen 1884111 
(Wolf) zu erwarten. 

1031. W. F. DbnninGj Periodical Comets due in 1905. Obs. 28 106. 
Ref.: Nat 71 374. 

Verf. teilt im Anschluß an vorstehend referierte Notiz mit, daB 
Tempels I. periodischer Komet von 1867 im April 1905 in sein Perihel 
kommen müsse, und daß der Bamardsche Komet von 1892 möglicher- 
weise auch Ende 1905 zurückkehre. 



1032. W. T. Lynn, Periodical Comets due in 1905. Obs. 28 141. 

In Erwiderung auf die vorstehend referierte Notiz teilt Verf. mit, 
daß nach den Hindschen Elementen des Barnardschen Kometen 1892 V 
dessen Periheldurchgang erst im Februar 1906 zu erwarten sei. Den 
I. periodischen Tempelschen Kometen von 1867 hält Verf. für verloren. 



1033. R. Gautieb, Tempel's First Periodic Comet. Obs. 28 189. 
Verf. hält diesen Kometen keineswegs für verloren (siehe vor- 
stehendes Ref.) und weist auf seine Ephemeride desselben hin (siehe Ref. 
No. 731). 

1034. Comet 1905c. Nat. 78 208. 

Außer der Ephemeride Strömgren wird ein Hinweis (nach Denning 
in ^Daily Graphic^) auf die rasche Lichtzunahme des Kometen gegeben, 
der anfangs Januar mit freiem Auge sichtbar werden könnte. A. B. 



1035. J. R. Henry, The Lyrid Meteors. Nat. 71 560; E. M. 81 222. 

Verf. weist auf den bevorstehenden Lyridenfall hin, dessen Maximum 
am 19. April 1905 zu erwarten sei. 



1036. July and August Meteors. Nat. 72 255. 

Hinweis auf die vom 18. Juli bis 20. August tätigen Radianten. 
Obwohl der Mond in den Nächten des 10.^ 11. und 12. August erst 

17* 



260 I^* l'eil: Astronomie. 7, 1905. 

sehr spät untergeht, so wird doch das Beobachten der Perseiden nach 
seinem Untergang an diesen Abenden besonders empfohlen. Wegen der 
Lage der Radianten wird auf A. N. No. 3874 (siehe AJB 5 176) ver- 
wiesen. 

1037. November Meteors. Know. N. S. 2 278. 

Sternkarte von Andromeda und Cassiopeia, der Gegend des Bieliden- 
radianten, dessen Tätigkeit vom 17. bis 23. November sein Maximum er- 
reichen soll (siehe Ref. 798). A. B. 

1038. The Bielid Meteors. E. M. 82 319. 

Kurze Geschichte des Kometen Biela und des Bielidenschwarms, 
Hinweis auf die im November 1905 bevorstehende Erscheinung der Biela- 
sternschnuppen (vgl. Ref. No. 798). 



1039. J. R. IIbnry, The Leonid Meteors. Nat. 78 28. 

Verf. behauptet, es existiere eine 19 jährige Periode der Leoniden 
und auf die zwei reichen Fälle 1867 und 1886 folge nun eine reiche 
Erscheinung 1905 mit einem nach des Verf.s Rechnungen fär Europa 
und Amerika am 15. November sichtbaren Maximum. A.B. 



1040. J. R. Henry, The Leonid Meteors, e. M. 82 321 • 

Bemerkungen über die Sichtbarkeitsverhältnisse des Leoniden- 
Phänomens, dessen Maximum am 15. November 1905 zu erwarten sei. 

A.B. 

Allgemeines. 

1041. W. F. Dennikg, A Suggestion as to Reporting Astronomical 
Observations. J. B. A. A. 15 387. 

Verf. erklärt es für zweckmäßig, rechtzeitig im Journal der B. A. A. 
Hinweise auf besondere Erscheinungen am Himmel zu geben, verbunden 
mit der Aufforderung an die Mitglieder kurze Nachrichten über ihre Be- 
obachtungen einzusenden. Er gibt selbst ein Verzeichnis von solchen im 
August bis Dezember zu erwartenden Erscheinungen. A. B. 



§35. 

Mitteilungen und selbständig erschienene Werke gemiBchten 

Inhalts. 

1042. Edmund Weiss, Annalen der k. k. ÜDiversitätssternwarte in 

Wien. 15. und 18. Band. Wien 1906. XXlH- 174 S. und III -h 165 S., 
40. Ref.: Nat 72 388. 

Der erste dieser beiden Bände (15) enthält zwei schon früher 
separat herausgegebene Arbeiten, nämlich einen von F. Bidschof zu- 
sammengestellten Katalog von 2417 Sternen (siehe AJB 4 348) und 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 35. 261 

Jupiterbeobachtnngen von J. Rheden (siehe AJB 5 483). Den Schluß 
des 15. Bandes bilden auf 61 Seiten „Hilfstafeln im Gebrauche der 
k. k. Sternwarte^, welche folgende einzelneu Tafeln umfassen: 1. Tafel 
für den Logarithmus factor parallacticus in Rektaszension und Deklination, 

2. Tafel zur Berechnung der Refraktion bei Mikrometerbeobachtungen, 

3. Tafel zur Berechnung von Stundenwinkel, Deklination und parallakti- 
schem Winkel ans Azimut und Hohe und umgekehrt, 4. Tafel der mitt- 
leren Refraktion, 5. Tafel zur Reduktion der Meridiankreisbeobachtungen 
nach der Mayerschen Formel und 6. Tafeln zur Verwandlung von Stern- 
zeit in mittlere Zeit und umgekehrt. Der 18. Band enthält zunächst 
Planeten- und Kometenbeobachtungen, die Herr J. Palisa in den Jahren 
1899 — 1901 am Grubbschen Refraktor angestellt hat (siehe tabellarische 
Übersicht der Beobachtungen in § 37 b und c) nebst Vergleichsternbeob- 
achtungen (Seite 75 und 109) und je eine Beobachtung der Nebel 
J.C. 292 und N.G.C. 766 sowie zweier Anonyma (Seite 74 und 109). 
Den Rest des Bandes füllen meteorologische Beobachtungen. 



1043. L. Struve et N. Jewdokimow, Annales de rObservatoire 

astronomique de l'üniversite imperiale de Kharkow. Tome I. 
Kharkow, 1904. LXIX-f- 218 S., 40. 

In dem von Herrn L. Struve verfaBten ersten Teil des Bandes gibt 
dieser zunächst einen Überblick über die Geschichte der Sternwarte und 
die Bestimmung ihrer Breite, Länge und Höhe. Danach ist 9 = + 
50*0'9'.90±0'.035, A = 2*^24™ 55«.77 östlich von Greenwich und die 
Höhe 137.62 m über dem mittleren Spiegel der Ostsee und des Schwarzen 
Meeres. Dann beschreibt Verf. unter Beifügang einer Photographie den 
Repsoldschen Meridiankreis der Sternwarte und seine Aufstellung, und 
berichtet über die Bestimmung der Instrumentalkonstanten und die Reduk- 
tion der Beobachtungen. Diese beziehen sich auf Zodiakalsteme und 
Anhaltsterne für die Erosbeobachtungen. Von den Zodiakalsternen sind 
nur die Deklinationen beobachtet, und zwar von 1895 Mai 27 bis 1898 
Juli 8 von Herrn N. Jewdokimow und von da ab bis 6. Oktober 1902 
von Herrn L. Struve. Dann folgen die von beiden Herren abwechselnd 
ausgeführten Rektaszensions- und Deklinationsbeobachtungen der Anhalt- 
Sterne für Eros. SchlieBlich sind die auf 1900.0 bezogenen Deklinationen 
der Zodia]|;alsterne und Örter der Anhaltsterne systematisch zusammen- 
gestellt. 



1044. Royal Observatory, Greenwich, Transits observed and Ob- 
servatioDs of Zenith Distance wlth the Transit-circle and Com- 
patations of Apparent Right Ascension and Geocentric North 
Polar Distance 1902. Greenw. Obs. 1902 [1] und (1), 233 S., 40. 
Unter diesem Titel sind die zwei getrennten Abschnitte zusammen- 
gefaßt, die Rektaszensions- und Zenitdistanzbestimmungen von Sonne, 
Mond, großen Planeten und Sternen, die am großen Meridiankreis der 



262 II. Teü: Astronomie. 7, 1905. 

Greenwicher Sternwarte im Jahre 1902 erhalten worden, in chronologi- 
scher Folge unter Beifügung der tabellarischen Übersicht der Instrumental- 
fehler umfassend. 

1045. Royal Observatoby, Gbeenwich, Meridian Observations of 
Transits and Zenith Distance with the Altazimath and Com- 
putations of Apparent Right Ascension and Geocentric North 
Polar Distance 1902. Greenw. Obs. 1902 [i] und (i), 74 S., 4o. 

Wie im vorjährigen Bande des AJB sind unter diesem kombinierten 
Titel zwei Abschnitte im Band 1902 der Greenw. Obs. zusammengefaßt. 
Arbeitsprogramm, Anordnung der Beobachtungen usw. sind die gleichen 
geblieben wie seit Indienststellung des neuen Altazimuts (siehe AJB 
6 250). 

1046. Royal Obskkvatoby, Gbebnwich, Extra-meridian Obser- 
vations with the Altazimutb, and Compatations of Zenith 

Distance and Azimuth with Errors of Tabnlar Places 1902. 
Greenw. Obs. 1902 ji}, 23 S., 4». 

Beobachtungsprogramm, Anordnung der Beobachtungen usw. sind die 
gleichen geblieben wie bei Beginn der 1899 angefangenen Beobachtungs- 
reihe (siehe AJB 6 250). 

1047. W. H. M. Christie. Astronomical and Magnetical and Meteo- 

rological Observations made at the Royal übservatory, Green- 

wich, in the year 1902. Edinburgh, Neill & Co., Limited, 1904. 
12 -+- cxlii H- [130] 4- (103) H- {232J -h [40] + (34) -h 17.5} -+-61 -+-27-+- Ivü 
-h (cxxi) -h 7 -h 7 H- (29) S., 40. 

Der vorliegende Band gelangte Anfang 1905 in die Hände der 
meisten Empfangsberechtigten. Er schlieBt sich im großen und ganzen 
nach Inhalt und Anordnung des Stoffes den letztvorhergegangenen Bänden 
(siebe AJB 6 248, 249) an. Wie üblich wird der Band durch eine 
umfangreiche Einleitung eröffnet, die sich auch in den bisherigen Grenzen 
bewegt (siehe AJB 2 240). Unmittelbar hinter dem Titel ist ein Blatt 
mit Verbesserungen zu den Greenw. Obs. 1876, 1899, 1900, 1901, 1902 
und dem Nine-year Catalogue for 1872 sowie dem Second Ten-year 
Catalogue for 1890 eingeschaltet. Über die einzelnen Teile und Beob- 
achtungsreihen in diesem Bande siehe die Ref. No. 13, 844, 1044, 1045, 
1046, 1096, 1100, 1101, 1136, 1145, 1206, 1207, 1208, 1245, 1302, 
1587, 1588, 1589. 

1048. Annales de l'Observatoire de Paris, publikes sous la direction de 
M. Loewy. Observations 1901. Paris, Gauthier- Villars, 1905. 571S.,40. 

Bis Mitte März wurden am groBen Meridiankreis und an den beiden 
G am bey sehen Instrumenten die Erossteme beobachtet, nachher mit 
letzteren die Anhaltsterne für den Pariser photographischen Katalog, 
während der große Meridiankreis für die Fundamentalsterne and für 



7. Kapitel: Beobachtangen. § 35. 263 

Breitenbestimmung diente. Das Häaschen des Meridiankreises ^da Jardin^ 
wurde 1901 erweitert und auch sonst erneuert. GroBer Meridiankreis: 
Tagesbeobachtungen, Sonne, Mond, Planeten, Fundamentalsteme von 
F. Boqnet. Einleitung über Reduktionen (A 1 — 28), Beobachtungen 
(29 — 61), Resultate (62 — 73). Femer Beobachtungen von Oltramare 
nnd Lancelin von Vergleichstemen für Eros und Mond (B 1—32), von 
absoluten Deklinationen der C. d. Tempssteme sowie Breitebestimmungen 
(B 33 — 125). Gambeysche Instrumente: Positionen von Mond, Planeten 
und Sternen beobachtet von Barre, Viennet, Brandicourt. Vorbe- 
merkungen über die Instrumente, Instrumentalkonstanten, Beobachtungen 
der Zirkumpolarsterne, Korrektionen der Kreisablesungen, Barometerstände 
(C 3—21). Beobachtungen (C 22—108). Mittlere Örter der Erossteme 
(C 109— 113), der anderen Sterne (C 113— 141), Örter des Mondes 
und der Planeten (C 142 — 145). Äqnatoreal Secretan-Eichens, Beob- 
achtangen von Bigourdan und Fayet (Doppelsternmessungen, Positionen 
der Nova Persei, 17 Sternbedecknngen). Die Beobachtungen von Plane- 
toiden (Mascart, Gallandreau, £ 15—47) sind in die Beobachtungs- 
tabelle aufgenommen. G. Bigourdan, Beobachtungen von Nebeln und 
Sternhaufen am Westäquatoreal ; AR-Stunden 4*^ und 2*^ (F 1 — 153). 
Meteorologische Beobachtungen (G 1 — 16). A.B. 



1049. Bassot, Presentation de trois Yolumes des Annales de TOb- 
servatoire de Nico. c. R. 140 198, IVa S. 
Als der Verf. zum Nachfolger von J. Per rotin ernannt wurde, 
fand er die Bände VIII, IX nnd X der Nizzaer Annalen bereits unter der 
Presse vor, so daB er nur die Fertigstellung zu überwachen hatte. Die- 
selben erscheinen noch unter dem Namen Perrotins nnd der erste der 
drei genannten Bände enthält auch ein Porträt und einen Nekrolog des- 
selben. Der VIII. Band enthält außerdem: die Längenbestimmungen 
zwischen zwei Orten auf Korsika und der Nizzaer Sternwarte, Meridian- 
kreisbeobachtungen während des Jahres 1895 nnd von den Anhaltsternen 
für die Erosopposition 1900/01, endlich noch Beobachtungen und Ent- 
deckungen von kleinen Planeten, Kometen nnd Stembedeckungen an ver- 
schiedenen Aquatorealen. Der IX. Band bringt in seinem ersten Teile 
eine ausführliche Arbeit von Ch. Nordmann, die in der Hauptsache 
die von diesem in seiner Dissertation entwickelten Ideen enthält (siehe 
AJB 5 392), während der zweite Teil des Bandes Meridiankreisbeob- 
achtnngen aus den Jahren 1896—1898 umfaBt. Der X. Band enthält 
lediglich meteorologische Beobachtungen. 



lOöO. Annales de l'observatoire de Nico. Travaux executes sous la 
direction de Mr. Perrotin. Paris, Gauthier- Villars, 1904. 8, XII 4- 541 S., 4«. 

Der vorliegende Band enthält (S. I — IV) einen Nachruf für J. A. 
Perrotin, der von 1881 bis 1904 Direktor der Sternwarte gewesen 
war. Dann folgt (V — XII) die Schenkungsurkunde, in der die Sternwarte 



264 IL Teüj Astronomie. 7, 1905. 

Nizza nebst 2.5 Mili. Frs., zahlbar innerhalb zweier Monate nach dem 
Tode des Stifters Bischof fsheim, sowie allem beweglichen und unbe- 
weglichen Zuwachs, der der Sternwarte vom 15. November 1899 (Datum 
der Urkunde) bis zum Todestag seitens des Stifters noch geleistet würde, 
der Universität Paris als freies Eigentum vermacht wird. Die laufenden 
Ausgaben im Sjterbemonat und im darauffolgenden Monat sollen zu Lasten 
der Nachkommen des Stifters fallen, desgleichen für etwaige in Ausführung 
begrififene Instrumente u. dgl. fällige Kosten. Dann folgen die wissen- 
schaftlichen Abhandlungen, über die in den entsprechenden Paragraphen 
des AJB näher referiert wird. A. B. 



1051. Annales de Tobservatoire de Nice. Travaux executes sous la 
direction de Mr. Perrotin. Tome IX. Paris, Gauthier -Villars, 1905. 
152 -h 331 S., 40. 

Der erste Teil, Gh. Nord mann, „Essai sur le role des ondes hert- 
ziennQs en astrophysique et sur diverses questions qui s'y rattachent^ 
(A. 1 — 152) ist die Nord mann sehe Dissertation, über die schon AJB 
5 392 berichtet worden ist. Dann folgen Meridian beobachtungen von 
1896 Januar 3 bis 1898 Dezember 31, 329 S., wovon 23 S. auf die 
Vorbemerkungen kommen. Diese betreffen Uhr, Niveau, Schrauben, 
Fadendistanzen, BeduktionsgröBen, ihre Bestimmung und ihre zur An- 
wendung gelangten Werte, femer (für die Deklinationen) Mikroskope, 
Mikrometerschraube, Teilungsfehler, Biegung. A. B. 



1052. A. Obeecht, Anuario del Observatorio Astronomico de San- 
tiago de Chile. Tomo tercero. Santiago de Chile 1902. Imprenta Cer- 
vantes. 264 S., 80. 

Dieser dritte Band des Santiago -Jahrbuchs enthält Abhandlungen 
aus der Geodäsie (siehe Ref. No. 2227), über Himmelsmechanik (siehe 
Ref. No. 806), Bahnbestimmung (siehe Ref. No. 554) sowie Mitteilungen 
über geographische Ortsbestimmungen (siehe Ref. No. 1082). A. B. 



1053. Annales du Bureau des Longitudes. Travaux faits h robservatoire 
astronomique de Montsouris (Section navale) et Memoires divers. 6, Paris, 
Gauthier-Villars, 1903. XH-356S., 4^. 

Dieser Band enthält drei Abhandlungen, von de Vanssay über die 
vom Bureau organisierten magnetischen Vermessungen des Schiffskapitäns 
de Bernardi^res (A. 1 — 183 mit 8 Tafeln), von Memain (B. 1 — 84) 
über Vereinheitlichung der Kalender (siehe AJB 1 103) und von 
£. Guyou (C. 1 — 89) über die Ausdehnung des Dezimalsystems auf die 
Kreiseinteilung (siehe AJB 1 71, nur Titel). Der Verf. stellt verglei- 
chende Studien über die Vor- und Nachteile der Dezimalteilung des 
Kreises an. Er spricht sich zur Vermeidung einer größeren Umwälzung 
für die Beibehaltung der alten Zeiteinteilung aus, wenigstens vorläufig, 
wodurch aber die Reform der Kreisteilung nicht aufgehalten zu werden 
bruche. Um Gelegenheit zur Erprobung der Dezimalteilung zu geben. 



7. Kapitel: Beobachtungen. §35. , 265 

hat Verf. Ephemeriden von Sonne und Planeten nebst zahlreichen astro- 
nomisch-nautischen Tafeln auf diese Teilung umgerechnet. Dieselben 
gelten für Juni 1899 bis Februar 1900 (siehe auch AJB 3 115 über 
den Erfolg). A. B. 



1054. Annales de rObservatoire Royal de Belgique, editees aox frais 

de l'etat Nouvelle Serie Annales astronomiques. Tome 8. Travaux 
publies par les soins deG. Lecointe, Directeur scientifique du semce astro- 
nomique. Bruxelles, Hayez imprinieur, 1904. VIII -+-40 -+-48 -+-26 -+-44 
-+- 32 -h LXVIII -+- 342 -+- 23 S., 4». 

In der Einleitung dieses Bandes, der meistens erst 1905 in die 
Hände der Empfangsberechtigten gelangte, setzt der Direktor auseinander, 
wie es bisher mit den Publikationen der Brüsseler Sternwarte gehalten 
wurde und wie nunmehr die ^Annales astronomiques^ von den gesondert 
numerierten Bänden der „Physique du globe^ getrennt erscheinen sollen. 
Im vorliegenden 8. Bande der ersteren erscheinen zunächst eine Anzahl 
früher bereits zur Ausgabe gelangter Arbeiten zusammengefaßt nämlich: 
L. Niesten „Mesures micrometriques d'etoiles donbles faites de 1878 
ä 1896^; E. Stuyvaert „Observations sur l'aspect physique des planstes 
Mars et Jupiter, faites de 1882 ä 1896"; L. Niesten und E. Stuyvaert 
^Observations sur Paspect physique de la planete Venus, faites de 1881 
ä 1895"; L. Niesten ^Observations sur Taspect physique de la planete 
Jupiter, faites de 1883 ä 1896** und ^Observations sur l'aspect physique 
de la planete Mars, faites de 1884 a 1894". Dann folgt eine sehr aus- 
führliche Arbeit von E. Bijl „Determination de la latitude de TObser- 
vatoire Royal de Belgique ä Uccie et recherche des variations apparentes 
de la latitude", die 410 Seiten umfaßt und von der Verf. schon im 
Vorjahre einen Auszug in den A. N. veröffentlicht hat (siehe AJB 6 258). 
Den Schluß des Bandes bilden verschiedene Beobachtungen des Herrn 
E. Stuyvaert und zwar der Mondfinstemisse 1892 Mai 11, 1896 
Februar 28, 1898 Januar 7, Juli 3 und Dezember 27; dann folgen 
Sternbedeckungen durch den Mond von 1892 März 3 bis 1900 Juli II. 
Den Schluß bilden Kometenbeobachtungen (siehe tabellarische Übersicht 
der Beobachtungen in § 37 c). 



1055. Memorie del R. Osservatorio astronomico al Collegio romano, 

pubbl. per cura del Direttore Prof. Elia Mill ose vich. Serie III, Vol. IV, 
part 1. Roma, 1904. VII 4- 114 S., 4». 

In der Einleitung erwähnt Verf. eine Anzahl Verbesserungen an den 
Instrumenten und sonstigen Einrichtungen der Sternwarte. Die Bibliothek 
wurde in einem anderen Raum untergebracht und bedeutend erweitert. 
Die Beobachtungen der Protuberanzen werden wie unter Tacchini weiter 
geführt. Die Publikation enthält Beobachtungen am Äquatoreal, ausge- 
führt 1901 und 1902 von Millosevicb, 1903 von diesem und 
£. Bianchi, hauptsächlich Positionen von Planetoiden und Kometen 
(3—25). Dann folgen (27—31) Berechnungen der Planeten (487), (303) 



266 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

and (306) (Berl. Jahrb. für 1905). £. Tringali teilt hierauf aasfähr- 
lieh seine Untersachangen aber das Fleckenminimam von 1901 mit 
(35—67); die Tabellen geben far die Jahre 1878 bis 1903 die jfihr- 
liehen Fleckensammen and die taglichen Darchscbnittszahleu and weiter 
die aasführlichen Tagesergebnisse der Sonnenbeobachtangen in Rom für 
die Jahre 1900 bis 1903. Das Resultat (1901.45) ist schon früher 
veröffentlicht (siehe AJB 6 407). Nach einer Abhandlang von Bianchi 
über die geographische Breite der Sternwarte (siese Ref. 1091) folgt eine 
von Millosevich verfaßte Bibliographie der von der Sternwarte des 
CoUegio Romano 1803 bis 1847 herausgegebenen Publikationen (S. 111 
bis 114). Die Anzahl derselben ist 57. A. B. 



1056. F. Angelitti, Pubblicazioni del R. Osservatorio di Palermo. 
Nuova Serie 1. Palermo, Tipografia matematica 1904. 570 S., 4^. 

Dieser erste Band der neuen Publikationen der Sternwarte Palermo 
setzt sich aus einer größeren Anzahl von Einzelabhandlungen zusammen. 
Zuerst berichtet Angelitti über den Zustand der Sternwarte und die 
daselbst 1899 bis 1903 ausgeführten Arbeiten. Ein sarazenischer Turm 
von 20 m im Quadrat am Bergabhang, gegen das Meer 35.5 m, an der 
Rückseite 27.5 m hoch, aus Mauern von 1.5 bis 4.5 m Dicke erbaut 
und mit Seitentürmen flankiert, wurde 1790 zur Sternwarte eingerichtet. 
Abgesehen von kleinen Änderungen im inneren und Äußeren ist der Bau 
jetzt noch derselbe. Hinsichtlich der Stabilität gibt er, wie Verf. an den 
Neigungs- und Azimutbeobachtungen des Meridiankreises zeigt, anderen 
Sternwarten kaum etwas nach. Verf. beschreibt unter Beifügung von 
Abbildungen den Meridiankreis von Pistor und Martins (aufgestellt 1859) 
mit seinen Hilfsapparaten, das Zenitfernrohr von Wauschaff (1900), 
das Durchgangsinstrument von Salmoiraghi, das Merz sehe Äquatoreal 
von 25 cm Öffnung (1859), das schon recht abgenutzt ist, mehrere Uhren, 
Chronometer, Chronographen und kleinere Instrumente. Außerdem werden 
die nicht mehr gebrauchten alten Instrumente beschrieben, von denen 
der Rams den sehe Kreis, an dem Piazzi beobachtete und die Ceres 
entdeckte, von historischem Interesse ist. Eine Übersicht über die wissen- 
schaftlichen Arbeiten der Jahre 1898 bis 1903, vielfach in die Dante- 
forschung einschlagend, beschließt den Bericht (52 S.). 

Die erste Abhandlung (100 S.), verfaßt von Angelitti, betrifft 
die Zeit, in der Dantes Divina Commedia spielt, nach chronologischen 
Andeutungen und den in der Commedia angeführten Himmelsbeobachtungen 
(abgedruckt aus ^Atti delP Accad. Pontaniana 27 1898). Es sind darin 
für gewisse Zeiten der Jahre 1300 und 1301 Örter (Ephemeriden) von 
Sonne, Mond, Venus, Mars, Jupiter und Merkur gerechnet. 

Abhandlungen No. 2 und 3, gleichfalls von Angelitti, enthalten 
^Formeln und Lehrsätze über das Erdellipsoid und Berechnungen einiger 
Elemente für die Breite von Capodimonte auf dem B es s eischen Eilip- 
soid'' (124 und 72 S.; aus AUi Acc. Pontan. 28 1898 und Rendic. 
Acc. Napoli Sc. Fis. e Mat. 1898—1899; siehe Ref. No. 2174). 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 35. 267 

Dann folgt No. 4 T. Zona, Beitrag zur Erdphysik, ^das Wasser- 
braasen^, ein in Gebirgsgegenden den Hagelfällen Vorangehendes Geräusch 
(^grido^), sowie eigentümliche am Golf von Castellamare gehorte Schläge, 
die mit den Mistpoeffers an der Nordsee identisch sein dürften (8 S.). 

In No. 5 hat Angelitti Untersachungen angestellt ,,über die haupt- 
sächlichsten Erscheinungen des Planeten Venus während seiner zwölf 
synodischen Umläufe von 1290 bis 1309 und einige Hinweise darauf in 
Dantes Werken^ (24 S., aus Atti R. Acc. Palermo VI, 1901); Tabellen 
über Venus als Morgen- und Abendstem und die Konjunktionen mit der 
Sonne. 

Zwei kurze Abhandlungen von Zona behandeln die Taubildung 
(6 S., Atti R. A. Pal. VI) und die Formänderungen der Sonne am Hori- 
zont (5 S. mit Tafel, ebenda). 

No. 8: F. Angelitti ^Beobachtungen von Zenitdistanzen am Repsold- 
schen Meridiankreis auf der Sternwarte zu Capodimonte 1893 — 94^, 
beginnt mit einigen Bemerkungen über das Instrument und die Beob- 
achtungsmethode, erklärt die Reduktionen, worauf Tabellen über Baro- 
meter- und Thermometerstand und Nadirbestimmungen folgen. Dann 
werden die Beobachtungen der Zenitdistanzen mitgeteilt. Anfänglich 
werde Polaris allein, dann zusammen mit Spica, mit ^Geti und weiter 
mit den Stempaaren y Cass. und ß Ariet. bei OC und a Drac. und 
a Boot, bei UC von Polaris beobachtet. Die Verwertung der Beobach- 
tungen z. B. zur Bestimmung der Polhöhenschwankung behält sich Verf. 
vor (79 S. aus Atti R. Accad. Palermo VII, 1902). 

In No. 9 und 10 (28 und 8 S. ebenda) teilen T. Zona und 
F. Cantelli ihre ^Beobachtungen der Durchgangsdauer der Sonne durch 
den Meridian" aus 1900 — Ol bezw. 1902 mit. Benutzt wurde das 
Passageninstrument von Salmoiraghi (Typus von C. Bamberg) von 
74 mm Öffnung. Die erhaltenen Durchmesser sind mit den Angaben 
des Berliner Jahrbuchs verglichen. Es wurde durchweg nach Aug- und 
Ohrmethode beobachtet, 1900 direkt, 1901 am Projektionsbild der 
Sonne (1902?). 

Den SchluB des Bandes bilden einige kleine Aufsätze verschiedener 
Art. „Über die Entdeckung des ersten Planetoiden Ceres durch Piazzi 
am 1. Jan. 1901" von Angelitti (siehe AJB 3 69), „Sizilien im Anfang 
der Geschichte und im XX. Jahrhundert" von Zona, „Tabelle zur 
Reduktion von Temperaturablesungen", „Regel zur Verwandlung von 
Stemzeit in mittlere Zeit", „Die Frage der Gestalt der Erde im Altertum", 
„Programm Angelittis für das Lehrjahr 1903 — 04 in Astronomie". 

A. B. 

1057. Josi: CoMAs Sola, Notas astroDomicas presentadas ä la Real 
Academia de Ciencias y Artes. Barcelona Mem. (3) 5 27, 25 S., 4^. 
Diese Publikation bildet No. 3 des 5. Bandes und trägt auf dem 
Titel den Vermerk: „Publicada en enero de 1905". Sie umfaßt sieben 
verschiedene Mitteilungen, deren erste vom 30. März 1903, die letzte vom 
24. November 1904 datiert ist. Die erste dieser Mitteilungen führt den 



268 n* Teil : Astronomie. 7, 1905. 

Titel: ^Secunda nota sobre los radiantes estacionarios^, worin Verf. nach- 
zuweisen sucht, daß durch eine geeignete Kombination der Elemente 
(besonders der Neigung und Periheldistanz) der aufeinander folgenden 
Bahnen eines Sternschnuppenschwarmes ein stationärer Radiant nicht nur 
zustande kommen kann, sondern sogar muß. In der zweiten Mitteilung 
berichtet Verf. über seine Beobachtungen während der partiellen Mond- 
finsternis vom 11. — 12. April 1903, bei der Verf. die Färbungen visuell 
und außerdem die aktinische Wirkung des Mondlichtes verfolgt hat. In 
einer dritten Notiz bespricht Verf. die von ihm während der Opposition 
von 1903 beobachtete Konstanz des nördlichen Polflecks auf dem Mars. 
Die vierte Mitteilung ist des Verf.s Beobachtungen des weißen, im 
Juni 1903 auf dem Saturn erschienenen Flecks gewidmet, ans denen 
derselbe die Rotationsdauer zu 10^ 38™. 4 ableitete. Die fünfte Arbeit 
hat die Überschrift: „El planeta Jupiter en 1903^ und enthält die 
damals gemachten Beobachtungen des Verf.s und die daraus abgeleitete 
Rotationszeit des roten Flecks. An sechster Stelle berichtet Verf. über 
die Prüfung des von der Firma Mailhat für die Fabra Sternwarte ge- 
lieferten visuellen und photographischen Äquatoreals. Die letzte Mit- 
teilung bezieht sich wieder auf den Saturn, indem Verf. eine auf einer 
beigegebenen Tafel reproduzierte Zeichnung des Saturn vom 12. Juni 1904 
bespricht. 

1058. Publications of the Yerkes Observatory of the University of 

Chicago. Volume 2. Chicago, The University of Chicago Pres«, 1904. 
413 S., 40. 

Dieser zweite Band, der in die Hände der meisten Empfänger erst 
Anfang 1905 gelangte, enthält sieben Arbeiten, die am Kopfe der Seiten 
jede eine gesonderte Paginierung haben, während am Fuße der Seiten 
eine fortlaufende Paginierung des ganzen Bandes durchgeführt ist Inhalt- 
lich deckt sich der Band mit dem 8. Bande der Decennial Publications 
der University of Chicago, der im vorjährigen Bande des AJB in allen 
seinen Teilen ' referiert ist (siehe AJB 6 176, 195, 263, 336, 357, 475 
und 519). 

1059. Transactions of the Astronomical Observatory of Yale Uni- 
versity. Vol. I. New Haven: Published by the Observatory. 1887 to 
1904. VII -h 390 8., 40. 

Wie schon aus der Zeitangabe auf dem Titel hervorgeht, haben wir 
hier einen Sammelband vor uns, der acht verschiedene Arbeiten umfaßt, 
die in dem genannten Zeitraum erschienen sind; über die drei letzten 
derselben siehe AJB 6 379 und die Ref. No. 1264, 1265. Die zwei 
Seiten umfassende Vorrede ist vom Direktor der Yale Sternwarte 
William L. Elkin verfaßt und vom September 1904 datiert. Dieselbe 
gibl einen ganz kurzen Überblick über Begründung, Entwicklung und 
Ausrüstung der Sternwarte, sowie das an derselben bisher tätig gewesene 
Personal und die von demselben ausgeführten Arbeiten. 



7. Kapitel: Beobachtungen. §36. 269 

1060. Abthub Mee, Cambrian Natural Observer for 1904. Ref.: Ath. 

No. 4044, 190511 535; £. M. 81 261; Obs. 28 259. 
Diese kleine Pablikation .enthält eine Anzahl astronomischer Beiträge 
von Mitgliedern der Astronomical Society of 'Wales und zwar zwei am 
3. Aagnst und 13. September 1904 von Herrn Scriven Bolton ge- 
roachte Japiterzeichnungen und Beobachtungen der Leoniden im Jahre 
1904, die von Herrn 6. Carlslake Thompson in Penarth an- 
gestellt sind. 

§36. 
Geographische Koordinaten und Folhöhenyftriation. 

1061. Th. Albbecht, Aasgleichung des zentraleuropäischen Längen- 
netzes. A. N. 167 146, 8V4 S. Ref.: Nat. 71 424; Obs. 28 192. 

Da durch die neuen Längenbestimmangea Paris — Greenwich und 
Green wich — Potsdam die bisher noch für die Längendifferenz Paris — 
Greenwich bestehende Unsicherheit beseitigt ist, so hat Verf. eine nene 
Ansgleichung der Längenbestimmungen ^r das von dem Polygon Green- 
wich, Madrid, Rom, Odessa, Moskau, Pulkowa, Stockholm umschlossene 
Gebiet vorgenommen, doch ist außerdem auch Algier berücksichtigt, da- 
gegen der jenseits der Linie Bregenz — Wien — Krakau gelegene Teil des 
Österreich-ungarischen Längennetzes wegen zu großer innerer Widerspruche 
zur Ausgleichung nicht mit herangezogen worden. An den Rechnungs- 
arbeiten hat sich Herr Assistent G. Förster beteiligt. 



1062. Edmund Weiss und Robebt Schräm, Astronomische Arbeiten 

des k. k. Gradmessungs-Bureau ausgeführt unter der Leitung des 
Hofrates Theodor t. Oppolzer. Nach dessen Tode herausgegeben. 
XIII. Band. Längenbestimmungen. Wien, F. Tempsky, 1903. 

Dieser Band enthält die drei letzten unter Oppolzers Leitung 
ausgeführten Längenbestimmungen, nämlich: Prag — Kremsmünster aus- 
geführt von E. Anton und R. Schräm im September 1874, welche 
sich zu l«n20«.232± 08.015 ergibt; ferner Prag— Pola von R. Schräm 
und L. Gruber im September und Oktober 1874 durchgeführt, wonach 
Pola 2" 288.940 ±08.020 westlich von Prag liegt; endlich Wien— 
Bregenz im September und Oktober 1873 beobachtet von W. Tinter 
und J. Palisa, wobei sich die westliche Länge von Bregenz gegen Wien 
zu 26"> 148.979 ± 08.023 ergeben hat. Wie schon bei den früheren 
Bestimmungen haben sich auch diesmal für die in Prag und Wien be- 
natzten Instrumente ganz enorme systematische Differenzen zwischen 
Kreis West und Kreis Ost ergeben, die durch seitliche Biegung erklärt 
und durch Anbringung eines Gliedes ß sin z sec d beseitigt werden 
konnten. 

1063. Driencoubt, Sur la determination par transport de temps 
des differences de longitude ä Madagascar et a la Keunion. 
C. R. 140 639, 22/3 S. Ref. : Z. f. Instrk. 25 283. 



270 II. Teil: Astronomie, 7,1905 

Verf. macht ziemlich aasführliche Mitteilangen über zwei auf Mada- 
gaskar und R^anion aasgeführte Längenbestimmungen durch Zeituber- 
tragnngen, wobei die Zeitbestimmungen mit einem Glaudeschen Prismen- 
astrolabinm ausgeführt wurden. 

1064. J. A. C. OüDBMANS, Kort bericht omtrent de bepaling der 
lengte van St Denis (Ile de la Keanion) uitgevoerd in 1874. 
A Short acGount of the determination of the longitude of St Denis 
(Island of Reunion) executed en 1874. Versl. Akad. Amst 18 616, 
Proc Akad. Amst 7 602, 9 S., 80. (Holländisch und englisch). — Toe- 
voegsel tot het bericht omtrent de bepaling der lengte van 
St Denis (Ile de la Reunion) uitgevoerd in 1874, tevens bevat- 
tende eenige mededeelingen omtrent de waarneming van den 
vergang van Venus. Supplement to the account of the deter- 
mination of the longitude of St Denis (Island of Reunion) exe- 
cuted in 1874, containing also a general account of the Obser- 
vation of the transit of Venus. Versl. Akad. Amst 14 79. Proc 
Akad. Amst 8 110, 16 S., 8^. (Holländisch und englisch.) 

In diesen beiden Mitteilungen werden einige von der holländischen 
Expedition zur Beobachtung des Venusdurchgangs 1874 auf der Insel 
Reunion gemachte Beobachtungen bearbeitet und diskutiert. Den haupt- 
sächlichen Gegenstand beider bildet die Bestimmung der geographischen 
Länge des Beobachtungsortes. Diese sollte durch Chronometerfiber- 
tragung und durch Beobachtung von Sternbedeckungen bestimmt werden. 
Während aber erstere Bestimmung als fehlgeschlagen bezeichnet werden 
muß, ist die zweite ziemlich gut gelungen und kann ihr Resultat noch 
erhärtet werden durch Heranziehen der auf Mauritius von der englischen 
und der deutschen Expedition erhaltenen Längenbestimmungen, welche 
sich auf Reunion übertragen lassen, und auch von der früheren Be- 
stimmung von Germain, welche durch Mondkulmination erhalten war. 
Die Örter der Sterne, deren Bedeckung beobachtet war, wurden alle in 
Leiden neu bestimmt und um die in den Mondortem übriggebliebenen 
Fehler in Rechnung zu ziehen, wurden die Korrektionen angewandt, 
welche von Auwers bei seiner Bestimmung eines Fundamentalmeridians 
in Australien abgeleitet sind. Mit dem in dieser Weise erhaltenen Re- 
sultate sind auch die andern in genügender Übereinstimmung. Es werden 
schließlich kurz die bei dem Durchgange erhaltenen Beobachtungen be- 
sprochen, welche sehr von der Ungunst der Witterung gelitten haben. 
Die Resultate der Kontaktbeobachtungen (solche des wichtigen zweiten 
Kontaktes wurden ganz durch Wolken vereitelt) werden mitgeteilt; die 
dürftig erhaltenen Heliometermessungen werden vom Verf. noch weiter 
bearbeitet werden. Was endlich die in geringer Zahl erhaltenen Photo- 
graphien betrifft, so hat sich gezeigt, daß diese keine genaue Messungen 
zulassen. E. B. 

1065. Determinations de la difference de longitude Leyde-Ubagsberg, 
de Tazimut de la direction Ubagsberg-Sittard, et de la latitude 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 36. 271 

d'Ubagsberg par la mesure des distances zenitales et d'apres la 

methode Horrebow-Talcott en 1893. Publication de la Gommission 
geodesique Neerlandaise Delft J. Waltman 1905, 227 S., 4^. 

Von den vier im Titel genannten Abhandlungen sind die drei 
enteren von H. G. van de Sande Bakhuyzen redigiert, während 
J. H. Wilterdink die letztgenannte redigierte. Alle betreffen Bestim- 
mungen auf der wichtigen Station Ubagsberg im südlichen Limburg, die 
zu den niederländischen, preußischen und belgischen Dreiecksuetzen 
gehört. Die Längenbestimmung wurde ausgeführt von H. Bakhuyzen 
und Wilterdink zu derselben Zeit, als die preußischen Geodäten die 
Längendifferenzen Ubagsberg — Bonn und Ubagsberg — Göttingen bestimmten. 
Es wurden nahezu identische Passageninstrumente von Pistor und Martins 
benutzt und es fand ein zweimaliger Wechsel der Beobachter und In- 
strumente statt. In der Kombination B in Ubagsberg, W in Leiden 
wurde an 19, in der anderen an 13 Abenden beobachtet und als End- 
resultat wird angegeben -4-5°^ 52^314 ± 0*.015. Die Breite von Ubags- 
berg wurde von J. Weeder mitteis Zenitdistanzen und von Wilterdink 
mittels der Horrebowmethode bestimmt. Für erstere Bestimmung wurden 
an 27 Abenden a Ursae min. und 4 Südsteme in 6 Positionen des 
Höhenkreises beobachtet. Für letztgenannte war ein Programm von 
17 Sternpaaren aufgestellt, von denen Beobachtungen an 12 Abenden 
gemacht wurden, wiewohl die Ungunst der Witterung verhinderte an 
einem einzigen Abende das ganze Programm durchzubeobachten. Die 
beiden Endresultate waren 50° 50'53M5±:0M0 und 53'.23 ± 0'.06. 
Für die Bestimmung des Azimuts von Sittard benutzte Weeder a und 
3 Ursae min. und 51 Hev. Cephei, die an 13 Abenden in 8 Ereis- 
positionen beobachtet wurden. Als Endresultat wurde erhalten 340° 37' 
42'.88 ± 0'.20. E. B. 

1066. E. Hammer, Genauigkeit der Längenunterschiedsbestimmung 

durch Uhrtransport auf der Eisenbahn und dem Schiffe. Peter- 
manns Mitt 51 140, IV, S. 

Unter diesem Titel berichtet Verf. ausführlich über die im Vorjahre 
erschienene Arbeit von P. Ditisheim über die Längenbestimmung von 
Neuchätel (siehe AJB 6 255). 

1067- (W. H. M. Cheistib), Note on the Determination of the Lon- 
gitude Paris-Greenwich in the Year 1902. M. N. 65 219—223. 

Kurze Angaben über die Anordnung und Ausführung der im Früh- 
jahr und im Herbst 1902 vorgenommenen neuen Längenbestimmung 
zwischen Paris und Greenwich, Tabelle der Einzelresultate und End- 
ergebnis: 9" 20».932 ± 0^006. 



1068. Hatt, Pebbotin et Driencourt, Determination de la diffe- 
rence de iongitade entre Nice, Tlle rousse, Ajaccio. Annales de 
Nice 8 1—242. 



272 II. Teil: Astronomie. 7,1905. 

Nizza und die Ile rousse, nicht weit von Saint-Florent, liegen nahe 
an den Enden des Kabels Frankreich-Korsika. Die an beiden Stationen 
benutzten Meridiankreise, in Nizza ein Kreis von Gaotier, in Ile roasse 
ein tragbarer Kreis von Brunner, sind sich an Grö^e und optischer Kraft 
nahe gleich. Die Operationen zerfielen in drei Perioden (Juni 26 bis 
Juli 5, Juli 10 bis 15 und 17 bis 24), je zu 6 Abenden, mit Be- 
obachterwechsel von der ersten zur zweiten und zweiten zur dritten. 
Die Instrumente konnten nicht gewechselt werden, weil der Pfeiler zu 
Ile rousse für das Nizzaer Instrument zu klein war. Während der drei 
Perioden beobachtete Driencourt zu Ajaccio mit einem ^kleineren In- 
strument. 

Nach genauer Beschreibung der Instrumente folgen die Zeitbestim- 
mungen auf den Stationen, die Reduktionen nebst zugehörenden Kon- 
stanten und die Signale. Die Längendifferenz Nizza — Ile ronsse ergab 
sich zu 6°* 34^.449 d= 0^.020 und daraus die Längen gegen Paris: Ue 
rousse 26™ 25«.67 ± 0s.02 (Breite 42«* 38' 16'.3) und Ajaccio 25°^ 33«.64 

'.03 (Breite 41*» 54' 40'.7). A. B. 



1069. Zalbssky, AcTpoHOMinecKiH o^pe;^tJIeHifl (Astronomitsches- 
kija opredelenija) [Kurzer Bericht über die chronometrische 
Expedition längs des södlichen Ufers des Balchasch-Sees und 

längs der Flüsse Karatal und lli im Jahre 1903]. N. 6. G. 50 

600, 9 S., 80. (Russisch.) 

Zur Verfügung des Verf. standen ein Vertikalkreis von Repsold und 
12 Boxchronometer. Die Zeit wurde nach der Methode von Zinger, die 
Breiten aus den Beobachtungen des Polarsternes und eines sudlichen 
Sternes, die Längendifferenzen durch Chronometerübertragung bestimmt. 
Im ganzen hat Verf. 31 neue Punkte bestimmt. Iw. 



1070. Ossipow, AcTpoHOMii^ecKiH onpeji'fejieHiH (Astronomi- 

tscheskija opredelenija) [Astronomische Bestimmungen der 

Punkte auf dem Flusse Enisej und im Atschinsk-Minussinsk- 

sehen goldhaltigen Gebiete des Gouvernement Enissejsk im 

Jahre 1902]. Mit 2 Tabellen. M. T. A. «1, 2. Teil 225, 32 S., 40. 
(Russisch.) 

Zur Verfugung des Verf. stand ein kleiner Vertikalkreis von Repsold. 
Die Längendifferenzen bestimmte Verf. mittels Chronometerübertragung, 
wobei Rrassnojarsk, Strelka, Nowosselewo und Minussinsk als Ausgangs- 
punkte dienten. Die Zeit bestimmte Verf. nach der Zingerschen, die 
Breite nach der Pewtzowschen Methode. Im ganzen erhielt Verf. 20 
neue Punkte. Iw. 

1071. Generalmajor Schmidt, AcTpoHOMHHecKia onpe^'J^JiBHia 

(Astronomitscheskija opredelenija) [Astronomische Bestimmungen 

im Atschinsk-Minussinskschen Berggebiete im Jahre 1902]. 
Mit einer Karte. M. T. A. 61, 2. Teil 218, 7 S. 



7. Kapitel : Beobachtungen. §36. 273 

In der AbhandloDg ist ein Verzeichnis von 22 neuen astronomischen 
Punkten gegeben, von denen zwei vom Verf. und die anderen 19 von 
Motorin bestimmt wurden. Verf. benutzte einen großen Vertikalkreis von 
Repsold und Motorin ein großes Universalinstrnment von Bamberg. Die 
Längendifferenz bestimmte man mittels Chronometerübertragnng, wobei 
Krassnojarsk and Minussinsk als Grundpunkte dienten. Die Zeit bestimmte 
man nach der Zingerschen Methode und die Breite nach der Pewtzow- 
sehen Methode oder aus den Beobachtungen der Zenithdistanzen der 
Sterne in der Nähe des Meridians. Iw. 



1072. Gbnbralmajob Schmidt, AcTpoHOMH^ecKoe onpejtijieme 

(Astronomitscheskoe opredelenie) [Astronomische Bestimmung 

der Stadt Minussinsk, ausgeführt vom General-Major Schmidt 

und Oberstleutnant Ossipow im Jahre 1902]. Mit einer Tabelle. 
M. T. A. ei, 2. Teil 209, 9 S., 4o. (Russisch.) 

Schmidt beobachtete an einem großen und Ossipow au einem kleinen 
Vertikalkreise von Repsold. Die Zeit bestimmte man nach der Zinger- 
schen Methode, die Breite nach der Pewtzowschen Methode und auch 
ans den Beobachtungen der absoluten Zenitdistanzen der Sterne in der 
Nähe des Meridians. Bei der LSngendifferenz diente Atschinsk als Grund- 
punkt. Für die Koordinaten von Minussinsk ergaben sich die Werte: 
g) =4- 53*42'47'.09, L = 6'»6™45«.71 E. von Greenwich. Iw. 



1073. ACTpoHOMHHecKlH onpefltJieHlH (Astronomitscheskija opre- 
delenija) [Astronomische Beobachtungen in den Gouvernements 
Tomsk und Tobolsk in den Jahren 1901 und 1902]. Unter der 
Redaktion des Prof. Glasenapp. Mit 5 Tafeln. Herausgegeben vom 
Ministerium der Landwirtschaft und der Dom&nen. St. Petersburg. 1905. 
90 H- XVII S., 40. (Russisch.) 

Die Beobachtungen worden von Ljubimow, Gontscharewsky und 
Motorin ausgeführt. Zu Verfügung jedes Beobachters standen ein Uni- 
versalinstrument von Bamberg mit einem Objektive von 40.5 mm und 
vier Boxchronometer. Die Zeit bestimmten die Beobachter nach der 
Methode von Zinger und die Breite ans den Beobachtungen nördlicher 
ond südlicher Sterne in der Nähe des Meridians oder nach der Methode 
von Pewtzow. Alle Beobachter arbeiteten im Gouvernement Tomsk und 
bestimmten 38 neue astronomische Punkte. In dieser Abhandlung sind 
auch die astronomischen Bestimmungen gegeben, welche Generalmajor 
Schmidt im Gouvernement Tobolsk im Jahre 1899 ausgeführt hat. Im 
ganzen bestimmte er 23 Punkte, wobei zu seiner Verfügung ein kleiner 
Vertikalkreis von Repsold und acht Chronometer standen. Iw. 



1074. Genebalmajoe Schmidt, AcTpoHOMHHecKin onpeAtJieHiH 
(Astronomitscheskija opredelenija) [Astronomische BestimmuDgeo, 
ausf^efuhrt von den Beamten des Ministeriums der Landwirt- 
schaft und der Domänen in den Gouvernements Tobolsk, Tomsk, 

Astronom. Jabresberlcht ]905w 18 



274 IL Teil : Astronomie. 7,1905. 

Enissejsk und Irkutsk im Jahre 1901J. Mit einer Karte. M. T. A. 
61, 2. Teil 261, 6 S., 40. (Russiach.) 

Astronomische Bestimmungen führten Ljahimow, Motorin und Gon- 
tscharewsky aus, von denen jeder ein Universaiinstarnment von Bamberg 
benutzte. Die Zeit bestimmte man nach der Zingerschen und die Breiten 
nach der Pewtzowschen Methode. Die L&ngendifferenzen bestimmte man 
mittels Chronometeröbertragung, wobei Tomsk, Ssudshenka, Eainsk, Elan 
und Tatarskaja als Orundpunkte dienten. Im ganzen wurden 35 neue 
Punkte bestimmt. Iw. 

1075. Deishenko, FHÄporpa^H^ecKaH eKcneAHi^ia (Hydrographi- 
tscheskaja expeditzija) [Arbeiten der hydrographischen Expe- 
dition auf dem Baikai-See im Jahre 1902]. N. G. G. 40 294, 36 S., 
80. (Russisch.) 

Im Jahre 1902 wurden astronomische Bestimmungen ausgeführt vom 
Verf. mittels des großen Vertikalkreises, von Achmatow mittels des 
kleinen Universalinstrumentes von Hildebrandt, und von Pedaschenko 
mittels des kleinen Universalinstrumentes von Kern. Im ganzen wurden 
19 neue astronomische Punkte bestimmt. För die Längen wurde als 
Ausgangspunkt ein Punkt gewählt, welcher früher vom Oberst Schtschetkin 
bestimmt war. Die Längen wurden mittels Chronometernbertragung be- 
stimmt. Außerdem beobachtete Achmatow in 7 Punkten Pendelschwingungen 
für die Bestimmung der Intensität der Schwere. Iw. 



1076. Generalmajor Gladischbw, AcTpoHOMH^ecKia onpefl'fejie- 
hIh (AstroQomitscheskija opredelenija) [Resultate der Berech- 
nungen der astronomischen Bestimmungen ^ ausgeführt vom 
Stabs-Kapitän Nasarijew im Jahre 1883 im nördlichen Teil des 

Transbaikal-GebietesJ. Mit einer Karte. M. T. A. «1, 2. Teil 257, 4 S., 
40. (Russisch). 

Zur Verfügung des Stabskapitäns Nasarijew stand ein kleines Uni- 
versalinstrument von Kern. Die Zeit und die Breite bestimmte Nasarijew 
aus den Beobachtungen der absoluten Zenitdistanzen der Sterne. Die 
Längendifferenzen bestimmte er mittels Chronometerübertragung, wobei 
Ukir und Bargusin als Grundpunkte dienten. Im ganzen wurden 7 Punkte 
bestimmt. Iw. 

1077. Oberst Repjew, XpoHOMeTpHHecKia onpeA'feJieHifl (Chrono- 

metritscheskija opredelenija) [Bericht über die chronometrischen 

Bestimmungen im Jahre 1902 in der Nord-MandschureiJ. Mit 
einer Karte. M. T. A. 61, 2. Teil 205, 4 S., 40. (Russisch.) 

Zur Verfügung des Verf. stand ein kleiner Vertikalkreis von Rep- 
sold. Die Längendifferenzen bestimmte Verf. mittels Chronometerüber- 
tragung, wobei Blagoweschtscbensk, Mergen, Zizicar und Neu-Charbin als 
Grundpunkte gewählt wurden. Die Zeitbestimmungen führte Verf. nach 
der Zingerschen Methode aus, die Breitenbestimmungen nach der 



i 



7. Kapitel: Beobachtungen. §36. 275 

Methode von Pewtzow oder aas deo Beobachtungen der absoluten Zenit- 
distanzen. Der Abhandlung ist ein Verzeichnis von 12 neuen Punkten 
beigefügt. Iw. 

1078. Oberstleütbnant Repjew, AcTpoHOMH^ecKia onpeAtJiemH 
(AstroDomitscheskija opredelenija) [Bericht über die astrono- 
mischen Bestimmangen, ausgeführt im Jahre 1902 in der Man- 
dschurei VCD Oberst Illjaschewitsch und Oberstleutnant Repjew]. 
Mit 3 Tabellen. M. T. A. 61, 2. Teil 171, 35 S., 40. (Russisch.) 

Die Längendifferenzen bestimmte man telegraphisch, wobei die 
Zingersche Methode zur Zeitbestimmung diente. Die Breite bestimmte 
man nach der Pewtzowschen Methode. Für die Lfinge wurde Blago- 
weschtschensk als Ausgangspunkt gewählt. Zur Verfügung von Illja- 
schewitsch stand ein großer Vertikalkreis von Repsold, zur Verfügung 
vou Repjew ein kleiner Vertikalkreis von Repsold. Im ganzen wurden 
9 neue Punkte bestimmt. Iw. 



1079. H. EiMURA^ Results of the latitude determinations from the 

foar groups observations on a night, at Mizusawa. A. N. 169 114, 
8 Vi S. Ref.: Nat. 72 436. 

Verf. hat in Gemeinschaft mit Herrn Nakano auf der internationalen 
Breitenstation Mizusawa vom 28. März 1903 bis 31. März 1904 eine 
Beobachtungsreihe nach der Horrebow-Talcottschen Methode ausgeführt, 
bei der an jedem Beobachtungsabend im allgemeinen vier Sterngruppen 
beobachtet wurden; nur in den kurzen Sommernächten konnten nur drei 
Gruppen beobachtet werden. Bei den Beobachtungen, deren Ergebnisse 
hier für jeden Beobachtungsabend mitgeteilt werden, wurde auf möglichste 
Eiiminierung der übrigens sehr kleinen (0'.007) persönlichen Gleichung 
geachtet. Diese Beobachtnngsreihe wurde erstens angestellt, um zu sehen, 
ob irgend eine systematische tägliche Schwankung der Breite von meß- 
barer Größe existiere, die sich aber nicht ergab, und zweitens sollte 
untersucht werden, ob sich zwischen diesen Viergruppenbeobachtungen 
und den Zweigruppenbeobachtungen des internationalen Breiten dienstes 
ein systematischer Unterschied ergäbe, der aber nicht zutage trat. 



1080. H. KiMURA and K. Sotome, Telegraphic Determination of the 

Difference of Longitade between Tokyo and Mizusawa. Annales 
de Tokyo 8, 3. Heft, 38 S., 4©. 

Zu den Zeitbestimmungen in Tokyo und Mizusawa wurden gebr<}chene 
Durchgangsinstrumente von 76 bzw. 89 mm Öffnung und (beide) 92 cm 
Fokallänge benutzt, dazu zwei Nardin-Chronometer und zwei Chronographen, 
deren „Schreibfedergleichnng^ an jedem Beobachtnngstag bestimmt wurde. 
Das Beobacbtungsprogramm umfaßte 26 Zenit- und 4 Polsteme mit drei 
Pansen für den Signalwechsel. Die Positionen der Sterne, die Bestim- 
mangen der Instrumentalfehler, Zeitbestimmungen und die Signalwechsel 

18* 



276 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

werden ansfährlich mitgeteilt. Die Beobachtangen geschahen an sieben 
Nächten im Dezember 1903 (Sotome in Tokyo und Kimura in Miza- 
sawa) und nach erfolgtem Beobachterwechsel an neun Nächten im Januar 
1904. Das endgültige Resultat für die Längendifferenz zwischen dem 
Mittelpunkt des großen Zenitfernrohrs auf der Breitenstation Mizusawa 
gegen das Zenitfernrohr in Tokyo ist 5"»32.s728±0«.007 m. F. (M. 5stl. 
von T.). A. B. 

1081. Edwin Smith, Telegraphic Longitudes: The Pacific Ares from 
San Francisco to Manila, 1903-4, completing the Circuit of the 

Earth. Report of Sup. of Goast and Geodetic Suryey for 11M)4, Appen- 
dix 4, 257, 55 S., 40. Siehe Ref. No. 47. Ref.: Obs. 28 287, 2V4 S; Peter- 
manns Mitt 51 139. 
Die hier vom Verf. mitgeteilten telegraphischen L&ngenbestimmungen 
wurden von ihm und Herrn Fremont Morse ausgeführt. Dieselben 
begannen im März 1903 in San Francisco und endeten Mitte Mai 1904 
ebendaselbst. Es wurden folgende Längenbestimmungen ausgeführt: San 
Francisco-Honolulu = 2*^21™ 388.923 ± 0^.008, Honolulu-Midway = l^ 
18n>3.*220±0».015, Midway-Guam = 2*^31™53.8582±0.»010, Guam- 
Manila= 1^34°>43s.264± 08.010. Ursprünglich hatte man gehoflFt, der 
Station Midway nicht zu bedürfen, aber die Strecke Honolulu-Guam er- 
wies sich als zu lang. Die ärgste Verzögerung der Arbeiten bewirkte 
der Umstand, daß Midway und Guam keine ganz regelmäßige und häufige 
Dampferverbindung haben, sondern die Beobachter auf die Benutzung von 
Militärtransporten und Kriegsschiffen angewiesen waren. Dadurch mußte 
Verf. auf Guam fast 6 Monate, Herr Morse auf Midway über 5 Monate 
bleiben. An einen Wechsel der Beobachter war daher auf diesen Strecken 
nicht zu denken, dieser wurde nur zwischen San Francisco und Honolulu 
durchgeführt. 

1082. E. Greye, DeterminacioD de las Coordenadas jeograficas de 

la ciudad de San Fernando. Anuario de Santiago 8 187—216, 80. 

Siehe Ref. No. 1052. 
Als Anhaltspunkt für das an das hydrographische Netz des Flusses 
Tinguiririca sich anschließende Polygon wünschte die argentinisch-chilenische 
Grenzkommission die Ortsbestimmung des Turmes der Hauptkirche von 
San Fernando. Nahe der Kirche und dem Telegraphenamt wurde auf 
dem Grundstück des Herrn Luiz Guzman ein Pfeiler für ein Repsold- 
sches Universalinstrument für Zeit- und Breitenbestimmung errichtet, auf 
dem Telegraphenamt selbst wurden die Signale mit Santiago gewechselt, 
wo die Beobachtungen von D. Guevara gemacht wurden. Die Ver- 
bindung des Pfeilerorts mit dem Kirchturm geschah durch eine kleine 
Triangulation und so wurde erhalten: 

Ort Breite Länge westl. von 

Santiago Paris Greenwich 

Beobachtungspfeiler — 34^35'4'.8 0^1™! 38.0 4^53»208.4 4*i43™ö9*.5 
Kirchturm —34 35 7. 3 1 13. 2 4 53 20. 6 4 43 59. 7 

Mitte des Hauptplatzes —34 354. 6 1 13. 2 4 53 20. 6 4 43 59. 7 



7. Kapitel: Beobachtangen. §36. 277 

Die Beobachtnngs- und Redaktionsdaten aus San Fernando und aus Santiago 
werden ausführlich mitgeteilt. A. B. 

1083. A. Obbecht, Coordenadas jeograficas de algunos puntos del 
limite entre los departamentos de Pisagua e Arica. Anuario de 
Santiago 8 217—246, 8o. Siehe Ref. No. 1052. 

Beobachtungen ausgeführt im September 1900 mit einem Theodoliten 
von Pistor <& Martins und einem von Troughton, Baro- und Thermo- 
metern, fünf Chronometern, von denen aber zwei schon anfangs defekt 
wurden, und verschiedenen sonstigen Instrumenten. Benutzt wurden 
Sonnenhöhen, nahe dem Meridian für die Breiten, bei etwa 4^ Stunden- 
winkel für die Zeit. Resultate: 



Ort 


Länge W. Sant. 


Breite 


Magn. Dekl. 


Hacienda de Oamarones 


3« 18S.4 


— 19« 0'55' 


9^49.1 ostl. 


Huancarani 




18 59 20 




Esqaina 


4 39. 7 


—18 57 4 


9 49.0 „ 


Arepunta 


5 15. 6 


18 56 55 




Ghiicaya 


6 16. 


18 48 53 


A.B. 



1084. Differencia de longitud entre los Observatorios de Cordoba 

y La Plata. La Plata, Observatorio astronomico. Ref.: Cosmos N. S. 
52 444, 80. 

Der Berichterstattung nicht zugänglich. A. B. 



1085. L. Ambbonk, Bericht über die astronomisch-geodätischen Be- 
obachtungen der Expedition zur Festlegung der Grenze Yola- 
Tschadsee zwischen Nordwest-Kamerun und Northern Nigeria. 
Mitteilungen aus den deutschen Schutzgebieten 18 59, 30 S. Ref. : Globus 
87 308. 

Die deutschen Kommissare der deutsch-englischen Expedition zur 
Festlegung der Grenze Tola-Tschadsee verfugten über ein gebrochenes 
Passageninstrument von der Firma G. Heyde in Dresden, ein Reise- 
universalinstrument von L. Tesdorpf in Stuttgart, zwei Universalinstrumente 
von Troughton <& Simms, ein kleines Reisenuiversal von Hildebrand, 
drei Boxchronometer, ein Halbchronometer, fünf Taschenuhren, geodätische 
und magnetische Instrumente usw. Bestimmt wurden auf astronomischem 
Wege Lange und Breite von Yola, Euka und Dikoa, ferner wurde der 
um Yola im Osten und Süden herumführende Grenzbogen trigonometrisch 
vermessen und diese Triangulation bis Kuka weitergeführt. In sechs 
Anlagen werden die in Yola und Dikoa ausgeführten Zeit-, Breiten- und 
Längenbestimmungen eingehend mitgeteilt. 



1086. Über die astronomischen und topographischen Arbeiten der 

Sudkamerun-Grenzkommission auf französischer Seite. Globus 87 
372. 



278 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Referat über einen von Ad. Cureau in „La Geographie" (11 97) 
veröffentlichten Bericht über die von französischer Seite ausgeführten 
Arbeiten der genannten Grenzkommission. Das Arbeitsprogramm faßte 
in erster Linie eine Anzahl astronomischer Ortsbestimmungen ins Auge 
und Herr Cureau berichtet über die dabei angewandten Methoden und 
Instrumente. Die Berechnnng der Beobachtungen wird nicht näher er- 
örtert, wohl aber werden die Endresultate tabellarisch zusammengestellt, 
wobei sich Verschiebungen in Länge bis zu 0^.5 gegen die bisher an- 
genommenen Werte ergeben. 



1087. Die Polhöhe von Potsdam, IIL Heft. Pr. Geod. Inst. N. F. No. 20, 
51 S., 40, 1905. 

Der besondere Titel dieser Veröffentlichung lautet: „Bestimmung der 
Polhöhe nach der Horrebow-Methode in den Jahren 1898 und 1899 und 
Überarbeitung der ganzen Beobachtungsreihe 1894 bis 1899. Ausgeführt 
von 0. Hecker und M. Schnauder, bearbeitet von M. Schnauder.* 
Im Eingang werden einige Mitteilungen über die Instrumentalkonstanten, 
Bestimmung der Aufsteliungsfebler und über die Deklinationen der Sterne 
in Gruppe X, die erst nachträglich (1895) zwischen IX und I ein- 
geschaltet worden ist, gemacht. Dann folgen die Beobachtungen von 
1897/98 und 1899. Auch nach Anbringung der Beträge y^ — 9 (nacb 
Albrecht) an die Einzelpolhöhen bleiben noch merkliche Abweichungen 
der Endwerte, worüber nun eine eingehende Untersuchung angestellt 
wird. Durch Einteilen der Sternpaare nach dem Betrag der Größen- 
differenzen und mittleren Größen in 3 X 3 Ordnungen wird nachgewiesen, 
daß alle Sternpaare in beiden Ereislagen und von beiden Beobachtern 
nicht merklich verschieden beobachtet sind. Nun werden die Reduktionen 
auf das Gruppenmittel aus den Abenden, an welchen vollständige Gruppen 
erhalten worden sind, bestimmt, dann werden die Reduktionen der 
Gruppenmittei aufeinander abgeleitet, weiter wird Gruppe X im Anschluß 
an IX und I neuberechnet und endlich werden unter Hinzuziehung der 
früheren Beobachtungen die ausgeglichenen Reduktionen auf das Gruppen- 
mittel für 1897 erhalten. Daß die Unterschiede der Einzeljahre auf 
wahre relative Eigenbewegungen zurückzuführen seien, wird dadurch sehr 
unwahrscheinlich, daß gerade die größte und scheinbar sicherste derartige 
Bewegung nicht reell ist. Ferner wird gezeigt, daß sich aus dem Verlauf 
der Fehlerkurven und dem Jahresschlußfehler keine sichere Verbesserung 
des Schraubenwertes und der Aberrationskonstante (angenommen =20'.501) 
gewinnen läßt. Zur Fortschaffung der Schlußfehler werden die Gruppen- 
reduktionen noch einmal ausgeglichen und nun die endgiltige Tabelle 
der Gruppen und Tagesmittel von gt^ gebildet. Als Endwert ergibt sich 
für den Aufstellungspunkt des Zenitteleskops tp^ = 52® 22' 53M2±0'.02. 
Zum Schluß wird noch gezeigt, daß eine kleine jährliche Schwankung 
von (p höchst wahrscheinlich ihren Grund in Refraktionsschwankungen 
hat, die mit dem Verlauf der Witterung zusammenhängen. A. B. 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 36. 279 

1088. Otto Birck, Bestimmung der Polhöhe von Göttingen. A. N. 
168 22, 2 S. 

Verf. hat von 1903 Dezember 23 bis 1904 Febroar 13 an 14 Abenden 
eine Anzahl von Stempaaren nach der Horrebow-Talcottschen Methode 
an einem kleinen Dorcbgangsinstrument von Heyde (ÖfiFhung 44, Brenn- 
weite 550 mm) im östlichen Meridiansaal der Oöttinger Sternwarte beob- 
achtet und daraus die Polhöhe des ^Gaußischen Punktes^ der Göttinger 
Sternwarte zu -f- 51^ 31' 48'.25 ± OMO abgeleitet. 



1089. A. Caspar, Bestimmung der Polhöhe der Sternwarte zu 
Heidelberg und ihrer Variation. Ref.: Nat. Rund. 20 539. 
Über das Original (Hamburg 1903) siehe AJB 6 258. 



1090. Robert Lieblein, Die verschiedenen Bestimmungen der geo- 
graphischen Breite von Prag seit 1751. Sechster Jahresbericht des 
k. k. deutschen Staatsgymnasiums in der Stadt EgI. Weinberge für das 
Schuljahr 1903/04. Egl. Weinberge, Verlag des k. k. Staatsgymnasiums, 
1904, 24 S. 

Verf. geht insofern über die im Titel gezogenen Grenzen hinaus als 
er auch die von Tycho Brahe ausgeführte Breitenbestimmung von Prag 
mit berücksichtigt, besonders allerdings in der Ende des 18. Jahrhunderts 
aosgefuhrten Neuberechnung. Am eingehendsten berichtet Verf. aber 
über die neueste Arbeit in betreff der Polhöhe von Prag von £. v. Oppolzer 
(siehe AJB 5 272) und bezeichnet den daraus resultierenden Endwert 
+ 50^ 5' 16'.02 dt: 0'.0048 als einen der Wahrheit sehr nahe kommenden. 
£iD ausführlicher Literaturnachweis ist der Arbeit beigegeben. 



1091. E. BiANCHi, Determinazione della latitudine delP osservatorio 

astronomico al Collegio Romano col metodo di Horrebow-Talcott. 
Memorie R. Oss. del Coli. Rom. (3) 4 69—109, 4«. Siehe Ref. No. 1055. 

In einem Vorwort gibt Millosevich eine historische Skizze über 
die astronomische Breite von Rom. Die älteste Angabe stammt von 
PtolemSus. Dann folgen Glavius, Kepler, D. Cassini, F. Bian- 
cbini, G. Boscovich, Calandrelli, A. Conti, B. Oriani, G. Rieche- 
bach, F. Vico, Secchi, Rosa und Tacchini. Auch Breitenbestim- 
mangen auf anderen Observatorien in Rom, namentlich die geodätischen 
Beobachtungsergebnisse werden angeführt. 

Verf. hat das in einem kleineren Raum neben dem großen Meridian- 
saal aufgestellte Zenitteleskop von Salmoiraghi benutzt. Er gibt davon 
eine ausführliche Beschreibung, ebenso teilt er die Ergebnisse der Unter- 
suchungen über KoUimation, Biegung, Azimut, Fadendistanzen mit. Aus 
den Untersuchungen der Mikrometerschraube (1^^ = 5r.3651 ± 0'.0050) 
wurde eine Tabelle für die fortschreitenden und eine Formel für die 
periodischen Fehler sowie Diagramme beider Fehlerreihen abgeleitet. 
Aach das Niveau wurde genau geprüft (lj»=l'.387, früher zu r.398 



280 n* Teil: Astronomie. 7, 1905. 

besümmt); kleine Schwankungen schienen vorhanden zu sein, sie sind 
aber belanglos. 

Dann folgen die Breitenbeobachtungen selbst, beginnend mit einer 
Tabelle der Vergleichsterne (9 ans dem Berl. Jahrb., 11 aus den ^besten <^ 
Katalogen reduziert), ausgeführt an 17 Tagen vom 19. März bis 3. Mai 
1903. Der wahrscheinliche Fehler eines Sternpaares an einem Abend 
ist ± 0'.295, der des Mittelwertes von g) aus einem Paar dz 0'.0d5. 
Aus allen Beobachtungen ergibt sich nach Anbringung der Korrektion 
-f-OMO wegen der Polhöhenschwankung y = 41* 53' 53".55 zt 0.08. 

A. B. 

1092. C. L. DooLiTTLE, Resalts of Observations with the Zenith 

Telescope of the Flower Astronomical Observatorw Penns. Pnbl. 
A. S. 2, part II, 106 S., 40. 

Hier werden die Beobachtungen aus der Zeit vom 1. Oktober 1901 
bis 28. Dezember 1903 (siehe AJB 5 274, 6 257) ausfuhrlich mitgeteilt. 
Die Gesamtzahl aller Beobachtungen seit 1896 betragt 12897. Sie 
sollen noch weiter fortgesetzt werden mit besonderer Berücksichtigung 
der zuweilen vorkommenden lokalen und der täglichen Schwankungen 
von g). Verf. gibt eine Beschreibung des vierzolligen Zenitteleskops 
und seiner Teile, er führt die Ergebnisse der Untersuchungen der Niveaus, 
des Mikrometers, der fortschreitenden Fehler und des Temperaturkoeffi- 
zienten der Schraube an. S. 13 — 91 folgt die tabellarische Mitteilung 
der Beobachtungen selbst, einschließlich der Reduktionen und der ab- 
geleiteten Breitenwerte. Die Ausgleichung liefert (S. 95) aus 1935 Paaren 
von 1901/2 die Aberrationskonstante ^ = 20'.5 128 ±0'.0089 und aus 
1554 Paaren 1903 A = 20'.5240 ± 0'.0088. Die täglichen Mittelwerte 
der Breite nach Anbringung aller Korrektionen und die endgültigen Werte 
für 30 Zeitpunkte 1901 bis 1903 sind S. 100—102 mitgeteilt. 

Eine Neureduktion der Beobachtungen von 1896 bis 1898 hat in 
g) nur unbedeutende, in A gar keine Änderungen geliefert. Die Resul- 
tate sind so wie die obigen angeführt. Zum Schluß werden die Breiten- 
schwankungen 189G — 1903 noch graphisch dargestellt und ein großes 
Tableau der Ergebnisse in tp für die einzelnen Tage und Stempaare 
1901 — 1903 aufgestellt. A. B. 

1093. 6. Förster, Über die Gewichte der Beobachtungen auf den 
sechs internatioDaleo PolhöheDstatiooen. A. N. 169 194, 4*/« S. 

Bisher war bei den Berechnungen der von den sechs internationalen 
Polhohenstationen eingelieferten Beobachtungen aus speziellen Gründen 
den Beobachtungen von Tschardjui das Gewicht ^, allen übrigen Beob- 
achtungen das Gewicht 1 gegeben. Verf. leitet nun aus dem vorhandenen 
Beobachtungsmaterial nach der Methode der kleinsten Quadrate die Ge- 
wichte für die Beobachtungen der einzelnen Stationen gesondert ab und 
findet folgende Gewichte: Mizusawa 1.3, Tschardjui 0.65, Oarioforte 0.8, 
Gaithersbnrg 0.9, Cincinnati 0.8, Ukiah 1.05. 



T.Kapitel: Beobachtungen. §36. 281 

1094. Th. Albeecht, Provisorische Resultate des Internationalen 

Breitendienstes in der Zeit von 1904.0 — 1905.0. a. N. 168 130, 
2V4S. Ref.: Nat. 72 110; Obs. 28 263; B. S. A. F. 19 342; Nat. Woch. 
N. F. 4 458; Publ. A. S. P. 17 132—134. 

Verf. hat die vorläufige Bearbeitung der im Jahre 1904 auf den 
sechs internationalen Breitenstationen erhaltenen Beobachtungen mit den- 
selben Hilfskräften durchgeführt wie im Vorjahre (siehe AJB 6 257) 
und auch die Art der Publikation ist genau die gleiche geblieben wie 
früher (vergleiche auch AJB 5 272). Auffällig an den diesmaligen 
Resultaten ist der Umstand, daß ungeachtet der völligen Übereinstimmung 
der Amplitude bei den abgeleiteten 2- Werten das positive Vorzeichen 
stark überwiegt; doch will Verf. vorläufig daraus keine Schlußfolgerungen 
ziehen. 

1095. Frank Schlesinger, On Systematic Errors in Determioing 
Variations of Latitude. A. J. 24 183, 3»/* S. Ref.: Publ. A. S. P. 17 135. 

Verf. untersucht die 1891 und 1892 auf Honolulu von Marcuse 
und Presto n gemachten Beobachtungsreihen über Polhöhenvariation darauf- 
bin, ob dieselben Anzeichen systematischer Fehler enthalten. Zunächst 
reduziert er die Prestonschen Beobachtungen auf das von Marcuse be- 
nutzte Deklinationssystem und teilt dann zwei verschiedene Lösungen 
für jede der beiden Beobachtungsreihen mit, welche übereinstimmend 
zeigen, daß diese mit kleinen systematischen Fehlern behaftet sind, welche 
beide Reiben im gleichen Sinne beeinflußt haben. Über die Natur dieses 
systematischen Fehlers stellt Verf. eine weitere Untersuchung in Aussicht. 



1096. Royal Obseratory, Greenwich, Meridian Zenith Distances 

of Stars observed with the Beflex Zenith Tube 1902. Greenw. 
Obs. 1902 1. 8 S., 40. 

Bald nach dem Erscheinen des Chandlerschen Artikels über das 
Greenwicher Reflex-Zenitfemrohr (siehe AJB 3 266) wurden die Beob- 
achtungen an diesem Instrument, die seit Mai 1899 geruht hatten, im 
Joni 1902 wieder begonnen, nachdem das Instrument neue Fäden und 
ein neues Okular erhalten hatte, das Sterne bis 55' Zenitdistanz zu beob- 
achten gestattet. Es wurden damit außer y Draconis noch eine ganze 
Anzahl Sterne beobachtet, deren Zenitdistanz für Greenwich innerhalb 
dieser Grenze liegt. Die Beobachtungen, welche wohl hauptsächlich der 
Bestimmung der Polhöhenschwankungen dienen sollen, werden hier für 
jeden Tag und jeden Stern in tabellarischer Übersicht mit den nötigen 
Reduktionen mi^eteilt. 

1097. W. FoERSTER, Neues in betreff der Beobachtungen über die 
Veränderungen der geographischen Breiten. Mitt V. A. P. 15 9. 

Über die Errichtung zweier Stationen auf der Südhalbkugel zwecks 
systematischer Polhöhenbeobachtungen. Dadurch soll womöglich die Ur- 
sache des Kimuraschen Gliedes der Polschwankung ermittelt werden, 



282 IL Teil : Astronomie. 7,1905. 

ob Ortsänderung des Erdschwerpankts, Schwankungen der Niveauflächen 
der Atmosphäre, jährliche Pardlaxen der benutzten nördlichen Sterne, 
jährliche Refraktion durch interplanetarische Atmosphäre. Femer wird 
zugleich weiteres Material für die Ermittlung der Sonnenbewegung ge- 
wonnen. A. B. 



1098. W. FoBBSTER, Der Fortgang der Untersuchungen in betreff 
der Bestimmung der Erdgestalt und der Veränderungen der 
Breiten. Mitt V. A. P. 15 35—89. 

Bericht über Sp italers Untersuchung, ob Schwerpunktsverschie- 
bungen das Kimurasche Glied der Polhohenschwanknng erklären können 
(siehe Ref. No. 527), und über 0. Heckers Schwerebestimmnngen auf 
dem Atlantischen Ozean (siehe AJB 5 606). Dann wird erwähnt, daB 
man im internationalen Maß- und Gewichtsinstitnt in Paris durch Ver- 
suche zu einer Nickelstahllegierung (367o Nickel, 647o Stahl) gelangt 
ist, aus der sich Meßdrähte herstellen lassen, die für Temperaturen äußerst 
wenig empfindlich sind und deshalb das Messen von Dreiecksseiten sehr 
erleichtern. A. B. 



1098a. L. CsoPEY, A Eimura-fele tünemeny (Das Eimura-Phänomen). 

Term. Köz. 87 642, 1 S., gr. 80. (Magyarisch.) 
Behandelt ganz kurz die Aufgaben der nach Cordoba und Perth 
entsandten Expeditionen zur Beobachtung der Polhöhenschwankungen. 

Kö. 



1099. C. J. Schumacher, Veränderlichkeit der geographischen Breite. 
Nat u. OflF. 51 21—30. 

Nach kurzen Erklärungen der Rotationstheorie und der Begriffe des 
Trägheitsmoments und Hauptträgheitsachsen erwähnt Verf. frühere Ver- 
mutungen fortschreitender Breitenänderungen und geht dann auf die durch 
Küstner entdeckte periodische Polhohenschwanknng ein. Marcuses Be- 
obachtungen auf Honolulu, dann die systematischen Beobachtungen auf 
sechs Stationen unter +39° Breite und ihre Ergebnisse werden ange- 
führt, die theoretischen Folgerungen, zu denen Chan dl er, Newcomb 
u. a. gelangt sind hinsichtlich der Periodizität, werden erläutert. Anch 
die kleine jährliche Schwankung, die Kimura entdeckt hat und deren 
Ursache noch unbekannt ist, wird besprochen. Eine Darstellung der 
Bahn des Nordpols von 1899.9 bis 1902.0 nach Albrecht ist dem 
Artikel beigegeben, der also den jetzigen Stand der Polhöhenforschung 
vollkommen darstellt. A. B. 

Siehe auch Ref. No. 55, 256, 522, 1043, 1049. 



7. Kapitel: Beobachtungen. §37a. 283 

§37. 

Absolute und relative Bph&rische Koordinaten. 

a) Sonne, große Planeten und Monde. 

1100. Royal Obsebvatory, Gbbbnwich, Horizontal and Vertical 
Diameters and Right Ascensions and North Polar Distances of 
the Sun, Moon, and Planets, observed with the Altazimuth. 
Gompared with the corresponding results of the Nautical Almanac. 1902. 
Greenw. Obs. 1902 \69], 7 S., 40. 

Die Art dieser Publikation und der in derselben angewendeten Re- 
duktionen ist die gleiche wie in den Greenw. Obs. 1900 (siehe AJB 6 
259). Beobachtet sind Sonne, Mond, Merkar, Venus, Jupiter und Saturn. 



1101. Royal Obsebvatoby, Gbbbnwich, Transit-circle. Horizontal 

and VerticaJ Diameters and Right Ascensions and North Polar 

Distances of the Sun, Moon, and Planets, compared with the cor- 
responding results of the Nautical Almanac. 1902. Greenw. Obs. 1902 
■ |205|, 28 S., 40. 

Die Art der Reduktion und der Publikation ist hier genau die gleiche 
wie in den letzten Jahren (siehe AJB 2 252). Beobachtet sind Sonne, 
Mond, gro.Be Planeten mit Ausnahme von Mars, Juno, Vesta und Komet 
1902 III; über die Beobachtungen der drei letzteren Himmelskörper siehe 
die tabellarischen Übersichten der Beobachtungen in § 37 b und c. 



1102. Rapprochement de planetes. B. S. A. F. 19 293. 
Zusammenstellung einer Anzahl Mitteilungen von Mitgliedern der 

S.A. F. über die im April 1905 stattgehabte Annäherung von Merkur, 
Venus, Jupiter und Mond. 

1103. Abmand DB Paolis, RappBDchement de Venus et Satarne. 
B. S. A. F. 19 99. 

Verf. hat am 29. Dezember 1904 die Annäherung von Saturn und 
Venus bis auf 1^ beobachtet und beschreibt seine Wahrnehmungen dabei 
an Hand einer Zeichnung. 

1104. Camille Flammarion, Spectacle Celeste. B. S. A. F. 19 57, 37, S. 
Plauderei über die Konjunktion von Venus, Jupiter und Mond am 

11. Januar 1905, begleitet von einer landschaftlichen Zeichnung, welche 
dieselbe am nächtlichen Himmel zeigt. Beigefügt sind einige Bemerkungen 
über den weiteren scheinbaren Lauf von Jupiter und Venus. 



1105. Edward C. Pickebing, Bruce Photographs of Planets. Harv. 

Circ No. 97, 3 S.; A. N. 168 287, P/s S. Ref.: Nat. 72 89; Obs. 28 263; 
Sir. 88 153. 

Verf. gibt ein Verzeichnis von Platten, die seit November 1893 bis 
Januar 1905 mit dem 24-inch Bruce Teleskop von den Planeten Merkur, 



284 n. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Mars, Vesta, Japiter, Uranus and Neptun aufgenommen sind, um nach 
neuen Monden dieser Planeten zu suchen. Die in gleicher Absicht und 
mit dem gleichen Instrument gemachten Aufnahmen von Saturn sind 
schon in der Arbeit aber den 9. Satumsmond Phoebe (siehe AJB 6 149) 
aufgezählt. Das verwendete Instrument bildet bei guter Luft und ein- 
stnndiger Exposition noch Sterne von der Größe 17.0, bei 2^ Exposition, 
wenn die Sternscheibchen noch vollkommen rund sind, noch solche von 
der Größe 17.5 ab. 

1106. J. Tebbütt, Observations of Uranus at Windsor, New South 
Wales. M. N. 65 532. 

Acht Mikrometeranschlusse des Uranus an den nahe befindlichen 
Stern Rad., 4648 am 8^ Äq. von 1904 Juli 18 bis August 5. 

A. B. 

1107. C. J. Merfield, Observations of Uranus and Saturn takeu 
with the 6-inGh Telescope of the Transit Circle of the Sydney 
Observatorj-. M. N. 65 533—536. 

Meridianbeobachtungen (6^ Öffnung) des Uranus von 1904 Juli 16 
bis August 23 im Anschluß an (1 — 4) Nachbarsteme an 15 Abenden, 
und des Saturn von 1904 Oktober 3 — 31 an 4 Abenden. A. B. 



1108. T. I. EiNG and J. C. Hammond, Observations of the Satellites 
of Jupiter in 1903, made with the 12-inch Equatorial at the 
U. S. Naval Observatory. A. J. 24 191, l'/* S. 

Die Verf. haben die vier hellsten Jupitermonde paarweise durch 
Mikrometermessungen verbunden, welche hier ausfuhrlich mitgeteilt werden. 
Dieselben erstrecken sich von 1903 Mai 4 bis 1904 Januar 4. 



1109. H. L. Rice, Observations of the Satellites of Jupiter in 1904, 
made with the 12-inch Equatorial at the U. S. Naval Obser- 
vatory. A. J. 24 196, IVa S. 

Verf. hat mit dem im Titel genannten Instrument von 1904 Sep- 
tember 2 bis 1905 Januar 4 Positionswinkel- und Distanzmessungen 
zwischen den vier hellsten Jupitermonden ausgeführt, die er hier aus- 
fuhrlich mitteilt. 

1110. E. E. Barnard, Observations of the Fifth Satellite of Jupiter 
made with the 40-inch refractor in 1903 and 1904. A. J. 25 

25—32. Ref.: Publ. A. S. P. 18 94. 

Mit einer Ausnahme (1903 August 31) war der Mond stets sehr 

schwer zu sehen. Besonders ließ sich Verf. Breitenbestimmungen behufs 

genauerer Ermittlung der Bahnneigung angelegen sein. Er verband zu 

diesem Zweck den Mond mit den Jupiterpolen durch den genau parallel 



7. Kapitel: Beobachtungen. §37a. 285 

den Aquatorstreifen gestellten Mikrometerfadeo. Die Messangen werden 
aasffihrlich mitgeteilt: Zeit, Abstand vom Planetenrand nnd vom Planeten- 
Zentrum. Die Reduktion Rand — Mittelpunkt wurde mit dem vom Verf. 
froher ermittelten Jnpiterradius berechnet. Auch einige Anschlüsse an 
andere Trabanten (PW and D) wurden beobachtet. Die Reduktions- 
großen (scheinbare Radien, PW der Jupiterachse und der Streifen) sind 
zum Schluß zusammengestellt, wo auch einige Elongationszeiten, Durch- 
gänge des Roten Flecks und Messungen anderer Trabanten angeführt 
sind. Angewandte Vergrößerung stets 460 fach. A. B. 



1111. H. Kreutz, Entdeckung eines 6. Jupitermondes. A.N. 167 62. 
Ref.; Cosmos N. S. 62 58, 83; Nat. 71 256; Nat. Woch. N. F. 4 124; Ciel 
et Terre 26 46; Obs. 28 111; H. u. E. 17 236; B. S. A. F. 19 94; Pop. 
Astr. 18 106; Sir. 88 41; Weltall 5 156; Know. N. S. 2 37; J. B. A. A. 
15 148: B. S. B. A. 10 24. 

Verf. teilt ein am 6. Januar 1905 aus Amerika eingelaufenes Tele- 
gramm mit, welches meldet, daß C. D. Perrine im Dezember 1904 
zuerst einen sechsten Jupitermond vermutet und diese 'Vermutung am 
5. Januar 1905 bestätigt habe. Verf. weist auf die Möglichkeit hin, auf 
die A. Berberich zuerst aufmerksam gemacht hat, daß das fragliche 
Objekt auch ein kleiner Planet sein könne. 



1112. Discovery of a Sixth Satellite to Jupiter. — Visual Obaer- 

vations of Satellite VI to Jupiter. Publ. A. S. P. 17 22. 2 S; A. N. 
167 303. Ref.: Nat. 71 494; Cosmos N. S. 52 196; Revue Sc. (5) 3 281; 
E. M. 80 518; R. A. G. 11 43, 2 S.; Obs. 28 148; Astr. Rund. 7 55; J. B. 
A. A. 15 209. 

Zwei getrennte Notizen, deren erste von Herrn C. D. Perrine her- 
rührt und in welcher derselbe mitteilt, daß er den 6. Jupitermond 
zuerst durch Vergleichung von Jnpiteraufnahmen, die am 3., 8., 9. und 
10. Dezember 1904 mit dem Crossley- Reflektor gemacht waren, gefunden 
habe. Der 6. Mond ist photographisch 14. Größe, visuell wohl 0.5 bis 
1.0 Größenklassen heller als der 5. Jupitermond. In der zweiten Mit- 
teilung berichtet Herr R. G. Aitken kurz, daß er den 6. Jupitermond 
am 28. Januar 1905 zuerst mit dem 36-Zöller gesehen habe. Er 
schätzte den Mond auf 14. Größe. 



1113. Edward C. Pickebing, Beobachtung des 6. Jupitermondes. 
A. N. 168 11. Ref.: Nat 71 569; Sir. 88 140. 

Herr Hammond hat am 8. Januar 1905 den sechsten Jupitermond 
mit dem 26-Zöller der Washingtoner Sternwarte gesehen. 



1114. Über den 6. Jupitermond. A.N. 167 143. Ref.: Cosmos N. S 52 
140; Nai 71 329; Obs. 28 112; Know. N. S. 2 63. 

Mitteilung eines am 26. Januar 1905 in Kiel aus Amerika einge- 
laufenen Telegramms, das eine Position des 6. Jupitermondes vom 



286 II- "^^^ ' Astronomie. 7, 1905. 

17. Januar und zugleich die Bemerkung enth&lt, daß die Wolfsche Ver- 
mutung, daß der Planet (1905 PV) mit dem 6. Jupitermond vielleicht 
identisch sei, nicht zutreffend ist. Letzteres ist auch in Europa dadurch 
erkannt, daß sich der genannte Planet als mit (149) Medusa identisch 
erwiesen hat. 

1115. 6. Abbtti, II sesto satellite di Giove. Riv. Geogr. Ital. 12, Heft 
2—3, 1905 (S.-A.). 
Entdeckungsgeschichte des 6. Jupitermonds, Planetoid PV und die 
photographischen Instrumente von Perrine und Wolf, Näherungsrech- 
nung äher die Umlaufszeit, die Verf. gleich 203 Tagen schätzt. An- 
merkung hetr. die Entdeckung des 7. Mondes. A. B. 



1116. W. E. R. The Discovery of Jupiter's Sixth Satellite. Nat 71 282. 

Anläßlich der Entdeckung des 6. Jupitermondes durch Perrine gibt 
Verf. einen kurzen populären Überblick über die Trabantenentdeckungen 
in den letzten .30 Jahren. 

1117. Die neuen Trabanten des Jupiter und Saturn. Sir. 88 77—80. 
Über die Möglichkeit, daß Phoebe ein sonnenfemer Planet sei nach 

Analogie des Planeten (499), der unter Umständen längere Zeit scheinbar 
sich wie ein Jupitermond bewegen könne. Näheres über die Entdeckung 
des 6. Mondes, kurze Nachricht über die Auffindung eines 7. Mondes des 
Jupiter. A. B. 

1118. 6. Jupitermond. a. N. 1«» 95. Ref.: Obs. 28 359. 
Telegrapbische Mitteilung einer am 25. Juli 1905 von Albrecht 

auf der Lick-Stern warte erhaltenen Ortsbestimmung. 



1119. Observations of Jupiters sixth satellite at the Royal Obser- 
vatory, Greenwich. a. N. le» 397. Ref.: Sir. 88 281; Nat 78 18. 

13 Aufnahmen mit dem 30-zölligen Reflektor des Tbompson-Äqua- 
torials zu Greenwich, ausgeführt von den Herren Melotte (9), Edney 
(2) und Davidson (2), lieferten Bilder des 6. Jupitermondes, dessen 
Positionen nach vorläufigen Messungen hier mitgeteilt werden, zugleich 
mit den Differenzen gegen die Vorausberechnung von F. E. Roß. Das 
überexponierte Bild des Japiter war mit Ferridcyankalium reduziert und 
leicht meßbar gemacht worden. A. B. 

1120. S. Albrecht, Observations of the Sixth Satellite of Jupiter. 

Publ. A. S. P. 17 130; Pop. Astr. 18 413; Obs. 28 359; Know. N. S. i 227; 
Nat. 72 352. 

Drei genäherte Positionen des 6. Jupitermondes von photographischen 
Aufnahmen des 25., 26. und 27. Juli bei Belichtungen von 0,5, 1 und 
1,5 Stunden. A. B. 



7. Kapitel: Beobachtungen. §37a. 287 

1121. Entdeckung eines siebenten Jupitermondes, a. N. 167 271; A. J. 

24 160. Ref.: Gosmos N. S. 52 252; Nat 71 424; Ciel et Terre 26 46: 
Nat. Woch. N. F. 4 251; R. A. G. 11 43, 2 S.; Obs. 28 149; H. u. B. 17 
328, IVs S.; B. S. A. F. 19 148; Pop. Astr. 18 225; Weltall 5 213; Astr. 
Rand. 7 104; Know. N. S. 2 85. 

Telegraphische Mitteilung von der Entdeckung eines 7. Jupitermondes 
16. Größe durch C. D. Perrine, der ihn an der Lick-Sternwarte von 
1905 Januar 2 bis Februar 25 verfolgt hat. 



1122. C. D. Perrine, The Sixth Satellite of Jupiter. — The Seventh 

Satellite of Jupiter. Publ. A. S. P. 17 62, IV* S.; A. N. 168 110. Ref.: 
Atb. No. 4048, 1905 1 663; Nat 72 135; Sir. 88 148; Know. N. S. 2 157; 
J. B. A. A. 15 285; B. S. A. F. 19 407. 

Verf. berichtet etwas ausführlicher, als das auf telegraphischem Wege 
möglich war, über die von ihm gemachten Entdeckungen des 6. und 7. 
Jupitermondes. 

1123. VII. JüPITERMOND. A. N. 169 159. Ref.: Nat. 72 352, 424; Obs. 
28 359; Know. N. S. 2 253; Pop. Astr. 18 413. 

Telegraphische Mitteilung einer am 7. August 1905 auf der Lick- 
Sternwarte erhaltenen Positionsbestimmung des 7. Jupitermondes. 



1124. E. C. Pickering, VII. Satellite of Jupiter. A.N. 169 222. Ref.: 
Obs. 28 359, 393. 

Verf. teilt drei Beobachtungen des 7. Jupitermondes mit, die Herr 
Albrecht am 7., 8. und 9. August 1905 am Crossley-Reflektor der Lick- 
Sternwarte erhalten hat. 

1125. S. Albrecht, Observations of the Seventh Satellite of Jupiter. 
Publ. A. S. P. 17 160. 

Mitteilung genäherter photographischer Orter des VlI. Jupitermondes 
vom 7., 8. und 9. August; im Vergleich zur Bahnberechnung von F. E. Roß 
erscheint der Trabant etwa einen Monat verspätet. A. B. 



1126. (Sir W. Christib), Observations of Jupiter's Sixth and 
Seventh Satellites from Photographs taken with the 30-inch 
Reflector of the Thompson Equatorial at the Royal Obser- 
vatory Greeuwich. M. N. 66 12—13. Ref.: Nat. 76 182. 

Vom VI. Jupitermond wurden 37 Positionen an 19 Nächten zwischen 
1905 August 23 und November 7, vom VII. 7 Örter an 6 Nächten 
zwischen 1905 Oktober 22 und November 7 erhalten, alle im Anschluß 
an schwache Nachbarsterne, die ihrerseits durch Anschluß an Katalogsterne 
bestimmt wurden. A. B. 

1127. W. J. HussBY, Third Series of Observations of the Satellites 
of Saturn. Lick Bull. No. 68, 5 S. Ref.: Nat. 71 449. 



288 II. Teil: Astronomie. 7, 1905. 

Verf. teilt seine von 1904 Aagust 3— Dezember 2 am 36-Zöller der 
Lick-Sternwarte zwischen den sieben inneren Satumsmonden gemachten 
zahlreichen Positionswinkel- nnd Distanzmessungen ausfuhrlich mit. Ober 
die zweite derartige Messungsreihe siehe AJB 5 275. 



1128. 6. F. Paddock, Satellites of Saturn, with the Leander McCor- 
mick Observatory 26-inch Refractor. A. J. 25 33. 

1905 August 24 bis Oktober 4 wurden folgende Messungen aus- 
geführt: 15 Verbindungen Tethys-Dione, 17 Tethys-Rhea, 22 Dione-Rhea. 

A. B. 

1129. C. W. FßEDEBiCK and J. G. Hammond, Observations of the 

Satellites of Saturn and Uranus in 1904 made with the 26-inch 
equatorial at the ü. S. Naval Observatory. A. N. 168 278, 3»/« S. Ref.: 
Ath. No. 4052, 1905 I 790; Nat. 72 230. 

Die Beobachtungen von Positionswinkel- und Distanzmessungen von 
den immer paarweise zusammengefaßten Satumsmonden, sowie von 
Titania-Uranus und Titania-Oberon sind 1904 Mai 24 bis Oktober 11 
gemacht. 1904 August 24 bis Oktober 11 sind in 15 Nächten auch 
Rektaszensions- und Deklinationsunterschiede zwischen Tethys und Japetus 
gemessen. 

1130. W. H. PiCKERiN(;, Phoebe, the ninth satellite of Saturn. Harv. 
Annais 53 No. 5, 85—100. Ref.: Nat. 78 63. 

Verf. gibt in Tabelle I einen ^ Katalog^ der Saturnsaufnahmen, wo 
bei jeder Platte entweder ein Hinweis auf Tabelle II, gemessene Phoebe- 
örter, oder eine Bemerkung gegeben ist, die die Unsichtbarkeit des 
Trabanten auf der betreffenden Platte erklärt. Kürzere Belichtungen als 
()0 Minuten zeigten die Phoebe nicht, viel längere auch nicht, dort war 
zu wenig photographische Wirkung, hier war der Strich zu lang und 
darum zu schwach. Einige der neueren Aufnahmen wurden mit Regu- 
lierung der Fernrohrbewegung auf die Bewegung des Saturn erhalten. 
Von 1898 bis 1905 konnte Phoebe auf 69 von 105 Platten gemessen 
werden. Tabelle IH gibt eine Vergleichung der beobachteten und der 
berechneten örter von 1899 bis 1902, Tabelle IV eine Ephemeride für 
1904, V Reduktionsgrößen und Positionen von 1904, VI eine Vergleichung 
der letzteren sowie einiger Barnard scher und Perrin escher Positionen 
mit der Ephemeride. Wie aus Tabellen VII und VIII zu ersehen, werden 
die Beobachtungen durch die Periode 547.5 Tage viel besser dargestellt als 
durch die frühere um einen Tag kürzere. Die Aufnahmen 1904 Sep- 
tember 28 und 29 sind reproduziert. Sie zeigen auBer Saturn und 
Phoebe noch einen äußerst schwachen Planetoiden 18' von Saturn entfernt. 

A.B. 

1131. Edward C. Pickering, Positions of Phoebe in May 1905. 

Harv. Circ. No. 102; A. N. 1«9 78. Ref.: Nat. 72 330. 



7. Kapitel: Beobachtongen. § 87a. 289 

Herr R. H. Frost bat in Arequipa von 1905 Mai9--13 4 Auf- 
nahmen der Phoebe mit dem Brace-Teleskop gemacht, deren Messangs- 
resaltate hier mitgeteilt und mit der Harv. Ann. &3 141 (siebe Bef. 
No. 588) gegebenen Ephemeride verglichen werden. 



1 132. £. E. Babnard, Observations of Phoebe, the Ninth Satellite 
of Saturn, a. J. U 165, l»/* S. 

Verf. berichtet ausführlich über seine am 8. August und 12. Sep- 
tember 1904 mit dem 40-Zöller der Yerkes-Stemwarte gemachten Orts- 
bestimmungen der Phoebe und einiger schwacher Sterne. Der Mond 
war dabei 16. bezw. 16^. Größe; die erste Ortsbestimmung erscheint 
etwas zweifelhaft. 

1133. C. D. Pebbine, Neunter Satnrnmond. Ref.: Sir. S8 90. 
Ober das Original (Lick Bull Nr. 64) siehe AJB. 6 261. 



1134. Entdeckung eines neuen Satummondes. A. N. 168 63, 107. Ref.: 
Nat 72 19, 135; Ath. No. 4045, 4046, 1905 I 566, 598; Gosmos N. S. 52 
503; Sir. 88 140; Weltall 5 286; Astr. Rund. 7 137; Enow. N. S. 2 131, 
158; J. B. A. A. 15 285; H. u. E. 18 135; Obs. 28 227. 

Telegraphische Nachricht vom 28. April 1905, daß Herr W. H. 
Pickering einen 10. Satumsmond entdeckt hat, der seinen Umlauf um 
Saturn in 21 Tagen vollendet und drei Größenklassen schwächer als 
Hyperion ist Die zweite Stelle enthält eine ganz kurze ergänzende brief- 
liche Mitteilung darüber. 

1135. H. L. Rice and J. C. Hammond, Observations of the Satellite 

of Keptune at the Opposition of 1904-5, made mih the 26-inch 
equatonal at the U. S. Naval Observatory. A. J. 24 188. 

Die von den Verf. ausgeführten Positionswinkel- und Distanzmessungen 
des Neptunsmondes in bezug auf den Mittelpunkt der Neptunsscheibe er- 
strecken sich von 1904 November 21 bis 1905 März 31. Die mitgeteilten 
Beobachtnngsresultate sind mit den nach der Gonnaissance des Temps 
berechneten Örtern verglichen. 



1136. Royal Obsbevatory, Gbbenwich, Observations of the Satellite 

of Neptune, from Photographs taken with the 26-inch Refractor 

of the Thompson Equatonal, in the year 1902. Greenw. Obs. 
1902 59, 3 S., 40. 

Diese Beobachtungen sind schon früher in den M. N. mitgeteilt 
(siehe AJB 4 289) und werden hier nun in definitiver Form ver- 
öffentlicht. 

Astronom. Jahresbericht 1905. 19 



290 IL Teil: Astronomie. 7, 1903. 

1137. (Sir W. Chbistib), Observations of the Satellite of Neptnne 
from Photographs taken at the Royal Observatory, Greenwich, 
between 1904 Nov. 11 and 1905 April 15. m. N. M 10—12. 

Tabelle der gemessenen Positionswinkel und Distanzen von 57 Anf- 
nahmen an 27 N&chten nebst den Differenzen gegen H. Strnves Tafelwerte. 
Ans diesen Differenzen folgt für 1905.1 a=16M85, iV^=188^26, 
/=U7M4. A.B. 

1138. C. W. WiBTz, Beobachtungen von Trabanten am Straßbarger 
49 cm Refraktor. A. N. 109 34, 57, S. Ref.: Nat 72 465. Sir. 88 259. 

Verf. teilt seine hauptsächlich in den Jabren 1903 nnd 1904 ge- 
machten Trabantenmessungen mit and zwar sind es 14 Positionswinkel- 
und Distanzmessungen des Neptunstrabanten und 45 Verbindungen von 
Satumsmonden mit dem Saturn, unter sich oder mit einem Stern durch 
Messung von Ja cos S und /IS- Die Beobachtungen sind durchweg mit 
den Struveschen Elementen verglichen und außerdem sind gelegentlich 
Helligkeitsschätzungen der Monde ausgeführt Auch eine Neubestimmung 
des Schraubenwertes sowie der periodischen Fehler der Mikrometerschraube 
hat Verf. ausgeführt. Diese letzteren Mitteilungen geben Herrn E. Becker 
Veranlassung in einer angehängten ^ Bemerkung^ kurz über die früheren 
Bestimmungen der periodischen, und fortschreitenden Fehler der beiden 
Mikrometerschrauben aqi StraBburger großen Refraktor zu berichten. 
Die Helligkeitsschätzungen weisen auf Veränderlichkeit des Neptnnsmondes, 
der im PW« 60^ am hellsten und im PW. 180® am schwächsten erschien. 



Siehe auch Ref. No. 55, 574, 579, 584, 589, 1044, 1842. 

b) Kleine Planeten. 

1139. Observations meridiennes d'Eros et des etoiles de repere. 
Annales de Nice 8 B. 1—106. 

Einige Angaben über Instrumentalkonstanten werden vorausgeschickt. 
Die Beobacbtungen enthalten 52 Positionen des Eros von 1900 Oktober 1 
bis 1901 März 11 sowie die örter von 519 Anschlußstemen für Äquatoreai- 
beobachtungen. 

1140. Tabellarische Übersicht der Beobachtangen. 

(Siehe Seite 292—329.) 



Siehe auch Ref. No. 651, 2032. 



c) Kometen. 

1141. Tabellarische Übersicht der Beobacbtungen. 

(Siehe Seite 330—337.) 

Siehe auch Ref No. 291, 292, 1887, 2032. 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 37 d. 291 

d) Meteore. 

1142. W. E. BssLBY, Section for the Observation of Meteors. Thir- 
teenth Report, 1904. M. B. A. A. U 1—19. 

Die Beobachtungen der Sternschnuppen sind nach den Hauptepochen 
gesondert wiedergegeben; reichlich beobachtet erscheinen die Lyriden 
(Brook), Julimeteore (Denning, Ryves u. a.), Perseiden (zahlreiche 
Beobachter), Leoniden (Mrs. Brook, Denning u. a.), Geminiden. Eine 
Tabelle enthfilt 33 neue Positionen von Radianten. 

Feuerkugeln werden 13 näher beschrieben, von 18 mehrfach be- 
obachteten hat Denning die wahren Flugbahnen berechnet; dieselben 
sind tabellarisch zusammengestellt. Noch 37 andere groBe Meteore werden 
zum SchluB nach Zeit ihres Erscheinens und Aussehen angeführt. 

A. B. 

1143. Etoiles filantes. B. S. A. F. 19 19, 264, 311, 482. 

Mitteilungen einzelner Mitglieder der S. A. F. über ihre Stern- 
schnuppenbeobachtungen. Diese betreffen hauptsächlich Beobachtungen 
von Leoniden und Perseiden. Devenyns, Arzt in Colombes, glaubt 
einen Meteorradianten am Apex der Sonnenbewegung gefunden zu haben. 



1144. D. Eginitis, Radiants observes ä FObservatoire National 

d'Athenes pendant les annees 1903 et 1904. a. N. 168 375, 1 S. 
Ref.: Nat 72 303. 

Verf. teilt elf Radiantenpositionen, die im Jahre 1903, und vier, 
die im Jahre 1904 aus an der Steni warte in Athen angestellten Beob- 
achtungen abgeleitet wurden, mit. Erstere betreffen Perseiden, Leoniden 
und Andromediden, letztere ausschlieBiich Perseiden. 



1145. Royal Obsebyatory, Greenwich, Observations of Luminous 

Meteors. 1902. Green w. Obs. 1902 (cvii), 15 S., 40. 
Es wurden im Jahre 1902 beobachtet: Februar 15, Mai 4, Sep- 
tember 1 je ein Meteor, Dezember 11 zwei, August 2 vier Meteore; 
femer August 9 — 13 (einschließlich) im ganzen 332 und November 15 — 18 
(einschlieBlich) im ganzen 51 Sternschnuppen. Für jede Sternschnuppe 
wird Zeit, Helligkeit, Farbe, Dauer, Schweifbildung und ungefähre Lage 
der Flugbahn angegeben. 

1146. A. A. Nijland, Über die Lyriden, Perseiden und Leoniden 
der letzten Jahre, a. N. 168 378, 273 S. Ref.: Nat. 72 303. 

An deu Beobachtungen beteiligten sich auBer dem Verf. die Herren 
V. d. Bilt und Hubrecht. Die mitgeteilten Beobachtungen erstrecken 
sich auf Zählungen der Sternschnuppen innerhalb der verschiedenen Be- 
obachtungsstunden. Nähere Angaben über einzelne Stemschnuppenbahnen, 

(Fortsetzung siehe Seite 338.) 

19^ 



292 



IL Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



S) 



J4 

Cd 

08 

e 



08 



08 

H 

o 



O 






C8 
O 

o 
OQ 



12 

O 

I 

X) 

o 

a> 

OQ 



1-1 (N 
0b 0b 



CO 

0b 




^- a 



CO 

Xi 
O 

CD 



9« 



OQ 

^» • • t^ t» kfi 

O <0 •-< <N ©» »O 

CO 00 



^coodSS . . . • 

iOOOiOO»^eD^ 

CO»-« ei «r-eor-00 
CO 



eo SP 
-^co 



eoeS 



^00 






-«4 OQ aä -< -< -^ -< -< -< Ol OQ -< OQ < -<n -^ <5 -< -< -< 







« 



o o OQ ?•« « ^ S 



K K 






^2 



k. CO »-^ 

S oo O 



^ . JO 9 



K K K 



^ , . • • . • • • • »^ • 






a 



jap fq«7 



d 
es 



2"-S 

*-■ ® 2- *- 



.d 
o 

0) 

ha 

O 



«0 

^ OT 9 

o ^ S o 



CQ 



K K 



Im 



tA 



O 
00 5 •• t> 

•=» jC i: 2 



Im >m 

® 4> ® C> 
o ® O 9 



O o 

"05 *© 



o a> o ® o '9 V 

H n H pa oui Q txa 



11 K 



00 00 
(M C^ 

* * • 



SS 

ä3 «<J 






*** »PN 

«o »;oo . 

• «2 .ja 

oäii^osaH 



CO 



CO "^ Oä 00 00 00 
qoooqocm CO CO ■^00 

^ .-* . h; . . . .«>•-• . 

^*< odf«< Si<j ou«1 om oä oä Ol 



R fi K 



(M < 

0) C^ O) 



o 



o 

0^ 



CO <i 



Od 



o 

I 

o 

CO 

•-» 

o 
o» 



CO 

o 
CO ;=: 






(N 



o 

C4 



00 






<N m!i CO CO 



!>• I -w O) 

oJ °^ CO CO «O <N (N 



« K 



K ft flt 



ift «^ kO o »o »o -^ 
OOOOQQO _ 
0)0)0>0^00^0)0d 



s 



co^o*^ 
H^ »-a < S5 •< i-a Z 

ooooooooö 

O) O) 0> O) O O Od Od Od Od 



Od r- »^ CO 



CO 



CO 00 t» ^^ »^ 



94 CO kO CO Cd 



'^cO'-co^G^eoo*»— «^^»-^ 



O CS 



o 
d 
d 



CO 



CO 



es 

CS 

•m 

CO 



«> 

X) 



tO CO 



CO 

c 

I'- 



es 

Im 

o 

00 




Kapitel: Beobachtungen. §37b. 



293 






&3 






• • • 



CO 



O04 

CO CO 



CO 

.(M 



00*2 • 
^'^CO 






3 



^r-co-H^cot^S^ooi^-. 

^H r-4 CO r^ 






cd 



o 
O 









• ^^ ^H ^iri ^iri ^rf 2C «n 

CQ • . • • • • « 

"^ ^ ^ -^J <J -^ -^ PQ 



CO 



"öS . 



o 

a 
s 

CS 



o 



^a:a 



a 
o 

a- 
s 

cOCS 

o 



K •> 



CO •fl 0L 

■^■3 3 = 



•PN 






:M5 



O* HO 

0« a m > 






CO 



CO 

oo 

a 

*t3 



9 

d 



^ 






cn 

QQ 

o 






« boa> 

jO dJ3 






«3 « iN^ «> 



d ^ 



O Q) ® 



00 






00 

> .,M fc« s d B 
^-.^.^^ • «e®^-S o o 



•ö ,o s3 ^O -o — 



R ® » <Ö fl> O 

'S 'd © Ä .SPJ3 



> «-• 'd 



o 

00 

5g i § 



00 






0*-i 



^5pcoo5 ."^SSSSSS 



»<0u»<5o-i 






. <0 CM *>* (>» t^ CO O^ 50 CO 
CO -^ «-H . o (N . 1-« , 

. .er*. ,cr,o*i.|,-j„ u^ 



CO e< 

co2 



o 

oo 



*ö es Qö«<J w ecä»<J cd Hj* 



• . er . ö- 



OS 






oz 



o 

CO 



Um 

JO 

EE4 



I 



uO O 



I 









•c 



s2«*s2SgSco«)Sco25S22S5353S2^ 

♦* 2: ^-3 d d *^ «^ *^ ß d -** 

^< ^* ^f ^f ^ 

ooood 

Od 93 O O O 



o<o 



o S «> -^ »o 



d ^ 






00 *^ 

I =ä 

00 CO 

• p« •pN 

d d 
d d 





2 G^ 

I o 

ha ha 

MO MS 

CO CO 

o o 

Od O» 



CO ^1 oo *H »-1 pa* «O ^H i-H »-I O« CO "^ ^^ O C<l »O CO 00 (>» "^ •-• <N C<» *-• »-• «-H (M O* CO c* 



s 



o 
d 

1. « 

cuiba 



a 

o o 



ad 

o 

OD 

P^ 

«»"^ 
CO 



oo 
H 



d 

d 

o 

Od 



00 



•PN 


a 


es 


« 


J3 


X3 


H 


H 


<'-N 


.^-> 


CO 


•^ 


0<l 


(M 



•{N a> 

§2. 

II «i 
• ^ 

o US 

W.S 
-5 II 



d o 

II ". 

er ^ 

»<1.2 

-'S 

O rt 
o bo 

o o 

^ ai3 



IL 



pä.a 

c^ Ö fc- 
flS s o 

<5 ® a 
^ a = 



II 



S 11"^ 

"^ d 

d 
■ 2" 3 

•r d © 

t;? «s M 

dSCQ 

« ka 
'O ® 'S 

«a 2 

tu: 

d . o 

eha 00 

PN ® 2 

WC® 
© d 

»N ♦* "d 

S © o 

S a « 

'O SS ,gi 
t—* © 

d<t3 

O CS 



294 



II. Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



a 

CR 

O 






J4 

Cd 

£ 



08 



o 



o 

es 

u:> 

o 

a> 



a 






CO 



CO 

Cd 



O 



CO . 
•^ CO 



0b 



2 



JO 

SS 






CO 



s 



OD OD 

9 . * . Ol 



<< 






Ä 
< 



COuS O O* »-^ '^ 00 ^ 00 «ä Q Q -^ ©< G^ Q :^5ar S z5 JS • »T^ S 









d 

13 
o 



O « ^ S <» -SS 

> > «O -O O lO 



es 

00 



CO 



oo 
oo 



73 

'E 

d 



H 

d 
o 



«0 



s d »o :r 









<<i^^0äßE4c:>ocMt>frit>:4 



TS OB ** 



JO 



d 
o 

a 

«PC 



SB 

O 






c3 O 

a 

o 



-«^ 



u 1-^ < S iJ3 S H^ <: a 




d 

«MDO 



&M0 OOO 



tc 



s ^3 z A s ta ^ SS c 



CO 
00 



w^.«- ^O** — 0000 ooco 

•* (N CO •* •-• Ö<l CO CO CO COOQ 

• .CO ... . CO ^jf^ ... . _.^ . '■^ . 

o*^ , ja o* Q*ja K .cr.cr'cj'cr'.o* Cja . ja 






00 ^ . W 



i-U 05 W S « fsi»< W cu 



•qoag 
J9P ni«Z 



N 

I 

O « 



00 

. CO 

.- 1 

94 CO kfd 



CO 
^ — 



r=" 00 



CO -^ r-co I 

^00*-»<N^<NCOc* 



d 
d 



d^ 



I oo^^co J, 



0>kA 



d d 



y 
o» 






« R 



M« K K R ft 



z»s 



00 CO 

kfd 1— • ^^ CO 
t* «CS» . 

•^ O 3 g ,5 HR® '3 



»^ Oi ^^ 



o> 



CO r<- 
o.e. 

I I 

SS« 



d 



•^«f>kf^kf^kCdkr^k£3co<^ooeo^k£d 

I O A <^ <3) ^ 0> Od 



8® 



'ÖÖÖÖOOÖÖÖQ 
>C>0)CdO>OdO>0>Cdw)u« 



ikAkAkQ^ <«i" O» 

oooooo» 

0> C^ Cd O) 0> 00 



•^kfd 
00 



kfd »O CO 

ooo> 
o> Od oo 






kfdi^9^^H^O«i-^i-H(NG>«COV^«-HOf-i*-HCOC^CO'^*-l-^(N04'^SO^^eO'^«-<C4 



d 

C8 



<4 

I « o 

I 



^ 



•^ kO 



es 

d 



CO 

o 
Ph 

CO 



d 



C«! 



d 

o 

«^ 
©4 



a 

Od 

04 



d 

a ^X 

o.S:S 
a40P>^ 

CO CO CO 



es 
s * 

eS ^ *d 



OdQO« 
CO "^ ^ 



d 

es 



7. Kapitel: Beobaehtongtn. § 37 b. 



295 



CD 

o 

o 



C0 



CO 



• Q . • • . . Q> 



IS 


gs 


H 


1H 


o 


04 


Od 

^-1 


OOÄ'TCO 


Im 


»o ^ ^ o 


c<l 


. • • . 


a 


►^ÄÄH^ 


a 


• s • • 


<}<«sa<-<<l 



CO 



o« 






O 

•n 

-< 



0b 




.2? 



S§ § S8§5?^S§ 






22 

CO fl 



US 
Xi 

zi 
Ol, 

• ■» 
00 

o» 



w w V qp V ^1 91 V 9 QP M< w ^ OD 



• • • ■•••■ 









o a ^ 

S OB 'S a ^ _ 

4 . ^ «2 «Ü OO Q> 

^^ . i >^ = 




o 

a 



'S 

§2 









d 



" §-=^ s.-§l1-§ s^*:'?!'^ jte?|l 



a _: 
2 ög 

B . O 

a s • g 

• N 2 21 
»^ »4 CS a 



-■g 



9 



eo 

5- 



bo 



^ o ^ 



00 

O 



.o 



o «i't! o ® < « rs d * 

2: ^te 



M C 3 C3 t« ^ S •** 09 •*^ 



ttf o b0 0) o « O 
a.o fl ^ 2 •* fc. 

3 »^ OS k *•* S fl *•* ^5 



4> a m n ^ 






O O O Q '-^ 



S •-_ _ 

^ OCDOOO^ 

0^ r« CD CO (N CO 04 



CO 



o 



i^fiui ><; pöou 



S 

eo 

• • • . «. • 



€00 ** 

00 «-4 (M 



o 2 ^ "^ ^ 

cocoooococoooo 

09 . CO <N O« 00 r^ 94 
Ö*. .0*0", .P" 






CO 



V 






I 

's« CO 



04 



»o 



e»^ CO ^ 

*^ ^1* »« **• ^^ 



Sc e 

m8 0.1C8 



Q^ "ag^a 



00 



2 ;? 

<S04 



CO »^ 

'S « 



o 



• 

o 



04 



<M 



CO 

ha 

Xi 

I 



^ I 



00 



CO 

o 

I 






7 7 I I I 

O* kO 94 f-i f-i 






I 



04 





'eoo4 
>QOa» 



3 



•^»^»-^ 



o> 



SS 



o> 



iO04kA <^ 

0> Od O) 



Od Od ^ Od Od Od Od Od Od 



'S 

04 



K K K 



Od Od Od 



Od 



.o 
fdOd 






Od 



W "^ 1-1 «5 OH ,-H ■^ »1 00 CO CO *-• 04 t-i O» CO ^H -^ iO -^ -^ CO »^ i-* CO *-• •* »O 



■*04 
04 



•^•^O 04^ 04 




«8 
es •-* 



t-00 



n 00 

00 "* ^ 

o bog 

Od O *^ 



es a 

^ 2 ■« «9 

OS 00 d <n O 

O. O. es ^ p 

^ es «^ « d 



04 CO 



•^«ot- 
lO ^* »o 



o 

d 

o 

o 



296 



IL Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



«0 

a 

9 

o 



1 



c8 



( 













09 


• 


Ol 2 






• *•- 


"^ 


« c 


5 oi 


tot 




• 


« 4i 

• • 


• 


••* 


" 2 Äg 


-< 


-< S 


< CO 


M 


• 


^ -^ •** 


w- 


O 


.^^ flR * ^* 


» 


2oQ a 


tt . 




S -S B< 


••> • • 


2 — ^ . 

• • ^^ • - 


-r -jt . . — B , 





> ^iH ^ * > o • 


o^^cDtoe« »S • —««S 


Dao.<^aoo» .0.« . 


-< 




gS^gS25S?SS:J 


TdeocD^e^^Jir-.t^coco 






-§SSSS~|SS|S|S$S8S|SSS 




3 -3-^^:2 :2Sz<SS^SS^:^SQ2^2;2Z 1^^^ 




1 ■ «{3 a».^ «49 

; PQ ^ <: -u ^ D3 a ca 


•«^-<^<^-<0Q'<^'<"<'<-<'<^-«i-<'«i5B-<-<-< 




•Ö 


« 








d 


is ►• 




►. 


Beobacht 


5 ^ es flS > « 

.^,2 "O «B CO ^ v 

'S • «* 'S « #S o ,2 


fej S <=> 3 


-*• 

» fl 15 ^ .0 to 


CO 

X ^ n tT 'S M 


1 

1 


OB ad O . :S 


^(Sa^ 


^» ^t ■ 


Si-^Ja(2p:Sa:^-)- 


1 
( 

i t: 
o 


g «. 


oS «A«r 


te t« 


tA &0 e«v 


'*' &« 


r% ft« b« 


ha Im 


»> h* h. ^ 


'. 


O tA « V 


j3^ 


«> a> 


« 9 




^ a »o 3 


:2 ^ 'S »r 5 


•ÖÄ .0 Ä-O 


Q 


•2* •«« ^i^ P 


a ^B^ ^1^ 


ffl ^^ *^ ^1^ ^"^ ^l** 




il-csS-la-S 


'S 0»^ S 


R « n -^ ® 


Kit. SOS9 0«. 




S»=.StS^^,§,S 


«8^ «IS 


« e8,^^ ». 


oflS«>.2roo«>s<D 


1 


Ä<JWO 


taa<u)^w 


Oatt-<ttp2CZ2C)0 






• 


00 


0. ^ O- 


c 


<?« CO fCOO^SS 


"-00 

CC -^ CO 


«SSoS 


Oji«£ g oo 


••* 

OB 


C'ICO 00 


G^OI .CO(M 


-^ "^(MCO CO 00— • 


' s 


-:. .«> . 




g^^H , W O» . , 


.00»^ . . . .— < . 


^^ 


^ n KdC . <T R « 


K *«'3 ■ 


. o- . . cr.a 


K f» ^ . • 0* ja 0*J3 5 CT" 




t< " a.ö5«-tl 


CL.Ö5 


Qäxl Cä QäKj CIh 


i<«^ pe; oät<J P4«^ ou cdt^i* 


1 

1 

s 




S 


20 »oi^ 


O) 

• 


:s 


3 •-• J CO 


•? 1 


r* 1 -^ . 


rt- .'^— . .r* 


es 


^S^S--2« 


^i«2«t22_(M^2Sgou!)^i^oo^t^o 

. , 0« « »-^ t-> «^ ,^ G^ ^ 0« 00 QO »^ -^ 


1 




P»* «-^aat-aOOJO 00 






^^f-4kOO)^^^^i-4 


bO tO kO ^ i 


Ä'^"<*-^*'<*^kO»o»Ofcr5»öto»ö»ft©»ift'^»o 




OQQOOiOQO 


O) O) O) O) O) O) O) O) O) O) O) O) 0> O) O) O) O) O) O) o> o> O) 

- - ~ - - - - - - - - ^i^^ -•■ ^ ^ - -■ ■ - - ■ 




•qoea 


(N-^KNC^'^.-Ii-hO« 


i-Ho^^co«-«cooOf-i-^coi-ii-i,-icococ<»r-o*©*»^c*"^ 


aap iq»z 




Ol 


WM 




•M 


•im d 




es 

•9^ 



.M 


4) 


u .So 




9 


08^ es 


p4 




2, 




>**; «4 


Ol 


O WW<J ü 


1-3 


tZ3 


z mho 




^-^ rf'^^r**'^ /""N 


^^ 


^^ 


^-*S /— N^^^~V 




00 0)0-^ 4« 


00 


O) 


«.14 CO »A 00 




O O CD <0 O 


C0 


«. 





7. KapiteL Beobachtungen. § 37 b. 



297 



O 



00 




Cd 

ü 

OD 
o . 

O CO 



. CO 

CO e<i Ä CO i^ Jr <>* 



CO 

S 

o 



CO 

0b 



im 

m 

'S 



«^ o 
Ü 



. . fl . . . . qg 



o ^ ^ CO 

00 ^ t* 00 (M* 

Z < Ä Z «-3 
• • • • • 

•< OQ <S -^ *< 



ü 



2^SS 



s 



ii 

<0Q 



WO 

'S 

'S fl 




O 

a 
a 



a 









.2 I- 0*0 






•O es 

TS CO 

§11 



g »^ 

O 0) 

T3 <Xr 



© CO 

: o *: 



fl 

o 

a » 

•Ä S o 
SA « 



S^ 





o 



o 
O 



«0 



a i- 


§ 


5 t) 
4 ^ 


3 


:5< 


u: 


•* 


'^ 


■iSS 


'* 

G4 


® . 


• 


. ly 




tfl< 


»<1 






CM) 

a 

*^ « g 3 S'S 



00 bfltAte bo «t; w 

JO »-Ufc. »« t^^ 



2 S5 *- .^ fl 2 ^ 

^^ •»" .fl La "^ "^ 



I •—« ^>N r^ «-^ ^^ ^ 't; ••« ^3 ta •'^ "t; 

dr3ä_2_2®d®o«£':30,^ £®«'t;-oeö®'3eöo9d 
S«*S'a'önB5'äS*w'^^d59MSo>eoNS?N.SS 

.2^.2-2«SlS.2SS2^dfla2»B£oSN.2>SS.2 
fi e8;r « «> 0?;^ o>.2'd 0« o ® O'oä*- u»^.PN«s Ä"- a8»r 



3:2 o 

Gq CO »^ 






0<0 

CO 

er 



CO 



S .»j — 

^COcoSo - 
.QO<N CO »^ 



OdCO cooS 

CO QO<M CO<N 



8 "^00 

^ CO CO ^ QO o 
.QO(M CCO t- 

O «^ . . .CO 



• m • • • 9 '— • « ^ « -^ • ■ _ ■ _ • _ ■ ■«* - « • m^ - « » ■ -^^ 

o" o" o* o* _• o* j3 • o*^« uajc; ^^\J3 • •cr'cr'cr'o'.o^.ö'CT', .crcro*. 



CO 



»-H t^ 




OQQO» 
Cd 9) OO 



000000 

Od O 00 Od Od Od Od Od Od Od 



^ CO ^ ^ ^ ^^ Od 
OOd O 000 Cd 
Od QO Od Od Od Od 00 



t«<^ "^t COO«tn(N CO CO 



(M 



CQ 



(N(NCO»OCO»OG^(Mf-h-«CO«*<N 



a 



X 



a 

o 

d 

d 

» 

Od 



"5 o 

»U1 



co-^ 



via 
isbe 


e8 


0. 



idina 
ethusa 


era 

amilla 

ecuba 


e8 
•p« 


CQCCH 


d 


d 
< 








i^/— s^-N 


/-^ 


^^ 


^^^r^^^ 


cot* 99 





00 00 00 


Od 





<>« CO 


ooo 


*-H 


00 


Od 


Od Od Od 




^^ 



298 



II. Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



a 

9 

N 

-*^ 

o 







J4 

Cd 

08 

Cd 

OD 



o 









CO 



2 

-< 



G« 



O CO 00 



COü 



3 ^ oo"^ 

■g 2 ^« 

tf . Z« 0*H OlT -^ 



00 

o 

OD 



Seo 



■»«0« 



• •••.•••••flAa. •CS.OS****** 

9 Q . . . • ;c • 9 ® 



zz 



■<«■<;><) 



es 

a 



• ■ • 



o 

GS 

o 



Ö 

15 r;: 



U *i 80 ■** '^ ^^ 

ö ►J rt ,-5 ^ •- 



« •_ 



ä 
o 

S 



PQ 



.- 'S .2 ö • .^ g 

^09S*p2ffltii2W 



o - 
o 

a^.ä 



09 



«8 S -^ 
«O lO 



O Kfc hiw. . • CO • , ••* • K«. • • • •»* • 



«S a 

•'-' »i5 • CD 

oQ » i-^ >-9 s P4 < ^ a 



O 
^« cS 



O 

o 
PQ 



tNO<*i *M 



O O 

'S "3 

^ oo 



o 

a « 

O CO 



o 



QO OD 

09 C 






0} 
CO 

O 



O ttf) 



o 

'S) 



2t SÄ S 
08 S -e Ä ^ ö-a 



es 



es 

M 
M 



«Ab« 
o «> 

££ 

a22 



o 



«0&O 



« 



eS 



bC9 

"ä 0:5:2 
_ä •»* ^^ '^ 



es 
ca 



•« ». Im 

o « o 
"3 "©'S 



HPSZQ-<^W&^Z«WftÄ0!JU)^aB;S5OCBtt 



GO 

a 






•* CO "^ CO 

CO 00 r- 00 
. -^ ©^ •-« 



CO 



- O 00 00 -^ -^S* CO 00 o 

G^CO(?<CO<M ,QO(N r- 

.CN,..0'^...CO ., 

jCJ • • • •O^.CT'CT'Cr, »O* 0*^3 , o* . Q*ja 



er . er ja 



o ^ 

CO O 

t- CO 

I» er o* , er ja 



CO 
OD 



^PäCeSOi 



O 



a 

08 






.-4 a> 



CO 



jO 



O 



■*- ^» N .J 

Q. tNO »« >- 
9 9 leS O 

co<<SZ 

•^ 7«f •<* <M 

gooo 
Od Od Od 






C0 04 






is S. 

SS 

Od Od 



I * 



OO 
M 

Um 

MS 

I 



Od 



ttf) 



«s 

Q 



CO 



Im 

o« co^ 

1 2 -^ 

I« CS O-teS Q.a *«0 



fit. 
I 

Od 



I 

2« 



CO 

CO 



CO 



04 

9 



9 



leS 



00 



CO ^ CO 



OOOd o 



Od Od 00 Od Od Od 



^s 



kOOkOOdCOkO«A^»0 
Od Od 00 Od Od Od Od 



„ 3& 

Od Od Od 






00 Cn o^ 



•qooa 



•-l«-|<Ncococ^c^co•^•-lCOC4co^«-)cOkOeOf-H^<N'^1-•Gor*f-H(^«^«-4^^G^ 



d 

es 



o^o5* CO* 



CS J3 .£: o 
•^ »o cor* 



o 

J3 

'S 

00 



I 



CO 

a> eS 

O k 
es «> 

e«C4 



'S ^ es XS S 

SÄ a^J 



CO ^ 
04 04 



»CCO CO 
04C4O« 



.7. Kapitel. Beobaehtoiigen.' § 37 b. 



299 






0» 



o 

m 

'S 



oo ^. 



• 

o 



CO 



1—1 '^ •— p- 1 

*-^ s ^ »-* 



^ a 






•2J 



04 ^ 



a> 3> 



o 



O 

«-^ 

OD 



öo5 



CM 



^QC 



ü 



cd 



CO 



eo 



*-H ^H 1*1, CO ■ 












ei 00 









• CO 



sJHi S 

^ <3 <J 



o 

oo-a 



1-H . CO 

>i^ f-^ «i^ 



.S ^ 









•^ CO GQ 



• • • 






a 

o 






es 



kJ ^ «o ö 



1^ 



00 

•S9 ^ 



A4 

c» 



• j3 



o «o 

PÖOO 









CO 


oo 



>- 
o 

O 00 



OJ 



H 








e8 o 






• "4 • • • eS . • 



13 






lO ^ ^ >o 'O ^ 

»=0.0 2^ a 



o S 






O 

A *0 

• CS 
b4^ 



a 
o 






s? 



«0 






u 












3 a S ff rf »'S £ 5 ft'3'ö S 3-0 a'ö g'OJd 



bo 

J3 



oo 

JO 

O 



00 



es .S « « pzrä es o o 

ZäWO<&ZH« 



. X CO 00 c- 



cocoSS 
c« r-<N CO 

• *•*•• 

ja er o- er er j5 



s 



o 



»< fiä Q^ « 03 K aii'<}:<!*<<t^ O« H 03 Out<j Ou 



O 



o. 

^ ^ GO 

»o r- •"• CO 
^^ '""' • • • 



•-8 r-S --oo 

co^ Ocoo^^oo-^ 

o» . -^ .COC^COÄ 

. «$ . . O04 . . . 

r o« . J3 <=r . . er er er 



00 



s 



0O9« 

TJl 



O A 
OOO 






Od 
04 



i«S 



04 (N 



.-^o 



2 «^ 



00 0^ 



I 



kO 



MS a 

oo 

O) w^ 



— ^ ^o» 






acc4 

So» 



I ö ä 

lO »O »O CD JL ^ 

<^•e.o.Sg5co^oo^ 

"i les g MS 3 ^ es 



^ CO 



MS 

^a 
^ I 



00 



CO 
0>l 






Oi 



R K 



_,OOOT CO"^ . c^C^ .^-05'^'^''^^''^ — 



<^k£dr« 

OOOi 
Od O) 00 



000 

Od Od Od 



kO 

Sod 



kO 



Kg« 






M >» rS 

£4 9 o a> 



- OOOOOOQS 

Od Od Od Od Od Od Od 00 



Od 



< 

o 

Od 



«O^CQt-ii-ii-^04'^e«CO»-i«-«t-04»-i»M-Hf-i^^i— 1-^ -^•^04<N*^0<i-<«i-HC0540<IOd(NCOCO'^ 

O) 



04 



o 

eo 



OB 

o 



o 
00 



cc 



n 



CO 



es 

* S -i 

-^-A S et 

-«saHoo 

(o^oo^q" 

CO CO CO ^ 



CS 

a 



.0 

5 



o 
cot- 



5 



00 



■ • 

> 

§1« ej es 

T30^2 

Q> Od « rs 

a::i^ca 

Od Q c^co 



o 

m 



S 



300 



H«Teil: Astronomi«. 



7, 1905. 



Um 
O 

< 



a 
a 

•*^ 

Um 

o 





60 



Um 

o 

O 

CQ 



S lÜ S *<i ^ S S S S S S S "^ '^ <<! S S S [T M S S S « -^^ S Ol s s « 



t. d ja 

••/ST .2 



>■ 

zz o 



M O^M CD 



OQ 




•o d 

•SS 



•o 






d 
o 



*0 Q ^. O fc < O ä 



C 

I 

OD 

U 

OD 

'S 

08 






Um 

o 

I 

« 



S 



OT 'eS >v4 (^ M d 

S "!S 2 S «> 



'S 



bo 



<« di2 



d 

o bo 

'S)® o 

5 3:2 



5? • 2 



bo 



bo 
o 



S « 2 'S :2 «'S « 5; -s 5 5^ -s 



c3 
<8> .ä Ca o es »; o ^ 






Cd CO 

00 c^ 



o 

r- CO 



94 



c5 t5 CO 



CO 



G^ CO 



CO 00 

©»ei 



o 

CO 






ft er 



* • • * • • • • • «_ 



jO 



CO 

4» 

Q 




O) 






CO 

o 

^CO 



CO 



^2 

I I 



:= 5: g N d ► d a S *^ *s 1 • R-o *• g. «-^ ► eä ^ .^ 

d^5«§o «S RR5 4;-i4^CL»*©s *5'*^ogd ■* 










«^C0*^«-i09t««-i04r-l«>HeQ*^^^C^04i— i^i-H^^09»-l^^C0^i-H^^O-^(N 



08 CC 

* o 



c 

o 

o 
US 



00 



^ d 
^ ?* o 

_a d ^ 
tS eS'C 

^(MCO 
CO CO CO 









D^ 



co 




a 

mm 

o 

Im 

c 






7. Kapitel: Beobaehtangen. §37b. 



301 



09 

O 

OD 






CO 

04 



^ s 



o 

OD 



O 
OD 



eo 






S'3 



GOOO 



«©CO 



o 

2 



23 



2« 



00 



GQ 



SV ^ 



S^ 



B 

^^ ^tf • K A ^4 A « . a ■ ^1 A . . JOT ^ ^^B A A K 



OD :3 



04 

2 



IM« 7*^ »^ - «A A.'a 







a 



2iÄ 









< B 



- flS • • • ^B • ^Sl • • • • ■ 

<<]■<] ^ <] ^^pq ^ ^ •< Om Oh ^ "^J PQ 










iancbi 
nd 


•o 




»o 



















9 


"O 












PQ oua 


2 >» 




►•2 








.5 




h» 


"Q U3 «^ S <9 


1 -s-a 


> 


•5 i fe 


CO 

•v4 


Im 








S 2 E ^ s 5 h5 * 

::2Soosop3o 


§ ^ s 

* Tu*-; 


o 

^2 


S a « 

OQ 3 9 




o 


!4 <^ O 


O 


fad o 




2.21^56:^^ 


dSSiS 


lO o o ./s 


o eo *g ^ lo 




^ O *^ 

• 




So. 


h:;^ 


•-; ise; 3 s -«i a -^ •«]' 


•-io^co 


• • 


a3-i^ 


00 **^ • >>^ • 


• • 

■<BL. 










© « « ^ 


5 




■2*5 


MI Im ^ Im 


£? 


^c gp 




OJ 


o 


^^ o 


S o 


teo 




«> 


O 4) 




.o 


»o 


S ^ u3 a 


.sa > 


=S* 


•S2 


<^ 


»o x> 




^■^ 




9 ^t — • .S 




^^ 




2 








Wash 
Marse 
Nizza 
Pulko 


o 9 


-9 ® 


08 o 0» o4 © 


* 

Nizza 
Heide 


00 .S 

19 « 

QCza 


11 rf 


Oco 


»SS i ^ 


ii 


• 




8 


<e 




.o« 


i> 00 t*- CO CO 


o« . 


»o 


000*» GS| 0»« 




00 


u 


o -^ 


CO «>H 1 


N ...... «o 


_• • o . 


»^ 


• • •^ 


• . • . • ■ 


<5 . 






• ^^3 


• • 


• O* CF*_a . .a O* • 


o-cr« .ja 


^ • • 


X3 er . 


cro* . c-^ 


Ik • ifl 


^ • ^S fi ^ 


HäsaäOi 


*cä oä oä M< K< fiL, oä Cm ><] oä 


xt}i<iaat 


••päft,i<o5><»<axt;cL. 


"WPL. 


^c^^ " "" 




CO »o ^ >o »o 



3dC^ ÖOO 
00 00 ^ O^ ^ 



OOÖQQOOÖOOOOO 
o>c*o>aoAO>ÄO)w) 



a a> 



00 



H 



00 




'72 V *' ^ »Zi JT '»' 



*^ä^p: 



s 



aoAd>0)0)<7)ooo) o> 






oS o% d> 



oogjooQQQo 

O)C>OOOOd0^w>O)OdO 



«i^co<39-^'Hi-*-^cO"^»-io<c^coe««0'^coi-j t-ic9C^to»^^^0©»«-«^H*Hf-i»^»^co^H»M,iM 



8 
2 

•9 



4 

9 

9 

•9 



CO 




o "S 'S -ö « 2 
• 9 «.0 5 << 



■^ lA 00 ^ 
00 00 00 00 



Od 



a> 

S a 

OS 



o 




00 S 








CS 9 


.2 o o 






CS 


ipell 
nam 


ryse 
llist 
crim 
Ida 


CS 


CS 

9 
(S 




H t»> 


Ja <« CS S 


o 


J^ 


(0 


-^O 


O^i-J»? 


s 


1-3 


< 


^~v/~\ 


^•^ ,■— V/ S/~N 


^,^ 


^s^ 


„-^ 


ooQ 


gsg= 


Ol 


CO 


"^ 


»H <?* 


<MGSI©4<M 


<N. 


(M 


<M 



302 



IL Teil: Ästronomia. 



7, 1905. 



o 



tu 

c 

CO 

"♦-♦ 

l-l 
o 





c 

I 



OD 

08 



O 



4> 



O 



» 



ü 22o 

<J^-<J^<<1 «< o -^ <1 -<l -<•<•< ^ ^ -<J 



o . 

CO •-* 






€Ol> 



• 


o 

•■^s 




lÖ . 


^J* 


•-H ^"^ 




^^ mm 


5? 


25» 




ü2 


• 


«2** 




OD OD 


B 


^^ (3-1 9 


• • 


8 • . r^ • 


o 

9 


00 ö o> '^ 


t*-co . 

•-»OOiO 

eoco^ 


^. 


s^s-ä 


s^s 


•s^sss 


• 




• . • 


'Sa.*' 


a 


JZ5 §25 öÄÄZ g «äz?: 



ja Q> 



a 

o 

2 a 






jS «a ,^ a « !3 « =5 ß ® * '^ ® "" 












5o^ -* 






i* 'S **-■ S ► T- 5 

■« <n Uli. "^ <n "■ ^^ w !u 5 QO 

■♦• 2 " "^ © jj ^ .1-. «> es ••• 






< -< a »r» s < »-^ 






o 

o 
«> 



'S 

t33 



K R 



•«4 tr 












bo 
« 

'S 

TS 



bo 
♦3 08« 



b. 
o 






ä 



J3 

fiu. 



*a£>i » 



^x< tf 0^ CL pq fiu 



00 

<0 CO 



CO 

er 



94 ^ « u 



5o •* CD •* 
.t>- l> 00 t«- 



oittsou, i«<l oiQ:[i-<j»a.a 'cäQä'säcäei 



B 

p 

es 






CO 






00 

"o. 



^«. CO CO _^t ^i 

^^S^-^SQ^ I c^ o^ 55 «o o> t- *-• ^ 



o 
>5 



K es 









C) K K >i 



.0 3 "^ cd leS 

"z<i-?aa 



00 Oi 05 '^ . 
CO 



't-cot:;^! 






O »O ^ »5 »O »O »O lO ^ -^ kO CO »O vO Oi OJ lO 
OOOOOOOaOOöiös 






o 



O^OdOOOvOÖOOOOOOO 



o 






So 



cfS o> cf> 



Od ^ kO tO 

Od O O» O 
00 Od 00 Od 



»O »O »O Q -^ "^ "^ 
00 ÄOOOO 
O) O) 00 o> o o> o> 



jep iqBZ 



,^r-i»-4.^*^COOQ(N<-H-^i— i-^f-Hf-HOdiO©! ©^ (NC0»O(?«(N«-i»^G^t-H(MC-«O 



es 



O 
« 

o 



'S o^ 

o O 

52 

Sil 

04 



o 

TS 
» 

G4 



es 
^ S es 

00 w> (?« 

<>» (M <M 



es 

es 
o 
o 

O 



-2 S2 

'S ■& 

ca !s 



ja 

es 



"« .5 

a eS b* 

O 00 P 
•O p O 



•^ 


»o 


CO 


00 


oac^co 


©< 


(N 


C4 


(N 


C4COOO 


<r« 


C4 


C9 


(3^ 


(NO) C4 



J 



7. Kapitel; Beobaohtangen. §37b. 



303 



*e> 



o> 



O 



tu 

o 






O 



Zir;-<55 025.2^ dSZÄZ 



o 
^3 



CO 
00 o> 

CO ^H 



04 















OD 



O . 
CO ^ 



" euQC jg 






OS ^ 



00 g 



-^'•3 

d 



CO v-4 



d 









Z25 

« • 



Z oj 



Z ® 
<3^ 



_zl • • • 

o222 

. . . a>»^ ^^ 
r*»€0-^y_j_:_: .1—« 

gö^ t^ ?? 'S IS 'S 00 1> 

o d d d|>» r« 



||§^|||4S^ I |||§|-°-<-S-<s« 



Ä ÄZÄÄÄdSSgzz 

■ • • • • • d r>^ f>^ K.^ • • 






S:S^ ä-'S- S 8 Sä 



R R 




Wien 

Düssoldorf 

Naval Obs. 

Nizza 

Heidelberg 

Nizza 

Heidelberg 

Wien 


.2 


d 

9 


Heidelberg 

Straßburg 

Düsseldorf 

Marseille 

Algier 

Utrecht 

Arcetri 

Wien 

Heidelberg 

Wien 

Heidelberg 

Wien 


1» 

Heidelberg 
Wien 


Nizza 
Wien 

• 
Heidelberg 


-"0 8 

<e— . . . « .«0 

. . crcrjä .jB . 

SS eS:<*< 0^ Cd Ol oä 


Äq. 305 


r^ t-f-r- oö 00 <N ^ S 0«* fr t=- 

pä' S OS Qä Qä £ tf fiS«! M ci'-< fiä £ od £ ^ 


* 


E. c. 400 
R. 670 
R. 670 
R. 670 
Pb. 

9 



M 



2S^ 



04 



I 






CO 



N .— 

9 es 
00 



d ^ o ^ ,-^ 

a ti d fi. a 



'-aO'-» CO 

■^ ^»A Q O O 
OOOOOQ 

Ca 0> Od O) Od 0> 



03 



O 



ft. V. b 
tot CUiCS 



N 

.Oi «> 

CO . ^ 



O 
l 



CO 



I I 3 

Oä CO t*" ^ 

CO 



<M 



oä CO t*" o 00 tr 
1-^ 1-^ •-< «S e>j o^ 



*o9 






8«rt -Tf« 
00 

OV Od Od O) 00 Ä 



CO 



O Od o Ö 



o 

Od 



R K R^ 

c 

Od Od Od oQ 



ICD 



S« 



00 

■ 

s 



o 

CO 



o-i-^ 2 I 

^04 04 "^ 



r- 00 
2 »S d 

, OdOa 

I -77 



I 



> 
o 

Od Od 



^ .^ (M 

»ßOiOiOO»OkOCOOd 
OOOOOOOOdOd 



^looc^ 



►-5 <5 



R R R 



es 



d 

es 



Od 



Od 



T^^ 



Od »O »C 

OdO O 



Od 00 00 Od 00 Od Od 



-^ 34 O« CO -^ 04 *-• 0< »^ 04 C4 ^^ 0^ CO O^ — < -^ Od CO "^ 04 »^ .-H F-^ ^^ -^ 04 ^^ •-< 04 — < "^ ^ CO — »^ »-^ 



d 


e 





d 


3 


2 

a 


u 


b 


t5 


«> 


<o 


^"<* 


./-> 


w 




«-* 


0« C4 



^ « .5 :s e« 'S 
a:s oLe-S 

2c« W hJOQmOco 



-.5 -3 



CO ^ J^ 

04 O«. 



04 



000 — OI> 
^ iO kO o ^O 
04 04 04 04 04 



4> 

jd 

»^ 
H 

04 



CO 


> 




fl«0» 


.a 


cö-ü ^ 


•«i» 


•a «» kf^ 


V 


^00 


p>"i^ 


eS ^ Cd 


< 


>q2 


y,-^ 


'"^'"^ n 


Od 


5ß CO " 


»o 


04 


04 04^ 



2 es © .-ä ^ 
5 d d "S «ö 

hJ •< <! »-d < 

^iO CO ^ O 

CO CD CO ^ r«- 

04 04 04 TM 04 



304 



II. Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



a 

O 



9 





u 
o 



ja 

V 

O 










9 

■ 




< 



C 



08 



o 







09 









r- ^- ^. ^- ^ ' r- CO o^ i>- ö« ^ ^.' t^ CO 



o 



» 



o 



a 

08 



o 

N 



I I " 

04C0(M 



1 



00 



CO 

04 






i«,ä4 O ö O. flS toS a> öS 



oo<N -• o- a> __ 



1-8 <1 O O ^-s •-» S -< 



rtS CU 



■^1 « 



iOiOiOQeor-'^oicoQ»o»oa>»ft^koas'^0"^'^ 
OOQ000500ÄaiOOQO>ooaaoio>oC>0 
a»oc)adadoooooaoc^oadaoo>oooooaoa>a»Od 



cooc* 



04 



N 



i 



CO 



t*" O ÖÄ 

fc- ». 






QOOOO» d^ oa 00 



■qoeg 
jap iq«7 



'^ CO (M ^ <M ^^ i-i Oq 1-^ •-« i-^ 1-4 <-i(M C4 ^^ 04 C4 ^ O ^ CO ^ 04 C^ G^ 04 C^ 1-4 



0) 
Ca 



• ••« 

cd 

a 



o 



00 m o 

J Q.S) 

^ o JS 
^ <! P^ 



r- i> i>- 

04 04 C4 



co<J 

CM G>4 







M 






00 CO CO 00 

r« 00 00 00 

(M(M(MC4 



a 

9 



OS 

00 



Ca 
C4 



«S 

o 

> 
o 

t3 








7. Kapitel: Beobaehtangen. §87b. 



305 










OO . <-<• Oä .2 

i-i eo r- oaS 



üeo 



s 

OD 



o 



0>4 Od 



qp qp ^ qp -^ ^<j 

• • • • B 

;z;z;zz a a 

. • . .0 4) 

"< <} <! ■<? <! S 



-•3 

CO o 



00 



<5 

ü 

OD 

o 

o 



CO 












^•^ 



08 

d 
a 



«2 



OD« 

ry^ — •- 

SSgz 

Ä 2 2 



d 



CO 



04 

Cd 



2 

m 



t*-oo 



a 



o 

0) 



Oü 

OD OD 



CO 

o 

OD 



^^S-^^^^^^^-^'^oi-^-^ 









o 
O 

a 

9 



OO A <>* 
08 — /<s 

OB * • 

d^ZK 
d • • • 

^ ^ <J ■<! 






o 
•ö 









04 gj 

OO c 

d 
< 



CO 
04 

O 

00 

2 2 



S^-^S 



o8 o8 _ » d 

d dZ.2 

d d • »^ 



08 . 



» 




•«M 


.3^ 


00 




.SS 




00 


Palisa 

Charlo 
Wolf 


Palisa 


Wolf 

Bianch 

Götz 


A. Charlo 
Millosevic 
M. Wolf 

* 


Palisa 
Götz 
Charlo 
Palisa 


Charlo 
V. d. B 
Abetti 
llosevic 
llandre 
.W.Di 
Abetti 
Götz 


Charlo 

• 


Palisa 


Charlo 
Palisa 


•^ <:3 


• 


s»ci: 




• • • '^ o8 t^ • . 

-< •-» <! a ü ^ -< cu 


• 




• 
— ■ 


U) 




^ ^D 


to 


to 


09 tA 








%^ 




*- i; 


h. 


u 


-o Cr 








o 




9 4> 


9 


9 


Nizza 

Utrecht 

Arcetri 

Rom 

Paris 

Naval 

Arcetri 

Heidelbe 








UD 




•O «ö 


Jd 


.d 




• 




Wien 

• 
Nizza 

Heidel 


Wien 


Heidel 

Rom 

Heidel 


Nizza 

Rom 

Heidel 


Wien 
Heidel 
Nizza 
Wien 


1K. 


d 


Nizza 
Wien 


oo| 


( 


OO 


1^ 


o S < 


S ^ O Q "* -^ 

O^Ooo<^oocooio 


88i 


i^ol« 


t-r» 


1 


c^t- 


.CO 


r- . 1 


f- .COO^©4COC««0« 




.r- 1>- .r- 


•s0«O tJ . 


( 


toco . . . 


^ • . 


«o . «5 < 


^ o«?« 


ö «5 


«5o«co uc^ 


• • . ^ 


. • . . J3 O*^ 


*ea><S • 


«.ja . • • . .cro»crcr o* jä 
*tf Ou » 93 tf C4 ffi»< »<»<»< x< CU 


*Cd Cd KJ fici tf H tf 






45^S 



< 



CO 

d 
d 
•-» 

o 



CO 



-Ti 



CO 



* d 



O 



^ ««'S. 

^ d g* « -«.« 

O ^ICQ <> Cß 



O ^ 'O 

j I I 

cocq 



=5o 

7 I 

o2^ 



•§7 

I a> 









d d 



ö«^<M;g^^co«>(j»2'--i^o^^^,o 

tQ.»**^i;'5irQ.d-ö ^d t ed.. 
d. ^ ''^ od.c8fi.^Sa> "3 •Cä.*'«'* 
•< cß OÄ <JS <!a>-^ta «-Ä -< CO 



^ »s^t- 



d 

08 



a> 



»o 



csi ^^<>« r« <-i 



> > > ti 

(A O O O 4> 

^55ZÄQ 



d 
d 



coaooAC^otd>öoo>d>o)8Soö 



oo 




iOuncO»ft(M"^-*«D'5^ 
OOOöacsOOOaO 
OdoaoOQCooo%C3auo> 



»4Cii-4«^^-iQ9(^eO'-i«^«-«i--i'-*^^t-Hi— t*^^Hi--(^^f-4«-«G4cO'^»^r-kO-^i--i«-^coco<MO«*-^*^ 



(8 

d 



ä ^ B S 

? *^ •«• >^ 
h V -*-> c8 

:a c8 es o 
hüÄO 

«ot^xo 

^^9« Od 



08 
1^ 00 O. 

S « S 

OQO 
cococo^ 



OB 

d 
o 


o 


.5 


retta 
daea 


'S 


■S-s 


d 

08 


ieri 
hal 


O 


zo. 


O 


PL^Ü 


^1— 1,^ 


.^^<^-s 


<^-N 


^— N''-^ 


»ft 


t>- 00 


•-H 


©1 CO 


O 
CO 


gs. 


CO 


CO CO 



9 

d 

08 
K 

O 

tf 



CO 



* 0} 




a a 




o .S 




■-^ -*j 




fagda 
eona 
loren 


o 

9 

08 


«^Cs« 


fr< 


ilZ"''^''^ 


^.i^ 


00 05 — 


C« 


--J-H »M 


o» 


CO 00 00 


CO 



Astronom. Jahresbericht 1905. 



20 



306 



IL Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



a 



o 





g 



C 



Cd 

"SS 

Cd 

00 



08 



08 
O 



u 
o 



es 

O 



O 

I 

O 






a 

es 

u 

CS3 



•qoaa 
aap iq«7 



a 

08 



CO CO 
Oü 

Ä ® • 

"^ «PH %^ 

c8 CS < 

a d . 



j^ p-* -^ a> fl 

• ■ • d £^ 

-<} '<| PQ ^fl !> 



o 

OD 
o . 

«CM 



O 
OD 



€0 CO 






CO 



ü 2 



QCOD^D OD 



o 

OD 



CN ^ 



^^; 



OCO 















c« c4 

^ 2 

a ä 

• • 

d d 



« 

"^ A#? ^ 

4) ^^ d 
d •-» ® 



C0 



» 



2 



jO 

d 

•SS 

50 ^ 



CO 

<>« 

Ü 

00 

4> 
U 






CO 
(N 

O 

OD 

CO 



o 
. «> 

CO W 

co^ 






CO 



o 2 






^ Co c© 



Ä 05 



^ d 



® «^ d 






Sz^Jjz;^ d dZÄ ö fl-<.2 
d • • • »dd .«dd .^ 



.2 



•vrt 00 



OQ 00 



2 
'S 

TS 

S d 









es 
O 

•«1 



•SS 



OB 



" o 1. ffe--" 



ta 



.2 — 



-r^ Q. o ♦* Q T! 



08 






•4 

o 



TU 

<5 



"'S? 



es 



4) 

n 



o 

ü 



te 



S S .S '»C.S S ;r: .2 ;r ^.S es jr o .S © o £ «s .3 * • 



oo 

o 

d es d «'S d 



&ND OD 



es 



R ft.S 



S8 

CxäcdOu 



.öcoc5 , ococoo «CO .0-^...t)0 . 



8. 



S-^^^ 



§8o 

-^j« "^ «o o 

O U .CO 



-M 




^54,.*^^00^(3qcO — -^^«?«*^'^eO"^'-«<N'^'-«<OCOcOI>-^-^«OC^(MO<J 



o 
» 

es 

ja 



CO 



CS 
bfi 

a 

es 



CO 



es 

© CS 

a> es 

t=H 

/^^-^ 

tn CO 

CM c^ 

CO CO 



CS 

CO 

CO 



es 
© 
bo 
TS 

Cd CO 



CO CO 
CO SO 



o 
bo 
es 
© 



CO 

CO 





!^ 






es 


© 


CS 
oo 


es 
ee 

o 


© 


eS 


o 


Um 


JO 


O 


► 


•ö 


o 


oS 


© 


d 


QC 


^ 


Q 


tt 


^^ 


^,— ^ 


y-^ 


c 


o 


CO 


t^ 


00 


CO 


CO 


CO 


CO 


CO 


CO 


CO 


CO 



7. KaiHtel: Beobachtungen. § 37 b. 



307 






CO 

CO 



00 OD 



9 



o 



22 

"SU 



CO CO 

oo 



GC X ^ 

• • 

a d 

• • 
a a 



•2* 
CO©« 

2o 
•§ 

9 



(M ©< 

üü 
XX 
o o . . 

Ä Ä 1-^ (M 

"^ "Ü ^ 0^ 

fl8 flS • * 

d d . . 



o 

<1 



d 
fiu. 



O CO .Ca 

eooo -^j< r>- 

. * • , . 

• • • • 

<5 <J <tjpQ 



SS 

X* 

« » 
'ei'3 

d d 

d d 



CO 



coü 
X 






a 

o 

.»CO 



CO CO 

XX 
cj o 



'^ ^- ^ -: -: 



S dSS 



'S es 



Oco 
^ ©» 

CO CO 

o 9 _• • • 

O OO l> OS 

^ Qö I— • ©« CO 

• • • • • 

o> a> . . . 



CO CO 

XX 

*•* "^ J5 

ZÄ CO 

a> 4> |>» 

t) t) 09 

d dZ 
d d . 



o 

u 

< • 

So 

^x ac«»« 

0> << CO 



CO «"^ ^ 

2oo 






CO 






^-a »^^ «v^ 

d ® ® 



^ • F"* . »ij ^ ^^ ^ 



a 

o 
rt CO 

• 00 



Z dZ 
. d . 



d d 
:;* d d 



a 



2 









d 


id 












9» 


OB 




o 


o 


id 




00 


oo 00 

Um »^^ «li« 


^ 


o 


o 




.pi« a ^ ^ 


o o 5 o 


o 




^ o 


® ••a ® _. ® 


Cd 


'S J 


Ö 




otd «S SS 


[losevi 
Charl 
Millos 
Gbarl 


> 

4» 


5 


00 i 

•v^ AB 




® ja ••-: 


O "£ •» ' 


^O 


'^ . 




K OB 


O 




^•^ -Q ta» 'S «d « 


JS2 


< -i 


• 


• 


<-,-px;^ 


•^4 • * « 


a 


öl; 


-^<i 


K^ ■ • « * 








^0 


d 
o 






bo 




t! ^ 










'S)® 










^ ® 








£ R 


••ß.S d 






^ 


» 






« d 


flS 


"'S 


<S ja o c8 

S3gS 


•'i ^ § S 


Ǥ 




d < 


X: es ® d efi 


i 1 


s ^ 


s 


9 




O .3 Q;j2 


O 


O 

n 


^2 




S ^ 


88 

^ ^ ooo 




1 


i i-' 


i|| liss 


8^ 


B isS 88 


S N 


. , t*- r-r- 






o CO . 


OQ 


. CQCQ 




.00^ . t- . . 


CO («• 


o o o coco 


O Cd 


o 


. . . o 


V . o . u 


O . 


■ 


CJ 


<^ • W . CO u 


. 04 


«••••••• jd K 

ca csa stf &2 oi 63 Cd Da ou, 


K ^^ ^^ Cn O^ ö^ O^ 0^_c 


i^ pq » p£*<tS &3 Oh tf u » 


er 



00 

H 

I :,■ 



*: ® 
^o I 

»2 ® ^00 

^ C» "< o 



CO 

o« 






«N o 



CO 

S 

I 



Um 

tCS 



<M 



CO 



WO 

<>»eo Ä Q OS 
OS 9ft O oa 
00 CO 00 o 00 



M > •prf d 

® ^^ • d 



3 1 I • **^ 



r- 
©< 



J3 

I 



Pm 



CO 

•es 



5"0 



<?4f^ 






d 

es 






_ ^'3 
»^Js3"«<Jo53'<o50o5-«tlÄ»-jS 



"w 



le« o. 



CO 



00 



Od 

K KCO 



CO 



CO 

©« g 

* I 



CO 



5- - 



^ I 



»-• ^ d ^ ^ 



d dT;^ ='::4 d d 



co2 

hm 

leS « 



— , ® 

ö-co 



eo<y» ^5 
^- — ® 

<3 <t^ oj 



^ <^ ^ 

CO ^H W 



ted 



> •-- 



a 2: 




CT> 00 00 



CO 



o 



OCl<»©^i-«l>Oi^^'5^*^O^t^*Or-00-H^^CO^^CO'^*^-*i»H— <*^»00<l<?»t^i«'^C4CO'5<» O« »-H 



CS 

o 

%m 

d 
00" 

eo 
CO 



d s 

^ S -^ 

d »o ^ 00 
■Od«® 

&c3EdO^ 

<^^ ^""^ /"^ /"^ 

OO^CO"^ 
CO CO CO CO 



.9 
'S 

*3 

o 

H 

CO 



s 


<8 


d 


s 


a 


•c 


cza 


.2 


^-^ 


^— > 


CO t- 


^ -Tf 


CO CO 



e« 

00 
CO 



M 

«D 

o 

x> 

a 

O 

CO 



-2 

d 

a 

d 



o 

CO 



es 

00 



CO 



20' 



308 



II. Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



d 

99 






c 

I 




^ • • • 

i-i Oli <J CLi <! 1-5 39 



o 

I 

o 
« 

C3Q 



bo bc 



J3 






4 a «s 

M S M 

•»^ »^w "^ 









d 
o 

a 



g-öS-aS g-ö M ^g 



M S N "w M ^ ö 'S ►» ^ « « 

•^ t~^ »rm Qf m,m a> »^ .o^ »5^ 






8 «888 

■ A.« • • • 
O <3^ O O W 



8 88„ 

. ^ . . . ^ 



c5 C4^ c5<3^ 



«CO 



11 ö. gg§ 

«^ ^ o ^ - ■ 



^ o 



Cd 03 H Cs] Cd ^ Oui U CLtx) Eä Oe: O^ Cd Cd Oä Qä Cd Pä m< 0Ui Cd Ca Mt] »< » Od » Oä Cd 



08 


8 


v4 


S3 


« 


es 


•fi 


h> 


08 


-^ 


H 


9 




N 


O 




T}1 









»OC0^iO»OC0iO»5C0ai»O»OC0<X>'^'MC0'^'^»OC0C0»O»O0QC0^"^Q 



c)ooQOQOoo)QO0dQOxooo)O>aoooodaaQOOd 



oo oo O C) CO QO CO 



c» 



•qooa 



i^^^»^COCM^^^^-<^^-<eO-<!f<<Mi-H.-H^-^CN^C^^^»-«^^^kO'^"^fcOfcO<NC^O* 



<9 



C0 'S 



<4 

u 
o 
d 

o 

9 



K^O W 



CO CO 



CO 






CO 






5) 'd's 



d 
§:§ 
9g. 



«O t>-QO 

CO CO CO 



O 



CO 



S 

CO 

CO 



ö -- 






•"* o8 






d>S 


CO 




<=> ^ 


d 


cO 


o <o 


'S 


cd 


0CCZ3 


CL, 


3» 


^-^^~s 


^->, 


*— 


— »M 


CO 


s 


CO CO 


CO 


CO« 


CO 


CO 



T.Kapitel: Beobachtungen. § 37 b. 



309 



9« 



CO 



CO 



I» 



rSOÜ 



o 
o 









üü 
(X>Cß 



OÜ 

QCQC 



m^m ««4 ^^ «W« M'S ^^ 

8« « O ® OD ^^ 
"9 "O^ "^ qe 99 

VH __; ^ 1H ^ 1H (S 

. CS d .0 . . 



o 



• w >^ «^ 

' «»4 «v^ «f^ 



o 






0) 



Z2ZZ 









c« ei 



d 



<< 



ÜCO 

»ö o 

"3 ■ 

S 

O 



O 

OD 

o>Z 

-o 



s 



o a «> 
-o <j "O 



CO 



• eö 
•< 

. 



^ « 
« 
0^ 



B 
04cö <ö 

• • • 



lo 

Xi 




CO CO 

OD OD 



CO O 
CD — ♦ 

90 w 






ZZ 



CO CO 

OD OD 

•"« »»^ 

zz 






CO Od 



ZZ 
. .0000 

■<J ^ ^ ^l <J '<l 



SS 

m m 



B 

O V o 

zz . 

na ^ o 
._.ü 

'3*3 ji 
S 

0« 



x> 


0U, 



CO -^ »-^ 




ZZZ 

• • • 

<tj <j <j 



'^ ^* CO 

üo2 

OCQC OD 

zz g 

O «> 

•CO <3 

• • 

'ä'S 

0« 
0JC 






»0.3.2 
Wü£ 

« ■ 

-< •< 1-^ 



o 

0t: 
0^ 



jd 
c^ 



K K fi 



OB 

o 

01: 



> 

OD 

O 



'S ^ ® .- 'S 

• «^ o • ■ • 

►-i -< a -i rt w -^ <i 



•o 

•o 

ä 



« ® D. 
>:S fi- 
® a 5 



OO 

"H o 



a^a<j^ 



es 
eo 

CS 

0U, 



-«5Z 



Ü aS 



CS 

M 
M 



K ft 



S 



,** »«^ »-fc ••" 



päz 



^ e« V 'S cS 

"fr -s o ^ s o s .- 



00 

o 



N K K K 



CS 

N 



rtzz 






2 ® "t; es d 



a 



00 

04 




SS S ^0888889088^50 (g-O ;* 

•^ <^ ^ **co<^ <^^^ ^ a> CO S ^O^ O) CO CO 

. . .t^t^ ....coir-.^t^.coi^(M 04 

>< Cäd Cd CU Cd 0^ »< U » » Cid Ca t<< x< CiQ Cd ^ pd Mt] ^ »< >< ^ 



8 -^880 «--1*88 

^ co^^osco ^ooiji^o 



CO 



00 



(M«^Z 



— 00 ^'^ 



<N 



d 

es 



(M ©« 



CS 

a 

I o 

«s 



00 



3 



e« 

a 
I 






'3 

a 
I 





I 



t-.©«G^'-^(M(M®'0 




ti O Ä 



' I 



es > 

•^za 

CO !o o CO 
O) o o o> 

GOOO 000 



5 ® « 

coa 



^ ©0 

.CO OS 
<» i-H ,-^ 2 _ ^^ 

^ ^ .^ Q tib;:^ •-* ä'^ 
ZCiO^(5ä<J'-j»-j'< 



O ® 



I 



0(M 



00 

55 <N 



CO 

d 

es 



N "^ CO 










o 



2P55a.a-o rö-m 

f:0a>O*34» ©a> 



CO 



cr> t> ' 

-i^ «-• Ci 

I I- 



<>i 









coO 



SCO^COCO •.- --x ^-- ^ .,-_-,.-^^_, 
or)p>p)p>0>OOo>o>Oc>oOOO 



^ CO ^ C^ CO <5^ ^ '^ ^ 

^ ,«, w. ... w. w. w. >^ O Od Od O <7» O O o o 
7^9>oooooooOQOoo)aoooo>ooa)0)Cdoa 



^ CO ^ CO O ^ »O CO ^ CO 

osososo^OOOdCiO 

00000000O>S^000O9d 



^ >^ 

Szo 

SCO "«^Q 
Oi C3 O 

C3 00 CO O) 



CO^'?»^^'^'^<?*'^'^COaOift— <0«COC^-^'^<MÖ<r-'-«t— C-^^^G^^^^^-^OI^^«— ••^COO'-'i-i 







es 











« 






x> 










0> 


48 


•a 





1« 


1- 


d 


CS 





•*i4 


«-4 





> 


^-'V 


/— N 


.„^ 




»« 


C0 


CO 


CO 


CO 


CO 


00 


CO 



CS 


flS 


es 




iniciti 
aidea 
eria 


.3 

00 


a 


es 


•0 



Jd 



a 

'S 


<jK^ 


a 


n 


Ol« 


/'-«».'-^^-N 


^~, 


-»— s 


/"> 


t- OOCi 





v^ 


Ol 


CO CO CO 


t^ 


l> 


t" 


CO 03 CO 


co 


co 


CO 





CS 




cS 


CS 

d 

3 


^ 




•••« 

^ 


1 


^ 
3 


•a 


^^ 


tm 


QO 





9 

a 




0Q 


U 
^ 





^».^ 


^^ 


i^->. 


r^ 


CO 


^ 


»?^ 


CO 


t^ 


t^ 


l> 


r- 


CO 


eo 


CO 


CO 



310 



II. Teil: Astronomie. 



7, 1905 



SCQ CO 

OD QC 9D 

o a> • . . ^ 

<^ « « . e«* t* • 

»^^ »>^ «>^ ^^ »-_ ^^ ^^ 



CO 

o 






. o - u 

*T9 C0 *^ 




« 


€i 


« 


08 


a 
a 

40 






O 

O 

TS 


:3 


'O 


>^ 


O 


» 


F>4 


S 


O 


/"S 


^s 


<^-s 


/— > 


Od 


s 


00 


©4 

00 


co 


CO 


eo 


CO 



88 

*5 

GS 

CO 

oo 

CO 



7. Kapitel: BaobachtumgeD. § 37b. 



311 



Od 
CO 









00 
CO 



CO 

CO 









3 

3D 



gfCO 



u 
es 

■ 

a 
a 

. < 
CO • . • 

■^ ^ 00 «^ 



u 



oc 



(M^ t^ Oi 



5r "3 ^ CQ CO od 
S3 »»^ ..■•*..( 



So5 



o 

OD 

a> 

..2 . 
&i *:^, o» 






^ CO 4) O^ 
. • OB . 



CO/y? ^ ejQO »^ CO 
* , •ff • «8 . • 

... »^ ■ c . 

<J <J CQ |> <J <J ^ 



»o 






r^ 






db 






1H 






• 


e6 


• _ • 


•öüücoücoOco 

53 ^^^ »^^•^ >_^ 




104. 

C57 

C58 


Cuocoo .at .Qf) . 


■ 


opocap 


...9a}HOH^B 


5 


^ © « 


C<) o o o o o . o 


o 


• 2.2 




« 


^-^ ■'"' T^ 


A®»Sa>SdS 


^ 


d J2 ® 




o 


• • 


O 


•cöfli«e8«ä' 


• 


B es 08 


ZadSpaSS 


id 


S d d 


. d d a> d o ;^ a> 


o 


S ö d 


<j^<a^a^a 


^ 



o a> 




Ü TS '^ 




S^ SS 




.22 dd ^ a^.2 g .2 .2 


ifi S JCS .d jQ 00 


.a-3 SS.2 2.2fe .^3- g-9.2 2tS 8 Si c8.2^.S.2'g J5.2 « J3 


O o O 5i C^ ö 


►-;a<^-^H^ü^a:iaHäö3^<ri,-5cx:<iü^^ä5«-5^^*^<^ 


a -< s .-i s a CO H^ <j 




es cä 
o ta N 

K». »F^ •»« 



O ^oS «» SocÄOOO S2co ^'cocooSS S-^ § -^S^Oä 
r- ^t^S^r- «5^ C<«COt«t^<M CO(?«t^Ö^l^t^<M .t^<M . ,g<» ,(NI^C0 

50,OC0.0» co...o.<M..co.c5o^.t)o.w.<ö. 

.ja . . er . . ctä crcrc-.cro*cr'.c-,crcr.o'. , er , .o-.o-.ü* 

aö O, W C4 »< Ä a »<J Ci^ »-<J »<J »< « Hl« >< 1^ M Kj- PI* Kj- Kj- Oi Kj- M 05 »< W M »< w 


eo 

• 


R. 670 
E. c. 400 
E. c. 400 



o8 ^ eS «fid 

a</>ao 

O) »£> «P 1-4 



CO 

flS 

— 00 



CO 

•^ CO 



•es 






Ä O 3« o 

3i OO Od 



ex «09 

o» 



flS ® 



I 

£] iOO 



0.00 
•00 



00 



d (5^ 

d(M<M 

- Icl I 
Oi ©* r- ^^ oa 






00 



o> 



%• 'S ^ ra ^-K o> -2 



*- 3 1-^ T2 .«mk *^<» 



a 



fi mS eS pj 09 

aaa^ct4 



. I fa 1^^ jj55a 

• OS -^ I CO o ' 

*^ -^ 1— 00 GS|(M 



I 

00 



I I 



— . <Äoa 



00 ^ 

(>9 *-4 



d 

es 






d ffl *«S 



3 .^' fc*. :i d S 



c*» 




H O..- 




«> CO es 




•^ :i^ 


00 
CM 

1 




1 

00 


<?*co — Ij 


'"" 






55Q^-< 


CO 





CO 




G4 




00 




d 


<N 


d 


r- 


1 


^^ 


^^ 


(N 


•,a 


• 


• 


a 


h3 


M 


•1 


© 


© 


•-» 


QQ 



. . «<1» OS ^ lO -^ Q -^ "^ ^ -^ 

OOOOaaOOOOOOOO 
Cd Od Od 0> 00 0> Cd 0> Od Od Od Od Od 



OOdOOOdCdOOdOOO 
odaocdOdooooodaoodCdOd 



CO c^ ^ ^ 

O o Cd Od 
Od Cd 0000 



^ v4 «^ »^ OQ V.4 ^^ kO ••^ CO C* CO i-i »-• CO ^ CO '^ tH lO CO CO CO eo (?« CO CO 04 *^ 0« CO 94 99 CO (N(M»0 



es 



d 
CQ 



eS 
es 

a 



es 

d 

9 



S CQ 



»p 

00 

CO 



CO 
00 

eo 



•2 3 

d ^ 


es 

•c 


SP 


08 


CS 


S .A 


o 


o 


d Ol 


Aquiti 
Chary 


3 

•o 
d 


• 

d 

1— 1 


a 

es 


Ardui 
Delia 
Aeolii 


•"S <•"% 


^^ 


,^^ 


/-N 


^~^cr*i^ 


t^ CO 


Od 


l-H 


CO 


"^i2 5S 


00 00 


00 


Cd 


Cd 


Od Cd Cd 


00 CO 


CO 


CO 


« 


CO CO CO 



312 



II. Teil: Astronomie. 



7. 1905. 



a 
««^ 

o 






08 
C 



'S 

9 



OD 

'S 



o 
T11 



-** 

Im 

o 
d 


Wien. Annal. 18 104. 
Annal. de Nice 8 G 58. 
Annal. de Nice 8 G 59. 
Annal. de Nice 8 G 60. 
B. A. 22 192. 
Wien. Annal. 18 104. 


A. N. 168 83. 

Annal. de Nice 8 G 60. 

Annal. de Nice 8 G 60. 

A. N. 16S 83. 

A. J. 24 158. 

B.A.22 192. 

Wien. Annal. 18 104. 

Annal. de Nice 8 G 61. 

Annal. de Nice 8 G 61. 

A. N. 168 66. 

Annal. de Nice 8 G 63. 

Annal. de Nice 8 G 63. 

Annal. de Nice 8 G 63. 

Mem. GoU. Rom. (3) 4 21. 

A.N. 169 111. 

A. N. 169 143. 

A.N. 169 151. 

A. N. 169 223. 

A.N. 169 271. 

A. N. 169 299. 

Annal. de Nice 8 G 63. 

Wien. Annal. 18 104. 

A. N. 167 310. 

A.N.16S83. 

Wien. Annnl. IH 104. 


S 

1 

O 

a> 


J. Palisa 
A. Gharlois 

Simonin 
J. Palisa 


A. Gharlois 

J. Palisa 

W. W. Dinwiddie 

Simonin 

J. Palisa 

A. Gharlois 

E. Bianchi 
A. Gharlois 

£. Millosevich 
J. Palisa 

n 


A. Gharlois 
J. Palisa 
W. Luther 
J. Palisa 
J. Palisa 


O 


Wien 
Nizza 

Wi'en 


• 

o 

J Jllla rSS r rS.! « 

»t>m »^ €9 'f^ K;^ "»^ W «F^ O f-:^ 


9 
9 

Nizza 

Wien 

Düsseldorf 

Wien 

Wien 


Instr. 


^8S8o u8S*5"^o 88 888s 

CO d c5 c5 .«oo«i ö o<>» . .«> c5 c3 . c5 ö d . 

• . . . ^ • . . . • CT CT ... CT* , . « O" . 


E. c. 400 
R. 670 
R. 186 
R. 27 z. 
R. 670 


Zeitraum 


1900 März 2— 1902 Aug. 6 
1894/95 Dez. 21— März 18 
1894/95 Dez. 29— Jan. 22 
1895 März 18— Mai 22 
1904 Okt. 15-19 
1902 Juni 2 u. 3 
1904 Juli 8 u. 10 

1895 März 22— Juni 12 

1896 Juli 6 u. 8 
1904 April 12 u. 13 
1904 „ 16—21 
[904 „ 30 u. Mai 2 

1899 März 3—1900 Juli 3 
1895 Mai 19— Juni 12 

1897 Nov. 23 u. 24 
1904 Sept. 16 

1895 Juli 24— Sept. 14 

1896 Nov. 1 u. 2 

1900 Okt. 18 u. 27 
[903 Mai 23 

[905 Juli 30- Aug. 3 

[905 Aug. 5 u. 8 

[905 „ 10 

[905 „ 21—31 

[905 Sept. 5 u. 18 

[905 Sept. 29 

895 Aug. 23— Sept. 25 

[899Sept.ö— 1901Jan.22 

904 Jan. 17 u. 19 

[904 . 18 

899 Dez. 7 u. 1902 Aug. 1 




•qoea 
Jap iq«z 


•^COCO^C004C<4COCi«(MkO(MCO<^(Ni-i<004C4^C004-^eOG4<^CO^<N^H04 


Planet 


[397) Vienna 

[398) [1894 BN] 
;400) Ducrosa 
[401) Ottilia 


[402) Ghloe 

[403) Gyane 

:405) Thia 

[406) Erna 
— [1905 QU] 


[407) Aracbne 
;409) Aspasia 



7. Kapitel: Beobachtungen. §37b. 



313 



© © O ^ fl> 
O fj i> . o 
— .i •»• ^w •■* 

o o o g ® 
'Ö'O'O ^73 

• • • • 

d c d o c 

d d dr; d 



• CO 
to ^ ^ 






o 
oo 

01 

«I 



• 



Oco^ 

«Sa 
.2 o 



ü 

X 



CO 



cd 

m • ••^ • 



CO 



ü2 



oo 
CO 



o 

00 
.^ CO 

CO .2 



00 

CO 

Ü 



Q^CO*«^ . .^^^ . 1-H 00 CO CO CO oo ^ CO oo 2i g ooco ggu« os o^ ^ '^ ^ 

ZS5?5ZaZZ:dz S §ZZh^-;-<^Z gS5 1 



-5Z 



rt _; ^ . » . » c8 

M V O • CS 



B 



X 



a 
o 






.2 fe S g -5: .2 •>• 

o5 a a - - -" 



«^ « 






o 

.2 V .^ 
o ® «4 

" * O 



««-« Ud ^ "Q 







.2 

o 



<« -2 

.N s i- o 5:^*3 2 s g «'S 2= "fc^ S 
»5:— *^Soa«*S®*Sjo^ C0.2 



C^ »' fe 



09 



CO 

o 



fl^i:i:T: 






4 



d «8 

^2 



a 
o 

fl K 






0) o 









O 09 



bo 






888^8 

.* • • V^ • 

V O UCO o 

30 



o 

CO __ 
(n CO 

V w -^m • • a 



8 



O 

CO 



00 



.(MOO 



N 



^2 

«CO(M 



CO CO CO 00^ 

c^ Ol r- (M 






g. xji^cat^xjQL^aM *< 5o3Ha*<<oeioiS ^M oi oi»< S5*i^x<h<h< £d £ a 



CO 



c 

7 2 

• I I ' 



o 



00 



*>» 



CO 



CO 






CO 



d 






j3«coäco 

00 00 CO 00 00 



CO o« ^ JL -^d °^ ^ ^ 

^ S f^£ g ,a< lÄ CL < 



fl oo2 I 
CO i-- I I CO <:o CO 



CO 

bö 

So 



a 



I I 



p 00 



CO 
O« 



> 

o 



CO 

t 

*'3 



Od 



CO(N 



•-5 



^ »O »O CO -< 



O) Oa Od 00 O^ Od Od O^ 00 



OiO CO 
OOOd 



K a o 









K fl 



^ til:5^ 2 



c<» 



(X fl 



O es 



icd 



•^< <C/3 •-& S 






CO UO "^ 

Od Od Od ^Od OdOd Od Ä Od Cd Od Srs odOd Od OdOd Od S ^ S 



SSSS8S88SS§SSSSaSS 



O^^^iO ^ Od(McO(?«^ — (M(M « -^00^2^eO-«^-.^-H^(>,-,^C^»OCO(M'^^CO 



L?l— I «M f— « 

.200^0 rt 

5-Xoo.2oo -3 



S 

o 






CO 






fl 

eS "^ 

B £ 

00 Od 



2 bo 
2 fl 

tri 

0QCS3 
o — 

O» <M 



e9 

a 



CO 






I 



314 



IL Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



o 
CO 



vi ^ 

•'S 



ü 



CO-* . 
© ©^ 

•V« 'r^ w 

« • a 

• • 

ä a o 



© o 

»- rt 2 a ** •* "T* 

2 -^ •— • s «M .«i« .M es 

eä *8 ;^ o eS _2r cS TT 

G3 . • mrm « ■ . * 

O »^ W CO »^ cu «-Ä < 







^=^8 „ «-cSa gS:SgS g 



ooo oo 88 

-Mcooor-cor-r^ r-^r^ 
. . .« . .CO .«o«5o«o 

f^ • C^ ^^ C^ • C?* C^ fT 

Cui S ><»<X! Qä ><*< 0^ Pu, 0^ H U « 



7. Kapitel: Beobachtungen. §37b. 



315 



»O 

O 






<1 



kO 

06 



Im 



09 



• • • 

222 






ODOC 



^ • • ••* ■ • • • 

CO OS 



©« 'S eo 'S ^^ ©* o^ 

^* ^00 S kO O) QO 
1-^ S — ^ S ^H ^^ ©* 



SS 







sc 



. ■ 

fl * C3 ' * * 

^^ • ^ • • • 

;> ■< ^ CQOQ PQ 



t*»os 
CO 



SS 






2S «s 



k^ kO 

o o 

"^ 1—1 

OC OD OD 



m: -I ^ • __: 

0^ ^ O <>» "3 
00 g^<Ä g 

o flgo^ fl 
^ fl «• ^ o 



. *^ 

»O lO »o ^ 

■§22S2 

^OD« «00 

CO O CS eö«Ti 
» -^ fl C . fl 
fl flS fl 



CO 

O 



• • d d * fl 

2 :zi S S a « 

"^ .^ .^ 55 ••- 



flO 

fl»-« 

fl . 



k0^4, 

X . 
o S 

o o 



C£> 

O 



X 



08 fl 

fl ,2 _ „ „ 



ü^^ssa^issasi 



TS O 

fl B 



CO 

ü 

X 

ZOOS"* 
'^kO»2 o 

© 1-^ »^ fl 






O 

I ^ 

£ s 

;* CO CS o^. -3 
^^jTkO fl 

co^ fl 



fli-a < « 
fl . . jC 



Ä Ä < ^ S 
• . . • ^ 









a> 








•^* »mM •»« 








•0 -ö »o 








^ «ü -0 


1 


x: 







-2 fc- --I » 


>r4 


ja 


^ «^ ^** »M« *? 1^ ^H ^^ 




Millose 
Bianch 
Abetti 
Palisa 

llosevic 
Palisa 


. W. Di 
Cbarlo 
llosevic 
Charlo 
. W. Di 
miol 
Palisa 
V. d. Bi 
Abetti 
Rossari 
.W.Di 
Palisa 


^^c«-i-»3H^MMüo:fe-^'H^aH^a<»-i&ä63<^H^ iSn^ 


»<ü<i^^^^^^^^ 


«rr to t» te 






QQ aä « 






•■^ 


6^ -.so 


•^ ** 'Ä 'Ä 'TJ 3 »"^ ra 




c 


"^ Jd C fl 




B 



PS 


Arceti 
Wien 

Rom 
Wien 


fl8>.« O"^ e6 cSk^4-» fc- *^ 


^ cc cooSoeococo SSo O "^ co O 




•^ 8 S *** "^ '^ 

aoOO-v^tOOco^-^it^cocoOOGOOocoO 


.OOt^t^S^r-©«t-<N CO?- l-<Nt-C- 




C^C*r-C^Jt^C-0«CN (M(MC*CO<N«0<Mt^ 


c5 -^ . =£> .CO «CO .«o-^ .CO 


• 


.coco .coco , C .c5 . .^<M . . .<o 


, - CT .0* . CT* c" o*ja 0* , . j-j . . o* . 


o^ 


c^ . . 0- . 


.cr.o'-cra'. .oberer. 


a oix: pöKj c5S»<jKjK5 a,i< ea et; a. 05 « H< cä 


»< 


i^cäPii<oiQi*<üiy<fsi><><PAQii<y<t<cA 


jr: »« 00 o» 




r- 




i T^?2^^^fl^c. g^ 2 




.29 
Juli 






15 

-Nov 
-1902 
u. 28 

9 


27 u. 28 

6-14 
29 
;29 

.22 Ap 
. 17—22 
. 18 Mal 
I 2— Juni 

16 

14 u. 15 

11—15 
1 21— Ma 
24 -Juli 




01 




i5*- •ü-^'N'r -** fc-»C>*^^G^(M 


■4id 


• .J ** »J 


^ S lOS "o © fl->e8 K K P. OS 




0. 


** > Um > 

M K 108 




CO 


ÄSÄ 


>qz^afab-cti<a -tjs 


CDOOqaOoaOOOOOCftOOosooo^ 

OOCaC^COOdOOOCdCSCdC^OOOCdOOO^OO 


oosoio a>000 00000 00000 


Oi 


OQOQOOOOO)C>C)OOOC*CdCäO^CsCSO 




0— COQOkOt*»'^eOO«©«©*<Nf-*»i.<TM^»-i<M 


04 


COOOOOÖ«CQG»»"^i-i^OO'^CO^«e^eO'**<CO 


— 1-^ ,.^»11^ 






^^ 1-M 



:— 1 es 

o>^ 






08 

cfl 

08 

Sa. 
o »^ 

:?0 






08 
fl 

H 



kO 



5s 

'S -^ 
fl -tf 

k fl 



e8 

9 fl 

e8 *^ 



cot-^ 



rj" 



08 

-1 

CQPh 



oao o ^ 



sl 

CO ^ 
kO kO 



08 

CO 



OQ 



kO 



316 



II. Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



teS 






a 

D 
M 

o 



61) 



CO 



CO 






CO 
9« 



o 



«NW ® «o 

« •♦* "^ Zürn "* 

! £ CD - * ''*--'* 



O 

9 

9 



08 



08 

o 



X) 

o 
PQ 



OD « QC «OD 
^^ tM ^^ B ^^ 

o 



« 



"3 "O "3 £2 "3 Qi "3 



o 



sSs 



d^* cä^ d . d 
d ^ d 9S ^ — < ^ 
< g < g < ^ <S 



QO 



d d • d d 
d d^ d d 



^73 "i 



ö S 
d ä 



QO 
CO 



9 



d^d>^de^dH^dd*e4d 

"^ "^ "^ <n "^ "^ '^^ >H "^ »»M .p^ ^n »M mw^ «^4 -« 



«Od 

a « 5 






. • ^^ SS 

CO . C<) . O 



^ ^ ^ n ^ H ^7 ^^ i-v ^4 . ^ 



»^ 1^ »V «5 .^ " C 

55 ^ Ä d S .2 « 

. . . d fl> l>;^ 1^ 

-<J -< < <J a > > 









00 

d 



•*a£ 



K K 



00 



.£3 
O 

« 

O 00 



► 

o 



d^ 
o «» 

BV 

. 00 



d-g 

fc «« « 

-. • ® s ^ 



•-»Ol,!-» 



» 



a*i»-i Wh^ o^coai-»'i-i 



w Um 9 ^ 



Um 

9 

jd 
dii d 



d 



s 






a> 
'S 

TS 






d 

o 

■*« 

d 



^ «»^ 



08 



<i> .ä 






d 

2 R R 



9 
'S 



O 
73 



d 

9 






a 

d 

es 



S3 



O 






N 



O "OO^O OO 
r-i^t—cot^t^-c^r- 

C£> <M «O , CO W CO CO , 
... O* .... ,£3 



•^ o oo-^o^ 
t- t^ i^ (N r^ 

J CO CO CO 



\ß CO 



o 

CO 



o 
co 



o 

CO 



0_ 

^ o o 

. • • • ^' . • J3 CJ^ . . CT* C^.£3 . • CT* O* • . 

Cc3 tf oe: tf xj Od oä (iHt<4l S cäi<] Kj &4 i33 S H< 3< OS o» 






00 



d 
•-» 

I 

3;=: 
3 d 
^•-» 

o»o» 



N 

ot- 



I d 






o.d 

83 

Od O» 



ST ® 

0(N 



O^co 

^00 . 
d I =^ 

J14 d JM K^ 

0<50 O 

8S888 

O O) O) o» o 



o 



a> 



2ta 

©< ^^ 



N ^ 

I I 

CO<N 
(MO) 



04 



<M 
C4 

■ 

.O 
9 



CO 
(M 



O» CO CO rn ^^ 
« (M(M 



OO 

o 
d 

CO 



0^ 



Oi 



/*s *^ Ci 

es S o 



^ I I ItM- 



d 
«s 

•-» 



R K R 



^ =* I CO I ^ I I I tM 

SSgSco<^3gä«>»co02(M 

• .^ •** m^m • ♦!" •»< fc» 

^ »'S dd0.dS^ Kftd;Sjo 



« 



-^ Ä d 0) d^3 



3 d ® 

•-»•-»Pfci 




•qoag icO'-'ooojo«<Mi-"(Mcoo»^<N'^'^co(M-H<Mi-ico^o»'^^i-»<Ncot^ooi-^^ 



9 

d 

es 



es 

O 

d 

Xi 

< 



CS 

'S S2 
• 'd 

-2 >- 



:5 

Oi g 



^ '>;ö f^ f^ ^ 

8 &g o o o 
^ "c S <^ ^ <^ 



CO 


t* 00 


05 O 


»o 


»o»o 


O CO 


iS 







CO CO •' 



^ lO CO 
CO CO CO 




Z 

o 



o 
a» 



r- oop 
CO CO t^ 
"^ <^ ^ 



r- 
.•^. 



oö 


OO 


CS — .^ 
Od ^'■'^' 


r- t^ t- 



J 



7. Kapitel: Beobachtangen. § 37b. 



317 



*>» 



00 
CO 









o 



o 

k 

-^ 



« 

o 

Im 
< 






2 ^• 



J3 O J3 



2^ 



S ^ 



CO 

o 



00 

o 





bo 



=1 



o 

ft ^ o o 

CO o H 

■ 9 k< o 



« o 



BB OB 



te Ctf) 



60 



^ .g jO .j^ £ 



hm Um 

•CA ;2 



o 

s 

CO 



^d ä_2sd"'aeö®"*^®ö-**®ä **w ^d «dsd d 

?.2S.2l22S> g:S §2.2 83 § «S3a3| «.|.2 gj S J 



• 


COQO ^ ^ 
00^04 CO 

^^ • • • • 

c . O* O* ö* ja • 


«^ «o ^ S ooo **oS o> o <o «^coo 

.-^»» «O . .'3^CO ....«> ^<M .«O 

^ ^jcs ... CT crj3 CT* ja . cTjcj . . C7*ja cr^g . . . . o* . 
* •o-CöCöS»<»<PHH<P405H<ou«ö3H<(i,w3(i,pc;apiOc!»<a5 


Äq. 
R. 670 



I 

C0 









CO 



94 



CO 






* d o 



o 



:8 




*5 > 



CO 



> 




o 


o« 


Z 


^H 


1 


1 


00 


'^ 




• »M 


■*^ 


d 


J4 


3 


o 


t-s 






OlrMO>,^00G»«»^(MG^»^.-H.^-H'^<JHr-iiO»^<^(M^^(N«OCO«-i'?»i-^5O»-«»?5«O'^»C 



»O ^ 



C9 

o 



co^ 



3S 






CQ 

a 

00 



Ol 

g-c 


e« 

d 


ja 
d 

J3 


2^ 


e« 

d 

O 

S 


eu 


i2 


S<=> 


a> 


»-5 * 


o 


<*« 


« o 


Im 


1— lPi4 


a> 




^Ci 


O 


rf'^*'^ 


•— s 


y»*-«^ 


00 


^^^\ 


^-M 


CO 


^^ 


CO 


00 00 


00 


00 


00 


^ ^ 


-* 


"1* 


•***. 


-* 



318 



IL Teil : Astronomie. 



7, 1905. 





1 


00 




t*» 








1 


t* 




r- 










06 




06 










tH 














• 




• 










Im • 


^ 


hm 
< 




• 
• 




tcs 




-^ 

^ 

s^^ 


slssss 

.-< d T-i i-i ^^ *«t 


tt 






o 


QC -: 


• 


OD ^ QC oo OD QO 


<X!<X> 


« d 




■** 


.-r-^ a 


a 


^^ ..-^^ ^^ ^^ ^^ 


r-^r-^ , 


9 d . . 




d 


00 . . Q 

CO "3 f* Sb 


• 


l^l'ii'l-s^i'is 


eoooSS'^eoooo^eocO'^aoco 


• 




Ilül 


'o 


|S4-<I-<S| 




ss-s^ssssssss 


to 




ü 


.'^...'^'^ 


rH ^»N 


^^ . ü ^ ^ ^ »H »H V^ ^ »^ 


a 
a 




;^ SzSh^ ä 


* 

g 


S:?^ g g g g^^':^ S gzi^z^^z^ d B^iä^:?*:^^:^:^^^^ 


^■^ 




"^ Ai 


JfS 


•p* "^^ «^i« »^ «^^ 


•F^ »f^ 


<-^^a<!-^-ijä <<*<-<< 


o 






J_ 


^ 




T3 




<«M 

■3 






Nw' 




g-g- 


X3 


^ 




•S 'S 


achtungen 


1 

1 


Abetti 
Palisa 

Biancbi 
0. Hamm 

Millosevi 
Millosevl 
£. Biancb 
Palisa 

Abetti 
Palisa 

* 

Götz, M. 
Palisa 


R R Rm 


11 

Palisa 
Cbarlois 
Millosevi 
Götz 
Palisa 
Wolf 
. Lutber 
Wolf 
Palisa 

Millosevi 




<5 -,• eä N^" w &g 




0L, 


H^'<wot;.-io^a-i M 




i 














o 

1 

• 


d 
o 






Im 


o • o • 


u 


Ja 


._- ä 




.^ .o 


.o 


jQ ;£2:2 


9 

1 


o 
CQ 


Arcetri 

Wien 

Rom 

Wasbii 

Rom 


R 


Wien 

Arcetri 

Wien 

Heidel 
Wien 






£ 


i; 


So Oi 


g 


oSoooo 

t* o5 i— r- r- r« 


oo 


«|8 - » « 


9 


•** 

00 


<Mr^ CO 


CO 


t- !>• 


t*- . CO t*" 00 t"^ 


.O 


d 


.«£> . 


• 


CO . CO CO CO CO . 


CO CO , 


<?»«..« .'^ . o» . 


Ö 


N^ 


, er . er , er 


er 


. er «... x3 • 


.> * * ^3 


e . , 0*J3 • X3 . JS . ; • ^^ 




XtJCC!K< *K< 


xU 


tf MjoäfldoäfidouS 


"OiCAOi 


05 Cd xj au oe2 o. oe: fiU % OS a< 




i 


«t-^ 


tM 


1-4 CO 




»o ^ 


OD 


1 

1 


00 £-<>• 


(M 


:.- »' 




**^ 


1 


1 

a 


6—13 
30- Aug. 
. 28 u. Mä 

28— Apri 
12— Sept. 


• 


7 
13 

. 26 u. No 
. 25 u. No 

26 

27 

13 u. 26 

30 


19 

3-27 
24 u. 28 
14 


I3u. 6 
11 u. 12 

2 31 

22 

8 

7u. 8 

28 

22—Febr. 

13 
8u. 9 

. lO-Apr 
19 


H 


tS3 




• 

> 
o 


;r: •«- o- o. k r -s 


cu o Ri«s d.'^o »^'^«scu'oa. 


i 




Si-a&u Sg^ 


z 


i^O (/}(/} S 


<!2; a<J Ö p^^önS^J Pb,< 




\ ^ei '>* in xn o» 


CO 


<N «^ (M «M 0< «M »O »O »C <M C^l ^ 


oSoSoSSSoS'^*^ 

9d Od Od Od Od Od Od Od O) Od Od Oft 


i-H 




Od Od Od Od Od 


O 


oooooooooooö 


i-H 


1 


Od 


OdOdOdOdOdOdOdOdOdOdOdOd 

^ . . ^ - - - » * d « - - 








•qo9a 


"«*• -^(N -^ Od 


CO 


•"H-hOQCN-^-^G^i-i 


— eo©^ — * 


G<«0<9t«»-4-<'»«-HCO*^G^aO«-^ 




1 t 
















1 
1 




CUi OS CO 


CT 


^o" 




<«•' 1 


es 




0« -^ ^^^ . 


bti 


h:j.j 




« ' 






reus 

1902 

sirina 

902 

risel 

irtus 


(M O 


^^W %^i^ jgM ^B 




2 


a 




?^ o 


?^ ^ o ce 




fiu 


1 




fad :ZiO » .o > 


CiH 


rir,oo 




^^^ 






^~v ^-^^^^-^^-^ -^ 


'''"*» <r> 


<^^^^v<'~x ^^ 




1 


1 r^ 




00 O — «^CO-^J4 


t^OO 


0<M "^ »O 
kO uS kO uS 




1 


00 




00 Od Od Od Od Od 


Od Od 




1 


:*. 




^ ^ ^ ^ ^^ 


!*.7i<. 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 37b. 



319 



CO 



kl 






CO 



CS» 



CO 



a 



o 



2 



SS 



^ 



eo 



CO 
00 



^ s 



CO 

<1 



0L, 



CO 

o 

eo 

00 






» »- . . . CO o o •••00 

«■^f^«^-cocoo^^MO^»^« 

€Oco000500-^^eOÖ>CO 



2Seocoooo3co 






a 

e 



CO 




i>- (M tr 

"^ CO ^ 
00 00 9 



• ••••• ^ w • « • 




Ö •"^t^00»Ot*»O»O»-< • 

«co^G»»coco<Mcoeoco co 

K« A 1» c« r* t>* c« t>* r« r« an 

Qs 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 

^^ ^^ ^^ v^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ v^ v^ 

.......... # 



^^^ * * 
«o»*'^^oao»eoooco 

00«ö ^00COC0O»i-i00 
ä^ 00 ^C 00 Q9 ^0 ^* 00 00 

Ä Z S ^5 Ä ?5 55 :5 Ä 



o 



-O.Ö OjT--; o-rs a:s^.o OÄ.2t^T3«o-ö — ^ 




w<^a 



Arcetri 
Heidelberg 


Wien 

Heidelberg 

Wien 

Heidelberg 

Rom 

Dässeldorf 

Arcetri 

Heidelberg 


a 

o 


Heidelberg 

Wien 

Heidelberg 

Arcetri 

Rom 

Heidelberg 


Wien 
Heidelberg 


Dässeldorf 

Heidelberg 

Wien 

Heidelberg 

Wien 

Rom 
Arcetri 
Wien 
Heidelberg 




00 ^i 


^r-cieoooo^ 


CO 

• 


• • _• • . 

a.aou><»<a4 


• 


CO »^ S ^ 
00 t^ <Mt^ 


Ph. 6 z. 
Ph. 
R. 27 z. 



CO 

I 



2 - 

I CO 



> « 

I ü 



2oo 
CO e» 



»o 



s j^ 









P 
e« 






OD 



• 

3 

03 



00 7> 



CO r^ CO JL »^ K- 



S50Z 

oooo 

Sd O QJ) O) 



;3 

©^ 00 
R * 's 







'^d 



CO 



o 



3S 

Od o» 




•^ <M — -H -^ -^ 

ooo ooo 

Od 0> Od Od Od Od 



OOCOO«eOO«i-«0<0«©<»0'^'^ OO <M01G^t^C<»^^i-^<N-^«-<»0^^»M^H^^iO'-«'^CO-<i-^-^^^»0 



<> fad 

TS 



« fl,o 






~ o 



''^"^ II 

Od 

s 



9 

o 

»o 






»o 



CQ 


«0 


§0 


ei 




eo 


.nzisk 
xia 


Od 


a 
< 


2S 


2-c 

El« CG 


/— \ 


/.— -^ 


sr II 


-'— N^-> 


«* 


CO 


o -^ 


1—1 


«-H 


C^<M 


»«. 


»o 


\n 


kO»0 




^11 II ^ 



320 



II. Teil : Astronomie. 



7, 1905. 



c 

■♦-• 

o 






O 



s 



9« 

Od 

0» 



<o !>. r^ 00 r- 1* tr t:: 00 o ri O (M »o oa'^oo Oooorr coooo-^^^^ :^ 
00 00 00 '^ oo 00 oo 00 i-i 05 CO Oi ko CO oo ^5 o> o5 o^ oi oa CO CO öS *^ 35 CO 05 <s o* 

rH T^ r-^ r^ w^ tH rH r^ ^^ w^ ^^ ^^ ^ ^^ ^ . vH vH vH ^^ ^>i4 ^ ,.4 ^ ,H vH^ ^^^ 






o 

o 
« 



08 

Oh 



03 



Im 






_« 



K r r 



a 1-^ ^ -9 Cx3 » Cd o <; 1-^ 



K R R K 






9 






o 
PQ 






■ K'— 






o) O 



S w iü 
® CO 5 

• 3 "^ 



£ a 

eS o 



ö3^ H^Q^a Co a<: 



eo « - 



.m R 



.0 



R R R'S 



* R R 



o 

2 
'S 









CO 

p 



S4 M N 



N M ^4 N 

r» t— r- r^ 



M 






<o _ 

t— 00 t* (M 
C<J «^ «>» 



t4 N 14 M N 



CO 00 

o^ (N r* r- t— r- !>. 

(M(M (M 0^ C^ 



CO 



r- 00 1^ t^ 






08 


s 


pia^ 


;3 


« 


a 


,fi 


Im 


08 


■** 


H 


0> 




S3 







Tt< 





00 



<>» 00 ^^ lo '-« 

'S "- — S 

^ R Ö»*00 S^O 

. S •-sS^»-a;i CO 



<N 



CO 



2-3 



III * I I 1 I I 1^1 -: 

00 00 00 ^ CO «^ -«<< CO CQ -^ CO I « ä 



I 



^a 
»flS 



•^ »4 TS 



R R 



RteS 



R D. 

<3 



^•p4 fc" 

a<5 



•-9 




^T^ ^m' ^«^ ^T^ ^'J' ^T' ^J^ ^w' ^^^ *^J^ ^5i' ^^^ ^^^ ^^» 

' 00000000000 ~ 



00 

O C^ O Ci Ci 



C^ Od O Ci Od C: Od o> 



^^ g 
^ I 7 

00 

JLc^coO^ 

,-< ^ (M ..^ 

ea ^" »pH «pH .pH 
5 Q.fl8 cä es 

K^<<aaa 

^^J' ^^^ '^^P ^^^^ ^^^^ 

0000 - 
Od Od Od Od 



Spa,sa 



kO 



I J 






c 
o 

0> Od CO Q 

99 (>« I eo 
I I J> I 

•^Od<N^O^Cd»oOd»0"«0 

a »©Jö©ö5 * RR» 
i-j Pti O fet-a •< 

oooooooooöo 

Od Od Od Od Od Od Od Od Od Od Od 



00 00 00 •-« (M 00 CO CO CO CO Od CO 00 (N 



G<)kOco«-Heoeoooo«iC4C4«-ico^^cocQco 

^00 



a 

c« 



•^ -^ -^ -^ 
o 000 

Od Od Od Od 



•^ »c CO r«- 

<>» C^ (M Ol 

iO kO »c »o 



:2zzz 

3-^ «^-^ 
000 

Od Od Od Od 
1 t' " " ' 



00 odo r? 

(>J G^ CO CO 
ifi O %ft »o 



CO 



r— II — ir— II II I 

ZqOOO 

<^ -^ ^ "^ -^ 
OOOQO 
Od Od Od Od Od 



iä 

O 

o 

Od 



1^ 
o 

o 

Od 



o 



-ll_-l 



CO ^ »O CO t— 

eo CO CO CO CO 
kCi \ci *n xTi %n 



00 

CO 



Od 
CO 

»Cd 



O 



7. Kapitel: Beobachtungen. § 37 b. 



321 






94 



Ol 






CD -«00 «^ 00 

^05 — oa — 



^ ^00 

CO 0> r-1 

52 ^ 



— 00 -H 

Oa ^^ CO 



— cö-^or-G^oOoo — :?<goooo*^«or^G<»oot^ooi-""^ 






CO ^ ^ 










N M 

IC 10 



10 

o 

• « • 

^ 9h Ol 



10 

o 

Ol 



k u 

, Sä 

** « o 

cuco 



hm ». 



.£3 

1 



^uä^'M^ 



_a ••-' -«j 



ja 

CO 

.2 = .2 ÄiS N 



e« 
CO 



N 



OJ CO 






2 •» 

I-» PQ i-a S Pk P^ 



P^O<p^ 




l»* b 



o o 






hm 

JD 



•s »'S 'S .2 -^ ä ••5 'S 



Im 

•2^ S.2 






bß 
o 

'S 









ho 

.0 









K * 



r- 00 r- 



M 









00 t^ C^l>- o« 

fl.«a.aj£oeiog£ojSoJtti»<oe;pjfi^ 



S 



N 



N 









f» ft 



(Lt'S^Oiy^^CU^ 



• R 



4D 30 

■ j; (ji QO CO 

■ • • 

, •OiCOO 

"?7i 1 I 

i I o CS f-^ 00 



SS« 

10 



00 



00 
0<« 



IJ. 



I I OC5 ^00 * »^ I 



QooQ 

17 I 

CO I CO ^ ^ 



00 

a 

es 






00 

«'S 









Q0COCi»-'t*"»-«»— «»-^C^JOO 












CO OcoO 



K 1; R K 






'1 ^1 I 53 =• 

-•^«M00^'^O0<N0Cf-»S2G^'»«^'^-^^<>>SS2'*^O^^ 

• ••«.; ••••• • .»r»^* • • *■ 

Q »2oÄ Q*?0^;Q '^ Ä*Z O »^ Pu 

^S^SeS^SOOOQOOOQQOQÖQÖOOQ 

TdO)C^CdO)wd7dO)9«9dOvdG^u^u)Od9«9^Cä3dC%adO>9ded 



>QiOco<^eQ 



1^ 


a 








3 £ 


I '""' 


CS 

s 





Jetta 
[1904 


Herod 
[1904 


-^ 





^'^ 


•»•^ ^-s 


<^ x-s 


pm 

"* 

ö 


M 

^ 


CO 

3 


1 1 


3 s 




N-» 





>-• si» 


vJ> v-x 






Astronom. Jahresbericht 190& 






00 

s 



Ol 



Ol 






§5 



21 



322 



II. Teil : Astronomie. 



7, 1905 



Q 

o 

61) 





In 



OD 



08 

o 



Im 

o 

PS 



«> 

JS 
© 

pq 



o 

9 

PQ 



00 



a 

es 

Im 



Od 






^M 00 t^ 

(N 00 t^ •-• S 

^ t^ i-t CO c^ 

^-- »- »- 1* 15 15 52 2E 




00 oP 



i-^o«oot^c^ooui oo »- 
"^ CO r- "^ <o r- r- «^ -^ 



r- 00 »o •- t~ • • 

CO ^H CO »o ^"^ w 
O« CO CO oo CO — "* 



s 






• • . • • 



r» !>• !>• t^ t* e* r« -^ -- 

00 oP 00 00 00 oo OD ^P ^O 

■ ■•■••• ■ • 



^M t^ o^ 

f O CO 

U o^ <>* 

g ^ OD ODODO0OD»9« 



55 ^ 5^ ÄÄÄSSSSÄ?^ 
• • • •••JJ^^ 



•o 



W -*• S H,' 



K R K 




O 

^ ja 0) 

. oä u eS ja 

IS ^ 'öS r;s 13 '2 J 

s ^ w »^ g; ^ 






«4 »« ^ 

. • " • • . ^^ . ^ • 



• IS * 



— .Z^ "^ ._. 



I» R 



m 



bo 



•^ a 1 p - ö «i all 



60 



e 

15 



o 

1 Ö 



ZZ V <H V ^ w c 

^ S 2 Sjsl 






R R 



Rf\. 



a «^ft-a »^s 



xi • 



►£ 



00 



er 



•^^ 

&4a 



R R R R t 






•qoaa 



es 



M 

9 

■ 

o 

s 



kl 



N 






• _s 

fj 

ce ^ O »^ <N ^ 

»-^ f-H C»^ f— • ^^ ö^ ^^ 






I 



Q 



•^S 



R R 



R O 

55 



oo 

a 

CS 
O 

7 

o 

CO 

■ 



(M 



1-H '^ 



•^ 5^ -M <?< "^ CO «D CO CS 

<5> 1-H a<j ci *H '-• 00 1-* -H <>» . 



C3 g fl 

es ® es 



es 



R R R R 



J3 

R a> 

PC4 



3^ lO «o »o »o ^ 
QQ O O OO 

O Cd <^ o c^ o ^ 



3 



^ »O "^ kO «O »C •'Ä lO »O »O »O »f5 

_ oooooooooooo 

Ctf wdCSCdOCd^C^C) O) O) O) Cd 



I 

CO 



es 

o 

Ca 



'N 



»oo 

G>« r-l CO 



Oi 



[X4 



: a 

es 



e 

MS R 






»o »o »o iO »ft »5 !2 

~ ~ ooooo 

Oi cia> Cid 



c« w 



Ol »i.4 0<) »-4 1-^ i-H i-H (M CO CO »^ O!» C^ r-i CO »^ O« CO ^^ 1-^ »-H r- ,^,^i-H<j|^ 



I — 1_— 

P-IÖH 

cao5 



O — 

»i0»O 



3 

Cd 



»O 



PUi 

O 



CO 

lO 

«o 



CO 

es O 

^ CS 

«> zz 






7. Kapitel: Beobachtungen. § 37b. 



323 



OD 









C<1 



S 






00 CQ 



O 









CO 






" . ^^ «1 'W »H 



»H «^ t» 00 ^ 

•^ t^ o »-^ ^ 00 
i>» t* r» r» r* |2 



«-^ t^ !>. X ^^ . . »-« !>. »o r~ o 

t- Ooo^^iO^cor-ocoo»«^ 

1-H 5^ 04 CO CO •-< "^ «-< ©« CO c^ CO 

H^9 v^9 0^9 Q^v 0^9 0^3 C^9 ^^^9 ^^^9 0^9 0^9 G^3 ^^^9 ^^^9 ^^^9 ^^^9 0^3 ^^^9 ^^9 0^3 



* m m m 

*^COCO^^COCO»fc5 »^ CQCO 

CO -^ <o »-H -i^ CO CO CO -^ CO 



OD 



-^ *■ 



XS55-s'^>5 



< < < < < < 



^: zz:z;z:<szzz2zz:ziz^z2^2z z zz 



**5cu ^ ^ flQ ^ 



So §ä 08-30 



o 



o 



rt . <6 c9 e« 

*^ *S ^^ *^ ^ »w^ «^ '^ >^ 



R R K 



ro ^ ca 
•-5 r^ 1-5 0^ 



4 

"öS 



R K ft K R 



^o; 



t^4 w <^« CB 
•— ; 00--; « 



R R 



d 














60 


^ «tt 


t« 




ho 




te te 


t* *- 


^ »i. 


u 




%m 




Im hm 


^0 0» 


Q> 0) 


a> 




9 




9 9 


azüx) 


^ .0 


R 'S 




^ 




,0 J3 


Kom 

Arcetr 

Algier 

Washi 

Marsei 

Heidel 


.M »»^ .^ '»^ 


•2? 




R R R'S- 




R R R R R« - ,S '5 .2 R * 




^tS 


» 


ex: 


^ 


w^aa^ 


^2 


























J. ^ _i. • ■ • 

c- c- o- 0- IITÄ 


• • 
fr fr r * ^3 • JQ 


R «-d 


"a 


• 
R R R^ R ü- » r,_; 

0L, S 


• • 



iW 



^«j CO 



ajo 



I 



CO 
I 

o 



N 



MS 

CO CO 






•^ ^ 00 (N »^ "^^ 






R Q* C -^ 



R a 



R R 



R ^ 






CO 



=5 

m 

-K COO 

'^ '^ -^ (N CO 



09 






000 

"^ e« tcS 



^ «^ «^oS 






R R R 



592<^ÖQOOQOQCQÖOQOO 

"' ^^ -»• C« C« Oi ^ w^ C« O) C3 CS 0> C« d O Cd 



OOOOQOOOOOQOQÖOOOQOO 






o 



<M 



G<) i-^O) 



09 

SS 



H 

0L, 

o 






o 



<o 

uo 



;« 


QQ 


Ol 


O» 


»r^ 


»0 


s 


S 


1-^ 


^H 


•— « 


l_^ 


^».^ 


i:> 


r- 


00 


^ 












o 






21" 



324 



n. Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



a 
o 

9 
6f) 

Cd 



108 






CO 



;^55 255<:^Vi55ÄÄ>^'5dS5 ^^^ ^:55 Ä >5 ?5 ?^ S^ S5 25 ^iS ^'^ ^ >?; Ä :^ÄZ 



•♦* 

es 
O 

pq 



o 
.2 C.2 



C4 






K KL R R 



o ^ 



0^ 



o4 c8 CB fiS w 

SO rs »c 1! »o 'S »o r3 'O 'S 






• 



o;^ 






I 

'S 
Cd 

OD 
TS 

08 



08 

o 



o 

I 

o 

9 

pq 



9 

n 



6A 



■^ 



S-,2 R P R 






ttJ^ DG 



60 

9 

3 » 









5« ^ 



R R R 



V rl O 

'S S:2 



n^ S ^ P3 ^ CS^ 



CO 





a *£a « R • «^fia »^ 'Sa * 



jb • pC • 









s 




N 



«*5- «5*12 5^ s ^ o CS 

coo_^;SJS coo_,o -^ooJ^^'^cooo ^ "^ « 

^-^CO^®^'*'' CMCO«>COCOOOC:5«4<M '^^f-Hi-l(MC0i(r5O COC^e^eoS 

Q0cOp,j;5 to^:;3 "^r:: <>icoo5(M(y»^^"^^ 

3 Ri5 »^ Q, »^ »^'S .So R g, * R R R • R'S S, R R K R'S r r « ^g R • 

s ?g <i ss^ <i '^< a »^ 

iß kO lO »C »O »O »O tO »O iO lO O »ft lO lO »O »O »C »O »O lO »O »O »ft »o »c »o »o »o «o 

S^SQ'^'^'^^OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOQC 

-H*-i»-i(M(M,-(^i^,-iCO'3^^i-li-l^i-iCOC^iH^i-i»-i5*^-Hi-l<Mi-fOJ<N^C0 



•qoeg 



9 

d 

es 



''S 

! OS 



o 



o 



c^ O 



CO 



o 



CO 




o 



CO 
C£> 



s 

9) 



CO 



7. Kapitel : Beobachtungen. § 37 b. 325 



1-1 *^ r- r- 1^ «o c- r*- 

2 üüüü222 

^ QC ac ac oc oe CO X 

• ••* • « ••• '"ä • ^ * ••••••••••••^^ ^ Äj ^^ ^^ ^^ 

ci r* kO r- o -«t« r^ <M ifi CO -^ i" »o "^ -^ "^ O ^ I— 05 00 ^ -^ »o «ri CO r- c^ 00 :— ;■; !•; '«^ rs 'S r3 

^IXO^«^ CO (M <MeOCOaj'M<MCOC5-H.-iG^(M(>«C^COi-ii-H^(M<M(MOJCO/iK^Ä5?5g§2 
vHvNi-H^^ iH tH tH iH »N r^ r^ iH »N iH rN »N ^ ^ »N iH r^ »N iH iH TN iH iH »N iH ^ . . . , , , 

ciflcidi^jC^ 

-<^<-i; «< <j <: -< <5 •<j <: <J ^ <1 <«J <J <5 -< <5 <5 "Ol -< <J <1 <J <J <J < <5 <1 <1 <} <«J ^ ^ ^ 



o 



> > .2 



— 5t<aO«oOootZN«5 NB9 

a Pk W •-* W »-s 1-5 Ph H-s Ph»-5 Ol,h-s 



^ *" ^ i! ^ *-• 

a> a> V o a> 4> 



*d '®^dfl55d3äü5fl es 



d 



N 



888S 



^ ^ ^ ^ o o o 



o d c5 c5^ CO CO 



*a «»»S 's •«•'SciHa •'a.S "ft^a «^«•'»«««^»^««^wwwwcötfca 



CO ^ . <M 

- '5 -a *d -s d :=: ä^ &. ^' ;=: ä^ o. *^ « p- C ^^^ .^ 

«4 e « 3 R »5^ Skr r rt ,t 3 «^ ^ ^ R R Oj R^ 3 d R R S, R R,i< ® S »* ® 0» J2 




^^•-•C*(><CO^^G<l»-^O=l»-^COi-HO^(J^«^<NC0C0i-HC0C^«-^i-^^i-^«-^C0i-^-^i-»»-^C0<ni-^»^00<>^ 

-Sz ■§5' 57 .SS- . P 

*^i. ^^/-xll /-N <NeOCOCOQ.-HG^ 

^H <o" CO CO CO ooQOGOoociasai 

«Ä »O k^ i£d vO 1-H »— < »-^ rH -^ »-^ «-^ 

TS> O- w w w I II .1 H n iw II I 



326 



IL Teil: Astronomie. 



7, 1905. 



a 

f-i 

O 





e 
'S 



Cd 
OD 

'S 

08 



08 



IC« 






00 00 

oo 



<51 

t 



<1 



3C X ^ 



08 e4 

c3 a 

a a 

d a 



5^ o c^i'- .t*- .h- .r* .1'* .-^-Hi-^i—r— ^ , .orit^ 

— y: -^oooooOQO-^oo — oo-^t^G^CMOof — r-oo^oo — Xco2^ 

. f« 




C^'M « 



I 



> Q. 
o R © 

»ri «M CO 

ooo 

Oi Oi Ol 



— ^ — • -H 1-H , •"■ . "^ ^ '^ •-• 5i Oä •- (M r^^ 



•{M na .^ 






•«0 O. 



bo 



"^ -»f «^ 



•'S 

^t ^» ^< ^J4 ^rt< ^1 



R « -« ST O 4) 5 






kr 
RiflS 






K R 



9 9'^^S5^$<^<^ 

72 wiC^7«i7d9)adC)CdO) 



:ä? Tf ^ »O »f5 lO O »O »O iO O »f5 »O »O »^ 

OOOOOOOOOOOQOOQ 



h 



•qooa 



9 

d 

es 



(n**-^ i«J( 1-H CO —« (M <N O* 3^ "^ « <N 1-1 •i.^ (M cs| ^ C^ ,-H I« ,-1 ^ ^ ^ CO -^ — »^ 







X 


<M »M CO 




3 



a flu' iaö' kib"s5'b'fid' 

ooo OPkPuifluCLi 

ooo ooooo 

O^ 9) 9d ?i C^ 



II 

— • o 



;jg' 0-0*0» 

•o OQO 
o) Od o> 



I -^ — - — - — - — - ww w» >«• . so« W« w. ^tf Wtf ^ u w« <^4 W» 



•öS' 

=^ 

'—«22 
0*5 s 

I— 1'> 6 



7. Kapitel : Beobachtungen. §37b. 



327 







t— — . 4-5 -•^HO'Ncot*5^ooco'>«r-t^aai-Hoocor-QOQC5i-Hoo co c-OiO^-^oo«^ co r^oa 

0»i^ 00 «« »^ <N G>« ©« <M 0*« CO C» ©< C<» O« <N CO 00 Ä G^ (M C<5 (M CC CO O» <M C4 <M CO CO OO OS C^ <N 
^9 QD ^D ^P >D QP ^9 Qv ^D QP 09 P* SP ^P QP S0 QP OD ^* SD CD ^D SD SD SD v^* ^D SD ^D ^D ^D ^* ^"^ 

ho 
— o o "* o •-* o "^^ "^ ■** iS o "^ ♦-> "^ ■** ;s o •'^ ""S*® ••^o*»^ 'J-'S'® 

^sia^ a ^ d a: ^ o: -{ a -; &: -; o; '^ -^ <-» m •< a >^-a->* M-<a 



s? s? 

^» ^ tS ^ 



n K K 



'S 



fe« &0 






"öl CJ 



&0 

Im 

Xi 



9 
Ort'« 



w _ .^ J «> "^ 
.Za '»^ .!Z '«^ m^ »^^ 

t> pp s> CS i> n 



bo bo ho 

b« Im IU 



.0 .£3 



£? 

O 

^ 



r -* 

!S 
*S 



K K 



d,2 d 



ST 
« 'S 



R K 









So. 



«£ 



R R 






• * 






b3 



Xi 

0L4 



^1 CO 



o 

CO 



Ca 






o 



o 






-sa Oa O ^ 



« d 



bD 






.t^-SPo. 



t^ ©« *-• 



R R 



<M 

o 

d 



CO c^ 



O 



oaoooo 



> 
o 



03 OU WJ _44 AS] lA 



CO 






(M 






*ss 



'<*^'< CO O-^co O CO O 

QÖOOOOOOOQQOQOOOOOOOOOÖ O 

o>caoawacaoawaCdCdwaaaaaoacao>cacacaaaO)Oacaca ca 



R R 



R R 



'^M R O 
O Z 

lO tO tO kC kO kO 
OOOOOQ Q OO 

Ca Ca Oa Cd Ca Ca Ca 



CO 

kO »O kC 
~ OO 

Ca Ci 



9« 



<J* i-t<M 



C^»-^<M 



G^ 



(N i-tO< 



ot<y<y 

kOOkO 



o 

oa 



kO 



o 

ca 



ü 



i 



O 

kO 



328 



IL Teil - Astronomie. 



7, 1905. 



50 

a 



t; 

o 





I 

s 



>0 






9 
OD 



-S ii 

f' 

I 

II 



o 


o 


OiOi 


C^l 


<>» 


1^ w^ 


CO 


CO 


CO CO 



ÄCO . .(MOir:oo .(NOiÄco .i^co . .00001^ .oooooiO . . .r: . 

OiOO — COr-OiÖSQOCOf'-Oi — QOCO^^OO»— CO«-»!-« — CO^^^^»-i'M>^C^CO«— »Ä 

(Ncocoa>(N(M9«eo7dCMO<«eocoodcocoooodcococoe>cocococo^^ooo>co^ 

SSSSSSSSSSSS§S£SSSSSSS£SSSSSSSS 

^^ ^^ ^irt ^^ ^^ ^^ ^arf ^^ ^arf ^^ ^^ varf ^^ ^^ ^^ ^md ^md ^arf ^^ ^itf Vb4 ^arf ^^ vb4 ^arf virf ani «ai vrt vari vrf 
^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ^^ ' ■ ^^ ^^ • ■ ' ^^ ^^ ^^ ^^^ ^ 1 ^^ ^^ 



u 

CS 

O 

o 



0« 

cn 
es 



o 



r 



0L| 



o 









a> 



d N 2 ^ .2 -ä rs .22 






(t3 <«M 






(c: <«M 



K ««^ 









o 



o 



hm 

s ^ 



bA 






bA 



^ 



d d.£ 

.2 a.23 



^ pH ^ rt ^ w 



9 



^g 

•^^s 



RKKKRRKR 



K K » 






a 



«0 



•'Sfi 






"S3 ►££« 



N 

* • 
.£3 .£3 • 

•cuou,a 



CD 



M 

CO 



*Pu,Dh 



K f» 



OtOui 



K K R K 






Ol Ol 



^ 



S 

d 

«8 









«M 



o 



o 



O 



CO 



CO 



CO CO ^^ 



I 



a)OÄ 



► 5: ► >• 5: 5: 

^ d ^ d d d' d d' s5 d d' 

-*^ • -«-S • • • • 

CO OcQ O OO Ä 



d ^^ 

C^ CO (N ^ 
R.2a o 

cz 



'oooooooo^ 




•qoaa 

jap iq^z 



CO<M»-4'Hi.-ii-4G^C<)*.^>-4C<)i.HG4»-4C^C^t-.i*<4C^i-4C^(N04(N^^^^^^-^C4C4^ 



d 

flS 



o 

OS 



Cd 

o 

CS 



o 



Ed 

o 

OS 



«o o o 

ooo 
o> o^ o 
«-H »^ 1-^ 
I it »I I 



lO «O »A »O 
" OÖO 

o o o^ 



CO 

o 



7. Kapitel: Beobachtungen. §37b. 



329 



QO 



?«eO < .CTSCO • .Ci . .O^«— < .O"-" . .C^^ . • . .O . «O «O .»O <?> • _• . (>4 CO 

coco — o»cocO'-»rico-^aicoco»^c^coco»-«o>ccco^^ooooosco — ooco^cooococo»-<QOooi^i-< 



— . * -i ® « 

I «»« Ca **M g %M n ««« ^ «*tf O **"* 

I 



O 



o-o 









g Um (es «^ 
cn «-^ T? P-* 



R K K K 



o 



R R 









fl« 


«M 




CO 


o 


» 


es 


^ 


w 


• 


s 


• 

•-8 



Im >m 

.o ^ 
'S d ® 



I- 

R *d3 

5^Ä 



KKKRRKRKRRRR 



Im 
«> 



RRRRfiRRRIkftR 



cn 



M 



N 

CO 



CO 



CO 



M 

CO 



CO 



,p »^ .a .G »xi ja xi m-oja $- tiJS xs r r-c pC 

S. a fiU CL CL S Ol flu CU 0L|0L| CU0L| CL, P^ 






rrrrrrrr 



S Oh 



o 

2: 



o 



o o 
s =5 






kO 









tS .^ t^ CO CO ^^ r- CO <0 t^ CO »O »C »TS ,0» O C5 

•^07^HQ4GS|CO^HQ<)Cs|^HQ^.HCOO>|Mi-4CO(M.w^H-OC^(}«0').HeO<MG^ 



O O 1-^ 05 CO t^ 

CO'MCO'MCOCOC^OIG^I^^iO 







Oj 

»o 

o 



o 



X 

o 

OS 



o 



Ca 

o 



<1 

CO 

o 



OQ 

o 



Ü 

o 



CO 

o 

OS 




330 



II. Teil : Astrouoinie. 



7, 1905. 





1 


1 




_• • • _ • • • • • • 














1 


1 




<>4fM(M (M •» (N04(N <M 




















tMObobiO to tc bobotMO U> 






. 




• 

^1 










X3CX 3C » XX« X 






s 




^» 






1 




cococQco*«»'*«>»ccacQco^aJoöoö«aiÄ<r: 

J u i:* lI** C^ C tZ fc!« »JOCXXXXX 






o* 


• 


g 




! o 


( 








cS 


s 


• 




^•■" 


• 


9 


■**♦*♦; o-ft* «-^ o**.M.«j^*-^^^v^^^< 




• 


^^ 


^i^ 


_ m 




s 


! C^ 


fli 




* 


00 


. 




. O QO 




< 


CO CO 

i| s 


fl a pts C3-C 0*0 a a a ^ ^<:<<i<<<<!<!<<! 


<7i 

1 


Ol 

IM 


o 

• 




• 


1 


• 
• 

1 


• 

• 


bOQOQCc QOa ^p OOoObO® OO«} 9 <p 0» Ol 4> 


• 
• 

< 


■ 

• 

< 


p 
© 
© 

o 


p . . . 


9 

60 


1 

1 


















pA 








% .2?« 1.23 2 • 


© 


*a 

-g 


© 
o 




"g • 


s 

'S 


o 


o o o 

etf rt 09 


P jaP.cPja5 '353'-- 


Eid« 


Ms 

-2 

d i^ 


1 


ä o « 
q -- . 


» 


( 


1 d si £• 


a -^ P PQ ^ 


/ 


c^* » d 












• 

CO 

O 


p 






p 


S 


O 








• 

3 


© 


J3 




© 


9^ 


pO 








o 


.£3 


> 




® — © 


*? 


o 


SS 




0> e8©<SOe80 PO>P 


.£3 


P 
© 


P 


C 


9 


CQ 


K 


« «RS'gg'gg'g rR.2 8.2 RRRRr. 


's 


o 


© 
© 




P a c 

o o o 


Jfi 




iM 




a> 


UJ 


o 




HPiu; 


'S 




















1 


-* 

i"* 


5 


Sift»oSSSS§»«Soo»«000000 


• 


o 






So» o 




(M 


(M 


^-«^^-^ »iH ^^ ^^^^^^|.«_^|>.I-.|^|>.|^ 


^i^ 


CO 






00 CO CO 


o 


d 


■ 


• 


. . .«5 .O .c5 . . .CO . CO CO CO CO CO CO 


• 


CO 


• 




. .eo 


00 


»-^ 


■ er 


cr 


crcro'.a'.cr.a'crq'.cr 


er 


• 


© 


J3 


o-czr . 


'E 




:<J 


*< 


»<»<«t; mhjj w»< w :<»<»< SS »< as 03 pö tf tf « 




SÜ 


a 


fX,HSj»<tf 


09 








00 


— 








o5 


'S 








CO p CO 










t^ 


EH 

• 
1-H 


S 


1 

•-4 
• 


CO 

• 




Od 

• 


• 

> 
o 

1 

c 

© 


00 

o 

1 


• 
.^ 

o 

1 

CO 


CS 

CO c 




5S3 


a> 


cu 


-«!2o'3!S "^ rt 0.0 Ä-M irt jd'S Rj«i ©'3 © 


J4 


R 


i; 


R ••© 




b 


< 


oa^l^a a^j^zjsoao»? o^^ö 


o 


CO 






P^ 






lO 


»o 


^'Mc«^co^'^"^'^»ocor-aioooÄaiOQ'y» 
00 00 000000 00000000000000 00 00 0000 (Äo:)« 


©< 


(M 


CN 


ojcsc^co 






' 00 


CO 


O 


o o 


oooo 

Od wd O^ o 






QO 


00 


O) 


WÄ 


ÖS 




I^H »—1 ^-^ »— ■ ^^ ^"^ ^^ ^-^ ^-^ ^-^ • — " • — * »^ — ■ »— " »— " ^^ ^-^ 1— • w-^ y-^ y^ ^"^ » — • ■— ~i »^— ■ ' — ■ ^™t ^"^ 




•qoag 


o 


(M 


a^0000^CO«-H(M<N^?O(NG»«<O(N^>^^öq"^ 


(N 


iC 


CO 


«5SCC ^^ 




Jap iqBz 










Ol 




o« 


'^ 










/"^ _^ «'-> 




















S 'S 2 






.o 




tf 




•M 


'S' 




o a .2 g. 

> U S © 






5^ 




S 

Oi 




i 


o 

a 
Cd 








1 




1 




M 




t-^ 




^^ 






h-4 






»fj 


00 


»^(MG^CO'* -t «O CO l>-00 OOÄ OiOa Q Q<M 

9> Ä G> O 3^ 0> A w« ^ O) 9> C« Oä Od O O O 




o* 






CO 






s 


00 




o 






^P 




I 


00 


00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 OD 00 O^ <3> o> 










«^ 



7. Kapitel: Beobachtungen. ■} 37c. 



331 





































* 










• 






«^ 














■^ 










oo 






21 














-^ 










^ 


• 




• 






• 








^-^ 












o 




< 






Od 








CO 










CO 


t— 










r- 








''^^ 












l'« 




• 














S 










d 


« 




• A * *^ 






5 






■ 


o 


• 

OO 


• 




^ . . 


o 


• 

o 




•^ Ol (>* 


• 


^ * 


Ö 6 ^ . ^' -r 


• 


i 


SS 


• 




1— 

CO 


CO 


'''•ooo 
t^ — ^ 


• 

"o 

ü 


• 

"3 


00 


C5 (M CO 
»^ (Tq 00 

^^ ^^ ^^ 


CO 


CO o> 

s ^ 




o 

00 

i 


• 


• • 


• 


• 

25 


m 

<1 


z 




• 

a 


ja 


•-* 


• • • 


• 


Ä ÄÄ^Ä^<< 


• 

< 


• 


• • 


o 


• 


• 


• 


• • ■ 


Q> 


o 


• 


• • « 


• 


• • 


."..,. 


m 


< 


flQS 


J5- 


< 




9 


<<<J 


^ 


•-3 


< 


<J<J<1 


«<5 


< <j < »j < <j PQ cq 


CQ 


>% 












>» 














P^ 




. Whitno 
Furness 


a 


o 


0» 

'S 


eS 

»5 






J3 
CJ 

2 c 


d 

> .Th 

1-^ 


TS 

Im 


•i-i «^ •» 


a> 

d'S IS 

«8 d = CS 


n3 d 
f. ' ^^ ^' - o 


jcy 






o 
OS 




fe^W 




» 




^ Ol 




- • « » . 


bJSdÖ 


• 




d ^5' s ui » cd 


U 




iSi 




• «CD •'H 

.-,* ^3 a b3 O 


es 
»-a 


• 


JS 










bo o 'S 




• 


• 


bo 






.s?^ 




CO 

4 


« 'S 


s 

5 


€3 

a 

0) 

C 
O 


o 


ES 

a 

Um 




s 

o 


Ol 

Xi 
O 


O 

CO 


d 

•O.k. 

Cd * « 


d 
o 




^ 0» «J <U rf 

pirf "'S 2 2 S 


K 


> 


HCJ 


Ä 


Uj 


H 


o 


«>M 


fiä 


^ 


;>^ 


OT <J 


•J 


HP= 


ja:>a;< 






SO 


s 


o 


s 




• 

O ^ 


g 


• 


• 


•2 

0> CO 


1" 

CO 




.^- §1 


s 




«Oco 


CO 


<X) 


CO 




CO -H 


CO 


CO 


o 


0000 ; 




-*»ot- 


©i»(M <N . 


t^ 




» . ■ 


• 


CO 


■ 


9 


CO 


• 


CO 


-ft< 


•^ ^ « 


o 


.— <oq 


.-H ^H . t» 


• 


« 


CTjB 


er* 


• 


er 


JC 


. . er 


a- 


• 


■ 


• * • 




c- . . 


• ■ • • CT* . 


o- 


S 


><a^ 


>< 


oä 


«3 


Q^ 


aiftH< 


>< 


CÜ 


Od 


ficodcd 


Cd 


i^eneei^aieä^i^Lä 


>< 








<N 


-^ 


, 


^-« 




•^ 


■ 


Ti< 




CO 


< 


^ f^ 


2 

1 

o 


1 1 

r^ oo 


00 

e 

108 


I « 


"'S « 

^a PCO gp 

1 1 p 

^ O i>. .^ 


tsi) 

< 

CO 


T 

o 


7 


d^ 

2 ^'^ 


CO 
(M 


bod*^ 


Cu « 0$ ' 

^ -«5 1 7 


1 

o 


CO 


<M «<l 


G^ 


CO 


<M 


<M 


co-^g5i 


<*^ 


^^ 


•-H 


— .oo<^ 




CO(N» 




^ 






• 






• Vi4 


•p^ 


• 


■ 


•r* ■ "^^ 


73 


•r* 




•? 


s 

es 


r ik 


K 


N 


C 


K 


SO* 




4; 


.24 


S-Sg 




3 i»a. 


hm 


•-» 






Q 






^^ 


»-a 


O 


O 


■< ^ «-a 


< 


»^ ^ 


*^^:r<;2; 


<J 


^ 


CO CO 


CO 


(M 


Ol 


(N 


CO CO CO 


CO 


CO 


CO 


^ .'^•<^< 


'^ 


^}* ^f ^# 


o "^ »o "^ "^ •<*< 


"^ 


^•4 


04 Ä 


o 


o 




•■^ 


CS Ci o5 
»-« ^^ ^-« 


O 


o 


§ 


OOO 


i 


OOOOÖOOOÖ 

wi w* Od O wd Cd Od Od Od 


••H 


^ 


00 CO 


Ä 


o 


CO 


CO 


<M<M -t^ 


CO 


^ 


o 


O (M^ 


lO' 


t-COG^ 


1-i ^ ^1 CO Od ^ 


o 


^* 


o« 




»^ 


<M 


CO 


■* 


•^ 




^-« 


CO CO 


»o 


•-H 


^ ©« 


•-H 




a 




TS 






o 




^ CO 

ooo 




c9 














o 






8 

1-^ 


















1 




^ 1 






> 1 




•^ 00 


« 


1 










00 






CO 






CO 




coQO 




i 










s 






2 






s 




Ali* 
















II. Teil: Astrouomie. 



7, 1905. 









QO 



Ci 



u 

O 









CO CO I- «: o 00 »'• . "^ ^ "* 



'M 



'M 



O 



• • • P .M . • 




»/^ 




oo 






CO CO 


o 




CO 






di 9. 


t-« 




ot 






^ »^ 


;0 










• ,; 






• 








• 




^ 






^ < 














< 




^^ 






-^ -£ 




.o 






Xi ^ 


• • 




^ 






SJ 3 


t^ 




Ö 






cu cu 


9 




Ol 






• • •" 






• ■ ^"^ 


coi— 


-M 


ci . .00 


>^ 


o 


»ft ^ 


oo 


(M 


iri CO »o 00 


•o 


»o ^ 


'n "M 


VX 


cc -^Ci — 


• 


1.^ 


l'« !."• 


!>• ■>• 


t^ 


'«iii 


3 


« 


9«e 


99 


9 


CQ 




«iM 








^ 


Z 


>?;zzz 


z 


zzssz 


o 


• 




. • 


• 


■ • • • 


t-3 


< 


<<;<:<: 


<J 


<J<!<< 



I 



r 

•3fiQ .-4 1: CO c 

-^ ^ 'S Oh J^ S 



■6^ 



o ;^ «< «-^ -< •-» o ta 



Sa2 



O q 






Od 



J3 



09 

o 



•3 



•!3 tp «3 

o h ••-• o C o 



ü ©CL,' 



P^ l> fij 0Q <1 fe ü P^ 
I . * • • • • 



o 

PC 






üS'-^W<!üCU,0 M -<»-5 < 



\ 









c8 



o 



Li < 



S «> «8 5 

o « o^ »«öS 

•S O ® 3 .S — "^ • 



. 

oo 
Xi 



d 

e8 « 

d 'S 



d d 

M i8 d e8 ^ 

d .-, .d g,J3 d 

UDCdg-d ^ 



*^ o 



sjg'igs.is. <a 



« '.C i; S o S o 






•c t 



• 


sS 


• 


3 




? « •« * s 










"S 






3 


hS 


QO 


oSc^ 


o 


C4 




eo^^ a*^ 










ooo» 


00 




O* 


[<- 04 


d 


■* . 




• 


• 


. — — wo 










—< . « 


.-4 




• 


<N . 




^ JJ" 


• 


CT" 


3* 


er . . »^ . 






• 




J3 ■' - ^* • 


. 




er , 


. 3" 




ÄHs; 


s: 


>< 


»< 


KaeSfis:«» 






a 




•*ci.ei«i<aaga 


Ca 




»^jatfK 






^I3r 








"^ 






■^ 








•o 


CO 




A 


^m 












( 


9) 




p- 


•* 


»-« 


^^ 




'S 
:a5 


9 

0» 


CO 


O 










S 






• 

d 


• 

s 


«2 


B 

d 

CS 


71 


T 


o 
1 


1 




1 


a> _j <No 

QOc^oOO"**^»^ 


7 

o 


S 

^ 


i 


ii 


•.« 


^ ^ 


^^ 


, 




— c^ — 


•^ 


V4 


'^ 




— ^<N^©« — 0»<» 


c^ 




5i" 




^ 3 


*c 


fc. 


•c 


O. CS CS © 


s 


c 


: ft 




• • • • 

•* d Ö w 






slgg 




z-^ 


3 


< 


< 


<;5< *a 










Ä »?QQ 


O 




o< 








O 




? 


'»f"»f -f» »C "^ 

o o o o o 

s^ Oi r: ^ r; 


Ss 


2S 




oooooooo 

w% ^ <.- Ti C« Cd ^ Cd 


o 

Od 




Od 03 Od 9) 

1.^ .-^ »^ fH 



•qoag ^-^ t- o «* ocococw^ 



cc s^ CO ^ -^ 1— yi CO '^ ©* i^ »o «o — wod 



6 

o 



il 



d-« 

§2 



3 

Cd 



T.Kapitel: Beobachtungen. § 37c. 



333 



00 



kOOD 




1^ lO 


?o ^ 


^^ — 


tO °o 



2S siS 









oo 

i 



CO 
CO 



2: 



CD ►^ r». 

CO ''^ 00 



ha 







oc^co . . 

^fjooc^ oor- 
co c^ 00 QO 






^12 95 

•^ 50 » M m 

jf^ a 1H 1-1 61 4i 
. * . • CO • • ^^ • • 

• * ^i^ "^ ^ ^ ' • 

<J •< pLi <l <; PQ OQ 



00 
00 



CO 



lO o 

O 00 
(M CO 

1 



S SS |] 



OD 






< PQ 



^ 

^«'>« 






a 
o 

CO 









»4 

3 

d 

o 

d 



N d 



Ort»? 



5* fl "** d 
d ::=»« £ -^ 



^d« M^^--^"^ 



»9 



1^ 



d d 



•PQ 



bo^ 






«> « o 






o-s ^W"o dpu ® «i 

^^o=2 •l^'^.S .«OO^ 



t^fl 



CO ^ «-iiJ <J "<0 



"^ eS ^_I ^ • • • 



o d 

o <if 2 a u, 

P PC4 PC (äE4 fi4 CO Z < 



bc 

o 

2"® 



o 



o «^ 

o.S 
05^ 



c6 

d 

PUi 



d^ 

-ö o 
ca ej 

U O N 
■** "t S 



O V 



d 

bo.^ 
d ^ 

■♦-» c? 

lO ^ 

0<5 



bo 

^ * d 2 
PuicßOÄ 



o 
O 



a 

CO 



S 

o 

(4 



es 

d 
d 

d 



£? 

V 



« 0) ^ 

o a> 

CO 



S?22 



d ^ -c 



d 
«> 
bo 

d 



d b d «^ £tf 



fi. 






o 

CO 



er 



Oi COI> 

^ CO . 

. . CT" 



o 

CO 

(>1 



^ pe{ 



. CT» 



1^ /-^ • 

•^Cä O ^ CO ^ 

iOoo ^ c-- 1^ 
»^ ^ . t> . . 

. . CT* , C3* CJ* CT* 



CO 

»<5 



* K K K 



oa 



Sä 



CO 



00 ^ 



»o 



»o 






I I I 

t^ ^ ^ ^ 



I 



SO 






oo 



N 

o 
o 

Od 



CO 



CO 

»: « 

® o 

00 O 
©« CO 



■S d > 

«> e3 ® 
\n %o ^ 

ooo 

0> O 9d 



r- I 

<M 00 

i ^ 

o o 

S5 O 



3 



Ol 



Od kT) 



SS 



OOOO 

O K ft K 
O 00 

i I ' ' T 

■^ Oi 00 <M 1 

00 "^ o* <>< f^ 

R^ * R R ij 

SSoSS s 

G) Cd O 93 O ^ 



00 



o »o 



»4 



M 

«> 

Q 



> 
O 



e* Od 



G4 

CO 



I IIa 



Oi ob 00 <^ — ' ^^ 
<>> <N ©^ sococo 



«-H O» 



>- > N N M hl (3 

^ -^ ^ -*!f< -^ ifj lO 

OOQOOOO 



s 

O 9> Cd O) 03 93 



CO «^ 



»O 



CO 



Oöq«^ »^ CO ^^o ^^ CO CO o» CO o* 



»o 



»O Od(N«-^(N»^*^'^ 



d -«*• 

II 







« 



o ^ 

s-il 



S 8 

Od Od 



•o 



334 



IL Teil : Astronomie. 



7, 1905. 



a 
o 

r-T. 



'S 






CO 



o 






M8 



S3 



CO 



00 
»JTi 






. -^ 'N CO ^ _ r 

Ä O CO »Ö »ft ^ 
1^ -~ -i« ^ ^ CO 



00 QO 






00 



3S S 






00 



F^ iN tH iN iN iN ^ »H iN ^^ ^ ,^ th »H f^ f^ f^ ^ f^^^" 



m m 

CO CO ^ 

0^-22 

(M C^ "^ 



O CO CO (M 
00 OD 9 



o« 



< 



. ••* • 

CO ^*AZ 

o« coco_2 



55 



• «•..■ • • • 



• • • ►^ ... .^ M 




o 

o 
o 



t3 
es 









^c» 



^^ .«ij Im "^ Q «^d ^ 3 O »^ f»> <^ v3 b. O — « »^ ^ 



■'SsS^8D2.g:==§=SrtS2*«^*2 

. Ol o V .^^ .£2 ^ ^3 *"" — " OTt ^ r! a> O '»^ S ••■ ^ 



CS ® 



iS o 

ßbiOPQ 



CS 



o 
K £ 






I 

'S 



o 
«> 

PQ 



I <^ 



a 

o 

.-. S* S t b >- «» bo.2 
< « W PC « a Ch PQ < ^ 



4> 



s 

o 
Pö 



.2 S 



"SdO 

a 

"^ -M ^ -'S S 
ü 



OD ^ 

CO Q <S 



eX) 





fc. fc. o a § 



d 

^d ^ 
g o fc 

d ^S 

O S - 

MPC 



Cl. 

o 

boSPd i 

es 



^ Aus 



CUV 5 
(« u (8 



ce 

d 



d . — ' . cj « 
. , er ,4. er . . . 



o 

CO 






xaws 



.00 

»^WPä 



N 






CO ^ . . . 



a 

d 

es 

■♦* 

ES! 



o^e^ CO «-H 

CO CO ^^ CO ^ 1-1 

d d . d I d - 

COcOCOCO'-iSOg^-^t^. 



d 

CS 

s 



»o 



00 



d 

CS 



Oi 



coö<» 



I 



' 7' 



CO 

* 

.o 
o 

Od 



• »i-. '^ »^ 

««I li 

. Oeoco 



• " W " 

d S d g 

R R «5 CS * * CS R ® 

•-> O •-» Ä 



d 

CS 



h3 



R R R R R R «> 



C&4 



R d 

CS 



(4 

'2 



*«** "^ "^ *ft "^ "^ »O »O 

oopooooo 



wd ^ O O) 9d ^ Oi Si O^ Cd 



■ öooooooööoöo 

O ffd Cd 03 Od öd Od Od Od Od Od Cd 



o 

Od 



kO »O O iA ^ 

OQOOO 
Od Od Od Cd Cd 



JdpjqisZ 



t-i^C<»(?«5^O»C0C0l^C0^-« o 



M -^OdfM 



a 

o 



'CG"* 



O 
Od 



7. Kapitel : Beobachtungen. § 37 c. 



335 









2 






















■ 










2 «> 












3 










;s s 












04 










a s 






• 

00 


u. 387. 

• 










• 








• • 


• • 

CO O 


S§j2 


ä 


00 O) 


ö 


« 


CS 




S-: <5§?s 




-* 2S8S ^ 


'♦z 


^^ •-< 50 <M 


00 o« 


CO 


o 


•"* 


Ä 


^ oa Ä ^ _^ 

s ^ — «•S 




•^ oac» -* — «*3 


N. 168 

rk Bull 




i 


ii^- 




i 

1H 


1 


i 




1 |$|| 1 


.... 
?5 25-»55 


• 


<^.s 


• 




.Ä 


• 

•-* 


^<'^^< 




^ KS Ph Oä OS z 




• . * • 


CQ 


od<^ 


• 

< 


• 

< 


• 








• • • • ■ ■ 


J. Palisa 
R. G. Aitken 


L. Gabba 
M. Knapp 
J. G. Porte